Es stellt sich heraus, dass falls das Niveau der Kohlendioxid-Emissionen auf ein extrem tiefes Niveau sinkt, wie es derzeit der Fall ist, die emittierenden Unternehmen keinerlei Zertifikate mehr kaufen müssen als Ausgleich für jene Emissionen. Und falls niemand Kohlenstoff-Zertifikate kauft, dann stirbt der so genannte „Markt“ für Kohlestoff eben.

Moment mal! Geht es nicht bei dem gesamten Gedanken dieser Kohlenstoff-Zertifikate darum, CO2-Emissionen zu reduzieren, welche die Klima-Campaigner als schreckliche Verschmutzung brandmarken?

Und wie kann es dann dazu kommen, dass falls das ultimative Ziel der Nahe-Null-CO2-Emissionen erreicht wird, der so heiß begehrte Markt von Kohlenstoff-Zertifikaten zusammenbricht?

Einfache Antwort: Weil die Existenz dieser Märkte einen perversen Anreiz schafft.

Für den durchschnittlichen Klima-Campaigner besteht das Ziel eines solchen „Marktes“ darin, CO2-Emissionen so dicht wie möglich an Null heranzubringen. Aber für jene Unternehmen, die mit den Kohlenstoff-Zertifikaten das große Geld machen gilt, dass deren Profite in gleichem Ausmaß sinken wie die so genannte „Verschmutzung“. Sie haben nicht auf dem Schirm, diesen Geldzufluss demnächst aufzugeben.

Bis vor Kurzem waren Klima-Aktivisten sehr erfolgreich damit, Unternehmen und Regierungen davon zu überzeugen, dem Schema der „Kohlenstoff-Zertifikate“ zu folgen. Dies bedeutet im Wesentlichen, dass je mehr CO2 man erzeugt, man desto mehr Zertifikate kaufen muss. Die Kosten dafür sollen dann vermeintlich in Projekte erneuerbarer Energie usw. investiert werden.

Aber das wirkliche Ziel ist in keiner Weise die Reduktion von CO2-Emissionen. Das wirkliche Ziel ist Geld verdienen.

Welche guten, wenngleich fehlgeleiteten Absichten auch immer hinter der Klimapolitik nebst deren Maßnahmen standen – sie sind vollständig gekapert worden durch jene, welche nach immer neuen Möglichkeiten suchen, sich Geldquellen zu erschließen. Und das nicht auf dem Wege, Innovationen auf dem Kapitalismus freier Märkte zu fördern, sondern durch die Schaffung von Programmen wie dem Markt für Kohlenstoff-Zertifikate, welche die Einnahmen legitimer Geschäftszweige abschöpft und sie zu Unternehmen und Individuen umleitet mit den richtigen Verbindungen zur Regierung.

Man kann nicht geltend machen, Lösungen freier Märkte zu haben für etwas, das ein künstlicher Pseudo-Markt ist, der nur durch Vorschriften und Gesetze seitens der Regierung entstehen kann.

Und Kohlenstoff-Zertifikate, Kohlenstoff-Steuern, Kohlenstoff-Bepreisung, Kohlenstoff-Transfers – wie auch immer man das nennt, alles, auf das ess hinausläuft, sind Pseudo-Märkte.

Autor: CFACT, founded in 1985 by Craig Rucker and the late (truly great) David Rothbard, examines the relationship between human freedom, and issues of energy, environment, climate, economics, civil rights and more.
Link: https://www.cfact.org/2020/04/02/carbon-credit-scam-exposed-carbon-markets-fail-as-co%e2%82%82-declines/
Übersetzt von Chris Frey EIKE