– Ministerium und Behörden sehen keinen Grund zur Sorge
Wirtschaftsministerium und Bundesnetzagentur beobachten, wie die Gasspeicherstände täglich sinken – ohne zu handeln. In diesen Tagen wird voraussichtlich die 20-Prozent-Grenze unterschritten werden. Gemäß Notfallplan kann dann die Versorgung eingeschränkt werden. Die Verbraucherseite wird gedrosselt werden müssen, indem Teile der Industrie heruntergefahren werden.| hristian Dittrich
von Frank Hennig
Die Füllstände der deutschen und europäischen Gasspeicher sinken immer weiter. Das ist angesichts des Wintermonats Februar nicht verwunderlich. Ein Grund zur Sorge besteht laut Ministerium und Behörden nicht. Die Aussage ist politisch motiviert, in der Realität ist eine Knappheit an Gas nicht mehr zu vermeiden. Was wäre es für ein Zeichen in die Welt, wenn Deutschland im Winter wegen Energiemangels Teile seiner Industrie herunterfahren müsste?
Niedrige Füllstände der Gasspeicher seien kein Indiz für eine Mangellage, sagt Klaus Müller, der grüne Chef der Bundesnetzagentur (BNA), der vom Kanzler inzwischen auch befördert wurde zum Aufseher über die Anwendungen der KI. Diese braucht man allerdings nicht, um eine prekäre Lage in der deutschen und europäischen Gasversorgung festzustellen.
Der Speicherstand werde aufmerksam beobachtet, sagt das Wirtschaftsministerium (BWE). Dabei handelt es sich, wie oft im politischen Raum, um eine Nullaussage. Beobachten kann man alles Mögliche, in diesem Fall setzt man es natürlich voraus. Entscheidend sind die Konsequenzen daraus. Ich beobachte auch sehr aufmerksam meinen Kontostand. Fällt dieser zu schnell und droht das Abgleiten in den teuren Dispo, gehe ich vom Beobachten zum Handeln über und gebe zum Beispiel weniger Geld aus.
Anzeige
Ministerium und BNA beobachten also und geben keinen Hinweis, dass sie handeln wollen. In der Gasversorgung gibt es allerdings keinen Dispo-Kredit. „Die Bundesnetzagentur schätzt die Gefahr einer angespannten Gasversorgung im Augenblick als gering ein“, heißt es. Wie lang ist eigentlich ein Augenblick und sollte eine so wichtige Behörde auch über den Tag hinaus denken?
Entsprechend dem Notfallplan Gas haben wir schon mit Unterschreiten der 40-Prozent-Marke in den Speichern eine kritische Situation erreicht. Da der Verbrauch weiterhin den Bezug teilweise um das Doppelte überschreitet und durch Entnahme aus den Speichern abgesichert werden muss, werden wir in diesen Tagen die 20-Prozent-Grenze unterschreiten mit der Folge, dass dann die Ausspeicherleistung rapide sinken wird und die Verbraucherseite gedrosselt werden müsste. Gemäß Notfallplan können dann Einschränkungen in der Versorgung vorgenommen werden. Das ist aber nicht zwingend vorgeschrieben, auch nicht, in welcher Reihenfolge welche Verbraucher betroffen wären. Man verweist beruhigend auf den geschützten Bereich der Wärmeversorgung durch KWK-Gaskraftwerke von Wohnungen, Krankenhäusern, Schulen und ähnlichen Verbrauchern.
Also bleiben für die Verbrauchsreduzierung nicht lebensnotwendige Abnehmer wie Schwimmbäder und Kultureinrichtungen und natürlich käme ein Zurückfahren industrieller Verbraucher in den Fokus. Diese Einschränkungen würden nicht nur für ein paar Tage gelten, sondern so lange, bis die Bilanz von Gas-Aufkommen und -Verbrauch zumindest wieder ausgeglichen wäre. Das dürfte mehrere Wochen bis Monate dauern.
Unternehmen würden schwierig abzuwehrende Schadenersatzforderungen stellen, da die Regierung mit den Notfallmaßnahmen gegen das Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) verstößt. Auf höhere Gewalt kann man sich nicht berufen, da man vorher systemsichernde Kraftwerke für die Strom- und Wärmeversorgung bewusst abgeschaltet hat. Regierungstreue deutsche Gerichte könnten nur eingeschränkt helfen, da auch internationale Gerichte angerufen würden.
Was kommt?
Der letze Rest aus den Speichern fließt nur langsam ins Netz. Insbesondere Bayern könnte aufgrund der langen Leitung, also der großen Entfernung von Gas-Grenzübergangsstellen und LNG-Terminals, von Mangel betroffen sein. Aber wer, wie Herr Aiwanger, den Chemiestandort Wacker mit Windstrom versorgen will, der hat vielleicht noch ein Ass im Ärmel in Form von Biogas, Globuli-Energie oder hat wenigstens einen Fusionsreaktor bestellt. Keiner weiß es, aber es ist verdächtig ruhig in der bayerischen Politik und den dort regierungsbegleitenden Medien.
Die Importe von Röhrengas kommen gegenwärtig vor allem aus Norwegen, auch aus Belgien und Holland. Unsere eigenen Ressourcen mit modernen Fördermethoden zu nutzen, ist weiterhin ein Tabu. Die holländischen Speicher sind allerdings leerer als unsere. Wenn diese ausfallen, werden wir auch von den tiefliegenden Nachbarn kein Gas mehr bekommen. Im Januar erfolgten noch erhebliche Lieferungen von russischem LNG in die EU aus dem Yamal-Feld. Damit soll bekanntlich 2027 Schluss sein und unsere politischen Spitzenkräfte verkünden, nie, nie mehr russisches Gas importieren zu wollen. 2027 allerdings beginnen wir, Gaskraftwerke zu bauen. Die müssen zumindest einen Teil der Kohlekraftwerke ersetzen, die noch abgeschaltet werden sollen.
Was kommt nicht?
Wirtschaftsministerium, Bundesnetzagentur und Medien halten den Ball flach. Die Gelassenheit wird mit einer veränderten Rolle der Speicher begründet. Durch die Möglichkeit, variable Mengen an LNG zu importieren, seien weniger Speicher nötig als bei reiner Lieferung von Röhrengas wie in der Vergangenheit.
Der bisherige LNG-Anteil am Import lag bei maximal 13 Prozent. Eine TE-Anfrage an das Wirtschaftsministerium, wie schnell und wie hoch man diesen Anteil steigern kann, wurde nicht beantwortet. Mag sein, dass freie Slots, also Liegeplätze an den Regasifizierungsschiffen, vorhanden sind, aber wo sind die LNG-Tanker? Kein Schiff wird kommen, jedenfalls nicht auf Zuruf wie beim Versandhändler, der notfalls per Express liefert.
Vor Mukran auf der Insel Rügen lag sehr lange ein Tanker im Eis fest. Neue Schiffe kommen noch nicht durch, schwere Eisbrecher müssen erst organisiert werden. Die nackten Zahlen der BNA widersprechen der Aussage der Flexibilität des LNG-Imports. Wurden vom 1. bis 31. Januar noch durchschnittlich 370 Gigawattstunden (GWh) LNG pro Tag importiert, waren es vom 1. bis 15. Februar durchschnittlich 222 GWh und damit nur noch 7 Prozent des Gesamtimports an Erdgas.
Das ist Flexibilität nach unten, bedingt durch Faktoren wie den Winter in Europa und den USA und die neue Abhängigkeit von den Amerikanern. Offensichtlich handelt es sich bei der regierungsamtlich vertretenen These von signifikant steigerbaren LNG-Importen um ein Fake. Wer die Lage beobachtet, müsste es besser wissen.
Bürger der Welt, schaut auf dieses Land!
Der jetzige Trend läuft auf eine völlige Entleerung der Speicher hinaus, mit den oben beschriebenen Folgen. Die Regierung schweigt und handelt nicht, parteitaktische Motive sind naheliegend. Die Ausrufung einer Mangel- oder Notlage könnte die Wahlen in Baden-Württemberg am 8. März beeinflussen, sicher nicht zum Vorteil der im Bund regierenden Parteien. Man kann das so machen, es zeigt aber, dass die Parteien Macht und Machterhalt über das Wohl des Landes stellen. Außerdem könnte es nur für den Wahltag 8. März helfen. Bis zum 22. März, den Wahlen in Rheinland-Pfalz, lässt sich die Lage nicht mehr schönreden oder vertuschen, bis dahin haben die Realitäten die Tür eingetreten.
Die weiteren Folgen davon wären katastrophal und würden weit über kurzfristige Parteipolitik und den akuten Schaden hinausreichen. Was wäre es für ein Zeichen in die Welt, wenn Deutschland, eines der Länder, von dem die Industrialisierung ausging, das Land der Dichter, Denker und Ingenieure, der ehemalige Exportweltmeister, bewundert für seine starke Industrie, in einem Winter aufgrund Energiemangels Teile seiner Industrie herunterfahren muss?
Die Reputation als sicherer Wirtschaftsstandort wäre verloren. International agierende Unternehmen würden bei Investitionsvorhaben Deutschland von ihrer Landkarte streichen. Bestehende Unternehmen würden den Exodus planen. In der EU, der OECD, der Welthandelsorganisation, der Weltbank und bei anderen Organisationen wird man die Stirn in Falten legen beim Nachdenken über Deutschland und die künftigen Beziehungen. Auch das Triple-A steht in Frage.
Man will das Thema solange wie möglich verschweigen und durchschwitzen. Es bleibt nichts außer der Hoffnung auf den Wettergott und zügig steigende Temperaturen. Ein Ausdruck der Hilflosigkeit, aber wenn man mit dem Rücken zur Wand steht, fehlen die Optionen. Da hilft kein grüner Voodoo-Zauber mit dem Tanz ums Windrad.
Einmal vollmachen, bitte
Die im Frühjahr leeren Speicher müssen bis Ende Oktober wieder halbwegs gefüllt sein. Das wird teuer und ohne Staatsgeld als Unterstützung oder in Form einer Staatsreserve nicht funktionieren.
Wie der nächste Winter wird, weiß noch niemand. 2024 endete das Maximum des aktuellen solaren Zyklus, weitere kalte Winter sind möglich. Die Abschaltungen von Kohlekraftwerken sollen weitergehen. Erdgas wird knapp bleiben, grüner Wasserstoff ist nicht in Sicht. Wenn weiter schmalgebildete Politiker Klimaszenarien als Wetterbericht interpretieren, wird das sichtbar zum Problem.
Unterdessen sinken die Speicherstände, Tag für Tag.
Der Beitrag erschien zuerst bei TE hier















Wir freuen uns über Ihren Kommentar, bitten aber folgende Regeln zu beachten:
- Bitte geben Sie Ihren Namen an (Benutzerprofil) - Kommentare "von anonym" werden gelöscht.
- Vermeiden Sie Allgemeinplätze, Beleidigungen oder Fäkal- Sprache, es sei denn, dass sie in einem notwendigen Zitat enthalten oder für die Anmerkung wichtig sind. Vermeiden Sie Schmähreden, andauernde Wiederholungen und jede Form von Mißachtung von Gegnern. Auch lange Präsentationen von Amateur-Theorien bitten wir zu vermeiden.
- Bleiben Sie beim Thema des zu kommentierenden Beitrags. Gehen Sie in Diskussionen mit Bloggern anderer Meinung auf deren Argumente ein und weichen Sie nicht durch Eröffnen laufend neuer Themen aus. Beschränken Sie sich auf eine zumutbare Anzahl von Kommentaren pro Zeit. Versuchte Majorisierung unseres Kommentarblogs, wie z.B. durch extrem häufiges Posten, permanente Wiederholungen etc. (Forentrolle) wird von uns mit Sperren beantwortet.
- Sie können anderer Meinung sein, aber vermeiden Sie persönliche Angriffe.
- Drohungen werden ernst genommen und ggf. an die Strafverfolgungsbehörden weitergegeben.
- Spam und Werbung sind im Kommentarbereich nicht erlaubt.
Diese Richtlinien sind sehr allgemein und können nicht jede mögliche Situation abdecken. Nehmen Sie deshalb bitte nicht an, dass das EIKE Management mit Ihnen übereinstimmt oder sonst Ihre Anmerkungen gutheißt. Wir behalten uns jederzeit das Recht vor, Anmerkungen zu filtern oder zu löschen oder zu bestreiten und dies ganz allein nach unserem Gutdünken. Wenn Sie finden, dass Ihre Anmerkung unpassend gefiltert wurde, schicken Sie uns bitte eine Mail über "Über Uns->Kontakt"deutsch wie anodazumal 38`er blondi banden sind längst obsolet !!!
weg mit politik dreck !!!
Diese Seite finde ich recht informativ.
https://gasspeicherstand.de/
Nicht Klicken, ist eine Spamseite!
Sehr geehrter Herr Schulz,
könnten Sie bitte kurz erläutern, woran Sie festmachen, dass es sich bei der verlinkten Seite um eine „Spamseite“ handelt? Ich bin der Entwickler von https://gasspeicherstand.de/ und bin grundsätzlich sehr daran interessiert, Hinweise oder konkrete Kritikpunkte zu verstehen und gegebenenfalls zu verbessern.
Die Seite stellt transparent die aus meiner Sicht wichtigsten Themen rund um die Gasversorgung und Speicherstände in Europa dar. Das Projekt ist mit erheblichem Aufwand umgesetzt worden. Umso unglücklicher ist es, wenn es ohne Begründung pauschal als Spam bezeichnet wird.
Wenn es bestimmte Inhalte, Darstellungen oder technische Punkte gibt, die bei Ihnen diesen Eindruck erweckt haben, wäre ich Ihnen dankbar, wenn Sie das konkret benennen könnten.
Gehen Sie jeden Tag persönlich mit dem Zollstock zu jedem einzelnen Speicher und messen wieviel Gas noch drinn ist? Garantiert nicht? Sie helfen Zahlen zu veröffentlichen, die wir schlucken sollen.
Es ist nicht vordergründig die Schuld des Entwickler, aber wenn man die Zahlen verbreitet, die uns die Herscher weißmachen wollen, dann macht man sich zur Nutte des Klima-Industriellen-Komplex.
Zu Erläuterung: ich glaube keiner Zeile der Regierung, keinen Satz von ARD/ZDF und keine Zahl über Gas, CO2 und sonstiges. Dagegen waren die Kommunisten Wahrheitsapostel, den rutschte tatsächlich ab und zu eine wahre Zahl in die Meldungen, bei den heutigen Herrscher keine einzige!
Sehr geehrter Herr Georgiev,
vielen Dank für Ihren Kommentar.
Zur Einordnung: Das ist ein privates, bewusst neutrales Informationsprojekt. Ich erhebe keine eigenen Messwerte zu Speicherständen oder Gasflüssen und nehme keine inhaltlichen Änderungen an den Daten vor. Die Seite bündelt und visualisiert ausschließlich öffentlich verfügbare Datensätze aus den jeweils genannten Quellen.
Zu den Speicherständen: Diese Werte beruhen auf den täglichen Bestandsmeldungen der jeweiligen Speicherbetreiber, die über die Transparenzplattform AGSI (GIE) veröffentlicht werden.
Zu Import/Export bzw. Grenzflüssen: Diese Werte beruhen auf Mess- und Flussdaten an Grenz- bzw. Interconnection-Punkten, die von den Fernleitungsnetzbetreibern übermittelt werden. Die Bundesnetzagentur verarbeitet diese Daten (Aggregation/Berechnung) und veröffentlicht die daraus abgeleiteten Zeitreihen.
Zusätzlich gibt es eine Prognose-Komponente: Das sind modellbasierte Vorhersagen, die aus veröffentlichten Wetterdaten und klar benannten Annahmen abgeleitet werden. Diese Prognosen sind ausdrücklich keine „amtlichen“ Werte, sondern eine rechnerische Einschätzung mit Unsicherheiten.
Eine unabhängige Verifikation der Primärmessungen kann ich als Betreiber nicht leisten; deshalb erfolgt die Darstellung ohne Gewähr. Ich habe zugleich keine konkreten Anhaltspunkte dafür, dass die von den genannten Stellen veröffentlichten Datensätze systematisch manipuliert würden. Die Seite bildet ab, was die jeweiligen Datenhalter veröffentlichen, und macht die Herkunft der Zahlen transparent.
Mit freundlichen Grüßen
Daniel Förstmann
Sehr geehrter Herr Förstmann,
war lange genug für den finanziellen Erfolg komplexer Software zuständig um genau zu wissen, dass eine jede Software exakt das berechnet, was der zahlende Kunde erwartet. In diesem Falle muss man nicht einmal den Entwickler zwingen, sein „perfektes Baby“ zu verändern um schönere Ergebnisse zu erhalten, man stellt ihm einfach nur die Füllstände zu Verfügung, die das Publikum erfahren soll.
Ich kenne auch den Glaube der Entwickler in die totale Aussagekraft seines Rechenergebnis. Und die Tränen in den Augen, wenn er den Code doch verändern muss. In diesem Sinne kann man alle Prognosebrechnungen als „kräht der Hahn auf dem Mist, ändert sich das Wetter oder auch nicht“ einstufen. Bezüglich Glaubwürdigkeit der Prognose.
Das Projekt hat jemand finanziert und bewusst oder unbewusst ist die entscheidende Ziel bei der Arbeit, den Sponsor beim Rechenergebnis nicht zu enttäuschen.
Die USA finanzierten den Putsch in der Ukraine (ZDF – Die Anstalt 2014) Kompletter Beitrag: https://odysee.com/@BehindTheMatrix:7/USA-finanzierten-Putsch-in-Ukraine-(ZDF—Die-Anstalt-2014):0
The Spy War: How the C.I.A. Secretly Helps Ukraine Fight Putin The New York Times
2024_02_25 https://www.nytimes.com/2024/02/25/world/europe/cia-ukraine-intelligence-russiawar.html
Übersetzung
Bestätigt_ CIA baute “12 geheime Spionagebasen” in der Ukraine und führte im letzten Jahrzehnteinen Schattenkrieg
2024_02_27 https://uncutnews.ch/bestaetigt-cia-baute-12-geheime-spionagebasen-in-der-ukraineund-fuehrte-im-letzten-jahrzehnt-einen-schattenkrieg/
Pressekonferenz mit Biden und Scholz von Februar 2022. Biden kündigt UNVERHOHLEN an, Northstream zu zerstören. „Be sure, we will able to do it.“
https://www.youtube.com/watch?v=JOE0SX1Y1ps
Der Weltsicherheitsrat lehnt eine neutrale Untersuchung der Anschläge auf die NordStream-Pipelines ab – mit der Stimme der neutralen Schweiz
2023_03_28 https://weltwoche.de/daily/der-weltsicherheitsrat-lehnt-eine-neutrale-untersuchungder-anschlaege-auf-die-nord-stream-pipelines-ab-mit-der-stimme-der-neutralenschweiz/
Nord-Stream: Uno verweigert Aufklärung 2023_04_03 https://www.youtube.com/watch?v=XgXYXQi0zw0
THE NORD STREAM PIPELINES AND THE PERILS OF CONTAINMENT 2024_02_06 https://seymourhersh.substack.com/p/the-nord-stream-pipelines-and-the
US-Journalist Tucker Carlson über Deutschland: «Wenn Ihr sogenannter Alliierter Ihr Land für Generationen zerstört – was die Biden-Regierung mit der Zerstörung der Nord-Stream-Pipeline getan hat – und Sie sich nicht einmal trauen, dies anzusprechen, ist es vergleichsweise so, als stünde ein Typ kurz davor, Ihre Frau zu vergewaltigen»
2024_04_01 https://weltwoche.ch/daily/us-journalist-tucker-carlson-ueber-deutschland-wenn-ihrsogenannter-alliierter-ihr-land-fuer-generationen-zerstoert-was-die-bidenadministration-mit-der-zerstoerung-der-nord-stream-pi/
Deutschland braucht im Winter an Gas etwa 140 GW, das macht pro Tag 3360 GWh. Das wären etwa 3 LNG-Tanker. Da derzeit (7% sind genannt) nur etwa alle 5 Tage ein LNG-Tanker kommt und offensichtlich das Röhrengas bei Weitem nicht ausreicht, ist die Hoffnung, in Kürze die nötigen LNG-Lieferungen (welche wegen langfristiger Verträge kaum verfügbar sind) zu erhalten, nur verantwortungslose Träumerei. Und wenn wir Gaskraftwerke abschalten müssen, werden auch viele Heizungen nicht laufen – eine Katastrophe.
Merz hat heute in seiner Rede Katharina Reiche ausdrücklich gelobt. Der Markt ist verantwortlich, sagen die.
Herr Krüger, im Prinzip ist es richtig dass der Markt und die Preise dafür sorgen dass wir auch im Winter die benötigten Waren erhalten. Der Staat sorgt ja auch nicht dafür dass z.B. genügend Strom, Benzin, Heizöl, Brot, Butter und warme Kleidung verfügbar ist. Jedes Unternehmen das sich nicht um den Winterbedarf kümmert, macht weniger Umsatz und wird sich ganz von selbst darum kümmern. Hinsichtlich der Güter, die lebensnotwendiger Grundbedarf sind, ist das aber ein Denkfehler. Da kann ein großer Gashändler wegen eines zu hohen Preises im Sommer mal deutlich weniger Gas einkaufen und darauf setzen dass er auch im Winter genug Gas bekommt welches er mit höherem Gewinn verkaufen kann – und falls nicht, macht er halt weniger Geschäft. Er ist gesetzlich nicht verpflichtet, für die Deckung des Winterbedarfs zu sorgen. Ebenso wie es eine staatliche Ölreserve gibt, sollte es auch für Gas sein, da man sich nicht nur auf den Markt verlassen kann.
Herr Dietze, Herr Krüger,
haben Sie Influencer-Verträge mit einem bekannten Wärmepumpenhersteller? So wie Sie sich hier ins Zeug legen, um Panik bezüglich unserer Gasversorgung zu verbreiten, könnte man zu diesem Schluss kommen.
Im letzten Jahr waren Wärmepumpen die meistverkaufte Heizungstechnologie mit fast 300.000 Einheiten.
https://www.haustechnikdialog.de/News/31211/Waermepumpe-ist-meistverkaufte-Heiztechnik-2025-in-Deutschland
In diesem Jahr rechnet man mit über 400.000 verkauften Einheiten.
https://vreed.de/news/waermepumpenmarkt-waechst-bwp-hebt-prognose-fuer-2026-an-stabile-foerderbedingungen-entscheidend/
So oder so, Leute wie Sie beide können sich diesen Erfolg ein wenig mit auf die Fahne schreiben. Vielen Dank.
Herr Björn, dass Sie (als überzeugter Energiewender) Gasheizungen durch Wärmepumpen ersetzen wollen, obwohl es für diese bei Frost oder Dunkelflauten an erzeugtem und gespeichertem Strom mangeln wird, ist ja klar. Aber anzunehmen, ich agiere dafür als Influencer, ist grotesk.
Dass ich in EIKE-Kommentaren bereits mein Rechenergebnis verbreitet habe dass eine WP-Heizung langfristig (basiert auf der BMWK-Angabe von 1,4% CO2-Einsparung für 6 Mio WP bis 2030) nur einen Klimaeffekt von 0,000000000015 (1,5 hundertmilliardstel) Grad ergibt, ist Ihnen entgangen. Das bedeutet Investkosten von etwa 1,5 Mrd. € pro millionstel Grad an „Klimaschutz“.
Mit wem haben Sie noch Verträge außer Hr. Förstmann ?
Das läuft leider immer so, erst hebeln die Politics durch Einmischungen das Wirken des Marktes aus, wenn dann das Kind im Brunnen liegt, sprechen Sie von Marktversagen, und waschen ihre Hände n Unschuld, oder?
Österreich ruft übrigens seit ein paar Tagen schon seine Bürger zum Stromsparen auf, da auch dort viel Strom mit Gas erzeugt wird.
Aber in Bayern und Deutschland alles OK!
Um im Bild zu bleiben, die Gasspeicher sind der Dispo-Kredit. Dieser scheint an sein Limit zu kommen. Die Netzagentur, geleitet von dem Universalgenie Klaus Müller von Habecks Gnaden, hatte kein Glück, dann kam noch Pech dazu. Ein LNG-Tanker steckt vor Rügen im Eis fest. Der Eisbrecher ist defekt. (https://wattsupwiththat.com/2026/02/19/germanys-energy-transition-hits-the-ice-lng-crisis-exposes-the-costs-of-shunning-nuclear-and-baseload-power/)
In meinem Alter erinnert man sich noch an die Rot-Grüne-Regierung, die Gas aus Russland nebs Gaskraftwerken als „Brücken-Technologie“, ergo North-Stream 2, propagierte. Daher wurde Schröder zum Spezl von Putin.
Da jedoch wichtige Wahlen anstehen, ist Ruhe die erste Bürgerpflicht.
Um zu sehen was los ist, muss man sich nur die Füllstände seit 2011 anschauen. Niedrig wie nie und kein Russengas mehr und sinkende Gasimporte seither. Selbst Grüne und Linke haben das in der Sondersitzung am Dienstag begriffen. Nur unsere Klimaschützer eben nicht!
Eigentlich solle man sich eine Gasmangellage wünschen, denn nur so würde der deutsche Michel einigermaßen aufwachen.
Wir haben eine Wetter- und Klima-Normalzeit, die drei Wintermonate werden auf einer leicht unter dem Schnitt (etwa 0,5 grad) liegende Temperatur herauskommen. Im Vergleich zu 61 bis 90 immer noch deutlich milder und damals herrsche keine Notlage.
Deutschland hat es gut: Keine Not von außen, keine Sabotage und kein Krieg, und trotzdem fährt uns die linksgrüne Chaospolitik in eine Notlage.
Man darf aber nicht vergessen wann die Geschichte in D angefangen hat; zu der Zeit, in den 1980ern, war Kohl Kanzler; Töpfer (später UNEP) war Umweltminister in Rio, dann Merkel, da noch Kohls Mädchen, war in Kyoto um zu verhandeln. Erinnern Sie sich an den Spiegel mit dem Kölner Dom unter Wasser, das war 1986 oder ’87. 1988 war James Hansen vor dem US Congress.
War ein gechickter Schachzug sich die Emissionen der dann nicht mehr existenten DDR Industrie anrechnen zu lassen während andere tatsächliche Emissionen verringert haben. Dann der Plan mit dem russischen Gas was bereits seit Jahrzehnten nach Westeurope exportiert wurde, zuverlässig und günstig.
Wenn man nach dem Verursacher sucht muss man zuerst bei der CDU suchen. Die Grünen sind wie immer auf den Zug aufgesprungen und den Roten ist es im Prinzip egal wo das Geld herkommt das man unter „den Armen“ verteilen will.
Man sieht doch dass Merz immer noch das Klima retten will, koste es was es wolle, die große Tansformation geht weiter. Oder glauben Sie die machen Scherze wenn es um die Deindustrialisierung aka Dekabonisierung geht – es läuft doch alles nach Plan! Vorwärts immer!
Alles mit Absicht.
Die Grünen wollten sowieso den Ausstieg aus dem Gas. Was könnte eine bessere Gelegenheit dafür sein als jetzt der Gasmangel.
Die Industrie soll gezwungen werden sich von Gas zu verabschieden.
CO2 Steuer braucht zu lange.
Das sehen die grünen Parteien und dazu gehören SPD, CDU/CSU, die Grünen sowieso, die Linke, FDP usw. als eine Chance sich von den fossilen Energieträgern zu verabschieden. Insbesondere nach den Wahlen sollte es so richtig losgehen.
Grüne und EIKE machen gemeinsame Sache.
https://www.n-tv.de/politik/Reiche-sieht-Gasversorgung-trotz-niedrigen-Fuellstands-als-gesichert-id30374464.html
Demnächst wird hier noch intensiverer Klimaschutz gefordert.
Energiewende heißt, die Energie wendet sich ab von Deutschland.
Klimaschützer, Söder und Merz machen gemeinsame Sache. Als Wahlhelfer. Nicht gemerkt?
Ach ja, wieder ein Zitat aus einem „Qualitätsmedium“ .