Tatsächlich beträgt die Auswirkung der abnehmenden kosmischen Strahlung auf den Klimawandel fast 40 Prozent, behauptet Dr. Rao in einem Papier, das vom führenden indischen Wissenschaftsjournal Current Science zur Veröffentlichen angenommen worden ist. Das IPCC Modell dagegen behauptet, das die Wirkung von Kohlenstoffemissionen über 90 Prozent betrüge.

‘Der Einfluss der kosmischen Strahlung wird ignoriert’

Umweltminister Jairam Ramesh sagte bei der Veröffentlichung von Dr. Raos Forschungsergebnissen als Diskussionsbeitrag am vergangenen Donnerstag, dass “die Auswirkung der Intensität der kosmischen Strahlung auf den Klimawandel bislang weitgehend vom vorherrschenden wissenschaftlichen Konsens ignoriert worden wäre.” Er fügte hinzu, dass die “eindimensionale Konzentration” auf Kohlenstoffemissionen durch die meisten westlichen Staaten zusätzlichen Druck auf Länder wie Indien ausüben würde.

Die zunehmende Intensität der Sonnenaktivität hat eine 9 prozentige Abnahme der Intensität der kosmischen Strahlung in den vergangenen 150 Jahren bewirkt. Das führt zu weniger Bewölkung, daraus resultiert weniger Albedo-Abstrahlung ins All und damit eine Zunahme der Erdtemperatur.

Obwohl der Einfluss der kosmischen Strahlung schon untersucht worden ist, quantifiziert Dr. Raos Papier deren Beitrag zum Klimawandel und zieht den Schluss, dass “die vom IPCC im 4. Auswertungsbericht (AR4) getroffene Vorhersage des Klimawandels eine Überprüfung nötig mache, um die langfristigen Veränderungen in der galaktischen Intensität der kosmischen Strahlungsintensität zu berücksichtigen.”

Politische Implikationen

Das könnte ernste politische Implikationen haben. Wenn der Mensch eine so signifikante Ursache des Klimawandels wie die kosmischen Strahlung nicht beeinflussen kann, würde sich der auf die Länder ausgeübte Druck zur Kohlenstoffemissionsminderung verändern. 

Mr. Ramesh betonte, das Dr. Raos Forschungsergebnisse nicht die indischen Bemühungen in Klimawandelfragen vermindern würden, aber er gab auch zu, dass sie die Atmosphäre der internationalen Verhandlungen verändern könnten.

“Internationale Klimaverhandlungen betreffen die Klimapolitik. Aber die Wissenschaft wird immer mehr zum Handlanger der Politik”, sagte er.

Mr. Ramesh hatte im November 2009 einen Bericht des Glaziologen V.K. Raina veröffentlicht, indem behauptet worden war, die Himalaya-Gletscher würden sich überhaupt nicht in alarmierendem Tempo zurückziehen. Viele westliche Wissenschaftler hatten das bezweifelt, der IPCC-Vorsitzende R.K. Pachauri qualifizierte das sogar als “Voodoo-Wissenschaft“ ab. Aber Dr. Raina wurde später rehabilitiert durch die vom IPCC selbst veranlasste Zurücknahme der Behauptung vom Abschmelzen der Himalaya-Gletscher bis 2035.

“Seitdem haben die westlichen Minister mir gegenüber weniger über die Gletscher geredet,  sie haben damit aufgehört, mir häufig damit zu kommen und Druck auf Indien auszuüben, mitzumachen”, sagte Mr. Ramesh.

Anlässlich der Übersendung des Rao-Papiers an Dr. Pachauri, teilte ihm Mr. Ramesh mit, dass der nächste IPCC Auswertungsbericht besondere Aufmerksamkeit auf den Einfluss der Bewölkung auf den Klimawandel legen sollte. Der Minister drückte die Hoffnung aus, dass  Dr. Raos Forschungen ernsthaft von den Klimaforschern zur Kenntnis genommen werden möchten.

“Es gibt heute in der Klimatologie eine Gruppendenke. Wer alternative Klimatheorien ins Gespräch bringt wird sofort bei den Klima-Evangelisten als Klima-Atheist gebrandmarkt”, sagte er. “Die Klimatologie ist viel komplexer als die Unterhändler der [entwickelten Industriestaaten] glauben machen wollen. Die Westler sollten die Klimatologie nicht anführen. Wir dürfen uns nicht immer von Berichten von außen abhängig machen“.

Anfechtung der IPCC-Behauptungen

Den jüngsten Berichten des IPCC zufolge trägt der Mensch mit seinen Aktivitäten, Kohlenstoffemissionen eingeschlossen mit 1.6 Watt/qm zum Klimawandel bei. Andere Faktoren, wie z. B. die Sonneneinstrahlung tragen gerade mal 0.12 Watt/qm bei.

Dr. Raos Papier aber berechnet die Wirkung der kosmischen Strahlung mit 1.1 Watt/qm. Mit allen nicht-menschlichen Faktoren zusammengenommen beträgt die Größe aller Faktoren aus nicht-humanen Aktivitäten 1.22 Watt/qm.

Das bedeutet, dass erhöhte Kohlenstoffemissionen in die Atmosphäre nicht so bedeutsam sind, wie das IPCC behauptet. Von der gesamten Klimaerwärmung von 0,75 Grad Celsius wären nur 0,42 Grad auf erhöhte CO2 – Werte zurückzuführen.  Das übrige wäre eine Folge der langzeitlichen Verminderung der Intensität der primären kosmischen Strahlung und deren Auswirkung auf die niedrige Bewölkung.

Es bedeutet auch, dass die Vorhersage der globalen Erwärmung und des Meeresspiegelanstiegs nicht so einfach ist, wie das IPCC vorgibt. Beide hängen nicht nur von menschlicher Tätigkeit her sondern auch deutlich von der unvorhersagbaren Intensität der kosmischen Strahlung.

“Wir folgern, dass der Beitrag aus der galaktischen Intensität der kosmischen Strahlung sehr erheblich ist und in die Vorhersagen über die globale Erwärmung und deren Auswirkung auf den Anstieg des Meeresspiegels in die Rechnung eingehen muss“, sagt das Papier.

Autor Anthony Watts vom 21.1.11 Die Original Version finden Sie hier

Übersetzt von Helmut Jäger EIKE

Einen weiteren Aufsatz: "Cosmic rays linked to rapid mid-latitude cloud changes" mit messtechnisch untermauerten Belegen von Laken et 2010 al zum Thema finden Sie hier

Hier der vollständige Artikel bei the Hindu 

Hier finden Sie das Rao Paper