Unbequemer Klimaforscher: Fertiggemacht und totgebissen

Der amerikanische Umweltwissenschaftler Roger Pielke Jr. erlaubte sich, punkto Klimafolgen eine abweichende Meinung zu vertreten. Er wurde deshalb öffentlich attackiert, verleumdet und von seiner eigenen Universität gemobbt – bis er aufgab. Überraschend ist das leider nicht.

Von Peter Panther

Roger Pielke Jr. hat einen einwandfreien wissenschaftlichen Leumund: Er ist ursprünglich Politikwissenschaftler und hat sich einen Namen gemacht mit der Interpretation von Extremwetterereignissen. Pielke war viele Jahre an der University of Colorado Boulder als Professor im Bereich Umweltstudien tätig und führte dort ein Institut, das er selbst gegründet hatte. Er konnte in seiner langen Forscherkarriere in so renommierten Wissenschaftsmagazinen wie «Science», «Nature» «PNAS» und «PLOS Biology» publizieren.

Doch Roger Pielke hat ein Problem: Er vertritt einige Standpunkte, die nicht auf der Linie der Erzählung des immer schlimmeren Klimawandels liegen. Pielke anerkennt zwar den menschengemachten Klimawandel und bestreitet auch nicht, dass dieser zu mehr Hitzewellen und Starkniederschlägen führt. Er stellt aber in Abrede, dass bisher ein Trend zu mehr Hurrikanen, Dürren und Überschwemmungen belegt werden kann. Diesen Standpunkt kann er zwar mit hier- und stichfesten Daten belegen. Aber damit wurde er sowohl in der Forschungsgemeinde als auch in der Öffentlichkeit zur «persona non grata».

«Gruselige Einblicke in die Welt der Wissenschaft»

Was Roger Pielke Jr. in den letzten Jahren erleben musste, hat er kürzlich in einem Interview mit dem amerikanischen Fernsehjournalisten John Stossel geschildert. Die Erlebnisse sind schlicht haarsträubend. Die «Welt» kommentierte so: «Seine Geschichte bietet gruselige Einblicke in die Welt der Wissenschaft.»

Es fing an, dass aktivistische Kreise Pielke öffentlich angriffen und ihn als «Klimaskeptiker» bezeichneten. Vor allem der linksorientierte Think-Tank «Center for American Progress» warf ihm vor, falsche Informationen zu verbreiten. Es wurde versucht, ihn von öffentlichen Plattformen auszuschliessen.

Nachdem Pielke 2013 vor dem US-Kongress ausgesagt und dort geltend gemacht hatte, dass langfristige Katastrophendaten keinen Anstieg von Extremwetterereignisse zeigten, geriet er in den Fokus der Regierung von Barack Obama. Ein wissenschaftlicher Berater des damaligen US-Präsidenten bezeichnete Pielkes Aussagen als irreführend – obwohl Pielke seine Äusserungen zweifelsfrei belegen konnte.

Nach der Anhörung forderten einige Kongress-Angehörigen Abklärungen, ob Pielke heimlich Geld von der fossilen Brennstoffindustrie bekommen hatte. Seine Universität leitete deshalb eine Untersuchung ein. Diese verlief zwar im Sand und konnte die Vorwürfe nicht erhärten. Dennoch beschädigten die entsprechenden Gerüchte seinen Ruf als Forscher erheblich, wie Pielke gegenüber Stossel betonte.

Die Situation wurde immer schlimmer: Es erschienen Medienberichte, welche Pielke in ein schiefes Licht stellten. Gleichzeitig bekam er kaum noch Einladungen zu Vorträgen. Wissenschaftliche Kooperationen mit ihm wurden gestoppt. Denn eine Zusammenarbeit mit ihm galt nun als riskant.

Seine Kollegen hatten Angst, selbst in Visier zu geraten

Schliesslich drängte sogar Pielkes Heimuniversität, die University of Colorado Boulder, ihn immer mehr an den Rand. Er durfte sein eigenes Institut nicht mehr weiterführen und erhielt kaum mehr Lehrverpflichtungen. Die Universität stellte die administrative Unterstützung für ihn ein und wies ihm ein winziges, unattraktives Büro zu. Hilfe von Kollegen an der Hochschule bekam Pielke nicht – denn diese hatten Angst, selbst ins Visier zu geraten.

Schliesslich zog Roger Pielke Jr. die Konsequenzen. Er verliess Ende 2024 seine Universität, nach 24 Jahren, und wechselte zum konservativ-liberalen Think-Tank «American Enterprise Institute». Dort geniesst er nach eigenen Angaben wieder volle Forschungsfreiheit. Mit seiner Webseite «The Honest Broker» stösst er zudem auf reges Interesse. Doch es bleibt dabei: Hier wurde ein verdienter Wissenschaftler fertiggemacht und quasi totgebissen – nur, weil er unbequeme Standpunkte vertritt, die dem Klima-Mainstream nicht in den Kram passen.

Wer sich regelmässig mit Klimaforschung befasst, ist ob dem Fall Pielke wohl kaum erstaunt. Immer wieder tauchen Aussagen aus, wonach in diesem Wissenschaftszweig eine Art Kadavergehorsam gefragt ist. Dieser Gehorsam gilt nicht gegenüber irgendwelchen Personen – sondern gegenüber dem Narrativ, wonach der Klimawandel schlimm ist und nur schlimm zu sein hat.

«Voreingenommene Redaktoren und Gutachter»

Man erinnert sich beispielsweise an den US-Klimaforscher Patrick T. Brown. Er schreckte vor drei Jahren mit diesem Satz auf: «In der Klimawissenschaft geht es inzwischen weniger darum, die Komplexität der Welt zu verstehen, als vielmehr darum, als eine Art Kassandra zu dienen und die Öffentlichkeit  eindringlich vor den Gefahren des Klimawandels zu warnen.»

Brown ist, wie Pielke, ein hochverdienter Forscher, der in so angesehenen Fachblättern wie «Nature», «PNAS» oder «Nature Climate Change» publiziert hat. Vor drei Jahren aber verliess er den Wissenschaftsbetrieb aus eigenen Stücken und wechselte zur liberalen Forschungsstätte «Breakthrough Institute». Warum er ausgestiegen war, schilderte er anschliessend in einem Beitrag beim Onlineportal «The Free Press».

Patrick Brown schrieb, wer es heute als Klimaforscher in ein angesehenes Fachblatt schaffen wolle, müsse die Erzählung der verheerenden Erderwärmung bedienen. Redaktoren und Gutachter solcher Fachblätter seien «voreingenommen» und würden «mehr als deutlich machen, dass sie Arbeiten über das Klima wollen, die bestimmte im Voraus festgelegte Narrative stützen».

Der Aussteiger führte ein einschlägiges Beispiel für die Folgen solcher Erwartungen an: sich selbst. Brown schilderte, sich in einer Studie zu Waldbränden in Kalifornien bewusst darauf konzentriert zu haben, wie der Klimawandel das Risiko von Bränden beeinflusse. Es habe zwar andere Faktoren wie die Waldbewirtschaftung oder Brandstiftung gegeben, die punkto der Feuergefahr mindestens so bedeutend seien. Aber, so schrieb Brwon: «Ich wusste, dass ich nicht versuchen würde, andere wichtige Aspekte als den Klimawandel in meiner Forschung zu quantifizieren, weil diese die Geschichte verwässern würden, die angesehene Zeitschriften wie ‘Nature’ und ihr Konkurrent ‘Science’ erzählen wollen».

Wer die Klimaforschung für ergebnisoffen hält, muss naiv sein

Patrick Brown hatte mit dieser Anpassungsstrategie zwar Erfolg und konnte die erwähnte Studie tatsächlich bei «Nature» veröffentlichen. Doch ihn plagte anschliessend das schlechte Gewissen – was ihn dazu brachte, sich dem Konformitätsdruck zu entziehen, seine Universitätskarriere aufzugeben und die gemachten Erfahrungen öffentlich zu machen. Man will gar nicht wissen, wie viele andere Forscher dieses Rückgrat nicht haben und duckmäuserisch die Erzählung des schlimmen Klimawandels nachbeten.

Auch wenn die Fälle Pielke und Brown etwas anders liegen, so zeigen sie doch etwas Gemeinsames: Die Klimaforschung wird heute kontrolliert von wissenschaftlichen Aktivisten, welche jede Abweichung vom geltenden Narrativ sofort bestrafen. Pielke musste zudem die Erfahrung machen, dass selbst seine eigene Universität nicht zu ihm stand, als die Klimalobby begann, ihn öffentlich zu desavouieren. Wer heute noch glaubt, in der Klimaforschung zähle das beste Argument, und es werde hier objektiv und ergebnisoffen gearbeitet, muss naiv sein.

 




Frau Ministerin Reiche Rede am 11.6.26 in Deutschen Bundestag und die Kunst unvereinbares als vereinbar klingen zu lassen

eMail vom 11.6.26 von Rolf Schuster Vernunftkraft (ehemals  Maschinenbaumeister und Radio.-und Fernsehtechniker mit reicher Erfahrung bei der Konstruktion und in Betriebnahme zur  Erfassung und Verarbeitung  von kalibrierfähigen physikalischen Messgrößen) an Frau Ministerin Reiche

von Rolf Schuster Vernunftkraft

Sehr geehrte Frau Ministerin Reiche,
sehr geehrte Mitglieder des Deutschen Bundestages,
liebe Mitlesende im BCC,
bezugnehmend auf Ihre Rede vom 11.06.2026 zu TOP 15 (siehe unten) möchte ich mir erlauben, hierzu einige Kommentare abzugeben:

Sie sollten das Wort „bezahlbar“ durch „preiswert“ oder „billig“ ersetzen.
Die hohen Energiepreise belasten nicht nur die Volkswirtschaft, sondern treffen uns insgesamt schwer.

Sie können Ihre Klimaziele auch weit übererfüllen. Auf das Weltklima werden diese Maßnahmen jedoch keinen spürbaren Einfluss haben.

Wenn Maßnahmen das Klima nicht messbar beeinflussen, zugleich aber die deutsche Volkswirtschaft sehenden Auges
gegen die Wand gefahren wird, ist eine Rückkehr zu einer Marktwirtschaft ohne staatliche Eingriffe dringend geboten.

Der Umstieg auf „Erneuerbare“ ist aus meiner Sicht keineswegs erfolgreich – sichtbar ist er allerdings.

Statt auf weitere Eingriffe in den Strommarkt zu verzichten, planen Sie einen Kapazitätsmarkt für grundlastfähige Kraftwerke.
Auch Batteriespeicher sollen dabei eingebunden werden.
Stattdessen sollten Sie den Einspeisevorrang und das EEG abschaffen; denn die „Erneuerbaren“ sollten
nach mehr als 26 Jahren inzwischen auf eigenen Füßen stehen können.

Die folgenden Zahlen sind dem Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur vom 16.06.2026 zu entnehmen:

 
Energieträger
 
Anzahl
Inst. Leistung MW Speicher          MWh Speicher-Stunden
Solar 6.076.576 123.636
Onshore 29.173 69.682
Offshore 1.748 10.600
Summe Wind   
 +       
Solar
6.107.497 203.919
 
Batteriespeicher 2.668.705 35.706 79.118 2,22

Im Zeitraum vom Sa.13.Jun.2026 bis Mo.16.Jun.2026 hatte Deutschland eine HELLBRIESE.
Zur Mittagszeit lieferten Wind + Solar mehr Energie als verbraucht wurde.
Die Residuallast wurde ebenso wie der Börsenpreis, negativ. Der Strom musste, gegen eine Müllgebühr in das benachbarte Ausland entsorgt werden.
Die Exportströme erlösten 33€/MWh. Die Importströme kosteten 83€/MWh

Wind und Solarenergie kosteten nach meiner Abschätzung die Volkswirtschaft in diesen drei Tagen ca. 230 Mio €

Mit freundlichen Grüßen
Rolf Schuster
35759 Driedorf

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83. Sitzung vom 11.06.2026, TOP 15, ZP 8: Rede von Katherina Reiche

Vizepräsidentin Andrea Lindholz:
Die erste Rednerin in dieser Debatte ist für die Bundesregierung Katherina Reiche, Bundesministerin für Wirtschaft und Energie.
(Beifall bei der CDU/CSU sowie der Abg. Svenja Schulze [SPD])

Katherina Reiche, Bundesministerin für Wirtschaft und Energie:
Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ein Land ohne sichere und bezahlbare Energieversorgung ist wie ein Schiff im Sturm ohne Steuer.
Diese Bundesregierung trägt die Verantwortung dafür, dass die Energiewende gelingt.
Die Bundesregierung trägt die Verantwortung dafür, dass die Energieversorgung nachhaltig ist.
Wir tragen aber auch die Verantwortung dafür, dass Wettbewerbsfähigkeit und Wachstum in Deutschland erhalten bleiben.

(Beifall bei der CDU/CSU)
Es ist richtig, dass die hohen Energiepreise in Deutschland Haushalte belasten, Industrie belasten.
Und wir sehen, wie Unternehmen aufgrund von hohen Energiepreisen Deutschland verlassen.

Wir haben uns zum Klimaschutz verpflichtet – international, europäisch, national –, und wir halten uns daran.
Aber die Frage, ob wir Klimaschutz und wirtschaftliche Stärke wirklich erfolgreich zusammenbringen, ist noch nicht final entschieden.

(Adam Balten [AfD]: Doch: Nein!)
Wir bauen die erneuerbaren Energien weiter aus. Der Anschlussvorrang für erneuerbare Energien bleibt.
Und die erneuerbaren Energien liefern. Im ersten Quartal dieses Jahres haben sie 75 Terawattstunden Strom erzeugt;
das sind 13 Prozent mehr als im ersten Quartal des Vorjahres.

Die Gesamtleistung der erneuerbaren Energien ist auch gestiegen:
um 23 Gigawatt im letzten Jahr, und zwar in allen Segmenten:
PV, Wind an Land, Wind an See, Biomasse.
Auch in diesem Jahr geht der Ausbau planmäßig voran:
4 Gigawatt mehr Solarenergie,
6,3 Gigawatt mehr Windenergie an Land.
Das sind starke Zahlen; aber die Erfolgsgeschichte hat eben auch eine Kehrseite.
2025 konnte an mehreren Tagen kein Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt werden.

(Steffen Kotré [AfD]: Überraschenderweise!)

An 40 Tagen haben die Erneuerbaren unter 20 Prozent des benötigten Strombedarfs gedeckt,
an 79 Tagen unter 30 Prozent und
an 139 Tagen unter 40 Prozent.
Wir hatten häufig konsekutive Ereignisse.
Das heißt, sie geschahen über mehrere Tage am Stück hintereinander. Und für solche Tage brauchen wir gesicherte Leistung;
(Beifall bei der CDU/CSU sowie des Abg. Martin Kröber [SPD])

Leistung, die auch länger als zehn Stunden verlässlich Strom liefern kann. Wir haben Dunkelflauten bislang gut überbrückt,
weil der Kraftwerkspark ausgereicht hat und weil wir Strom importieren.
Auch Speicher sind unverzichtbar für unser zukünftiges Stromsystem.
Speicher sind aber nicht in der Lage, mehrere Tage Stromunterversorgung zu decken.

(Adam Balten [AfD]: Nicht mal 30 Minuten!)
– Ein bisschen mehr ist es, Herr Kollege. – Nach vier bis sechs Stunden sind die Batterien leer,
müssten geladen werden, dann ziehen sie Strom, aber sie liefern keinen mehr.

Der Umstieg auf die erneuerbaren Energien ist erfolgreich und sichtbar. Der Ausstieg aus der Kohleverstromung ist ebenso gesichert und sichtbar,
und er ist gesetzlich verankert. Wenn jetzt aber keine steuerbare Leistung zugebaut wird, dann laufen wir Anfang der 2030er-Jahre in eine
dramatische Unterversorgung mit Strom. Und das schadet unserem Standort.

(Beifall bei der CDU/CSU sowie des Abg. Dr. Malte Kaufmann [AfD])

Ich habe im September des letzten Jahres einen Monitoring-Bericht vorgelegt, und der Befund ist eindeutig:
Ohne Investitionen in steuerbare Kraftwerkskapazitäten und in entsprechende Kraftwerke beherrschen wir diese Dunkelflauten nicht.
Das StromVKG, das wir heute vorlegen, ist Teil einer Gesamtstrategie; einer Gesamtstrategie, um das deutsche Stromsystem verlässlich,
nachhaltig, aber am Ende auch bezahlbar zu machen.
Die Bundesnetzagentur hat uns im letzten Jahr einen Bericht geliefert, den Versorgungssicherheitsbericht.

(Filiz Polat [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Hört eigentlich irgendwer außer uns zu?)

Zusammen mit dem ENTSO-E kommt die Agentur in ihrer Analyse zu dem sehr, sehr klaren Ergebnis:
Anfang der 2030er-Jahre haben wir eine Versorgungslücke von 35,5 Gigawatt Kraftwerksleistung: 35,5 Gigawatt Kraftwerksleistung!
Deshalb sind wir angehalten, ja gezwun-gen, heute zu agieren, damit diese Kraftwerke Anfang der 30er-Jahre zur Verfügung stehen.

(Beifall bei der CDU/CSU sowie des Abg. Martin Kröber [SPD)

Darüber haben wir mit der EU-Kommission verhandelt und legen Ihnen hiermit einen Gesetzentwurf vor, der vorsieht,
in zwei Tranchen, in zwei Wellen in diesem Jahr den Bau von Kraftwerken auszuschreiben: 10 Giga-watt Kraftwerksleistung
nach einem Langzeitkriterium, 2 Gigawatt Kraftwerksleistung als Erzeugungsbeitrag.
Alle Kraftwerke werden wasserstoffumstellungsfähig sein. Und wir sehen zusätzlich vor, dass Kraftwerke,
die früher als 2045 umstellen wollen, davon einen Benefit haben.
Wir haben aber vor allem etwas ganz Grundlegendes geschaffen.
Die Energiebranche fordert seit 2011 einen Kapazitätsmarkt, weil seit 2011 bekannt ist, dass mit einem zunehmenden
Ausbau erneuerbarer Energien – noch einmal: er ist politisch gewollt; wir setzen ihn fort, er wird unterstützt
– Dunkelflauten durch Kraftwerke ausgeglichen werden müssen.
Dafür braucht es einen Kapazitätsmarkt, weil das Zurverfügungstellen gesicherter Leistung eine Intensivierung und eine Absicherung erfordert.

Seit 2011 ist nichts passiert. Wir haben es geschafft, mit der EU-Kommission einen Rahmen zu verhandeln.
Wir haben es geschafft, die Kommission davon zu überzeugen, dass wir einen ausgeprägten Kapazitätsmarkt brauchen werden.
Und wir haben es geschafft, dass dieser jetzt tatsächlich kommt und seinen Beitrag leistet, sodass nicht nur Gaskraftwerke,
sondern am Ende ab 2027 und 2029 auch Batteriespeicher,
bestehende Kraft-Wärme- Kopplungsanlagen und andere Speicher in einem Kapazitätsmarkt Leistungen anbieten können,
um gemeinschaftlich durch einen großen technologieoffenen Kapazitätsmarkt für Versorgungssicherheit in unserem Land zu sorgen.
Das ist wichtig, das ist notwendig, um unseren Standort wettbewerbsfähig zu halten.
Vielen Dank.

 




Widerlegung aller Klimamodelle aus Anwendung der klassischen Themodynamik

Von

Jonathan Cohler

Spricht auch auf der 17. IKEK in Halle am 26.6.27 jetzt anmelden

Anmerkung der Redaktion

Temperatur ist eine intensive Größe, wie sie in der Materie an dem Ort und Zeit wo sie gemessen wird besteht. Intensive Größen lassen sich nicht mitteln.

Grok erklärt diese Frage dann genauer.

Alle Details https://grok.com/share/bGVnYWN5LWNvcHk_ca29b890-0f74-49f3-992e-e475bf675c53 Alle IPCC-CMIP-Modelle wurden kategorisch widerlegt. Diese Schlussfolgerung ergibt sich direkt aus den Grundprinzipien der klassischen Thermodynamik, dem Operationalismus und den Anforderungen physikalischer Messungen, ohne dass zusätzliche Annahmen getroffen werden müssen. Die klassische Thermodynamik, wie sie von Callen und zuvor von Carathéodory streng formuliert wurde, definiert intensive Größen wie die Temperatur ausschließlich innerhalb von Teilsystemen, die sich im lokalen thermodynamischen Gleichgewicht befinden. Temperatur ist keine Eigenschaft, die einer beliebigen Ansammlung von Materie einheitlich zugeordnet werden kann; sie erfordert einen wohldefinierten Gleichgewichtszustand, in dem die fundamentale thermodynamische Beziehung einheitlich gilt. Die Erdoberfläche und die bodennahe Atmosphäre bilden ein makroskopisches Nichtgleichgewichtssystem. Zwischen verschiedenen Regionen findet ein kontinuierlicher Austausch von Energie, Materie und Impuls über die Grenzen hinweg statt; es herrschen anhaltende Temperaturgradienten, Phasenübergänge und dynamische Prozesse, die verhindern, dass das Gesamtsystem die für eine einheitliche, wohldefinierte Temperatur erforderlichen Gleichgewichtsbedingungen erfüllt. Versucht man dennoch, eine einzige globale Zahl zu bilden, die die „mittlere Oberflächentemperatur“ des Planeten repräsentieren soll, muss man zunächst ein Aggregationsverfahren wählen: Flächengewichtung, Volumengewichtung, Gewichtung nach Wärmekapazität, arithmetisches Mittel von Punktmessungen, quadratischer Mittelwert, geometrisches Mittel oder eines von unzähligen anderen mathematischen Verfahren. Die klassische Thermodynamik liefert kein Erhaltungsgesetz, kein Extremalprinzip und keine andere Auswahlregel, die eines dieser Verfahren gegenüber den anderen zur Kombination lokaler Intensitätswerte in einem Nichtgleichgewichtsbereich bevorzugt. Die Wahl des Aggregationsverfahrens beruht daher eher auf menschlicher Konvention als auf physikalischen Gesetzen. Eine physikalische Größe muss gemäß der klassischen realistischen Forderung, die der gesamten Physik zugrunde liegt, für jeden gegebenen Systemzustand einen eindeutigen objektiven Wert besitzen, unabhängig von willkürlichen beschreibenden Entscheidungen. Ändert sich der angegebene Wert je nach der vom Analytiker bevorzugten Mittelungsverfahren, so entspricht er nicht mehr einem objektiven Merkmal der physikalischen Realität. Er spiegelt vielmehr die Konventionen des Analytikers mindestens ebenso sehr wider wie die zugrunde liegenden Zustände. Bridgmans operationalistisches Kriterium bekräftigt denselben Punkt: Ein Konzept erhält seine physikalische Bedeutung nur durch eine eindeutig festgelegte Menge physikalischer Operationen, die seinen Wert bestimmen. Für eine globale Oberflächentemperaturmenge existiert kein solches eindeutiges Operationsverfahren. Die CMIP-Modelle werden anhand genau dieser Konstruktklasse erstellt, optimiert und evaluiert. Ihre internen Parametrisierungen, Strahlungstransportmodelle und Rückkopplungsdarstellungen werden so lange angepasst, bis die simulierten globalen Aggregate mit den gewählten Beobachtungsreihen übereinstimmen. Ihre Leistungsfähigkeit wird daran beurteilt, wie genau ihre berechneten globalen Mittelwerte den gewählten globalen Mittelwerten in den historischen Daten folgen und wie ihre prognostizierten zukünftigen globalen Mittelwerte im Vergleich zu den Prognosen anderer Modelle abschneiden. Fehlt dem Zielkriterium selbst ein eindeutiger physikalischer Bezugspunkt, verliert die gesamte Übung, Modelle an dieses Kriterium anzupassen, ihre wissenschaftliche Grundlage. Die Modelle reproduzieren oder prognostizieren keine wohldefinierte physikalische Observable; sie reproduzieren Muster, die sich aus einem gemeinsamen Satz menschlicher Konventionen zur Mittelung von Nichtgleichgewichtsfeldern ergeben. Dies ist keine Frage geringfügiger Abweichungen oder des Bedarfs an höherer Auflösung. Es handelt sich um einen strukturellen Mangel. Eine Verfeinerung des Gittermaßstabs, eine Verbesserung der Wolkenmikrophysik oder die Einbeziehung weiterer Satellitendaten können einer Größe, die nach den Axiomen der Thermodynamik nicht als eindeutige objektive Eigenschaft existieren kann, keine physikalische Bedeutung verleihen. Die anhaltende Tendenz vieler CMIP6-Ensemblemitglieder, im Vergleich zu Beobachtungen eine übermäßige Erwärmung zu erzeugen, die große Streuung der Gleichgewichtsklimasensitivität innerhalb des Ensembles und die Unfähigkeit der Modelle, regionale Muster und Variabilitätsmodi ohne umfangreiche Anpassungen zu reproduzieren, sind oberflächliche Manifestationen desselben zugrundeliegenden Defekts: Die Modelle werden anhand einer Metrik kalibriert und bewertet, die keiner physikalisch zulässigen Beschreibung des Systems entspricht. Folglich ist das CMIP-Modellierungsprojekt, insofern es seine globalen Temperaturprognosen und abgeleiteten Größen (Energieungleichgewichte, Änderungen des Wärmeinhalts der Ozeane usw.) als wissenschaftlich gültige Darstellungen der physikalischen Realität präsentiert, auf fundamentaler Ebene widerlegt. Diese Widerlegung ist kategorisch, da sie nicht auf einer bestimmten numerischen Diskrepanz oder einer zukünftigen Beobachtungskampagne beruht. Sie ergibt sich aus der Unvereinbarkeit zwischen der zentralen Diagnose des Modellierungsrahmens und den Anforderungen, die die klassische Physik an jede sinnvolle physikalische Größe stellt. Keine innerhalb des gegenwärtigen Paradigmas vorgenommene Verfeinerung kann diese Unvereinbarkeit beheben. Ein anderer Ansatz, der den lokalen und intensiven Charakter thermodynamischer Variablen berücksichtigt und auf die Konstruktion globaler Aggregate verzichtet, die durch die Axiome nicht gerechtfertigt sind, wäre erforderlich, bevor die Klimamodellierung auf physikalisch validen Grundlagen beruhen könnte.

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A screenshot showing a conversation with Grok. The user asks: So now without referencing the theorems directly, write a detailed support for the following X Post:... Grok responds: All IPCC CMIP models have been categorically falsified. This conclusion follows directly from the f...

Von grok.com

 




Bonner Klima-Theater: Zwischen Billionen-Forderungen und maroder Rheinbrücke

Drama, Baby, Drama: Schlimm sieht es aus mit unserem Weltklima. Dagegen hilft nur noch mehr Geld der westlichen Industriestaaten. Wen soll da eine gesperrte Rheinbrücke scheren?

von Holger Douglas

Gesperrte Nordbrücke in Bonn. Im Hintergrund der „Lange Eugen“ (ehem. Abgeordnetenhaus) im Bundesviertel, wo die Klimakonferenz stattfindet

Es ist wieder einmal soweit. In Bonn wird das große Klimarad gedreht. Seit dem 8. Juni treffen sich im ehemaligen Regierungsviertel am Rhein mehr als 6.500 Teilnehmer aus 186 Ländern zu den sogenannten June Climate Meetings der UNFCCC (SB64). Bis zum 18. Juni soll das Treffen dauern. Offiziell ist das Ganze kein pompöser Weltgipfel mit Staatschefs, sondern das „zentrale Arbeitsforum“, um die kommende große Klimakonferenz – die COP31 im türkischen Antalya – vorzubereiten.

Bürokraten, Lobbyisten, NGO-Aktivisten und Wissenschaftler flogen aus aller Welt CO2-produzierend heran und feilen jetzt an Texten, Mandaten und Streitfragen – vor allem an der entscheidenden: Wie kommen wir an das Geld? Immerhin stehen 1,3 Billionen Dollar bis 2035 im Raum, um den Entwicklungsländern die vermeintliche Transformation ins große Klimaglück zu finanzieren. Pro Jahr.

Bestehende Verpflichtungen werden nicht neu verhandelt, heißt es, es muss geliefert werden. Oder auf gut Deutsch: Kohle her! Denn das eigentliche Herzstück der Verhandlungen in Bonn ist das Geld. Die sogenannte „Baku-to-Belém-Roadmap“ peilt diese astronomische Summe von mindestens 1,3 Billionen US-Dollar pro Jahr an. Die Entwicklungsländer fordern dabei feste Zusagen, echte Zuschüsse und die Erfüllung eines Kernziels von jährlich 300 Milliarden Dollar aus öffentlichen Mitteln. In Bonn fallen zwar noch keine endgültigen Entscheidungen über diese Summen, aber es sollen die Grundlagen gelegt werden, auf denen dem westlichen Steuerzahler künftig noch tiefer in die Tasche gegriffen werden soll.

Begleitet wird das Feilschen vom Konzept des „gerechten Übergangs“ (Just Transition). Gewerkschaften, sogenannte „indigene Gruppen“ und abenteuerliche „Klimanetzwerke“ drängen darauf, den Ausstieg aus der fossilen Energie als gigantischen sozialen Umbau mit Beteiligungsrechten und staatlicher Rundum-Versorgung zu gestalten.

An der Spitze dieses Wanderzirkusses steht UN-Klimavormann Simon Stiell. Der war vor seinem UN-Posten unter anderem Minister für Umwelt und Resilienz auf der kleinen Karibikinsel Grenada, also ein klassischer Vertreter derer, die primär die Interessen fordernder Inselstaaten im Blick haben. Er ist nicht nur oberster „Klimadiplomat“, sondern ganz politisch korrekt auch Mitglied der „International Gender Champions“, einer Vereinigung, die sich für Geschlechtergleichstellung in internationalen Organisationen einsetzt. In Bonn sieht man äußerst gelangweilt und missmutig dreinblickende Sitzungsleiterinnen („You have the Floor!“). Man muss schließlich Prioritäten setzen, wenn man die Welt retten will.

Stiell wiederum nutzt die Bonner Bühne, um das wankende Narrativ vom 1,5-Grad-Ziel am Leben zu erhalten. Bei konsequentem und vor allem schnellem Handeln sei das alles noch erreichbar, ruft er. Gleichzeitig strickt er an einer allumfassenden Krisenerzählung: Die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen sei die Wurzel fast allen Übels. Sie treibe die Inflation, sorge für geopolitische Schocks, gefährde die Sicherheit und die Souveränität der Staaten, und überhaupt … Kurz: Klima, Krieg, Preise und Sicherheit werden zu einem ideologischen Großargument für Monsterbillionen an Steuerzuschüssen verschmolzen.

Wozu hat man sich schließlich jahrelang in aller Welt getroffen, um sich auf Summen zu einigen, die man vom „Westen“ fordern könne? Vor fast zehn Jahren war Bonn Gastgeber eines internationalen Klimagipfels. TE berichtete seinerzeit 2017. 55.000 Quadratmeter schöner Wiesen in den Bonner Rheinauen wurden seinerzeit mit Brettern und Zelten überdeckt. In einem „Regelbuch“ durfte man lesen, wie die Beschlüsse des vorausgegangenen Klimagipfels in Paris verwirklicht werden sollen.

Wir erinnern uns: Das war jener Budenzauber, bei dem sich am Ende Mädels aus aller Welt, die „was mit Klima machen“, in den Armen lagen und feuchten Auges ausriefen: »Sie haben ‚Ja‘ gesagt!« Ja, zu zwei Prozent weniger CO2. Daraus leitet dann eine weniger begnadete Regierung den Handlungsauftrag ab, eine Wirtschaftsnation zugrunde zu richten.

Hinter der technokratischen Fassade der UN-Nebenorgane verbirgt sich die altbekannte, gut geölte Maschinerie des globalen Klimawandel-Alarmismus. Das Motto lautet wie eh und je: Drama, Baby, Drama! Schlimm steht es angeblich um unser Weltklima, und die einzige Medizin, die dagegen hilft, ist – man ahnt es – das Geld der westlichen Industriestaaten.

Noch verheerender für die Glaubwürdigkeit der Bonner Alarmrhetorik ist jedoch der Blick auf den realen globalen Energiemix. Fossile Energieträger sind keineswegs auf dem Rückzug; sie bilden nach wie vor das unverwüstliche Rückgrat der Weltwirtschaft. Dem aktuellen Statistical Review of World Energy nach machten fossile Brennstoffe 2024 satte 86 Prozent des globalen Primärenergieverbrauchs aus. Die Internationale Energieagentur (IEA) meldete für den weltweiten Stromsektor im selben Jahr einen fossilen Anteil von fast 60 Prozent. Kohle blieb mit 35 Prozent die größte Einzelquelle für Elektrizität, während die Kernkraft weltweit rund 9 Prozent beisteuerte.

Wer vor diesem Hintergrund den schnellen, kompromisslosen Abschied von Kohle, Öl und Gas fordert, betreibt Realitätsverweigerung. Die UN-Bürokraten bleiben die Antwort schuldig, wodurch diese gigantischen Energiemengen zuverlässig, bezahlbar und vor allem industrietauglich ersetzt werden sollen.

Selbst die „Klimawissenschaft“, die sonst so gerne als unfehlbares Dogma ins Feld geführt wird, zwingt die Apokalyptiker mittlerweile zur Mäßigung. Die extremen Hochemissionspfade wie das berüchtigte Szenario RCP8.5, die jahrelang von Medien und Politikern für das Zeichnen von globalen Untergangsszenarien missbraucht wurden, wanken massiv. In der aktuellen wissenschaftlichen Arbeit im Rahmen von ScenarioMIP/CMIP7 wird eingeräumt, dass diese extremen Pfade schlicht unplausibel sind. Das IPCC hat sie zurückgezogen.

Ihren satirischen Höhepunkt findet die Bonner Konferenz übrigens vor der eigenen Haustür. Während die Delegierten im klimatisierten Plenarsaal über die Zukunft der globalen Mobilität und hypermoderne Infrastrukturen schwadronieren, bricht die reale Infrastruktur der Gastgeberstadt zusammen. Seit dem 3. Juni 2026 – also pünktlich kurz vor Konferenzbeginn – ist die Friedrich-Ebert-Brücke, die zentrale Bonner Nordbrücke der Autobahn A565, wegen massiver struktureller Schäden komplett gesperrt. Die Ironie ist unübersehbar: globale Rettung versus marode Brücken.

Über 100.000 Autofahrer, Firmen und Pendler stehen nun täglich im Stau, müssen kilometerweite Umwege in Kauf nehmen und baden das jahrzehntelange Staatsversagen beim Erhalt der heimischen Verkehrswege aus. Deutsche und westliche Politik der Gegenwart meint, das Weltklima im Jahr 2100 auf ein Zehntelgrad genau steuern zu können, scheitert aber krachend daran, eine Betonbrücke über den Rhein im Jahr 2026 funktionstüchtig zu halten. Ginge es wirklich um CO2-Reduktion, müsste der Aufruf lauten: Baut mehr Kernkraftwerke! Die gelten als CO2-neutral.

Aber was sollten die vielen Pflanzen und Bäume sagen, die auf ihren wichtigsten Baustoff angewiesen sind, das CO2. Der leicht erhöhte CO2-Gehalt in der Atmosphäre hat in den vergangenen Jahren dazu geführt, dass die Ernten reichhaltiger werden.

Der Klimazirkus macht gerade Zwischenstation in Bonn und zeigt sich wieder einmal als eine gigantische Umverteilungsmaschine von West nach Ost und Süd, während zu Hause die Brücken bröckeln.

Oder wie sagte das einst Otmar Edenhofer vom PIK Potsdam: „Man muss sich von der Illusion frei machen, dass internationale Klimapolitik Umweltpolitik ist. Das hat mit Umweltpolitik, mit Problemen wie Versteppung oder dem Schmelzen von Gletschern, fast nichts mehr zu tun. […] Wir verteilen durch die Klimapolitik de facto das Weltvermögen um.“

Der Beitrag erschien zuerst bei TE hier




Die Falsifizierung der Treibhaus-These

von Dieter Glatting

Der Einfluss des CO2 auf das Klima, oder anders ausgedrückt, die Erhöhung der Globaltemperatur durch die Erhöhung der CO2 Konzentration in der Atmosphäre der Erde wird weitläufig als Fakt dargestellt. Vielfach wird dafür einfach der Treibhauseffekt (TE) [1] genannt. Gleichwohl in [1] aufgezeigt wird, dass der Begriff nicht definiert und dass er aus physikalischer Sicht Unsinn ist, wird er vom IPCC und den damit verbundenen Institutionen als Sammelbegriff für die Begründung eines strahlungsbasierten Atmosphärenmodell (Treibhaus-These) verwendet [2]. Es handelt sich um eine These, da diese Behauptung nie bewiesen wurde.

Ausgangspunkt ist hierbei, dass die Erdoberfläche Wärmestrahlung im Infrarotbereich abgibt. Diese Strahlung wird von infrarotaktiven Gasen, also Molekülen, mit Anregungszuständen in diesem Energiebereich, diese Strahlung absorbieren. Für CO2 spielt dabei die 15 μm Linie (ν2-Bande (Biegeschwingung) im CO2-Molekül) eine besondere Rolle, da diese Linie im Emissionsmaximum der Abstrahlung der Erdoberfläche liegt und diese Linie die einzige Linie ist die CO2 nicht mit H2O gemeinsam hat.

Abbildung 1: Die vom Weltall gemessenen Absorptionskurve der thermischen Strahlung der Erdoberfläche

Die strahlungsbasierten Atmosphärenmodelle errechnen auf Basis ungestörter Spektren (isolierte Moleküle) eine Erhöhung der Rückstrahlung auf die Erdoberfläche, die zu einer zusätzlichen Leistung auf der Oberfläche führen soll. Diese zusätzliche Leistung pro Fläche [W/m2] wird auch Antrieb oder in der Fachliteratur Forcing genannt. Dieses Forcing fließt in die Atmosphärenmodelle ein, die aufgrund der zusätzlichen Leistung pro Flächeneinheit natürlich zu dem Ergebnis kommen, dass es wärmer wird. Diese Aussagen sind damit in etwa so trivial, wie die Tatsache, dass die Herdplatte wärmer wird, wenn man den Strom anstellt.

Viele Diskussionen zum Thema Klima drehen sich um die Atmosphärenmodelle, die aufgrund des postulierten Antriebes nur eine Erhöhung der Temperatur ausweisen können. Da die Atmosphärenmodelle alle mit dem gleichen Forcing arbeiten, unterscheiden sie sich durch die unterschiedliche Modellierung nur im Temperaturzuwachs T. In diesem Artikel wird die Herkunft des Forcings genauer beleuchtet.

Das Forcing aufgrund der Erhöhung der CO2-Konzentration und somit durch die Erhöhung der Rückstrahlung, wird von Wikipedia [2] mit der Formel

Screenshot

angegeben. Dabei ist c0 die Anfangskonzentration an CO2 und c die aktuelle Konzentration. Nach der Treibhausthese leisten darüber hinaus Methan, Halogenwasserstoffe, Lachgas, Fluorkohlenwasserstoffe und Ozon positive Beiträge zum Forcing und Aerosole ein negatives (d. h. kühlendes) Forcing. In den folgenden Ausführungen wird sich auf CO2 beschränkt.

In [2] wird bezüglich der wissenschaftlichen Basis dieses zusätzlichen Antriebes auf den Dritten IPCC Assessment Report [3], bzw. auf ergänzende Arbeiten von G. Myhre u. a [4] verwiesen. In [4] wird vorausgesetzt, dass die Berechnung der Strahlungswirkung dem wichtigsten WMGG (Well Mixed Greenhouse Gases) unter Verwendung einer Reihe von Modellen und Annahmen entspricht. Es wurden drei Strahlentransferschemata verwendet; das Line-by-Line-Modell (LBL-Modell), das Schmalbandmodell (NBM-Modell) und das Breitbandmodell (BBM-Modell). Referenzen zu diesen Modellen werden in [4] ebenso angegeben, wie dass für die Spektralbanddaten überwiegend von HITRAN übernommen wurden.

HITRAN ist ein Akronym für „high-resolution transmission molecular absorption database“. Aus den dort verfügbaren Daten entnehmen die Treibhausmodelle wie [4] und die zugrundeliegende Arbeit [5] Transmission und Absorption. Auf die dazugehörigen Emissionsgrade wird in diesen Arbeiten überhaupt nicht eingegangen

Glücklicherweise gibt es im Netz verschiedene Beschreibungen, die die Modellierungen, die Annahmen und die Verwendung der Spektren beschreiben. Hier wird sich im Folgenden auf die sehr ausführlichen Beschreibungen in [6] verwiesen, die sich wiederum auf die Ausführungen in [4] und [5] beziehen.

Die vom CO2 absorbierte Strahlung wird von den Treibhaus-/Strahlungsmodellen wieder vollständig emittiert.

In [6] wird dazu geschrieben:

„So for each layer – and each wavenumber interval – the transmitted radiation (incident radiation x transmissivity) was calculated for each wavenumber. This was done separately for up and down radiation. The emitted radiation was calculated by the Planck formula and the emissivity (= absorptivity at that wavenumber). “

Damit wird ein

Emissionsgrad = 1

angegeben, wie er für einen perfekten schwarzen Köper gelten würde. Diese Angaben sind insofern gerechtfertigt, da die Emission von CO2 in weiten Teilen des Spektrums Null ist, aber in der ν2-Bande (15 μm Linie) sehr nahe bei 1. Diese Annahme würde man zumindest für ungestörte CO2-Moleküle annehmen. Diese Bedingung sollte daher für stark verdünntes Gas vorliegen, also die mittlere Abstrahlungszeit viel kleiner ist als die Zeit zwischen zwei Stößen ist.

An dieser Stelle wird von den Treibhausgasbefürwortern die reale Atmosphärenphysik ausgeblendet und nur mit einer ungestörten Strahlungsphysik zu arbeiten.

In den Treibhaus-Modellen sind die hohen Emissionsgrade notwendig um ein relevantes Forcing zu generieren. Um das Postulat des Treibhauseffektes aufrecht zu erhalten, werden diese Fakten ignoriert und mit der Reduktion auf die Strahlungsphysik aufgezeigt, dass eine höhere CO2-Konzentration in der Atmosphäre, zu zusätzlicher Rückstrahlung der ν2-Bande (15 μm Linie) des CO2 auf die Erdoberfläche führt. Dies wird folgendermaßen erklärt. Bei höheren CO2 Konzentrationen würde sich der Strahlungsfluss verschlechtern. Dadurch würde sich der Partialdruck des CO2 erhöhen, womit sich die Abstrahlhöhe um rund 100 m bei CO2-Verdopplung verschieben würde. Damit würde die Oberfläche mehr Rückstrahlung erhalten, was zu einem zusätzlichen Strahlungsantrieb von 3,7 W/m2 [5,35 W/m2*ln(2), siehe Gleichung 1] bei Verdoppelung der CO2-Konzentration in der Atmosphäre führen würde.

Die alternative Argumentation der Treibhausbefürworter ist, dass der Transport der Wärmeenergie von den unteren in die oberen Schichten der Atmosphäre quasi nicht per Konvektion, sondern zu einem beträchtlichen Teil über Strahlungsflüsse stattfindet, Ab einer Höhe von ca. 5.000 m (und höher) würde dann die Abstrahlung ins Weltall erfolgen. Bildlich wird dies in den Schulbüchern so dargestellt, dass sich durch mehr CO2-Möleküle, mehr Streuungen der Infrarot-Quanten ergeben, womit mehr Strahlung auf die Oberfläche zurückgeworfen wird.

An dieser Stelle kann man unter Verwendung der Abbildung 1 ein Gedankenexperiment machen. Die Absorptionslinie bei 15 μm ist gut zu erkennen. Wenn die CO2-Moleküle die Strahlung aufnehmen und wieder abstrahlen würden und ein Teil zur Oberfläche zurückgestrahlt werden würde und dann die Abstrahlung des Restes ab einer Höhe von 5000 m ins Weltall erfolgen würde, bekäme man keine Absorptionslinie, sondern bestenfalls eine Mulde oder Delle, die durch die Rückstrahlung verursacht wurde.

Es heißt aber Absorptionslinie, weil die Strahlung absorbiert und in eine andere Energieform (Man könnte es warme Luft bzw. Konvektion nennen) umgewandelt wurde.

Der Ausgangspunkt der Argumentation der Treibhaus-These ist, wie bereits geschrieben, der zugrunde gelegte sehr hohe Emissionsgrad der CO2 Moleküle in der ν2-Bande (15 μm Linie). Daher wird hier auf den Emissionsgrad von CO2 eingegangen.

In der Gasphase ist eine stoßfreie Relaxationszeit für den ν2-Bande -Modus (Biegeschwingung des CO2-Moleküls) physikalisch nicht definiert, da Schwingungsenergie (V-T-Relaxation) zwingend intermolekulare Stöße benötigt. Ohne Stöße bestimmt die strahlungsbedingte Lebensdauer (spontane Emission) des angeregten Zustands die Abklingzeit, welche für die ν2-Bande (15 μm Linie) etwa 0,7 bis 0,8 Sekunden beträgt. In der Physik wird diese Zeitspanne bis zur spontanen Emission eines Quants, wie bei der hier betrachteten ν2-Bande (Biegeschwingung) im CO2-Molekül nicht direkt gemessen, sondern über die sogenannte Einstein-Wahrscheinlichkeit für spontane Emission (Akt) definiert. Die Strahlungslebensdauer (τ) ist der Kehrwert dieses Koeffizienten (τ = 1/A). Für die wichtigste Schwingungsbande von CO2. die Biegeschwingungbei einer Wellenlänge von 15 µm, welche die Erdausstrahlung blockiert) ist der Einstein-Koeffizient (A\) laut HITRAN-Datenbank ungefähr 1,3 bis 1,5. Bildet man den Kehrwert (1/1,33), ergibt sich mathematisch etwa eine Strahlungslebensdauer von ca. 0,75 Sekunden.

In den unteren Schichten der Atmosphäre (Troposphäre) ist die Luftdichte hoch. Ein angeregtes CO2-Molekül stößt dort milliardenfach pro Sekunde mit anderen Luftmolekülen (zusammen.

Unter normalen atmosphärischen Druckverhältnissen, also bis ca. einer Höhe von 5.000 m, stoßen Luftmoleküle hauptsächlich Stickstoff N2 und Sauerstoff O2 nach einer Zeit von 10-10 bis 10-8 Sekunden zusammen [7]. Die Chance für eine Relaxation durch Stöße ist somit um Größenordnungen höher als durch spontane Emission. Dementsprechend wird die Kollisionsdominierte Relaxationszeit mit ungefähr 6 Mikrosekunden angegeben.

Die absorbierte Strahlungsenergie wird fast immer (zu über 99,99 %) durch Kollisionen in kinetische Energie (Wärme) umgewandelt, bevor das Molekül die Zeit hat, spontan ein Photon auszusenden.

Daher ist der

Emissionsgrad = 0

Das Gas erwärmt die Umgebungsluft, womit die Konvektion zum dominierenden Effekt wird. Dementsprechend kann keine Rückstrahlung stattfinden. Damit kann die Absorptionslinie in Abbildung 1 zwanglos erklärt werden und macht verständlich, warum nie ein experimenteller Nachweis zur Treibhaus-These gefunden werden konnte, womit die Politik, nicht einmal auf Basis einer Theorie gehandelt hat. Die gesamte Herleitung des Forcings durch Erhöhung der CO2 in der Atmosphäre ist damit hinfällig.

Literaturverzeichnis

[1] G. G. u. R. D.Tscheuschner, Falsifizierung der atmosphärischen CO2-Treibhauseffekte im Rahmen der Physik,.
[2] Wikipediea, Strahlungsantrieb.
[3] W. G. I. IPCC Third Assessment Report, The Scientific Basis, Kapitel 6.3.1, Carbon Dioxide, Chapter 6: Radiative Forcing of Climate Change, S. 356–358.
[4] G. E. H. K. S. a. F. S. 1. Myhre, New estimates of radiative forcing due to well mixed greenhouse gases. Geophys. Res. Lett., 25, 2715-2718.
[5] .. C. S. Cusack and J.M. Edwards, „Investigating k distribution methods for parameterizinggaseous absorption in the Hadley Centre Climate Model,“ JOURNAL OF GEOPHYSICAL RESEARCH, VOL. 104,NO. D2, PAGES 2051-2057,JANUARY 27, JANUARY 27, 1999.
[6] -, Effect, Atmospheric Radiation and the “Greenhouse”.
[7] tec-science, „Mittlere freie Weglänge & Stoßzahl (Herleitung)“.hermodynamik-waermelehre/.

Anmerkung der Redaktion: Wer mehr zum Treibhaus Effekt insbesondere zur Gegenstrahlung sei auf diesen Aufsatz Der negative Treibhauseffekt Teil 2 verwiesen.