BR Info: Hintergrund Klimawandel

Der Bayerische Rundfunk weiß, was die bayerischen Untertanen wissen dürfen. Entsprechend umfassend informiert er sie über Wichtiges aus aller Welt. Aktuell natürlich über das derzeitige Weltereignis, COP 23 in Bonn. Zwar kommt die Information schon in allen Zeitungen, aber den Staatsfunk hat man ja bezahlt und dafür erhält man die Information, welche die hohe Politik für den Bürger herausgibt, damit diese deren fürsorgliche, volksnahen Taten verstehen lernen, wie zum Beispiel das weltweite Verschenken ihres Geldes an „Klimaschaden-anspruchsberechtigte“ Potentaten [5].
BR: [1] Vom 6. bis 17. November tagt in Bonn die 23. UN-Klimakonferenz. Ihr Ziel: Den Fahrplan aufsetzen, mit dem die ehrgeizigen Ziele des Paris-Protokolls auch wirklich erreicht werden können.

Bild 1 [1] Screenshot BR Info zu COP 23

Die Einleitungsinformation beim Bayerischen Rundfunk bietet das, was man auf KLIMARETTER.INFO und in der Süddeutschen Zeitung ständig liest: Konsequenten Klimaalarm. Doch erscheint dazu eine Detailinformation.

Fidschi … Seit 1993 ist der Meeresspiegel pro Jahr um durchschnittlich sechs Millimeter angestiegen

Bild 2 [1] Angaben zum Meeresspiegelanstieg bei Fidji. Quelle: Screenshot BR Info zu COP 23

Sechs Millimeter pro Jahr sind erheblich mehr Pegelanstieg, als ihn der Tidenpegel, welcher weltweit zwischen 1,17 … 1,67 mm / pa beträgt [7] und in der Pazifikgegend von Fidji im Mittel 2,17 mm / pa [6] ausweist. Bei der Klimakonferenz werden diese Daten (6mm / pa) ihre „Wirkung“ entfalten, denn sie „berechtigen“ die Regierung von Fidji, als Forderer, weil Klimaopfer, aufzutreten.
Genügend Anlass, dem Pegeltrend (wieder) nachzuspüren und (wieder) zu sehen, wie der Klimawandel seine Fortsetzungs-Krimis schreibt.

Der Datenursprung für die 6 mm / pa ist schnell gefunden

Bei der NOAA ist eine Tidengrafik für Fidji hinterlegt. Und der berechnete Pegelanstieg weist 6,3 mm / pa aus. Man kann davon ausgehen, dass dies (eine) Quelle der Pegelangaben vom Bayerischen Rundfunk ist.

Bild 3 Fiji Pegelbild und Daten. Quelle NOAA Tides and Currents


Nun ist in der BR-Information angegeben, der Trend wäre seit dem Jahr 1993 so hoch. Ausgerechnet ab diesem Zeitraum gibt es eine wesentlich bessere Pegelangabe, die vor allem nicht mit dem Jahr 2010 aufhört, sondern bis aktuell (6.2017) reicht.
Zu finden ist diese bei der Regierung von Australien, welche ein eigenes Pazifik-Pegelüberwachungsprogramm betreibt. Pegelbilder daraus sind bereits aus den Artikeln [2] [7] bekannt, anbei jedoch nochmals die Informationen.

Aktuelle Daten weisen ab dem Jahr 1993 nur einen „natürlichen“, 2,4 mm / pa Mittelwert-Pegelanstieg aus

Australien hat erkannt, dass die Pegel-Datenqualität gerade bei den angeblich untergehenden Inseln (und auch sonst rund um die Welt) katastrophal ist und deshalb für ihren Bereich ein eigenes Pegel-Überwachungsprojekt aufgesetzt: [3] Australien Government Pacific Sea Level Monitoring Project
Dort finden sich im Gegensatz zu den teils veralteten und oft fehlerbehafteten vom PSMSL, aktuelle und überprüfte Daten zu den Inseln des Süd-Pazifik und natürlich auch von Fidji.

Bild 4 Pegelverlauf Fidji. Quelle Australien Government Pacific Sea Level Monitoring Project


Der Autor hat sich die Mühe gemacht, die zum Glück zusätzlich als Datensatz hinterlegten Daten weiter auszuwerten.

Bild 5 Fidji, Pegelverlauf-Mittelwert von 1993 – 6.2017, ergänzt um die Regressionsgerade und Endwertniveau. Vom Autor aus den Daten erstellt. Datenquelle: Australien Government Pacific Sea Level Monitoring Project (Mittelwertdaten von Bild 4)


Und der dort hinterlegte Pegelverlauf von Fidji liefert nun interessante Daten:
Der Pegelanstieg seit dem Jahr 1993 berechnet sich zu lediglich 2,4 mm / pa
Der Pegelwert im Juni dieses Jahres war genau so (niedrig) wie im Jahr 1993 zu Beginn der Messreihe
Eine Pegeländerung von (angeblichen – schlimmen) 15 cm sagt bei der Pegelspanne selbst über diesen Zeitraum gesehen überhaupt nichts aus
Nicht einmal ein steigender Trendkanal lässt sich einzeichnen
Die gleiche Auswertung für den Maximalpegel, der sicher die wirkliche Vulnerabilitätsbelastung kennzeichnet, sieht wie folgt aus:

Bild 6 Fidji, Pegelverlauf-Maximalwerte von 1993 – 6.2017, ergänzt um die Regressionsgerade und Endwertniveau. Vom Autor aus den Daten erstellt. Datenquelle: Australien Government Pacific Sea Level Monitoring Project


Daten des Maximalwertverlaufes aus Bild 6:
Pegelanstieg seit dem Jahr 1993 3,8 mm / pa
-Zwar weist die Regressionsgerade eine Pegelzunahme aus, es ist jedoch kein zunehmender Pegel-Trendkanal erkennbar

Ohne Trend beim Pegelanstieg auch keine Pegelbedrohung

Bei diesem niedrigen Pegelanstieg und aktuellen Pegelwert käme kaum jemand auf die Idee, der Regierung von Fidji ihr penetrant berichtetes (angeblich westlich-CO2-bedingtes) Pegel-Bedrohungsszenario abzunehmen. Und es stellt sich die Frage, warum der mit vielen Milliarden EUR GEZ-Zwangsgebühren finanzierte Staatsfunk so wichtige – aktuelle und bessere – Daten den Untertanen verheimlicht.

Die NOAA-Daten von Fidji repräsentieren diese Pazifikgegend nicht

In der BR-Info steht konkret, ab 1993. Damit ist die bisherige Ableitung sachgerecht durchgeführt und die Daten aus Australien die aktuell richtigen. Doch auch zu der Fragestellung des langfristigen Verlaufs in diesem Pazifikgebiet hat der Autor schon öfters berichtet und in einem dieses Thema bereits behandelt [4]. Daraus die wichtige Information:
Aus irgend einem Grund weist fast nur der Pegel von Fidji in diesem Pazifikbereich einen größeren Pegelanstieg aus. Die überwiegende Anzahl (brauchbarer) Langfrist-Pegelverläufe zeigt diesen Anstieg nicht.
Extrem erkennt man es am Vergleich der Verläufe von Fidji mit Kiribati (Bild 7).

Bild 7 [4] Pegeldaten von Fidschi und Kiribati mit linearen Regressionsgeraden. Grafik vom Autor anhand der PSMSL Pegeldaten erstellt

Dass Fiji „untergeht“, könnte eher an einem Datenproblem, als an westlichem CO2 liegen

Dass dies auch großräumig gilt, sieht man bei der nächsten langfrist-Pegelverlaufsdarstellung. Seit 1966 (davor gibt es keine verwertbaren Pegeldaten) gibt es keinen kontinuierlich-alarmistischen Pegelanstieg. Der (restliche) Anstieg bei Fidji ist ein Einzelfall und es wäre eher zu untersuchen, ob es Messfehler, oder sonstige (damalige) Probleme mit der Station waren.
Auf jeden Fall lässt sich zeigen, dass auch für Fidji keine konkrete Untergangsgefahr messbar ist. So eine solche gemeldet wird, stammt sie (wie üblich) aus Computersimulationen und nicht aus der wahren Natur.

Die aktuellen Pegelverläufe vom Pacific Sea Level Monitoring Project

Eine gute Methode um zu prüfen, wie die Pegelverhältnisse in einem Seengebiet wirklich „aussehen“ hat es sich bewährt, die (Pegelverläufe) aus der Umgebung auf einen geeigneten Endwert zu normieren und einfach übereinander zu legen. Man erkennt dann ohne viel Rechnerei sofort den wirklichen Zustand, und vor allem die enormen Variabilitäten, welche selbst bei Zeitspannen von 30 Jahren keine wirklichen Trendaussagen erlauben – und zeigt, dass Aussagen von Einheimischen mit ihren teils erschütternden Erlebnisberichten [8] für die Bewertung eines Pegelverhaltens überhaupt keinen Sinn ergeben.
Der Autor hat es vor einiger Zeit (mit den damaligen PSMSL-Daten) durchgeführt [4] (Bild 8):

Bild 8 [4] Pegeldaten-Mittelwerte des Pazifikbereiches um Fidi beginnen mit dem Jahr 1966 bis 2015 (ohne Normierung). Grafik vom Autor anhand der PSMSL Pegeldaten erstellt

Und es nun zur Sicherheit mit den aktuellen Daten von der Homepage der Australischen Behörde wiederholt. Diesmal mit den Verläufen der Maximalpegel, welche ja die Überflutungen verursachen.

Bild 9 Maximal-Pegeldaten Pazifikatolle im Gesamtraum Pazifik um Fiji, beginnend mit dem Jahr 1992 bis 6.2017. Alle Daten auf den Endwert Fidji (rot) normiert. Grafik vom Autor anhand der [4] Australien Government Pacific Sea Level Monitoring Project-Daten erstellt

Fazit
Beide Pegel-Verlaufsbilder zeigen eine hohe, aber keinesfalls zunehmende Pegelspanne. Es kann damit nicht stimmen, dass die Überflutungen bedingt durch einen Klimawandel zugenommen haben. Ein Trendkanal mit stetiger Pegelhöhen-Zunahme – wie es immer berichtet wird – ist ebenfalls nicht erkennbar
Stark erinnert das Ganze den Autor an bereits früher bereits öfter Beschriebenes. Immer, wenn man „untergehenden Inseln“ nachrecherchiert, findet man die Inseln, aber keinen (Klimawandel-bedingten) Untergang:
EIKE 13.08.2017: Manila versinkt durch Wasserentnahme im austrocknenden Untergrund. Der (reiche) Westen mit seinem CO2 soll daran schuld sein – und zahlen
EIKE 08.08.2017: Meerespegelanstieg: Europa kann nicht alle (vor Klimawandel-Desinformation) schützen T2 (2)
EIKE 06.06.2017: [7] Crashinformation zu den „untergehenden“ Pazifikinseln, Teil 1: Pegelinformationen
EIKE 17.07.2016: Wie man den Meerespegel-Verlauf in die richtige Richtung dreht
EIKE 14.05.2016: Schon fünf Salomonen-Inseln sind durch den Klimawandel versunken – obwohl der Pegel dort nicht gestiegen ist
EIKE 14.12.2015: Gehen die Südseeinseln wirklich wegen des Klimawandels unter, Teil 3 Die Marshall-Inselgruppe – (kein) Beispiel für einen Untergang

Nicht nur der Bayerische Rundfunk informiert seine Untertanen tendenziell, natürlich auch die Propagandaseite der Klimaberaterin

Früher gab es einen ganz dämlichen Witz: „Warum werden Kühe nicht gescheiter? Weil sie bei den Bauern wohnen“. Das stimmt heutzutage überhaupt nicht mehr, weil es die ländlichen Zwergschulen – welche eigentlich Notschulen waren – nicht mehr gibt und man auch auf dem Landwohnend ins Gymnasium gehen kann – und vor allem das Geld dazu hat.
Warum erwähn der Autor so einen Schwachsinn? Weil er Parallelen bei der Beratung unserer Politikkaste sieht. Wie sollen unsere Politiker informierter werden, wenn sie Berater*innen wie Herrn Schelnhuber [11] und Frau C. Kemfert haben, die zu einem wesentlichen Teil über diesen Weg eigene Politik machen wollen und an eine neutrale Beratung gar nicht denken?
KLIMARETTER.INFO 04. November 2017: [9] Auf ein Talanoa mit dem Klimakiller
Nazhat Shameem ist Chefverhandlerin beim Klimagipfel in Bonn für ihr Heimatland Fidschi, das den Gipfel offiziell ausrichtet. Sie ist entschlossen, den Geist der Fidschi-Inseln ins kalte Bonn zu bringen, und weiß auch schon, wie sie mit Kohleländern und mit den USA umgehen will.
Eine Herzensangelegenheit ist für sie der Gender Action Plan, der auf dem Gipfel verabschiedet werden soll. Es geht vor allem darum, den Frauenanteil in den Klimaverhandlungen zu erhöhen. Im vergangenen Jahr waren nicht einmal 20 Prozent der Delegationsmitglieder Frauen.
Die Propagandaseite der Beraterin für Energie und Klima weiß, was unseren Politikern an Information fehlt und vor allem, welche sie nicht erfahren dürfen.

Wie kommen „Wissenschaftler“ überhaupt darauf, dass sich der Meeresspiegel nicht (mehr) verändern darf

Alleine, wenn man die Rekonstruktion des Pegelverlaufs bei den Malediven betrachtet, sieht man, dass der Meerespegel auch in historischen Zeiträumen größeren – natürlichen – Schwankungen unterworfen war – und es bestimmt auch weiter sein wird.

Bild 10 [10] Pegelverlauf der Malediven über die letzten 5000 Jahre

Die aktuelle Diskussion um wenige Millimeter oder auch Zentimeter in kurzen Zeiträumen kann das Thema überhaupt nicht erklären, geschweige lösen. Und die vollkommen ungeeigneten Klimasimulationen können es schon gar nicht.
Nachtrag
Nach Absendung dieses Artikels zum Einpflegen erschien einer zum gleichen Thema auf ACHGUT. Er bestätigt die Aussagen des Autors und ist als Ergänzung zum Thema unbedingt lesenswert.
Achgut.com, 05.11.2017, Dirk Maxeiner: Der Sonntagsfahrer: Schnorchelkurs für Barbara Hendricks
… Möglicherweise hängt die Aufregung um das Abtauchen der Südsee also gar nicht mit der Südsee zusammen, sondern mit der Klimakonferenz. Die Tage und Wochen vor einer solchen Veranstaltung sind stets von anschwellendem Alarm-Pegel gekennzeichnet, der aus einer Schwemme von düsteren Studien besteht, die von garantiert unabhängigen Wissenschaftlern rein zufällig so termingerecht gebacken werden, wie die Brötchen fürs Frühstückbüffet im Bonner Hilton. „Der größte Weltklimagipfel aller Zeiten“ (FAZ), kurz  GröWaz, sichert eindrucksvoll die Stellung Deutschlands als führende Exportnation von Weltuntergangs-Szenarien.
Beim Untergang der Südsee handelt es sich gewissermaßen um ein in unregelmässigen Abständen wiederkehrendes Phänomen, so ähnlich wie die warme Meeresströmung El Niño („Das Christkind“). Während El Niño die Menschheit meist so um Weihnachten heimsucht, gehen die Südsee-Inseln stets vor Klimakonferenzen unter, tauchen dann aber wieder auf.  Vor der Klimakonferenz in Doha 2012 und der Klimakonferenz in Lima 2014 versanken sie im deutschen Medienwald bereits in gleichlautenden Worten, etwa auf Focus Online („Massenmigration wegen steigenden Meeresspiegels“) und  ZEIT ONLINE ( „Vor dem Untergang“). Zwischenzeitlich erhoben sie sich dann wieder aus den Fluten, auch dieses Mal müssen die Südseeinseln wieder auftauchen, um dann pünktlich 2018 zur nächsten Kilmakonferenz im polnischen Kattowitz wieder untergehen zu können …

Quellen
[1] Bayerischer Rundfunk Stand: 03.11.2017: Hintergrund Klimawandel UN-Klimakonferenz 2017 Klimagipfel COP 23 tagt ab Montag in Bonn
[2] EIKE 03.11.2017: Das Wochenende, an dem die Welt (wieder) begann unterzugehen
[3] Australien Government Pacific Sea Level Monitoring Project Monthly Sea Level and Meteorological Statistics
[4] EIKE 20.12.2016: Der Klimawandel wird bildlich gesprochen immer schöner, die Daten darüber nicht
[5] EIKE 13. Juli 2017: Wie viele Unterschriften zum Klimavertrag wurden mit Geldversprechungen gekauft?
[6] EIKE 27. Juli 2017: G20 Klimafakten ohne Hysterie betrachtet Teil 2 (4): Die Meerespegel steigen und steigen …(aber keinesfalls unnatürlich)
[7] EIKE 06.06.2017: Crashinformation zu den „untergehenden“ Pazifikinseln, Teil 1: Pegelinformationen
[8] EIKE 10.05.2017: Die Volkshochschule Hannover und ihre Ausstellung: Wir alle sind Zeugen – Menschen im Klimawandel
[9] KLIMARETTER.INFO 04. November 2017: Auf ein Talanoa mit dem Klimakiller
[10] Nils-Axel Mörner: SETTING THE FRAMES OF EXPECTED FUTURE SEA LEVEL CHANGES BY EXPLORING PAST GEOLOGICAL SEA LEVEL RECORDS
[11] EIKE 20. Oktober 2017: „Kippt unser Klima ?“ bei Maischberger/ARD am 10. Oktober 2017: Eine kleine Nachlese über großen Unsinn, sachliche Fehler und wenig Richtiges