Hier zunächst der erste Absatz des entsprechenden Artikels bei CFACT:

Papst Franziskus plant die Ausgabe einer Enzyklika zum Klimawandel in diesem Sommer. Um dafür den Weg zu bereiten und die Haltung des Papstes zu umreißen, gibt es in der Pontifical Academy of Sciences des Vatikans ein Workshop zu diesem Thema am 28. April in Rom. Die Denkfabriken Committee For A Constructive Tomorrow (CFACT) und das Heartland Institute werden bei diesem Workshop vertreten sein.

Und hier der Brief (Link siehe unten):

Datum: 27. April 2015

Eure Heiligkeit,

Angesichts des Umstandes, dass die Führer der Welt ein Klimaabkommen ausarbeiten, schauen Viele auf Sie für ihre Orientierung. Wir erwarten von Ihnen, dass sie sich für die Erde und Gottes Kinder einsetzen, besonders für die Armen. Mit diesem Brief wollen wir einige Bedenken darlegen, die wir Sie bitten möchten zu berücksichtigen, wenn Sie diese Orientierung geben.

Vieles bei der Debatte um die Verantwortung für die Umwelt wurzelt in einem Zusammenstoß von Weltanschauungen mit sich widersprechenden Doktrinen von Gott, Schöpfung, Menschheit, Sünde und Erlösung. Unglücklicherweise findet dieser Zusammenstoß Eingang in die Schlussfolgerungen der Umweltwissenschaft. Anstatt einer sorgfältigen Darlegung der besten Beweise gibt es hoch spekulative und theorielastige Schlussfolgerungen, die als die gesicherten Erkenntnisse der Wissenschaft präsentiert werden. In dem Prozess selbst ist die Wissenschaft minimiert, und viele moralischen und religiösen Führer riskieren – obschon in bester Absicht – Lösungen auf der Grundlage einer irreführenden Wissenschaft anzubieten. Tragischerweise ist die Folge hiervon, dass genau die Menschen, denen wir helfen wollen, stattdessen geschädigt werden.

Dies ist besonders tragisch angesichts des Umstandes, dass die Wissenschaft selbst im mittelalterlichen Europa aufgekommen war, der einzigen Kultur, die Jahrhunderte lang das biblische Bild der Wirklichkeit genährt hat, das wissenschaftliche Forschungen ermutigt hat. Diese Tatsache ist Allgemeinwissen für eine breite und ressortübergreifende Palette von Historikern und Philosophen der Wissenschaft. Alfred North Whitehead hat es so ausgedrückt:

Den größten Beitrag des mittelalterlichen Geistes zur Bildung der wissenschaftlichen Bewegung leistete der unüberwindliche Glaube, dass … es ein Geheimnis gebe, ein Geheimnis, dass gelüftet werden kann. Warum wurde diese Überzeugung so vehement in die europäischen Gehirne implantiert? … Es muss vom mittelalterlichen Bestehen der Rationalität Gottes herrühren, empfangen mit der persönlichen Energie von Jehova und mit der Rationalität eines griechischen Philosophen. Jedes Detail wurde überwacht und geordnet: Das suchende Eintauchen in die Natur konnte nur zur Verteidigung des Glaubens in Rationalität führen. …

Whiteheads Einschätzungen zufolge können andere Vorstellungen in Religionen von einem Gott oder von Göttern nicht ein solches Verständnis des Universums enthalten. Ihren Annahmen zufolge könnte jedwedes „Auftreten eine Folge eines Gebotes eines irrationalen Despoten sein (wie es auch für Animismus und Polytheismus gilt)“ oder (wie es für Pantheismus und atheistischem Materialismus gilt) „irgendwelchen unpersönlichen, unerforschlichen Ursprüngen von Dingen. Es gibt da nicht das gleiche Vertrauen wie (dem biblischen Theismus zufolge) in die klare Rationalität des persönlichen Seins“ (1)

Kurz gesagt, die biblische Weltsicht machte die Wissenschaft zu einem systematischen Unternehmen, um die reale Welt zu verstehen, und zwar mittels eines rigorosen Prozesses, in dem Hypothesen mit Beobachtungen der realen Welt verglichen werden. Der Physiker und Nobelpreisträger Richard Feynman erklärte den „Schlüssel zur Wissenschaft“ so:

Im Allgemeinen suchen wir nach einem neuen [Natur-]Gesetz mit dem folgenden Prozess. Zuerst vermuten wir es. Dann berechnen wir die Konsequenzen der Vermutung, um zu sehen, was damit verbunden wäre, falls das von uns vermutete Gesetz richtig wäre. Dann vergleichen wir das Ergebnis dieser Berechnung mit der Natur, um zu sehen, ob es funktioniert. Wenn es mit Experimenten nicht übereinstimmt, ist es falsch! In diesem einfachen Statement liegt der Schlüssel zur Wissenschaft. Es spielt überhaupt keine Rolle, wie schön [beautiful] eure Vermutung ist. Es spielt überhaupt keine Rolle, wie klug ihr seid, wer die Vermutung in den Raum warf oder wie derjenige heißt – wenn die Vermutung nicht mit dem Experiment übereinstimmt, ist sie falsch. Das ist alles! (2)

Dieses Statement, einfach, aber doch eindeutig und absolut essentiell für das Betreiben sorgfältiger Wissenschaft, folgt notwendigerweise – und ausschließlich – der biblischen Weltsicht.

Christliche und jüdische Gelehrte haben Jahrhunderte lang hoch qualifizierte Wissenschaft betrieben. Sie sind voller Vertrauen, dass gute Wissenschaft zur Wahrheit über Gott und Mensch führt und nicht damit in Konflikt gerät. Darum gibt es auch eine Pontifical Academy of Sciences und seit Jahrhunderten wissenschaftliche Fakultäten in tausenden jüdischer und christlicher Colleges und Universitäten auf der ganzen Welt.

Als Menschen mit dem biblischen Glauben haben wir daher nicht nur die Verpflichtung zu Wahrheit, sondern auch zu vernünftiger Wissenschaft als ein Weg zur Wahrheit. Heutzutage, wo Wissenschaftler komplexe Klimamodelle auf leistungsstarken Computern laufen lassen, um unmessbar komplexe Systeme wie das Klima der Erde zu simulieren, dürfen wir unsere Verpflichtung zur Wahrheit und dem „Schlüssel zur Wissenschaft“ nicht vergessen. Unsere Modelle können zu „verführerischen Simulationen“ werden, wie es der Wissenschafts-Soziloge Myanna Lahsen bezeichnet hat (3), wobei die Modellierer, andere Wissenschaftler, die Öffentlichkeit und Politiker leicht vergessen, dass die Modelle nicht die Realität sind, sondern mit dieser überprüft werden müssen. Falls die Modellergebnisse mit dieser Realität in Gestalt von Beobachtungen nicht übereinstimmen, müssen die Modelle und nicht die Natur korrigiert werden.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Gute Wissenschaft als Bestandteil unserer Klimapolitik muss einhergehen mit zwei zu bevorzugenden Optionen: für die Menschheit und, im Rahmen der Menschheit, für die Armen. Damit meinen wir nicht, die Menschheit gegen die Natur auszuspielen, ebensowenig wie die Armen gegen die Reichen auszuspielen. Vielmehr meinen wir, dass weil allein die Menschheit das Imago Dei in sich trägt, jede Bemühung zum Schutz der Umwelt das menschliche Wohlergehen in ihrem Mittelpunkt haben muss und im Besonderen das Wohlergehen der Armen, weil diese verwundbarer und weniger in der Lage sind, sich selbst zu schützen. Schon König David schrieb: „Wohl dem, der sich des Schwachen annimmt! Den wird der Herr erretten zur bösen Zeit.“ (Psalm 41, 1*). Gute Klimapolitik muss die menschliche Ausnahmestellung [ exceptionalism] berücksichtigen, den von Gott gegebenen Ruf, dass menschliche Personen „sich die Erde untertan machen“ sollen (1. Mose 1, 28*) sowie die Notwendigkeit, die Armen vor Schaden zu schützen, einschließlich Maßnahmen, die sie daran hindern, aus der Armut entkommen zu können.

[*Keine Übersetzung, sondern aus der deutschen Luther-Bibel übernommen. Dies gilt auch für weitere verweise auf Bibeltexte weiter unten. Anm. d. Übers.]

Heutzutage gibt es viele prominente Stimmen, die die Menschen als Geißel für unseren Planeten bezeichnen und nicht als die Lösung. Diese Haltung vergiftet viel zu oft ihre Beurteilung des menschlichen Einflusses auf die Natur. Die naive Behauptung, „die Wissenschaft ist settled“, nutzen sie als Begründung für Aufforderungen zu dringenden Maßnahmen, um den Planeten vor einer katastrophalen, vom Menschen induzierten globalen Erwärmung zu schützen. Unter Zuordnung einer vermeintlich unnatürlichen Erwärmung zum Verbrauch fossiler Treibstoffe, um die Energie zu gewinnen, die für die menschliche Blütezeit unabdingbar ist, verlangen diese Stimmen, dass die Menschen ihre von Gott verliehene Herrschaft aufgeben, und zwar auch dann, wenn dieses Aufgeben bedeutet, in Armut zu verbleiben oder wieder darin einzutauchen.

Ihre Sorge um aufrichtige Wissenschaft und um die Armen erfordert ein sorgfältigeres Vorgehen, eines, dass sorgfältig wissenschaftliche Beweise berücksichtigt hinsichtlich der realen und nicht nur der theoretischen Auswirkungen menschlichen Verhaltens auf das globale Klima. Und sie erfordert eine sorgfältige Berücksichtigung, wie Energietechnologie und Energieökonomie dafür sorgen, die Armen vor Schaden zu bewahren. Darum hoffen und vertrauen wir darauf, dass Ihre Orientierungshilfen für die Führer der Welt auf folgenden Grundlagen beruht:

Das Imago Dei und menschliche Herrschaft

Schwere Armut, verbreiteter Hunger, um sich greifende Krankheiten und kurze Lebensspannen waren die normalen Bedingungen der Menschheit bis auf die letzten zweieinhalb Jahrhunderte. Diese Tragödien sind normal, wenn – wie es ein großer Teil der Umweltbewegung bevorzugt – Menschen, die das Imago Dei darstellen, leben müssen und behandelt werden wie Tiere, die sich der Natur ergeben müssen anstatt die Herrschaft auszuüben, die Gott ihnen bei der Schöpfung verliehen hat (1. Mose 1, 28). Diese Herrschaft sollte nicht die missbrauchende Rolle eines Tyrannen sein, sondern die fürsorgliche und zweckdienliche Regel unseres Himmlischen Königs sein. Sie sollte sich folglich ausdrücken als Verbesserung der Fruchtbarkeit, Schönheit und Sicherheit der Erde, zum Ruhme Gottes und zum Vorteil unserer Nachbarn.

Wie Gesellschaften Armut überwinden

Was einen großen Teil der Menschheit aus absoluter materieller Armut herausgehoben hat, ist eine Kombination moralischer, politischer, wissenschaftlicher und technologischer Institutionen. Darunter sind Wissenschaft und Technologie, basierend auf einer Sicht der physikalischen Welt als ein geordneter Kosmos, den rationale Kreaturen verstehen und für eine Verbesserung der menschlichen Lebensumstände nutzen können; private Eigentumsrechte, Unternehmertum und verbreiteter Handel unter dem Dach von Gesetzen, die von verantwortungsvollen Regierungen in Kraft gesetzt werden; und reichlich verfügbare, bezahlbare und zuverlässige Energie, erzeugt durch transportierbare, konstant zugängliche fossile und nukleare Treibstoffe hoher Dichte. Das Ersetzen tierischer und menschlicher Muskelkraft sowie Energiequellen mit geringer Dichte wie Holz, Dung und andere Biotreibstoffe und unberechenbare Wind- und Solarenergie durch fossile und nukleare Treibstoffe hat die Menschheit vom Zeitaufwand der grundlegenden Notwendigkeiten zum Überleben befreit, so dass man sich anderen Beschäftigungen zuwenden konnte.

Empirische Beweise zeigen, dass fossile Treibstoffe keine katastrophale Erwärmung verursachen

Viele befürchten, dass fossile Treibstoffe die Menschheit und die Umwelt in Gefahr bringen, weil sie zu einer historisch beispiellosen und gefährlichen globalen Erwärmung führen. Dies hat viele Menschen mit besten Absichten dazu gebracht, nach einer Reduktion von Kohlendioxid-Emissionen zu rufen und damit nach einem geringeren Verbrauch fossiler Treibstoffe.

Computer-Klimamodelle auf der Grundlage eines höheren atmosphärischen Kohlendioxid-Gehaltes sind die Grundlage dieser Befürchtungen. Allerdings müssen sich die Modelle, wenn sie zur Entscheidungsfindung beitragen sollen, den Daten unterordnen, und es gibt eine wachsende Divergenz zwischen den Temperaturmessungen in der realen Welt und den Modellsimulationen. Im Mittel simulieren die Modelle eine mehr als doppelt so große Erwärmung wie beobachtet während des relevanten Zeitraumes. Über 95% aller Modelle simulieren eine größere Erwärmung als beobachtet, und nur ein winziger Prozentsatz lag tolerabel dicht an der Realität. Kein einziges Modell simulierte das vollständige Fehlen jedweder Erwärmung während der letzten 16 Jahre (den Satellitendaten der UAH zufolge) bis 26 Jahre (den RSS-Daten aus der unteren Troposphäre zufolge) (4). Die Daten bestätigen die Feststellung des IPCC, dass wir uns gegenwärtig in einer Phase des Fehlens einer globalen Erwärmung befinden, die lang genug ist, die nahezu unmöglich von den Modellen noch abgebildet werden kann. All dies macht immer klarer, dass die Modelle den Erwärmungseffekt von Kohlendioxid erheblich überschätzen. Die Modellfehler sind kein Zufall, liegen sie doch nicht gleichermaßen über und unter den gemessenen Temperaturen, sondern sind eindeutig verzerrt und liegen konstant über den gemessenen Temperaturen.

Die wissenschaftliche Methode verlangt, dass Theorien mit empirischen Beobachtungen überprüft werden müssen. Hinsichtlich dieser Überprüfung sind die Modelle falsch. Sie stellen daher keine rationale Grundlage dar, um eine gefährliche, vom Menschen verursachte globale Erwärmung vorherzusagen und sind daher auch keine rationale Grundlage für Bemühungen, die Erwärmung zu verringern durch die Einschränkung des Verbrauchs fossiler Treibstoffe oder irgendwelcher anderen Verfahren.

In absehbarer Zukunft können Wind- und Solarenergie nicht effektiv fossile Treibstoffe und Kernkraft ersetzen

Wind- und Solarenergie tragen wegen ihrer hohen Kosten und ihrer geringen Effektivität nur wenige Prozent zum globalen Energieverbrauch bei. Fossile Treibstoffe leisten wegen ihrer geringeren Kosten und hohen Effektivität einen Beitrag von etwa 85% dazu. Das Ersetzen konstanter Energiequellen hoher Dichte und geringer Kosten durch sporadische Energiequellen geringer Dichte wie Wind und Solar wäre für die Armen der Welt katastrophal. Es würde gleichzeitig zu steigenden Kosten und zu geringerer Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit von Energie führen, besonders Strom. Dies wiederum würde die Kosten steigen lassen für alle andere Güter und Dienstleistungen, da sie alle zur Herstellung und zum Transport Energie benötigen. Es würde den Ausweg aus der Armut erheblich verlangsamen. Millionen andere laufen zunehmend Gefahr, wieder in Armut zu versinken. Und es würde Stromnetze unsicherer machen, was zu immer häufigeren und verbreiteten sowie kostspieligen und oftmals fatalen Stromunterbrechungen oder -ausfällen führt – Ereignisse, die zum Glück selten in wohlhabenden Ländern auftreten, aber Milliarden Menschen nur zu bekannt ist, die in Ländern ohne umfassende, stabile Stromnetze leben, die durch stabile fossile oder nukleare Treibstoffe erhalten werden.

Die Armen würden am meisten unter Versuchen leiden, den Verbrauch bezahlbarer Energie einzuschränken

Die Armen dieser Welt werden unter einer solchen Politik am meisten leiden. Die Ärmsten, das sind die 1,3 Milliarden Menschen in den Entwicklungsländern, die von Holz und getrocknetem Dung als primäre Energiequellen zum Heizen und Kochen abhängig sind und von denen jedes Jahr 4 Millionen durch das Einatmen des Rauches davon sterben oder hunderte Millionen in jedem Jahr zeitweise geschwächt werden – diese Ärmsten sind zu noch mehr Generationen in Armut und deren tödlichen Konsequenzen verdammt. Der Teil der Menschheit in der entwickelten Welt, der im Mittel zwei- oder dreimal so viel Geld von seinem Einkommen für Energie aufbringen muss als Menschen der Mittelklasse werden mit den steigenden Energiepreisen den Zugang zu vernünftigen Wohnungen, Bildung, Gesundheitsvorsorge und mehr verlieren. Einige werden erfrieren, weil sie ihre Stromrechnungen nicht mehr bezahlen und/oder nicht genug Nahrungsmittel kaufen können. Zehntausende starben selbst in UK während der letzten Winter infolge der Britischen Eilfertigkeit beim Ersetzen von Kohle durch Wind und Solar für die Energieerzeugung.

Bezahlbare Energie kann Millionen Armen in der Welt helfen, der Armut zu entkommen

Während die Computer-Klimamodelle den Erwärmungseffekt atmosphärischen Kohlendioxids übertreiben, simulieren sie plausibel, dass eine stärkere, vom zunehmenden Verbrauch fossiler Energie getragene wirtschaftliche Entwicklung der Atmosphäre mehr Kohlendioxid zuführen wird. Konsequenterweise kommt daher die Arbeitsgruppe 3 des IPCC zu dem Ergebnis, dass die wärmsten Szenarien der Zukunft auch die Reichsten sind, besonders in jenen Gesellschaften, die jetzt die Ärmsten sind. Die Risiken von Armut und fehlgeleiteter Energiepolitik, die diese Armut unendlich verlängern würde, sind weit größer als die Risiken des Klimawandels. Angemessener Wohlstand ermöglicht es den Menschen, in einer großen Bandbreite verschiedener Klimate zu leben, heiß oder kalt, nass oder trocken. Armut unterminiert das menschliche Gedeihen selbst im Besten aller Klimate. Grund hierfür ist, dass ein reduzierter Verbrauch fossiler Treibstoffe ökonomisches Wachstum reduziert, was arme Gesellschaften dazu verurteilt, arm zu bleiben und die Armen von heute dazu zwingt, sich um der reicheren Menschen der Zukunft willen zu opfern – eine eindeutige Ungerechtigkeit.

Steigender atmosphärischer Kohlendioxidgehalt verbessert das Pflanzenwachstum

Während der zusätzliche Eintrag von Kohlendioxid in die Atmosphäre weitaus weniger Erwärmung bewirkt als ursprünglich befürchtet, hat es positive Auswirkungen auf das Pflanzenleben auf der Erde. Mit mehr Kohlendioxid in der Luft wachsen Pflanzen in wärmeren und kälteren Gebieten sowie trockenerer und feuchterer Böden viel besser, nutzen viel wirksamer die natürlichen Nährstoffe und widerstehen Krankheiten und Schädlingsbefall viel besser. Dies verbessert ihre Fruchtbarkeit und ihre Ausbreitung und führt allgemein zur Ergrünung der Erde. Dies macht Nahrungsmittel für alle anderen Geschöpfe verfügbar, vor allem – wegen Steigerung der Ernteerträge und damit bezahlbarerer Nahrungsmittel – für die Armen der Welt. Das Ersetzen fossiler Treibstoffe hoher Dichte wie Kohle, Öl und Erdgas durch Energiequellen geringer Dichte wie Wind und Solar schädigt daher die Armen nicht nur durch steigende Energiekosten (und anderer Preise), sondern auch durch eine Reduktion der Erzeugung von Nahrungsmitteln. Es schädigt außerdem das übrige Leben auf der Erde, indem der Düngungseffekt eines erhöhten Kohlendioxid-Gehaltes verhindert wird.

Wahrlich, „die Himmel erzählen die Ehre Gottes, und die Feste verkündet seiner Hände Werk“ (Psalm 19, 1). Durch den Verbrauch fossiler Treibstoffe zur Energieerzeugung werden Milliarden von Gottes Kindern aus der Armut gehoben; wir befreien das Kohlendioxid aus dem Schoß der Erde, von dem Pflanzen und daher das gesamte restliche Leben abhängt. Dies beweist auf wunderbare Weise die Weisheit des Schöpfers und wie Er sich um alle Teile Seiner Schöpfung kümmert – Menschen, Tiere, Pflanzen und die Erde selbst.

Im Lichte dieser Überlegungen glauben wir, dass es sowohl unklug als auch ungerecht ist, eine Politik der Reduktion des Verbrauches fossiler Treibstoffe zu betreiben. Eine solche Politik würde Millionen unserer Mitmenschen zu ewiger Armut verurteilen. Mit allem Respekt appellieren wir an Sie, die Führer der Welt dazu anzuhalten, diese Politik aufzugeben.

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[1] Alfred North Whitehead, Science and the Modern World (New York: Free Press, [1925] 1967), 13, 12, 13, cited in Rodney Stark, The Victory of Reason: How Christianity Led to Freedom, Capitalism, and Western Success (New York: Random House, 2005), 14–15. Loren Eiseley, likewise, wrote that “it is the Christian world which finally gave birth in a clear, articulate fashion to the experimental method of science itself.” (Loren Eiseley, Darwin’s Century [Garden City, NY: Doubleday, 1958; reprinted, Doubleday Anchor Books, 1961], 62, cited in Nancy R. Pearcey and Charles B. Thaxton, The Soul of Science: Christian Faith and Natural Philosophy [Wheaton, IL: Crossway Books, 1994], 18.) Similarly, Pierre Duhem observed that “the mechanics and physics of which modern times are justifiably proud proceed, by an uninterrupted series of scarcely perceptible improvements, from doctrines professed in the heart of the medieval schools.” (Cited in David C. Lindbergh and Robert S. Westman, eds., Reappraisals of the Scientific Revolution [Cambridge: Cambridge University Press, 1990], 14, via Pearcey and Thaxton, Soul of Science, 53.)

[2] Richard Feynman, The Character of Physical Law (London: British Broadcasting Corporation, 1965), 4, emphasis added.

[3] Myanna Lahsen, “Seductive Simulations? Uncertainty Distribution around Climate Models,” Social Studies of Science 35/6 (December 2005), 895–922.

[4] C.P. Morice, J.J. Kennedy, N.A. Rayner, and P.D. Jones, “Quantifying uncertainties in global and regional temperature change using an ensemble of observational estimates: The HadCRUT4 dataset,” Journal of Geophysical Research (2012), 117, D08101, doi:10.1029/2011JD017187; Ross R. McKitrick, “HAC-Robust Measurement of the Duration of a Trendless Subsample in a Global Climate Time Series,” Open Journal of Statistics 4 (2014), 527–535, doi: 10.4236/ojs.2014.47050.

Link: http://www.cornwallalliance.org/anopenlettertopopefrancisonclimatechange/

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Übersetzt von Chris Frey EIKE