Linnea Lueken

Ein kürzlich erschienener Artikel bei Climate Change News, der sich mit dem Treffen des Weltwirtschaftsforums (WEF) 2026 in Davos in der Schweiz befasst, äußert die Sorge, dass der Klimawandel für die teilnehmenden globalen Eliten keine hohe Priorität mehr hat, versucht aber gleichzeitig, die Leser zu beruhigen, dass das Thema nicht vollständig verschwunden ist. Es stimmt, dass der Klimawandel auf der Liste der Anliegen der Eliten nach unten rutscht, aber das ist keine schlechte Sache. Die Interessen der Teilnehmer sind nach wie vor weit entfernt von den Interessen der Durchschnittsbürger, die am stärksten von den in Davos diskutierten und vorangetriebenen politischen Maßnahmen betroffen sind.

Der Artikel mit dem Titel [übersetzt] „Vor Davos rutscht das Klima auf der Liste der dringenden Anliegen der globalen Elite nach unten“ wurde vor Beginn der Veranstaltung in Davos am 19. Januar verfasst und konzentriert sich auf eine Umfrage, die vom WEF im Rahmen seiner Global Risks Perception Survey unter „Experten“ und Führungskräften im Vorfeld des Treffens durchgeführt worden war. Die Umfrage ergab, dass in diesem Jahr zum ersten Mal seit Jahren „Klimawandel, Umweltverschmutzung und Verlust der Artenvielfalt in der internationalen Rangliste der kurzfristigen Anliegen hochrangiger Wirtschaftsführer, Wissenschaftler und Politiker nach unten gerutscht sind“, weil sich die Prioritäten zunehmend auf „wirtschaftliche Risiken wie geoökonomische Konfrontationen, Konjunkturabschwünge, Inflation und das Platzen von Vermögensblasen“ verlagert haben. (Siehe die folgende Grafik vom WEF:).

Angesichts der Tatsache, dass es sich um das Weltwirtschaftsforum handelt, hätte diese Verschiebung gar nicht erst notwendig sein dürfen, da wirtschaftliche Probleme für diese Eliten immer oberste Priorität haben sollten. Die Wirtschaft ist für die Menschen im Alltag ein ständiges Thema, während der Klimawandel nur eine untergeordnete Rolle spielt.

Umfragen in den Vereinigten Staaten und Europa zeigen, dass Klimapolitik, die sich auf wirtschaftliche Chancen auswirken würde, wie beispielsweise CO2-Steuern oder das Verbot von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor, weitgehend unpopulär ist und dass andere Themen einen höheren Stellenwert haben.

Ipsos, ein häufig vom WEF beauftragtes Marktforschungsunternehmen berichtet in seiner jährlichen Umfrage „What Worries the World?“ (Was beunruhigt die Welt?), dass der Klimawandel kaum unter den Top 10 der Themen rangiert, die die meisten Menschen weltweit beschäftigen. (siehe Grafik unten):

Kriminalität und Gewalt stehen an erster Stelle, und sogar Einwanderung rangiert noch vor dem Klimawandel. Im Gegensatz dazu schafften es weder diese Themen noch andere, die laut Umfrage der Durchschnittsbürger ihnen mehr Sorgen bereiten als der Klimawandel, unter die Top 10 der wichtigsten Anliegen in der Davoser Umfrage – es sei denn, man zählt die vage Kategorie „soziale Polarisierung” dazu:

In Umfragen, die sich speziell mit Umweltfragen befassen, ist Umweltverschmutzung für den Durchschnittsbürger eines der wichtigsten Umweltprobleme, während sie für die Teilnehmer des Weltwirtschaftsforums in Davos an letzter Stelle steht. Klimabezogene Themen hingegen sind für die Elite das wichtigste Anliegen – eine exakte Umkehrung der Prioritäten des Durchschnittsbürgers.

Der Direktor des klimaalarmistischen PIK Johan Rockström versicherte den Lesern, dass „sich Prioritäten verschieben, was aber nicht bedeutet, dass sie nicht miteinander verbunden sind“ und dass „die Verringerung von Ungleichheit auch bedeutet, Energie auf möglichst kostengünstige Weise bereitzustellen – und das geschieht mit erneuerbaren Energien“.

Das ist natürlich Unsinn, aber eine häufige Behauptung von Befürwortern erneuerbarer Energien und Klimaalarmisten. Wenn erneuerbare Energien wie Wind und Sonne billig wären, müssten sie nicht durch staatliche Subventionen und Sonderhilfen seitens globaler Banken gestützt werden. Außerdem wären die Energiepreise in Ländern, die am stärksten in erneuerbare Energien investiert haben, nicht höher und würden nicht schneller steigen als in Staaten und Ländern, die nach wie vor hauptsächlich auf traditionelle Energiequellen wie Kohle, Wasserkraft, Erdgas und Kernkraft setzen. Rockström spricht möglicherweise von Biomasse, die oft als erneuerbare Energiequelle eingestuft wird, aber die Verbrennung von Holz und Tierdung als Brennstoff zum Kochen und zur Energiegewinnung ist in den meisten Teilen der Welt nicht positiv zu bewerten.

Tatsächlich zeigen Daten, dass fossile Brennstoffe selbst mit staatlichen Subventionen, die Wind- und Solarenergie einen Vorsprung verschaffen, die günstigsten Energiequellen sind. Am günstigsten ist Erdgas, und diese Ressourcen sind auch die zuverlässigsten, da sie unter Bedingungen funktionieren, unter denen Wind- und Solarenergie versagen.

Dieser Artikel und die ihm zugrunde liegende Umfrage unterstreichen die Tatsache, dass die globalen Eliten wirklich keinen Bezug zu den Sorgen der übrigen Bevölkerung und zur Realität haben. Wissenschaftliche Daten zeigen, dass der Klimawandel keine existenzielle Bedrohung darstellt, weder für die Menschheit noch für den Planeten, was sogar Bill Gates, ebenfalls ein Mitglied der Elite, kürzlich bestätigt hat.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Climate Change News und das WEF sollten sich daran halten und erkennen, dass ihre Anliegen nicht die Bedürfnisse der Menschen reflektieren, die sie eigentlich vertreten sollten. Diese Wirtschaftsführer und Politiker haben einen übermäßigen Einfluss auf den Rest von uns, und es ist besorgniserregend, dass ihre Prioritäten seit langem so weit von den Bedürfnissen und Prioritäten der großen Mehrheit der Menschheit entfernt sind und dies offenbar auch weiterhin bleiben.

Linnea Lueken is a Research Fellow with the Arthur B. Robinson Center on Climate and Environmental Policy. While she was an intern with The Heartland Institute in 2018, she co-authored a Heartland Institute Policy Brief „Debunking Four Persistent Myths About Hydraulic Fracturing.“

Link: https://climaterealism.com/2026/01/world-economic-forum-elites-should-not-focus-on-climate-but-economics-climate-change-news/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Tatsächlich gibt es Schnipsel davon auch in den hiesigen MSM. In Die Welt liest man dazu:

Die Welt: Trump kritisierte anschließend grüne Energie-Quellen. In Deutschland habe die Stromproduktion um 22 Prozent abgenommen,  (gegen 2017) sagte er. Das sei nicht die Schuld des aktuellen Kanzlers, sondern der Vorgängerregierungen. Merz mache einen guten Job, sagt Trump, ohne den Namen des deutschen Regierungschefs zu nennen. 

Windkraftanlagen seien „Verlierer“, sie seien hässlich. „Dumme Menschen“ würden sie kaufen. „Je mehr Windmühlen ein Land hat, desto mehr Geld verliert es und desto schlechter geht es ihnen.“ Er setze auf Ölvorkommen. Die USA machen sich ernsthafte Sorgen um die Zukunft Europas. „Sie zerstören sich selbst in Europa“.

Und auch ein YouTube-Video gibt es dazu.

 

image_pdfBeitrag als PDF speichernimage_printBeitrag drucken