Im ersten vollen Jahr seines inzwischen 20jährigen Lebens hat der Weiße Elefant in Oldbury erfreuliche 209 KWh Elektrizität erzeugt – genug Strom um eine einfache 100W Leselampe etwas weniger als drei Monate leuchten zu lassen. Für den Rest der Zeit musste man sich etwas anderes als das Lesen im Bett einfallen lassen.

Der jährliche Gesamterlös betrug fast £23 (bei einem KWh-Preis von 11 Pence). Unter der Annahme, dass es keine Finanzierungskosten, Versicherung oder Wartung gab, und nach Abzug des 20jährigen Erlöses (in Höhe des vorjährigen Erlöses), betrugen die nicht amortisierten Netto-Kapitalkosten rund £5.415,20.

Diese Zahl untertreibt die tatsächlichen Kosten. Die englische Regierung hat viel von ihren Klimaschutzmaßnahmen hinter einem bewusst komplexen Netz von Abgaben, Steuern, Belastungen und Zuwendungen verborgen, und – vor allem – hinter einer heimlichen Verdoppelung der zu bezahlenden Strompreise, um damit großzügige Subventionierungen an alle im Windturbinengeschäft Tätigen auszuschütten (Wir Großgrundbesitzer nennen das Yacht-Hilfen). Die Webseite des Ergebenheits-Ministeriums nennt diesen obskurantistischen Mischmasch gar nicht amüsant "Transparenz".
[Anm. d. Ü.: Monckton nennt das brit. Department of Energy and Climate Change "King Canute Department". König Canute war ein Märchenkönig, der sich mit Ja-Sagern und Ergebenheitsschranzen umgab, die dem König einredeten, er sei allmächtig, bis der König selbst die Probe machte und die Begrenztheit seiner Macht erkennen musste, weil er dem Meer die Flut nicht verbieten konnte.] 

Wie viel "Klimaerwärmung" wird der Weiße Riese verhindern? Wenn er läuft, wird er 209.000/ 365/24 oder durchschnittlich fast 24 Watth erzeugen: gerade genug, um eine elektrische Zahnbürste zu betreiben.

Der durchschnittliche englische Stromverbrauch beträgt laut Transparenz-Ministerium 43,2 GW. Die Stromerzeugung trägt mit einem Drittel zu den englischen CO2-Emissionen bei, England trägt 1,5% zu den globalen Emissionen bei. Also beträgt der Anteil p der CO2-Emissionen, die die Wertlose Windturbine verhindert, 24 / 43’’200’000.000 / 3 x 0,015, oder 2,76 x 10(hoch minus 2), oder, wie Admiral Hill-Norton so etwas nannte, "zwei Drittel von drei Fünfteln von Verdammt-noch-mal-Null-Komma-nix". Überspringen Sie die folgenden Absätze, wenn Ihnen von der Mathematik der Schädel raucht.

Heute beträgt die CO2-Konzentration 390 ppmv (weniger als 0.04%, obgleich die meisten Menschen meinen, sie läge eher in der Größenordnung von 20-30%). Anstelle der 438 ppmv CO2- Konzentration, welche das IPCC für 2030 in seinem A2-Szenarium vorhersagt, wird sie dank des Wunderkreisels 438 – p(438-39) betragen, oder anders gesagt: sieben Achtel von Null-Komma-Nix unter 438 ppmv.

Der Weltklimarat IPeCaC [Anm. d. Ü.: Ipecac = Brechmittel, gewonnen aus einer Tropenpflanze]  sagt, dass im Zeitraum von 2000 – 2100 durch das CO2 und andere Schadstoffe pro Quadratmeter ein Strahlungsantrieb von 8 Watt (ohne Bezug) erzeugt würde (S. 803 des 2007er Klimaberichts, SPM.3 Grafik S. 13) und damit 3,4 Celsiusgrade an “globaler Erwärmung” verursacht würden. (Zunahme von 2000-2010: 0,0 Celsiusgrade)

Das ergibt den "transienten Jahrhundert-Klima-Sensitivitäts-Parameter", der 3,4/8 beträgt oder 0,425 Celsiusgrad/W/m2. Der ist mit 5,35 zu multiplizieren, dem Koeffizienten in der Gleichung vom CO2-Antrieb, um zum "transienten globalen Jahrhundert-Erwärmungs-Koeffizienten" zu gelangen: n = 2,274 Celsiusgrad. Wir brauchen uns wegen der Erwärmung jenseits von 2100 keine Gedanken zu machen, weil es nach Solomon et. al. (2009) 1000 bis 3000 Jahre braucht bis sie kommt. Viel zu langsam, um unvermeidbaren Schaden zu verursachen.

Man multipliziere den Logarithmus jedweder proportionalen Veränderung in der CO2-Konzentration mit dem "transienten globalen Jahrhundert-Erwärmungs-Koeffizienten" n, und man erhält einen Schätzwert der vermutlich eintretenden (oder zu verhindernden) globalen Erwärmung zwischen Heute und 2100.

Der Sandwell-Sperlings-Häcksler wird nur 20 Jahre laufen, nicht 100, also wird unser Wert für n zu groß werden, und damit die Erwärmung überschätzen, die das Ding tatsächlich verhindern wird. Aber weil wir nun mal die "Seid-nett-zu-den-Bettnässern"-Woche haben, werden wir trotzdem den Jahrhundert-Wert für n ansetzen.

Das rechnen wir mal: 2,274 ln[438/(Klitzeklein x Winzig < 438)] das ergibt – mein  wissenschaftlicher Taschenrechner mit 12stelliger Anzeige konnte das nicht darstellen – also habe ich Microsoft Excel angeschaltet. Nach Bill Gates wird also die vom Birminghamer Fledermausklopfer zu verhindernde Erwärmung während der nächsten 20 Jahre weniger als 0.0000000000007 Celsiusgrade betragen. 

Wie es so schön auf den TV-Verkaufskanälen heißt: "Abwarten, es gibt noch Mehr!!!" Na ja, es könnte ja kaum weniger kommen. Wie viel würde es also kosten, fragte ich mich, 1 Celsiusgrad Erwärmung zu verhindern, wenn alle Verhinderungs-Maßnahmen des Klimawandels so lächerlich kosten-ineffizient sind, wie diese doofe Windmühle?

Man erhält die "Kostenwirksamkeit der Klimawandelverhinderung", indem man die zu verhindernde Gesamterwärmung durch die gesamten Lebenszykluskosten des Projekts teilt. Wie sieht die Antwort aus? Nun, es sind bezahlbare £8 Quadrillionen pro verhindertem Celsiusgrad Erwärmung. Das aber ist eine UNTERschätzung, weil unsere Methode zur ÜBERschätzung der verhinderten Erwärmung tendiert.

Und das bevor wir Politiker überhaupt Fragen gestellt haben, ob die IPeCaC-Schätzungen empörende schamlose Übertreibungen sind. [Ich höre Rufe wie "Nein!", "Schande!", "Tretet zurück!" "Ich beantrage, dem ehrenwerten Lord das Wort zu entziehen!" "Was habe ich mit meinem Antrag auf Kostenerstattung gemacht?"].

Nehmen wir an, die Verhinderung des Klimawandels aus anderen Gründen als CO2 wäre genau so ineffizient wie die Verhinderung des vom CO2 verursachten. In diesem Falle unter der Annahme – so macht es die Weltbank -,  dass das Welt-BSP etwa £36,5 Trillionen beträgt, welcher Anteil der globalen Wertschöpfung würde von der Klimawandelabwehr aufgefressen? Die Antwort ist: 736%, oder anders gesagt, der Wert von 736 Jahren Welt-Wertschöpfung. 

Das ist eine unmenschlich hohe Summe. Wie viel müsste jeder der 7 Mrd. Menschen auf der Welt im kommenden Jahrhundert löhnen, um die 3,4 Celsiusgrad Erwärmung zu verhindern, auf die der IPeCaC bis 2010 hofft? Jeder von uns müsste über £3,8 Millionen berappen, und das ist noch weit untertrieben. Ich werde meinen Learjet verkaufen und Linienflugzeuge benutzen müssen. Halt nein – was habe ich mit dieser Hochglanzbroschüre gemacht, wo es darum geht, wie viele zig Millionen ich mit den dreißig 70-Meter hohen Windrädern machen könnte, die ich am South Beat aufrichten könnte. Da steht’s ja in meinem Antrag auf Kostenerstattung. [Anm. d. Ü.: Monckton spielt hier auf den Skandal der betrügerischen Abrechnungen von Kosten zu Lasten der Steuerzahler.]  

"Der ehrenwerte Lord," würden die Regierungsschranzen vielleicht rufen, "führt vorsätzlich ein kleines, absurdes, untypisches Beispiel an. Schande! Rücktritt! Ausgaben!" usw.
Hier sind die entsprechenden Zahlen für die £60 Mio./Jahr Subventionierung (20 Jahre lang) für die weltgrößte Windfarm. Klingeling! Ich glaube, ich brauche doch noch einen Learjet. Und eine Yacht, und einen Lamborghini und einen Betthasen.

Die “globale Erwärmung”, die die Thanet Windfarm während ihrer 20jährigen Betriebsdauer verhindern wird, beträgt 0.000002 Celsiusgrade, oder zwei Millionstel eines Grades, oder 1/25 000 der kleinsten Veränderung der globalen Temperatur, die mit modernen Methoden überhaupt entdeckt werden kann. Die Effizienz der Verhinderung, pro Grad Erwärmung, beträgt £578 Trillionen, oder nahezu 6000 mal des gesamten Wertes von 296 Jahren englischer Friedens- und Kriegsschulden zur Zeit von Margaret Thatchers Amtsantritt. Das entspricht einer britischen Gesamtverschuldung von 1,7 Millionen Jahren, nur um 1 Grad Erwärmung zu verhindern.

Um die vom IPeCaC vorhergesagte Erwärmung von 3.4 Celsiusgrad im 21. Jh. zu vermeiden, würde in diesem Jahrhundert mehr als die Hälfte des gesamten globalen BSP benötigt, wenn alle Maßnahmen so ineffizient wären wie Thanet. Das würde jeden Menschen auf der Welt  über £280.000 kosten.

"Der ehrenwerte Lord pickt sich immer noch die Rosinen heraus! Rücktritt! Burggraben! Enteninsel" usw.
Aber betrachten Sie es doch mal von dieser Seite: Alle schottischen Windfarmen, die theoretisch 10% des englischen Stroms erzeugen können, (Tatsächliche Einspeisung 0 im kalten Dezember, als wir sie am meisten gebraucht hätten), werden nur 0,00002 Grad Erwärmung verhindern über ihre 20jährige Betriebszeit – das ist etwa so viel wie von allen chinesischen Windrädern zusammen.

Da haben wir es. Nach der größten und teuersten Propagandaschlacht in der Menschheitsgeschichte, die zu den höchsten Steuererhöhungen in der Menschheitsgeschichte geführt hat, mit dem Ziel des Stoppens des "Klimawandels", den es überhaupt nicht gibt, und auch nicht im vorhergesagten Tempo geben wird, stehen die ohnegleichen kostentunwirksamsten Ausgaben von Steuergeld in der Menschheitsgeschichte – und das will schon etwas heißen!

Mit der auf öffentliche Anerkennung zielenden Symbolpolitik verhält es sich wie folgt: die Politiker (das sind wir) machen die Symbole und das einfache Volk (das sind Sie) bekommt die Rechnung. Ich glaube, ich brauche doch noch einen Burggraben! Torquil, wirf bloß diesen Antrag auf Kostenerstattung nicht ins Feuer. Denk an das CO2!
[Anm. d. Ü: Bei den betrügerischen Kostenerstattungsanträgen waren von Lords auch Entenhäuser und Baumaßnahmen an Burggräben abgerechnet worden. Torquil ist ein in brit. Adelsfamilien anzutreffender Vorname.] 

Den Originalbeitrag finden Sie hier bei Watts up with that

Gastbeitrag von Viscount Monckton of Brenchley

die Übersetzung besorgte Helmut Jäger EIKE

Ergänzung der Redaktion:

Das auch in Deutschland die Renditeträume häufiger platzen darüber berichtet die Welt in ihrer Ausgabe vom1.5.11: Unter der Überschrift (Artikel hier) schreibt Autor Daniel Wetzel:

Anleger warten vergeblich auf Geld aus Ökofonds

Tausende Deutsche haben viel Geld in Windkraftfonds gesteckt. Doch von Traumrenditen keine Spur, der Ertrag vieler Windparks ist zu gering…

Die Kanzlerin kann froh sein, dass die Rotorblätter überhaupt in Schwung kommen, wenn sie den Startschuss gibt.

Auf Wind wartet auch Jürgen Neumann* – und zwar schon seit langen zehn Jahren. Der  Software-Entwickler hatte sich 2001 mit immerhin 30.000 Euro am Windpark Lüdersdorf in Brandenburg beteiligt. Die zehn Windräder sollten eigentlich bis zu acht Prozent Rendite pro Jahr abwerfen. „Das sah nach einer guten Anlage aus“, sagt Neumann, der Ökostrom „für eine gute Sache“ hält. Doch auf Geld aus seinem Öko-Investment wartet Neumann noch heute. Er beklagt: „Ausgeschüttet wurde noch nie irgendwas.“


Entwicklung der in Deutschland, Österreich und der Schweiz zugelassenen Fonds…

Neumann hatte auf einen Anlageprospekt der WKN Windkraft Nord Beteiligungs-GmBH vertraut. 36,5 Millionen Kilowattstunden könnten jährlich geerntet werden, hieß es. Doch die Realität sah anders aus: Die in Aussicht gestellte Produktionsmenge erreichte der Windpark kein einziges Mal. Mit durchschnittlich 28 Millionen Kilowattstunden pro Jahr blieb der Ertrag stets so gering, dass es nur zur Schuldentilgung bei der Bank reichte, nicht aber für Nemann und die anderen Kommanditisten.

Wie Neumann geht es vielen Investoren. In ganz Deutschland warten Tausende Anleger vergeblich auf versprochene Traumrenditen aus Windkraftfonds. Mehrere Windparks wurden bereits wegen Insolvenz zwangsversteigert, Fondszeichner mussten den Totalverlust ihrer Gelder fürchten. 

* Name von der Redaktion geändert