H. Sterling Burnett
Eine kürzlich im Journal of American Physicians and Surgeons veröffentlichte Studie argumentiert, dass die für die Bekämpfung des Klimawandels ausgegebenen Billionen Dollar in einer vergeblichen und unnötigen Anstrengung verschwendet werden, die zum großen Teil durch die Konzentration auf eine im Wesentlichen bedeutungslose und erfundene Messgröße getrieben wird: die globale mittlere Temperatur (GMST).
Der Autor der Studie Jonathan Cohler weist darauf hin, dass die GMST eine erfundene und schlecht definierte Messgröße ist:
Die GMST hat keine genaue regulatorische Definition und ist nach den Grundprinzipien der Thermodynamik physikalisch bedeutungslos. Dennoch sind alle IPCC-Klimamodelle darauf abgestimmt, historische GMST-Trends zu reproduzieren. Dies entspricht dem, was Orwell vorausschauend beschrieben hat: die systematische Ersetzung der objektiven Wahrheit durch politisch bequeme Fiktion.
Cohler merkt an, dass die Grundprinzipien der Thermodynamik im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts fest etabliert waren und die Erwärmung als Energieübertragung in oder innerhalb eines Systems definierten, gemessen in Joule oder Wattsekunden, und nicht als Veränderungen in gemessenen Grad Celsius.
Eine kürzlich durchgeführte KI-Analyse der Behauptungen zur Erwärmung auf der Grundlage angeblicher Temperaturänderungen bestätigte, dass die vom IPCC zur Bestimmung und Vorhersage von Temperaturen verwendeten Verfahren und Annahmen „grundsätzlich betrügerisch” sind, da das Projekt der Mittelwertbildung von Temperaturen außerhalb eines Gleichgewichtssystems, zu dem die Erde und ihre verschiedenen Klimazonen nicht gehören, bedeutungslos ist. Außerdem muss man zur Messung der durchschnittlichen Temperaturänderung innerhalb eines gemeinsamen, festgelegten Messsystems arbeiten, was die Mitwirkenden des IPCC jedoch nicht tun. Laut Cohler:
Die Temperatur ist eine intensive Eigenschaft [eine Eigenschaft eines Stoffes, die sich nicht mit der vorhandenen Stoffmenge ändert, wie z. B. Dichte, Temperatur, Farbe oder Siedepunkt usw.], die nur in Gleichgewichtssystemen definiert ist und über Nicht-Gleichgewichtssysteme hinweg nicht sinnvoll gemittelt werden kann. Die Luft und das Meerwasser an der Erdoberfläche bilden ein großes Nicht-Gleichgewichtssystem mit enormen räumlichen und zeitlichen Schwankungen in Bezug auf Temperatur, Druck, Feuchtigkeit und Wärmekapazität, zusätzlich zu dem mehr als 800-fachen Unterschied in der Massendichte zwischen Meerwasser und Luft. Es ist allgemein bekannt, dass die Temperatur als intensive thermodynamische Eigenschaft weder additiv noch sinnvoll über ein solches System gemittelt werden kann, im Gegensatz zu extensiven Eigenschaften wie Energie, Masse und Volumen, die direkt mit der Menge der Materie skalieren und über Teilsysteme summiert werden können. Wie Essex et al. zeigen, gibt es kein physikalisches Prinzip, das vorschreibt, wie Oberflächentemperaturen global gemittelt werden sollten, um eine aussagekräftige Statistik zu erhalten, sodass jede von Menschen gewählte Mittelungsmethode willkürlich ist und zu einem statistischen Artefakt ohne physikalische Bedeutung führt.
Diese Willkür ist kein unbedeutendes technisches Detail. Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, Temperaturen zu mitteln – arithmetisches Mittel, geometrisches Mittel, harmonisches Mittel, quadratisches Mittel und die gesamte Familie der Hölder-Mittelwerte, neben unzähligen anderen. Jedes Verfahren liefert unterschiedliche numerische Ergebnisse und unterschiedliche Trends im Zeitverlauf. Ohne ein physikalisches Prinzip, das ein Mittelungsverfahren einem anderen vorzieht, wird die Wahl rein willkürlich. Wie die Essex-Studie schlüssig zeigt: „Wenn die Physik keine bestimmte Mittelungsregel vorschreibt, wie es bei der Temperatur der Fall ist, können wir jede beliebige Regel verwenden. Wenn ein Interpret der Daten eine Regel wählt, während ein anderer eine andere Regel wählt, gibt es keine Möglichkeit, eine Meinungsverschiedenheit darüber beizulegen, ob das System mit der Zeit wärmer oder kälter wird.“
Das Computer- und Logikprinzip „Garbage In, Garbage Out“ (Müll rein, Müll raus) gilt auch für Klimabehauptungen. Wie Cohler feststellt, sind alle Rückkopplungs-Prozesse und Ergebnisse, die den zukünftigen Zustand des Erdklimas beschreiben und von Computermodellen prognostiziert werden, ebenso unbegründet und willkürlich wie die GMST, die zur Untermauerung der Behauptung einer gefährlichen globalen Erwärmung herangezogen wird:
Die Auswirkungen gehen weit über die akademische Thermodynamik hinaus. Jedes vom IPCC verwendete Klimamodell (CMIP-Modelle) ist so abgestimmt, dass es historische GMST-Trends reproduziert. Wenn Modelle so kalibriert werden, dass sie einer physikalisch bedeutungslosen Größe entsprechen, werden ihre Ergebnisse ebenso bedeutungslos – nicht nur für Temperaturprognosen, sondern für alle Variablen, da es sich um gekoppelte globale Zirkulationsmodelle handelt, in denen alle Komponenten miteinander interagieren. Das Grundprinzip der wissenschaftlichen Modellierung erfordert, dass Modelle anhand physikalisch aussagekräftiger Beobachtungsdaten validiert werden.
Kurz gesagt, argumentiert Cohler, um „die Legitimität zurückzugewinnen und einen sinnvollen Beitrag zum Verständnis der komplexen thermischen Systeme der Erde zu leisten”, muss die Klimawissenschaft aufhören, abgeleitete Messgrößen wie die Klimasensitivität zu verwenden, und sich stattdessen an die grundlegende Physik halten.
Quellen: Globe News Wire; Journal of American Physicians and Surgeons
Link: https://heartland.org/opinion/climate-change-weekly-567-a-meaningless-number-drives-climate-policy/
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE















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Absolut merkwürdige Analysen wie hier „erschüttern“ unsere Öffentlichkeit in immer stärkeren Maße. Allein der Gedanke das Unternehmen argumentieren, es hätte ja auch ohne Glück ganz anders kommen können, lassen den Wissenschaftler komplett perplex zurück. Hätte, hätte Fahrradkette-Argumente hören wir ja nicht nur bei der arktischen Eisfreiheit seit Al Gore und Mojib Latif sich beseelt fühlen, den Menschen die Dramen vom CO2-Molekül zu erklären, sondern auch ständig an den Freitagen verbreitet durch schülerisch oder gerontologisch kompetente Mitglieder der Gesellschaft wie Greta Thunberg und Konsorten oder schweizerische Klimaomas. Wissenschaftler der Munic Re machen sich nicht glaubwürdiger, wenn sie sich solche Klimageschichten ausdenken. Damals als Hurrican Andrew in Florida wütete wurden nach eigener Ansicht Yachten aufs Land geworfen, die einen Bruchteil kosteten, von Yachten die heute zerstört werden. Überhaupt dürfen wir die Werte von früher und heute in keiner Weise vergleichen und nur die Inflation berücksichtigen ist Unsinn. Aber mit „glücklichen Zufällen“ hat es nichts zu tun liebe Münchener Rück, wenn ihr Unternehmen als eines der ertragreichsten Unternehmen im Dax bewertet wird. Sich jetzt bei der europäischen Klimakirche anzubiedern dürfte in der internationalen Finanzbranche nicht gut ankommen. Die hat sich nicht nur in den USA längst vom religiösen Klimawahn abgekoppelt.
Wie ich schon mehrfach geschrieben habe, Protestwellen sind nicht ausgeblieben, muss man tiefe Physikkenntnisse gar nicht bemühen, um den Unsinn einer GMST nachvollziehen zu können.
Im einfachsten Fall mittelt man einmal die Anzahl Äpfel in 3 Körben und die Temperaturen von 3 Zimmern einer Wohnung.
Um das arithmetische Mittel zu erhalten, summiert man zunächst alle in den einzelnen Körben befindlichen Äpfel und erhält eine Summe an Äpfeln, die man nachzählen kann und tatsächlich auch vorfindet.
Dann macht man dasselbe mit den Temperaturen der drei Zimmer und erhält was?
Eine aufsummierte Zahl, die aber keine auffindbare Temperatur mehr ist. Wo ist die Summentemperatur geblieben? Genau, im Nirwana, aber auch da hat sie noch keiner entdeckt.
Jetzt braucht man nicht mit der für die Mittelwertbildung erforderlichen Division durch die Anzahl der Summanden weiter zu rechnen. Was es nicht gibt, kann man auch nicht dividieren, das gilt unbestreitbar für die Summentemperatur, allerdings nicht für die vorfindbare Summe der Äpfel. Dazu muss man nicht einmal wissen, dass Temperatur eine intensive Größe ist und was das bedeutet.
Allen, die weiterhin an eine Globaltemperatur glauben, wünsche ich ein fröhliches Erwachen aus ihrem Tiefschlaf, sie mögen sich die Augen reiben und sich einbilden, sie befänden sich immer noch in einem Traum. Es wird nicht lange dauern, bis sie dann merken, es ist ein real ablaufender Albtraum, die Welt ist wirklich untergegangen, aber nicht durch CO2 und missbrauchten nicht existenten Globaltemperaturen, sondern durch die Menschen selbst, indem sie Scharlatanen aufgesessen sind.
Sehr geehrter Herr Puschner, man merkt sofort, dass Sie keine Ahnung haben, was die Globaltemperaturen betrifft. Diesbezüglich fragen Sie am besten einmal bei Frau Silke Kosch nach. Dort können Sie aus berufenem Munde erfahren, wie physikalisch-meteorologisch-statistisch diese Temperaturen ermittelt werden. Z. B. so: Antarktisstation Wostok: -89,2 ° C, Death Valley, Kalifornien: +56,7° C. Somit: -89,2° + 56,9° = -32,3°/2 = -16,15° C. Daran ist einfach nicht zu rütteln.
Mit der globalen mittelwerttemperatur verhält es sich genauso, wie mit der deutschlandweit gemittelten telefonnummer.
Wenn jemand aus allen rufnummern berlins eine mittelwertrufnummer für deutschland ableiten würde… kämen die leute mit der jacke zum hinten zu machen….