Seit der Klimawandel alle Probleme dieser Welt erklärt, kann jedes Kind „Minister“. Teil 1(2)

Helmut Kuntz

Schon mehrmals wurde gezeigt, wie ein Teil unserer Politvertreter durch die Welt reist und dabei nur im Sinn hat, aufgrund reiner Erzählungen das Geld der Bürger jedem der es wünscht hinterher zu werfen. Besonders gut ist es beim Thema Klimawandel darstellbar, weil sich dazu oft die Daten finden lassen, welche belegen, dass Fakten dabei überhaupt nicht interessieren.

Westlicher Erfindungsgeist und Fleiß – und die zunehmende Erwärmung – haben die Welt vor zunehmender Armut und vor dem Verhungern gerettet

Außenpolitik mag früher schwierig gewesen sein. Dank dem Klimawandel kann solche heutzutage zumindest für Deutschland aber praktisch jedes Kind. Schon im Kindergarten lernen sie vom „giftigen, zerstörerischen CO“, welches nicht mehr erzeugt werden darf und der schlimmen Emissionsschuld des reichen Westens, welche zum Verbrennen der Erde führt und deshalb inzwischen gesühnt werden muss.

Nicht mehr lernen sie, dass wir trotz schon immer und eben auch weiterhin vorkommendem Extremwetter im besten Klima seit vielen hundert Jahren leben. Und erst durch westliche Forschung und Umsetzung trotz extremem Bevölkerungswachstum die damals wissenschaftlich und mathematisch belegte, eindeutige Vorhersage des sicheren Verhungerns durch Herrn Malthus nicht eingetroffen ist. Auch dass die bitterste Armut trotz dem vorhergesagten Bevölkerungszuwachs immer weniger Menschen betrifft, lernt man nur noch selten, da dies als diskriminierend gilt.

Welches Kind erfährt auch noch, wie armselig das Leben der Knechte bis zum kleinen Handwerker bis in die 50er Jahre auch in Deutschland war – besonders schlimm im damals noch bitterarmen Alpenraum – und wie krass selbst dagegen die noch viel schlimmere und länger andauernde Armut in anderen Ländern.

Bild 1

Bild 2

Bild 3: Entwicklung der Hektarerträge von Weizen in Asien, Afrika und weltweit im Zeitraum 1961 bis 2020 (in Hektogramm pro Hektar)

Bild 4 USA Weizenerträge Langfristdarstellung von 1865 – 2010 (blaue Linie), Weizen Welt Erntemengen 2000 – 2016 (blaue Balke), giss Globaltemperatur Land und See (rote Linie). Grafiken vom Autor übereinander kopiert.

Bild 5

Zwischen 1850 und 2000 haben sich weltweit verändert:
Erträge der Weizenproduktion: um das 5,6fache

Einwohner: um das 4,83fache

(Nur) die westliche Vergangenheit war schlecht

Weil diese Errungenschaften an „Verwerflichkeit“ der „alten, weißen Männer“ nicht reicht, wird dazu noch die Sklaverei angezogen. Diese ist kein Ruhmesblatt und stolz muss man darauf bestimmt nicht sein. Allerdings gilt das über viele tausende von Jahren und für fast alle Länder dieser Erde.

Der Westen hat die Sklaverei dann selbst abgeschafft (als man dank Maschinenkraft und allgemeinem Lebensstandard keine Sklaven mehr benötigte), der katholische Kirchenstaat unter heftigstem Protest, als man ihn dazu zwang und nicht-westliche Staaten haben bis weit ins 20. Jahrhundert daran festgehalten. In Mauretanien wurde Sklaverei 1980 offiziell verboten, im Niger 2003 und in Nepal ein sklavenähnliches System 2013 (Kamaiya-System).

Dabei sticht eine Religion besonders hervor, welche die Versklavung von Nichtgläubigen als „heilige Pflicht“ betrachtet und nach heutiger Lesart ebenfalls „industriell“ betrieb. Wer sich wundert, warum man im Gegensatz zum Beispiel zu Nord- und Südamerika von diesen ehemaligen Sklaven dort gar nichts mehr sieht, sei daran erinnert, dass sich im Einflussbereich dieser Religion zumindest Sklaven aus Afrika nicht fortpflanzen durften (genauer: nicht mehr konnten). Wie man das bewerkstelligte und mit welch extremer Mortalitätsrate, lässt sich nachlesen [18] [19]. Der Sklavenhandel in und aus Afrika wurde dabei von den Einheimischen Potentaten und Clanchefs selbst betrieben und unterstützt.

Die Sklaven für den „reichen Westen“ wurden deshalb nicht „eingefangen“ oder „geraubt“, sondern in Afrika regulär als Ware gekauft:
Zitat: … Wenn die europäischen Sklavenhändler die westafrikanischen Küsten anliefen, dann nahmen sie die Sklaven nicht selbst gefangen. Sie wurden ihnen zugeführt, etwa von afrikanischen Stammesfürsten oder adligen Familien, die vom Sklavenhandel profitierten und das afrikanische Hinterland kontrollierten
DW: WELTTAG DER ERINNERUNG AN DEN SKLAVENHANDEL Sklavenhandel in Ostafrika – ein verschwiegenes Kapitel
… Der Verkauf von afrikanischen Sklaven lässt sich bis zurück in die Antike belegen. Zur Routine wurde er im siebten Jahrhundert unserer Zeitrechnung, als der Islam in Nordafrika erstarkte – sieben Jahrhunderte, bevor die Europäer den Kontinent erforschten, zehn Jahrhunderte, bevor Westafrikaner über den Atlantik nach Amerika verkauft wurden. Bereits damals verkauften arabische Muslime in Nord- und Ostafrika gefangene Afrikaner in den Nahen und Mittleren Osten …

Weitere Details dazu: Tichys Einblick, 26. August 2020: WAS NOTTUT: HISTORISCHE BILDUNG Egon Flaig: „Wir erleben eine Kulturrevolution“

Doch nicht nur Afrika wurde so ausgeplündert. Es betraf auch den Mittelmeerraum. Alleine für die „Erlaubnis“ zum Befahren des Mittelmeeres mussten die USA einstmals 20 % ihres Staatshaushalts für „Barbaresken“ Schutzgeld aufwenden, sonst wurden ihre Schiffe gekapert und die Seeleute versklavt. Deren Begründung:
[Link] «Im Koran steht geschrieben, dass alle Nationen, die unsere Autorität nicht anerkennen, Sünder sind. Es ist unser Recht und unsere Pflicht, Krieg gegen sie zu führen und alle zu Sklaven zu machen, die wir gefangen nehmen können. Jedem Moslem, der in diesem Kampf fällt, ist ein Platz im Paradies sicher.»
Wer hat dort den Sklavenhandel dann abgeschafft? „Die Weißen“ mussten es erzwingen.

Das zählt aber nicht mehr. Die Menschen müssen gleich (dumm) gemacht werden, wie es im Bildungssystem schon mit Konsequenz umgesetzt wird und an der hohen Zahl von Politikdarstellern ohne Ausbildung, wenn es hoch kommt, wenigstens mit Studienabbruch, Berlin demonstriert.
Das gilt nicht nur für eine bestimmte Partei, auch die CDU ist auf diese „Pflicht“ aufgesprungen:
Die damalige Übergangsvorsitzende der CDU und Bundesministerin für Verteidigung, Annegret Kramp-Karrenbauer:Wir müssen uns eingestehen dass es auch in Deutschland Alltagsrassismus gibt“. Und der beginneoft schon mit einer überheblichen Haltung“, indem „wir“ davon ausgehen, „dass wir Dinge besser können als andere auf der Welt“.
Über viele Jahrzehnte war genau das unser Erfolgsmodell, mit dem massiv geworben wurde. Deshalb hat sie die Ergänzung vergessen, eher übersteigt es ihren Denkhorizont: Und wenn dies nicht mehr so ist, ist Deutschland pleite und verarmt. Aber solche Kenntnis kommt nicht einmal mehr einer CDU-Politikerin über die Lippen.

Dazu passt eine ihrer aktuellen Positionen: Was macht Annegret Karrenbauer heute? Ab Mai 2022 ist Kramp-Karrenbauer Vorsitzende der Erwerbslosen-Selbsthilfe Püttlingen e.V.

Als nicht rassistisch gilt nur noch, auf den „rassistischen“ Westen und seine „weißen“, schon länger dort Wohnenden einzudreschen:

Bild 6

Und ihnen die Auslöschung zu wünschen:

Bild 7

Das lässt sich steigern. Eine „Tutorin und Referentin in der politischen Bildungsarbeit“ mit den Schwerpunkten: [Link] Wenn es um Themen wie Rassismus, Kapitalismus, Imperialismus, (Neo)Kolonialismus und ein falsches Verständnis von intersektionalem Feminismus geht, sind Aaliyahs Analysen sehr treffend. Sie nimmt auch kein Blatt vor den Mund, um Machtstrukturen unter BIPoC’s und Missstände auch im Bezug auf den aktuellen Klimawandel zu benennen und findet ganz besonders in der Schwarzen Community immer mehr Gehör“,
gab von sich: [Link] Aaliyah Bah-Traoré Instagramm-Beitrag: … Ich bin total angewidert vom Schweinefleisch. Es gibt keine Rasse, die so verseucht, dreckig, schäbig, ranzig, unbarmherzig, verflucht, vergammelt, hässlich, primitiv, feige, so grenzenlos brutal und trotz jahrhundertelanger und anhaltender Genozide, der Versklavung, Ausbeutung und Verbrechen, die an uns gesegneten Kindern der Sonne begangen werden, von ihrer vermeintlichen moralischen und zivilisatorischen Überlegenheit überzeugt ist. Schweinefleisch wird für mich immer der akkurateste Begriff für die Mundeles sein, weil die auf allen Ebenen einfach unrein sind.

Nicht ganz so drastisch, aber konsequent, führt man es auf Regierungsebene weiter:
Tichys Einblick, 29.12.2022: In der grünen Republik hat Kultur keinen Platz mehr

Schuld ist immer der Klimawandel

Zu dieser Bewegung passt der Klimawandel wie die Faust aufs Auge. Alleine dieser bietet eine problemlose Plattform zur Umsetzung westlicher, woker „Reparationsmanie“. Und entsprechend kann sich das Narrativ des (alleine) vom reichen Westen verursachten, schlimmen, bald die Welt verbrennenden Klimawandels immer extremer durchsetzen. Wobei man zugeben muss, dass diese Vorstellung vom Westen selbst erfunden, als Menetekel simuliert und verbreitet wurde und wird.

Entsprechend bekommen schon die Kinder im (reichen) Westen Angst vor dem Klima eingeimpft:
SZ, Wochenendausgabe vom 25.01.2020: [11] Interview mit Naomi Klein
… Ihr 7jähriger Sohn hat bereits Angst vor dem Klimawandel, da er weiß, dieser wird ihn sein ganzes Leben lang begleiten. Deshalb will er auch mit zur Demo gegen ein Kohlekraftwerk.
Kann man so hervorragend informierten Kindern noch das Wahlrecht untersagen?

In anderen Ländern hat man auch Angst. Davor, nicht schnell genug Klimareparationszahlungen zu erhalten (bevor die Geberländer pleite sind).

Aber selbst wenn man dann wie Deutschland die „Rettung des Klimas“ massiv umsetzt und dabei seinen Wohlstand mehr als riskiert, ist es wieder nicht recht, weil ebenfalls rassistisch, wie es die Alpenprawda ihren Lesern mitteilte:
Süddeutsche Zeitung: [11] Sachbuch zum Klimawandel: Was bringt die Bösen dazu, so böse zu sein?
… Versuch der Bundesrepublik, in Gestalt der „Klimawende“ einen technischen Wandel zu erzwingen, der Deutschland im Wettbewerb der Nationen einen schlagenden Vorteil verschaffen würde.

Wie sehr würde man sich wünschen, dass dieser Wettbewerbsvorteil wirklich käme. Bisher ist es lediglich eine früher nicht vorstellbare Subventionsorgie, welche die Bürger bezahlen müssen. Doch da versagt ziemlich sicher die hellseherische Fähigkeit der dies Deutschland vorwerfenden Klimaaktivistin.
Diese war der SZ auch sicher bei Weitem nicht so wichtig, wie eine andere Aussage: [11] Die „beste Hoffnung der Menschheit“, versichert die Aktivistin, bestehe in einer „grün-linken Weltsicht … “.

Der Schuldige hat seine Schuld (mit viel Geld) zu sühnen

Wer in einem solchen geschichtsklitterndem Ideologieumfeld sozialisiert wurde, kann gar nicht anders, als – wie unsere politischen Vertreter – um die Welt zu reisen mit dem Ziel, an jeden der es wünscht, vorsorglich Reparationszahlungen zu leisten. Um solche zu bekommen, muss man anstelle von „Asyl“ nur „Klimawandel“ aussprechen.

Deshalb interessiert es auch nicht, dass der IPCC – was ja sein alleiniger Auftrag ist- nur „Belege“ für die Bestätigung des AGW-Klimawandels sammelt und Gegenteiliges nicht beachtet, teils sogar anpasst:
[12] EIKE, 26. Dezember 2022: Marcel Crok – Warum es keinen Klimanotstand gibt: Eine Analyse des 6. IPCC-Berichts
Doch ist es nicht nur der IPCC und darin vor allem die politischen Entscheider des Summary. Auch fast täglich zeigen unsere Politikvertreter, wie sie diese bewusst einseitige – und falsche – Klimabetrachtung verfolgen.

Wie dies öffentlich vor allen Augen immer neu geschieht, anbei wieder in einer Zusammenfassung, teils aus anderen Artikeln des Autors.

Flut im Ahrtal

Frau Merkel hat bei ihrem damaligen Besuch kurz nach der Flut vor Ort „entschieden“, dass diese ein Menetekel des Klimawandels sein muss [5]. Eine ganze Schar vorauseilend politikhöriger (von Fördermitteln abhängiger?) Wissenschaftler hat dies trotz eindeutiger, gegenteiliger historischer Daten, in kürzester Zeit einfach durch deren Weglassen in der Auswertung willigst bestätigt [6] [10] .
Bezieht man diese historischen Daten allerdings in die Auswertung mit ein, kehren sich die Aussagen der Studie um: Extremregen nimmt eher bei kühleren Temperaturen zu und solch ein Ereignis geschieht dort eben doch alle 100 (40 … 200) Jahre und nicht wie angeblich berechnet, im Mittel nur alle 15.000 Jahre. Vor allem ist ein häufigeres Auftreten durch den Klimawandel eher unwahrscheinlich, da höhere Temperatur eher zur Abnahme von Extremregen führt:

Bild 8 [10] Grafik der Temperaturabhängigkeit von Extremniederschlag vom Autor um die historischen Daten ergänzt

Bild 9 [6] Wiederholzeiträume, wenn die historischen Daten berücksichtigt werden

Interessieren solche Fakten unsere Außenministerin? Niemals, denn dann würde ihre Ideologie zusammenbrechen. Also fabuliert Frau Baerbock frei weg, wie es ihr in „in den Kram“ passt:
[4] Auswärtiges Amt, 18. Juli 2022: Rede der Bundesministerin des Auswärtigen, Annalena Baerbock, zur Eröffnung des Petersberger Klimadialogs am 18. Juli 2022 in Berlin:
… Und auch hier in Europa, hier in Deutschland haben wir erst vergangene Woche der verheerenden Flut gedacht, die vor einem Jahr das Ahrtal verwüstet hat.
All das unterstreicht, dass es bei der Klimakrise nicht um die Zukunft geht, sondern dass sie uns hier und jetzt bedroht. Für uns alle, von den Pazifikinseln über den Sahel bis nach Europa, ist die Klimakrise die größte Herausforderung unserer Zeit. Sie bedroht das Leben von Millionen von Menschen – und Frieden und Stabilität weltweit. Sie ist die größte Herausforderung für internationale Sicherheit in unserer Zeit.

Dass nicht das Wetter (alleine), sondern ein in Deutschland bis dahin unvorstellbares Behördenversagen die wirklichen Ursachen der vielen Todesopfer und Schäden waren, selbst nachlesen: [5] EIKE 30.07.2021: Einschläge des Klimawandels oder eher eklatantes Staats- und Behördenversagen?

Um ein solches behördliches Totalversagen künftig zu verhindern, müsste man den Behördenapparat grundlegend reformieren – derzeit undenkbar.
Viel leichter ist es da, zu versprechen, dass eine CO2-Reduktion vielleicht im Jahr 2100 solche Fluten verringern könnte. Wer von den Betroffenen schaut sich schon die Grafiken an, welche zeigen, dass zumindest bezüglich Starkregen höhere Temperaturen besser wären und man viel, viel Geld für das Gegenteil zum Fenster hinauswirft.

Flut in Pakistan

Es hat aber viele Vorteile, sich bei Wetterproblemen alleine auf einen Klimawandel zu versteifen. Es erspart die Beschäftigung mit den wahren, oft vielschichtigen Problemen, welche seltenst –meistens nie – einfach lösbar sind.
Man denke nur an die verblüffend oft in solchen „Betroffenheitsländern“ herrschende, längst vorhandene, doch ungebremst weiter zunehmende Überbevölkerung, in der Regel verbunden mit Versagen der örtlichen Regierungen, oft reinsten Potentaten.

Solches als Problemstellung auch nur zu erwähnen würde allerdings unbremsbare Shitstorms der angesprochenen Regierungen, wie auch der Gutmenschen bei uns, ins Rollen bringen. Verblüffend oft herrscht in betroffenen Ländern zudem eine bestimmte Religion, welche auf Kritik extrem aggressiv reagiert.

So wurde Pakistan im Sommer von einem extremen Flutereignis betroffen. In einer Ausarbeitung des Autors lässt sich nachlesen, wie wenig dort ein solches Ereignis mit dem Klimawandel zu tun hat:
[10] Das Land hat eine lange Geschichte zerstörerischer Überschwemmungen, die sich sehr nachteilig auf Leben und Eigentum ausgewirkt haben. Im 19. Jahrhundert wurden sechs große Überschwemmungen registriert: 1842, 1858, 1871, 1875, 1885 und 1892. Im 20. Jahrhundert traten achtzehn große Überschwemmungen auf. Die von 1951, 1987, 1988 und 1998 waren von katastrophaler Bedeutung. Neuere Überschwemmungen sind 2004 und 2010.
Ähnlich berichtet UNDRR PreventionWEB, 31 August 2022: According to the Federal Flood Commission, Pakistan has witnessed 28 super riverine floods in its 75-year history. The first recorded super flood was witnessed in 1950, followed by 1955, 1956, 1957, 1959, 1973, 1975, 1976, 1977, 1978, 1981, 1983, 1984, 1988, 1992, 1994, 1995 and then every year since 2010 — which also saw the worst flood in the country’s history. These floods collectively affected 616,558 square kilometres of land, snatched 13,262 precious human lives and caused losses worth over Rs39 billion to the national economy.

Und fügt hinzu (übersetzt): … Besonders interessant ist, dass, obwohl die Provinz eine jahrhundertealte Geschichte von Naturkatastrophen hat, aufeinanderfolgende Regierungen nach der Unabhängigkeit weitgehend weniger auf dieses wiederkehrende Phänomen reagiert haben und es versäumt haben, proaktiv zu handeln.

Gezeigt wird darin zudem, dass eine extra zu dieser Flut erstellte Attributionsstudie keinen statistisch signifikanten Einfluss des Klimawandels auf die Monsunfluten in Pakistan feststellen konnte, ein solcher Einfluss also nur in Simulationen „existiert“:
Attributionsstudie Pakistan:Alle oder einige dieser Faktoren könnten durch den anthropogenen Klimawandel beeinflusst werden, aber ob und in welchem Ausmaß dies der Fall ist, bleibt höchst ungewissDaher ist das Vertrauen in die bestehenden Erkenntnisse zur Zuordnung von Niederschlägen in dieser Region derzeit insgesamt gering.

Und es zeigt noch ein typisches Problem, einen exzessiven Bevölkerungszuwachs, der dem Land jede Möglichkeit verwehrt, die Besiedlung von Überschwemmungsflächen zu reduzieren, sondern deren zunehmende Besiedlung erzwingt:

Bild 10 Pakistan: Gesamtbevölkerung von 1980 bis 2021 und Prognosen bis 2027(in Millionen Einwohner)

Wen wundert es, dass unserer Außenministerin zu den Überflutungen in Pakistan nichts anderes einfiel, als alleine das wiederzukäuen, was alle anderen ihr vorsagten. Es kostet ja nur das Geld der deutschen Steuerzahler:
(Baerbock)
[3] ... Die Flutmassen in Pakistan haben uns noch einmal vor Augen geführt, welche dramatischen Konsequenzen die Klimakrise hat. Als eines der weltweit am stärksten betroffenen Länder zahlt Pakistan einen hohen Preis für den globalen CO2-Ausstoß. Deswegen werden wir uns bei der COP27 in Ägypten für eine faire Verteilung der Klimakosten einsetzen.

Als ob Frau Baerbock es geahnt (oder ihre Staatssekretärin von Greenpeace es vorbereitet) hat, wurde diese Flut auf dem diesjährigen Klimagipfel unisono als Klimawandel-Menetekel präsentiert [9] und als Beleg zur Forderung nach Klimaschäden-Reparationszahlungen angezogen (in [9] alleine mit 17 Fundstellen), selbstverständlich mit Unterstützung durch unsere dortigen Vertreter, wie Svenja Schulze und Baerbock.

Meerespegel bei Palau

Besonders schlimm Baerbocks Besuch des Inselstaates Palau in der Südsee. Dort ließ sie sich effektvoll am Strand beim Zuhören von Klimaaktivisten vorgetragener Schauergeschichten ablichten.

Bild 11 Frau Baerbock auf Palau im Sommer 2022

Es muss richtig schön sein, zur richtigen Jahreszeit auf Spesen in die Südsee zu reisen um sich vor Ort von Aktivisten erzählen zu lassen, wie schlimm der Klimawandel dort (angeblich) wütet. Schon andere Politikvertreter haben solche Möglichkeiten genutzt, um sich alleine ihre ideologischen Vorstellungen bestätigen zu lassen:
[14] EIKE 30. April 2019: Claudia Roth auf Forschungsreise zum Klimawandel

Wie schon die Delegation um Claudia Roth, wollte auch Frau Baerbock auf keinen Fall die Wirklichkeit erfahren. Auch sie wollte nur ihre Meinung bestätigt bekommen. Das gelang problemlos, denn sie kam ja keineswegs mit leeren Händen. Ihre dazu gehaltene Rede konnte von einer „Gutmenschen“-Predigt im Kindergarten kopiert sein. Erschreckend ihre Selbstbeweihräucherung als „Klimaseherin“, verbunden mit dem Anspruch, allen „Klimabeladenen“ auf der Welt helfen zu müssen:
[13] Auswärtiges Amt, 10.07.2022 (klitzekleiner Auszug der ellenlangen Rede): Rede von Außenministerin Annalena Baerbock zu Klima und Sicherheit in Palau
… Was wir hier sehen, wenn wir auf den Ozean hinausblicken, erscheint wie ein Paradies. Doch Sie stellen sich die Frage: Wie lang wird es dieses Paradies, Ihr Zuhause, noch geben?
Denn wenn der Meeresspiegelt weiter steigt, werden Schulen, die nahe an der Küste stehen, für die Kinder dieser Insel kein sicherer Ort mehr sein. Kulturstätten könnten im wahrsten Sinne des Wortes untergehen. Die Frauen und Männer, die ich heute Morgen getroffen habe, müssen sich eine furchtbare Frage stellen – eine Frage, die für mich persönlich geradezu unvorstellbar ist: Wird mein Zuhause in 30 oder 50 Jahren noch hier sein? Als wir soeben eines Ihrer Häuser besichtigt haben, ist mir klargeworden, dass es dabei nicht um 30 oder 50 Jahre, sondern um die nächsten zehn Jahre geht.
… Auch im weltweiten Kampf um den Schutz unseres Klimas nehmen Sie eine Vorreiterrolle ein. Wir haben es Ihnen zu verdanken, den kleinen Inselstaaten oder, wie ich jetzt sagen würde: den großen Ozeanstaaten, dass es gelungen ist, uns bei den Klimaverhandlungen alle hinter dem 1,5-Grad-Ziel zu versammeln. Sie haben nicht lockergelassen! Die kleinen Inselstaaten, die großen Ozeanstaaten, wissen: Wenn wir es nicht schaffen, uns auf 1,5 Grad zu verständigen, sondern eher auf zwei Grad, dann werden wir alle untergehen.
… Ja, Anpassungsmaßnahmen, das klingt so toll, aber das kostet auch jede Menge Geld. Und das ist vollkommen richtig. Deshalb müssen wir als Industrieländer endlich unserer Zusage von 100 Milliarden US-Dollar an Klimafinanzierung für Entwicklungsländer und Länder wie Ihres, die am schwersten von der Klimakrise betroffen sind, nachkommen.
… Für mich hat es Priorität, den Zugang zu Finanzierung für gefährdete Länder wie das Ihre zu verbessern, denn Sie stehen jetzt und in den nächsten zehn Jahren vor diesen Problemen … Wir stehen hier – nicht durch Ozeane getrennt, sondern Seite an Seite.

Nun zeigt eine Sichtung der Tidenpegel von Palau nicht einmal einen minimalen Einfluss eines Klimawandels. Die letzte Pegelerhöhung hat erkennbar nicht der Klimawandel, sondern ein Erdbeben an dieser Kontinentalbruchzone verursacht:
[8] EIKE, 21.11.2022: Früher musste man seinen Namen zumindest tanzen können, heute reicht es, sich werbewirksam anzukleben

Bild 12 Pegelverlauf von Palau. Quelle: NOAA. Bild vom Autor ergänzt

Ein absolutes Rätsel, wie Frau Baerbock deshalb berichten kann, der Klimawandel würde dort „unsere Ernten, unsere Strände, unsere Inseln, unsere Häuserverschlingen und hätte dort „bereits entstandenen und stellenweise unwiderruflichen Schäden“ verursacht. Ihr hat man es erzählt und sie will es unbedingt glauben, weil sie alleine deshalb ja dort hin geflogen ist. Wer käme da auch nur auf die Idee, dass sich wenigstens einer der 12.346 Mitarbeiter des Auswärtigen Amtes über googl Tidenpegel nachsieht?
[13] (Baerbock) ... Das Meer verschlingt unsere Ernten, unsere Strände, unsere Inseln, unsere Häuser.
Das war die erschreckende Botschaft, die ich heute Morgen gehört habe, als wir einen der schönsten Strände hier in Ihrer Region besucht haben.

Furchtbar, dann von unseren Vertretern immer die gleichen, durch keine Messdaten, sondern nur in Simulationen auftretenden Horrorangaben zu hören, immer mit der gleichen Folgerung: Wir (meine Bürger) werden es euch bezahlen:
[13] (Baerbock) Keine Region leidet stärker unter der Klimakrise als Sie hier, und das obwohl Ihr Anteil an den weltweiten Treibhausgasemissionen zu den geringsten gehört. Das ist eine eklatante Ungerechtigkeit.
.. Nach meiner Auffassung müssen wir an mindestens drei Fronten tätig werden.
Erstens, indem wir die Energiewende und die radikale Senkung der Emissionen vorantreiben – gemeinsam, jedoch vor allem in Industrieländern wie meinem Land. Deutschland muss hierbei ein Vorreiter sein.
Zweitens, indem wir Sie hier auf dem blauen Kontinent dabei unterstützen, die Auswirkungen der Krise auf Ihr Leben zu minimieren und Ihnen dabei helfen, die bereits entstandenen und stellenweise unwiderruflichen Schäden zu bewältigen.

Im folgenden Bild aus einer Publikation über Palau ist zu sehen, wie man solch einen Untergang simuliert und so darstellt, dass es glaubhaft wirkt.

Wer würde die folgende Grafik nicht als „glaubhaft“ empfinden (zumindest die, welche sich mit der AGW-Klimawandelliteratur nicht so auskennen).

Bild 13 [17] Palau, bisheriger Pegelverlauf mit Projektionen

Wer nun den Pegelverlauf von Palau aus Bild 12 betrachtet, bemerkt, dass im Bild 13 die Pegeländerung durch das Erdbeben um 2000 dem Klimawandel zugeschrieben wurde.

Wenn man das nun (wie hier der Autor) beachtet, kommt etwas vollkommen anderes heraus. Dazu wurden die Pegeldaten in Excel geladen, für die zwei Zeitabschnitte (vor-/nach dem Erdbeben) die Regression ermittelt und eingetragen. Dann ein Screenshot davon und dieser in die obige Grafik kopiert.

In der folgenden Grafik sieht man das Ergebnis: Der nun homogenisierte Tidenpegelanstieg ist negativ, die Pegelsimulationen liegen schon aktuell weit vom richtigen Pegel entfernt (viel zu hoch) und deren Verlauf und Anstieg korreliert nicht entfernt mit der Pegelwirklichkeit.

Bild 14 Daten von Bild 12 in Bild 13 kopiert. Vom Autor erstellt

Nun ist es unrealistisch, nur weil bei Palau vorübergehend keine gemessen wurden, dort überhaupt keine weitere, natürliche Pegelerhöhung anzunehmen, denn rund um die Welt ist es ja so. Deshalb ist im Bild 14 auch die Spanne der Tidenpegelanstiege von zwischen 1,5 … 2,4 mm/pa bis 2100 projiziert. Selbst mit dem Höhenversatz durch das Erdbeben um 2100 reicht deren oberster Wert gerade an die unterste Grenze der offiziellen Projektionen. Man sieht auch, dass selbst die Projektionen der Tidenpegel noch erheblicher Veränderungen im Pegelanstieg „bedürfen“ und die Simulations-Projektionen eher unwahrscheinlich, als wahrscheinlich sind.

Man fragt sich dabei nur: Ist das noch Wissenschaft und warum fallen selbst solch grobe Fälschungen methodische Mängel niemandem auf (eher: Warum traut sich niemand, etwas dagegen zu sagen).

Nun, auch Frau Baerbock wollte es nicht auffallen. Sie ging ja zum Strand und hat von dort dank ihrer Begabung den historischen Pegelverlauf genau gesehen.

Nun kann der laut der Wirklichkeit viel zu geringe Pegelanstieg definitiv nicht an den von Frau Baerbock vor Ort „gesehenen“ und berichteten, enormen Klimaschäden schuld sein. Aber es gibt ja die Taifune. Und diese können das sehr wohl.

Im zweiten Teil geht es weiter bis nach Afrika.

Quellen

[2] Stern, 18.07.2022: Baerbock: Antworten auf Klimakrise dürfen an keiner Grenze halt machen
[3] Auswärtiges Amt, 11.10.2022: Flutkatastrophe in Pakistan – Außenministerin Baerbock sagt weitere 10 Millionen Euro für Nothilfe zu
[4] Auswärtiges Amt, 18. Juli 2022: Rede der Bundesministerin des Auswärtigen, Annalena Baerbock, zur Eröffnung des Petersberger Klimadialogs am 18. Juli 2022 in Berlin
[5] EIKE 30.07.2021: Einschläge des Klimawandels oder eher eklatantes Staats- und Behördenversagen?
[6] EIKE, 19.07.2022: Wenn historisch belegte Fluten statistisch gar nicht vorgekommen sein können, wird es das Ergebnis einer Attributionsstudie sein
[7] Rede von Frau Baerbock auf dem Klimagipfel 2022 (COP27)
[8] EIKE, 21.11.2022: Früher musste man seinen Namen zumindest tanzen können, heute reicht es, sich werbewirksam anzukleben
[9] GEO, 18.11.2022: ++ TICKER +++ KLIMAKONFERENZ COP27 Ärmere Länder erhalten Ausgleich für Klima-Schäden
[10] EIKE, 28.11.2022: Attributionsstudien zeigen das Gegenteil von dem, was darüber verkündet wird
[11] SZ, Wochenendausgabe vom 25.01.2020: Interview mit Naomi Klein
[12] EIKE, 26. Dezember 2022: Marcel Crok – Warum es keinen Klimanotstand gibt: Eine Analyse des 6. IPCC-Berichts

[13] Auswärtiges Amt, 10.07.2022: Rede von Außenministerin Annalena Baerbock zu Klima und Sicherheit in Palau
[14] EIKE 30. April 2019: Claudia Roth auf Forschungsreise zum Klimawandel
[15] Savin S. Chand at al., Juiy 2020: Declining tropical cyclone frequency under global warming
[16] Australien Government, Meteorology: Tropical cyclone climatology
[17] CSIRO and SPREP, 2021: ‘NextGen’ Projections for the Western Tropical Pacific: Current and Future Climate for Palau Technical Report
[18] Deutschlandfunk Kultur, 11.03.2010: Erschütternde Dimension
[19] Literaturkritik.de: Der bis heute verschwiegene Genozid: Die araboislamische Sklavenhandel war schlimmer als der transatlantische Sklavenhandel der Europäer

[20] dpa, 20.12.2022: Baerbock: Deutschland und Nigeria zusammen gegen Klimawandel
[21] EIKE, 27.05.2022: Wieder schlägt der Klimawandel unbarmherzig zu: Nun versinkt auch Lagos (Nigeria) im Atlantik
[22] EIKE, 11.07.2017: Der dürregebeutelte Sahel wird grün – ein schlimmes Anzeichen des Klimawandels
[23] EIKE 24.12.2018: Entwicklungshilfeminister Müller sorgt dafür, dass Deutschland für fabulierten Klimawandel in Afrika (noch mehr) Reparationen bezahlt
[24] BMZ, Pressemitteilung 22. Dezember 2022: DÜRRE AM HORN VON AFRIKA Deutschland unterstützt mit Sozialsystemen und Wasserversorgung
[25] FEDERAL REPUBLIC OF NIGERIA Federal Ministry of Environment National Drought Plan November, 2018
[26] projection of meteorological droughts in nigeria during growing seasons under climate change scenarios

[27] Karsten Brunk and Detlef Gronenborn, 2004: FLOODS, DROUGHTS, AND MIGRATIONS THE EFFECTS OF LATE HOLOCENE LAKE LEVEL OSCILLATIONS AND CLIMATE FLUCTUATIONS ON THE SETTLEMENT AND POLITICAL HISTORY IN THE CHAD BASIN
[28] Simon J. Armitage at al., 2015: West African monsoon dynamics inferred from abrupt fluctuations of Lake Mega-Chad
[29] AONDOVER TARHULE and MING-KO WOO: TOWARDS AN INTERPRETATION OF HISTORICAL DROUGHTS IN NORTHERN NIGERIA
[30] Abaje I. B. at al., 2012: Recent Trends and Fluctuations of Annual Rainfall in the Sudano-Sahelian Ecological Zone of Nigeria: Risks and Opportunities
[31] EIKE, 22. Sept. 2021: Annalena lässt den Meerespegel schnell mal um 7 m steigen – und zwei schauen nur wie bekloppt dabei zu

[32] David Nash, June 2022: Is eastern Africa’s drought the worst in recent history? And are worse yet to come?
[33] Was die rabiate iranische Kopftuchpflicht mit dem Islam zu tun hat (tichyseinblick.de)




Die Regenmacher vom Deutschen Wetterdienst oder, wie Temperaturen auf raffinierte Weise warm gemacht werden. Teil 2

Teil 2: Nicht der menschengemachte Klimawandel, sondern, die menschengemachte Klimamanipulation

Raimund Leistenschneider, Josef Kowatsch

Genauso fleißig, wie bei der im Teil 1 gezeigten Hinzunahme neuer Messstandorte, ist der DWD mit dem Löschen ganzer Messstandorte, die oft mehr als 50 Jahre erfolgreich in seinem Messnetz vorhanden waren (Abb.13) und einen kontinuierlichen Temperaturvergleich von Heute zu Früher, zumindest, was die Standorte an sich betrifft, ermöglicht.

Abb.13, Quelle R. Leistenschneider, nach Daten des DWD, zeigt alle vom DWD, nach dessen eigenen Angaben, bis 2022 (Stand 08/2022) stillgelegten Messstandorte, aufgeschlüsselt nach Dekaden. Die aktuelle Dekade zeigt bis 08/2022 bereits 90 Stilllegungen. Hochgerechnet auf das Jahrzehnt, sind dies, bei gleichbleibender Stilllegungsfreude des DWD = 550 Messstandorte.

Ist schon sehr auffällig, dass der DWD mit Beginn der Klimaaktivtäten weltweit in dem IPCC (1990 = First Assessment Report) damit beginnt, sein bisheriges Meessnetz stillzulegen und durch neue Standorte zu ersetzen.

Halten wir fest:

Bis 1990 wurden in 100 Jahren (!) etwa soviele Standorte stillgelegt, wie in den 1990-Jahren. Also in lediglich 10 Jahren.

Aber dann legt der DWD so richtig los. In den 2000´rn wurde vom DWD sage und schreibe mehr als sein halbes Messnetz stillgelegt und dann in den letzten 20 Jahren durch neue Standorte tlw. ersetzt. 2.168 Messstandorte wurden vom DWD im 1. Jahrzehnt des neuen Jahrhunderts stillgelegt. Darunter 1.350 Standorte mit mehr als 50 Jahren kontinuierlicher Messungen. Sogar 154 Messstandorte mit mehr als 100 Jahren von Messungen. Ob diese Stillegungsorgie etwas mit dem „Erscheinen“ von Prof. Adrian beim DWD zu tun hat? Zumindest auffällig: Just zu dem Zeitpunkt, in dem er den Vorstandsvorsitz der Forschung und Entwicklung beim DWD übernahm (dorthin von extern wechselte), beginnt die Standortstilllegungsorgie beim DWD-Messnetz. Allein dadurch hat sich der DWD aller Vergleichsmöglichkeiten der Temperaturen von Heute zu Früher beraubt, da sein Messnetz heute ein ganz anderes als noch von 1987 ist. Was dann daraus entsteht, zeigen eindrucksvoll die Abbildungen 2 – 4 im Teil 1. Seine ausgewiesenen Temperaturen (Steigungen, also die Temperaturzunahme) stimmen mit nichts mehr überein und „schießen förmlich durch die Decke“.

Werte Herren vom DWD, so erklären Sie doch bitte unseren Lesern, was Sie dazu veranlasst hat, ab Beginn des Klimarummels so viele Ihrer Messstandorte zu schließen und durch neue zu ersetzen! Aber vermutlich wollte man beim DWD nur seine Alten los werden und durch Jüngere ersetzen. Was Mann eigentlich verstehen sollte.

Wie sehr die Autoren mit ihrer Beweisführung, dass der DWD seine Temperaturen „warm“ macht, also damit „etwas“ nicht stimmen kann, richtig ist, zeigt eindrucksvoll folgende wissenschaftliche Untersuchung mit dem Namen: „Urban night lighting observations challenge interpretation of land surface temperature observations“.

Mit den neuen Stationen verringert sich die durchschnittliche Höhenlage über NN: Sie werden im Vergleich immer tiefer platziert.

Doch mit den bisher geschilderte Temperaturmanipulationen des DWD immer noch nicht genug. Auf raffinierte Weise setzt der DWD seit Beginn des Klimarummels ab 1990, seine neu in sein Messnetz hinzugenommenen Stationen (Standorte) immer tiefer, so dass die physikalischen Gesetze der barometrischen Höhenformel bei seiner Mittelwertbildung der Deutschlandtemperaturen zum Tragen kommen (Abb.14).

Abb.14, Quelle: R. Leistenschneider, nach Daten des DWD, zeigt die Stationshöhe im Durchschnitt von den neu aufgenommenen Messstandorte des DWD in dessen Messnetz. Also jeweils die mittlere Höhe aller Stationen einer Dekade, im Vergleich, vor den Aktivitäten des IPCC.

Der in Abb.14 genannte obere Wert des vertikalen Temperaturgradienten von 0,979 K/100m gilt streng genommen nur für trockene Luft, die kein gasförmiges Wasser gebunden hat. Folgerichtig wird er daher trockenadiabatischen Temperaturgradient genannt. Die „praktische Bandbreite“ des vertikalenTemperaturgradienten liegt für unsere Breiten bei 0,65 K/100m bis 0,979 K/100m. Begründung:

In der Realität enthält Luft immer zu einem gewissen Grad auch Feuchtigkeit, d.h. es befindet sich gasförmiges Wasser in der Luft (Wasserdampf). Dementsprechend ändert sich auch die spezifische Wärmekapazität cp in der Formel für den Temperaturgradienten. Tatsächlich bleibt der Einfluss der geänderten Wärmekapazität auf den Temperaturgradienten jedoch häufig vernachlässigbar gering, da nur etwa 1 % Wasserdampf in der Luft enthalten ist.

Deutlich größeren Einfluss auf den Temperaturgradienten hat eine mögliche Kondensation des im Luftpaket enthaltenen Wasserdampfes. Mit sinkender Temperatur beim Aufsteigen des Luftpaketes wird es nämlich irgendwann dazu kommen, dass ein Teil des gasförmig gebundenen Wassers kondensiert, d.h. wieder flüssig wird. Dies liegt daran, dass kalte Luft weniger Wasser speichern kann als warme Luft. Beispiel: Bei 20 °C ist in einem Kubikmeter Luft maximal ca. 17 g Wasserdampf enthalten; bei -20 °C hingegen nur rund 1 g.

Die Autoren haben in Ihrer Berechnung daher den mittleren Wert von 0,7 K/100m angesetzt. Wohlwissend, dass der Wert im trockenen und vglw. warmen Sommer 2022 höher und zwar in der Nähe des trockenadiabatischen Temperaturgradienten von 0,979 K/100m, lag. Wir dürfen uns daher auf die Veröffentlichung der vom DWD ermittelten Jahrestemperatur 2022 für Deutschland besonders freuen.

Ermittlung der durchschnittlichen Standorthöhe:

Beispiel: Werden die neuen Stationsstandorte des DWD im 2. Jahrzehnt dieses Jahrhunderts betrachtet, so haben gemittelt, alle 464 neuen Messstandorte, eine Höhe von 295m. Dies ist 60m im Mittel weniger, als alle neuen Messstandorte des DWD im Jahrzehnt vor den Aktivitäten des IPCC und seiner angeblichen menschengemachten Klimaerwärmung.

Anhand der barometrischen Höhenformel, messen die neuen Stationen des DWD im 2.Jahrzehehnt unseres Jahrhundert, „automatisch“ eine um 0,42°C höhere Temperatur, obwohl sich an den Temperaturen in Deutschland selbst, überhaupt nichts geändert hat. Die Autoren nennen so etwas, einen physikalischen Betrug des DWD. Im jetzigen Jahrzehnt sogar eine um 0,81°C höhere Temperatur.

Nun verwundert es nicht mehr, dass in den letzten Jahren immer neue Allzeitrekortwerte im Sommer, bei den Deutschlandtemperaturen, vom DWD gemessen werden. So liegen die in Teil 1 genannten DWD-Rekordstationen in Duisburg-Baerl (ab 01.06.2007 im DWD-Messnetz) oder in Lingen (ab dem 25.09.2008 im DWD-Messnetz) auf 24m Höhe, bzw. auf 22m Höhe!

Auch in Abb.14 ist eine seltsame Korrelation mit Prof. Adrian zu sehen. Just zu dem Zeitpunkt, als er die Präsidentschaft des DWD übernimmt, nimmt der „physikalische Betrug“ an Fahrt auf, um dann just zu dem Zeitpunkt, als er zusätzlich den Vorsitz der WMO übernimmt, erneut an Fahrt zu gewinnen. Hoffentlich liegen die Autoren in Ihrer Annahme hier falsch und so etwas ist nicht eine Empfehlung für die Präsidentschaft in der WMO. Sie erinnern sich, die WMO ist die Organisation, die jüngst verlautbarte: „Acht wärmste Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen“ hier oder hier. Abb.15 ist aus deren Bericht.

Abb.15: Nach Ansicht der WMO zeigt das Chart die Temperaturzunahme der letzten Jahrzehnte. Na, wie die zustande kommt, wissen wir jetzt. Zumindest für Deutschland und den USA (v.g. Bericht des Heartland Instituts). Mit einer menschengemachten Klimaerwärmung, auf Basis sog. THG wie CO₂ hat dies nichts, aber auch rein gar nichts zu tun. Wohl aber mit einer menschengemachten Erwärmung, auf Basis raffinierter Manipulationen am Messnetz und deren Standorte.

Reale Temperaturreihen

Ganz anders als die WMO in Abb.15 die vermeintliche Erwärmungen einzelner Institute veröffentlicht, verhält sich der tatsächliche Temperaturverlauf von Messstationen, fern von WI-Effekten, wie sie z.B. durch das Heartland Institut beschrieben werden. Als Beispiel einer weitgehend WI-freien Messstation, die Wetterstation bei einer Farm in Virginia: Der Dale-Enterprise Weather Station. Fast wärmeinselfrei, weil der Standort selbst bei der Farm in Virginia nicht verändert wurde und weil sich die Farm selbst noch fast unverändert in derselben freien Landschaft findet.

Wir mussten deshalb in die USA „ausweichen“, weil anhand unserer Untersuchungen an allen (!!) DWD-Messstationen (die Ergebnisse der Abb. 13- 14 beinhalten alle DWD-Messstationen, die der DWD nach eigenen Angaben betreibt und jemals betrieben hat!!), in Deutschland keine einzige DWD-Messstation vorhanden ist, die seit Beginn der DWD-Messreihe für Deutschland (140 Jahre) noch unverändert am selben Platz steht und deren weite Umgebung sich durch Menschenhand nicht verändert hat.

Abb. 16, Quelle: Josef Kowatsch. Diese, fast wärmeinselfreie US-Wetterstation, bei einer naturverbliebenen Farm in Virginia, ist die drittälteste im US-Stationssystem. Sie erfasst die Temperaturen noch in Fahrenheit. Interessant ist der Trendlinienverlauf.

Wir wissen, dass ein Beispiel nicht als strategischer Beweis herangeführt werden kann, wie die obige Auswertung des gesamten DWD-Messnetzes, dennoch soll das Beispiel zeigen, dass von einer sog. menschengemachten Klimakrise, auf Basis sog. Treibhausgase (die sollen doch laut Theorie überall in gleicher Art und Weise wirken) nicht die Rede sein kann. Der Mittelwert, zugleich Trendlinie, liegt bei 53,4 F, was 11,9°C entspricht. Siehe hier.

So kann es nicht verwundern, dass die tatsächliche Temperaturentwicklung in Deutschland anders aussieht, als vom DWD dargestellt.

Abb.17 zeigt in rot die Temperaturentwicklung in Deutschland anhand der Daten des DWD von 1891 bis 2021. In grün die mathematische, um die WI-Effekte bereinigte Temperaturentwicklung für Deutschland nach Leistenschneider*4) im gleichen Zeitraum.

Die Temperaturerhöhung in Deutschland beträgt in den letzten gut 100 Jahre lediglich 0,4°C bis 0,7°C, was nach dem Ende der Kleinen Eiszeit (um 1850) und der Erhöhung der Sonnenaktivität zum Ausgang des 20. Jahrhunderts und zu Beginn des 21. Jahrhunderts (der Hauptsonnenzyklus, der im Mittel 207-jährige De Vries-Suess-Zyklus hatte um 2003 sei Maximum, vgl. mit Abb.10 rechts) im Rahmen natürlicher Schwankungen liegt.

*4) Der Autor hat vor 10 Jahren, anhand der Vergleichsbetrachtung der Jahrestemperaturdatenreihe der DWD-Referenzmessstation Hohenpeißenberg zu der Datenreihe der DWD-Deutschlandjahrestemperaturen, auf math. Weise, deren theoretische Überlegungen auf den Strahlungsgesetzen nach Planck und dem Abkühlungsgesetz nach Newton beruhen (ob man so vorgehen darf) und anhand von Steigungsvergleichen beider Messreihen (wo „Sprünge“ zu finden sind), ermittelt, dass die vom DWD herausgegebenen Jahresmittelwerte der Temperatur für Deutschland um +0,9°C bis +1,2°C zu hoch sind.

Der DWD und die Berichterstattung in den Qualitätsmedien, mit Geschichtsparallelen

Soviel zu den Manipulationen des Deutschen Wetterdienstes an seinem Messnetz, um die Deutschlandtemperauren immer wärmer zu machen… Entschuldigung! Der Satz muss natürlich lauten: Soviel zu den Erfolgen des Deutschen Wetterdienstes, sein Messnetz auf die Bedürfnisse der Moderne auszurichten.

Abb.18, Quelle, zeigt die DWD-Führung bei einer ihrer Pressekonferenzen, vor dem Bild der vom DWD propagierten Klimaerwärmung für 2050 und 2100: Immer wärmer und wärmer.

Nun könnte darüber gelacht werden, wäre der ganze Schwindel nicht mit einer gigantischen Geldvernichtung/Umverteilung von „unten“ nach „oben“ verbunden. Für eine vierköpfige deutsche Familie kostet der ganze Schwindel sage und schreibe die Summe von 150.000€, und da sind die Preissteigerungen der aktuellen Energiekrise noch gar nicht berücksichtigt.

Wie sollen nun, angesichts der Manipulationen des DWD an seinem Messnetz, hin zu wärmeren Stationen, die Autoren Abb.18 nennen? Betrüger unter sich? Dies ginge sicherlich deutlich zu weit. Aber vielleicht fällt uns ja noch ein passender Begriff ein.

Für den DWD spricht natürlich, dass Abb.14 „nur“ seine neu hinzugenommenen Messstandorte, also (ohne die Hochrechnung für dieses Jahrzehnt) etwa 1.000 Messstandorte von seinen etwa 2.500 gesamten Messstandorte betrifft. Dennoch, auch für/mit den 1.000 ergibt sich in der Gesamtheit, nach der barometrischen Höhenformel, eine deutliche Temperaturzunahme im Messergebnis, obwohl sich an den Temperaturen in Deutschland überhaupt nichts geändert hat.

Da fällt den Autoren doch gleich ein praktisches Anwendungsbeispiel ein, wie wir die barometrische Höhenformel zum Wohle unseres Landes und seiner Bürger/innen nutzen können.

Alle Politiker in Deutschland, zumindest die überwiegende Mehrzahl, zerbricht sich ihre Köpfe, wie Deutschland das Pariser-Klimaabkommen mit seinem 2°C-Ziel erreichen kann. Daher der Vorschlag der Autoren: Der DWD setzt seine Messstandorte einfach 250m höher und schon wird die Deutschlandtemperatur autom. um etwa 2°C kälter. Und schon hat Deutschland sein Klimaziel erreicht. Und, da die Führungsmannschaft offenbar lauter „Lausereien“, um einen Begriff aus dem Buch des Schriftstellers Ludwig Thoma zu verwenden, bei seinen Messstandorten im Kopf hat, führt die vorgeschlagene Standortverlegung die Führungsmannschaft des DWD durch.

Denn die Führungsmannschaft des DWD ist Eh-da. Dies sind betriebswirtschaftlich also sog. Eh-da-Kosten, wodurch keine zusätzlichen Kosten anfallen und Deutschland sein 2°C-Ziel, ohne weitere Zusatzkosten, erreichen kann und weiter, da die Führungsmannschaft Eh-da ist, merkt/weiß auch niemand, was die so alles tut…. Abb.18 könnte dann, in Anlehnung an Ludwig Thoma: Lausbuben unter sich, betitelt werden. Und die Veröffentlichungen / Verlautbarungen des DWD zum Klimawandel, wie z.B. in Abb.18 zu sehen, sind dann folgerichtig Lausbubengeschichten.

Abb.19, Quelle: ZDF-Mediathek, zeigt die ZDF-Wetterfröschin Katja Horneffer, wie sie am 10. Dezember, anhand der geschilderten DWD-Messdaten, den Zuschauern eine Grafik, ganz im Sinne der Klimalobbyisten, zeigt und die bemerkenden Worte dazu spricht: „Ja, dass waren die wärmsten elf ersten Monate eines Jahres, seit Beginn der regelmäßigen Wetteraufzeichnungen in Deutschland 1881.“

„Da stelle ma uns mal janz dumm“ und „Ne, ne, wat han mir jelacht“. Doch mal im Ernst: Was ist an Aufklärung von den „nützlichen Idioten“ zu erwarten, die alles ungeprüft nachplappern, so lange dies nur in deren Weltbild passt oder sie selbst an der Klimahype profitieren? Sie selbst nennen sich Journalisten. Lenin*3) nannte sie „nützliche Idioten“.

*3) Übrigens eine gern von Lenin verwendete Begriffsbezeichnung, die er auch für das Auswärtige Amt und die deutsche Oberste Heeresleitung verwendete. Demnach für all jene, die er für seine Zwecke benutzte, ohne, dass jene merkten, nur benutzt zu werden.

So hatte das deutsche Auswärtige Amt bereits 1915 über Mittelsmänner zu Lenin, in seinem Exil in Zürich, Kontakt aufgenommen, da man in ihm eine wertvolle Person sah, das Zarenreich zu destabilisieren und Lenin und seine Bolschewiken (zu deutsch: Mehrheitler, was nicht, wie Boris Pasternak in seinem Literaturweltwerk Doktor Schiwago schreibt, auf einer grandiosen Selbstüberschätzung der Bolschewiken unter Lenin – die Bolschewiken waren bis Mitte 2017 in Russland eine unbedeutende Splitterpartei – beruhte, sondern auf den 2. Parteitag der russischen sozialistischen Arbeiterpartei von 1903 in London zurückgeht, als dort um die zukünftige Richtung und Ausrichtung der Partei gestritten wurde und Lenin sich mit knapper Mehrheit der Stimmen durchsetzen konnte und er daraufhin seinen Flügel als die Bolschewiken bezeichnete), die einzige Oppositionspartei Russlands war, die den Krieg rundum ablehnte.

Als die bürgerliche Revolution im Februar 1917 in Petrograd (St. Petersburg wurde im Sommer 1914 in Petrograd umbenannt) den Zaren zum Rücktritt zwang, – eine Revolution, die nichts mit Lenin zu tun hatte – war Lenin in seinem Schweizer Exil in der Spiegelgasse. Ministerpräsident Kerenski, der nach Absetzung des Zaren, Russland regierte, konnte und wollte den Krieg nicht beenden, denn die westlichen Alliierten gaben ihm zu verstehen, ohne Krieg kein Geld und keine Unterstützung. Die aber brauchte er, denn Russland war nicht nur Kriegsmüde, sondern auch pleite.

Das Auswärtige Amt ermöglichte Lenin, mit Unterstützung der OHL (Oberste Heeresleitung) die Fahrt durch Deutschland, dann über Schweden und Finnland nach Petrograd. Bei seiner Ankunft am Bahnhof der russischen Regierungshauptstadt empfing ihn eine gewaltige Menschenmenge. Nicht, weil sie ihn und geschweige denn, sein Programm kannten, sondern, weil das Gerücht gestreut wurde, die Bolschewiken würden Freibier mitbringen.

Nun ist Freibier kein Begriff, der mit Russland assoziiert wird, sondern mit einem anderen Land – richtig, genau jenem Land – und schon weiß man, wer Lenin seine Anhänger zutrieb und ihn in Russland bekannt machte. Insgesamt unterstützte das Auswärtige Amt (AA) und die OHL Lenin und seine Bolschewiken mit 100 Mio. Reichsmark. Geld, das als Handgeld für Streikende/Demonstranten, die Lenins Plakate hochhielten, verwendete wurde, aber auch für den Aufbau und dem Betrieb der Parteizeitung Prawda oder dem Aufbau der Roten Armee benutzt wurde. Aus Sicht des Kaiserreichs war das Geld gut angelegt, denn das erste Dekret, dass Lenin noch in der Nacht nach der Machtergreifung im Oktober 1917 unterschrieb, war die Beendigung des Krieges und die Aufnahme von Friedensverhandlungen mit dem Kaiserreich, die dann zum Friedensvertrag von Brest-Litowsk (Sitz der OHL) führten. Der später von den Alleierten im Versailler-Vertrag annulliert wurde, in dem neue Staaten entstanden, die dann ab 1922 von Lenin/Stalin tlw. wieder in Russland, unter Waffengewalt, eingegliedert wurden und deren Spannungen bis heute andauern.

Ohne diese 100 Mio. hätte es weder eine Oktoberrevolution, noch eine Sowjetunion gegeben und dennoch bezeichnete Lenin seine Helfer mit „nützlichen Idioten“. Auf die Frage nach seiner Allianz mit dem AA und dem OHL antwortete Lenin: „Wenn die deutschen Kapitalisten so dumm sind, uns nach Russland zu bringen, schaufeln sie damit ihr eigens Grab.“ Obwohl Lenin die Deutschen insgeheim bewunderte und Russland am liebsten zu „einem preußischen Büro“ gemacht hätte, wie er in seinem Buch Staat und Revolution schrieb.

Oder: „Ich werde des Öfteren beschuldigt, in der Revolution, mit Hilde deutschen Geldes gesiegt zu haben. Diese Tatsache habe ich nie geleugnet. Noch tue ich das jetzt“, wie er auf einer Parteikonferenz sagte. Und weiter „Ich will jedoch hinzufügen, dass wir jetzt mit russischen Geld, eine ähnliche Revolution in Deutschland inszenieren werden“. So hat er all jenen, die ihn unterstützten, seine wahren Absichten verschwiegen und sie mit „nützlichen Idioten“ bezeichnet.

Diese, von Lenin angekündigte Revolution, fand von Lenin-treuen Anhängern im Spartakus-Bund im Januar 1919 statt. Doch nicht mit dem von Lenin gewünschten Ergebnis einer „Weltrevolution“, sondern, der Aufstand wurde von der Reichswehr nieder geschlagen und Ludwig Erhard 1. Präsident der Weimarer Republik. Oder davor, der (erfolgreiche) Matrosenaufstand auf dem Schlachtschiff S.M.S. Thüringen vom Oktober 1918, nach russischem Vorbild von 1905 (Matrosenaufstand auf der Potemkin) oder vom Oktober 1917 (Aurora), der ganz Norddeutschland erfasste und zum Sturz des Kaisers mit beitrug.

Zum Gesamtkomplex hatte der Spiegel in den 2000´rn eine lesenswerte Titelgeschichte, mit dem Namen „Die gekaufte Revolution“ verfasst. Doch zurück aus der Geschichte in die Gegenwart: Von der gekauften Revolution, zum gekauften Klimawandel oder, wie dies im Neudeutsch heißt: Zur gekauften Klimakrise, von dem gewaltigen Schwindel in der Presse nichts, aber auch gar nichts geschrieben wird….

Außer, dass Klimaverbrecher/Klimakriminelle, verharmlosend als Klimaaktivisten bezeichnet werden, hier oder hier. Die Liste derer, die Verbrecher, verharmlosend als Aktivisten bezeichnen, ließe sich beliebig fortsetzen!

Abb.20, Quelle, zeigt Klimaverbrecher, sie selbst nennen sich Klimaaktivisten der „Letzten Generation“ – ein Name, der auf eine Sekte hindeutet – beim Beschädigen unwiederbringlicher Kunstwerke.

Das letzte Mal, dass in Deutschland Hand an Kunstwerke gelegt wurde, war unter dem NS-Terrorsystem. Und genauso sind solche undemokratischen Verbrecher, die einer (schweigenden) Mehrheit ihren Willen aufzwingen will, zu behandeln. Sektierer, deren Religion auf Lug und Betrug aufgebaut ist.

In der Presse sind weiter solche grandiosen Weisheiten zu vernehmen wie „Die nächste Hitzewelle kommt bestimmt“ oder Dummheiten: „Die Erwärmung der Erde, die wegen der damit verbundenen Zirkulationsänderungen sowohl Hitze- als auch Kälteextreme zur Folge hat, kostete nach dieser Kalkulation allein seit 2019 mehr als 1,6 Millionen Menschen das Leben – 1,3 Millionen durch lange Kälteperioden und mindestens 356.000 wegen der Hitze-Extreme.“ Whow, dass muss wohl ein „nützlicher Oberidiot“ geschrieben haben oder jemand, der sein Geld in sog. grüne Anlagen angelegt hat und nun alles dafür tut, sein Geld zu vermehren: Die gekaufte Klimakrise! Der gekaufte Klimawandel!

Da wird pausenlos Unsinn verzapft, basierend auf manipulierten Daten! Insofern dürfen wir uns auf die nächste Lausbubengeschichte freuen. Diese kommt bestimmt vom DWD und wird von den allseits vorhandenen „nützlichen Idioten“ mannigfach nachgedruckt werden. Gemeint ist die in Kürze anstehende Veröffentlichung der gemittelten Jahrestemperatur für 2022. In Abb.16 wurde sozusagen schon mal die Generalprobe versucht. Da schießt die Temperatur sicherlich „durch die Decke“.

Wie im Artikel nachgewiesen, sind solche Verlautbarungen des DWD lediglich „Potemkinsche Dörfer“. Sie wissen, Fürst Potemkin, der Mitte des 18. Jahrhunderts seiner Zarin Katherina, die auch die Große genannt wird und die 1744 als Handelsware von Anhalt-Zerbst, für den zukünftigen Zaren Peter (nicht zu verwechseln mit Peter dem Großen), nach Moskau in den Kreml kam, der lieber mit seinen Zinnsoldaten Kriegsspiele machte, als sich um sein Land zu kümmern, Dörfer (und damit Besiedlung) vorgaukelte, die in Wirklichkeit gar nicht existierten. Genauso verhält es sich mit den verkündeten Deutschlandtemperaturen und vor allem Temperaturvergleichen des DWD!

Also, bitte dann daran denken: Wir haben derzeit nicht nur Weihnachtszeit, sondern sind auch mitten in der sog. 5. Jahreszeit (Abb.21).

Abb.21, Collage R. Leistenschneider. Passend zur 5. Jahreszeit wird der DWD und die WMO und deren „Fußtruppen“, die nie noch da gewesene gewaltige Jahrestemperatur für das Jahr 2022 veröffentlichen. Wir alle wissen nun, wie diese zustande kommt.

Weniger zum Lachen sind indes die Unsummen an Kosten, die uns dafür auferlegt werden! Jüngstes Beispiel:

„EU einigt sich auf Reform des Emissionshandels und Einrichtung eines Klima-Sozialfonds“ Das EIKE berichtete darüber.

Allein dieses Teilgebiet eines „Klima-Sozialfond“, kostet mindestens 80 Milliarden Euro, hier.

Man muss sich das einmal vorstellen: Da fehlen für Kinder und Schwerkranke die notwendigen Medikamente und in Brüssel werfen Bürokraten, von denen niemand so recht weiß, wofür sie eigentlich „gut“ sind, außer vielleicht als Korruptionsempfänger, wie aktuelles Beispiel in Belgien mit der Vizepräsidentin zeigt, mit vollen Händen unser Geld für Potemkinsche Dörfer hinaus oder besser formuliert, teilen unser Geld von unten nach oben zu den Superreichen um, die durch den Klimaschwindel, wie auch an der Corona-Krise, reicher und immer reicher werden.

Abb.22, Quelle: Josh. Ohne Worte!

Wie lange wollen Gewerkschaften, Kirchen und Verbände diesem unseligen Treiben, dass Millionen von Arbeitsplätzen kostet – „wir spielen mit 6 Millionen Arbeitsplätzen – und weite Teile der Bevölkerung arm, bzw. noch ärmer macht, dieser gewaltigsten Umverteilung von unten nah oben, noch tatenlos zusehen? Einen Klimaschwindel, der auf Lug und Betrug aufgebaut ist. Es darf doch vorausgesetzt werden, dass den Gewerkschaften die Vermehrung ihres Geldvermögens nicht wichtiger ist, als der Erhalt der Arbeitsplätze ihrer Mitglieder! Bei den Kirchen, mit ihrer unrühmlichen Vergangenheit, sind sich die Autoren da nicht so sicher.

In einem sind sich die Autoren indes sicher, dass den wenigsten bekannt ist, dass die DWD-Temperaturreihen von früher und heute, jeweils mit ganz anderen Messstationen erfasst und damit verglichen werden und der v.g. physikalische Betrug des DWD mit der immer niedrigeren Platzierung seiner neuen Messstandorte in Bezug zu NN, bisher völlig unbekannt war.

Wie gesehen, ist von den „nützlichen Idioten“ keine Aufklärung der Bevölkerung zu erwarten. Müssen wir von EIKE, bzw. den Klimarealisten oder den Klimaskeptikern, wie sie von den „nützlichen Idioten“ herablassend betitelt werden, diese Aufklärung derzeit noch alleine übernehmen. Der Bericht ist ein weiterer Bestandteil zu unserem Bestreben dazu.

Raimund Leistenschneider – EIKE

Josef Kowatsch – Naturbeobachter, aktiver Naturschützer und unabhängiger, weil unbezahlter Klimaforscher

 




Die Regenmacher vom Deutschen Wetterdienst oder, wie Temperaturen auf raffinierte Weise warm gemacht werden. Teil 1

Raimund Leistenschneider, Josef Kowatsch

Der DWD wechselt seit Beginn der Klimaaktivitäten des IPCC im Jahr 1990 mehr als sein halbes, bisheriges Meßnetz aus (legt fast 3.300 Meßstandorte still) und platziert seine neu in sein Meßnetz aufgenommenen Standorte (ca. 1.000 von derzeit ca. 2.500 Meßstadorten) immer tiefer in Bezug zu NN, wodurch die Gesetze der barometrischen Höhenformel (Temperaturgradient = 0,979 K/100m in gtrockener Luft) zum Tragen kommen: Die Temperaturen steigen in Deutschland mehr und mehr, obwohl sich an den tatsächlichen Temperaturen überhaupt nichts geändert hat.

Teil 1: Eine Bestandsaufnahme

Wie, werden jetzt womöglich einige fragen? Schamanen beim Deutschen Wetterdienst (DWD)? Und in der Tat, scheint dort ein Oberschamane am Werke zu sein. Dazu im Artikel mehr.

*1) Die Autoren weisen ausdrücklich daraufhin, wenn sie vom DWD schreiben, dann meinen sie nicht die vielen dortigen Meteorologen und Wissenschaftler, die jeden Tag akribisch ihrer Tätigkeit nachgehen, um verwertbare Ergebnisse zu liefern, sondern die dortige Führungsmannschaft, die nicht müde wird, sich und damit ihre Behörde und natürlich den Bundesverkehrsminister – der DWD ist eine Behörde im Bundesverkehrsministerium – mit unsoliden und unwissenschaftlichen Aussagen lächerlich zu machen, siehe hier oder hier.

Vergleiche DWD-Meßreihen zu Hadley Center und Mitteleuropa

Wie bekannt und vielfach beschrieben, wurde es seit ca. 1988 in Mitteleuropa wärmer, durch natürliche (Stichwort: Maximum im Hauptsonnenzyklus, dem im Mittel 208-jährigen de Vries/Suess-Zyklus in 2003 – vgl. mit Jahrhundertsommer in 2003) und menschenverursachte Erwärmungen, die als Wärmeinseleffekte (WI) bezeichnet werden (siehe z.B. nachfolgende Untersuchungen des Heartland Instituts). In diesem Artikel wollen wir indes zeigen, dass die menschenverursachte Erwärmung durch zusätzliche Manipulationen bei den Wetterstationen deutlich verstärkt wurden.

In ihrem Artikel „Der gigantische Schwindel des Deutschen Wetterdienstes bei den Deutschlandtemperaturen“ hatten die Autoren, anhand von Steigungsvergleichen, nachgewiesen, dass mit den Deutschlandmitteltemperaturen des DWD etwas nicht stimmen kann (Abb. 2 – 4).

Abb.2, Quelle: M. Baritz, nach Daten des DWD und Hadley Center.

Beim Vergleich der Meßdaten des DWD für Deutschland, mit denen des Hadley Centers für Zentralengland, ergibt sich ein sonderbares Bild:

– Im Zeitraum von 1881 bis 1987 sind beide Steigungen der mittleren Temperatur nahezu identisch.

– Ebenfalls im Zeitraum von 1988 – 2000

– Plötzlich, ab der Jahrtausendwende, steigen die mittleren Temperaturen in Deutschland um mehr als das 6-fache (Steigung mehr als 6-mal so hoch)

Den Zeitraum ab 2000 merken wir uns für die weiteren Ausführungen!

Gleiches Bild beim Vergleich mit Westeuropa (Abb.3).

Abb.3, Quelle M. Baritz, nach Daten des DWD und Climate Analyzer. Gleiches Bild: Auch hier, bis zur Jahrtausendwende, nahezu identische Verläufe der Temperatur und plötzlicher, rasanter Temperaturanstieg in Deutschland, um mehr als das 6-fache, ab der Jahrtausendwende. Und daß, obwohl Deutschland bei den Vergleichsdaten für Westeuropa mit enthalten ist (kleines Bild links unten)!

Ebenso der Jahresvergleich (Abb.4):

Abb.4; Quelle: M. Baritz, nach Daten des DWD und Hadley Center. Bis 1987 sind die Temperatursteigungen moderat und nahezu gleich. Wogegen sie in Zentralengland bis zur Jahrtausendwende deutlich (5-fach) stärker steigen als in Deutschland*2), um dann wieder auf das Steigungsniveau des Zeitraums bis 1987 zu sinken. Wogegen der DWD die 10-fache (!) Temperatursteigung ab der Jahrtausendwende ausweist. Alles sehr merkwürdig.

*2) Der Grund dafür ist das Jahr 1996, welches in Deutschland erheblich kälter als in Zentralengland war und für die betrachteten Zeitspanne die Steigung signifikant beeinflußt.

Nachträgliche Messwertveränderungen durch den DWD

Weiter hatten die Autoren gezeigt, daß der DWD ganz gezielt die Temperaturjahresdaten für Deutschland nachträglich dahin verändert, dass er die Jahrestemperaturen zu Beginn seiner Meßreihe ab 1881 kälter macht, um dadurch die heutigen wärmer erscheinen zu lassen (Abb.5).

Abb.5, Quelle: Josef Kowatsch, nach Daten des DWD, zeigt die vom DWD nachträglich kälter gemachten Jahre zu Beginn seiner Vergleichstemperaturen für Deutschland-Jahresmittel. Josef Kowatsch hat die Steigungen ermittelt. Sie ergeben eine Erhöhung von 15% für die Jahre 1881 – 1987 (der 1. Betrachtungszeitraum der obigen Vergleiche). Durch solche DWD-Tricks wird es auf wundersame Weise in Deutschland immer wärmer und wärmer.

Gleiche Manipulationen hat der DWD bei den Wintertemperaturen für Deutschland angewendet (Abb.6).

Abb.6, Quelle: Josef Kowatsch, nach Daten des DWD, zeigt die Jahre und die vom DWD nachträglich veränderten Temperaturmittelwerte für Deutschland-Winter, hin zu kälteren Temperaturen, zu Beginn seiner Vergleichsmessungen. Auch hier mit dem Ziel: Die heutigen Temperaturen im Vergleich wärmer darstellen zu können, wenn die historischen Temperaturen nachträglich kälter gemacht werden. Ab 1951 fanden keine nachträglichen Veränderungen vom DWD statt.

Abb.7, Quelle: Josef Kowatsch, nach Daten des DWD zeigt, wie sich die Steigungen und damit die Temperaturvergleiche mit heutigen Temperaturen ändern, nachdem der DWD nachträglich seine Daten manipuliert, Entschuldigung, hin zu kälteren Anfangsjahren verändert hat (unteres Chart). Die Temperaturvergleichswerte in der Steigung unseres 1. Betrachtungszeitraumes, also bis 1987, erhöhen sich um 10%. Die Deutschland-Winter werden also um 10% wärmer, obwohl sich an den gemessenen und ermittelten Temperaturen überhaupt nichts verändert hat. Ein vom DWD künstlich geschaffenes (Weihnachts)Wunder. Eine nachweisliche, menschengemachte Klimaerwärmung, wie unter Abb.5, durch gezielte Manipulation.

Ergebnis dieser Untersuchung in Abb.5 und 6.:

In den letzten Jahren hat der DWD die Temperaturreihen in den ersten Jahrzehnten (bis ca. 1950) nachträglich dahingehend verändert (manipuliert), daß diese Vergleichsjahre zu heute kälter sind und damit die heutigen Temperaturen im Vergleich höher.

Temperaturerhöhung durch veränderte Messmethoden beim DWD

In Fachkreisen bekannt, ist die Vergleichsverzerrung, durch die Umstellung der Meßsysteme und zwar von manueller Ablesung von Quecksilberthermometer, zu elektronischer Messung mit Pt 100-Messfühler.

Dazu der Fachmann Prof. Malberg, FU Met Inst. von 2010:

„Mit den Auswirkungen auf die Klimatemperatur durch die Umstellung von Quecksilberthermometermessungen auf elektronische Meßverfahren Ende der 1980er/Anfang der 1990er Jahre hat sich W. Wehry (Beiträge zur BWK SO 22/09) befasst. Auch dieser (Fort-)Schritt hatte offensichtlich eine gewisse scheinbare Erhöhung der Mitteltemperatur zur Folge, da die elektronischen Messungen in der Regel höhere Maxima als die trägen Quecksilbermessungen ergeben. Der Effekt wirkt sich vor allem dort aus, wo die Mitteltemperatur aus Maximum und Minimum gebildet wird, u. a. in den USA.“

Die Verlagerung von Klimastationen an neue Standorte führt in der Regel zu sprunghaften Änderungen der Klimawerte. Wird die neue Station nicht auf die bisherige Meßreihe (oder umgekehrt) mittels vieljähriger Parallelbeobachtungen reduziert, so kann der Bruch so groß sein, dass die Klimareihe für die Analyse des langfristigen Klimawandels unbrauchbar wird.“

Wie groß die gemessenen Temperaturabweichungen sind, zeigt Abb.8.

Abb.8, Quelle: Beilage zur Berliner Wetterkarte 44/13, „Vor- und Nachteile durch die Automatisierung der Wetterbeobachtungen und deren Einfluss auf vieljährige Klimareihen“, Klaus Hager. Abb.5 zeigt den Unterschied der Messungen mit einem Quecksilberthermometer und der heutigen elektronischen Messungen über einen Zeitraum von 8 1/2 Jahren. Sehr gut zu sehen, dass die elektronische Messung deutlich höhere Werte ergibt und zwar um +0,93°C höher! Dazu der Text des Verfassers, Herr Klaus Hager:

An den 3144 Tagen ergab sich eine mittlere Differenz von + 0,93 Grad – Pt 100 höher als Quecksilber. Die maximal erfasste Tagesdifferenz betrug gar 6,4 Grad! An 41% der Tage war die Differenz 0 bis 1 Grad, an 26% der Tage 1 bis 3 Grad und an 18% der Tage größer als 2 Grad, an 15% der Tage waren die Quecksilberwerte höher als die mit Pt 100 gewonnenen Höchstwerte.“

„Ursachen hierfür können der Grad der Wolkenbedeckung und die Sonnenscheindauer, aber auch Windgeschwindigkeit und Luftmassenwechsel sowie die Bodenbedeckung mit einer Schneedecke sein. Somit kann man nicht mit generellen Korrekturwerten arbeiten, sondern muss lapidar feststellen, dass die früher gewonnenen Meßwerte nicht mit den heutig erfaßten für eine lange Temperaturreihe verwendet werden dürfen, ohne dass Brüche in den langen Reihen entstehen, die nicht real sind.“

Im Ergebnis: Eine Nichtvergleichbarkeit der Mitteltemperaturen von heute mit denen von früher.

Zunehmende Aufnahmen von neuen Messstandorten in das DWD-Messnetz

Doch mit den unter Abb.5 und 6 gezeigten Manipulationen des DWD an seinem Messnetz nicht genug. Zur Klärung, wieso es nun zu so gravierenden, gemessenen Temperaturgegensätzen von DWD-Deutschland, zu Hadley-Zentralengland und Westeuropa kommt, hat Leistenschneider alle Messstationen ausgewertet, die der DWD nach eigenen Angaben betreibt und jemals betrieben hat. Insgesamt an die 20.000 Zeileneintragungen des DWD in seiner Stationsliste. (Abb.9 und Abb.11).

Abb.9, Quelle: R. Leistenschneider, nach Daten des DWD, zeigt die ermittelte Anzahl aller DWD-Messstandorte, die der DWD auf seiner Homepage angibt und die er derzeit in seinem Messnetz hat, aufgeschlüsselt nach Messzeiträumen.

Nur 142 seiner Stationen sind, zumindest dem Namen nach (siehe Abb.10 als Beispiel), seit dem 19. Jahrhundert und damit seit Beginn oder zumindest fast, in seinem Messnetz und können für Temperaturvergleichsbetrachtungen von heute zu früher heran gezogen werden. Dies sind nur etwa 5%!

Denn der momentane Deutschlandschnitt der verschiedenen Monate und Jahre wird aus dem DWD-Messnetz, welches ca. 2.500 Standorte umfasst, gebildet, die weitgehend (95%) nichts mehr mit dem Messnetz zu Beginn seiner Messungen zum Ende des 19.- oder zu Beginn des 20. Jahrhunderts oder gar Mitte des 20.Jahrhunderts zu tun haben. Nur 142 Messstandorte betreibt der DWD noch, die sich zumindest nach dem Namen, bereits seit dem 19. Jahrhundert in seinem Messnetz befinden. Eigentlich verbietet sich somit jeder Temperaturvergleich mit früher, weil schon dadurch „Äpfel“ mit „Birnen“ verglichen werden.

Beispiel:

DWD-Wetterobservatorium Hohenpeißenberg: Seit 01.01.1781 bis heute in Betrieb

Abb.10, Quelle, zeigt nach Angaben des DWD sein Wetterobservatorium Hohenpeißenberg mit denen vom DWD gekennzeichneten Einrichtungen.

Heute steht das Messfeld auf freier Fläche, am Gipfel einer abgeholzten Anhöhe, die sich bei erhöhter Sonnenscheindauer, die wir derzeit in Deutschland zu verzeichnen haben (siehe hier), erwärmt und deren thermische Aufwinde die Messstation dahingehend beeinflussen, dass höhere Temperaturen als früher gemessen werden. Denn bis 1934 war die Messstation an der Nordwand der Klosterkirche in 7 m Höhe, vor dem Studierzimmerfenster befestigt (ganz rechts im Bild, wo etwa der Pfeil „Infopavillon“ ist), von lichten Bäumen umgeben, fernab von thermischen Aufwinden und die Temperaturen wurden dabei von Mönchen abgelesen.

Vergleichbar mit den heutigen automatischen Messungen, mit einem gänzlich anderen Messstandort ist dies keinesfalls!

Ist schon auffällig, wie der DWD seine Messstationen, bei Beibehaltung ihres Namens und der langen Messzeit, von kälteren, nach wärmeren Orten verlegt. Da kann schon der Gedanke eines menschengemachten Klimawandels aufkommen, aber einen, der sich einzig auf die Verlagerung der Temperaturmessstationen, hin zu wärmeren Orten, bewegt. So etwas liegt im Bereich einer groß angelegte Manipulation!

Interessant für die Klärung der vom DWD gemessenen und ermittelten Durchschnittstemperaturen ist die Frage, wann er die neuen Messstandorte in sein Messnetz aufgenommen hat. (Abb.11).

Abb.11, Quelle: R. Leistenschneider, nach Daten des DWD zeigt, wie viele neue Temperaturmessstationen (Standorte) der DWD in den letzten Jahrzehnten in sein Messnetz aufgenommen hat. Schon gravierend, wie sehr der DWD ab der Jahrhundertwende neue Messstationen aufnimmt. In den 2 Jahrzehnten ab der Jahrhundertwende 735 neue Messstationen. Dies sind etwa 4-mal so viele, wie in den 2 Jahrzehnten davor. Nicht nur das, ab 2021 beschleunigt der DWD nochmals rapide die Aufnahme neuer Messstationen und zwar um annähernd das 10-fache (!), wie in den Jahrzehnten des ausgehenden 20.Jahrhunderts. Siehe hierzu auch hier und hier.

Beim DWD-Ausbau seines Messnetzes ist auffällig, dass gerade die neu hinzugenommen Messstationen die Messstationen sind, die Allzeitrekorde bei den Deutschlandtemperaturen messen, wie die Station in Duisburg-Baerl (ab 01.06.2007 im DWD-Messnetz) oder in Lingen (ab dem 25.09.2008 im DWD-Messnetz). Diese Manipulation, hin zu scheinbar höheren Temperaturen, hat übrigens Methode und wird nicht nur vom DWD, sondern auch in anderen Ländern, wie den USA, angewendet, siehe Bericht des Heartland Instituts [in deutscher Übersetzung]. Dafür werden solch naturnahe Messstationen, wie Bruchmühlbach-Miesau – eine Naturgegend, in der wilde Wölfe zu Hause sind – vom DWD stillgelegt (am 09.01.2011 aus dem Messnetz entfernt).

Nun, die Kreativität derer, Informationen in die gewünschte Richtung zu manipulieren, die am sog. menschengemachten Klimawandel (prächtig) verdienen, bzw. durch diesen zu „Ruhm und Ehre“ gelangen, ist bekannt. Wir verweisen dazu auf den 13. Jahrestag von Climategate

Teil 2: Nicht der menschengemachte Klimawandel, sondern, die menschengemachte Klimamanipulation, in Kürze.

Raimund Leistenschneider – EIKE

Josef Kowatsch – Naturbeobachter, aktiver Naturschützer und unabhängiger, weil unbezahlter Klimaforscher

 




Die perversen, engen und betrügerischen ethischen Grundsätze von ESG

Paul Driessen

Warnung: Ihr Rentenfonds wurde möglicherweise von BlackRock oder anderen Wall-Street-Vermögensverwaltern unterschlagen, die einseitig beschlossen haben, dass die zig Billionen Dollar an Geld anderer Leute, die sie kontrollieren, zur Förderung der von ihnen favorisierten politischen Ziele verwendet werden sollten – um „die Welt zu einem besseren Ort zu machen“.

Wie die meisten Menschen wissen, steht ESG für Umweltschutz, soziale Gerechtigkeit und Governance von Unternehmens- und Gesellschaftsangelegenheiten [Environmental protection, Social justice, and Governance of corporate and societal affairs. Das sind alles edel klingende Ziele. Unter ESG geht es jedoch um fortschrittliche, wachsame Agenden, wobei die Verhinderung von „vom Menschen verursachten Klimakatastrophen“ an erster Stelle steht. Das Fondsvermögen wird verwendet, um „Netto-Null“-Klimaprogramme voranzutreiben und Unternehmen, die fossile Brennstoffe nutzen, zu bestrafen oder aus der Finanzierung zu nehmen.

Dieser enge Fokus schafft ernsthafte Probleme. Diese Billionen von Dollar sollen passiv in Index- und andere Fonds investiert werden, die treuhänderisch verpflichtet sind, maximale Renditen für staatliche, kommunale, betriebliche und private Renten- und Investitionskonten zu sichern. Im Rahmen der ESG werden hohe Renditen jedoch allzu oft politisierten Zielen geopfert, oft in Absprache mit Regierungen, Aktivisten und anderen Finanzinstituten, und damit auch unter Verletzung von Kartellgesetzen und grundlegenden ethischen Prinzipien.

Aus diesem Grund ist der Vermögensverwalter Vanguard vor kurzem aus der von der UNO geförderten „Glasgow Financial Alliance for Net Zero“ ausgetreten. In der Zwischenzeit ziehen Arizona, Florida, Kentucky, Louisiana, Missouri, North Carolina, Texas, West Virginia und andere Bundesstaaten Dutzende von Milliarden Dollar aus BlackRock, State Street und anderen Wall Street-Vermögens-Verwaltungsfirmen ab, weil sie ihre treuhänderischen Pflichten verletzt haben. Das ist nur die Spitze des Eisbergs des Betrugs.

Aufgeweckte ESG-Praktiker verwenden auch enge ES&G-Definitionen, um Tugendhaftigkeit zu signalisieren, hochtrabende Reden zu halten und präskriptive Agenden aufzuerlegen, ohne sich um die Konsequenzen zu kümmern. Wenn die „existenzielle Bedrohung durch den vom Menschen verursachten Klimawandel“ das Hauptargument ist, werden die enormen Probleme, die mit dem Ersatz fossiler Brennstoffe durch „saubere erneuerbare Energien“ verbunden sind, einfach ignoriert, unterdrückt und aus der Analyse herausgefiltert.

Die Realitäten der Menschen und des Planeten müssen unbedingt in jede ethische ESG-Analyse einbezogen werden.

Schutz der Umwelt. Anstatt nur die Temperaturen, Stürme, Dürren, den Anstieg der Meere und andere Umweltkosten zu betrachten, die Klimamodelle fälschlicherweise den Emissionen fossiler Brennstoffe zuschreiben, muss eine genaue und ehrliche ESG-Scorecard auch die enormen ökologischen Auswirkungen von Wind-Solar-Batterie-Energiesystemen (WSB) bewerten, die angeblich Öl, Gas und Kohle ersetzen werden.

WSB-Systeme und die dazugehörigen Übertragungsleitungen entstehen nicht von selbst, sondern durch Materialbeschaffung für den globalen industriellen Wandel (MAGIC). Sie erfordern Bergbau in noch nie dagewesenem Ausmaß. Allein für die von Präsident Biden vorgeschlagene erste Serie von Offshore-Windturbinen würden 110.000 Tonnen Kupfer benötigt, die aus 25.000.000 Tonnen Erz gewonnen werden, nachdem 40.000.000 Tonnen Abraum entfernt wurden – plus Millionen Tonnen Eisen, Mangan, Aluminium, Nickel, Beton, Kunststoffe und andere Materialien … aus Milliarden Tonnen Erzen.

Um die gesamte Stromerzeugung aus Kohle und Gas in den USA durch WSB zu ersetzen – plus Benzinfahrzeuge und Gasöfen – wären Zehntausende von Windturbinen, Milliarden von Sonnenkollektoren, Milliarden von Batteriemodulen für Fahrzeuge und Reservestromspeicher sowie Tausende von Kilometern an neuen Übertragungsleitungen erforderlich. Hat BlackRock den Bedarf an Erzen und Minen dafür berechnet? Für einen globalen Übergang?

All diese Turbinen, Paneele, Module, Übertragungsleitungen, Minen, Verarbeitungsanlagen und Fabriken müssen irgendwo untergebracht werden. Haben die ESG-Potentaten festgelegt, in wessen Hinterhof sie stehen werden? (offfenbar nicht im Hinterhof von John Kerry) Haben sie die Auswirkungen auf die Landschaft, die Lebensräume und die Tierwelt abgeschätzt? Die Luft- und Wasserverschmutzung durch die Minen und andere Betriebe? Die Wahrscheinlichkeit, dass die vom Aussterben bedrohten Glattwale durch die Windturbinenanlagen vor der US-Atlantikküste in den Tod getrieben werden?

Erhalten all diese Minen, Gießereien, Fabriken und Auswirkungen von WSB überhaupt (offensichtlich negative) ESG-Bewertungen?

Soziale Gerechtigkeit. Die ESG-Theologie geht davon aus, dass die Armen und die farbigen Menschen am meisten unter dem Klimawandel leiden. In Wirklichkeit profitieren sie am meisten davon, dass es reichlich zuverlässige, erschwingliche Brennstoffe und Elektrizität gibt – für Autos, Arbeitsplätze, moderne Häuser, zum Kochen, Heizen und Klimatisieren. Tatsächlich geht es den Armen und farbigen Menschen in Großbritannien und Europa, wo der „Übergang zu grüner Energie“ bereits weit fortgeschritten ist, nicht besonders gut.

Mehr als sieben Millionen britische Haushalte sind in diesem Winter in Energiearmut geraten, und es wurden spezielle „Wärmestuben2 eingerichtet, um den Menschen zu helfen, das eisige Wetter zu überstehen. Jüngste Schlagzeilen warnen davor, dass es in Großbritannien in diesem Winter zu landesweiten Stromausfällen und umfangreichen Fabrikschließungen und Entlassungen kommen könnte. In Deutschland decken sich Familien mit Kerzen ein, um wenigstens lesen zu können, während sie arbeitslos in ihren Wohnungen frösteln.

Es sterben Menschen, die Krankheiten und Vorerkrankungen überlebt hätten, wenn sie nicht so verarmt, kalt und unterernährt gewesen wären. In den USA haben 14 % der Senioren Mahlzeiten ausgelassen und 10 % haben im Jahr 2022 aufgrund der stark steigenden Energie-, Lebensmittel- und sonstigen Preise medizinische Behandlungen verschoben oder abgesagt oder verschreibungspflichtige Medikamente rationiert. Ehrliche ESG-Bewertungen würden auch all dies berücksichtigen.

Die Entwicklungsländer brauchen dringend verlässliche, erschwingliche Elektrizität, um Arbeitsplätze zu schaffen, Familien aus der Armut zu befreien, Häuser, Schulen und Krankenhäuser zu modernisieren, sauberes Wasser bereitzustellen und Holz und Tierdung zum Kochen und Heizen zu ersetzen. Auch heute noch sterben Millionen von Eltern und Kindern an Atemwegs- und Darmerkrankungen, die in wohlhabenden Ländern unbekannt sind, weil sie keinen Strom haben.

Das ESG-Scoring ignoriert all dies, verhindert aktiv Investitionen in Kraftwerke für fossile Brennstoffe in afrikanischen und anderen Ländern und versucht, die Finanzierung auf Wind- und Solarenergie und die Arbeitsplätze und Lebensstandards zu beschränken, die diese begrenzte, wetterabhängige Energie unterstützen kann. Das ist kaum ethisch oder sozial verantwortlich.

Governance von Unternehmens- und Gesellschaftsangelegenheiten. ESG-Aktivisten und Finanzinstitute arbeiten mit Unternehmen, Bundes-, Landes- und Kommunalregierungen zusammen, um die Klima-Krisenagenda zu unterstützen und Investitionen aus fossilen Brennstoffen in „erneuerbare“ Energien zu lenken. Im Grunde ist dies Faschismus, ein Wirtschaftssystem, in dem die Regierung nicht die Produktionsmittel besitzt, sondern sie durch Gesetze, Politik und Vereinbarungen mit Finanzinstituten, Unternehmen, Aktivisten, Medien und der Wissenschaft kontrolliert.

Ebenso problematisch ist, dass ESG unweigerlich dazu führt, dass sich die modernen Industrienationen zurückentwickeln, da ihre Fabriken und Arbeitsplätze nach China, Indien und in andere Länder abwandern, die im Rahmen von Klimavereinbarungen nicht verpflichtet sind, ihren Kohle- und Erdgasverbrauch in absehbarer Zeit zu reduzieren, und auch nicht die Absicht haben, dies zu tun, und die rekordverdächtige Mengen an Kohle verbrennen, um zuverlässige und erschwingliche Elektrizität zu gewährleisten.

Dies wirft auch beunruhigende Bedenken hinsichtlich der nationalen Sicherheit auf, da die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten immer abhängiger von chinesischen Fabriken und chinesisch kontrollierten Lieferketten für Wind-, Solar-, Batterie-, Transformator-, Kommunikations-, Computer-, Gesundheits- und sogar Verteidigungs-/Waffenrohstoffe und -technologien werden.

ESG-Befürworter spielen diese Bedenken herunter, während sie ignorieren, dass die steigende Nachfrage nach Rohstoffen im Rahmen der Netto-Null-Agenda die Preise für immer knapper werdende Rohstoffe in die Höhe treiben und damit die Energieinfrastrukturen und Volkswirtschaften von Nationen auf der ganzen Welt gefährden würde.

Da kommen einem die Worte Betrug und Schwindel in den Sinn. Aber ein noch besserer Begriff hat seinen Ursprung in China – Shanghai: die Anwendung von Tricks, Einschüchterung oder Gewalt, um jemanden zu zwingen, seiner Marine … oder seinem Unternehmen zu dienen. In diesem Fall zwingt der ESG-Druck Investoren, Unternehmen und Länder dazu, den Interessen der chinesischen Regierung und des Unternehmenssektors zu dienen, die die Lieferketten und die Herstellung von Technologien jeder Art, insbesondere im Energiesektor, kontrollieren. Auch die ESG-Scorecards schenken dem keine Beachtung.

Tatsächlich scheinen BlackRock, State Street, andere ESG-Firmen und ihre Verbündeten aus Regierung und Umweltschutz darauf bedacht zu sein, unseren Planeten mit „grüner“ Energie zu zerstören, um ihn vor Katastrophen durch fossile Brennstoffe zu bewahren, die in Klimamodellen und fieberhaften Vorstellungen existieren (wie in „Die Erde hat Fieber“) … aber nicht in der realen Welt.

Lassen Sie uns dieses Weihnachten oder Chanukka unseren Freunden, Verwandten und Finanzinstituten weise, ehrliche, genaue und aufschlussreiche Umwelt-, Sozial- und Governance-Grundsätze schenken.

Paul Driessen is senior policy advisor for the Committee For A Constructive Tomorrow (www.CFACT.org) and author of books and articles on energy, environmental and human rights issues.

Link: https://wattsupwiththat.com/2022/12/25/esgs-perverse-narrow-fraudulent-ethical-principles/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Auf in die große Zukunft von Offshore-Windenergie!

Francis Menton, MANHATTAN CONTRARIAN

Heute war ein wichtiger Tag auf dem Weg zur Energiezukunft New Yorks: Unser „Climate Action Council“ stimmte für die Verabschiedung des endgültigen „Scoping Plan“, der uns allen sagt, wie wir unter anderem bis 2030 70 % des landesweiten Stroms aus erneuerbaren Energiequellen und bis 2040 ein emissionsfreies Stromsystem erreichen wollen. Die Pressemitteilung trägt die Überschrift „New York State Climate Action Council Finalizes Scoping Plan to Advance Nation-Leading Climate Law“ [etwa: New York State Climate Action Council beschließt Rahmenplan, um landesweit führendes Klimagesetz voranzubringen]. Hier ist auch ein Link zum Rahmenplan selbst.

Wenn ich mir den Rahmenplan und seine Zusammenfassung ansehe, stelle ich fest, dass die beiden wichtigsten Elemente auf dem Weg zu einem emissionsfreien Stromsystem Offshore-Windturbinen und Energiespeicherung sein sollen. Ich habe mich in anderen Beiträgen ausführlich mit der Energiespeicherung befasst. Aber wie sieht es mit der Offshore-Windkraft aus? Wenn sich New York dazu verpflichtet, in nur sieben Jahren auf Offshore-Windkraft als primäre Stromquelle umzustellen, muss es doch einen soliden Plan haben, wie das geschehen soll.

Wie bei allem anderen haben sie auch hier keine Ahnung. Bis heute gibt es keine einzige funktionierende Offshore-Windturbine im Staat New York, und es ist auch keine einzige Offshore-Windturbine im Bau. Die Klimasektierer im Climate Action Council denken, dass sie das einfach anordnen können, und dann wird es schon passieren.

Aus der Zusammenfassung geht hervor, was laut CAC erforderlich ist, um die Emissionsziele zu erreichen:

Der Rahmenplan verlangt, dass der Staat folgende Anlagen installiert:

6.000 Megawatt (MW) dezentrale Solaranlagen bis 2025

3.000 MW an Energiespeichern bis 2030

9.000 MW an Offshore-Windkraftanlagen bis 2035.

Diese 9.000 MW Offshore-Windkraft mögen zunächst nach viel klingen. Bei 10 MW pro Turbine (riesig) wären das 900 dieser Ungetüme.

Die EIA gibt den jährlichen Gesamtstromverbrauch im Staat New York für 2021 mit 141.423.778 MWh an. Teilt man dies durch 8760 (Stunden im Jahr), erhält man eine durchschnittliche Nachfrage von 16.144 MW. 9.000 MW klingen zunächst nach mehr als der Hälfte davon. Nicht schlecht!

Aber natürlich erzeugen Windturbinen im Jahresdurchschnitt nur etwa 35 % ihrer Kapazität. Diese 9.000 MW an Offshore-Windturbinen werden uns also bestenfalls einen Durchschnitt von etwa 3.000 MW liefern, also weit unter 20 % unseres Strombedarfs im Jahr. Oh, und sie planen eine Verdoppelung des Strombedarfs durch die Elektrifizierung von Autos und Hausheizungen, das sind dann 10 %. Und der Spitzenbedarf liegt bei etwa 25.000 MW, nach der Verdoppelung bei 50.000 MW. Wenn die Spitze erreicht ist, können Sie sich nicht auf die 9.000 MW Offshore-Windkraft verlassen. Warum machen wir das also noch einmal?

Wenn das Ganze kompetent durchgeführt werden würde, müsste es doch zweifellos ein funktionierendes Demonstrationsprojekt geben, das zeigt, wie die Offshore-Windenergie gebaut und dann in das bestehende System integriert wird. Falsch. Vielmehr scheint der Plan zu sein, einige gigantische subventionierte Verträge zu vergeben und dann zu hoffen, dass eines Tages etwas gebaut wird.

Hier ist ein Link zur Website der New York Energy Research and Development Agency (NYSERDA). Dort wird behauptet, dass 4300 MW an Offshore-Windprojekten im Bundesstaat „in aktiver Entwicklung“ sind, was weniger als die Hälfte der 9.000 MW ist, die angeblich kommen sollen. Von den 4.300 MW befinden sich fast alle im Atlantischen Ozean vor New York City und Long Island. Hier ist der wichtigste Teil der Karte:

Auf der Website von Empire Wind finden Sie jedoch einen Zeitplan, aus dem hervorgeht, dass das Unternehmen kurz vor der Einreichung von Genehmigungsanträgen bei Bundes- und Landesbehörden steht. Der Bau – falls er überhaupt jemals stattfindet – liegt noch mehrere Jahre in der Zukunft. Auf der Website von Beacon Wind sieht es nicht anders aus.

Und was ist, wenn sich ein gut finanzierter Umweltverband gegen diese Projekte einsetzt? Das ist fast unvermeidlich. So gab es bereits Klagen von wohlhabenden Hausbesitzern, die verhindern wollten, dass die Kabel dieser Windparks in ihrem Gebiet verlegt werden. Hier ist ein Beispiel für eine solche Klage, die 2021 in der Stadt East Hampton eingereicht wurde.

Gibt es Offshore-Windprojekte, die weiter fortgeschritten sind als diese, von denen wir uns ein Bild machen können, wie sich die Dinge entwickeln könnten? Ja, es gibt das Projekt Commonwealth Wind in Massachusetts, vor der Küste von Martha’s Vineyard. Dieses Projekt stand kurz vor dem Baubeginn, als der Auftragnehmer dem Staat im September mitteilte, dass er die Verträge wegen eines starken Kostenanstiegs „neu schreiben“ müsse. Am Freitag (16. Dezember) gab die Baufirma ihre Bemühungen um Neuverhandlungen auf und erklärte, sie wolle aus den Verträgen aussteigen. James Freeman vom Wall Street Journal berichtet darüber in seiner heutigen „Best of the Web“-Kolumne und stützt sich dabei auf einen Bericht von Jon Chest vom Boston Globe:

Die im Entstehen begriffene Offshore-Windindustrie des Bundesstaates erlitt am Freitag einen großen Rückschlag, als Avangrid den staatlichen Aufsichtsbehörden mitteilte, dass es seine Verträge mit drei großen Energieversorgern zum Bau eines massiven Windparks südlich von Martha’s Vineyard beenden will… Im September sagte der Vorstandsvorsitzende Pedro Azagra, dass Avangrid den Bau von Commonwealth Wind, der schließlich genug Strom für bis zu 750.000 Haushalte liefern könnte, auf 2028 verschieben würde und die Verträge aufgrund eines starken Anstiegs der Rohstoffkosten neu verhandeln müsste. Mit dem Schritt vom Freitag hat Avangrid diese Neuverhandlungen aufgegeben.

In Rhode Island erwägen die Aufsichtsbehörden inzwischen die Aussetzung einer bereits erteilten Genehmigung für ein Kabel, welches Strom aus einem anderen Projekt namens Mayflower Wind an Land bringen soll. Dabei geht es nicht um die Umweltauswirkungen des Kabels, sondern vielmehr um die finanzielle Tragfähigkeit des gesamten Projekts:

Die Aufsichtsbehörden von Rhode Island erwägen, den Antrag von Mayflower Wind für Übertragungskabel, die den Sakonnet River hinauf zum ehemaligen Standort des Kraftwerks Brayton Point in Somerset verlaufen würden, auszusetzen, nachdem der Projektentwickler Fragen zur finanziellen Tragfähigkeit der ersten Phasen des von ihm vorgeschlagenen 5-Milliarden-Dollar-Offshore-Windprojekts vor Massachusetts aufgeworfen hat.

Besteht die Chance, dass es New York besser geht? Unwahrscheinlich. Man muss mit langen Verzögerungen und Forderungen nach viel mehr Geld rechnen, bevor irgendetwas gebaut wird.

Wie viele Offshore-Windturbinen sind derzeit in den USA insgesamt in Betrieb? Laut Wikipedia sind es 7, nämlich 5 auf Block Island (Teil von Rhode Island) und 2 vor Virginia. Im gleichen Artikel heißt es, dass die Regierung Biden plant, die Kapazität der Offshore-Windkraft bis 2030 um einen Faktor über 1000 zu erhöhen. Sicher.

Der ganze Beitrag steht hier.

Link: https://wattsupwiththat.com/2022/12/21/on-to-the-great-future-of-offshore-wind-power/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE