Der WWF könnte früher einmal recht bescheiden gewesen sein, aber es ist wichtig zu verstehen, dass dies längst nicht mehr der Fall ist. Aus ihm wurde ein Unternehmen mit Büros in 30 Ländern mit etwa 5,000 Beschäftigten (siehe letzte Seite in diesem PDF). In den USA allein beschäftigt WWF:

·                      einen geschäftsführenden Direktor der internationalen Finanz

·                      Einen Vizepräsidenten von Geschäft und Industrie

·                      Einen beratenden Vizepräsidenten für Markttransformation und

·                      Einen Manager für Beziehungen zur Regierung

Der gleiche Zweig in den USA enthält auch:

·                      Einen Direktor der internationalen Klimapolitik

·                      Einen geschäftsführenden Direktor der Klimaänderung

·                      Einen geschäftsführenden Direktor der Klimaanpassung

·                      Einen Direktor für Kommunikation zur Klimaänderung

·                      Einen beratenden Wissenschaftler, Klimaanpassung und

·                      Einen führenden Spezialisten der Klimaänderung

Der USA-Zweig des WWF verfügte im Jahre 2010 über Gelder in Höhe von 224 Millionen Dollar – fast eine viertel Milliarde.

Zum Vergleich: die verfügbaren Gelder für Amnesty International in den USA betrugen 36 Millionen Dollar – ein Sechstel der Menge (siehe Seite 29 hier)

Dem Jahresbericht 2010 des WWF zufolge belief sich das Einkommen des internationalen Netzwerks des WWF auf € 524 963 000. Übertragen auf US-Dollar sind das fast drei Viertel Milliarden Dollar! In einem Jahr!

Wenn der WWF jemanden neu einstellt, um die globale Klimainitiative zu leiten, tat der das, was Hedgefonds und der Internationale Geldmarkt auch machen, wenn nach Leuten für hohe Stellungen gesucht wird – man schaltet eine halbseitige Anzeige im Magazin New Economist.

Mit anderen Worten, der WWF ist eine obszön wohlhabende Organisation. Und Geld, wie sie sagen, redet. Wenn jemand im Lobbyismus tätig ist und Geld in Hülle und Fülle vorhanden ist, behandelt man seine Freunde wirklich sehr gut, tatsächlich. Gute Mahlzeiten, üppige Hotelzimmer, Reisen in exotische Orte – und der Himmel weiß, was sonst noch.

Was mich zum IPCC bringt.

Die Einstellungskampagne

In der zweiten Hälfte des Jahres 2004, etwa um die Zeit, als die Arbeit an etwas begann, dass später der Zustandsbericht 4 des IPCC werden sollte, startete der WWF eine Einstellungskampagne. Er rief eine Parallelinstitution ins Leben – das Climate Witness Scientific Advisory Panel – und zielte damit systematisch auf die mit dem IPCC verbundenen Wissenschaftler.

Es ist unklar, wie genau der Prozess der Anwerbung verlief – oder wer wann und in welcher Reihenfolge eingestellt worden ist – aber Ende 2008 verkündete der WWF, dass man 130 führende Klimawissenschaftler eingestellt habe, meistens, aber nicht durchweg, vom IPCC… (siehe Seite 2 von diesem PDF).

Mit einem achtseitigen Dokument, das im Jahr 2008 zusammengestellt worden war, drängte der WWF Wissenschaftler, dass es hier „Gelegenheiten für ein weiteres Teilhaben an einer Anzahl weiterer WWF-Aktivitäten“ gebe, einschließlich „Teilnahme an Konferenzen, Foren oder Arbeitsgruppen sowie Austausch mit den Medien“. Außerdem bot sich zusätzlich die Möglichkeit „der Zusammenarbeit zwischen dem WWF und Forschungsinstitutionen“.

Es fällt schwer zu glauben, dass irgendein Wissenschaftler, der etwas auf sich hält, nach der Lektüre dieser acht Seiten noch irgendetwas mit dem Climate Witness Panel zu tun haben wollte. Das WWF stellt an vorderster Stelle auf der Titelseite ganz offen fest, dass es das Ziel dieses Panels ist, den Sinn für die Dringlichkeit in der Öffentlichkeit zu schärfen. Diese Phrase taucht auf der Schlussseite gleich viermal auf.

In bemerkenswert offener Weise sagt der WWF, dass er stärkere Maßnahmen hinsichtlich der Klimaänderung in der Gemeinschaft anregen möchte. Wir wollen eine Bewegung von Individuen bilden… die gegen diese Bedrohung aktiv werden wollen.

Niemand hat also diese „führenden Klimawissenschaftler” angelogen. Niemand hat verschleiert, was wirklich los war. Der WWF hat ihnen explizit gesagt, dass er ihre Hilfe brauchte, um die Öffentlichkeit immer mehr zu ängstigen, so dass der WWF eine Bewegung ins Leben rufen konnte. Von Wissenschaftlern, die dem Panel des WWF beitraten, wurde verlangt, ein Formular auszufüllen, aus dem ihr Wille hervorging, Aussagen, die der WWF von gewöhnlichen Menschen sammelte, zu evaluieren; von Menschen, die daran glaubten, selbst die anthropogene Klimaänderung ausgelöst zu haben.

Die glorifizierte öffentliche Meinungsumfrage, die der WWF anführt, um diese Aussagen zu verbinden, kann man  hier sehen. Wenn man es ein beschämendes, unwissenschaftliches Stück Abfall nennt, ist das noch milde ausgedrückt.

Die Leute wurden gefragt, ob sie persönlich Änderungen bei Regen- und Schneefall, bei der Wassertemperatur und den Meeresströmungen beobachtet haben. Aber vernünftige Untersuchungen – wie „haben Sie eine längere, sorgfältige gespeicherte Aufzeichnung?“ finden sich nirgendwo.

Das WWF lädt diese Menschen ein, „Konsequenzen“ aus den Änderungen zu ziehen, die sie glauben persönlich beobachtet zu haben. Er stellte alle Arten von Fragen, die die gewöhnliche Frau auf der Straße oder die Großmutter in einem ländlichen Dorf in der Dritten Welt kaum zuverlässig beantworten können. Gab es Änderungen in der maritimen Biodiversität? Wie sieht es mit der Verteilung und Zuwanderung von Spezies aus?

Als nächstes lädt der WWF die Antwortenden ein zu erkunden, welche Konsequenzen für die menschliche Gesundheit nach ihrer Ansicht in Zusammenhang stehen mit den Klimaänderungen, die sie glauben, beobachtet zu haben. Haben Fälle von Malaria zugenommen? Was ist mit Krankheiten durch Wasser? Und hier kommt mein Favorit: Gab es eine Änderung der ultravioletten Strahlung?

Der WWF erklärt den Wissenschaftlern, dass das Einzige, was sie tun müssen, diese Aussagen „wissenschaftlich zu begutachten“ und sie in Konsistenz mit dem derzeitigen Kenntnisstand der Wissenschaft hinsichtlich der Auswirkungen des Klimawandels zu bringen… Die Hauptfunktion eines Mitglieds (des Scientific Advisory Panel) besteht darin, die wissenschaftliche Basis der Aussagen der Klimazeugen zu verifizieren, die der WWF aus der ganzen Welt sammelt, um sicherzustellen, dass sie in Übereinstimmung mit der wissenschaftlich begutachteten Literatur über die Auswirkungen der Klimaänderung stehen, die heute in einer bestimmten Region stattfinden.

Die Öffentlichkeit füllt fünf Seiten mit Fragen aus, aber die Wissenschaftler werden aufgefordert, eine Seite mit ‚Aussagen von Klimazeugen’ zu evaluieren, die uns [dem WWF] aus der Öffentlichkeit übermittelt werden.

Mit anderen Worten, die Daten, die die Wissenschaftler bekommen, wurden zunächst von Aktivisten zusammengefasst. Dieses Vorgehen allein macht die ganze Übung schon ungültig.

Der WWF ködert die Wissenschaftler für ihre Mühe mit einer handfesten Belohung:

Die Teilnahme am Klimazeugen-Programm ist freiwillig, und im Gegenzug würdigen wir euren Beitrag zu unserer globalen Website, und wir nennen eure Namen unter jeder Geschichte der Klimazeugen (sic), die ihr begutachtet. Wie also können Leute, die klug genug sind, einen PhD zu erlangen, herausfinden, dass dies ein spektakulär schlechter Handel ist? Arbeite für uns umsonst, und wir anerkennen eure makellose wissenschaftliche Reputation und verlinken sie mit unserer wissenschaftlich bankrotten Kampagne, die Öffentlichkeit zu ängstigen und zu manipulieren.

Wir bieten euch den großen Service der Werbung auf unserer globalen Website, so dass euch niemand mehr mit jemandem mit einem ausgeprägten Urteilsvermögen verwechselt. Wir nutzen unser Multimillionen Dollar schweres Budget, um der Welt zu verkünden, dass ihr entweder ein politischer Parteigänger [a hack] oder ein ungebildeter Trottel seid.

Ah, aber vielleicht bin ich nicht fair: Es gibt in diesem Absatz noch eine Zeile. Sie lautet: Der WWF sucht auch nach Möglichkeiten, neue Klimaforschungsergebnisse bekannt zu machen. Zögern Sie nicht, hierzu den Klimazeugenmanager zu kontaktieren.

Zwischen 2004 und 2008 hat der WWF 130 Wissenschaftler dazu überredet, seinem Climate Witness Scientific Advisory Panel beizutreten. Wie oben ausgeführt, hat die Klimazeugenkampagne ein offen erklärtes politisches Ziel. Der WWF gibt offen zu, dass er versucht, das Gefühl der Dringlichkeit in der Öffentlichkeit stärker zu verankern. Furcht, Alarm, Ängstlichkeit – das ist es, was sie vorantreiben.

Die Kampagne sammelt auch Aussagen von gewöhnlichen Menschen, die glauben, Zeuge der direkten Auswirkungen der Klimaänderungen in ihren eigenen Hinterhöfen zu sein. In einem Versuch, diesen Glauben mit einer Aura der Wissenschaftlichkeit zu durchtränken, überprüfen die Wissenschaftler im WWF Advisory Panel diese Aussagen der Seite 1 und entscheiden, ob sie mit den veröffentlichten Forschungsergebnissen konsistent sind.

Wenn es um das große Ganze geht, gibt es beim WWF keine Zweifel oder Unsicherheiten. Er sagt, dass es „fast unmöglich ist, die Bedrohung des Klimawandels zu überschätzen“.

Das IPCC sollte jedoch eine neutrale, objektive wissenschaftliche Institution sein. Ein Richter in einem Mordprozess kann nicht mit den Anklägern am Abend eine Party feiern. Ganz ähnlich sollte sich das Personal des IPCC, das mit der Aufgabe betraut ist  festzustellen, ob die Menschheit für die Klimaänderung verantwortlich ist oder nicht, von dem Lynchmob außerhalb der Gefängnistür fernhalten.

In einem Dokument aus dem Jahr 2008 sagt der WWF, sein Beirat von 130 „führenden Klimawissenschaftlern“ komme „zumeist, wenn auch nicht durchweg, vom IPCC“. Diese speziellen Wissenschaftler stehen also den Ansichten des WWF mehr als nahe. Sie haben eine formalistische Beziehung mit dieser Organisation. Sie wurden gedrängt, sie wurden überredet, und dann haben sie das WWF-Zelt betreten.

Was bedeutet dies für den gefeierten IPCC-Bericht aus dem Jahr 2007 – derjenige, der dem IPCC den Friedensnobelpreis einbrachte? Lassen Sie mich einen schnellen Schnappschuss zeigen:

Es bedeutet, dass es in nahezu zwei Drittel der Kapitel in der Klimabibel von 2007 – 28 von 44 oder 64% –  mindestens ein Individuum auf ihrem Autorenspiegel haben, der mit dem WWF verbunden ist.

Es bedeutet, dass die mit dem WWF verbundenen Wissenschaftler geholfen haben, sämtliche Kapitel der Arbeitsgruppe 2 zu schreiben – alle 20.

Es bedeutet, dass 15 Kapitel in der Klimabibel von 2007 von WWF-Verbindungsleuten geleitet worden waren – ihre koordinierenden Leitautoren waren Mitglieder im Panel des WWF. In drei Fällen wurden Kapitel durch zwei mit dem WWF verbundene Leitautoren verfasst. In einem Fall haben 8 Persönlichkeiten in einem einzigen Kapitel links zum WWF. In einem anderen sind es sechs.

Es bedeutet, meine Damen und Herren, dass das IPCC infiltriert worden ist. Es wurde ganz und gar kompromittiert.

Ich habe unzählige Stunden damit verbracht, all das zu suchen, Gegenproben zu machen und Tabellen zu kalkulieren, um diese Ergebnisse zu untermauern. Während der kommenden Tage werde ich jede der oben aufgezählten Behauptungen mit klaren, unwiderlegbaren Beweisen untermauern. Wie üblich verlinke ich alles zu meinen Quellen, so dass jeder meine Behauptungen sofort verifizieren kann.

Bleiben Sie dran! Das wird eine wilde Fahrt!

Anhang 1
Zwar ist der WWF erschreckend wohlgefällig, wenn es darum geht, den Ruf der von ihm rekrutierten Wissenschaftler zu wahren, doch ist er nichtsdestotrotz peinlich darauf bedacht, sein Image nicht ankratzen zu lassen.

Das 8-seitige Dokument zur Rekrutierung, das auf die Wissenschaftler zielt, enthält eine Passage, die sich so liest:

Wir regen an, dass Sie sich bemühen, zuvor die Genehmigung … Ihrer Verbindungsperson zu erhalten, falls Sie den WWF oder dessen Klimazeugenprogramm-Logo oder Namen nutzen wollen, oder beziehen Sie sich auf Ihre Teilnahme am Klimazeugenprogramm (siehe Seite 6).

Wie finden Sie das als Chuzpe?

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Anhang 2
Auf Seite 1 des Formulars für Interviews von Klimazeugen werden der Öffentlichkeit zwei Fragen gestellt, die ihnen einen enormen Anreiz gibt, ihre Beobachtungen zu übertreiben.  Die erste Frage lautet:

Sind Sie darauf vorbereitet, in Ihre Hauptstadt als Klimazeuge zu fahren, wenn die Kosten erstattet werden?

Klartext: Wie würden Sie eine kostenlose Reise finden, die Sie irgendwohin führt, wo Sie sonst nie hinkommen?

Schamlos wird dann diese Frage weiter aufgebauscht:

Sind Sie darauf vorbereitet, eine Fernreise als Klimazeuge anzutreten, falls die Kosten ersetzt werden?

Links zum WWF: hier, hier und hier, außerdem hier und hier

Donna Framboise

Link zum Original: hier

Übersetzt von Chris Frey für EIKE