von Edgar L. Gärtner
Über die lebensgefährliche Sabotage der Elektrizitätsversorgung mehrerer Stadtteile des Berliner Südwestens durch bekennende Öko-Terroristen der „Vulkangruppe. Den Herrschenden den Saft abdrehen“, die so manche zu Beginn dieses Jahres aus seinen gutmenschlichen Träumen aufgeschreckt hat, ist inzwischen viel geschrieben worden. Verschiedene Analyse-Ansätze greifen m.E. aber zu kurz. Zwar liegt die Versuchung nahe, die Aktion durch die Brille des üblichen politischen Hick Hack zwischen Links und Rechts zu betrachten. Doch liefern die Terroristen auf der einschlägigen Plattform „indymedia.org“ selbst in einem von der Polizei als authentisch erkannten Bekennerschreiben unter dem Titel „Fossile Kraftwerke abschalten ist Handarbeit“, den Schlüssel für die Motivation ihrer Schandtat.
In der Zwischenzeit ist bekanntgeworden, dass die „Vulkangruppe“ Teil eines deutschlandweiten terroristischen Netzwerks unter dem Namen „Kommando Angry Birds“ ist. Diese Gruppe veröffentlichte unmittelbar nach dem Berliner Anschlag ein ausführliches Manifest, das auf der linksfaschistischen Plattform „Indymedia“ einsehbar ist. Das Manifest offenbart, dass es sich beim „Kommando“ um ein geheimes Netzwerk von kleinen Zellen handelt, die auf einen „gemeinsamen Taktgeber“ warten, um weiträumig koordinierte und damit umso wirksamere Sabotage-Aktionen durchführen zu können. In diesem Netzwerk spielt der an einer staatlichen Hochschule, am Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung lehrende Physiker Guido Arnold mit seiner Gruppe „Capulcu“ eine wichtige Rolle. Nius kann nachweisen, dass Arnolds Netzwerk, das den Zellen auch detaillierte technische Anleitungen liefert, wie so viele linksradikale Gruppen und Grüppchen von Bundesministerium für Bildung, Familie usw. finanziell gefördert wurde. Sein Hauptziel sind größere technische Systemausfälle, die die Abwanderung „umweltzerstörender“ Industrien und ein „Machtvakuum“ provozieren sollen. Dieses soll offenbar zum Aufbau ideologiegetriebener tribalistischer Strukturen anstelle der historisch gewachsenen arbeitsteiligen Industriegesellschaft genutzt werden.
Schon in dem am 4. Januar dem Schreiben der „Vulkangruppe“ angefügten Vorspann lassen die Saboteure ihr menschenfeindliches Naturbild erkennen, in dem Menschen nur als Störer, Parasiten und Ausbeuter Platz finden, indem sie schreiben:
„In der Gier nach Energie wird die Erde ausgelaugt, ausgesaugt, verbrannt, geschunden, niedergebrannt, vergewaltigt, zerstört. Ganze Regionen werden unter der Hitze unbewohnbar gemacht.“
Diese Diagnose und der Hinweis auf die in den letzten Jahren auf 423,9 ppm gestiegene CO2-Konzentration der Atmosphäre stimmt überein mit der Definition der „Klimakrise“ durch das bürokratisierte zwischenstaatliche Expertengremium IPCC, dessen auf fragwürdigen Computer-Modellen fußenden Empfehlungen von den meisten westlichen Staaten noch immer strenger als die 10 Gebote und das Evangelium befolgt werden.
Danach gilt das lebenswichtige atmosphärische Spurengas Kohlenstoffdioxid als wichtigster Schadstoff, der unter allen Umständen, d.h. ohne Berücksichtigung gesundheitlicher und wirtschaftlicher Nachteile bekämpft werden muss. Insofern könnte man sagen, dass die „Schreibtischtäter“ der Sabotage des Berliner Stromnetzes in den Amtsstuben sitzen. Gutmenschen ernten die Früchte ihrer Saat. Die „Vulkangruppe“ ist lediglich etwas konsequenter als die angeblich seriösen Politiker und Top-Bürokraten, die die Sprengung der Nord Stream Pipeline, einer wichtigen Lebensader der deutschen Wirtschaft, kommentarlos hingenommen haben und den korrupten ukrainischen Hintermännern des Attentats obendrein viele Milliarden Euro an „Rüstungshilfe“ zuschanzen.
Was will die „Vulkangruppe“ eigentlich?
„Wir sagen nicht, wir wüssten den Ausweg“, geben die Autoren des Bekennerschreibens zu. „…wir haben Ideen, aber keine abschließenden Antworten über den Weg. Aber über das Ziel“,
räumen sie ein. Sie haben sich dennoch schon im vorhergehenden Absatz ihres Textes auf einen antiwestlichen und daher dem biblischen Auftrag „Vermehret Euch und machet Euch die Erde untertan!“ widersprechenden Weg festgelegt, wenn sie schreiben:
„…die Erde gehört sich selbst und allen Lebewesen und nicht den Menschen.“
Die Menschen werden darin also Steinen, Pflanzen und Tieren gleichgestellt und die Möglichkeit einer Bereicherung der Natur durch die Eingriffe vernunftbegabter Wesen (z.B. durch Bewässerung, Düngung oder die Steigerung des CO2-Gehalts der Luft) wird von vornherein ausgeschlossen.
Es geht der „Vulkangruppe“ also in Wirklichkeit um mehr als um die „Ablehnung der Moderne“, wie Morten Freidel in seinem lesenswerten Kommentar in der NZZ über die linke Schönfärberei des Berliner Anschlags mutmaßt. (Ich halte die so genannte Moderne ohnehin für ein letztlich blasphemisches Projekt mit ungewissem Ausgang.) Es geht um die Infragestellung der transzendenten Natur des Menschen, die uns von den Tieren unterscheidet, das heißt um Nihilismus, bzw. die „Abschaffung des Menschen“ (C.S. Lewis) oder die Verwandlung freier und selbstverantwortlicher Individuen in ferngesteuerte Zombies. Nihilismus ist gleichbedeutend mit der Leugnung der Möglichkeit von Wahrheit. Es geht im Grunde um den Kampf zwischen Todeskult und Lebensmut. Nihilisten streben in der Regel nicht offen und bewußt das Nichts an, sondern etwas, das es nicht geben kann wie etwa fleischlichen Genuss ohne Reue, die Befriedigung unserer Bedürfnisse ohne Beeinflussung der Natur oder den Aufbau einer funktionierenden sozialistischen Wirtschaft, das alles auf das Nichts hinausläuft.
Ich lehne allerdings die anscheinend naheliegende Gleichsetzung von „nihilistisch“ und „links“ ab, denn bekennende Linke wie Albert Camus oder Simone Weil haben die profundesten Kritiken des Nihilismus hinterlassen. Früher kämpften die Linken für die Verbesserung unserer Lebensbedingungen. Und haben dabei auch einiges erreicht. Heute wollen die meisten Linken uns Menschen offenbar das Leben schwerer machen. Dazu gehört der aussichtslose und deshalb nihilistische Versuch, mithilfe eines unbezahlbaren Totalumbaus unserer Energieversorgung in Richtung zufällig dargebotener „Erneuerbarer“ den Klimawandel zu stoppen.
Die Fehlinterpretation und Pervertierung der biblischen Botschaft, insbesondere der Apokalypse des Johannes hat in der zweitausendjährigen Geschichte des Christentums wiederholt zu suizidalen Konsequenzen geführt. Die Geschichte des Mittelalters lehrt oder könnte lehren, dass nihilistische, d.h. letzten Endes selbstmörderische Bewegungen wie die der Katharer und Albigenser in Südfrankreich oder der Wiedertäufer von Münster in Westfalen nur durch gewalttätige Eingriffe von außen, konkret durch Kreuzzüge gestoppt werden können. Das gilt auch für den deutschen Nazismus in der so genannten Neuzeit. Der zeitweilige Hitler-Vertraute Hermann Rauschning hat in seinem damals leider kaum beachteten Buch „Die Revolution des Nihilismus“, das 1938 außerhalb von Deutschland erscheinen mußte, eindringlich beschrieben, warum er im Nazismus eine Form des Nihilismus sieht. Ich zitiere hier bewußt nicht die von Rauschning zuvor veröffentlichten „Gespräche mit Hitler“, die dieser in großer Geldnot nach der Flucht aus seiner Ostpreußischen Heimat und der Aufgabe seiner Besitzungen größtenteils für einen „guten Zweck“ erfunden hat.
Zwar gab es einen autochthonen deutschen Widerstand gegen die Lehren und Machenschaften der Nazis, aber erst durch das massive Eingreifen der Alliierten unter amerikanischer Führung sowie der Roten Armee konnte das Nazi-Reich besiegt werden. Es ist nicht ausgeschlossen, dass Deutschland und Europa am Ende zu ähnlicher Hilfe von außen angewiesen sein werden, wenn es nicht gelingt, den Anfängen zu wehren. (19. Januar 2026)















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Ach so. IdR sind solche Leute vom Selbsthass und Hass gegen alles „deutsche“ getrieben. Und wollen das alles beseitigen, oder „überwinden“. Kapitalismus und Industrie weg, hin zu einer Regenbogengesellschaft. Bestimmen was läuft sollen dann irgendwelche „Bürgerräte“ und „Ombutsleute“. Natürlich in deren Sinne und gemäß deren Bestrebungen.
Physiker-Kollege Schellnhuber hat das ja auch schon durchblicken lassen.
Physiker-Kollege Rahmstorf hat sich auch schon pro zivilen Ungehorsam ausgesprochen, um Klimaschutz durchzusetzen.
Im jeden Fall will man unser bestehendes System abschaffen/ beseitigen und auch unsere Demokratie.
PS „Capulcu“ versteht sich als Teil einer breiteren Bewegung, die gegen kapitalistische Verwertung und für eine selbstbestimmte Gesellschaft eintritt. Der Name selbst bezieht sich auf den Begriff „Çapulcu“ (türkisch für „Plünderer“ oder „Vandale“), der während der Gezi-Proteste 2013 in der Türkei von Demonstranten als Ehrentitel für ihren Widerstand übernommen wurde.
Passt doch. Bekommt Nius raus, auch seine Verbindungen zur RAF. Die Politik und der Verfassungsschutz aber wieder mal nicht.
Gerade an den Unis und beim ASTA finden sich solche Drahtzieher. Auch bei uns im FB Physik gab es solche Leute. Wie Jens Scheer Kernphysiker und Kernkraftrebell.
https://www.nadir.org/nadir/initiativ/maus-bremen/Arbeitsschwerpunkte/arch61.html
Und diverse Leute, die die Castor-Transporte sabotiert haben. Schottern, etc.
Und auch Mitstudenten, die schon in den 90gern sich als Klimaschützer radikalisiert hatten bei Robin Wood und Co.
PS Ich hatte ja hier schon vor ein paar Jahren prognostiziert, dass die sich weiter radikalisieren werden und es zu einer Klima-RAF kommen wird.
PPS Die haben sich übrigens seit den 68gern nicht weiter entwickelt und ticken noch wie damals.