Chris Morrison, THE DAILY SCEPTIC
Die globalen Temperaturen sowohl an Land als auch auf See sinken rapide. Die von Netto-Null-Zielen besessenen Mainstream-Medien sowie Wissenschaft und Politik beschäftigen sich nicht mit der Abkühlung. Die Voreingenommenheit, die den Menschen für die Eishockeyschläger-artige globale Erwärmung mit all ihren lächerlichen „feststehenden” Vorstellungen verantwortlich macht, hat der echten Klimawissenschaft schweren Schaden zugefügt. Aber die Welt kühlt sich rapide ab, und das Schweigen der Mainstream-Medien ist sowohl lächerlich als auch beschämend.

Abbildung 1: Die genauen UAH-Satellitenaufzeichnungen zeigen den Einbruch deutlich, wobei die Differenz oder Anomalie gegenüber dem Durchschnitt von 1991 bis 2020 im Jahr 2025 sinkt und das Jahr nur noch mit einer Anomalie von 0,3 °C endet.
Es versteht sich von selbst, dass die Mainstream-Medien die Temperaturdaten von Satelliten ignorieren. Im Januar 2022, auf dem Höhepunkt der Greta-Klimahysterie, verbannte Google AdSense eine Seite, die für das monatliche Update warb, mit der Begründung, dass sie „unzuverlässige und schädliche Behauptungen” veröffentliche. In Großbritannien wurde die weltweite Unannehmlichkeit kürzlich zugunsten der Hervorhebung der neuesten Unsinnigkeiten des Met Office übergangen, das auf der Grundlage seiner unbrauchbaren, unnatürlich von Hitze heimgesuchten Wetterstationen ein weiteres lokales „heißestes Jahr aller Zeiten” behauptete. Anstatt eine ausgewogene globale Sichtweise zu vertreten (oder auch nur zu erwähnen), verkündeten die Aktivisten des Met Office, dass ihr „Rekord” von sechs Hundertstel Grad Celsius aufgrund der Beeinflussung des Wetters durch den Menschen 260-mal wahrscheinlicher geworden sei. Eine solch fantasievolle Präzision aus solch wertlosen Daten ist ein Wunder. Wissenschaft ist das nicht.
Die Wissenschaftler der UAH Dr. Roy Spencer und Professor John Christy legten ebenfalls Ergebnisse vor, aus denen hervorgeht, wie die positive Temperatur-Anomalie in den letzten zwei Jahren zurückgegangen ist. Die nachstehende Tabelle zeigt sowohl globale Zahlen als auch Messungen, die nach verschiedenen Regionen aufgeschlüsselt sind:
Links war die rote globale Anomalie im April 2024 ein Zweijahreshoch, ebenso wie die Zahl daneben für die nördliche Hemisphäre. Die anderen Spalten von links sind die südliche Hemisphäre, die Tropen, das US-Festland, die Arktis und Australien. In allen Regionen ist ein deutlicher Abwärtstrend zu erkennen.
Abbildung 2: Entlang des äquatorialen Pazifiks sinken die Meerestemperaturen (SSTs) seit Monaten. In seinem aktuellen Bericht über die Entstehung der El-Niño- (Erwärmung) und La-Niña- (Abkühlung) Schwankungen liefert der US-Wetterdienst NOAA die neuesten dreimonatigen Anomalien. Seit September letzten Jahres stellt die NOAA fest, dass „die SSTs in den meisten Teilen des äquatorialen Pazifiks unter dem Durchschnitt liegen”.
Beachten Sie die Erwärmung der Ozeane um 2015-16, die durch einen besonders starken El Niño verursacht worden war. Der jüngste El Niño hat ebenfalls zu einer Erwärmung der Ozeane geführt, oder zu einem „Sieden”, um die lautstark von der Guterres/Gore/Kerry-Clique verkündeten Ansichten korrekt wiederzugeben.
Dies ist die neueste Grafik, welche die SSTs von 60°S bis 60°N zeigt:
Es scheint, als würden die Temperaturen weiter sinken, denn 2026 beginnt kühler als 2025, das wiederum kühler war als 2024.
In den letzten Jahren gab es außergewöhnliche klimatische Ereignisse, verbunden mit einem erstaunlichen Desinteresse der Wissenschaft an deren Ursachen. Die „einvernehmliche” Antwort lag natürlich immer auf der Hand – es waren die Menschen, die das verursacht haben, wir haben die Computermodelle, die das beweisen. Und wenn Sie uns nicht zustimmen, dann schlagen Sie bitte nicht die Tür hinter sich zu. Javier Vinos schrieb kürzlich in Judith Currys Blog, dass das von ihm so bezeichnete Ereignis von 2023 den „größten Misserfolg der Klimawissenschaft” offenbart habe [diesen Beitrag gibt es in deutscher Übersetzung hier]. Vinos ist ein führender Befürworter der These, dass der massive Unterwasserausbruch des Vulkans Hunga Tonga im Jahr 2022, der den Wasserdampfgehalt in der oberen Atmosphäre um bis zu 13 % erhöhte, die Hauptursache für alle Wetteranomalien war. Wasserdampf ist ein starkes Treibhausgas mit relativ kurzer Lebensdauer.
Das Ausmaß des massiven Anstiegs des Wasserdampfs in der Stratosphäre ist in der unten abgebildeten aktuellen Messkarte der NASA zu sehen. Im Vergleich zu den Jahren vor 2022 gibt es immer noch viel zusätzliches Wasser, aber es nimmt allmählich ab:
Aktivisten nutzten alle ungewöhnlichen Wetterereignisse, um eine politisch akzeptable, vordefinierte Erzählung zu verbreiten. Die großen Ausschläge seit 2023 lassen sich jedoch nicht durch anthropogene Ursachen erklären, da solche Veränderungen, wenn sie auftreten, geringfügig und regelmäßig und nur über einen langen Zeitraum hinweg wahrnehmbar sind.
Der Grund dafür, dass die Klimawissenschaft im Allgemeinen in den letzten Jahren der Herausforderung dieser Entdeckung nicht gewachsen war, liegt laut Vinos in einer starken Voreingenommenheit. „Der erste Schritt, um aus dem Ereignis von 2023 zu lernen besteht darin, seine Außergewöhnlichkeit zu akzeptieren, was vielen nicht gelingt“, argumentiert er. Anstatt zu versuchen, die Ursachen des Ereignisses zu ermitteln, hätten Wissenschaftler versucht, es mit Hilfe von Modellen in die vorherrschende Erzählung einzufügen, kritisierte er. Vinos‘ Beitrag ist eine interessante Lektüre und liefert überzeugende Argumente dafür, einen Großteil der Schuld für die jüngsten dramatischen, aber vorübergehenden Klimaveränderungen einem Ereignis zuzuschreiben, das in den Aufzeichnungen einzigartig ist. Im Gegensatz zu Hunga Tonga stoßen die meisten Vulkanausbrüche an Land große Mengen an Partikeln in die Atmosphäre aus, was zu einer vorübergehenden, aber spürbaren globalen Abkühlung führen kann. Unterdessen stellt Vinos fest, dass „die Klimawissenschaft den Test eines extern verursachten natürlichen Klimaereignisses nicht bestanden hat“.
Die große Tragödie der Ära der etablierten Klimawissenschaft, die nun einer verstärkten Kontrolle unterliegt, ist der Verlust des öffentlichen Vertrauens in einst verehrte wissenschaftliche Institutionen. Covid war kaum ein Höhepunkt der Medizinwissenschaft, während die Panikmache in Bezug auf das Klima Gefahr läuft, zu einem gesellschaftlichen Witz zu werden. „Kochende“ Ozeane und ständig neue lächerliche Rekorde vermischen sich mit offensichtlicher Pseudowissenschaft wie Behauptungen über die „Verantwortung“ des Menschen. Die Explosion von Hunga Tonga könnte durchaus dazu beitragen, einen Großteil dieser Fake News endgültig zu beseitigen.
Chris Morrison is the Daily Sceptic’s Environment Editor. Follow him on X.
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE



















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1. Klimawandel ist ein langfristiger Prozess, der mit ~ 1850, dem Ende der sogenannten Kleinen Eiszeit begann.
2. Angenommen, die Satellitendaten sind richtig und die veröffentlichten Daten nicht manuell korrigiert und in obigen Diagrammen eingetragen, sehe ich eine Trendgerade, die positiv ist, heißt, Temperaturanstieg.
3. Wer nur den Abschwung 2025 diskutiert, manipuliert. Punkt
Mal ehrlich, ich sehe weder das eine noch das andere…. 🤦♂️
1998 war es dramatischer, oder?
Das ist mir jetzt zu viel Energiewende. Es ist sau kalt. Überall liegt Schnee. Früher reichte Allwetterreifen und jetzt geht es nicht ohne Winterreifen. Ich muss ständig hier Schnee schaufeln. Wir brauchen Wende von der Energiewende und müssen wieder CO2 produzieren.
Also die Windräder und Photovoltaik weg. Wieder auf fossile Energieträger setzen und Verbrennermotoren produzieren.
Früher fand ich es viel besser mit mehr CO2 und den warmen Temperaturen.
In wievielen der letzte 20 Jahre war im Dezember die Global UAH-LT Temperatur niedriger als 2025?
Und wieviele dieser ‚wärmeren‘ Dezember lagen vor 2015?
Weiß Morrison vom Unterschied zwischen Wetter und Klima?
MfG
Ketterer
Naja, das ist ja eigenlich klimokonsensmaessig kristallklar definiert:
Wird es kalt ist es Wetter wird es warm ist es Klima!
Auch bei der NASA geht die Globaltemperatur seit 2 1/2 Jahren zurück. Schon um -0,3°C. Wir liegen wieder deutlich unter 1,5°C Erwärmung.
https://woodfortrees.org/graph/gistemp/from:2020
Die „Argumente“ der Klimaleugner sind aber sehr zusammengeschrumpft.
Vor ein paar Jahren hat noch von Jahrzehnten fantasiert, in denen angeblich kein Anstieg der Globalen Erwärmung nachweisbar war.
Heute wird man schon euphorisch, wenn es 2 Jahre keinen neuen Höchststand der Durchschnittstemperatur gibt.
Also ich warte noch auf 1,5°C global für mehrere Jahre. In den 80ern haben DPG und DMG mit Graßel noch bis zu 15°C bis Mitte dieses Jh versprochen.
Wer erinnert sich nicht an Latif und Konsorten um das Jahr 2000:
In Deutschland gehören klirrend kalte Winter der Vergangenheit an: „Winter mit starkem Frost und viel Schnee wie noch vor zwanzig Jahren wird es in unseren Breiten nicht mehr geben“, sagt der Wissenschaftler Mojib Latif vom Hamburger Max-Planck-Institut für Meteorologie.
Der Winter 2025/2026 straft diese Glaskugel-Aussage anscheinend der Lüge!
Dennoch muss ich Latif nach umfangreichen privat finanzierten Untersuchungen und Studien etwas beispringen:
Das, was uns in den letzten Tagen beschert wurde, ist bei Weitem kein Schnee, es sind reine Wärmeflocken. Das ist auf Anhieb nicht so einfach erkennbar, weil die Mikrostrukturen der Kristalle von Wärmeflocken denen von Schneeflocken teuflisch ähnlich sind. Geht man diesem Phänomen jedoch tiefer auf den Grund, findet man auch die bislang völlig unbekannte und neue Ursache heraus:
Das jähe und völlig unerwartete Auftreten von Wärmeflocken sind das Ergebnis der Schadstoffbildung bei der von „John“ Schellnhuber entdeckten Selbstverbrennungs-Prozesse. Dass diese zu sog. Warmflocken führen, aber dennoch bei Temperaturen um 0°C oder drunter so etwas bilden können, was Latif aus seiner Kindheit mit noch bekanntem vielem Schnee verwechselt, ist einer weiteren bislang völlig unbeachteten Tatsache geschuldet:
Die heute vom Durchschnittsbürger, aber auch von den Medien abgelesenen Thermometer sind in ihrer Kalibrierung noch nicht auf den Nullpunkt der allseits – wenn auch falsch – benutzten Globaltemperatur einem Update unterzogen worden.
Speziell im PIK arbeitet man aber bereits daran, Herr Rahmstorf hat vermutlich schon ein weiteres prognostisches Computermodell entwickelt, von dem er sicherlich weiß oder sogar überzeugt ist, dass es zwar grottenfalsch ist, aber bestens für den Durchschnitts-Jounalisten der Medien geeignet ist, als glaubhaft zu erscheinen, und daher zielstrebig für weitere sinnlose CO2-Besteuerungen durch überwiegend abschlussfreie und lebensfremde Politgrößen eingesetzt werden kann und wird. Dass es grottenfalsch ist und trotzdem erfolgreich sein wird, haben ihm vermutlich auch seine Mit-Wissenschaftler Greta und Luisa schon bestätigt.
Die Welt zeigt immer wieder, dass es auch für den größten Mist immer Abnehmer und Gewinner gibt!
Je mehr Mist erzeugt wird, desto mehr Abnehmer und Gewinner gibt es! Und deshalb ist eine CO2-Besteuerung die einzig richtige Lösung, denn: „Der Staat macht keine Fehler“ (Original-Spruch Robert Habeck).
Ihre Aussage ist eine Lüge, Herr Puschner. Und gleichzeitig verhöhnen Sie noch die Menschen, die während der Schneekatastrophe 1978/1979 verzweifelt versucht haben, noch Schlimmeres zu verhindern und die unter den Folgen zu leiden hatten. Schneekatastrophe 1978/1979 – Wikipedia
Die Aussagen des Wissenschaftlers Mojib Latif „Winter mit starkem Frost und viel Schnee wie noch vor zwanzig Jahren (Ende der 1970er, Anfang der 1980er Jahre) wird es in unseren Breiten nicht mehr geben“, hat sich auch in diesem Jahr wieder bestätigt.
Glauben Sie doch einfach alles, was Sie wollen und was zu Ihrem einzigartigen physikalischen Verständnis passt.
Wenn Sie die Schneekatastrophe 1978/1979 zitieren, interpretiere ich das so, dass nach Ihrer Logik eine bekämpfte Erwärmung in Zukunft diese verhindern wird.
Also: Klimaerwärmung muss etwas Gutes sein. Allerdings, Narrative allein helfen da nicht weiter. Atmen Sie nach Ihrer Auffassung mehr CO2 aus, dann liefern Sie einen Beitrag im Sinne Ihres physikalischen Verständnisses.
Wenn Sie etwas Zeit finden zu meinem eher lustig gemeinten Post, können Sie ja mal allen interessierten Lesern mitteilen, wo und wie Sie eine Verhöhnung von Menschen während der Schneekatastrophe ausgemacht haben.
Also auf der Elbe sind jetzt die Eisbrecher unterwegs. Und heute war schulfrei, wegen des Winterwetters.
Das ist jetzt nicht wirklich beeindruckend, Herr Krüger.
Wenn die Elbe, so wie früher in sehr kalten Wintern schon passiert, mal zufriert oder die Elfstedentocht mal wieder stattfinden würde, wäre das nun wirklich mal wieder auf einen kalten Winter hinweisen. Die letzte konnte noch Ende des letzten Jahrhunderts stattfinden.
Elfstedentocht ohne Nachwuchs: Junge Niederländer vergessen Schlittschuh-Mythos
Bei uns auf der Semkenfahrt sind die schon am 2. Weihnachtstag gefahren.
Das sind ja wirklich böse Menschen.
Bremer Semkenfahrt wird vorerst nicht für Eisläufer freigegeben – buten un binnen
Also ich war dabei.
PS
Und ein Bild vom Wochenende.
PS Zum Wochenende hat durch Elli so viel Schnee gelegen, da konnte man nicht Eislaufen. Statt dessen sind die Leute vielfach mit Langlaufski durch die Straßen und Parks gefahren. Und Schlitten. Haben Sie aber nicht mitbekommen?
Und Bahnen und Busse fuhren nicht. Und Schulen sind ausgefallen.
Herr Björn, ich möchte es mal ganz sachlich versuchen, obwohl ich zugeben muss, dass mir dies bei Ihren Beiträgen tatsächlich schwer fällt:
Die in Frage stehende Aussage von Mojib Latif äußerte dieser in einem Interview mit dem Spiegel im März 2000. Es war dort mitnichten ein Bezug zum Extremwinter 78/79 hergestellt worden und auch nicht zu erkennen. Erst 12 Jahre später – am 21. Februar 2012, vermutlich angesichts der beiden vorangegangenen schneereichen Winter – äußerte er in ZON Folgendes:
Nun frage ich mich natürlich, warum er diese Korrektur nicht schon 12 Jahre früher, also unmittelbar nach Veröffentlichung seiner angeblichen Äußerung im Spiegel, vorgenommen und den Prognosezeitraum auf die zweite Hälfte des aktuellen Jahrhunderts verschoben hat? Lag es vielleicht daran, dass er erkannt hatte, dass seine Prognose nicht zutraf und er den Prognosezeitraum daraufhin so verschoben hat, dass man ihm zumindest zu Lebenszeiten diese fatale Fehlprognose nicht mehr vorwerfen kann? Kann man diese Vorgehensweise tatsächlich „wissenschaftlich“ nennen?
Was man aber auf jeden Fall konstatieren muss ist Folgendes: Latif selbst hat zugegeben, dass es im entsprechenden Zeitraum weitere Winter mit starkem Frost und viel Schnee gegeben hat, er selbst aber eigentlich einen anderen Prognosezeitraum angegeben hätte. Dies aber hat nun mit Ihrer Aussage gleich gar nichts zu tun, da Sie ja behaupten, dass seine Prognose sich schon jetzt bewahrheitet hätte, was nun aber nicht einmal Herr Latif selbst – nach seiner Korrektur – behauptet.
Klar Herr Greger,
wenn jemand in einer Spiegelausgabe von 2000 mit einer Äußerung „wie noch vor 20 Jahren“ zitiert wird, dann hat er natürlich unmöglich Ende der 1970er bzw. Anfang der 1980er Jahre gemeint. 😉
Für mich ist immer wieder bezeichnend, dass es Leute nötig haben, nachweislich richtige Aussage von vor 25 Jahren verfälscht wiederzugeben. Diese Leute haben schlicht keine Argumente für ihre Behauptungen. Da müssen sie sich welche basteln.
Sie wissen schon, was ein Zitat ist und was das bedeutet? Ihre Interpretation der Erstaussage Latif’s sei Ihnen ja belassen, in seiner Korrektur von 2012 hat er den Prognosezeitraum aber nachlesbar auf die zweite Hälfte des aktuellen Jahrhunderts verschoben. Damit kann – wie Sie nun behaupten – die Richtigkeit dieser Prognose definitiv nicht nachgewiesen worden sein.
Dass Sie hier permanent unsachlich werden, zeugt im Übrigen davon, wie schwach Ihre „Argumente“ tatsächlich sind.
Latif vom Club of Rome hat schon immer die Anhängerschaft belogen. Immer zu seinem Vorteil. Hat ja auch 2 Wohnsitze. Einen in Hamburg, einen an der Ostsee. Einfach gestrickte Leute wie Björn glauben das. Ist wie bei Sekten.
Mojib Latifs hat 2012 nichts korrigiert, sondern sich zu verfälschten Wiedergaben seiner Aussagen im dem Spiegelbericht von 2000 geäußert.
„Zeit-Online:
Herr Professor Latif, Klimawandel-Skeptiker sprechen Ihnen die fachliche Eignung ab, seit Sie im April 2000 vorhersagten, es werde in Mitteleuropa bald keine Winter mit Eis und Schnee mehr geben. Wie gehen Sie damit um, zu einer Hassfigur der Leugner der Erderwärmung geworden zu sein?
Mojib Latif: Ich habe das damals so nicht gesagt. Insofern gehe ich mit der Kritik gelassen um. Der Spiegel hat mich damals falsch zitiert. Meine Prognose bezog sich nicht auf das Jahr 2010, sondern auf die Zeitspanne zwischen 2050 und 2100 sowie auf den Fall, dass keine Maßnahmen zum Klimaschutz ergriffen werden.“
Damit hat Mojib Latif hat doch eindeutig recht. Er hat nicht gesagt, dass es keine Winter mit Eis und Schnee mehr geben wird.
Er hat 2000 gesagt: „Winter mit starkem Frost und viel Schnee wie noch vor zwanzig Jahren (Ende der 1970er, Anfang der 1980er Jahre) wird es in unseren Breiten nicht mehr geben“.
Diese Aussage ist eindeutig bewiesen. Die Feststellung, dass seine Aussage von Klimaleugnern in der Regel verfälscht wiedergegeben wird, ist nicht unsachlich, sondern eine nüchterne Feststellung.
Ich verstehe ja, dass die Leugner des anthropogenen Klimawandels einen immer dicker werdenen Hals bekommen, wenn sich Jahr für Jahr für Jahr immer wieder die Aussage von Professor Latif bestätigt. Aber warum muss man dann gleich so offensichtlich lügen und eine Aussage unterstellen, die nicht gemacht wurde?
Es ist doch ein Leichtes richtigerweise zu akzeptieren: „Winter mit starkem Frost und viel Schnee wie noch von 40 oder 50 Jahren wird es in unseren Breiten nicht mehr geben“.
Nun Herr Werner Björn, Sie umschiffen mit der Auswahl Ihrer Zitate bewusst die Tatsache, dass Herr Latif erst 12 Jahre später meinte, diese im Spiegel wiedergegebene Meinung korrigieren zu müssen. Warum nicht vorher?
Falsch! Genau diese Aussage hat er doch 2012 korrigiert. Nach seiner selbst erfolgten Korrektur müsste das richtige Zitat doch folgendermaßen lauten:
Damit ist es aber eine Prognose, deren Richtigkeit noch gar nicht nachgewiesen werden kann. Das sollten selbst Sie verstehen.
Im Übrigen gab es in den letzten 20 Jahren durchaus Winter mit ähnlichen Schneemengen und auch entsprechend niedrigen Temperaturen – ich erinnere nur an den Winter 2010/11. Das Besondere im Katastrophenjahr 1978/79 war die Kombination von starkem Frost und gleichzeitigem starken Schneefall in Verbindung mit Sturm. Ursächlich dafür war ein besonderes Wetterphänomen, ähnlich wie das Starkregenereignis im Ahrtal. Sie sind doch sicher in der Lage, Wetter und Klima zu trennen? Wenn Herr Latif sich also tatsächlich auf den Extremwinter 78/79 bezog – wie Sie hier unterstellen – wie kann es dann bewiesen sein, dass sich solche Wetterereignisse nicht mehr wiederholen werden?
Warum eigentlich wurden letzte Wochen Schulen geschlossen, fielen Fußballspiele aus und brach der ÖPNV zusammen? War es zu warm?
Noch ein Hinweis: Andere als „Leugner“ zu bezeichnen oder „Lügen“ zu unterstellen und das nur weil sie eine andere Meinung als Sie vertreten, ist unsachlich und hat in einer Diskussion unter zivilisierten Menschen nichts zu suchen.
Falsch Herr Gregor, das Zitat im Spiegel von 2000 stand nicht zur Debatte. Sie lesen im Text wohl nur das, was Sie lesen wollen:
„Zeit-Online:
Herr Professor Latif, Klimawandel-Skeptiker sprechen Ihnen die fachliche Eignung ab, seit Sie im April 2000 vorhersagten, es werde in Mitteleuropa bald keine Winter mit Eis und Schnee mehr geben. Wie gehen Sie damit um, zu einer Hassfigur der Leugner der Erderwärmung geworden zu sein?
Wie Sie inzwischen wissen, hat Prof Latif eine solche Vorhersage nicht getroffen, sondern er wird 2000 zitiert mit: „Winter mit starkem Frost und viel Schnee wie noch vor zwanzig Jahren wird es in unseren Breiten nicht mehr geben“
An dieser Aussage gibt es nichts zu korrigieren. Sie stimmt.
Wenn Sie den Unterschied zwischen dem Zitat aus 2000 und der Unterstellung nicht wahrhaben wollen, dann ist das Ihr Problem. Da kann ich Ihnen nicht helfen.
Warum zitieren Sie nur die Frage der ZON-Redaktion, nicht aber die Antwort Latif’s? Hier noch einmal die komplette Frage-Antwort-Sequenz:
Latif erklärt also, dass er durch den Spiegel falsch zitiert worden wäre und seine Prognose – wie immer die er auch formuliert hatte – sich auf die 2. Hälfte des aktuellen Jahrhunderts bezogen hätte.
Den konkreten Wortlaut seiner „Prognose“ lässt er hingegen offen. Woher nehmen Sie nun die Gewissheit, dass die von Ihnen zitierte Aussage genau der erfolgten Aussage von Herrn Latif entspricht, da er doch angibt falsch zitiert worden zu sein? Ausgehend von den Aussagen im ZON-Interview lässt sich doch nur feststellen, dass er irgendwas mit weniger Schnee und Frost in den kommenden Jahren geäußert hat.
Zu Ihrem fragwürdigen Zitat kommt dann noch eine ideologisch motivierte fragwürdige Interpretation verbunden mit einer selektiven Wahrnehmung aktueller Wetterereignisse.
Da sich diese „Diskussion“ ständig im Kreis dreht und daher nur ermüdend ist, möchte ich sie auch mit diesem Beitrag beenden.
Es gab jetzt mit Elli 30 cm Schnee in Hamburg, da wo Latif groß wurde. Gabs in Hamburg auch vor 40-50 Jahren kaum.
… kein Vergleich zu den Wintern der Vergangenheit.
Wetter in Hamburg: Wann gab es zuletzt so viel Schnee? | MOPO
Wie sich der Winter in Deutschland verändert hat | tagesschau.de
Winter, wie vor 45 Jahren, werden wir in Mitteleuropa erst wieder erleben, wenn der Golfstrom ausfällt.
Weil vor 45 Jahren der Golfstrom ausgefallen ist?
Wissen sie was, was keiner sonst weiss?
Hallo Herr Puschner,
Wie sagte schon Karl Kraus: Je größer der Stiefel, desto größer der Absatz.