Die aufschlussreiche Mathematik hinter Europas Kernkraft-Fehler
Am vergangenen Dienstag erklärte die Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen auf dem Kernenergiegipfel 2026 in Paris:
„Es war ein strategischer Fehler, dass Europa einer zuverlässigen und erschwinglichen Quelle für emissionsarmen Strom den Rücken gekehrt hat.“
Sie bezog sich dabei auf die Kernenergie und wies darauf hin, dass 1990 ein Drittel des Stroms in Europa aus Kernenergie stammte, heute seien es etwa 15 Prozent: „Dieser Rückgang des Anteils der Kernenergie war eine bewusste Entscheidung.“ 1
Diese Entscheidung wirft eine Frage auf: Was wäre geschehen, wenn man sich anders entschieden hätte? Genauer gesagt: Wie hätte der Energiemix der EU heute ausgesehen, wenn sich die Union stattdessen für eine auf Kernenergie basierende Zukunft entschieden hätte?
Heute werde ich diese Frage aus quantitativer Sicht beleuchten. Ich stelle zwei kontrafaktische Szenarien aus den frühen 2000er Jahren vor, als der Kernkraft-Stromverbrauch in der EU-27 seinen Höhepunkt erreichte. Im ersten kontrafaktischen Szenario gehe ich davon aus, dass Europa, anstatt seinen Kernkraftwerkspark zu verkleinern, einen Kurs des moderaten Wachstums eingeschlagen hat. Das zweite kontrafaktische Szenario geht davon aus, dass Europa zu der Rate des Kernkraftwerksausbaus (vor allem in Frankreich) von etwa 1970 bis etwa 1990 zurückgekehrt ist und jedes Jahr etwa sieben neue Reaktoren in Betrieb genommen hat.
Der Aufbau der Kernkraftwerksflotte der EU-27 begann in den 1960er Jahren. Bis Mitte der 1990er Jahre gab es 136 Reaktoren in mehr als 50 verschiedenen Kraftwerken, deren Bau überwiegend durch das staatlich gelenkte Bauprogramm Frankreichs vorangetrieben worden war. Zwischen 1975 und 1990 wurden 52 neue Reaktoren an das französische Stromnetz angeschlossen – einer der erfolgreichsten Ausbauprozesse im Bereich der Kernenergie in der Geschichte.
Dann wurde aus Rückenwind Gegenwind.
Bulgarien und Litauen legten Kraftwerke als Voraussetzung für den EU-Beitritt still. Deutschland schaltete unmittelbar nach Fukushima im März 2011 acht Reaktoren ab und schloss seinen letzten in Betrieb befindlichen Reaktor im April 2023. Schweden schloss vier seiner zwölf kommerziellen Reaktoren. Frankreich begann, von seinem Engagement für die Kernenergie abzurücken. Bis 2024 umfasste der Reaktorbestand der EU-27 100 Reaktoren. Der Verbrauch an Kernenergie war von einem Höchststand von 10,1 Exajoule (EJ) im Jahr 2004 auf 7,1 EJ gesunken.
Der Gasverbrauch blieb unterdessen hoch, und der Kohleverbrauch lag – obwohl rückläufig – im Jahr 2024 immer noch knapp unter 5 EJ. Die folgende Abbildung zeigt die Verbrauchsentwicklung aller drei Energieträger in der EU-27 für dieses Jahrhundert:
Um zu untersuchen, wie sich die Energieentwicklung in Europa anders hätte gestalten können, betrachte ich zwei Szenarien.
Szenario 1 – Den Rückgang umkehren. Der Kernenergieverbrauch der EU-27 ging von 2000 bis 2024 um 0,096 EJ pro Jahr zurück. Was wäre, wenn er stattdessen um den gleichen Betrag gestiegen wäre? Ausgehend von 9,4 EJ im Jahr 2000 und einer jährlichen Zunahme von 0,096 EJ hätte der Kernenergieverbrauch bis 2024 11,7 EJ erreicht – was etwa 155 in Betrieb befindlichen Reaktoren entspricht. Dieses Szenario führt zu einem Anstieg des Kernenergieverbrauchs in der EU-27 um 4,6 EJ im Vergleich zur tatsächlichen Entwicklung.
Szenario 2 – Wiederholung des Ausbaus. Zwischen 1970 und 1990 stieg der Kernenergieverbrauch in der EU von 0,18 EJ auf 7,95 EJ – ein Anstieg von 0,39 EJ pro Jahr. Was wäre, wenn sich diese Wachstumsrate ab dem Höchststand von 2004 fortgesetzt hätte? Bis 2024 hätte die EU dann rund 238 Reaktoren gehabt, die 17,9 EJ erzeugt hätten. Das hätte zu einem Anstieg von 10,8 EJ gegenüber dem tatsächlichen Verlauf geführt – also zu einer etwa doppelten Steigerung des Kernenergieverbrauchs gegenüber dem Höchststand von 2004. Dieses Szenario hätte ein politisches Engagement erfordert, das dem Frankreichs in den 1970er Jahren entsprochen hätte, mit etwa sieben neuen Reaktoren, die pro Jahr ans Netz gegangen wären.
Die folgende Abbildung zeigt die gesamte Entwicklung des Reaktorparks der EU-27 neben den beiden kontrafaktischen Entwicklungspfaden:
Als Nächstes stellt sich die Frage, was die kontrafaktische Stromerzeugung aus Kernenergie hätte ersetzen können.
Ich ordne die zusätzliche Kernenergie-Erzeugung der kontrafaktischen Szenarien folgenden Quellen zu: (1) russischem Pipelinegas, (2) LNG aus Katar und (3) EU-Kohle. Die nachstehende Tabelle zeigt, woher die EU-Gasimporte im Jahr 2024 stammten. Meine Analyse betrachtet das Jahr 2024 lediglich als Momentaufnahme und geht vereinfachend von einer Substitution im Verhältnis 1:1 aus. 2
Die Ergebnisse der Substitution sind in der folgenden Tabelle dargestellt. In beiden Szenarien werden sowohl russisches Pipelinegas als auch LNG aus Katar vollständig ersetzt. Im konservativeren Szenario werden zudem 66 % des Kohleverbrauchs ersetzt, während im Ausbauszenario die gesamte Kohle ersetzt wird.
Die kontrafaktische Kernenergielücke im Szenario „Den Rückgang umkehren“ beträgt 4,6 EJ – mehr als das Dreifache der gesamten Importe aus Russland und Katar, die sich auf 1,5 EJ belaufen. Gemessen an der Energiemenge hätte die EU-27 diese Importe einsparen können.
„Den Rückgang umkehren“ verdrängt dann weitere zwei Drittel der EU-Kohle, sodass sich etwa 1,6 EJ auf Deutschland und Polen konzentrieren. „Wiederholung des Ausbaus“ eliminiert die gesamte EU-Kohle und verfügt dennoch über 4,6 EJ an Überkapazität.
Die nachstehende Tabelle zeigt die Auswirkungen der kontrafaktischen Szenarien auf die Kohlendioxidemissionen der EU-27 – diese würden im Jahr 2024 um etwa 15 % bis 21 % unter den tatsächlichen Werten liegen. Abgesehen von einem strategischen Fehler hat der Ausstieg aus der Kernenergie die EU-27 auch im Hinblick auf eine weitere Priorität der Union – die Emissionsminderung – erheblich geschwächt.
Die folgenden Abbildungen zeigen den Energieverbrauch der EU-27 in den einzelnen kontrafaktischen Szenarien. Dargestellt sind die tatsächlichen Werte für Kernenergie, Gas und Kohle bis 2024; die gestrichelten kontrafaktischen Linien weichen ab dem Höchststand von 2004 ab, was mit der oben beschriebenen Verdrängungssequenz übereinstimmt.
Beide kontrafaktischen Szenarien zeigen, dass die Kernenergie an Bedeutung gewinnt, während Gas und Kohle an Bedeutung verlieren.
Ursula von der Leyen hat absolut Recht, dass die Entscheidung Europas, die Abhängigkeit von der Kernenergie zu verringern, ein strategischer Fehler war. Diese Entscheidung hat zudem Europas Engagement für eine tiefgreifende Dekarbonisierung erheblich gebremst. Die oben betrachteten kontrafaktischen Szenarien machen dies deutlich.
Die europäische Energiepolitik der letzten vier Jahre war von zwei Krisen geprägt: dem Druck Russlands durch seine Gaslieferungen nach der Invasion der Ukraine im Jahr 2022 und den Versorgungsengpässen im Nahen Osten im Jahr 2026 mit ihren Folgewirkungen auf die Gaspreise. Diese Krisen hätten vermieden oder zumindest erheblich abgemildert werden können.
In ganz Europa wächst die Erkenntnis, dass die Entscheidungen in Bezug auf die Kernenergie falsch waren. Von der Leyens Garantie in Höhe von 200 Millionen Euro zur Förderung kleiner modularer Reaktoren ist ein erster Schritt, um wieder auf Kurs zu kommen, und die EU fängt nicht bei Null an. Die Erholung wird jedoch eine Weile dauern.
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE






















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Dr. Merkel wurde gewarnt
von der Leyen als Ministerin
Video-Botschaft von Ex-ZDF Meteorologe Dr. Wolfgang Thüne 2015_08_25 https://youtu.be/UK4PMA_WgCw?si=o9Scp17L8YnK0Kpb
Prof. Doehler https://www.vernunftkraft-odenwald.de/wp-content/uploads/2019/09/Erster-Offener- Brief-an-Klimakabinett_Prof-Doehler.pdf
Offener Brief
Hannover, den 23.04.2019
An die Mitglieder des Klimakabinetts: Olaf Scholz Peter Altmaier Bundeskanzlerin Angela Merkel Finanzminister Bundeswirtschaftsminister Bundesinnenminister Horst Seehofer Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner Bundesminister für Verkehr Andreas Scheuer Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit Svenja Schulz Kanzleramtschef Helge Braun Regierungssprecher Steffen Seibert
Zur Kenntnis an: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Christian Lindner (FDP), Wolfgang Kubicki (FDP), Annalena Baerbock (Bündnis 90/Die Grünen), Volker Habeck (Bündnis 90/Die Grünen), Greta Thunberg (Fridays for Future)
Ralf D. Tscheuschner: CO2: Pseudowissenschaft – Ideologie – Politik
2018 https://www.academia.edu/37913451/Ralf_D_Tscheuschner_2018_CO2_Pseudowis senschaft_Ideologie_Politik
Punkt 1.6 ff Unterrichtung Fr. Dr. Merkel (Physikerin) und ihre Antwort „2.6. Die Methode der Physikerin Dr. Angela Merkel Ich nenne immer Klimawandel und Ressourceneffizienz oder Endlichkeit der Ressourcen in einem Zusammenhang, weil ich keine Lust habe, mich immer mit den Zweiflern auseinanderzusetzen, ob der Klimawandel nun wirklich so schwerwiegend sein wird und so stark stattfinden wird. Quelle: Rede der Bundeskanzlerin beim internationalen WBGU-Symposium am Mittwoch, dem 09.05.2012, in Berlin“
Deutscher Vizekanzler mit US-General und -Admiral auf verschwiegener Bilderberg-Konferenz
2925_06_15
https://weltwoche.ch/daily/deutscher-vizekanlzer-mit-us-general-und-admiral-auf-verschwiegener-bilderberg-konferenz/
Auf der Teilnehmerliste stehen rund 140 hochrangige Persönlichkeiten. Mark Rutte, (Nato-Generalsekretär), Lars Klingbeil (Vizekanzler Deutschland), Julia Klöckner (Bundestagspräsidentin), Christopher Donahue (US-General, Kommandeur US-Armee Europa und Afrika), Samuel Paparo (US-Admiral, Kommandeur US-Indo-Pazifik-Command), Albert Bourla (Vorsitzender Pfizer), Richard Moore (Chef britischer Geheimdienst), …
Auf der Agenda stehen folgende Themen: ….
Entvölkerung und Migration.
Frankreich hat den Atomstrom für 2026 um 70% verteuert
Von 4,2 auf 7 Cent/kWh (42 auf 70 Euro/MWh) https://www.zdf.de/nachrichten/politik/ausland/atomenergie-strom-frankreich-100.html
Weltweite Stimmungsmache: wie Grüne in Deutschland Steuergeld missbrauchen für den Kampf gegen die Atomkraft
2024_11_21 https://www.nzz.ch/international/atomausstieg-deutschland-wie-die-gruenen-gegendie-kernenergie-stimmung-machen-ld.1855149
Der Chef der Atomenergiebehörde hat recht: Deutschland darf sich der Kernkraft nicht mehr verweigern 2024_11_18 https://www.nzz.ch/meinung/der-chef-der-atomenergiebehoerde-hat-rechtdeutschland-darf-sich-der-kernkraft-nicht-mehr-verweigern-ld.1857559
Fakten zu Fukushima warum die Katastrophe vermeidbar war und nicht als Begründung für den Atomausstieg taugt https://www.klimawahrheiten.de/.cm4all/uproc.php/0/Fukushima_die_grobfahrl%C3%A4ssige_Katastro phe.pdf?cdp=a&_=18ca67362e9
Deutsche haben einen Weg gefunden „Atommüll“ energetisch zu nutzen. Sie wurden in Deutschland nur behindert und sind nach Kanada gegangen. .
Bei diesem Verfahren bleiben 10% Restmüll, der nur noch 300 Jahre aktiv ist. Deutschland liebt seinen „Atommüll“ und will in 100.000 Jahre zu 100%.
Deutsch-kanadisches Unternehmen schließt Atomenergie-Deal mit Ruanda https://blackout-news.de/aktuelles/deutsch-kanadisches-unternehmen-schliesstatomenergie-deal-mit-ruanda/
Berliner bauen Reaktor, der mit Atommüll läuft: Erste Tests in Afrika https://efahrer.chip.de/news/berliner-bauen-reaktor-der-mit-atommuell-laeuft-erstetests-in-afrika_1015227
Belgien Schnell-Start! Neuer EU-Reaktor verbrennt Atommüll 2024_02_24 https://youtu.be/kZ1RVivz9Go?si=uffoqzMe5PTFl7DO
Niederland Strom für 1500 Jahre! Neuer Thorium-Reaktor verbrennt Atommüll https://youtu.be/h3Ju7NnrZpc
Schnell-Start: Neuer Natrium-Reaktor verbrennt Atommüll!
2024_06_07 https://www.youtube.com/watch?v=XMyC8zsJ8cI
Steven Chu: Physik-Nobelpreisträger kritisiert Grüne – „Viele Falschinformationen“
2024_02_10 https://www.welt.de/politik/deutschland/article250020734/
Strom-Vollkosten ‚FCOE‘ und Energierenditen ‚eROI‘
2022_03_16 https://ccsenet.org/journal/index.php/jms/article/view/0/47241 DOI: 10.5539/jms.v12n1p96
Jetzt gehen wir in die heiße Phase des „Great Reset“, was einen Bevölkerungsrückgang bringt. Wenn die derzeitige Gesellschaft nur durch Aufnahme von Schulden auf Schulden lebensfähig ist, ist Ende Gelände. Dann kommt Bürgerkrieg zwischen Generationen, Junge metzeln Alte, die dieses System erschaffen haben.
Donald der Größte hat angekündigt, im Juni einen neuen 100 Dollarschein mit seiner Unterschrift rauszugeben. Er hat schon früher „Goldene Zeiten“ angekündigt, also wird dieser Schein goldgedeckt sein.
100 derzeitige Dollar sind dann „Ein Trumpollar“ 😊
Das ist nicht in der Modern Money Theory enthalten, dass plötzlich bis zu 99% der Besicherung jedes Kredites fehlen. Das meiste lässt sich auf US-Treasury Bonds zurückführen.
Die Weltenlenker positionieren sich bereits für die Zeit danach. Zeit ist Geld…und wer Silber hat, hat einen Vorsprung auf dem Weg in die neuen Zeit.
Was immer auch die Zukunft bringen wird. Wir sollten endlich wieder zuverlässig selbst erzeugten Strom in Deutschland haben.
Zuverlässig auch in der Nacht und vor allem im Winter, wenn die Sonne nicht scheint und auch kein Wind weht. D.h. eine eigene Stromproduktion von derzeit notwendige 60 GW, aus Kohle, Kernkraft, Öl- und Gaskraftwerken.
Tagsüber benötigen wir derzeit etwa 75 GW. Das bedeutet: Man könnte diese sicheren Erzeuger tagsüber zurückfahren bis auf 30 GW und 45 GW von den Alternativen beziehen.
Bei gleichzeitig Sonne und Wind erzeugen beide Alternativen im Sommerhalbjahr, also ab 1.April zusammen bestimmt mehr. Wohin mit dem Überschuss?
Lösung: Die alternativen Hersteller dürfen nun keinen Ausgleich erhalten für die Nichtlieferung des nicht gebrauchten Stromes. Das zwingt sie -die Besitzer zum eigenen Akku-Speicherbau bei den Anlagen. Sowas sollte selbstverständlich sein, denn auch die herkömmlichen Stromerzeuger haben ihre Kohle, Öl und Gas auf der Vorratshalde und zahlen die Vorratswirtschaft selbst. Bei jedem Bauern mit kleiner Biogasanlage ist das doch auch so.
„Bei gleichzeitig Sonne und Wind erzeugen beide Alternativen im Sommerhalbjahr, also ab 1.April zusammen bestimmt mehr. Wohin mit dem Überschuss?“
Sehr geehrter Herr Kowatsch, bitte nehmen Sie nicht den Sprachgebrauch verblendeter und jeglicher Physik ferner Ideologen auf.
Die Elektrotechnik kennt keinen Strom-Überschuss. Das einzige was physikalisch möglich ist, ist, dass Kraftwerke mehr Strom liefern könnten, als gerade von den Verbrauchern gefordert wird.
Das ist nichts anderes als bei einem Abbuchungsvorgang von einer Kreditkarte. Wenn danach immer noch Geld auf dem Konto ist, würde kein Mensch behaupten, Sie hätten einen Überschuss. Sie nehmen einfach weniger ab, als Sie abnehmen könnten.
Der sog. Stromüberschuss ist ein Polit-Gebilde, mit dem begründet wird, dass der Bürger für „Alternative“ auch dann zahlen soll, wenn er nichts davon benötigt.
Wenn der Bürger nach derzeitiger Gesetzeslage das nicht will, muss er sich mit Seinesgleichen zusammentun, sich hinter die Windräder stellen und kräftig in die Gegenrichtung pusten.
„Ursula von der Leyen hat absolut Recht“
Ursula von der Leyen hat nie Recht, weil ihr Ausbildung und Verstand fehlen, um eine Energieversorgung eines Landes zu verstehen oder wenigstens deren Funktionalität mit allen Abhängigkeiten zu erahnen.
Ihre Sprüche (= Leistungen) werden einfach nur davon getragen, ob es ihrem Machterhalt zuträglich ist oder nicht.
Wenn demnächst der Flügelschlag von Bienenschwärmen Windräder antreiben sollen und eine linksgrüne Menge dies auf ihre Agenda setzt, wird Ursula von der Leyen das genau zum gegebenen Zeitpunkt für ihren Machterhalt zu nutzen wissen.
Ob damit elektrische Energie für eine Nation erzeugt werden kann, ist ihr doch ohnehin einfach völlig egal. Und mit Recht haben das nun einmal rein gar nichts zu tun!