Darin wurde berichtet, dass dank jenes „Verschmutzers“ der Planet viel mehr Pflanzenwachstum hervorbringt, was sogar die schärfsten ideologischen, nicht Fleisch fressenden und oberklugen planetarischen Heilsprediger wirklich feiern sollten.

Wie viel mehr Pflanzenwachstum?

Nun, den 32 Forschern aus neun Ländern zufolge ergab sich während der letzten 35 Jahre eine „persistente und weit verbreitete Zunahme“ der Ergrünung um 25 bis 50% der „globalen, mit Pflanzen bewachsenen Fläche“. Weniger als 4% des Globus‘ zeigten einen Rückgang. Die 85% der eisfreien Landmasse der Erde, die von Grün bedeckt sind, nahm um 32% jener Menge zu.

Das zusätzliche Laub würde, wenn man es sich als einen Teppich vorstellt, zweimal das US-Festland überdecken. Falls man jetzt den Atem anhält und sich fragt, wie das sein kann, dann beruhige man sich bitte … und man sei dankbar.

Auf der Grundlage simulierter Modelle des Ökosystems ordneten die Forscher 70% dieses grünen Zuschusses den Düngungseffekten von CO2 zu. Weiteren Anteil daran haben 9% Stickstoff-Dünger und 4% Veränderung der Landbearbeitung, jedoch können diese nicht das beobachtete zusätzliche Waldwachstum erklären.

Eine Studie aus dem Jahr 2013 zum Thema Wälder in der gemäßigten und der borealen Zone auf der Nordhemisphäre (ebenfalls in Nature veröffentlicht) fand eine substantielle Zunahme der Effizienz bzgl. des Wasserverbrauchs während der letzten 20 Jahre. Diese Zunahme war viel größer als von den Biosphäre-Modellen prophezeit.

Man ordnete dies der verstärkten Photosynthese auf dem Ökosystem-Level zu, der Gesamt-Kohlenstoffaufnahme und verminderter Verdunstung.

Und dann kommt der Teil, der für manche Autoren des jüngsten Berichtes sehr schwer verdaulich ist. Den drittgrößten vorteilhaften Einfluss – 8% – schrieb man dem „Klimawandel“ zu. Diese Erkenntnis muss besonders für den Mitautor Philippe Ciais vom Laboratory of Climate and Environmental Sciences in Frankreich schmerzhaft sein, der auch als Autor für zuverlässig alarmistische Berichte des IPCC fungierte.

Getreu seiner Linie sagte Ciais: „Der Trugschluss des konträren Argumentes ist zweifach. Erstens, die vielen negativen Aspekte des Klimawandels werden nicht berücksichtigt. Zweitens, Studien haben gezeigt, dass sich Pflanzen an steigende CO2-Konzentrationen anpassen und der Düngungseffekt mit der Zeit immer mehr abnimmt“.

Nun also – nein! Er liegt mit beiden Aussagen völlig falsch.

Zum ersten „Trugschluss“ hat Judith Curry, ehemals Vorsitzende von Earth and Atmospheric Sciences am Georgia Institute of Technology, darauf hingewiesen, dass „es unzulässig ist, die Argumente der so genannten Contrarians auszublenden, reflektiert doch ihre Ablehnung des Konsens‘ Wertekonflikte und Bevorzugung der empirischen Beobachtungen gegenüber hypothetischen Projektionen von Klimamodellen“.

Und was die Behauptung angeht, dass der Düngungseffekt vorübergehender Natur ist: die führende Kapazität bzgl. CO2 und Pflanzenwachstum Craig Idso, Leiter des Center for the Study of Carbon Dioxide and Global Change, findet keinerlei empirische Beweise, um eine modellbasierte Behauptung zu stützen, dass die zukünftige Aufnahme von Kohlenstoff durch Pflanzen infolge steigender Temperaturen abnimmt.

Tatsächlich wurde in der realen Welt genau das Gegenteil beobachtet. Während der letzten 50 Jahre hat sich die globale Kohlenstoff-Aufnahme verdoppelt. CO2 steigert die Effizienz des Wasserverbrauches erheblich. Gesteigerte CO2-Düngung ermöglicht es den Pflanzen, der Luft bei der Photosynthese mehr Kohlenstoff zu entnehmen – weniger Wasser zu verlieren – oder beides. Die Photosynthese ist der Prozess, der Sonnenlicht und Nährstoffe im Boden zu Zucker konvertiert, welche das Leben treiben. Viele Pflanzen können Hitze auch viel besser vertragen, wenn das CO2-Niveau höher ist, ein Umstand, der durch Satellitenbeobachtungen von Wüsten und Savannen bestätigt worden ist, wo die Zunahme der Ergrünung augenfälliger ist als in nassen Gebieten.

Leitautor Zaichun Zhu von der Peking University sagte der BBC: „Die Ergrünung, von der in dieser Studie die Rede ist, hat das Potential, den Kreislauf des Wassers und des Kohlenstoffes im Klimasystem fundamental zu verändern“.

In vielen Gebieten der Welt wird ein wärmerer Planet zu mehr Niederschlag und längeren Wachstumszeiten führen. Dies wiederum führt zu weniger Todesfällen durch Verhungern und winterlicher Unterkühlung.

Und ja, auch wenn er in jüngster Vergangenheit nicht zu beobachten war, ist der Klimawandel sehr real. Trotz eines „rekordhohen“ atmosphärischen CO2-Niveaus gab es abgesehen von den El-Nino-Temperaturspitzen der Jahre 1998 und 2015 laut Satellitenmessungen keine statistisch signifikante globale Erwärmung seit fast zwei Jahrzehnten.

Nichtsdestotrotz ereignet sich dieser „Stillstand“ innerhalb eines fast zwei Jahrhunderte langen natürlichen Erwärmungstrends, der längst schon im Gange war, als im Zuge der Industriellen Revolution fossile Treibstoffe verbrannt und SUVs entwickelt worden sind.

Die gleichen fossilen Treibstoffe ersetzten den Gebrauch von Feuerholz, was wiederum zum Erhalt der Wälder beitrug, die aus dem CO2 auch den Sauerstoff freisetzen, von dem wir und Bambi so abhängig sind und der auch zu zusätzlichem Pflanzenwachstum beiträgt.

Jesse Asubel, Direktor des Program for the Human Environment an der Rockefeller University, entwirft diese Perspektive: „Die globale Ergrünung ist heutzutage der wichtigste ökologische Trend auf der Erde. Die Biosphäre auf dem Festland erweitert sich um zwei Milliarden Tonnen Jahr für Jahr – vielleicht sogar noch mehr“.

Von dieser Art „Verschmutzung“ brauchen wir also noch viel mehr, und sie verdient eine ganze Welt voller Dankbarkeit.

Link: http://www.cfact.org/2016/05/09/co2-pollution-is-greening-the-planet/

Übersetzt von Chris Frey EIKE