Eine rein qualitative Beschreibung des Treibhauseffekts wurde von den Autoren bereits in EIKE publiziert. Ferner wurden von uns die Veröffentlichungen von Gerlich/Tscheuschner sowie von Kramm/Dlugi, die beide den erwärmenden Einfluss des anthropogenen CO2 in Frage stellen, einer Fachkritik unterzogen. In den Erwiderungen dieser Autoren auf unsere Kritik konnten wir keine Fehler unserer physikalischen Argumentation feststellen, jeder Leser sollte bei Bedarf selber nachprüfen.

Die Erwiderungen enthielten aber auch den zutreffenden Hinweis, wir hätten nicht selber zum Thema in Peer-Review-Fachzeitschriften publiziert. Dies ist zwar kein Sachargument gegen eine physikalisch einwandfrei belegte Kritik, war uns aber dennoch Ansporn. Unser Bemühen in der nun vorliegenden eigenen Publikation folgte im wesentlichen den Pfaden von Schneider/Mass und von Liou. Der maßgebende Unterschied zu deren Veröffentlichungen bestand indes darin, jedwede substantiellen Vernachlässigungen zu vermeiden. Um keine Missverständnissen aufkommen zu lassen, weisen wir in diesem Zusammenhang darauf hin, dass weder Gerlich/Tscheuschner noch Kramm/Dlugi eigene vollständige Modelle vorstellen, wie wir es in unserer Arbeit tun. Insbesondere Kramm/Dlugi gingen den Weg, über eigene „Berichtigungen“ des  Modells von (vorwiegend) Schneider/Mass zu belegen, dass mit ihren „Berichtigungen“ kein substantieller Nachweis für den Treibhauseffekt des CO2 mehr vorliege. Die „Berichtigungen“ enthielten gravierende Vernachlässigungen, so dass damit die, unserer Auffassung nach zwangsläufig falschen, Schlussfolgerung von Kramm/Dlugi bestens erklärt sind.

Unsere Publikation liegt als pdf bei. Als ein Ergebnis ermittelten wir die Klimasensitivität des CO2, also die mittlere globale Erwärmung bei hypothetischer Verdoppelung der CO2-Konzentration, zu 1,1 °C bei vorgegebener Änderung des Strahlungsgleichgewichtes (Radiative Forcing) ohne Rückkoppelungen. Unser Modell bestätigt, dass der Einfluss des anthropogenen CO2 sich als eine prinzipiell messbare Größe den weiteren Einflüssen von langfristigen globalen Temperaturänderungen zugesellt. Dieser Einfluss ist aber unbedenklich (im Gegenteil, CO2-Zunahme und eine leichte globale Erwärmung sind für die Menschheit günstig und wünschenswert) und erweist sich daher zu alarmistischen Prognosen zukünftiger Klimaentwicklungen als völlig ungeeignet. Unser Aufsatz belegt, dass die gelegentlich zu vernehmenden Auffassungen, anthropogenes CO2 übe überhaupt keinen erwärmenden, oder umgekehrt sogar einen abkühlenden Einfluss auf mittlere Globaltemperaturen aus, keine physikalische Basis aufweisen.

Wir bitten nun an dieser Stelle alle eventuellen Kommentare-Schreiber um Nachsicht, wenn wir aus Zeitgründen nur auf Kommentare antworten, die physikalisch einwandfrei begründet sind, sich ausschließlich und im Detail auf unseren Aufsatz beziehen und keine Anmerkungen darstellen, die auf offensichtlichen Missverständnissen beruhen. Das Journal IJMPC (International Journal of modern Physics C), in dem unser Aufsatz erschien, ist wie die meisten ordentlichen Fachzeitschriften absolut offen, was die Diskussion gegensätzlicher Ansichten zu einem in ihm veröffentlichten Aufsatz angeht. Jeder, der meint, gute physikalische Kritikpunkte gegen unsere Veröffentlichung anführen zu können und bereit ist, sich dem Peer-Review-Prozess von IJMPC zu unterziehen, ist daher im gegebenen Falle herzlich eingeladen, ein „debate paper“ bei IJMPC einzureichen.

Dr. Rainer Link

Prof. Dr. Horst-Joachim Lüdecke

(EIKE-Pressesprecher)

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