Cap Allon

Die Sonnenaktivität bleibt Mitte Oktober weiterhin verhalten: Die täglichen Sonnenfleckenzahlen bewegen sich laut SILSO-Daten des Königlichen Observatoriums von Belgien meist zwischen 70 und 90, während der Monatsdurchschnitt knapp unter 70 liegt.

Die Sonne hat sich seit dem starken Einbruch Ende September, als die täglichen Zahlen kurzzeitig unter 20 fielen, leicht erholt. Der Aufschwung ist jedoch schwach ausgefallen, und es gibt keine anhaltende Rückkehr zu den höheren Aktivitätsniveaus, die zu Beginn des Sonnenzyklus 25 zu beobachten waren.

Auch ein größerer Aufschwung scheint nicht unmittelbar bevorzustehen.

Die Zeit-Distanz-Helioseismologie, bei der Schallwellen genutzt werden, um die magnetische Aktivität auf der Rückseite der Sonne zu untersuchen, zeigt derzeit keine größeren aktiven Regionen, die darauf warten, in den sichtbaren Bereich zu rotieren. Es können sich zwar weiterhin schnell neue Gruppen bilden, doch insgesamt bleibt die Lage vorerst ruhig.

Der Sonnenzyklus 25 hat im Oktober 2024 seinen offiziellen geglätteten Höchststand der Sonnenflecken überschritten.

Seitdem ist der Trend rückläufig – und zwar schneller, als alle wichtigen Prognosen vorausgesagt hatten.

Den neuesten SILSO-Daten zufolge lag die monatliche durchschnittliche Sonnenfleckenzahl im September bei nur 60,3, nach 78,1 im Juli und 76,0 im August. Unter Verwendung der offiziellen geglätteten 13-Monats-Daten erreichte der Sonnenzyklus 25 im Oktober 2024 mit 160,6 seinen Höchststand. Bis März 2026 war der letzte bestätigte geglättete Wert auf 94,3 gesunken – ein Rückgang um 41 %.

Im Dezember 2024 prognostizierte die NASA für März 2026 eine geglättete Sonnenfleckenzahl von 111,4. Noch im Januar 2026 lag die Prognose bei 105. Der tatsächlich gemessene Wert betrug 94,3.
Die nachlassende Aktivität geht mit einer weiteren bemerkenswerten Entwicklung einher: ungewöhnlich schwachen Magnetfeldern an den Polen der Sonne.

Eine 2026 im „Astrophysical Journal“ veröffentlichte Studie ergab, dass die Polfelder des Sonnenzyklus 25 im Vergleich zu den vorangegangenen fünf Zyklen im gleichen Stadium außergewöhnlich schwach waren, insbesondere auf der Nordhalbkugel, wo die Feldstärke Prognosen zufolge auf lediglich -0,72 Gauss sinken sollte.

Die Stärke der polaren Magnetfelder nahe dem Sonnenminimum ist ein wichtiger Indikator für die Intensität des folgenden Zyklus‘. Die Forscher warnten, dass diese Schwäche Anlass zur Sorge hinsichtlich des 26. Sonnenzyklus gebe.

Ein „Grand Solar Minimum“ ist noch lange nicht bewiesen. Doch der 25. Sonnenzyklus schwächt sich eindeutig ab, und zwar weitaus schneller als in allen wichtigen Prognosen der Behörden angenommen. Sollten sich die ungewöhnlich schwachen polaren Magnetfelder der Sonne nicht vor dem Sonnenminimum erholen, könnte dies tiefgreifende Auswirkungen auf den 26. Zyklus haben.

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Hierzu bringt Cap Asllon am 19. Oktober noch eine Aktualisierung:

Vorhersage: Sonnenzyklus 25 schwächt sich weiter ab

Eine neue Sonnenprognose deutet auf einen deutlich schwächeren Sonnenzyklus 26 hin, der möglicherweise dem Sonnenzyklus 24 – dem schwächsten seit 108 Jahren – entsprechen oder diesen sogar noch unterbieten könnte.

In einer im Mai veröffentlichten und im Juli auf der National Astronomy Meeting der Royal Astronomical Society vorgestellten Studie stellte die Physikerin Sandra Chapman von der University of Warwick ein neues Verfahren zur Vorhersage der Sonnenaktivität mit mehrjähriger Vorlaufzeit vor.

Das Verfahren identifiziert einen Zeitpunkt gegen Ende jedes Sonnenzyklus‘, an dem die extremsten geomagnetischen Stürme weitgehend abklingen. Chapman stellte fest, dass die Sonnenfleckenzahl an diesem Übergangspunkt stark mit dem Höhepunkt des folgenden Zyklus‘ korreliert.

Ein einfaches Verfahren.

Doch bei der Überprüfung anhand historischer Sonnenzyklen, die bis ins Jahr 1749 zurückreichen, lieferte es solide Ergebnisse.

Zyklus 25 hat diesen „Abklingpunkt“ noch nicht erreicht. Daher verwendete Chapman drei bestehende Sonnenmodelle, um abzuschätzen, wann dieser Zeitpunkt eintreten wird und wie hoch die Sonnenfleckenzahl zu diesem Zeitpunkt sein wird. Die daraus resultierende Prognose für den Zyklus 26 lautet auf eine maximale Sonnenfleckenzahl von etwa 100–120. Zum Vergleich: Der Zyklus 25 erreichte im Oktober 2024 einen Höchstwert von 161, während der historisch schwache Zyklus 24 einen Wert von 116,4 erreichte.

Zyklus 26 könnte daher noch schwächer als Zyklus 24 ausfallen.

Eine genauere Einschätzung wird um das Jahr 2029 möglich sein, wenn der tatsächliche Abklingpunkt des Zyklus 25 gemessen statt modelliert werden kann. Bemerkenswert ist, dass die beobachteten Sonnenfleckenzahlen weit unter den Prognosen liegen, die Chapman für den Zyklus 25 zugrunde gelegt hat. Sollte sich dieser schnellere Rückgang fortsetzen, könnte sich ihre geschätzte Sonnenfleckenzahl zum Zeitpunkt des Abklingens als zu hoch erweisen – was auf einen noch schwächeren Zyklus 26 hindeuten würde.

Link: https://electroverse.substack.com/p/polar-vortex-shift-signals-late-october?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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