49. Analysewoche von Rüdiger Stobbe
Bereits in der 49. Analysewoche gab es eine Mini-Dunkelflaute. Die war allerdings keine Meldung wert. Die Alarmisten kommen erst in der 50. Woche zu Wort. Sogar die Nordländer Schweden, Norwegen und Dänemark protestieren. Dabei sind diese Länder große Profiteure der Energiewende in Deutschland. Weit über eine Milliarde € haben sie zusammen allein im Jahr 2024 (Stichtag 8.12.2024) mit ihren Stromexporten nach Deutschland verdient.
Zum Dunkelflauten Tag in der aktuellen Analysewoche. Es war der Mittwoch, an dem die Windstromerzeugung einbrach. Sie lag fast den kompletten Tag unter 20%. Die PV-Stromerzeugung füllte das Windstrom-Mittagstief zwar etwas auf. Dennoch brachten Wind- und PV-Stromerzeugung auch um 12:00 Uhr keine 30 Prozent Stromanteil auf die „Waage“. Über 70 Prozent mussten zeitweise konventionell erzeugt/importiert werden. In der Zeit ohne PV-Strom war es noch wesentlich mehr. Hier die absoluten Spitzenwerte in GW. Die Stromversorgungslücke, der fehlende Strom wird mit diesem Chart verdeutlicht. Neben der konventionellen Stromerzeugung in Deutschland wurden dringend Stromimporte zur Deckung des Strombedarfs benötigt. Das Preisniveau war entsprechend hoch. Die Spitzenpreise des Tages wurden wie üblich am späten Morgen und späten Nachmittag/frühen Abend aufgerufen.
Achten Sie auf den Tipp bei Strompreiserhöhungen nach den Tagesanalysen.
Wochenüberblick
Montag, 2.12.2024 bis Sonntag, 8.12.2024: Anteil Wind- und PV-Strom 43,1 Prozent. Anteil regenerativer Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 53,9 Prozent, davon Windstrom 40,2 Prozent, PV-Strom 2,9 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 10,8 Prozent.
- Regenerative Erzeugung im Wochenüberblick 2.12.2024 bis 8.12.2024
- Die Strompreisentwicklung in der 49. Analysewoche 2024.
Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Wochenvergleich zur 49. Analysewoche ab 2016.
Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zur 49. KW 2024: Factsheet KW 49/2024 – Chart, Produktion, Handelswoche, Import/Export/Preise, CO2, Agora-Chart 68 Prozent Ausbaugrad, Agora-Chart 86 Prozent Ausbaugrad.
- NEU: Rüdiger Stobbe zur Dunkelflaute bei Kontrafunk aktuell 15.11.2024
- NEU: Bessere Infos zum Thema „Wasserstoff“ gibt es wahrscheinlich nicht!
- Eine feine Zusammenfassung des Energiewende-Dilemmas von Prof. Kobe (Quelle des Ausschnitts)
- Rüdiger Stobbe zum Strommarkt: Spitzenpreis 2.000 €/MWh beim Day-Ahead Handel
- Meilenstein – Klimawandel & die Physik der Wärme
- Klima-History 2: Video-Schatz des ÖRR aus dem Jahr 2010 zum Klimawandel
- Klima-History 1: Video-Schatz aus dem Jahr 2007 zum Klimawandel.
- Interview mit Rüdiger Stobbe zum Thema Wasserstoff plus Zusatzinformationen
- Weitere Interviews mit Rüdiger Stobbe zu Energiethemen
- Viele weitere Zusatzinformationen
- Achtung: Es gibt aktuell praktisch keinen überschüssigen PV-Strom (Photovoltaik). Ebenso wenig gibt es überschüssigen Windstrom. Auch in der Summe der Stromerzeugung mittels beider Energieträger plus Biomassestrom plus Laufwasserstrom gibt es fast keine Überschüsse. Der Beleg 2022, der Beleg 2023/24. Strom-Überschüsse werden bis auf wenige Stunden immer konventionell erzeugt. Aber es werden, insbesondere über die Mittagszeit für ein paar Stunden vor allem am Wochenende immer mehr!
Jahresüberblick 2024 bis zum 1. Dezember 2024: Daten, Charts, Tabellen & Prognose zum bisherigen Jahr 2024: Chart 1, Chart 2, Produktion, Stromhandel, Import/Export/Preise/CO2
Tagesanalysen
Was man wissen muss: Die Wind- und PV-Stromerzeugung wird in unseren Charts fast immer „oben“, oft auch über der Bedarfslinie angezeigt. Das suggeriert dem Betrachter, dass dieser Strom exportiert wird. Faktisch geht immer konventionell erzeugter Strom in den Export. Die Chartstruktur zum Beispiel mit dem bisherigen Jahresverlauf 2024 bildet den Sachverhalt korrekt ab. Die konventionelle Stromerzeugung folgt der regenerativen, sie ergänzt diese. Falls diese Ergänzung nicht ausreicht, um den Bedarf zu decken, wird der fehlende Strom, der die elektrische Energie transportiert, aus dem benachbarten Ausland importiert.
Eine große Menge Strom wird im Sommer über Tag mit PV-Anlagen erzeugt. Das führt regelmäßig zu hohen Durchschnittswerten regenerativ erzeugten Stroms. Was allerdings irreführend ist, denn der erzeugte Strom ist ungleichmäßig verteilt.
Montag, 2.12.2024: Anteil Wind- und PV-Strom 42,5 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 52,5 Prozent, davon Windstrom 40,2 Prozent, PV-Strom 2,3 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 10,0 Prozent.
Windstromerzeugung mit abnehmender Tendenz. Fast kein PV-Strom. Die Strompreisbildung.
Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 2. Dezember ab 2016.
Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 2.12.2024: Chart, Produktion, Handelstag, Import/Export/Preise/CO2 inklusive Importabhängigkeiten.
Dienstag, 3.12.2024: Anteil Wind- und PV-Strom 33,0 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 43,7 Prozent, davon Windstrom 30,0 Prozent, PV-Strom 2,9 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 10,7 Prozent.
Die Windstromerzeugung nimmt weiter ab. Stromimporte wachsen. Die Strompreisbildung.
Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 3. Dezember ab 2016.
Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 3.12.2024: Chart, Produktion, Handelstag, Import/Export/Preise/CO2 inklusive Importabhängigkeiten.
Mittwoch, 4.12.2024: Anteil Wind- und PV-Strom 18,2 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 30,7 Prozent, davon Windstrom 14,9 Prozent, PV-Strom 3,3 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 12,5 Prozent.
Dunkelflaute. Die Strompreisbildung.
Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 4. Dezember 2016.
Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 4.12.2024: Chart, Produktion, Handelstag, Import/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten
Donnerstag, 5.12.2024: Anteil Wind- und PV-Strom 48,6 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 58,2 Prozent, davon Windstrom 44,0 Prozent, PV-Strom 4,6 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 9,6 Prozent.
Die Windstromerzeugung zieht massiv an. Stromerzeugung über Bedarf. Die Strompreisbildung geht Richtung Null-Linie.
Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 5. Dezember ab 2016.
Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 5.12.2024: Chart, Produktion, Handelstag, Import/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten
Freitag, 6.12. 2024: Anteil Wind- und PV-Strom 56,0 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 65,5 Prozent, davon Windstrom 54,1 Prozent, PV-Strom 1,9 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 9,4 Prozent.
In der Nacht vom Donnerstag Bedarfsübererzeugung mit knapp über Null liegenden Preisen. Zum Vorabend wieder hohe Preise.
Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 6. Dezember ab 2016.
Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 6.12.2024: Chart, Produktion, Handelstag, Import/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten.
Samstag, 7.12.2024: Anteil Wind- und PV-Strom 57,0 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 68,5 Prozent, davon Windstrom 55,3 Prozent, PV-Strom 1,7 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 11,5 Prozent.
Im Tagesverlauf ein Windbuckel. Die Strompreisbildung.
Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 7. Dezember ab 2016.
Daten, Tabellen & Prognosen zum 7.12.2024: Chart, Produktion, Handelstag, Import/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten.
Sonntag, 8.12.2024: Anteil Wind- und PV-Strom 43,3 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 56,2 Prozent, davon Windstrom 39,9 Prozent, PV-Strom 3,4 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 12,9 Prozent.
Erst zum Nachmittag steigt die Windstromerzeugung an. Die Strompreisbildung.
Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 8. Dezember ab 2016.
Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 8.12.2024: Chart, Produktion, Handelstag, Import/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten
Tipp bei Strompreiserhöhung
Dieser Tage flatterte eine Strompreiserhöhung von über 20 Prozent in meinen Briefkasten. Ich habe eine Nacht darüber geschlafen und dann den Anbieter per Vergleichsportal gewechselt. Jetzt liegt mein Strompreis wieder auf altem Niveau. Für ein Jahr lang. Es gibt auch Anbieter mit Verträgen, welche die schwankenden Marktpreise (plus Steuern & Abgaben) in Rechnung stellen. Meine Meinung: Finger weg. Zocken sollte man im Spielcasino.
Die bisherigen Artikel der Kolumne Woher kommt der Strom? seit Beginn des Jahres 2019 mit jeweils einem kurzen Inhaltsstichwort finden Sie hier. Noch Fragen? Ergänzungen? Fehler entdeckt? Bitte Leserpost schreiben! Oder direkt an mich persönlich: stromwoher@mediagnose.de. Alle Berechnungen und Schätzungen durch Rüdiger Stobbe und Peter Hager nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr.
Rüdiger Stobbe betreibt seit 2016 den Politikblog MEDIAGNOSE.
Wir freuen uns über Ihren Kommentar, bitten aber folgende Regeln zu beachten:
49. Analysewoche 2024, über 53% der öffentliche Nettostromerzeugung in Deutschland kommt von den Erneuerbaren.
49. Analysewoche 2014, nur ca. 22% von den Erneuerbaren.
49. Analysewoche 2010, nur ca. 19% von den Erneuerbaren.
Die erneuerbaren, 53,5% vom in Deutschland hergestellten Strom in der 49. Analysewoche 2024.
Deshalb flüchten auch immer mehr Unternehmen aus Deutschland und VW entlässt mehr als 35.000 Leute. Da wir den teuersten Strom haben, mit den „dreckigsten“ in Europa und mit am meisten importieren müssen.
Heute am 21.12.2024 sind wir bei über 80% EE-Stron und exportieren sogar noch ca. 60GWh an Strom.
HEUTE! Und nächste Woche? Lieber Peter, ich muss das leider so sagen. Du hast keine Ahnung wie ein Stromnetz funktioniert. Aber ich lasse mich gerne mit Deinem Wissen überzeugen.
Netzfund.
Gestern am 22.12.2024 sind wir bei über 82% EE-Stron und exportieren sogar noch ca. 110GWh an Strom.
„Heute am 21.12.2024 sind wir bei über 80% EE-Stron und exportieren sogar noch ca. 60GWh an Strom.“ Dieser Kraus
sche Kommentarsataz ist doch genau das negative Charakterristikum der DDR-Mangelwirtschaft, so was wollen wir nicht. Es verteuert die Strompreise und ist nicht bedarfsorientiert.
Mein Beispiel stammt nun aus Rumänien: Wenn zuviel Käse geliefert wurde, dann mußte schnell und viel eingekauft und gehortet werden, die Leute rannten teilweise vom Arbeitsplatz weg, um einzukaufen. Der verbliebene Überschuss war wertlos und wurde entsorgt.
Dafür gab es dann die nächsten Wochen gar keinen Käse mehr. Das war grundsätzlich bei allen verkauften Waren so, also auch bei Fleisch, Schrauben, Gartengeräten, Bier, usw.
Nur ist beim Strom die Hortung=Speicherung noch nicht aufgebaut, die Leute können nichts horten, nur sofort mehr verbrauchen. Deshalb müßte für alle E-Auto-Besitzer mit Durchsagen im Radio die Aufforderung kommen, in den nächsten 3 Stunden Strom zu tanken oder die Wäsche waschen, sonst muss Deutschland den Strom in Ausland als Strommüll wegwerfen.
Weitere Möglichkeiten des Wegwerfens: der Leitungsausbau in Deutschland, die neuen Hochtemperaturleitungen, sie können bis 200 C heiß werden, der kurzzeitige anfallende Überschuss wird in den HT- Leitungen verheizt. Die PV-Erzeuger erhalten trotzdem ihr Geld und wir bezahlen den Netzausbau.
<em>"Heute am 21.12.2024 sind wir bei über 80% EE-Stron und exportieren sogar noch ca. 60GWh an Strom." </em>Dieser Kraus
sche Kommentarsataz ist doch genau das negative Charakterristikum der DDR-Mangelwirtschaft, so was wollen wir nicht. Es verteuert die Strompreise und ist nicht bedarfsorientiert. Aber das versteht die grüne Denke nicht..
22. Dezember 2024 über 82% und über 110GWh Export von Strom.
wie oben geschrieben, 110 GWh mußten weggeworfen werden. Und die müssen wir mitbezahlen bei der Herstellung.
Gestern am 23.12.2024 sind wir bei über 77% EE-Strom und exportieren sogar noch ca. 87GWh an Strom.
Gut erklärt, es versteht jeder – Kraus ganz bestimmt nicht. Er will auch nicht. Wäre es anders, dann wäre er dumm. So etwas zu schreiben, verbieten die EIKE-Regeln.
Herr Kraus,ich werde sie jetzt nicht beschimpfen.Aber haben sie jemals etwas von den Gesetzen der Marktwirtschaft gehört??? Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis. Daraus ergibt sich das zu viel Strom den Preis fallen lässt,zu wenig führt zu Steigerungen.Das alleine treibt zu gewissen Zeiten den Strompreis.Dazu kommt der Irrsinn, das wir nich marktfähigen Strom dennoch bezahlen müssen (Solar und Windstrom)Ist Ihnen nicht aufgefallen,das der Strom in D extrem teuer geworden ist,während des Ausbaues der so genannten Erneuerbaren?
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Strom und Energie ist doch extrem günstig geworden durch den Ausbau der erneuerbaren.
Vor z.B. 20 Jahren hatte ich höhere Kosten für Strom, Kraftstoff und Heizöl.
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Und wie viele Werke die schließen mussten…. Und wie Sie sich davon haben verapple lassen
Nur mal so unter uns, was sind Sie von Beruf? Musiklehrer oder so?