Der kürzlich in der New York Times (NYT) erschienene Artikel „Climate Change Is Fueling Extremes, Both Hot and Cold” (Der Klimawandel verstärkt Extreme, sowohl Hitze als auch Kälte) von David Gelles behauptet, dass die globale Erwärmung gleichzeitig „kältere Kälteperioden” und „heißere Hitzeperioden” verursacht, und präsentiert das aktuelle Wetter in den USA als Bestätigung einer seit langem vorhergesagten wissenschaftlichen Erwartung. Diese Behauptung ist offensichtlich falsch und basiert auf einer Verfälschung sowohl der Geschichte als auch der Beweislage. Die tatsächlichen Daten widerlegen diese Behauptungen nämlich.
„Kältere Kälteperioden. Heißere Hitzeperioden. Das sind die intensiven Ausbrüche ungewöhnlicher Wetterereignisse, vor denen Wissenschaftler seit Jahrzehnten warnen, dass sie mit der globalen Erwärmung häufiger auftreten würden”, behauptet der Autor und verweist wiederholt auf vermeintliche Störungen des Polarwirbels als Beweis dafür, dass die Erwärmung extreme Kälteperioden verstärken kann, selbst wenn sie die Durchschnittstemperaturen erhöht. Diese Darstellung suggeriert einen feststehenden wissenschaftlichen Konsens, der nie existiert hat.
Beginnen wir mit dem, was Wissenschaftler tatsächlich über Temperaturextreme gesagt haben.
Die beobachteten Daten stimmen mit den ursprünglichen Erwartungen überein, dass die CO₂-Emissionen des Menschen zu einem Rückgang der kalten Tage führen sollten und nicht zu einer Zunahme extremer Kälte. Selbst der Klimawissenschaftler Zeke Hausfather, der kaum als Klimaskeptiker bezeichnet werden kann, weist in seiner Analyse „Fact check: Climate change is not making extreme cold more common” (Faktencheck: Der Klimawandel führt nicht zu einer Zunahme extremer Kälte) darauf hin. Hausfather hat Attributionsstudien und Beobachtungen ausgewertet und zeigt, dass die überwiegende Mehrheit der Analysen zu extremer Kälte zu dem Ergebnis kommt, dass Kälteereignisse in einer sich erwärmenden Welt weniger wahrscheinlich sind. Nur eine von Dutzenden Studien deutet auf eine Zunahme der Kälte in einem bestimmten Fall hin. Das langfristige Erwärmungssignal dominiert, wodurch Kälteextreme insgesamt seltener werden.
In den Vereinigten Staaten, die im Mittelpunkt des Artikels stehen, spricht das Bild noch weniger für die Behauptung „sowohl heiß als auch kalt“. Wie der Meteorologe Chris Martz in seinem X-Thread feststellt, haben sowohl extreme Hitze als auch extreme Kälte seit Beginn des 20. Jahrhunderts abgenommen. Wie aus den von ihm erstellten Grafiken (siehe unten) hervorgeht, sind die sengenden Hitzeperioden der 1930er und 1950er Jahre nach wie vor die höchsten jemals gemessenen Spitzenwerte, während die Kältewellen nach Ende der 1980er Jahre stark zurückgegangen sind. Martz vergleicht die 30-Jahres-Zeiträume 1901–1930 und 1996–2025 anhand der GHCN-Daily-Stationsdaten und stellt fest, dass Kältewellen um etwa 31 Prozent und Hitzewellen um etwa 20 Prozent zurückgegangen sind.
Die beiden folgenden Graphiken wurden via Google Translate ins Deutsche übertragen. A. d.Übers.
Hinweis: Der Begriff „Hitzewellen“ in der unteren Graphik muss natürlich durch „Kältewellen“ ersetzt werden. Dann stimmt auch die Definition. A. d. Übers.
Diese Grafiken sind keine ausgewählten Einzelberichte, sondern stationäre Beobachtungen über angemessene klimatologische Zeiträume hinweg.
Wie Martz in seiner X-Gegendarstellung dokumentiert, haben Wissenschaftler nicht vorhergesagt, dass die Erwärmung zu häufigeren oder intensiveren Kälteextremen führen würde. Es wurde lediglich ein Anstieg der Hitzeextreme erwartet. Martz zitiert den dritten Sachstandsbericht des IPCC aus dem Jahr 2001, in dem ausdrücklich festgestellt wurde, dass ein Anstieg der Durchschnittstemperaturen zu „häufigeren extremen Höchsttemperaturen und selteneren extremen Tiefsttemperaturen” führen würde – eine Erkenntnis, die direkt aus dem IPCC-TAR-Kapitel in der PDF-Datei des Berichts zusammengefasst wurde. Der gleiche Bericht prognostizierte für das 21. Jahrhundert „weniger kalte Tage” und „weniger Frosttage” in fast allen Landgebieten.
Das ist das Gegenteil von dem, was Gelles behauptet, nämlich dass Wissenschaftler „seit Jahrzehnten warnen”.
In einem vergeblichen Versuch, seine unhaltbaren Behauptungen zu untermauern, wonach die Erwärmung extreme Kälte verursacht, behauptet Gelles, dass der Klimawandel den Polarwirbel verändert, was impliziert, dass die Erwärmung der Arktis den Jetstream schwächt und es ermöglicht, dass kalte arktische Luft häufiger nach Süden strömt. Dieses Konzept wird jedoch durch Beobachtungen nicht gestützt. Climate at a Glance fasst die Beweise für Temperaturextreme in „The Polar Vortex” und „U.S. Heat Waves” zusammen und zeigt, dass zwar seit 1950 in einigen Regionen die Hitzeextreme zugenommen haben, die Kälteextreme jedoch im Allgemeinen zurückgegangen sind. Climate Realism hat wiederholt auf die Übertreibungen der Medien zu diesen Themen hingewiesen und zahlreiche Kritiken zu „extremer Kälte“ und dem „Polarwirbel“ veröffentlicht, in denen aufgezeigt wird, dass der vermeintliche Zusammenhang zwischen Erwärmung und zunehmender Kälte spekulativ ist und nicht mit den gemessenen Trends übereinstimmt.
Dieser Artikel berichtet nicht über Wissenschaft, wie sie verstanden oder beobachtet wird, sondern passt die heutigen Schlagzeilen an das Wetter von gestern an. Wenn die Erwärmung im Sommer zu höheren Temperaturen führt, ist Gelles bereit, dies dem Klimawandel anzulasten. Wenn der Winter niedrigere Temperaturen bringt, macht er ebenfalls den Klimawandel dafür verantwortlich, wobei er sich in beiden Fällen auf äußerst schwache Beweise stützt, die im Widerspruch zu den Einschätzungen des IPCC und dem Großteil der Beobachtungsdaten stehen.
Gelles sollte anerkennen, dass die wissenschaftliche Erwartung in einer sich erwärmenden Welt seit langem weniger Kälteextreme sind. Beobachtungen bestätigen diese Erwartung weitgehend. Die Vorstellung, dass die Erwärmung Kälteextreme „befeuert”, passt vielleicht besser zu der Erzählung, dass Menschen gefährliche Klimaextreme und wilde Wetterschwankungen verursachen, aber sie ist sachlich falsch.
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

















Wir freuen uns über Ihren Kommentar, bitten aber folgende Regeln zu beachten:
- Bitte geben Sie Ihren Namen an (Benutzerprofil) - Kommentare "von anonym" werden gelöscht.
- Vermeiden Sie Allgemeinplätze, Beleidigungen oder Fäkal- Sprache, es sei denn, dass sie in einem notwendigen Zitat enthalten oder für die Anmerkung wichtig sind. Vermeiden Sie Schmähreden, andauernde Wiederholungen und jede Form von Mißachtung von Gegnern. Auch lange Präsentationen von Amateur-Theorien bitten wir zu vermeiden.
- Bleiben Sie beim Thema des zu kommentierenden Beitrags. Gehen Sie in Diskussionen mit Bloggern anderer Meinung auf deren Argumente ein und weichen Sie nicht durch Eröffnen laufend neuer Themen aus. Beschränken Sie sich auf eine zumutbare Anzahl von Kommentaren pro Zeit. Versuchte Majorisierung unseres Kommentarblogs, wie z.B. durch extrem häufiges Posten, permanente Wiederholungen etc. (Forentrolle) wird von uns mit Sperren beantwortet.
- Sie können anderer Meinung sein, aber vermeiden Sie persönliche Angriffe.
- Drohungen werden ernst genommen und ggf. an die Strafverfolgungsbehörden weitergegeben.
- Spam und Werbung sind im Kommentarbereich nicht erlaubt.
Diese Richtlinien sind sehr allgemein und können nicht jede mögliche Situation abdecken. Nehmen Sie deshalb bitte nicht an, dass das EIKE Management mit Ihnen übereinstimmt oder sonst Ihre Anmerkungen gutheißt. Wir behalten uns jederzeit das Recht vor, Anmerkungen zu filtern oder zu löschen oder zu bestreiten und dies ganz allein nach unserem Gutdünken. Wenn Sie finden, dass Ihre Anmerkung unpassend gefiltert wurde, schicken Sie uns bitte eine Mail über "Über Uns->Kontakt"Wenn irgend ein Kasper der NYT Unsinn verzapft, ist das eigentlich keinen Artikel wert.
Früher dachte ich, die Story mit den „Chemtrails“ ist reine Veschwörung. Mittlerweile gibt es aber unzählige Berichte, daß das fast weltumspannend tatsächlich gemacht wird. Weil eine Vorhersage, was genau dabei passiert, nicht möglich ist, betrachte ich diese Aktivitäten klar im Bereich menschgemachter Einflüsse.
Man müßte hier viel mehr mit Statistik und Korrelationen arbeiten, um Zusammenhänge herauszufinden.
…. aber erst, seit Gott Trump ein Machtwort gesprochen hat. Er hat die Physik überwunden und den durch uns verschuldeten Klimawandel ein für allemal besiegt. Lasst uns ihm lobsingen.
Glücklicherweise haben wir ja noch Sie .
„Kältere Kälteperioden. Heißere Hitzeperioden.“ nicht nur kälter und heißer, sondern auch länger, wird behauptet.
Die Lügen lassen sich fortsetzen: Zunahme der Starkniederschläge, Zunahme der Überschwemungen, angebliche Meeresspiegelanstiege, Inseln vor dem Versinken. Abschmelzen der Gletscher in der Antarktis.
Weil der CO2-Treibhausglaube keinerlei wissenschaftliche Beweise hat, muss er auf selbstgemachte und erfundene Angstszenarien zurückgreifen. Das gehört zum Geschäftsmodell CO2-Klimalüge, das nur unser Geld will.
Aber nicht nur das, im Endstadium will man unsere Demokratie beseitigen, unsere deutsche Kultur ausrotten und aus uns ein zahmes lammfrommes Volk machen, das willig alles glaubt und leicht zu führen und handhaben ist.
Gibt es für diese angeblichen Klima-Lügen auch Belege oder ist das nur Ihr Gefühl?
Wenn Sie nicht mit geschlossenen Augen bei EIKE unterwegs sind, dann finden Sie das hier jeden Tag.
Wenn ich jedoch nicht auf EIKE recherchiere, sondern im Internet stöbere, komme ich zu einem anderen Ergebnis. Wie passt das zusammen?
https://essd.copernicus.org/articles/15/1597/2023/essd-15-1597-2023.pdf
Hier z. B. wird unter anderem der Eisverlust der Antarktis von 68 Autoren und über 40 Instituten beschrieben (1992-2020).
https://science.nasa.gov/earth/antarctic-ice-mass-loss-2002-2023/
Hier wird der anarktische Eisverlust für die Jahre 2002-2023 beschrieben.
Und hier wird viel Unsinn widerlegt…
„Der fundamentale Punkt war immer folgender.
Klimawandel wird durch hunderte von Faktoren oder Variablen bestimmt; und allein der bloße Gedanke, dass wir den Klimawandel vorhersagbar managen können, indem wir den einzigen politisch gewählten Faktoe CO2 verstehen und manipulieren, ist so abwegig wie nur irgendwas; das ist wissenschaftlicher Unsinn.“
Philip Stott (Emeritierter Professor für Biogeographie an der School of Oriental and African Studies der University of London und ehemaliger Herausgeber des Journal of Biogeography.)
2019:
Die Grönlandgletscher wachsen, die Antarktis wird größer, das „CO2-Budget“ der Menschheit ist von 500 Gigatonnen auf 1000 Gigatonnen „angewachsen“:
„Prof. Marotzke (Max Planck Institut) kündigt in erfreulicher Offenheit und Klarheit an, der Weltklimarat werde zur Erreichung des 1,5-Grad-Erwärmungszieles den Höchstwert für das C02-Budget auf etwa tausend Gigatonnen mindestens verdoppeln. Plötzlich werden also fünfhundert Gigatonnen – fünfhundert Milliarden Tonnen CO2 – als „nicht-erwärmungs-wirksam“ frei gegeben.“
(Vermutlich, weil sich das CO2 eben nicht so verhält, wie man es uns immer weismachen wollte, die Skeptiker aber schon seit Jahrzehnten sagen).
Und Herr Latif (ein „Klimapapst“ des IPCC) erklärte uns 2010, dass die Temperaturen seit 10 Jahren nicht mehr signifikant gestiegen sind und das wohl auch noch die nächsten 10 Jahre nicht werden.
–
Fakt ist : Das Eis in der Arktis wird weniger …..
Fakt ist aber auch : Das Eis in der Antarktis wächst JEDES JAHR um 3 bis 4,5 Meter ! (Höhe)
(Zitat) „Es war bisher einer der großen Widersprüche der Klimaforschung: Obwohl sich die globale Temperatur nachweislich erhöht hat, die Gletscher in den meisten Gebirgsregionen schmelzen und das Arktiseis immer weiter schrumpft, nimmt die Eisfläche im Südpolarmeer Jahr für Jahr weiter zu. Im letzten Jahr gab es sogar einen neuen Positivrekord beim antarktischen Meereis, während gleichzeitig im Nordpolarmeer ein Negativrekord verzeichnet wurde. Der Grund für diese Gegensätze war bislang unbekannt – jetzt ist das Rätsel wahrscheinlich gelöst worden. Das salzarme, kalte Schmelzwasser ist leichter als das salzhaltige Meerwasser und „schwimmt“ deswegen wie eine isolierende Decke mit einer Mächtigkeit von 50 bis 200 Metern auf dem salzhaltigen Meerwasser. Je geringer der Salzgehalt von Wasser ist, desto schneller gefriert es: Daher bildet sich derzeit im Südpolarmeer bei Frostwetter relativ schnell neues Eis. Außerdem kühlt das salzarme Oberflächenwasser im antarktischen Winter viel schneller aus – noch mehr Eisbildung ist die Folge, der Abkühlungseffekt verstärkt sich. Dass in großen Mengen ins Meer fließendes Schmelzwasser erhebliche Auswirkungen auf das Klima haben kann, ist nicht neu. Auch im Nordatlantik hat es während der letzten Kaltzeit mehrfach ähnliche Ereignisse gegeben. Die nach seinem Entdecker getauften „Heinrich-Ereignisse“ waren rasante Klimaschwankungen, die oft innerhalb von wenigen Jahrzehnten passierten. Durch gewaltige Schmelzwassermengen der Eiszeitgletscher bildete sich eine kalte Süßwasserschicht, die den Golfstrom abwürgte – radikale Kälteeinbrüche waren die Folge. Den „Heinrich-Ereignissen“ ging übrigens stets eine kontinuierliche Erwärmung über mehrere Jahrhunderte voraus, die das Schmelzen der Eiszeitgletscher erst ermöglichte – die bekannten „Dansgaard-Oeschger-Ereignisse“. Die Parallelen zur heutigen Zeit sind frappierend: Seit 1850 hat sich das Klima ebenfalls signifikant erwärmt, was auf der ganzen Welt zu einer starken Gletscherschmelze geführt hat. Dennoch steht uns in den kommenden Jahren wohl kein neuer Kälteschock bevor – Anzeichen für einen kollabierenden Golfstrom gibt es derzeit nicht. (Zitat ende)
Da können die Klimahüpfer noch so oft krakeelen… Klimawandel ist ABSOLUT normal und es hat ihn lange VOR jeglicher Industrialisierung gegeben und es würde ihn auch noch lange nach jeglicher Industrialisierung geben.
Würden diese Klimahüpfer zur Schule gehen und LERNEN anstatt sich in Dinge zu mischen von denen sie NICHTS verstehen, wüssten sie das es vor LANGER Zeit Palmen und Farne am Nordpol und ebenso auch am Südpol gab. Übrigens lagern in der Antarktis SOVIEL Fossile Brennstoffe (Kohle , Erdöl Erdgas…) das man damit die gesamte Menschheit für gute 200 Jahre versorgen könnte, und das allein schon an der relativen Oberfläche des Kontinents. (also direkt unter der Eisdecke. )
Sie zitieren also einen einzigen Klimaskeptiker und wollen damit die Arbeit der NASA (und deren Satellitenmessungen) und eine Studie mit 68 Autoren widerlegen? Ein emeritierter Professor aus dem Fachbereich Biogeographie ist kein Garant für die Wahrheit, auch wenn Sie diesem Autoritätsargument aufgesessen sind und ihm einen größeren Wahrheitsgehalt zusprechen möchten.
Zeigen Sie aber gern die Arbeiten, die über längere Zeiträume (!) das Antarktis-Eiswachstum belegen. Von wem ist denn Ihr Zitat? Was soll das denn ohne genannten Autor beweisen – wobei auch mit Namen an den Ergebnissen (die Eismassen schrumpfen) nichts ändert.
Sie können auch gern die Quellen nennen, die die vorgenannten Links widerlegen.
Die verkürzte Aussage Hr. Marotzkes haben Sie auch falsch verstanden.
Hr. Marotzke ging es nicht um den grundlegenden physikalischen Effekt von Co2 als Treibhausgas – Co2 ist und bleibt sehr wohl klimawirksam.
EIKE widerlegt wenig bis keinen „Unsinn“. EIKE produziert den genannten Unsinn in Massen, ja. Da ist auch deutlich ein Anstieg zu verzeichnen 🙂
Der Golfstrom entsteht doch durch die Winde. Die durch die Erddrehung ausgelöst werden. Es wird einen Golfstrom geben, solange sich die Erde dreht.
Dann recherchieren Sie doch weiter und lassen die ewig gestrigen hier in Ruhe .
An Aufklärung sind Sie wohl nicht interessiert?
Nö .