Abb.1, Quelle: Autoren

Teil 1: Master and Commander

Raimund Leistenschneider, Josef Kowatsch

Weitere Beiträge dieser vierteiligen Reihe:

Teil 2: Die Temperaturdatenbasis des Deutschen Wetterdienstes im Vergleich…

Teil 3: Temperatur-und Niederschlagsvergleich zur solaren Aktivität sowie der CO2-Entwicklung

Teil 4: Die Falschaussagen des IPCC und der Ausblick auf die weitere Temperaturentwicklung

Trübes und kaltes Novemberwetter im Mai, Rekordkälte- und Schneemassen im Mai:

– hier (https://www.eike-klima-energie.eu/2021/05/24/kaeltereport-nr-10/),

– hier (https://www.eike-klima-energie.eu/2021/05/20/kaeltereport-nr-9/)

– hier (https://www.eike-klima-energie.eu/2021/05/14/kaeltereport-nr-8/)

– hier (https://www.eike-klima-energie.eu/2021/05/03/kaeltereport-nr-6/)

– ….

Kältester April (Abb.2) und und und. Die Liste ist lang.

Abb.2, Quelle: Josef Kowatsch, nach Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD), zeigt die April-Temperaturen der letzten 30 Jahre bis 2021 und dazu den linearen, statischen Trend für diese Jahre. Wir hatten einen Rekord-kalten April in diesem Jahr. Der statische Trend der letzten 30 Jahre ist wegen der vglw. hohen Temperaturen vor 10-15 Jahren noch steigend. Der dynamische Trend hingegen ist fallend (Abb.4).

Keine Sorge, die Autoren werden jetzt nicht in das Mantra unserer „Freunde“ der (vermeintlichen) menschengemachten Klimaerwärmung oder schlicht menschengemachten Klimawandels einstimmen, die jedes Wetterereignis, dass für ihre Zwecke brauchbar ist, ob Hitze, Dürre, etc. sofort dazu benutzen, um Freitags, mit grünen Fahnen* (Abb.3), Kassandra-gleich, einen nahenden Weltuntergang prophezeien oder den ersten Tag mit Sommerhitze über 30°C in diesem Jahr dazu missbrauchen, vor nie da gewesener Hitze zu warnen, wie der tendenziöse ZDF-„Wetterfrosch“, Herr Terli am 14.06. mit seinen statistischen Daten. Auf was diese statistischen Daten beruhen und was sie wert sind, im Teil 2 mehr.

Die Autoren werden nicht in diesen Sirenengesang, dem schon zu viele erlegen sind – auch Gerichte – einstimmen. Denn das eine wie das andere: Das kalte, wie das warme, das nasse, wie das trockene Wetter, sind nichts anderes als normale Wettereignisse, wie sie früher, heute und in Zukunft normal sind und einzig, natürlichen Einflüssen folgen.

Abb.3, Quelle: Tagesschau. Ob die vielen grünen Fahnen bei Fridays for Future Zufall sind? EIKE berichtete (hier).

Auszug:

„Jedes Mal, wenn Greta in Deutschland auftritt, wird sie begleitet von einer Studentin namens Luisa-Marie Neubauer, nicht nur optisch der Kontrapunkt zur kleinen Schwedin. Neubauer ist fit, taff und selbstbewusst, Mitglied der Grünen und erhält ein Stipendium der Heinrich-Böll-Stiftung. Außerdem ist Neubauer Jugendbotschafterin der US-amerikanischen Lobbyorganisation „ONE“, die politische Kampagnen durchführt. Finanziert wird „ONE“ unter anderem von der Bank of America, Coca-Cola, SAP, Google und eben von George Soros, dem Allgegenwärtigen, der seine ganze „Open Society Foundation“ einsetzt.“

Sieht doch alles sehr Partei- und Interessen-lastig aus. Mit alledem hat seriöse Wissenschaft nichts zu tun. Sie richtet sich allein nach Fakten und Naturgesetzen, denen die Autoren folgen. Sie haben hierzu das Datenmaterial des Deutschen Wetterdienstes DWD, der amerikanischen Wetterbehörde NOAA, sowie dem Hadley Centre for Climate Prediction and Research herangezogen. Die Autoren beginnen mit Abb.4, dem so kalten und nassen April 2021.

Abb.4, Quelle: Autoren nach Daten des DWD, zeigt die April-Temperaturen der letzten 110 Jahre bis 2021. Sofort erkennbar, dass das kalte Aprilwetter nichts Ungewöhnliches ist und im Betrachtungszeitraum kältere Aprilmonate zu verzeichnen sind.

Zur analytischen Auswertung haben die Autoren eine einheitliche Polynombetrachtung (geglättete dynamische Kurve in Abb.4) durchgeführt, um die Min-und Maxima der gezackten Wetterkurve (Temperaturkurve) zu erhalten. Hier ist ein wiederkehrendes Muster, bis in die heutige Zeit, von gemittelt 33 Jahren zu sehen. Jedem Sonnenforscher ist sofort klar, um was es sich dabei handelt. Um den im Mittel 35-jährigen Brückner-Zyklus, der die Temperaturen maßgeblich beeinflusst (Abb.6).

Der Physiker, Geograph und Meteorologe Prof. Eduard Brückner (“Klimaschwankungen seit 1700“, Geographische Abhandlungen 14 (1890), 325) entdeckte diesen Zyklus 1887 neu. Bereits im 16. Jahrhundert wies der Engländer Francis Bacon, einer der geistigen Gründervater der modernen Naturwissenschaften (von ihm stammt der Satz: Wissen ist Macht.), der auf die eingehende Naturbeobachtung setzte, auf einen 35- bis 40jährigen Zyklus in Holland hin, in dem feucht-kühle und warm-trockene Abschnitte aufeinander folgten. Der Gesamtzyklus also 70-80 Jahre beträgt.

Brückner wies nach, dass zahlreiche klimatische Phänomene, die in den verschiedensten Gebieten der Erde erscheinen, synchronisiert sind und einem Zyklus von im Mittel 35 Jahren folgen. Er ging bereits von einem Zusammenhang mit der Sonnenaktivität aus. Brückner und Bacon kamen zu ihrer Erkenntnis, dass die Klimawechsel einem Mittel von 35-40 Jahren folgen, nicht anhand direkter Sonnenbeobachtungen, sondern von irdischen Wetter-/klimaereignissen. Daher soll versucht werden, daraus eine Kausalität zur solaren Aktivität zu finden.

Ein Wechsel von 35-40 Jahren entspricht der bekannten solaren Aktivität im Gleißberg-Zyklus der Sonne und dieser hat eine Länge von 85 +/- 15 Jahren. (Abb.5).

Abb.5, (Quelle): zeigt die berechnete Sonnenaktivität (dicke Kurve) und dazu die gemessene Temperatur (gestrichelte Kurve). Die mittlere Länge der Klimawechsel, sowie der Wechsel in der solaren Aktivität betragen 39 Jahre, was indes noch kein Beleg dafür ist, dass hier eine 1 zu 1-Beziehung besteht und durchaus der irdische Brückner-Zyklus eine Überlagerung mehrerer solarer Zyklen sein kann, die zusammen in eindeutiger Weise das Klimageschehen auf der Erde bestimmen, so wie Brückner und Bacon dies herausfanden. Dazu gleich mehr.

Da die Autoren bei ihren Untersuchungen irdische Parameter (z.B. Temperatur) betrachten, verwenden sie als Marker „Brückner-Zyklus“. Auch, weil es zu Überlagerungen mit weiteren solaren Zyklen (vgl. Abb.7 unten, sowie Abb. 18 im Teil 2) auf das irdische Wetter-/Klimageschehen kommt. Insofern ist der Brückner-Zyklus z.B. nicht mit dem 11 jährigen Sonnenfleckenzyklus, dem bekannten Schwabe-Zyklus der Sonne, gleichzusetzen*, sondern ist ein eigener Aktivitätszyklus, dem dass irdische Wetter/Klimageschehen folgt. Die in ihrer Gesamtheit durch die Sonne gesteuert und damit regelmäßiger Natur und wiederkehrend sind.

* Der Chefsonnenforscher der NASA, David Hathaway, hatte in 2005, als der Brückner-Zyklus sein letztes Maximum hatte, folgendes beobachtet und ausgesagt (Übersetzung):

“Das Solare Minimum explodiert – Das Solare Minimum sieht seltsamerweise aus wie ein solares Maximum“, hier: Solar Minimum Explodes. Der 11-jhrige Schwabe-Zyklus oder auch Sonnenfleckenzyklus genannt, war in 2005 in seinem Minimum. Im NASA-Artikel steht, die Sonne war 2005 so aktiv, wie im Maximum des Schwabe-Zyklus im Jahr 2000.

Die NASA weiter: „Hathaway weist darauf hin, dass vieles über den Aktivitätszyklus der Sonne unbekannt bleibt.“ Dies ist aus Sicht der Autoren ein Skandal, dass in die Sonnenforschung, das Zentralgestirn, dem wir unsere Existenz verdanken, nicht genug Gelder bereitgestellt werden, die Fragen zu beantworten, was unser Wetter und Klima antreibt und stattdessen Unsummen in Pseudowissenschaft (siehe Abb.9), um Auswirkungen sog. Treibhausgase auf unser Klima und damit unser Wetter zu „erforschen“, herausgeworfen werden. Wie sehr der 35-jährige Brückner-Zyklus den Temperaturgang bestimmt, zeigt Abb.6.

Abb.6, Quelle: Fredrik Charpentier Ljungqvist, Stockholm University, “A regional approach to the medieval warm period and the little ice age“, zeigt Temperaturschwankungen aus Eisbohrkerndaten in Grönland (blau) und von Messungen an der Westküste Grönlands (rot) im Zeitraum von 800 – 2000 (grau: Standartabweichung). Man sieht ein heftig gezacktes Muster, in dem sich relative Minima und relative Maxima abwechseln. Werden z.B. die Maxima gekennzeichnet (blaue Linien), sind im Betrachtungszeitraum 31 Perioden von ca. 850 – 1935 abgebildet. Daraus ergibt sich eine mittlere Zykluslänge von 35 Jahren. Geht man von 1935, dem Zeitpunkt, an dem die Datenreihe endet, 70 Jahre (2 x 35 Jahre) weiter, ist man im Jahr 2005, dem letzten Maximum im Brückner-Zyklus und der obigen Aussage der NASA.

Die Wortwahl der NASA („seltsamerweise“) zeigt bereits, dass die Wissenschaft nicht weiß, was die solare Aktivität im Brückner-Zyklus antreibt. Eine vielversprechende Erklärung geht von den Einflüssen der Planeten (insbesondere der großen Gasplaneten), wie der Schwerkraft- und Drehimpulseinflüsse , auf den flüssigen Sonnenmantel und der Sonnenoberfläche aus (Abb.7).

Abb.7 zeigt, wie der Masseschwerpunkt des Sonnensystems im Lauf der Jahre wandert. Dies wird durch die räumliche Verteilung der Massen der Riesenplaneten Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun gesteuert. Die kleinen Kreise (z.B. an den Jahreszahlen) zeigen die Lage des Masseschwerpunktes zur Sonne. Zu sehen sind die relativen ekliptikalen Positionen von Massenzentrum und Sonnenzentrum für die Jahre 1945 – 1995 in heliozentrischer Sicht. Die gelbe Scheibe stellt die Sonne dar. Es ist leicht verständlich, dass sich durch Verlagerung des Drehimpulses, der mit der Wanderung des Massenschwerpunktes einhergeht, die Sonne moduliert wird, was sich in einer veränderten Energieabgabe auswirkt.

Die Lage während der Aktivitätsmaxima (~minima) ist durch unausgefüllte (ausgefüllte) Kreisflächen gekennzeichnet. Bewegt sich der Masseschwerpunkt in dem blau hinterlegten Feld, so tritt ein Sonnenmaximum auf. Ergänzt nach Quelle: Dr. Theodor Landscheidt, Schroeter Institute for Research in Cycles of Solar Activity Nova Scotia, Kanada

Bildhaft gesehen, wird durch die Wanderung des Massezentrums des Sonnensystems durch die Sonne (gelbe Scheibe) und aus ihr hinaus (kleine Kreise) die Sonne regelrecht „durchgeknetet“. Oder wissenschaftlich ausgedrückt. Die auf die Sonne wirkenden Kräfte der Planeten werden in Bewegungsenergie gewandelt, was die flüssigen Sonnenmassen antreibt und die magnetische Aktivität (Stichwort: Dynamoeffekt) steuert.

Bei den Einflüssen der Planeten auf die Sonne, die wegen der Keplerschen Planetengesetzen zyklisch und gleichbleibend sind, wurden sowohl wiederkehrende Ereignisse von 11,8 Jahren (Periodizität zwischen Jupiter und dessen Abstand zum Massezentrum des Sonnensystems), was mit der Zykluslänge des Schwabezyklus recht gut übereinstimmt (mittlere Länge von 11,1 Jahren) und von 35,8 Jahren (zyklische Änderung vom Bahndrehimpuls) ermittelt, was mit dem Brückner-Zyklus übereinstimmt. Zur Veranschaulichung, Abb.8.

Abbildung 8 zeigt die Jupiter- und Sonnenbahn im Orbit, Quelle: Alexander et al., Journal of the South African Institution of Civil Engineering, vol. 49, Page 41, June 2007. Die Sonne führt keine konstante Bewegung durch, sondern sie wackelt sozusagen im Orbit durch einen imaginären Schlauch, welcher einen Durchmesser von ca. 3,7 Mio. km aufweist. Die kleine Abbildung zeigt die unterschiedlichen Positionen der Sonne in diesem (imaginären) Schlauch.

Wie groß Planeteneinflüsse auf flüssige Massen sind, können wir täglich bei Ebbe und Flut beobachten, die durch die Einflüsse des Mondes („unseres Planeten“) auf die Erde ausgelöst werden.

Und wie groß der angebliche Einfluss auf die Erdtemperaturen des sog. Treibhausgases CO2 ist, zeigt Abb.9.

Abb.9, Quelle (climate4you.com ), zeigt die Temperaturabweichungen der letzten gut 10.000 Jahre bis heute, gewonnen aus Eisbohrkerndaten (siehe Chart) und dazu den atmosphärischen CO2-Pegel. Wie unschwer erkennbar, sind die heutigen Temperaturen nicht wärmer, sondern kälter als früher und wer einen Zusammenhang der Temperaturentwicklung und dem sog. Treibhausgas CO2 sieht, der sieht auch einen Zusammenhang aus dem Kaffeesatz zur Temperaturentwicklung.

Die Wissenschaft, sowie ihr Hilfsmittel, die Mathematik sind „grausam“. Sie haben keinen Funken von Demokratie*. Mehrheitsbeschlüsse interessieren sie nicht, auch nicht Gerichtsurteile. Was die katholische Kirche in der Renaissance bitter erfahren musste. Die Wissenschaft und erst recht die Mathematik, interessieren sich „nur“ für Richtig oder falsch, für Ja oder Nein, für Gleich oder Ungleich. Angesichts dessen braucht man sich in der Wissenschaft über die Wirksamkeit oder Unwirksamkeit von sog. Treibhausgasen auf das Klima/Temperaturen, anhand der Fakten aus Abb.9, nicht weiter zu unterhalten. Eine Theorie, dessen Aussage nicht einmal für 1% des Betrachtungszeitraumes (von 1980 – heute) zutrifft, für über 99% aber nicht, ist keine Theorie! Und auch die genannte 1% Übereinstimmung basiert lediglich auf einer Scheinübereinstimmung, wie Abb.4 zeigt und Teil 2 weiter zeigen wird.

* Wer würde schon gerne in ein Haus einziehen, dessen Statik, also dessen Stabilität, nicht berechnet, sonder per Mehrheitsbeschluss auf dem Bauamt oder gar auf der Straße festgelegt wurde. Manche mögen angesichts des Vergleichs schmunzeln. Im Comic alles schon dagewesen, Abb.10.

https://wallisaupaysdesmerveilles.wordpress.com/2014/08/27/numerobis-bis/

Abb.10: (aus Asterix und Cleopatra) kann aus Urheberrechtsgründen hier nicht gezeigt werden, daher nur der Link

Die vermeintliche menschengemachte Klimaerwärmung, basierend auf dem sog. Treibhausgas CO2, ist indes ebenfalls nichts anderes als Comic. Dies wird in Teil 2 vertieft.

Teil 2 in Kürze0