STIMMT DAS? Wenn ja:
Wird der aus Provisionen für seine akquirierten Fördermittel bezahlt oder mit einem Tarifgehalt?
Sollen wir annehmen, es gab keine annähernd gleich qualifizierte Frau?
Wenn der die in ihn gesetzten Erwartungen zur vollsten Zufriedenheit erfüllt, welchen Effekt hat das auf das Klima?
Für welche Hilfsarbeiten oder sachdienlichen Koordinierungstätigkeiten wurde der in der Viruskrise eingesetzt?
Ist der bei den Grünen?
Wieviele kritische Nachfragen seitens der lokalen Presse waren zu bearbeiten?
Welche PR-Anstrengungen hat die Pressestelle der Stadt geplant, um dem Eindruck entgegenzuwirken, hier könnte jemand den Verdacht streuen, es handelte sich um ein typisches grünkorruptes Geldumschichtungsprojekt?

Einfache Fragen, die schnell zu beantworten sein müssten, möchte man meinen. Nun gut, der Pressemann war zu der Zeit vielleicht damit beschäftigt, den systemrelevanten Arbeitenden zu danken, oder er kam im Home-Office nicht an die Ausschreibung heran, die er uns zur Beantwortung hätte zusenden können, bestimmt war die Ausschreibung europaweit oder, was das Gleiche ist, Fridays-for-Future-weit. Oder er musste mit dem Klimaschutzstaffelkoordinator Mundschutzmasken nähen. Vielleicht befand er, dass es auf die Antworten, wie immer sie ausfallen mögen, nicht ankomme. Jedenfalls ging bislang keine Antwort ein, was in der Pressearbeit einer Bestrafung gleichkommt. Das ist der schlimmste Alptraum der Journalisten, „wenn wir unbotmäßig sind, dann sagen die uns nichts mehr“, so der gängige Selbstbetrug. Presseleute, die sagen euch sowieso nichts, ihr erfahrt nur die Uninformationen als erste und denkt, ihr wärt darum von Belang!
Mancher wird sich jetzt sagen: Ach schade, gar nicht mitbekommen, dass diese Stelle ausgeschrieben war. Und die lokale Zeitung wird vermutlich auch nichts anderes zu vermelden gehabt haben als:

„Endlich ist es so weit. Der Klimaschutz sorgt für einen Koordinationsbeauftragten, der seine Arbeit aufnimmt. Damit steht Jena ganz im Zeichen des Klimaschutzes, der weiter an Bedeutung, Profil und Fahrt gewinnt, und nimmt die Spitzenposition in Sachen Klimaschutzkoordination ein“

– herrje, dieses Mediengruppen-Dummgesülze schreibt sich von selbst, man sieht schon das Gesicht dazu. Es fällt gar nicht in journalistische Kategorien nachzufragen, ob die Freitagsschwänzer ein Geldtrockenreinigungsprojekt erpresst haben. Die müssen ja nicht gleich schreiben, „wer so eine Stelle annimmt, hat nie vor zu arbeiten“; Arbeit würde der größeren Hälfte in Jena sowieso nichts sagen, „tolle Arbeit“ oder „super Arbeit“ schon eher wieder, doch etwas weniger ärgerlich wäre die Presse schon, wenn sich die Journalisten nicht auch noch einbilden würden, sie wären berechtigt, sich darüber zu wundern, dass ihre lächerlichen Produkte nicht mehr ihr Gehalt einspielen. Wer hat denn die Lernschwachen-Umzüge so fotografiert, dass sie aussahen wie der Tag der Republik?

Texte über Grüne sollen auskommen ohne die Abscheuvokabeln dumm, korrupt, faul, herrschsüchtig, warum eigentlich? Haben es freie mündige Bürger nötig, sich den Sprachdiktaten einer billigverblödeten Kaste zu fügen, nur weil sie so aufgeblasen ist, dass sie in einer Stadt wie Jena die Mehrheit stellt und die Meinung darüber dominiert, was die dominante Meinung wäre?
Gestatten wir uns einen sinnbildlichen Vergleich. Wenn ein Arzt am Patienten irgendetwas tut, begeht er tatbestandsmäßig Körperverletzung nach Strafgesetzbuch, allein gerechtfertigt durch die Einwilligung des Patienten. Darum die umfassende Aufklärungspflicht. Nichts mit „weiß es besser“ und „ist nur zu seinem Wohle“, nur bei einem Wunderheiler kommt es auf den Glauben an, Zweifel beschädigen die Gesundungsaussichten. In übertragener Entsprechung ist das, was Staat und Politiker tun, dasselbe wie das, was Räuber und Despoten tun, allein legitimiert durch frei gegebenes Mandat. Bloß die grünen Weltwunderheiler beanspruchen die Bessermenschlichkeit und den Glauben an ihre moralische Herrinnenmenschinnenberufung, aus der sich ableitet, dass Abweichler dunkle Übelmenschen sein müssen, die es im Namen der Toleranz und Menschenwürde auszugrenzen gilt.

Das sind die Clowns, die es durchgesetzt haben, mit dem Zirkusdirektor gleichgestellt zu werden. Böse Clowns; komisch sind sie schon lange nicht mehr, darum müssen sie gute Laune per Dekret verordnen und gegen die schlechten Gefühle, die sie selber auslösen, unter der Bezeichnung Haßbekämpfung vorgehen. Weil ihre Nummern, um im Zirkusbild zu bleiben, nichts taugen, widmen sie sich der Anpassung des Publikums, und nicht nur desjenigen, das in den Zirkus kommt; auch außerhalb des Zeltes hat sich die Gewissheit durchgesetzt, dass man besser daran tut, die Clowns zu mögen, weil es alle tun bis auf ein paar Betreiber von Hass & Hetze. Das weiß man.
Echten Erfolg können sie selbstverständlich nicht haben, nur Belohnung für ihre Niedrigkeit. Das sind Leute, die ihre Minderwertigkeitsgefühle zu Recht haben, aber glauben, für irgendetwas wichtig zu sein, also schlussfolgern sie, auf andere herabschauen zu können, weil die noch der alte Mensch sind, meistens rückständige Landbevölkerer, darum halten sie die normalen Bürger für den Rand, für die Dummen.
Aber diese grünverblödet ideologisierten Tunichtgute, die sind der Rand, die sind die Dummen, sie erfahren es nur nicht aus der Presse, weil die genauso ist. Kein überbezahlter Redakteur wird es riskieren, sich den Makel des Umstrittenen anheften zu lassen. Damit hätte man den Status eines feindlichen Kämpfers im Dienste einer fremden Macht oder Exilregierung.
Wir Älteren erinnern uns noch an den faulenden parasitären Kapitalismus. Vereinigt haben wir uns mit Institutionen, durch die die Grünachtundsechziger marschieren, der lange Marsch ist nun abgeschlossen und benötigt neue Stellen.

Diese grünen Höflinge tragen ständig Demokratiegerede vor. Fragte man sie, was Demokratie bedeutet, würden sie wohl sagen, „na das ist, wenn die Gesellschaft offen ist und alle Gruppen gleich sind und die Menschenwürde gewahrt ist und wenn es gegen die Faschisten geht und wenn die Demokraten an der Regierung sind.“ Demokratie und Rechtsstaatlichkeit bedeuten aber die Bändigung und Kontrolle der Herrschaft. Staatliches Handeln muss auf gesetzlicher Grundlage erfolgen, die Mandatsträger dürfen ihr Mandat nicht übertreten, ein Wechsel der Führung muss gewaltlos möglich sein, also am besten durch Wahlen, und es gibt eine Reihe von Institutionen, die eine Kontrolle der staatlichen Gewalt vornehmen. Eine solche Institution hätte die Presse zu sein – setzt irgendjemand noch eine Hoffnung in sie, diesen Anspruch vielleicht nicht gleich zu erfüllen, aber zu kennen? Die Presse ist die Institution, die den Blick auf den Bekleidungszustand des Kaisers verstellt und durchgibt, welche feinen Gewänder er wieder zu tragen beliebt.

Zu Konservativismuszeiten bestand der Klüngel darin, dass die ausgemusterten Parteibonzen in Versorgungsposten beim Staat gesteckt wurden. Jetzt schaffen sich die Neoachtundsechziger ihre Versorgungsposten für sich und ihr Gefolge gleich selbst. Die aus dem Sozialismus bekannten ver- kommenen Greise sind dadurch deutlich verjüngt, das ist der Unterschied zur DDR, wenn es noch weitere gibt, bitte melden. Man kann froh sein, wenn der Schaden, den diese Postenbesetzer anrichten, auf ihre Vergütungskosten beschränkt bleibt.
Diese Freude wäre verfrüht. Oder geradezu grünillusorisch wirklichkeitsabgewandt, das Zehren von der Substanz geht schon sehr lange, denn man hat damit mehr Beute und weniger Aufwand als beim verantwortlichen Pflegen der Substanz. Gesinnung ist genug da. Man verfügt über die Ressourcen und die Macht, um Sprachregelungen durchzudrücken, die es verschleiern, dass der gute Zweck allein in der Sicherung der eigenen Macht besteht.
Klingt gut, ist gut gemeint, was soll daran schlecht sein. Zumal alle dafür sind, wie man aus Zeitung und TV Grün weiß.

Man sträubt sich dagegen, dass jemand, der sich um Sprache kümmert, also um das zivilisatorische High-End-Produkt der Evolution, jemand mit intellektueller Affinität zu elaboriertem Sprachcode, in Wahrheit dumm wie Heu ist. Haben wir gerade Heu dumm genannt? Entschuldigung, kommt nicht wieder vor, Heu ist durch Arbeit entstanden – der Mähdrescherfahrer hat eine höhere Lebensleistung als die Grünenpolitiker und Journalisten zusammen – und es ist Teil der Wirklichkeit, der die Sprachgauner nicht nahezukommen gedenken. Sie denken geanuso normiert, wie sie reden, sie wären nicht einmal in der Lage, das, was sie glauben zu meinen, mit anderen, eigenen Worten zu formulieren, weil sie keine haben außerhalb der Schwarmintelligenz. Sie reden typisiert zum Zeichen der Zugehörigkeit zum grünen Stamm. Journalisten, besser gesagt Menschen mit Presseausweis, schreiben nicht mehr zum Zweck der Information, sondern um ihren eigenen Posten zu erhalten, ein Artikel ist eher zu verstehen wie der Persönliche Auftrag in der Pioniergrundorganisation oder ein Referat in Staatsbürgerkunde, es geht nicht um einen Wahr- heitsgehalt oder ein Mindestmaß an Schlüssigkeit oder die Überprüfung in der Welt, sondern Demonstrieren von Konformität. Die Trennung von Hofberichterstattung und Hofmeinung ist obsolet geworden.
Dieser Klimaschutzkoordinationsposten hätte eigentlich wieder einmal der endgültige Tropfen sein müssen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hätte. Doch dem Fass ist längst der Boden ausgeschlagen, es läuft nichts über.
Diese Vögel aus der grünen politmedialen Blase haben eine Schweineangst aufzufliegen. Sie sind Fake. Da ist nichts. Doch sie beherrschen die Kampfkunst, ihre Gegner als rechts zu charakterisieren. Rechts ist da, wogegen Kampf ist, darum ist ein derart Diffamierter vollbeschäftigt damit zu sagen: „Was wer ich? Aber nein, ich bin auch gegen Hexerei und distanziere mich und will weiter bei Hofe gefüttert werden“,

statt zu entgegnen: „Ihr dummes Denunziantenpack, was bildet ihr euch ein, wer ihr seid, guckt euch doch mal an, so dumm, wie ihr ausschaut, seid ihr wirklich, und wenn ihr etwas gescheiter wärt, würdet ihr merken, wie blöd ihr seid, und ihr maßt euch an, anderen die Gesinnung vorzuschreiben, damit sie euch Geld geben, ihr habt euch in die Schweine verwandelt, deren System ihr angeblich revolutionieren wolltet!“ So weit die Rollenprosa. Wer es für übertrieben hält zu meinen, man hat kein Risiko, als Denunziant zu gelten, nur eins, denunziert zu werden, kann uns gern mit der Mitteilung erfreuen, auf welchen Umständen diese Einschätzung beruht.
Wie schon Homer sagte: „Zum Lügen gehören immer zwei; einer, der lügt, und einer, der sich anlügen lässt.“ Es können auch noch weitaus mehr als zwei sein.
Die schlechte Nachricht ist: Es gibt kein Recht, sich anlügen zu lassen.
Die gute Nachricht ist: Das könnte auch die gute Nachricht sein. Hängt von uns ab.
Irene Adler, Bernd Zeller

 

Bernd Zeller betreibt eine Satirezeitung und einen Videoblog: https://zellerzeitung.de/?id=19