Von Götz Ruprecht und Armin Huke.
2021 sagte Friedrich Merz, die Kernkraftentscheidungen seien zwar getroffen, aber so etwas wie den Dual Fluid Reaktor schließe er überhaupt nicht aus, weil das eine hochinteressante Technologie sei, nachzusehen und zu hören hier (YouTube, ZDF). Vor wenigen Tagen, am 14. Januar 2026, rechnete Merz beim Neujahrsempfang der Wirtschaft (BZ) sogar erstmals mit der Regierung Merkel ab und nannte es einen „schweren strategischen Fehler, aus der Kernenergie auszusteigen“. „So machen wir jetzt die teuerste Energiewende auf der ganzen Welt“, ergänzt Merz das, was Fachleute schon seit 30 Jahren voraussagen.
Doch am 22. Januar vor dem Weltwirtschaftsforum in Davos war die Kernenergie auf einmal verschwunden, Kohle selbstverständlich auch, und Merz sprach vor großem Publikum: „The focus for our electricity supply is on a combination of renewable energies, storage and modern gas power plants“ – also genau die Fortsetzung der wenige Tage zuvor kritisierten „teuersten Energiewende der Welt“. Dies passt auch zum Koalitionspapier sowie zur jüngst herausgegebenen Mainzer Erklärung der CDU. Letztere erwähnt übrigens mehrfach die Bedeutung von Energieeffizienz und günstigen Strompreisen, ignoriert aber die einzige Lösung, eine Energiewende fort von Abhängigkeit von importierten fossilen Energieträgern zu schaffen, ohne am Bankrott der Volkswirtschaft zu scheitern. Dies geht nur mit modernster Kernkrafttechnik.
Man kann dies gutwillig so zusammenfassen: Merz mag eigentlich Kernenergie, große Teile der CDU/CSU wohl auch, aber in seiner jetzigen Regierung darf und will er sich nicht dafür einsetzen, nicht einmal in Reden, schon gar nicht in Taten. Je nach Publikum wird dann mal der Atomausstieg als schwerer Fehler kritisiert, was man nun angeblich nicht mehr ändern könne, oder umgekehrt Kernenergie einfach geleugnet, als hätte es sie nie gegeben.
US-Präsident Donald Trump griff Merz’ Narrativ von Halle auf und stellte ebenfalls in Davos fest: „Germany now generates 22% less electricity than it did in 2017 and it’s not the current chancellor’s fault. He’s solving the problem. He’s going to do a great job. But, what they did before he got there… I guess that’s why he got there. And electricity prices are 64% higher.“ Aber was die Kernenergie angeht, ist Trump hier deutlich ehrlicher: „I was not a big fan, because I didn’t like the risk, the danger, but they have … what the progress they’ve made with nuclear is unbelievable, and the safety progress they’ve made is incredible. We’re very much into the world of nuclear energy, and we can have it now at good prices and very, very safe.“
Vielleicht sollte Friedrich Merz umgekehrt auch mal Trump zuhören, denn die Voraussetzung für den damaligen Atomausstieg, ob sie nun stimmte oder nicht, wären mit diesem „unglaublichen Fortschritt an Sicherheit“ ja gar nicht mehr erfüllt! In seiner eigenen Partei und in der CSU ist man da offenbar schon weiter.
Die CSU ist deutlich, die CDU noch nicht so ganz
Schauen wir mal, was die CSU dazu sagt. Am 1. Januar 2026 hieß es in der Welt: „CSU fordert Mini-Kraftwerke und Kernenergie-Forschung in Deutschland“. Ganz unverblümt wird hier die Rückkehr der Kernenergie gefordert, zwar nicht auf dem Stand der 70er Jahre, aber mit neuen Technologien und der Forderung nach klimaneutraler, sicherer und möglichst abfallfreier Kernenergie, bei der Deutschland eine führende Rolle übernehmen soll. „Wir wollen den Turnaround bei der Kernforschung schaffen. Unser Land kann es sich nicht leisten, neue Technologien zu verschlafen“, zitiert die Welt aus dem Entwurf des Positionspapier.
Kurz darauf veröffentlichte die CSU-Landesgruppe ein Positionspapier, das diese Forderungen nochmals bekräftigt. Dort tauchen Forderungen auf wie
- „Wir wollen vom Nachzügler wieder zum Vorreiter werden.“
- „Wir setzen auf Forschung zu Kernenergie der vierten und fünften Generation und auf den Bau von Kleineren Atomreaktoren (Small Modular Reactors).“
- „Unser Ziel ist eine Kernenergie ohne radioaktive Abfälle.“
- „Auch beim Umgang mit radioaktiven Abfällen setzen wir auf Innovation und neue Technologien.“
- „Diese Entwicklung muss Deutschland führend vorantreiben und Pionier bei der Wiederaufbereitung werden.“
Das Interessante daran: Die im CSU-Positionspapier genannte „fünfte Generation“ wurde durch Dual Fluid begründet, und dieser ist bis heute ihr einziger Repräsentant, der übrigens all die o.g. Forderungen erfüllt. Darauf weisen wir seit über 10 Jahren hin. Die Entwicklung zum Markteintritt kann sofort begonnen werden, es muss nur der politische Wille da sein.
Überdies entfällt ein geologisches Endlager, denn Dual Fluid hat sogar als einziges Unternehmen ein eigenes auf Pyrochemie basierendes Wiederaufbereitungskonzept mit hochreiner Trennung, das sich sofort umsetzen lässt. So kann der „Abfall“ der deutschen Kernkraftwerke gereinigt werden und würde eine sektorübergreifende Vollenergieversorgung Deutschlands ein Jahrhundert lang speisen können, zu Erzeugungskosten, die Deutschland einen Vorteil im globalen Wettbewerb bringen. Die volkswirtschaftliche Investition macht nur einen Bruchteil der bislang aufgelaufenen Energiewendekosten aus.
Deutschland wäre dann nicht nur Vorreiter in Nukleartechnologie, sondern auch Pionier bei der Wiederaufbereitung.
Im Gegensatz zur CSU ist die CDU zwar etwas zurückhaltender, aber auch die Fraktionschefs fordern immerhin ganz offen (Welt) eine „Technologie-Neutralität“, und damit ist gemeint: Erneuerbare stehen gleichrangig neben Kernenergie, regulatorisch und finanziell. Unterstützt werden soll dies, so die Forderung, in einem alten Drei-Länder-Gesprächsformat (Frankreich, Deutschland, Polen), dem „Weimarer Dreieck“, im Einklang mit der EU Taxonomie.
Die Lösung des Dilemmas
Eigentlich ist der Atomausstieg momentan irrelevant, denn
- Das Atomgesetz erlaubt nach wie vor die Nutzung der Kernkraft, auch Strom darf produziert werden. Nur die kommerzielle Nutzung des Stroms ist verboten.
- Das Atomgesetz erlaubt weiterhin die Produktion und den Verkauf von Wasserstoff und synthetischen Kraftstoffen aus nuklearer Energie.
- Forschung und Entwicklung von Kerntechnik sind weiterhin in Deutschland erlaubt und genehmigungsfähig. Genehmigungen müssen erteilt werden, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind.
Mit anderen Worten: Die Entwicklung, Inbetriebnahme und Serienfabrikation des Dual-Fluid-Reaktors ist in Deutschland sofort möglich. Selbst wenn unwahrscheinlicherweise in 10 Jahren das Atomgesetz immer noch unverändert ist, kann Deutschland immer noch führend in Nukleartechnologie sein, und Dual-Fluid-Reaktoren können ein Exportschlager werden. Nur uns selbst dürften wir daraus keinen Strom verkaufen. Aber auch hierfür gibt es eine Lösung. Nichts spricht z.B. gegen ein Abkommen mit einem Nachbarstaat, dort Kernkraftwerke unter deutscher Regie zu betreiben, mit bevorzugter Produktion für Deutschland. Das wäre völlig gesetzeskonform, und sogar grüne Spitzenpolitiker wie Robert Habeck finden Kernkraft „in Ordnung“, wenn sie im Ausland betrieben wird (Berliner Zeitung).
Zwei unbeantwortete Briefe
Dual Fluid hat zwei, eigentlich drei, Briefe verfasst und verschickt:
- Am 4.1.2026 an sämtliche CSU-Abgeordneten des Bundestages und des bayerischen Landtags.
- Am 13.1.2026 einen an die Bundesministerin für Forschung Technologie und Raumfahrt, Dorothee Bär (CSU), und an die Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, Katherina Reiche (CDU), beide gleichlautend.
Bisher, Stand 23. Januar, liegt keine Antwort vor. Von dem per E-Mail verschickten Brief an die ca. 120 CSU-Abgeordneten kamen lediglich zwei Eingangsbestätigungen aus den Abgeordnetenbüros, aber keine weiteren Reaktionen. Aber es kann ja noch was kommen, wir sind optimistisch.
In den Briefen weisen wir auf genau das hin, was hier beschrieben wird: Ihr müsst nicht nach Lösungen suchen, denn die Arbeit ist bereits erledigt. Es muss nur die konkrete Umsetzung angegangen werden, und die ist sogar in Deutschland möglich, wenn nur der Wille da ist.
Genau so lief es, als die Bundesrepublik im vorigen Jahrhundert noch kräftiges Wachstum der produzierenden Industrie hatte: Wissenschaftlich-technische Innovationen wurden auf Plausibilität geprüft, dann einfach ausprobiert und bei positivem Ausgang in Produkte umgesetzt. Selbst ein negativer Ausgang brachte meist nützliche Nebenresultate für andere Entwicklungen. Das sind Werte des Westens, auf die Rückbesinnung notwendig ist, um einen Wiederaufstieg einzuleiten.















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Noch näher an Aachen als Tihange, da werden sie jetzt wohl ausrasten…. 😁
Na so was Herr Pesch,
Belgien mustert seine AKW aus und baut aber auch keine neuen AKWs.
.
In Belgien wurde das AKW-DOEL-3 im September 2022 stillgelegt.
In Belgien wurde das AKW-TIHANGE-2 im Januar 2023 stillgelegt.
In Belgien wurde das AKW-DOEL-1 im Februar 2025 stillgelegt.
In Belgien wurde das AKW-TIHANGE-1 im Oktober 2025 stillgelegt.
In Belgien wurde das AKW-DOEL-2 im November 2025 stillgelegt.
Frage: Sind -Stand heute- alle technischen Probleme zur Realisierung dieses Reaktortyps gelöst?
Mit welchen Investitionskosten wäre zu rechnen, für z.Bsp. 1GW Leistung?
Ja es wird Geld kosten vielleicht auch viel,aber wir haben dann eine langjährige zuverlässige Energieerzeugung. Gegenfrage ,was hat die gegenwärtige Energiewende gekostet??? Das kann ich ihnen sagen,teuren Strom,unsichere Stromerzeugung, und Abhängigkeit vom Ausland
Bis wann müssten wir denn warten, bis Ihre AKWs für eine langjährige, zuverlässige Energieerzeugung zur Verfügung stünden?
Inwiefern wären wir bei der Nutzung von AKWs unabhängig vom Ausland? Wer liefert denn den Rohstoff zum Betrieb?
Was hat die Energiewende denn bisher gekostet? Das haben Sie leider nicht beantwortet, auch wenn Sie es sagen wollten.
Können Sie erklären, warum der Strompreis „hoch“ ist? Inwiefern ist die Stromerzeugung unsicher?
Die gesamten radioaktiven Wertstoffe (vulgo „Atommüll“) der Generation I, II und III Reaktoren in Deutschland würden einen Betrieb von Dual Fluid Reaktoren für wahrscheinlich viele Jahrzehnte wenn nicht Jahrhunderte ermöglichen, je nach dem wie viel Energie bereitgestellt werden soll, also welcher Prozentsatz durch diese Kraftwerke generiert werden soll.
Danke für Ihre Nachricht Hr. Thiermann, aber bitte lenken Sie nicht ab. Wir leben nicht im Konjunktiv.
Weltweit existiert bisher keiner dieser Reaktoren. Folglich darf ich meine Frage erneuern: Bis wann müssten wir denn warten, bis moderne AKWs oder gar DFRs für eine langjährige, zuverlässige Energieerzeugung zur Verfügung stünden?
Nun, das weiß ich auch nicht genau Herr Schnabel. Eine Timeline vor 5 Jahren hatte mal Ende der 30er, Anfang der 40er Jahre vorgesehen. Das hängt auch immer vom finanziellen Einsatz ab. Bedenken Sie z.B. das Manhatten-Projekt. Bei entsprechendem Willen und finanziellen Einsatz ist vielleicht Ende der 30er gut machbar.
Aber wenn es Ihnen um den „zu lange Warten-Effekt“ geht, ist zu sagen, dass die bisherige Ausrichtung der Energiepolitik nahezu alle alternativen Möglichkeiten zerstört hat. Daher finde ich es argumentativ zum einen unredlich ein „Zu-Spät-Kommen“ einer möglichen hervorragenden und mit vielen Vorteilen behafteten technischen Innovation anzulasten. Wer reihenweise modernste Kraftwerke zerstört, wie z.B. das Kohlekraftwerk bei Hamburg, oder die sichersten Kernkraftwerke der etablierten Technik, kann schlecht damit argumentieren, dass nicht schnell genug Energieersatz bereitstehen würde, denn selbst die nun favorisierten Gaskraftwerke werden – nach allen zum Bau nötigen Genehmigungen, Planungen, Einkäufen etc. – unmöglich rechtzeitig fertig werden. Da unterscheidet sich die eine Entwicklungsrichtung nicht wesentlich von der anderen.
Zu den Kosten der Energiewende gibt es viele Berechnungen und Annahmen, die Sie sicher bei gutem Willen im Netz oder auch hier auf der Seite finden können. Ich veranschlage 1 Billion bisher. Aber das ist mein Augenmaß, das alle Folge- und Nebenkosten mit beinhaltet, die ich eben aus meiner Sicht heraus veranschlage. Sie können sicher eine passende Rechnung für sich selbst aufstellen.
Die Begründung warum der Strompreis hoch ist, kann eine Fangfrage sein. Manchen ist er schließlich noch viel zu niedrig. Wie Sie es damit halten, weiß ich natürlich nicht. Bei der Erklärung für einen tatsächlich als zu hoch empfundenen Strompreis gilt es vielfältige Einflussvektoren anzuführen und ihren Anteil zu bewerten. Dafür fehlt mir hier Wille und Zeit. Aber im groben stehe ich auf dem Standpunkt: „Weil er hoch sein soll!“ – Erreicht wird das durch Angebotsverknappung brauchbarer Strommengen, die ja immer mit dem momentanen Bedarf in Deckung zu bringen sind, enormer Subventionitis, die immer Fehlallokationen schafft, einem zerstörten Marktmechanismus und der politisch-ideologischen Weigerung günstige Wege der Energiewirtschaft aufrechtzuerhalten. Wenn man gute Gründe hat, auf günstige Energielieferungen aus Russland zu verzichten und anderswo vergleichbar günstige in ausreichendem Maß nicht bekommen kann, ist rein denklogisch mit höheren Kosten zu rechnen. Schlüssig, oder?
Nun, will ich zum Schluss eigentlich gar nicht näher auf die von Ihnen angesprochene, unsichere Stromerzeugung eingehen, weil das in meinen Augen gar nicht zutrifft. Die Stromerzeugung ist wohl noch ganz gut gesichert, auch wenn es hie und da quietscht und kracht; was allerdings immer weniger passt ist, dass die (schon angesprochene) notwendige, äquivalente Stromabnahme auch dazu passt. Hier sehe ich auf dem Pfad, den wir gerade beschreiten, den Zielpunkt derzeit so ausgerichtet, dass wir mittelfristig keine entsprechend großen Abnehmer mehr haben werden. Aber bei Null-Abnahme und Null-Produktion (wegen dann notwendiger Abschaltung der Solar- und Windkraftanlagen) ist schließlich auch die sekundengenaue Äquivalenz von Stromerzeugung und -verbrauch wieder hergestellt.
Die Erneuerbaren liefern aber bereits Strom.
Der Dual Fluid Reaktor liefert keinen Strom und weder ich noch Sie werden das erleben das ein DFR an ihre oder auch an meinen Steckdose DFR-Strom liefert.
Baut man eine Solarstromanlage ist das in einem Tag erledigt und es kommt der erste Solarstrom und das zu unschlagbar günstigen Preis von um die 3 Cent/kWh.
Natürlich sind noch nicht alle technischen Probleme gelöst, denn die Neuerung besteht darin, schon vorhandene (aber in ihren Bereichen funktionierende) Techniken, zu einem neuen Kraftwerkstyp zu kombinieren. Das zeigt aber auf, dass eine Realisierung kein hirngespinstiges Wolkenkuckucksheim ist, wie es z.B. ein Fusionsreaktor schon seit Jahrzehnten ist. Die Entwickler haben vor ca. 5 Jahren ca. eine Milliarde bis zu einem Versuchsreaktor, der Kritikalität erreicht veranschlagt, soweit ich mich erinnere. Heute werden dafür zwischen 800 Mio. und 2 Mrd. Euro genannt .Die Leistung wäre wohl eher bei erstmals 300 MW elektisch.
Unter https://www.oecd-nea.org/upload/docs/application/pdf/2025-09/web_-_smr_dashboard_-_third_edition.pdf?utm_source=chatgpt.com auf Seite 128 f. wird u.a. der Pilotreaktor in Ruanda beschrieben. Weitere Infos gibt es unter https://dual-fluid.com
Beim AKW-Neubau ist man bei ca. 20 Milliarden € je 1 GW Nennleistung und ca. 20 Jahren Zeit.
Bei den Erneuerbaren ist man bei ca. 2 Milliarden € je 1 GW Nennleistung und ca. 0,05 Jahren Zeit.
Im Jahr 2025 wurden da 19,5 GW bei den Erneuerbaren in Deutschland fertiggestellt, also alle 19 Tage +1 GW.
Kernaussage, im vorigen Jahrhundert war (war!!) Deutschland innovationsoffen,
heute verbietet, verhindert, vertreibt, ignoriert und zertrampelt deutsche Ideologie und Bürokratie grundsätzlich Sprungtechnologien, oder?
Es gibt diesen Dual Fluid Reaktor zwar noch nirgends. Aber ohne Vorschusslorbeeren funktioniert bekanntlich nichts auf dieser Welt! Als alter Mann weiss der Unterzeichnete, wovon er spricht! Übrigens, wir hatten doch schon einmal das Projekt «schneller Brüter». Hat sich still, leise und sehr teuer verzogen!
Ich übertrag mal das, was wir in den USA erleben auf Deutschland:
Ugo Bardi: „Was wir derzeit beobachten, ist ein Bandenkrieg zwischen verschiedenen Machtgruppen in den USA (wenn man sie als „Mafia“ bezeichnen möchte, ist das eine treffende Definition). Sie versuchen, den bevorstehenden Zusammenbruch der Ölförderung zu ihrem Vorteil zu nutzen.
Die Ölindustrie bemüht sich um Finanzmittel für weitere Bohrungen in den USA, unabhängig davon, wie schlecht die Renditen ausfallen könnten.
Die Militärgang plant, Ölförderländer zu überfallen oder zu unterwerfen, um die Kontrolle über ihre Reserven zu erlangen (in Venezuela ist dies bereits geschehen).
Dann gibt es noch die Atomlobby, die auf neue Kernkraftwerke drängt.
Die Lobby für erneuerbare Energien ist zwar noch schwach, gewinnt aber im Wirtschaftssystem zunehmend an Bedeutung.
Und die Agrarlobby hofft weiterhin, dass einige ihrer Produkte eher zu Kraftstoff für Autos als zu Nahrungsmitteln für Menschen verarbeitet werden.
Sogar die Kohleindustrie macht sich lautstark für eine Rückkehr ihres dunklen Produkts stark.
Und schließlich ist es der Hightech-Industrie ziemlich egal, wer gewinnt, sie will nur Energie für ihre großen KI-Spielzeuge.“
Hier lesen wir einen Artikel der Atomlobby, die Geld (= politischen Willen) aus Regierungstöpfen (also vom Steuerzahler) einfordert.
Würde ich solch ein Geschreibsel von ihnen und ihresgleichen hier auf EIKE nicht selber lesen, würde ich es nicht glauben bzw. glauben wollen, daß es solche Leute überhaupt gibt.
Herr Achatz, vielleicht können sie die Aufgabe übernehmen, die Herr Lüscher nicht vollbracht hat.
Wie hoch schätzen sie den EROI eines modernen Atomkraftwerks, das in den letzten vier Jahren oder in den nächsten vier Jahren fertig gestellt wird ?
Ich schätze mal so 1000 oder so.?
Ich habe mal wieder neu für HPC gerechnet:
Wenn ich weder Kosten für Polizei/Militär noch Versicherungskosten noch für das Endlager einrechne, und für die Kapitalkosten 4% jährlich ansetze, ergibt sich ein EROI von 1 nach 7 Jahren Betrieb, nach 60 Jahren Betrieb ein EROI von 8,32.
Realistische Kapitalkosten für hohes Risiko sind mindestens 7% jährlich, woraus sich ein EROI von 1 nach 10 Jahren Betrieb ergibt.
Einbeziehung von Polizei/Militärkosten, Versicherung wird den EROI von 1 vielleicht nach 15 Jahren ergeben.
Ein Endlager kann ich nicht einrechnen.
In D ist alles erlaubt, was nicht ausdrücklich verboten ist.
Und zum verbot brauchts dann erstmal eine durchführungsverordnung.
Es muss nur die konkrete Umsetzung angegangen werden,
und die ist sogar in Deutschland möglich,
wenn nur der Wille da ist.
2026 ist das Jahr des weltweiten Umbruchs.
In Deutschland ist jetzt die Zeit gekommen,
dass die AFD mit unserer Trumpine (Kanzlerin Dr. Alice Weidel)
in die Regierungsverantwortung kommt.
Herr Wähner, bitte verunglimpfen sie Frau Weidel nicht mit diesem Spitznamen. Sie ist nicht dement.
Deutschland Vorreiter in Kernkrafttechnologie?
Wohl Russland und China vergessen.
Russlands schneller Brüter BN 600 läuft seit 2016 und China hat seinen ersten Thoriumreaktor in Betrieb genommen.
„Reserven werden dreitausend Jahre lang ausreichen“: Experten über die bahnbrechende heimische Technologie für den Einsatz von Kernbrennstoff. Russland beherrscht die Technologie der wiederholten Verwendung von Kernbrennstoff. In Russland entsteht ein Atomkomplex der neuen Generation, der weltweit keine Analoga hat. In der Region Tomsk wird ein Atomkraftwerk auf schnellen Neutronen mit einem geschlossenen Kernbrennstoffkreislauf gebaut. Wie W.P. bereits erwähnte, wird die innovative Technologie den Einsatz von bis zu 95% des akkumulierten abgebrannten Kraftstoffs ermöglichen.
In den nächsten fünf Jahren wird Russland das weltweit erste Atomkraftwerk mit einem geschlossenen Brennstoffkreislauf (ZYATC) schaffen. Der russische Präsident kündigte dies auf einem globalen Atomforum in Moskau an.
„Bereits 2030 planen wir in Russland in der Region Tomsk, das weltweit erste Atomenergiesystem mit einem geschlossenen Brennstoffkreislauf zu starten. Das ist eine wirklich revolutionäre Entwicklung von einheimischen Wissenschaftlern und Ingenieuren.“
Die neue, beispiellose Technologie der einheimischen Atomwissenschaftler wird es Ihnen ermöglichen, wieder fast das gesamte Volumen an abgebranntem Kernbrennstoff zu nutzen, das im Land gespeichert und bisher unbrauchbar ist.“
[russian.rt.com/science/article/1540875-proryv-rosatom-yadernoe-toplivo]
Der ganze Artikel ist mit VPN über Frankreich zugänglich. 😉
Mir ist das bekannt.Nur wird in D immer nur von Tschernobyl gesprochen. So Handeln Dummköpfe und Ideologen.
Richtig, und Fukushima.
Ich bin kein Nuklearfachmann, aber wenn es stimmt, was Rußland behauptet, nämlich neue Raketen- und zukünftig auch Torpedosysteme zu haben bzw. zu bauen, die angeblich, wenn es sein muß, wochen- bis monateleng unterwegs sein können, bevor sie ihr eigentlichs Ziel anvisiern bzw. treffen (Burewestnik), muß es sich dabei wohl um Nuklearantriebe im Miniformat handeln, oder?
Wenn es solche Kleinreaktoren in Flugkörpern gibt, sollte es wohl kein großer Schritt sein, solche Reaktoren in etwas größer auch für den Zivileinsatz zu bauen.
Auch von den Chinesen hört man, es gäbe bereits funktionsfähige Testreaktoren auf Thoriumbasis (TMSR-LF1) …
Ich habe von solchen Raketen gelesen.Ich sage immer,die Russen tun sich schwer Autos zu bauen aber Raketen ect können sie seit Jahrzehnten.Nur die Arroganz des Westen ist übel.
Das Atomgesetz erlaubt nach wie vor die Nutzung der Kernkraft, auch Strom darf Produkt werden. Nur die kommerzielle Nutzung des Stroms ist verboten.
Deutschlands-Beschreibung in zwei Sätzen.
Statt Deutschland würde ich BRD schreiben.