Bisher verließ man sich auf falsche Annahmen

War es bisher ein Sakrileg, dass Extremereignisse mit dem Klimawandel zunehmen müssen [3] und ein Beleg dafür das Wissen: Früher wären die Klimaveränderungen noch nie so schnell gewesen [4], haben Wissenschaftler des AWI nun herausgefunden, dass diese bisher unumstößlichen „Wahrheiten“ schlichtweg auf falschen Annahmen beruhen:
AWI 05.02.2018 Pressemeitteilung: [2] Klimaschwankungen in Vergangenheit und Zukunft
Bislang ging man davon aus, dass die Temperaturen während der letzten Eiszeit extrem schwankten, und unsere gegenwärtige Warmzeit in der Regel nur sehr kleine Temperaturausschläge zeigte …
Das Team… hat durch einen Vergleich der grönländischen Daten mit denen aus Sedimenten verschiedener Meeresgebieten der Welt sowie aus Eisbohrkernen der Antarktis zeigen können, dass das Phänomen starker Temperaturschwankungen während einer Eiszeit keineswegs global gleichförmig auftrat, sondern regional unterschiedlich ausgeprägt war. In den Tropen etwa waren zum Höhepunkt der letzten Eiszeit die Temperaturschwankungen dreimal stärker ausgeprägt als heute, während die Eiskerne auf 70-fach höhere Schwankungen in Grönland hinweisen.
„Die Eisbohrkerne aus Grönland sind ohne Zweifel ein wichtiger Baustein, um das Klima vergangener Zeiten zu verstehen.
Gleichzeitig belegt unsere Studie, dass die für Grönland ermittelten Schlussfolgerungen nicht immer repräsentativ für die ganze Welt sind“,

Jungforscher*innen schauen einmal über „den Tellerrand“ …

Wenn es stimmt, was die Jungforscher*innen [7] beim AWI herausgefunden haben, muss man sich schon fragen, was die vielen „Experten“ in Deutschland und rund um die Welt eigentlich an wirklichem „Erkenntnisgewinn“ generieren, beziehungsweise, ob diese nicht vorwiegend reihum voneinander abschreiben (was wohl so sein dürfte). Um darauf zu kommen, Klimarekonstruktionen global zu betrachten, muss man wirklich nicht überragend intelligent sein. Zudem wird es von vielen klimawandel-kritischen Forschern längst durchgeführt, siehe die weltumspannende Recherche zur mittelalterlichen Warmzeit von „kaltesonne“ [5].

AWI: [2] …Die Leistung von Erstautorin Kira Rehfeld und ihren Kollegen besteht darin, dass sie erstmals Daten aus verschiedenen Klimaarchiven und von insgesamt 99 unterschiedlichen Orten zusammengebracht und verglichen haben.
Dass es zur Eiszeit stärkere Schwankungen gegeben hat, liegt daran, dass der Temperaturunterschied zwischen den vereisten Polargebieten und den Tropen damals stärker ausgeprägt war, was zu einem dynamischeren Austausch von warmen und kalten Luftmassen führte.

… und schon muss man (wieder) „gesichertes Wissen“ als unsicher verwerfen

AWI: [2] … „Wenn wir dieser Idee weiter folgen, kommen wir zu dem Schluss, dass die Schwankungen langfristig mit der Erderwärmung weiter abnehmen“, sagt Rehfeld – einfach deshalb, weil der Temperaturunterschied zwischen dem sich erwärmenden Norden und den Tropen geringer wird …

Sind die Klimamodelle auch bei diesem Parameter falsch programmiert?

Liest man bis zum Schluss weiter, fragt man sich nicht, sondern erkennt (wieder), warum die Klimamodelle so massiv versagen. Das Klima ist einfach noch viel zu wenig verstanden – und es fehlen nach wie vor verlässliche Daten zur Kalibrierung -, um mit Simulationen glaubhafte Zukunftsprojektionen durchführen zu können:
AWI: [2] … Klimamodellierer hatten den Mechanismus geringerer Variabilität unter wärmeren Klimabedingungen bereits im Jahr 2014 vorgeschlagen. Rehfeld, Laepple und Kollegen ist es mit ihrer Analyse nun erstmals gelungen, diesen Zusammenhang mit weltweiten Klimadaten aus der Vergangenheit zu untermauern.

Forscht man weiter, könnte man in den kommenden Jahren (vielleicht) Genaueres zum Klima sagen

Lautet der Extrakt. Dummer Weise wird seit über 20 Jahren für die nicht gesicherten – angeblich trotzdem über alle Zweifel erhabenen [8] – Theorien das Geld bereits zum Fenster hinaus geworfen, ohne Hoffnung, dass sich daran schnell etwas ändern könnte.
AWI: [2] Als zukünftige Aufgabe formulieren die AWI-Forscher: „Wir wollen die Veränderungen der kurzfristigen Schwankungen in der Vergangenheit und deren Zusammenhang mit langfristigen Klimaänderungen detailliert untersuchen. Dazu brauchen wir zuverlässige Klimaarchive und ein detaillierteres Verständnis darüber, wie diese zu interpretieren sind.“ Die Trennschärfe so zu erhöhen, dass damit zukünftig auch Extremereignisse in Paläo-Archiven abgebildet werden können, wie wir sie heute erleben, sei eine der großen Herausforderungen für die kommenden Jahre.

Aber es keimt damit eine Hoffnung: Während sich beim AWI ebenfalls die Klimahysterie-Unterstützer tummeln [6] [8], scheint es dort einen Nachwuchs zu geben [7], welcher eigene Gedanken entwickelt und auch verfolgt.
Es bleibt abzuwarten, welche Forscherfraktion beim Kampf um Fördermittel überlebt. Unter Frau Hendricks mit ihrer fast manischen und durch keine Fakten verrückbaren Klimahysterie [8] war das eindeutig (und falls die GroKo kommt, wird es wohl auch so bleiben).

Stimmen die Ergebnisse des 2k-Projektes damit nicht?

Vor einigen Jahren wurde ein großes, weltweites Projekt zur Erstellung eines „richtigen“ Temperatur-Proxikataloges durchgeführt, bei dem der Autor schon mit wenig Aufwand gravierende Mängel entdecken konnte.
EIKE 11.05.2016: Die Problematik der Temperaturrekonstruktion Eine beispielhafte Sichtung dazu anhand des Projektes PAGES2k
Was Herrn Rahmstorf vom PIK nicht davon abhält, diese Projekt zu loben, vor allem die (hirnrissige) Auswertung davon, welche angeblich den Hockeystick bestätigen soll (was immer der Fall ist, wenn man Statistik falsch anwendet):
Rahmstorf: [10]Vorige Woche haben wir hier die neue Klimarekonstruktion des PAGES 2k-Projekts besprochen, die einmal mehr den Hockeyschläger-Verlauf der Klimageschichte der letzten tausend Jahre bestätigt hat.
Die Auswertung des AWI würde die Zweifel des Autors an der Datenqualität nun auch aus anderen Gründen bestätigen.

Anmerkung: Der Autor dankt „kaltesonne“ für den Hinweis zur AWI-Pressemeldung

Quellen

[1] SPON 12.02.2018: Satellitenmessungen Meeresspiegel steigt immer schneller

[2] AWI 05.02.2018: Klimaschwankungen in Vergangenheit und Zukunft

[3] FOCUS 22.09.2017: Extremwetter werden zunehmen – schuld daran sind wir selbst
Tagesschau 5. August 2017: 50 Mal mehr Extremwetter-Tote bis 2100?
Umweltbundesamt: Wird das Klima extremer? Sind die sich häufenden Überschwemmungen ein Indiz dafür?

[4] Buch: Mut zur Nachhaltigkeit: … Die im Vergleich zur Klimageschichte extrem schnelle Erwärmung, die derzeit beobachtet wird .

[5] kaltesonne: Das Projekt Kartographie der Mittelalterlichen Wärmeperiode: Online-Atlas einer noch immer unverstandenen Hitzephase

[6] EIKE: Die immer neu aufsteigenden und untergehenden Inseln wie zum Beispiel Tuvalu

[7] AWI: ECUS Bestimmung der Klimavariabilität durch die Quantifizierung von Proxyunsicherheit und die Synthese von Informationen zwischen Klimaarchiven.

[8] AWI 11. Mai 2017: PRESSEMITTEILUNG Alfred-Wegener-Institut: Eine unumkehrbare Ozeanerwärmung bedroht das Filchner-Ronne-Schelfeis
AWI-Klimaforscher entschlüsseln Antriebsprozesse eines irreversiblen Wärmeeinstroms unter das Schelfeis, der schon in wenigen Jahrzehnten einsetzen könnte.

[8] EIKE 01.01.2017: Harald Lesch trägt vor den GRÜNEN zum Klimawandel vor: Der Klimawandel ist kein Thema, das man ernsthaft bezweifeln kann

[9] EIKE 08.03.2017: In einer Zeit, die immer mehr von Unsicherheit und Ängsten geprägt ist, macht Klimaschutz Mut
EIKE 14.09.2016: Frau Hendricks glaubt im Klimawahn, Klimapäpstin geworden zu sein und den Irrglauben ihrer Bürger verdammen zu dürfen Zu ihrem Gastbeitrag „Weit verbreiteter Irrglaube“ im Handelsblatt

[10] SciLogs 23. Mai 2013 von Stefan Rahmstorf in Klimadaten: Paläoklima: Die Hockeyschläger-Debatte