Vergleicht man den neuen Bericht des Weltklimarats (IPCC) zu den Folgen der Erderwärmung mit dem von 2007, reibt man sich die Augen.

Viele Warnungen, die jahrelang unablässig zitiert wurden, sind verschwunden.

Der neue Bericht erschöpft sich weitgehend im ­Vagen.

Statt Prozentwerte zu nennen, ist von «substanziellen Risiken» und «steigenden Gefahren» die Rede.

Oder es werden Gemeinplätze zum Besten gegeben – wie etwa der, ­ohne Anpassung könnten die Ernten kleiner ausfallen. Dabei ist den Landwirten durchaus zuzutrauen, dass sie sich allfälligen veränderten Klimabedingungen anpassen.

Kommen im Bericht doch Zahlen vor, erstaunen sie nicht selten. So schätzt das IPCC den Wohlstandsverlust wegen des Klimawandels auf gerade mal 0,2 bis 2 Prozent. Das sind um Welten weniger als die 5 bis 20 Prozent im berühmten Stern-Report, mit dem die Regierungen der Welt seit 2006 teure Massnahmen gegen den Klimawandel gerechtfertigt haben.

«Der Mensch will von Natur aus immer alles klar und einfach haben», wies Chris Field, Co-Verantwortlicher für den Bericht, Kritik an dessen Schwammigkeit zurück. «Aber es ist immer sinnvoll, für eine grosse Spanne an möglichen Entwicklungen bereit zu sein.»

Das scheinen sich die hiesigen Zeitungs­macher und Fernsehproduzenten zu Herzen genommen zu haben. Sie warnen in diesen ­Tagen vor dem Klimawandel, als wäre nichts geschehen.  ==>

Ganz nach dem Motto: «Wir müssen die Katastrophe verhindern – auch wenn wir nicht wissen, welche.»

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Anmerkung EIKE-Redaktion:

Der vorstehende Artikel wurde übernommen von DIE WELTWOCHE Zürich, Ausgabe 02.04.2014.

EIKE dankt für die freundliche Genehmigung der WELTWOCHE zur Veröffentlichung; Link zur WELTWOCHE-ol. hier.

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