Rehabilitierung des ersten Klima-Exilanten unseres Landes  von Edwin Timmer
ARNHEIM – „Ich mache mir heutzutage eine Menge Sorgen! Ich bin besorgt über die Arroganz von Wissenschaftlern, die munter verkünden, dass sie da sind, um die Klimaprobleme zu lösen, zumindest solange sie massive öffentliche Zuschüsse bekommen. Ich bin besorgt über die Art und Weise, mit der sie immer neue Supercomputer für sich beanspruchen! Andere reden darüber, das ‚Klima zu stabilisieren’. Ich bin erschrocken über die Arroganz, Eitelkeit und Rücksichtslosigkeit dieser Worte. Warum ist es so schwer, ein wenig bescheidener zu sein?“
Ist das eine Antwort auf die jüngsten Klimaskandale? Eine ernüchternde Kritik am gescheiterten UN-Weltklimarat, der das Schmelzen von Gletschern so dramatisch übertrieben hat? Nein, es sind Auszüge aus einem Artikel, der vor genau zwanzig Jahren (!) in einem britischen Wissenschaftsmagazin erschienen war. Der damalige Direktor für Öffentlichkeitsarbeit des KNMI, Henk Tennekes, jagte sprichwörtlich die Katze unter die Tauben, als er forderte: „Halten Sie Ausschau nach all den unbegründeten Postulaten über das Klima!“
„Meine Rolle als Forschungsdirektor wurde von den Leuten um mich hauptsächlich als Beschaffer des nächsten, noch größeren Computers betrachtet. Aber ich wollte zum Kern des Problems vordringen. Sind die Vorhersagemodelle zuverlässig? Was für eine blasphemische Frage! Die Wahrheit finden? Sie müssen verrückt sein! Das hieße nämlich, sie müssten die Fehlbarkeit dieser Modelle akzeptieren. Das war viel zu gefährlich! Viele der Forscher am KNMI waren glücklich, wenn sie nur in der Cafeteria zusammen mit gleichgesinnten Kollegen sitzen könnten.“
Die Treibhaustheorie
Der heute 73-jährige Wissenschaftler beharrt bis heute auf seiner Kritik an der Modellierung des Klimas, beispielsweise am oft gehörten Argument, dass ‚95% der Treibhaustheorie gültig bleiben’. Tennekes: „Warum missachtet das IPCC die Ozeane? Die oberen zweieinhalb Meter des Ozeans enthalten genauso viel Wärme wie die gesamte Atmosphäre. Warum haben sich die oberen Wasserschichten in den Ozeanen während der letzten 5 Jahre abgekühlt? Wir wissen es nicht. Bevor wir nicht verstehen, was mit der in den Ozeanen gespeicherten Wärme passiert, sind alle Modelle komplett nutzlos, die von sich behaupten, das Klima vorherzusagen.“
Tennekes selbst gibt zu, dass er nie ein Mensch war, mit dem umzugehen einfach war. „Ich habe immer Probleme gemacht“, sagte er, während er in die schneebedeckte Landschaft vor seinem Haus im Bezirk Molenbeke der Stadt Arnheim sah. „Ich werde schnell wütend. Nachdem dieser Artikel erschienen war, beschwerten sich meine Mitarbeiter hinter meinem Rücken bei unserem großen Boss, Harry Fijnaut. „Henk, in zwei Jahren wirst du draußen auf der Straße sein!“ sagte er zu mir. Tatsächlich brauchte er dann aber drei Jahre, denn er musste, um meinen Posten überflüssig zu machen, das ganze Institut neu organisieren. So machen diese Bürokraten das! Er wollte mir nicht einmal erlauben, als Grund für meinen Rücktritt unsere unterschiedlichen und nicht zusammen passenden Charaktere anzuführen.“
Verstoßen wegen abweichender Meinungen zum Klima
So wurde Tennekes der erste Klima-Exilant der Niederlande. Dieser Vorgang illustriert beispielhaft, wie während der letzten 20 Jahre die Ergebnisse der Klimaforschung sowie begleitende alarmistische Behauptungen in die Hände einer kleinen Clique gefallen sind, die keinen Widerspruch duldet und Widersprechende in einem Atemzug mit Holocaustleugnern nennt. Tennekes: „Mitarbeiter des KNMI meiden mich nach wie vor, als ob ich die Pest hätte, nur weil ich von einem Dogma des Instituts abgewichen bin. Man muss einen Glauben haben, nur dann darf man an den Diskussionen teilnehmen.“ Im Jahre 1986 entfesselte Tennekes eine Revolution in der Wettervorhersage mit einem Vortrag vor der Royal Meteorological Society. Dieser Vortrag machte ihn bei seinen Kollegen weltberühmt. Der Slogan in diesem Vortrag lautete: „Keine Vorhersage ist vollständig ohne eine Vorhersage der Genauigkeit.“ Seine Augen blinzeln in der Erinnerung daran. Für das IPCC war dies eine Warnung von biblischen Ausmaßen.
Als Tennekes erst einmal auf der Straße saß, war er ein psychologisches Wrack und seine Stimmung im Keller. Zusätzlich gab es Probleme mit seiner Pension. „Es gibt nur sehr wenige Professoren, die genauso wenig verdienen wie ich.“ Kurse für Kollegen auf dem Niveau eines College für Leute im Ruhestand sowie seine Leidenschaft für das Fliegen und für Vögel halfen ihm, diese Phase zu überstehen. Dazu gehörte nicht nur, dass er in den
70-ger Jahren das erste Buch überhaupt über Turbulenz schrieb, sondern auch, dass er dieses Buch mit dem Titel ‚The Simple Science of Flight’ (Die einfache Wissenschaft vom Fliegen) vor Kurzem noch einmal schrieb und das seitdem weltweit von Universitätsdozenten und Stundenten benutzt wird.
„Die Pfuhlschnepfe* (bartailed godwit) fliegt non-stop über den Pazifik innerhalb einer Woche. Elftausend Kilometer von Alaska nach Neuseeland! Wie ist das möglich? Wie kann er sich ernähren? Andere Zugvögel schaffen höchstens 5000 Kilometer! Was geht hier vor? Der Vogel muss eine viel bessere Aerodynamik haben als wir gedacht hatten. Enorm effiziente Flugmuskeln. Und er muss wahnsinnige physiologische Veränderungen während des Fluges durchmachen. Wenn er sein Ziel erreicht hat, sind all sein Körperfett und die Hälfte seiner Flugmuskeln ausgebrannt. Sogar sein Herz hat sich verkleinert. Die Leute haben keine Ahnung, wie flexibel manche Lebensformen sind!“
Sein Enthusiasmus bekommt Risse, wenn er an den World Wildlife Fund oder an die ‚Gesellschaft zum Schutz der Vögel’ denkt, die eine Klimaänderung als eine massive Bedrohung der Tierwelt ansehen. Tennekes stützt den Kopf in seine Hände, und er murrt: „Das ist keine Wissenschaft, das ist Interessenvertretung" Umweltvereinigungen setzen voraus, dass jeder Vogel und jedes Revier für immer absolut gleich bleiben müssen. Aber die Natur ist nicht statisch! Bringe einen Vogel auf eine Insel, und innerhalb von einhundert Jahren wird sich eine neue Art entwickeln. Ich werde wirklich zornig, wenn jemand sagt, dass wir dazu da sind, die Natur vor jeder Veränderung bewahren. Das ist eine wahnsinnige Überschätzung unserer Möglichkeiten! Die Behauptung, dass das Klima die größte Katastrophe unserer Zeit ist, ist purer Blödsinn! Wer soll von all diesem Klimagequatsche eigentlich beeindruckt werden? Schlimmer noch, die Öffentlichkeit wird systematisch mit Horrorszenarien bombardiert. Das finde ich skandalös. Ich stumpfe jeden Tag weiter ab, wenn ich das höre. Wenn das IPCC sagt, dass der Meeresspiegel in einhundert Jahren fünfzig Zentimeter steigen wird, ist das eine maßlose Übertreibung, aber das lasse ich durchgehen. Wenn Al Gore daraus sechs Meter macht, werde ich mich laut beschweren. Wenn Kollege Rob van Dorland vom KNMI dann blöde grinst und sagt, dass Al Gore ‚vielleicht ein wenig übertrieben’ hat, beschwere ich mich noch lauter. Ihr haltet uns zum Narren!“
Neue Eiszeit
„Ich mache mir viel mehr Sorgen über die Abkühlung des Erdklimas. Das unabwendbare Schicksal dieses Planeten ist eine neue Eiszeit. Wenn die Weizengürtel der Nordhemisphäre nicht mehr den dringend erforderlichen Ertrag abwerfen, dann weiß der Himmel, wie wir uns weiter ernähren sollen. Natürlich kann es sein, dass eine Erwärmung zur Katastrophe führt. Ich kann das immer noch akzeptieren. Aber dieses unwägbare Risiko muss man abwägen gegen andere Probleme. Warum sollten wir Abermillionen ausgeben, um CO2-Emissionen zu verhindern, wenn das Risiko ungewiss ist und mögliche Vorteile davon unsicher sind? Mit viel weniger Geld könnten wir die Malaria auf diesem Planeten ausrotten. Oder HIV bekämpfen, bevor die afrikanische Bevölkerung sich selbst dezimiert.“
Verschworene Clique
„Nein, mich überrascht der Riesenwirbel um die Klimaforschung nicht. Dieser Sturm hat sich während vieler Jahre zusammen gebraut. Die Beiträge von Klimaskeptikern werden ungelesen in den Mülleiner versenkt. Das IPCC wird nur von einer verschworenen Clique von ein paar Dutzend Leuten geführt. Ich glaube, dass Umweltministerin Cramer Opfer der Streber um sie herum ist, Leute, die glauben, dass man auch schlechten Mitteln am besten gute Ziele erreichen kann (i. e. dass der Zweck die Mittel heiligt, A. d. Übers.). Aber diese grünen Bürokraten verstehen nicht die Bedeutung dieses Spruches. Es ist der Weg in die HÖLLE (Hervorhebung im Original), der mit guten Absichten gepflastert ist, nicht der Weg in den HIMMEL! Das können Sie drucken!
Aus dem Englischen von Chris Frey EIKE. Original siehe Dateianlage.
Anmerkung: Ein ähnliches Schicksal erlitt Dr. Ferenc Miskolci Klimaforscher bis 2006 bei der NASA. Er sah sich auf Grund seiner abweichenden Meinung zum Klimawandel erheblichen Pressionen und Anfeindungen seitens Führung und Kollegen ausgesetzt und reichte deshalb am 28.Oktober seine Kündigung ein. siehe Anlage
* mit Dank an Leser Doc 1971 #12 und lilikatz #13 , die dringend gebeten werden unter Klarnamen zu kommentieren.

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