Anthony Watts

Ein Artikel in Carbon Brief (CB) mit dem Titel „UK newspaper editorial opposition to climate action overtakes support for first time” (Erstmals überwiegt in britischen Zeitungsartikeln die Ablehnung von Klimaschutzmaßnahmen gegenüber deren Befürwortung) dokumentiert einen deutlichen Wandel hin zu einem realistischen Umgang mit dem Klimawandel in UK: Zum ersten Mal seit CB damit begonnen hat, Zeitungsartikel zu verfolgen, äußern sich mehr britische Zeitungsartikel skeptisch gegenüber der alarmistischen Klimadiskussion und hinterfragen die Sinnhaftigkeit verschiedener Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels, als dass sie Behauptungen über Klimakatastrophen und Einschränkungen des Energieverbrauchs befürworten. Unabhängig davon, wie man zu der Darstellung von CB steht, ist der zugrunde liegende Trend real, über den berichtet wird – und steht im Einklang mit einem breiteren, globalen Anstieg des Klimarealismus‘.

Die folgende Graphik von CB zeigt diese Verschiebung deutlich:

Man beachte, dass diese Verschiebung im Jahr 2022 begann, wobei der stärkste Rückgang bei alarmistischen Artikeln und der größte Anstieg bei Artikeln zu verzeichnen war, die eine realistischere Einschätzung des Klimawandels und der Klimapolitik befürworteten. Diese Entwicklung setzte sich 2024 fort und war 2025 vollständig abgeschlossen.

Auf internationaler Ebene hat die zunehmende globale Präsenz des Heartland Institute eine sichtbare Rolle bei diesem Wandel gespielt. Die offizielle Gründung von Heartland UK/Europe, beschrieben* in „The Heartland Institute Solidifies Its Global Impact by Founding Heartland UK & Europe” (Das Heartland Institute festigt seinen globalen Einfluss durch die Gründung von Heartland UK & Europe), reflektiert die wachsende Nachfrage in UK und in Europa nach faktenbasierter Kritik an Klimaalarmismus und überzogenen politischen Maßnahmen. Die Leitung von Heartland UK/Europe unter Lois Perry hat den Schwerpunkt auf Transparenz, Kosten-Nutzen-Analysen und den Unterschied zwischen gemessenen Klimatrends und spekulativen Worst-Case-Modellen gelegt – Botschaften, die bei Redakteuren und Kommentatoren, die der Netto-Null-Orthodoxie zunehmend skeptisch gegenüberstehen, auf Resonanz stoßen.

[*In deutscher Übersetzung hier. A. d. Übers.]

Diese Veränderung kam nicht aus heiterem Himmel, sondern ist das klare Ergebnis der Strategien, die von Heartland UK/Europe eingeführt worden waren, verbunden mit einer wachsenden internationalen Skepsis gegenüber der Notwendigkeit kostspieliger und disruptiver „Klimaschutzmaßnahmen”.

Ein perfektes Beispiel für ein Ereignis, das diese Veränderung vorangetrieben hat, ist die jüngste Gegenveranstaltung zum Weltwirtschaftsforum in Davos, die vom Heartland Institute organisiert wurde und bei der Folgendes verkündet worden war:

Das Heartland Institute veranstaltet vom 19. bis 23. Januar in Zürich das World Prosperity Forum, bei dem internationale Führungskräfte und politische Entscheidungsträger zusammenkamen, um die globalistische, linke Agenda zu hinterfragen, die jedes Jahr beim Weltwirtschaftsforum vorangetrieben wird.

Während das Weltwirtschaftsforum eine zentralisierte, von oben nach unten gerichtete Vision für die Weltwirtschaft fördert, vertritt das World Prosperity Forum eine auf Wohlstand und Freiheit ausgerichtete Vision, die auf freien Märkten, individueller Freiheit und steigendem Lebensstandard basiert.

In den Vereinigten Staaten hat der Klimarealismus an Boden gewonnen, da Wähler und Politiker zunehmend skeptisch gegenüber kostspieligen „Netto-Null”-Vorgaben sind, die weitreichende Vorteile versprachen, diese aber nicht einbrachten, sondern stattdessen zu höheren Energiepreisen und einer Instabilität des Stromnetzes führten. Die Rücknahme oder Schwächung wichtiger Klimainitiativen der US-Bundesregierung während der Trump-Jahre – in Verbindung mit dem Rückzug der USA aus mehreren symbolträchtigen internationalen Verpflichtungen – hat die Aura der Unvermeidbarkeit durchbrochen, die einst die globale Klimapolitik umgab. Seitdem hat sich die Debatte ausgeweitet, und die Annahme, dass es „keine Alternative” zu umfassenden Klimaschutzmaßnahmen gibt, hat sich abgeschwächt.

Es ist bemerkenswert, dass CB selbst in dem Artikel einräumt, dass die meisten kritischen Leitartikel nicht die Existenz des Klimawandels bestreiten, sondern vielmehr politische Maßnahmen in Frage stellen – was CB als „Skepsis gegenüber den Maßnahmen” bezeichnet. Diese Unterscheidung ist für den Aufstieg des Klimarealismus‘ von zentraler Bedeutung. Faktenbasierte Websites wie Climate at a Glance und Climate Realism sind voll von datengestützten Beispielen, die zeigen, dass viele Schlagzeilen über sich verschärfende Extreme, beschleunigte Bedrohungen durch den Anstieg des Meeresspiegels oder bevorstehende Kipppunkte nicht durch langfristige Beobachtungen gestützt werden. Das Ergebnis ist eine wachsende Bereitschaft unter Redakteuren zu hinterfragen, ob teure Klimapolitik durch die Beweislage gerechtfertigt ist.

Carbon Brief bezeichnet diesen Trend als „Gegenreaktion“, aber eine andere Interpretation ist, dass er entweder den Triumph der Wahrheit über die Lügen im Laufe der Zeit oder eine normale demokratische Korrektur reflektiert. Da Behauptungen über eine bevorstehende Katastrophe mit den tatsächlichen Ergebnissen kollidieren – stabiles oder sich verbesserndes Wohlergehen der Menschen, rückläufige klimabedingte Todesfälle und widerstandsfähige Volkswirtschaften –, überprüfen Medienunternehmen derzeit, ob angstbasierte Botschaften noch glaubwürdig sind. Diese Neubewertung ist nicht nur in UK, sondern in ganz Europa, Nordamerika und darüber hinaus zu beobachten.

In diesem Sinne unterstreicht der Artikel von Carbon Brief unbeabsichtigt eine positive Entwicklung: Fakten beginnen, mit Angst zu konkurrieren. Klimarealismus – basierend auf beobachteten Daten, dem historischen Kontext und der wirtschaftlichen Realität – ist nicht mehr auf eine Handvoll abweichender Stimmen beschränkt. Er wird zunehmend Teil der Mainstream-Debatte, verstärkt durch Organisationen wie The Heartland Institute und Heartland UK/Europe und untermauert durch die wachsende Zahl von Belegen, die bei Climate at a Glance und Climate Realism zusammengestellt wurden. Die Welt nimmt dies zur Kenntnis, und die Medienberichterstattung beginnt endlich aufzuholen.

Link: https://climaterealism.com/2026/01/facts-over-fear-newspaper-editorial-shift-shows-climate-realism-breakthrough-in-the-uk/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Anmerkung des Übersetzers: Also zumindest hierzulande kann ich diesen Kurswechsel in den Medien noch nicht erkennen. Aber vielleicht kommt das ja demnächst.

 

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