Die Überschrift der News spielt auf den Faschismus an – gerechtfertigt? Die heutige Klimahysterie, die mit Regierungs-Befürwortung von Kinderkreuzzügen ( Friday for Futur ) noch längst kein Ende zeigt, erweckt Assoziationen an die berühmteste Rede von J. Goebbels. Man setze nur für „Krieg“ den Begriff „Klimaschutz“. Der Artikel des Tagesspiegels ( TS ), um den es hier geht, bedient sich zudem faschistoider Methoden mit den Werkzeugen der Verleumdung, Ausgrenzung und Schädigung.

Der Artikel des TS richtet sich gegen den als gemeinnützig anerkannten e.V. EIKE. Es ist daran zu erinnern, dass die Gemeinnützigkeit [1] von EIKE vorrangig auf der wissenschaftlichen wie Bildungs-Arbeit von EIKE beruht. Denn das ist die Voraussetzung seitens des Gesetzgebers, für die Zuerkennung der steuerlich so wichtigen Gemeinnützigkeit. Dazu gehört sowohl die Ausrichtung vieler (die 13. ist in Vorbereitung) internationaler wissenschaftlicher Fachkonferenzen, sondern auch Erstellung begutachteten Fachpublikationen von EIKE-Mitgliedern. Die aktuelle Zusammenstellung am Ende dieser News oder die EIKE-Webseite selber ( hier ) dürften dies hinreichend belegen. Dies müsste dem TS nach einem kurzen Blick auf unsere Webseite eigentlich bekannt sein. Dennoch wird EIKE vom TS ungerührt in die Schmutzecke von „Wissenschaftsfake-Erzählern“ gestellt.

Wie schon bei allen großen Printmedien zahlt sich die Haltung, den Staatsmedien ARD/ZDF hinterherzulaufen, nicht aus, s. Bild 1

 

Stellvertretend eine Auswahl der fragwürdigen TS-Behauptungen:

  • Zweifel streuen am wissenschaftlichen Konsens des menschgemachten Klimawandels„. Das trifft sogar zu, allerdings nicht in dem Sinn, wie vom TS unterstellt. Mit wissenschaftlichen Argumenten Zweifel zu säen war einziger Grund, warum das Mittelalter der Renaissance und schließlich der Moderne weichen musste. Offenbar will der TS zurück ins Mittelalter. EIKE ist stolz darauf, genau diese Art von Zweifel zu säen, der Fortschritt erst möglich macht und wird sich davon durch nichts und niemanden abbringen lassen. Von Religionskriegen und Ideologien hatten wir bereits genug, die neue Ideologie der Weltrettung durch „Klimaschutz“ gehört ebenfalls zu diesen Plagen ( ein statistisches mindestens 30-jähriges Mittel von Wetter = Klima können nur Vollidioten oder eben stramme Ideologen versuchen zu schützen ).
  • Im Artikel des TS finden sich sachlich unbegründete und sogar rechtlich bedenkliche Boykottaufrufe gegen die Klimakonferenz von EIKE in München am 22.-23. November. So zitiert der TS die unverhohlene Drohung von M. Bülow MDB „Jedes Unternehmen sollte sich gut überlegen, wem sie ihre Räumlichkeiten zur Verfügung stellt“ ( Was will Bülow damit sagen? Ist die neue SA, heute Antifa, bereits von ihm bestellt? ). Ferner findet sich eine Aufforderung zum Boykott der EIKE-Konferenz-im TS-Artikel unter „Hotelkette distanziert sich„. Und schließlich schreibt der TS „Nicht nur die AfD hat ihre ( Anm. mit ihre ist EIKE gemeint ) Argumente übernommen, auch für Windkraftgegner fungieren sie als Vorlagengeber. Wenn man Falsches nur oft genug wiederholt, setzt es sich irgendwann fest.“ Dieser letzte Satz des TS ist per se zwar richtig, fragt sich nur, wer hier und wo er hier Falsches behauptet. EIKE ist gemäß Satzung strikt politisch neutral, wir freuen uns aber natürlich darüber, dass die AfD und nun auch teilweise die FDP unsere Argumente übernommen haben und hegen die schwache Hoffnung, dass sich technische Vernunft irgendwann einmal auch in den weiteren Parteien durchsetzt. Und mit den Windkraftgegnern gehen wir völlig d’accord. Strom aus Wind in einem modernen Industrieland ist kompletter Schwachsinn, naturschädigend, mästet Profiteure und schädigt Windradanrainer. Der bekannte Ökonom Prof. Hans-Werner Sinn hat unsere Aussage in verbal etwas verbindlicherer Form im Handelsblatt vom 29.3.2011 bestätigt „Wer glaubt, durch den Ausbau grüner Energiequellen ließe sich eine moderne Industriegesellschaft versorgen, verweigert sich der Realität“.
  • Ein erhellendes Licht auf die journalistischen Qualitäten des TS-Redakteurs Paul Gäbler wirft sein Hinweis:“„Stattfinden wird die Veranstaltung am 22. und 23. November im Münchener NH Conference Center – einem schicken Hotel im Münchner Osten.“. Nun, das NH Conference Center in seiner bescheidenen Nüchternheitals als schick zu bezeichnen, lässt darauf schließen, dass Herr Gäbler die Leser auf unsere „Öl-und Kohlemillionen“ hinweisen will, mit denen wir ja nur so herumprassen.

Doch wir wollen uns jetzt nicht weiter auf dem unterirdischen TS-Niveau aufhalten bzw. dies besser den Juristen überlassen, denn ein juristisches Nachspiel gegen den TS wird es vielleicht noch geben. Schließlich leben wir (hoffentlich noch!) in einem Rechtsstaat. Nun zu den Fakten vs. dem vom TS verzapften Unsinn:

  1. EIKE ist, wie bereits erwähnt, gemäß Satzung unpolitisch und berichtet über Wissenschaftsergebnisse in der Klima- und Energieforschung. Ferner führen Mitglieder von EIKE wissenschaftliche Forschungsarbeiten durch und veröffentlich diese in Fachjournalen.
  2. Niemand leugnet in EIKE den Klimawandel, den gibt es ohne Unterbrechung seit die Erde besteht. Konstantes Klima gab es noch nie. Dem Autor sind im Übrigen keine Klimawandel-Leugner bekannt, ausgenommen einige nicht ganz dichte Zeitgenossen.
  3. EIKE spricht nicht von einem völlig fehlenden anthropogenen Einfluss auf Klimaparameter. Es geht vielmehr der Frage nach, wie groß dieser Einfluss ist. Zumindest das hier sicher unverdächtige IPCC gesteht immerhin offen ein, dass dieser Einfluss unbekannt ist. So schreibt das IPCC, dass die Klimasensitivität (Einfluss des anthropogenen CO2 auf die Erdtemperatur) unbekannt ist, im Originaltext „No best estimate for equilibrium climate sensitivity can now be given because of a lack of agreement on values across assessed lines of evidence and studies“, etwas verschämt und unauffällig plaziert im IPCC, Summary for Policymakers, 2013, S. 16, Fußnote 16 (hier). Schaut man sich die Fachliteratur an, reicht dieser Einfluss von praktisch Null bis hin zu gefährlich hohen Werten – Tendenz in Richtung „unmaßgeblich“ (s. Bild 2)
  4. Der TS sagt falsch aus, wenn er behauptet, dass von EIKE veröffentlichte Argumente wissenschaftlicher Prüfung nicht standhalten. Diese Prüfung kann nur über die Fachliteratur erfolgen. Ohne den Redakteuren des TS zu nahe treten zu wollen, dürfen doch Zweifel an der naturwissenschaftlichen Kompetenz dieser wackeren Mitstreiter des Greta-Kindes erlaubt sein.

Bild 2: Klimasensitivität (ECS und TCR) in der begutachteten Fachliteratur über die Jahre ( Bildquelle: F. Gervais, zuerst veröffentlicht hier, danach von ihm ergänzt auf der EIKE-Klimakonferenz in Düsseldorf 2017 auf der Basis jüngster Fachpublikationen hier ). Es ist eine eindeutige Tendenz zu unbedenklich kleinen Werten der Klimasensitivität ( = globale Erwärmung bei hypothetischer Verdoppelung des atmosphärischen CO2-Gehalts ) zu erkennen.

Noch einige ergänzende Erläuterungen: Jeder kann über wissenschaftliche Ergebnisse schreiben, so viel er mag, maßgebend ist am Ende die Fachliteratur. EIKE hat überhaupt keine Probleme mit Behauptungen, dieses oder jenes seiner Argumente sei falsch, falls diese Behauptungen fachlich belegt werden. In diesen Fällen sind wir zu sinnvollen Diskussionen gerne bereit. Anderes Geschwätz berührt uns nicht.

Im vorliegenden Fall spricht der TS von EIKE-Falschaussagen. Belege für diese Behauptung sind beim TS nicht aufzufinden. Der TS schreibt lediglich in Lieschen-Müller-Manier: „Diese Theorie wurde in der Wissenschaft eindeutig widerlegt“ ( Anm. gemeint war hier im TS-Artikel der Einfluss der Sonne auf das Klima ). Das ist natürlich zu billig. Hier stellvertretend nur zwei Fachveröffentlichungen, welche den sachlichen Unsinn des TS über einen angeblich von der Wissenschaft widerlegten Klimaeinfluss der Sonne ( genauer des variablen Sonnenmagnetfeldes ) aufzeigen – es gibt zahlreiche weitere Fachartikel mit ähnlichem Inhalt:

1. H. Svensmark et al., Increased ionization supports growth of aerosolsinto cloud condensation nuclei, Nature Communications, 2019 (hier)

2. Svensmark_Solar2019-1

 

Begutachtete Fachpublikationen von EIKE-Autoren

A. Glatzle, Planet at risk from grazing animals?, Tropical Grasslands – Forrajes Tropicales, Vol. 2, p. 60-62 (2014) A. Glatzle, Reconsidering livestock’s role in climate

A. Glatzle, Planet at risk from grazing animals?, Tropical Grasslands – Forrajes Tropicales, Vol. 2, p. 60-62 (2014)

A. Glatzle, Reconsidering livestock’s role in climate change, Journal of Fisheries and Livestock Production, 3:2 (2015)

A. Glatzle, Questioning key conclusions of FAO publications ‘Livestock’s Long Shadow’ (2006) appearing again in ‘Tackling Climate Change Through Livestock’ (2013), Pastoralism, Policy and Practice, 4:1 (2014)

A. Glatzle, Severe methodological deficiencies associated with claims of domestic livestock driving climate change, Journal of Environmental Science and Engineering B 2, p. 586-601 (2014)

M. Limburg, New systematic errors in anomalies of global mean temperature time-series, Energy & Environment, 25, No. 1 (2014)

R. Link and H.-J. Lüdecke: A new basic 1-dimension 1-layer model obtains excellent agreement with the observed Earth temperature, International Journal of Modern Physics C, Vol. 22, No. 5, p. 449 (2011), doi:10.1142/S0129183111016361

H.-J. Lüdecke: Long-term instrumental and reconstructed temperature records contradict anthropogenic global warming, Energy & Environment 22, No, 6 (2011)

H.-J. Lüdecke, R. Link, and F.-K. Ewert: How natural is the recent centennial warming? An Analysis of 2249 Surface Temperature Records, International Journal of Modern Physics C, Vol. 22, No. 10 (2011)

H.-J. Lüdecke, A. Hempelmann, and C.O. Weiss: Multi-periodic climate dynamics: spectral analysis of long-term instrumental and proxy temperature records, Climate of the Past (European Geosciences Union), 9, 447-452 (2013)

H.-J. Lüdecke, A. Hempelmann, and C.O. Weiss: Paleoclimate forcing by the solar de Vries / Suess cycle, Climate of the Past Discussion (European Geosciences Union), 11, 279-305 (2015)

H.-J. Lüdecke, C.-O. Weiss, X. Zhao, and X. Feng: Centennial cycles observed in temperature data from Antarctica to central Europe, Polarforschung (Alfred Wegener Institut Bremerhafen), 85 (2), 179-181 (2016)

H.-J. Lüdecke and C. O. Weiss: Simple model for the antropogenically forced CO2 cycle, tested on measured quantities, Journal of Geography, Environment and Earth Science International, 8(4), 1-12 (2016)

H.-J. Lüdecke and C. O. Weiss: Harmonic analysis of worldwide temperature proxies for 2000 years, The Open Atmospheric Science Journal, 11, p. 44-53 (2017)

W. Weber, H.-J. Lüdecke and C.O. Weiss: A simple model of the anthropogenically forced CO2 cycle, Earth System Dynamics Discussion (European Geosciences Union), 6, 1-20 (2015)

H.-J. Lüdecke and C.O. Weiss, PPTX-Poster-Template-A0-1 auf der Konferenz der Europäischen Geophysikalischen Union in Wien (2018) in der Session CL0.00 „Past Climate“, von 9:00h bis 20:30 h am 9. 5.2018 unter Anwesenheit einer der beiden Autoren (Prof. Weiss) gezeigt und erläutert.

L. Laurenz, H.-J. Lüdecke, S. Lüning: Influence of solar activity changes on European rainfall, Journal of Atmospheric and Solar-Terrestrial Physics 185 (2019= 29-42 sowie Supplement.

Die EIKE-Autoren sind: F.-K. Ewert, A. Glatzle, R. Link, M. Limburg, H.-J. Lüdecke und C.O. Weiss. Alle weiteren Autoren sind extern.
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[1] Gemeinnützigkeit

Wikipedia zur Definition der Gemeinnützigkeit: Gemeinnützigkeit oder gemeinnützig ist ein Verhalten von Personen oder Körperschaften, das dem Gemeinwohl dient. Allerdings sind nur die dem Gemeinwohl dienenden Tätigkeiten auch gemeinnützig im steuerrechtlichen Sinn, die im § 52 der Abgabenordnung abschließend aufgezählt sind. Dazu gehören unter anderem die Förderung der Wissenschaft und Forschung, von Bildung und Erziehung, von Kunst und Kultur sowie des Sports sowie die Katastrophen– und humanitäre Hilfe.