In einem weitreichenden Schritt hob die Umweltschutzbehörde (EPA) unter Präsident Donald Trump am 28. September eine unter Präsident Biden erlassene Vorschrift auf, die Autofahrer zum Umstieg auf Elektrofahrzeuge zwingen sollte.
Als Teil von Bidens „regierungsweitem Ansatz“ zur Bekämpfung des Klimawandels hatte die EPA ganze Klassen von Pkw und Lkw praktisch verboten, indem sie strengere Standards bzgl. des Kraftstoffverbrauchs vorschrieb, die für die meisten mit Verbrennungsmotoren angetriebenen Fahrzeuge unmöglich zu erfüllen gewesen wären.
In ihrer ursprünglichen Fassung hätte Bidens Verordnung vorgeschrieben, dass Fahrzeugflotten bis 2031 einen Verbrauch von mehr als 20 km pro Liter (MPG) erreichen müssen – eine Steigerung gegenüber dem heutigen Standard von 38 MPG. Nach Schätzungen der EPA unter Biden hätte die Verordnung effektiv bedeutet, dass im Jahr 2027 26 Prozent und im Jahr 2032 56 Prozent der verkauften Neufahrzeuge Elektrofahrzeuge sein müssten.
Doch selbst mit staatlichen Subventionen für den Kauf von Elektrofahrzeugen und für die Infrastruktur wie Ladestationen machen Elektrofahrzeuge derzeit nur 7,3 Prozent der Neuwagenverkäufe aus. Die EPA prognostizierte, dass die aufgehobene Regelung die Verfügbarkeit von benzin- und dieselbetriebenen Pkw und Lkw, Hybridfahrzeugen und Plug-in-Hybriden – die zusammen derzeit 92,7 Prozent des Marktes ausmachen – bis 2032 drastisch auf nur noch 29 Prozent des Absatzes reduziert hätte.
Abgesehen vom Verlust der Wahlfreiheit hätten die Vorschriften von Biden die Kosten für die verbleibenden Fahrzeuge drastisch in die Höhe getrieben. Elektrofahrzeuge kosten bereits Tausende mehr als vergleichbare Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Diese Vorschrift hätte Elektrofahrzeuge nicht billiger gemacht, aber die Kosten für neue, nicht-elektrische Fahrzeuge um Tausende Dollar erhöht.
Trumps Maßnahme ändert all das. Sie hob die CAFE-Standards nicht vollständig auf; das hätte er gar nicht tun können, selbst wenn er es gewollt hätte, da sie gesetzlich verankert sind. Daher hat die EPA unter Administrator Lee Zeldin die künftigen Anhebungen der Kraftstoffverbrauchsstandards drastisch reduziert, von 50,4 MPG bis 2031 auf 34,9 MPG.
Das ist ein guter Anfang. Damit sollte die Wahlfreiheit der Verbraucher hinsichtlich der Ausstattung von Pkw und Lkw sowie der verkauften Fahrzeugtypen gewahrt bleiben. Unter Trumps Regelung können Verbraucher, für die der Kraftstoffverbrauch beim Kauf eines neuen Pkw oder Lkw nicht der wichtigste Faktor ist, weiterhin einen SUV, einen Pkw oder einen Lkw erwerben.
Der Kongress hätte sich niemals in die Festlegung von Kraftstoffverbrauchsstandards einmischen dürfen. Es war ein ungeschickter Versuch, die Abhängigkeit von ausländischem Öl – vor allem aus dem Nahen Osten – als Reaktion auf das arabische Ölembargo von 1973 zu verringern. Man ging davon aus, dass die Menschen weniger Benzin verbrauchen und die Ölimporte sinken würden, wenn man die Autohersteller dazu zwänge, sparsamere Autos zu produzieren.
Was jedoch stattdessen geschah war, dass die Autohersteller begannen, sparsame Autos zu bauen, und die Produktion bestimmter Fahrzeugtypen einstellten, die bei den Menschen beliebt waren, wie Muscle-Cars, Kombis und Hybrid-Lkw/-Pkw. Diejenigen, die sparsame Autos kauften, legten letztendlich mehr Meilen zurück, weil das Fahren billiger wurde, und eine neue Fahrzeugklasse entstand: Minivans und viertürige Pick-ups. Die Ölimporte gingen nicht zurück, sondern stiegen vielmehr – bis fast 40 Jahre später, während Trumps erster Amtszeit, als er Maßnahmen ergriff, um die Produktion auszuweiten und Amerika auf den Weg zur Energiedominanz zu bringen.
Kombis verschwanden praktisch vom Markt und wurden durch den neu entwickelten CAFE-Minivan ersetzt, der als leichter Lkw mit weniger strengen Verbrauchsstandards eingestuft wurde. Auch das Erscheinungsbild der Pick-ups änderte sich dramatisch: Zweitürige Modelle verloren an Bedeutung, während viertürige Pick-ups praktisch über Nacht die Verkaufslisten anführten, weil die Verbraucher unabhängig vom Kraftstoffverbrauch mit ihrem Geldbeutel für Fahrzeuge mit Leistung, Nutzwert, Komfort und Ausstattung stimmten.
Insofern der Kraftstoffverbrauch für den Käufer beim Autokauf das wichtigste Kriterium ist, gibt es heute in den Vereinigten Staaten mehr als 40 Modelle, die 40 mpg oder mehr erreichen. Nur zwei dieser Fahrzeuge gehören zu den Top 10 der Verkaufszahlen. Keines der Fahrzeuge, die mehr als 50 mpg erreichen, ist unter den Top 10 der Verkaufszahlen zu finden. Andererseits sind fünf der Top 10 große Pick-ups und drei sind SUVs oder Crossover.
Schlimmer noch als die Tatsache, dass die Regierung ihr eigenes Urteil darüber an die Stelle dessen setzte, was den Menschen bei der Fahrzeugwahl wichtig sein sollte war, dass die CAFE-Standards der Regierung letztendlich Menschenleben kosteten. Um den Kraftstoffverbrauch zu senken, reduzierten die Autohersteller in erster Linie die Größe und das Gewicht der Fahrzeuge. Leider hatte diese Verkleinerung tragische Folgen. Da sich die Gesetze der Physik nicht geändert haben, wurden durch die Unterbringung von mehr Menschen in kleineren, leichteren Fahrzeugen bei jeder Anhebung der CAFE-Standards mindestens Zehntausende Menschen der Gefahr von Verletzungen und Tod ausgesetzt.
So schätzte die Nationale Akademie der Wissenschaften, dass durch die Gewichtsreduzierung bei Fahrzeugen jährlich 1.300 bis 2.600 zusätzliche Todesfälle verursacht wurden. Untersuchungen von Harvard und der Brookings Institution kamen zu einem noch höheren Wert und schätzten, dass jede Gewichtsreduzierung um 50 kg über einen Zeitraum von zehn Jahren zu 2.200 bis 3.900 zusätzlichen Todesfällen pro Modelljahr führt. Das Competitive Enterprise Institute hingegen führte jährlich 2.600 bis 4.500 Todesfälle auf die Gewichtsbeschränkungen für Fahrzeugflotten zurück. Im Laufe der Jahrzehnte ihres Bestehens haben die CAFE-Vorgaben mehr Amerikaner das Leben gekostet als alle Kriege von Vietnam bis heute zusammen.
Indem die Trump-Regierung künftige Erhöhungen der CAFE-Standards verlangsamt und – so darf man hoffen – beendet, spart sie den Verbrauchern nicht nur Geld und erhält ihnen mehr Auswahlmöglichkeiten, sondern rettet buchstäblich Leben. Danke, Präsident Trump, dass Sie die Wahlfreiheit und das Leben der Amerikaner an erste Stelle setzen.
H. Sterling Burnett, Ph.D. is the Director of the Arthur B. Robinson Center on Climate and Environmental Policy at The Heartland Institute, a nonpartisan, non-profit research organization based in Illinois.
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
















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