Windräder sind die reinsten Giftschleudern – Dagmar Jestrzemski  (Red. PAZ)*

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                      „Skandal: Die Krebserreger gelten angeblich als alternativlos:
                                      Tonnenweise werden die gefährlichen Stoffe
kilometerweit in Landschaft und Grundwasser verteilt“

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Bei einer Pressekonferenz in Lienz (Osttirol) gab der FPÖ-EU-Abgeordnete Gerald Hauser im August die Antwort der EU-Kommission auf seine Anfrage vom 4. Juni zu den PFAS-„Ewigkeitschemikalien“ in Windkraftanlagen bekannt. Hauser hatte auf das Ergebnis einer norwegischen Studie aufmerksam gemacht. Danach beträgt der Kunststoffabrieb von den Rotorblättern der Windanlagen jährlich im Durchschnitt 62 Kilogramm. Die EU-Kommission wies in ihrer Antwort auf zwei Modellstudien hin, wonach die PFAS-Emissionen von Windkraftanlagen im Vergleich zu anderen Eintragsquellen wesentlich geringer seien. Im Rahmen des europäischen Forschungsrahmenprogramms Horizon Europe fördert die EU-Kommission seit 2025 ein Projekt zu alternativen Werkstoffen, um die Schadstoffe in Windrädern zu minimieren. 2023 hatte die EU-Kommission sogar ein Komplettverbot für PFAS erwogen. Davon ist allerdings längst keine Rede mehr.

Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) bilden eine Gruppe von über 10.000 extrem langlebigen und widerstandsfähigen Chemikalien. Aufgrund ihrer fett- und wasserabweisenden Eigenschaften werden diese Stoffe in diversen industriellen Prozessen eingesetzt – auch in Lithium-Ionen-Batterien für E-Autos und Wasserstofftechnologien. In den Beschichtungen und Farbanstrichen der Rotorblätter und Türme sowie in anderen Komponenten von Windrädern stecken erhebliche Mengen an PFAS.

Die Drehgeschwindigkeit der Rotoren beträgt an den Spitzen der Blätter 250 bis 300 km/h. Witterungsbedingt kommt es dabei zu einem erheblichen Abrieb von PFAS-haltigen Partikeln aus dem Beschichtungsmaterial. Auch Verbundfasern mit krebserregendem Bisphenol-A aus den Epoxzidharzen werden herausgeschleudert und kilometerweit in der Landschaft verteilt. Die Partikel reichern sich auf den Wiesen und landwirtschaftlichen Anbauflächen an, gelangen in die Nahrung und ins Grundwasser sowie über die Atmung auch direkt in den Organismus von Menschen und Tieren.

Von Zeit zu Zeit werden an den Rotorblättern Wartungsarbeiten vorgenommen. Flächen werden repariert und geschliffen, bevor neue Schutzschichten aufgetragen werden. Bei ihrer Arbeit in schwindelnder Höhe tragen die Techniker ein Atemschutzgerät und einen weißen Schutzanzug. Dabei werden sichtbare Staubwolken aufgewirbelt, die sich auf umliegende landwirtschaftliche Flächen verteilen, auch auf solche, die als „bio“ zertifiziert sind. Diese Beobachtung eines besorgten Bürgers wurde im April 2025 anlässlich einer Anfrage im Parlament der belgischen Region Wallonien mitgeteilt.

2023 wurden in Hessen bei Untersuchungen von Wildschweinlebern mit 50 Mikrogramm PFAS pro Kilogramm Fleisch deutlich über dem Grenzwert liegende PFAS-Werte nachgewiesen. Ähnliche Befunde lagen auch aus anderen Bundesländern vor. Es wurde empfohlen, auf den Verzehr von Wildschweinleber zu verzichten. Seit einigen Jahren wird nach alternativen Stoffen für den Einsatz von PFAS in der Windenergie geforscht. Doch deren Marktreife ist nach wie vor nicht in Sicht.

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)* Anmerkung der EIKE-Redaktion :

Dieser Aufsatz ist zuerst erschienen in der Preußischen Allgemeinen Zeitung, 11.09.2026, S.6 ; EIKE dankt der PAZ-Redaktion sowie der Autorin Dagmar Jestrzemski  für die Gestattung der ungekürzten Übernahme, wie schon bei früheren Artikeln: https://www.preussische-allgemeine.de/ ; Hervorhebungen im Text: EIKE-Redaktion.

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