Francis Menton, THE MANHATTAN CONTRARIAN

Ich habe die letzten Tage damit verbracht, an der vom Heartland Institute in Washington veranstalteten Internationalen Konferenz zum Klimawandel teilzunehmen. Es gab eine Menge Material, das für die Leser von Interesse sein dürfte.

Ein zentrales, von mehreren Referenten angesprochen Thema lautet: „Wo ist der Beweis?“, insbesondere der Beweis dafür, dass uns eine Art Klimakrise bevorsteht. Es dürfte keine Überraschung sein, dass für fast jede Behauptung der Klimakabale der Beweis fehlt.

Der interessanteste Vortrag zu diesem Thema kam von John Clauser. Für diejenigen, die noch nichts von ihm gehört haben: Clauser war einer der Mitgewinner des Nobelpreises für Physik im Jahr 2022. Das konkrete Thema von Clausers Preis war etwas, das als „Quantenverschränkung“ bezeichnet wird und nur am Rande mit dem Klimawandel zu tun zu haben scheint. Clausers Vortrag vermittelte jedoch den Eindruck, dass er seit dem Gewinn des Preises einen Großteil seiner Zeit damit verbracht hat, die Literatur zum Klimawandel zu studieren und insbesondere die Daten zu untersuchen, die zur Untermauerung der Behauptungen über eine drohende Klimakrise herangezogen werden. In dieser Zeit hat er sich zu einem sehr lautstarken Klimaskeptiker entwickelt. Er ist eindeutig ein sehr kluger Kopf mit einem scharfen kritischen Blick. Außerdem verfolgt er einen spezifischen Ansatz, nämlich die Daten auf Lücken, Veränderungen oder Manipulationen zu untersuchen, die dazu führen könnten, dass die Daten nicht ausreichen, um die aufgestellten Behauptungen zu stützen. (Siehe auch meine Serie über den größten wissenschaftlichen Betrug aller Zeiten.) Ich denke, dass dieser Ansatz das Wesen der wissenschaftlichen Methode ausmacht, doch leider fehlt er in der „Klimawissenschaft“-Sekte größtenteils. Schließlich hat sich Clauser gezielt auf bestimmte Mängel oder Manipulationen der Daten konzentriert, die leicht zu erkennen und auch für Laien ohne spezifisches wissenschaftliches Fachwissen verständlich sind.

Clauser betitelte seinen Vortrag mit den Worten [übersetzt]: „Die globale Erwärmung, der Klimawandel und der wissenschaftliche Konsens sind nicht bewiesen. Es gibt keine nachgewiesene Klimakrise.“ Der Vortrag wurde von einer Powerpoint-Präsentation mit rund 124 Folien begleitet, die viel zu umfangreich und detailliert waren, als dass er alles hätte abdecken können oder ein Zuhörer sich gründliche Notizen hätte machen können. Mir gelang es jedoch, eine Kopie der Präsentation zu ergattern. (Clausers vollständiger Vortrag ist auf der Heartland-Website verfügbar, und ich habe erfahren, dass die Präsentation in wenigen Tagen ebenfalls auf der Website verfügbar sein wird.)

Heute beginne ich mit dem Teil von Clausers Vortrag, der sich mit dem Thema der sogenannten „extremen Wetterereignisse“ befasst – also beispielsweise Überschwemmungen, Dürren, Hurrikane, Tornados, Hitzewellen und Ähnliches. Zu diesem Unterthema ging Clauser zunächst auf einen Artikel von Jane Lubchenco und Thomas Karl aus dem Jahr 2012 in der Zeitschrift „Physics Today“ ein, der den Titel „Predicting and managing extreme weather events“ trug. (L&K) Zum Zeitpunkt des Artikels, also während der Präsidentschaft von Barack Obama, war Lubchenco Administratorin der NOAA, und Karl war Direktor des National Climatic Data Center der NOAA und Vorsitzender des US Global Change Research Program. Mit anderen Worten: Dies waren die Personen, die damals im Auftrag der Regierung für die Erfassung der US-Wetterdaten, einschließlich der Daten zu extremen Wetterereignissen, verantwortlich waren. Wie Clauser in seinem Vortrag anmerkte: Wenn es Menschen gäbe, die Zugang zu den allerbesten Daten hätten, um die Behauptung zunehmender extremer Wetterereignisse zu untermauern, dann wären es diese beiden.

Die These des Artikels von L&K lautet, dass extreme Wetterereignisse in den USA zugenommen haben und mit der Erwärmung des Klimas voraussichtlich weiter zunehmen werden. Hier ist der einleitende Absatz:

Das Klima der Erde erwärmt sich, und zerstörerische Wetterereignisse treten immer häufiger auf. Um mit diesen Veränderungen fertig zu werden, sind wissenschaftliche Zusammenarbeit, vorausschauende Politik und eine informierte Öffentlichkeit erforderlich.

Neben ihrer eigenen Aussage zu diesem Thema zitieren L&K auch mehrere ähnliche Aussagen des IPCC:

„Es ist sehr wahrscheinlich, dass Hitzewellen in den meisten Landgebieten an Dauer, Häufigkeit und/oder Intensität zunehmen werden. . . . Es ist wahrscheinlich, dass die durchschnittliche maximale Windgeschwindigkeit tropischer Wirbelstürme im Laufe des kommenden Jahrhunderts zunehmen wird. . . . Es ist wahrscheinlich, dass die Häufigkeit starker Niederschläge oder der Anteil starker Regenfälle am gesamten Niederschlag im 21. Jahrhundert in vielen Regionen der Erde zunehmen wird.“

Was ist denn aber der Beweis?

L&K präsentieren eine Reihe von Diagrammen, die ihrer Ansicht nach belegen, dass extreme Wetterereignisse in den USA „in den letzten Jahrzehnten stetig zugenommen haben“. Um das Ausmaß dieser extremen Wetterereignisse in den USA zu messen, haben L&K einen sogenannten „US Climate Extremes Index“ entwickelt. Sie beschreiben den Index als eine Berechnung, die auf „dem prozentualen Anteil der Landesfläche basiert, der in einem bestimmten Jahr extreme Monatstemperaturen, Dürreintensität, Bodenwasserüberschuss, Tage mit und ohne Niederschlag, Hurrikanaktivität mit Landfall sowie eintägige Starkniederschlagsereignisse verzeichnet“. Über diese Beschreibung hinaus gibt es jedoch keine technische Erläuterung und keine Belege dafür, wie die Diagramme quantitativ erstellt wurden. Eine Fußnote mit einem Link zu einem früheren Artikel von Karl zu diesem Thema, der vermutlich diese Details enthält, liefert die Meldung „not found“.

Mein erster Einwand gegen diesen „Klimaextreme-Index“ ist, dass es sich um eine äußerst zweifelhafte Messgröße handelt, die offensichtlich sehr leicht zu manipulieren ist. Wer hat beispielsweise entschieden, wie groß die Landfläche war, die von einem bestimmten „auf Land getroffenen Hurrikan“ erfasst wurde? Ist es nur die Landfläche, auf der die Windgeschwindigkeiten 120 km/h überschritten, oder ist es das gesamte Gebiet, das vom Hurrikan-Sturmsystem während seiner gesamten Lebensdauer von möglicherweise mehreren Tagen überzogen wurde, meist mit weitaus geringeren Windgeschwindigkeiten? Solche verborgenen Entscheidungen könnten leicht dazu genutzt werden, einen Index wie diesen zu manipulieren, um ein gewünschtes Ergebnis zu erzielen.

Clauser geht jedoch nicht in diese Richtung, sondern nimmt stattdessen einfach die von L&K vorgelegten Werte des Index‘ und fragt, ob diese im betrachteten Zeitraum tatsächlich gestiegen sind. Hier ist Abbildung 2a aus L&K, welche die Werte ihres US-Klimaextreme-Index für den Zeitraum von 1910 bis 2011 zeigt:

Wenn man sich das ansieht – bin ich der Einzige, der keinen nennenswerten Anstieg erkennt, geschweige denn einen dramatischen Anstieg in den letzten Jahren?

Und es kommt noch schlimmer. Clauser nahm die Werte des im Balkendiagramm dargestellten Index‘ und trug sie als Punkte in einem Streudiagramm ein. Dann erstellte er eine weitere Grafik, in der er die Reihenfolge der Beobachtungen umkehrte, sodass die neuesten Beobachtungen links und die älteren rechts zu sehen waren. Mit anderen Worten: Die beiden Grafiken sind Spiegelbilder voneinander. Hier sind sie:

Die Jahreszahlen auf der x-Achse deuten zwar darauf hin, dass sie von den ältesten zu den neuesten Jahren verlaufen, doch Clauser erklärt, er habe dies bewusst so belassen, um den Betrachter dazu anzuregen, herauszufinden, welche Grafik verkehrt herum dargestellt ist. Hier ist Clausers Text aus seiner Folie 9:

Die beiden Grafiken sind identisch, abgesehen davon, dass eine von links nach rechts seitenverkehrt, also rückwärts, dargestellt ist, wobei die Zeit nach links hin zunimmt. (Wenn man genau hinschaut, erkennt man, dass sie Spiegelbilder voneinander sind.) Ich behaupte: Wenn Sie nicht erkennen können, welche dieser Grafiken korrekt dargestellt ist und welche zeitlich rückwärts verläuft, dann lässt sich der von Lubchenco und Karl behauptete jüngste Anstieg der Häufigkeit extremer Wetterereignisse nicht eindeutig aus ihren Daten ableiten. Eine dieser Grafiken soll laut Lubchenco und Karl eine bevorstehende Klimakatastrophe vorhersagen! Sind Sie wirklich so zuversichtlich, dass Sie bereit wären, Billionen von Dollar darauf zu setzen, dass Sie erkennen können, welche Grafik diese Vorhersage trifft?

Clauser schloss diesen Teil seines Vortrags damit, dass er die Schlussfolgerung von L&K als „betrügerische Pseudowissenschaft“ bezeichnete. Es handelt sich um eine seltsame Art von betrügerischer Pseudowissenschaft – unverblümt zu behaupten, dass eine Datensammlung eine Schlussfolgerung stützt, die die Daten offensichtlich nicht stützen, und zu erwarten, dass alle einfach nur zustimmend nicken. Es ist kaum zu glauben, dass dies das Beste ist, was L&K mit all den ihnen zur Verfügung stehenden Daten vorbringen konnten, um die Zunahme extremer Wetterereignisse zu belegen. Aber so funktioniert „Klimawissenschaft“ nun einmal oft.

Als Nächstes: Das Energieungleichgewicht der Erde (EEI).

Link: https://wattsupwiththat.com/2026/04/11/at-the-heartland-climate-conference-what-is-the-proof-extreme-weather-events-edition/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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