Francis Menton, MANHATTAN CONTRARIAN

[*Nettes, aber unbersetzbares Wortspiel]

Am Donnerstag (16. November) veranstaltete eine Organisation namens City & State (die sich auf die Berichterstattung über den Staat New York und die Kommunalverwaltung spezialisiert hat) eine Konferenz mit dem Titel „2023 Clean Energy in New York Summit“: Nennen wir sie die „New York Krazy Klimate Konference“. Ich war vor Ort, um die Feierlichkeiten zu beobachten und darüber zu berichten, zusammen mit einem anderen prominenten Skeptiker, nämlich Roger Caiazza vom Blog Pragmatic Environmentalist of New York.

An der Krazy Klimate Konference nahm eine Schar hochrangiger New Yorker Bürokraten und Gesetzgeber teil, die über die aufregenden Fortschritte New Yorks auf dem Weg zum Net Zero-Nirvana berichten wollten, sowie eine noch größere Schar von Trickbetrügern und Schmarotzern, die von den großen Haufen staatlicher Beute profitieren wollen, die auf dem Weg dorthin verteilt werden. Die Ko-Vorsitzende des New Yorker Climate Action Council – Doreen Harris – hielt die Hauptrede. Zu den weiteren Rednern gehörten mehrere Mitglieder der Staatsversammlung sowie Bürokraten, die im Stab des Gouverneurs, in der staatlichen Energieforschungs- und Entwicklungsagentur New York State Energy Research & Development Agency (NYSERDA), im städtischen Umweltschutzministerium, im städtischen Bauamt usw. für die so genannte „Energiewende“ zuständig sind. Auch die Wind- und Solarenergie-Schwindler waren prominent vertreten.

Wie die Leser hier wahrscheinlich wissen, soll der erste große Schritt beim Übergang New Yorks zu kohlenstofffreier Energie der Bau von Offshore-Windturbinen mit einer Nennleistung von etwa 9000 MW im Atlantik vor Long Island sein. Die Verträge für etwa die Hälfte davon wurden nach einem Ausschreibungsverfahren vergeben. Leider kündigten zwischen Juli und Oktober fast alle Auftragnehmer für die Offshore-Windkraftanlagen an, dass sie von den Verträgen zurücktreten würden, da sie die Preise nicht massiv erhöhen würden. Die Public Service Commission lehnte daraufhin die Preiserhöhungen ab, aber zum Zeitpunkt der Konferenz hatte noch niemand eine Lösung für den nächsten Schritt gefunden. Als wir den Rednern zuhörten, war New Yorks wichtigste Initiative zur Umstellung auf kohlenstofffreie Energie buchstäblich im Wasser versunken.

Man könnte meinen, dass der Schwerpunkt einer Konferenz wie dieser auf der Beseitigung der schwerwiegenden Hindernisse liegen sollte, die der erhofften Energiewende im Wege stehen. Dazu gehören nicht nur die ausufernden Kosten für den Bau von Windkraftanlagen, die zu den Vertragskündigungen geführt haben, sondern auch Dinge wie der Umgang mit der unsteten Stromerzeugung aus Wind und Sonne und die Lösung des Problems der Energiespeicherung. Wenn Sie glauben, dass diese Konferenz sich auch nur halbwegs ernsthaft mit einem dieser Themen auseinandergesetzt hat, liegen Sie falsch.

Stattdessen gab es im Wesentlichen nur hirnloses, fröhliches Gerede.

Wie bereits erwähnt, war die erste Rednerin eine Doreen Harris.

Frau Harris sprach die Worte „Ich war Mit-Vorsitzende unseres Klima-Aktionsrates“. Das ist der Rat, der im letzten Dezember den so genannten „Scoping Plan“ herausgegeben hat, der uns sagt, wie wir kohlenstofffreie Energie erreichen können – ein „Scoping Plan“, der auf rund 700 Seiten nicht einmal herausfinden konnte, dass Energiespeicherung in Wattstunden und nicht in Watt gemessen werden muss. Bei einem Unterfangen, das nach erheblichem technischen Sachverstand schreit, bringt Frau Harris einen Koffer voller Luft mit. Hier sind einige Auszüge, die den Tenor ihrer Präsentation reflektieren: „Wir sind führend in der Nation … Wir sehen, dass die Industrie in außergewöhnlicher Weise reagiert … Es gibt kurzfristige Herausforderungen [es wird nicht erwähnt, welche das sein könnten] … Wir haben es mit einem massiven Ausbau des Netzes zu tun … Wir brauchen viel Wind und Sonne … Wir haben einen 10-Punkte-Plan, um diese Herausforderungen zu meistern …“ Harris‘ Rede war gespickt mit Zeilen, die Applaus hervorrufen sollten („Wer liebt keine Wärmepumpen?!“), also nutzte ich diese Gelegenheiten, um laut zu buhen. In ihrer etwa 25-minütigen Rede schaffte es Frau Harris gerade einmal, ein paar Zeilen zum Thema der kürzlichen Stornierungen aller Offshore-Windprojekte zu sagen. Ihr Beitrag war, dass „wir zwei RFI [requests for information]“ an potenzielle Bieter herausgegeben haben und „wir erwarten bald Antworten“.

Damit liegt Frau Harris weit vor Gregory Lampman, dem Direktor für Offshore-Windkraft bei NYSERDA. NYSERDA ist die staatliche Behörde, die für das Offshore-Windprojekt zuständig ist und die die Verträge ausgestellt hat, die alle gerade gekündigt wurden. Irgendwie schaffte es Lampman, eine ganze Präsentation durchzuziehen („Wir sind führend … Wir haben eine Tendenz zum Handeln. … langfristige Nachhaltigkeit … etwas, worauf wir stolz sein können“), ohne jemals zu erwähnen, dass sein gesamtes Programm gerade gestrichen wurde, ohne dass er eine Vorstellung davon hat, wie es weitergehen soll. Es ist ihm hoch anzurechnen, dass der Moderator Lampman, wenn auch auf sehr sanfte Art und Weise, bat, auf das Thema der Absagen einzugehen. Lampman antwortete, dass seine Mitarbeiter im Büro schon während der Konferenz hart daran arbeiteten, eine Lösung zu finden. Er sagte auch, dass er das Thema mit seinem 6-jährigen Sohn besprochen habe, der daraufhin geantwortet habe: „Papa, du schaffst das.“

Für mich war der Höhepunkt der Konferenz die Präsentation eines Mannes namens Luke Falk am Nachmittag, der sich als COO einer Firma namens Clean Path NY ausgab, die anscheinend Übertragungsleitungen entwickelt, um Wind- und Solarenergie im ganzen Bundesstaat zu transportieren. Falk fing an, darüber zu sprechen, wie großartig es wäre, wenn alle ihre Häuser auf elektrische Heizung umstellen würden, weil dies eine Verwendung für die riesigen Mengen an Wind- und Sonnenstrom bieten würde, die bald anfallen würden. An diesem Punkt drehte ich durch und fing an, unkontrolliert zu lachen. Nach seinem Vortrag kam Falk auf mich zu und beschuldigte mich, unhöflich zu sein. Ich erwiderte, dass ich dachte, der Sinn einer Comedy-Routine sei es, die Zuschauer zum Lachen zu bringen.

Aus dieser Konferenz geht eindeutig hervor, dass die Leute, die New Yorks angebliche Energiewende leiten, nicht den geringsten Hauch von Kompetenz besitzen. Ich nehme an, das ist besser so, denn Leute, die tatsächlich kompetent wären, könnten die Scharade noch viel länger aufrecht erhalten. Mit diesen Leuten wird der Zusammenbruch früher kommen, wenn auch nicht annähernd früh genug.

Link: https://wattsupwiththat.com/2023/11/19/at-the-new-york-krazy-klimate-konference/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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