Kältereport Nr. 22

Einführung des Übersetzers: Diese und alle weiteren Kältereports speisen sich überwiegend aus den Quellen Electroverse und iceagenow.info.

Auch in diesem Report finden sich nur Meldungen von der Südhemisphäre, wenngleich deren Zahl nun aber abnimmt. In unseren Medien wird – wie könnte es anders sein – über die Hitzewellen vor unserer Haustür schwadroniert. Schlimm genug sind sie sicher. Aber 1. ist es im Sommer am Mittelmeer fast IMMER trocken, und 2. ist die Hitze in diesem Jahr vielleicht stärker ausgeprägt als in den Vorjahren, aber keineswegs beispiellos.

Und was ich nicht verstehe (vielleicht kann mir ein Kommentator helfen): Wenn es sehr heiß und trocken ist und ich durch den Wald gehe – fängt der doch nicht gleich zu brennen an! Heißt: Ursache der Brände können nur Menschen sein, sei es nun fahrlässig oder mit böser Absicht – Spekulanten schrecken bekanntlich vor nichts zurück.

Und noch eine Bemerkung zu diesen Kältereports: von diesen Kaltereignissen findet sich fast nie etwas in unseren Medien. Wenn diese Reports einseitig sind (was der Fall ist), sollte man sie mit den Hitze-Ereignissen in den Medien (ebenso einseitig) in Beziehung bringen. Was kommt dann heraus? Hinsichtlich des Vorzeichens von Extremwetter – Netto Null!

Und allgemein zu Extremen: Wenn es plötzlich keinerlei Wetterextreme mehr geben würde – wäre nicht DAS äußerst extrem?

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Nun also, hier weitere Meldungen über Kalt-Ereignisse:

Historische Kälte setzt sich in Brasilien fort: In mehr als 33 Gemeinden von Rio Grande do Sul hat es am Mittwoch geschneit

29. Juli: Südamerika wurde in den letzten Monaten von extremen polaren Kältewellen heimgesucht.

Mitte Juni kam es in Argentinien zu historischen Schneefällen, während im Juli auf dem gesamten südamerikanischen Kontinent eine Reihe neuer Tiefsttemperaturen gemessen wurden, darunter die zweitniedrigste Temperatur, die jemals in den Tropen gemessen wurde.

Diese Woche wurde der Süden Brasiliens von einer neuen Frostperiode heimgesucht, die u. a. die Kaffee- und Maisernte des Landes weiter schädigte.

Am Mittwoch (28. Juli) kam es außerdem zu seltenen und heftigen Schneefällen, die mindestens 13 Städte im Bundesstaat Rio Grande do Sul unter einer Schneedecke begruben – ein noch nie dagewesenes Ereignis.

Meteorologen warnten bereits in der vergangenen Woche vor dieser jüngsten Runde polarer Kälte und sagten, es werde die kälteste seit 1955 sein.

„Die kalte Luftmasse hat das Potenzial, eine der intensivsten in diesem Jahrhundert zu werden“, hatte MetSul gewarnt.

Link: https://electroverse.net/historic-cold-continues-to-batter-brazil/

Anmerkung: Die Schneefälle in Brasilien haben als Nachricht sogar Eingang in den alarmistischen Blog wetteronline.de gefunden.

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Sommerschnee in den europäischen Alpen + Australische und neuseeländische Skigebiete mit “ enormen Schneefällen „

4. August: Der Winter in der südlichen Hemisphäre ist oft ein Vorbote für den kommenden Winter in der nördlichen Hemisphäre; und wenn man den jüngsten Entwicklungen in „the upside down“ Glauben schenken darf, dann sollten wir Nordländer buchstäblich „das Heu machen, solange die Sonne scheint“, denn dieser SH-Winter war bisher ein echter Hammer (vor allem in Südamerika und im südlichen Afrika).

In der Tat sammelt sich in den höheren Lagen Europas schon jetzt Schnee an:

Sommerschnee in den Alpen

In den letzten Tagen wurde auf den Gletschern der europäischen Alpen in Höhenlagen um die 3.000 Meter erheblicher Sommerschneefall gemeldet.

Vom Stubaier Gletscher in der Nähe von Innsbruck in Österreich liegt die jüngste Meldung über Schneefall vor:

Sommerschneefall ist aber in dieser Höhe nicht beispiellos.

Ski-Gebiete in Neuseeland mit enormen Schneemengen

Neuseeländische Hänge wurden am Dienstag von „enormen Schneemengen“ heimgesucht, als eine antarktische Front die Südinsel heimsuchte, berichtet stuff.co.nz.

Starke Schneefälle auch in Australien

Ende letzten Monats meldeten die Australischen Alpen den stärksten Schneefall seit 21 Jahren.
In Spencer’s Creek wurden 183,6 cm gemessen – die höchste Schneehöhe seit 2000.

Wie der Meteorologe @Ben_Domensino twitterte (unten): „Nur 10 der letzten 68 Jahre haben so viel Schnee gehabt…“


Hier sind Australiens Temperaturanomalien für heute, den 4. August:

Link: https://electroverse.net/summer-snow-hits-the-alps-australian-and-new-zealand-ski-fields-see-huge-dumps/

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wird fortgesetzt … (mit 23)

Abschließend hier noch ein paar Zitate:

Wenn man an dieser Stelle immer noch an AGW glaubt, schädigt man die Gesellschaft – anders kann man es nicht ausdrücken“ – Quelle unbekannt

Blinder Glaube an die Obrigkeit ist der größte Feind der Wahrheit“ – Albert Einstein

Die Wissenschaft betrachtet alle Wissensansprüche, alte und neue, mit Skepsis. Sie lehrt nicht den blinden Gehorsam gegenüber den Autoritäten, sondern eine energische Debatte…“ – Carl Sagan

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE




Flutkatastrophe: Totalversagen der Klimawandel-Propheten

Fred F. Mueller

Die Flutkatastrophen infolge des Tiefs Bernd haben nicht nur in Deutschland, sondern auch in Nachbarländern ungeheure Schäden hinterlassen, zahlreiche Menschenleben gefordert und viele Existenzen vernichtet. Jetzt behaupten landauf, landab Fernsehen, Zeitungen und Politiker lautstark, diese Katastrophe sei eine Folge des „menschengemachten Klimawandels durch CO2“. Deshalb solle Deutschland künftig mehr in „Klimaschutz“ investieren. Dabei haben gerade diese Verfechter eines drohenden Weltuntergangs mit dazu beigetragen, dass die Bevölkerung nicht rechtzeitig gewarnt wurde. Angesichts von vermutlich mehr als 200 Toten und tausender vernichteter Existenzen ist jetzt nicht der Moment für freundliche Worte. Jetzt muss Tacheles geredet werden, müssen Verantwortliche bis in höchste Ebenen genannt werden. Dieser Fisch stinkt vom Kopf her, und davon sollte man sich nicht durch Bauernopfer bei Landräten ablenken lassen

Wichtigste Informationsquelle der Bevölkerung sind die Nachrichten im Fernsehen. Welche Wetterwarnungen brachte beispielsweise die „Tagesschau“ in den Tagen vor der Katastrophe?

10.7. 20:00: …Mittwoch unbeständig, im Norden und Osten lokale Unwetter…

11.7. 20:00: …Am Dienstag nach Nordosten hin sonnig, sonst zum Teil kräftige und anhaltende Regenfälle und Gewitter. Die gibt es am Mittwoch in weiten Landesteilen und auch am Donnerstag weiter unbeständiges Wetter…

12.7. 20:00: …Am Mittwoch ist es ganz im Norden und später auch im Südosten meist trocken, sonst teilweise heftige, unwetterartige Regengüsse…

13.7. 20:00: …Sintflutartige Regenfälle im Westen, weiter östlich heftige Gewitter. Es bestehen entsprechende Unwetterwarnungen des deutschen Wetterdienstes…[im Norden sowie im Osten] scheint morgen zeitweise die Sonne, aber es entwickeln sich stellenweise auch unwetterartige Gewitter. Im Westen und Südwesten weiterhin ergiebiger Regen, im Süden zeigt sich zwischen einzelnen Schauern und Gewittern später auch die Sonne…

14.7. 29:00: Das Tief verlagert sich langsam vom Westen in den Süden und sorgt in der kommenden Nacht im Westen und Süden gebietsweise für weitere ergiebige Regenfälle. Es gelten Unwetterwarnungen. Am Tag [gemeint ist der 15.7.] im äußersten Westen und vor allem im Süden gebietsweise ergiebiger Dauerregen, zum Teil unwetterartig…

Das war’s. Von Sturzfluten, die innerhalb kürzester Zeit etliche Meter hoch anschwellen und in den engen Tälern der westdeutschen Mittelgebirge Tod und Verwüstung hinterlassen würden, war in keiner dieser Vorhersagen die Rede. Die lokalen Behörden waren kaum vorbereitet und verfügten über zuwenig Infrastruktur wie beispielsweise funktionsfähige Sirenen. Auch moderne Verfahren wie Handynachrichten funktionierten nicht zufriedenstellend. Die für eine rechtzeitige Warnung zuständige Bundesoberbehörde Deutscher Wetterdienst (DWD) muss sich vorwerfen lassen, weitgehend versagt zu haben. Von Amts wegen wären frühzeitige und gründliche Informationen und Warnungen erforderlich gewesen, und zwar als Bringschuld gegenüber der Öffentlichkeit, nicht als Holschuld. Das gilt gleichermaßen für die mit Bürgergeld (GEZ) gepäppelten öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten.

Rechtzeitige Warnungen wurden anscheinend nicht ernst genommen

Das Versagen hat einen Hintergrund. Der DWD steckt einen erheblichen Teil seiner Ressourcen an Mitteln und Personal in „Klimaforschung“. Möglicherweise deshalb scheint man sich dort nicht ausreichend mit ebenso handfesten wie zeitnahen Problemen wie unmittelbar bevorstehenden Sturzfluten beschäftigt zu haben. Auch wurden Warnungen seitens anderer Institutionen augenscheinlich nicht ernst genug genommen. Schon vier Tage vor den Ereignissen kamen Hinweise vom European Flood Awareness System (EFAS). Diese Institution war nach den verheerenden Fluten an Elbe und Oder im Jahre 2002 auf Initiative der EU-Kommission ins Leben gerufen worden, um für künftige Katastrophen besser gewappnet zu sein. Die mit der Entwicklung von EFAS beauftragte Professorin Hannah Cloke von der Universität Reading (Großbritannien) schickte den zuständigen Regierungen bereits ab dem 10. Juli Gefahrenhinweise und sehr detaillierte Voraussagen. Zu ihrer großen Enttäuschung geschah fast nichts, um die Bevölkerung zu warnen. Im Gespräch mit der Zeitschrift „Politico“ beklagte sie ein monumentales Versagen des Systems.

Warnungen kamen jedoch nicht nur von EFAS. Auch der privat betriebene Wetterdienst des Meteorologen Jörg Kachelmann schlug bereits ab dem 11. Juli Alarm. Im Laufe der nächsten Tage wurde dort die Vorhersage und damit die Genauigkeit der örtlichen Flutwarnungen immer weiter verfeinert. Spätestens am Nachmittag des 14. Juli um 17:00 Uhr lag im sogenannten „nowcasting“ eine präzise Karte mit Hinweisen auf extreme Überflutungsgefahren vor, Bild 2.

Bild 2. Am 14.7. um 17.00 Uhr herausgegebene Karte mit Warnungen vor extremer Überflutungsgefahr (Grafik: Kachelmannwetter.com

In der Tagesschau am Abend des 14.7. kein Wort von extremer Flutgefahr

Diese Ausarbeitungen von Kachelmann-Wetter beruhten auf der Auswertung konventioneller meteorologischer Quellen, wie sie auch dem DWD zur Verfügung standen. Warum passierte dann nichts? In der Tageschau kamen nur ein paar läppische Worte. Wieviele Leben hätten gerettet werden können, wenn im Fernsehen wenigstens am Abend des 14.7. mit entsprechender Dringlichkeit gewarnt worden wäre? Hier ging es doch um weit mehr als um einen einsamen Falschfahrer.

Ein Warnsystem wie in einem Drittweltland

Bei dieser Flutkatastrophe haben deutsche Amtsstellen vom Wetterdienst über Bundesministerien und die Radio- und Fernsehsender bis zu regionalen Behörden auf ganzer Linie versagt. Nicht nur Prof. Cloke von EFAS, auch der Schweizer Meteorologe Jörg Kachelmann, fand in einem Interview mit dem österreichischen „Standard deutliche Worte: Deutschland sei schon lange ein „Failed State“, was den Schutz von Menschen bei Naturkatastrophen angehe. Er empfehle einen Blick in die USA. In Ländern mit einem Hauch von gelebter politischer Verantwortung wären die Ministerpräsidenten und Ministerpräsidentinnen von Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen nicht mehr im Amt sowie die Chefs der jeweiligen Regionalsender der ARD zurückgetreten.

Klimawarner auf höchster Drehzahl

Kaum dass die Fluten ihren Höchststand überschritten hatten, begannen diejenigen, die uns den „Kampf gegen den Klimawandel“ als quasi-Allheilmittel für alle Widrigkeiten des Lebens schmackhaft machen wollen, mit einer massiven Medienkampagne. Diese Fluten seien schlimmer als alles, was bisher gewesen sei, und ein Vorgeschmack auf noch Schlimmeres, das uns bevorstehe, wenn wir den Klimawandel nicht aufhalten würden, warnte beispielsweise der Fernsehliebling Prof. Mojib Latif in einemIntervie w mit der FAZ. Zahllose Klimaprominente wie Luisa Neubauer von Fridays for Future – eine höhere Tochter aus dem Hamburger Geldadel – kamen zu bester Sendezeit im Fernsehen als Ehrengäste zu Wort und durften der Politik Versagen vorwerfen. Auch die eigentlich verantwortlichen Politiker von „Klimakanzlerin“ Merkel über Laschet und Dreyer bis Baerbock, Scholz und Schulze stimmten auf allen Kanälen in diesen Chor mit ein. Das beste Mittel gegen solche Fluten sei, den Großteil unseres Volksvermögens in Windmühlen, Solaranlagen und Elektroautos zu stecken. Wir sollten auf „die Wissenschaft hören“. Also genau auf die Leute, die eindeutig bewiesen haben, dass sie das Wetter nicht einmal für mehr als ein paar Tage korrekt vorhersagen können. Und dass sie auch die rein praktischen Aufgaben eines effektiven Katastrophenschutzes der Bevölkerung nicht beherrschen. Doch die Massivität dieser Propaganda wirkt: Laut einer Allensbach-Umfrage sahen nach den 2002 aufgetretenen Fluten 52 Prozent der Bevölkerung einen unmittelbaren Zusammenhang mit dem „Klimawandel“ und diesmal sogar 62 Prozent. Gegenargumente haben angesichts dieses medialen Trommelfeuers der Klimawarner keine Chance, bis zur Mehrheit der Bürger durchzudringen.

Die direkte Verantwortung der Klimapropheten

Vergleichsweise wenig Beachtung fand in der Öffentlichkeit deshalb auch, dass es in der jetzigen Katastrophe gerade die Klimawarner waren, die ein wichtiges Glied in der Katastrophenvorsorge – die Wasserregulierung durch Staudämme – durch ihr jahrelanges Gerede vor drohenden Dürren wirkungslos gemacht haben. Denn entgegen ihrer Behauptungen steigt die Niederschlagsmenge in Deutschland seit 140 Jahren ständig an, Bild 3.

Bild 3. Die durchschnittliche Regenmenge in Deutschland hat seit Beginn der systematischen Erfassung um rund 8 % zugenommen. Mittelwert: Rot, Trend: gepunktet (Daten: UBA, Grafik: Autor)

Unbestritten ist, dass es zuletzt eine Folge von drei Jahren (2018-2020) mit unterdurchschnittlichen Niederschlagsmengen gegeben hat. Doch obwohl der Blick auf die Grafik zeigt, dass dies durchaus nicht ungewöhnlich ist, haben sich zahlreiche Klimapropheten – darunter der DWD und das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung mit seinen bunten Dürremonitor-Bildern (Bild 4) – darauf versteift, dass Deutschland wegen des Klimawandels künftig verstärkt mit Dürren zu rechnen habe.

Bild 4. In Fernsehnachrichten wurden Ende Juli 2019 Bilder wie dieses gezeigt, welche die schlimme Trockenheit unserer Böden selbst noch in einer Tiefe von 1,8 m belegen sollen (Bild: UFZ)

Aus der Regengrafik ist das keinesfalls abzulesen, und bekanntlich kann wärmere Luft („Klimaerwärmung“) mehr Wasser aufnehmen. Das wiederum bedeutet unweigerlich auch mehr Regen. Die Logik dieser „Scientists“, denen wir laut Greta und Luisa folgen sollen, scheint irgendwo nicht wasserdicht zu sein.

Nichtsdestotrotz sprangen immer mehr hauptberufliche Unglücksvorhersager auf diesen Zug auf. Selbst auf die Gefahr hin, sich lächerlich zu machen wie der DWD am 23. April 2019, als er mit der Meldung hausieren ging: „Hält die Trockenheit an, droht der nächste Dürresommer in Deutschland“. Die Situation erwies sich in der Realität als weit weniger dramatisch: Trotz aller Kassandrarufe hat die deutsche Landwirtschaft 2019 eine nur um 2% unter dem Durchschnitt liegende Ernte eingefahren. Dennoch wurden diese und ähnliche Meldungen von zahlreichen Zeitschriften aufgegriffen und in eigenen Meldungen über Dürren, Waldsterben usw. verwendet. Dies setzte sich auch im Jahr 2021 fort, als wir schon zeitig im Frühjahr mit Vorhersagen über ein weiteres Dürrejahr bombardiert wurden. Selbst noch zum Mai und später zum Juli wurde vor Hitze und Dürre gewarnt, Bild 5.

Bild 5. Ausgewählte Beispiele für Dürre-Panikmeldungen in den Medien während des ersten Halbjahrs 2021 und bis in den Juli (Grafik: Autor)

Aktuell erreicht die Niederschlagsmenge in Deutschland einschließlich Juli 500 l/m2. Das liegt rund 9 % über dem langjährigen Mittelwert. Von Dürre kann 2021 schon keine Rede mehr sein. Mutter Natur selbst hat diese selbstherrlichen Wissenschaftler mit ihren tollen Computermodellen bloßgestellt.

Wie die Talsperren auf Linie gebracht wurden

Zu den üblen Folgen dieser falschen Prognosen gehört, dass deshalb eines der effizientesten Mittel zur Minderung von Flutrisiken falsch eingesetzt wurde: Unsere Talsperren. Diese sorgen nicht nur für die Vorratshaltung von Wasser für niederschlagsarme Zeiträume, sie können andererseits bei Unwettern auch große Regenmengen speichern und so die Flutgefahr mindern – wenn sie denn richtig gemanagt werden, Bild 6.

Bild 6. Noch im Jahr 2020 konnte die Edertalsperre ihren Pegelstand (blau) im Bereich des wegen des Hochwasserschutzes vorgegebenen maximalen Grenzwerts (gepunktete Linie) halten. Mitte Juli war wieder eine ausreichende Reserve-Speicherkapazität für Starkregen vorhanden (Grafik: Edertalsperre)

Doch schon 2018 hatte Bundesumweltministerin Svenja Schulze beschlossen, das Talsperrenmanagement deutschlandweit „klimagerecht“ zu transformieren, und dazu gemeinsam mit dem Umweltbundesamt (BMU) den Nationalen Wasserdialog durchgeführt. Dazu erarbeiteten „Fachleute aus Wissenschaft, Wirtschaft, Praxis und Verwaltung“ Leitlinien, wie das Land künftig besser mit der klimabedingten Wasserknappheit (!) umgehen könne. Mit an Bord waren natürlich Klimawandel-NGO‘s wie der BUND. Als demokratisches Mäntelchen wurde abschließend noch die Meinung eines Bürgerforums aus zufällig ausgesuchten Laien eingeholt. Diese Leitlinien wurden 2021 im deutschen Talsperrenmanagement konsequent umgesetzt. Bei der Edertalsperre war die Folge, dass der Pegel auch beim Eintreffen der Regenfluten Mitte Juli 2021 noch fast auf Maximalstand lag, Bild 7.

Bild 7. Vergleich der Pegelstände der Edertalsperre für die Jahre 2020 und 2021. Mitte Juli 2021 war die Talsperre bis oben voll und konnte keine zusätzlichen Regenfälle mehr abpuffern (Grafik: Edertalsperre + Modifikationen durch den Autor)

Bild 7. Vergleich der Pegelstände der Edertalsperre für die Jahre 2020 und 2021. Mitte Juli 2021 war die Talsperre bis oben voll und konnte keine zusätzlichen Regenfälle mehr abpuffern (Grafik: Edertalsperre + Modifikationen durch den Autor)

Ähnliches galt auch für etliche andere Talsperren in den späteren Überflutungsregionen: „Nie zuvor waren die Talsperren des Ruhrverbands an einem 9. Juli so voll wie an diesem Freitag“ lautete beispielsweise eine Meldung in der Borkenerzeitung. Der Füllstand der acht Talsperren lag bei 113 Prozent vom langjährigen Mittel. Im Schnitt waren die Talsperren zu knapp 96 Prozent gefüllt.

Als logische Folge dieser von unseren klimaschutzversessenen Politikern oktroyierten Fahrweise waren viele Talsperren dann beim Eintreffen der Regenfälle außerstande, ihre Schutzfunktion wahrzunehmen. Sie mussten die heran schießenden Wassermassen nahezu ungebremst in bewohnte Gebiete weiterleiten. Und es kam in zumindest einem Fall sogar noch schlimmer, wie WDR-Berichte von der Wupper belegen: In der übervollen Wuppertalsperre war der Druck auf die Talsperrenmauer so enorm, dass der Wupperverband schließlich entschied, schrittweise das Wasser aus dem Stausee abzulassen. Im Unterlauf der Wupper strömte dadurch noch mehr Wasser durch die Orte. Auch der See im Stadtteil Beyenburg schwoll an und überflutete den historischen Ortskern. Hier gab es massive Schäden und vernichtete Existenzen. Wenn in Deutschland alles mit rechten Dingen zuginge, müsste dieses eklatante Staatsversagen breit aufgearbeitet werden. Doch stattdessen werden wir mit aggressiver Propaganda über die Notwendigkeit eines verschärften „Klimaschutzes“ traktiert und zugleich Sündenböcke unter den örtlichen Beamten gesucht. Und dank der Klimapanikmache dürfte die nächste Bundesregierung weiter dafür sorgen, dass wir für die nächsten Jahre weiter diesen Pfad des Unheils nicht verlassen.

Aufruf: Aufbau eines zentralen Archivs historischer Meldungen über Extremwetterlagen

Trotz ihres selbstherrlichen Auftretens ist zu erkennen, dass die professionellen Klimawandelpropheten durch ihr Totalversagen angesichts der jetzt eingetretenen Flutkatastrophen in eine ungünstige Lage geraten sind. Sie haben nachweislich nicht nur bei der Vorhersage grandios gepatzt und sich damit – auch für Laien klar erkennbar – als Scharlatane entlarvt.

Jetzt gehen sie erst recht auf’s Ganze, denn es geht um ihre Macht. Kurz vor der Wahl verdoppeln und verdreifachen sie ihre Anstrengungen. Die Sender bringen eine Klimatalkrunde nach der anderen und machen aus jedem Naturfilm einen Klimawandel-Schulungsfilm. Die Verantwortlichen wollen sich nicht nur reinwaschen, sondern bei der Bundestagswahl einen weiteren massiven Schub für ihre menschenfeindliche Politik erreichen. Wie stark ihre Propaganda derzeit verfängt, ist an den aktuellen Umfragewerten erkennbar. Den als „Klimaleugner“ verhöhnten Gegnern fehlen dagegen die medialen Möglichkeiten und oft auch das argumentative Geschick, um das hochtrabende Geschwafel dieser „Wissenschaftler“ zu entlarven. Zu komplizierte Antworten gehen an der Masse der Bevölkerung vorbei. Was uns für Diskussionen mit „Otto Normalverbraucher“ besonders fehlt, sind schlichte, einfache, harte Fakten, die auch jemand mit Volksschulabschluss sofort versteht. Besonders wichtig ist dabei, die beliebtesten Lügenworte der Weltuntergangspropheten zu entlarven. Dazu gehört das Wort „Nie“ in zahllosen Varianten: „Noch nie“, „bisher nie“, „erstmalig“, „noch nie so schnell“, „noch nie so hoch“, „noch nie so trocken“ usw. pp. Oft spürt oder weiß man, dass es dazu Gegenbeispiele gibt. Nur dauert es meistens zu lange, um zu solchen Behauptungen die einfach verständlichen Gegenbeispiele zu finden.

Dabei hat es in Deutschland in früherer Zeit mit Sicherheit Unwetter und Katastrophen gegeben, die weit schlimmer waren als das, was uns jetzt als „nie dagewesenes Extremwetter aufgrund des Klimawandels“ vorgespiegelt wird. In den letzten mehr als 1000 Jahren hat es viel schlimmere Ereignisse gegeben. Sie wurden auch ohne wissenschaftlich fundierte Messtechnik aufgezeichnet. Beispielsweise gibt es an so gut wie jedem Fluss in Deutschland Hochwassermarken mit Jahresangaben. Nur die wenigsten davon dürften in den vergangenen 100 Jahren überschritten worden sein. Ähnliches gilt auch für Niedrigwasserstände: So kamen bei den letzten „Jahrhundert-Niedrigwasserständen“ Steine zum Vorschein, in die schon vor langer Zeit Markierungen eingemeißelt wurden. Und manche davon setzen sich auch noch bis unter den damals fotografierten Wasserspiegel hinaus in die Tiefe fort.

Ähnliches gilt auch für extreme Kälte- und Wärmeereignisse, für Sommer ohne Sonne ebenso wie für Winter ohne Schnee und Eis, für Maibowle im März oder für das Durchqueren des Rheins zu Fuß. Solche Angaben gibt es vieltausendfach in Stadtarchiven, Jahrbüchern, Museen, Heimatbüchern oder auch in Form von Gedenktafeln und Inschriften.

Es wäre wichtig, solche Informationen systematisch zu sammeln und der Öffentlichkeit nach Stichworten geordnet zugänglich zu machen. So als eine Art Klimarealisten-Wikipedia von unten. Spenden von Bezos oder Bill Gates sind allerdings nicht zu erwarten. Wie wäre es, EIKE?

Kleiner Beitrag zur Faktensammlung:

Zu Hochwasserereignissen gibt es eine sehr detaillierte Dokumentation in der Informationsplattform Undine. Noch umfassender ist die Plattform Tambora

Nachfolgend außerdem einige historische Extremwetterereignisse in Deutschland/ Europa (in der angeführten Quelle gibt es noch zahlreiche weitere Ereignisse)

Sommer 1540 Trockenheit/ Dürre

Ein Jahrtausend-Sommer ließ in Europa sämtliche Flüsse austrocknen, es gab zudem viele Waldbrände. Dazu herrschte enorme Hitze und es gab über viele Monate keinen Regen. Erst im Dezember 1540 soll es wieder Regen gegeben haben.

Winter 1565/66 Schneefall

Wahrscheinlich der schneereichste Winter in den Alpen überhaupt. Selbst in den Mittelgebirgen werden 3 m Schnee gemessen.

1693 Hagel

In der Umgebung von Köln gab es ein beispielloses Unwetter mit Hagel-Brocken von bis zu 4 Kilogramm. Blitz und Donner ließen zudem den Erdboden erzittern. Es wurde jedes zweite Haus durch das Unwetter zerstört.

Dezember 1703 Sturm

Eine ungewöhnliche Sturmserie hielt bis Anfang Dezember 1703 in Europa an. Am 8. Dezember 1703 zog der schwerste Orkan der Sturmserie über West-/Mitteleuropa und brachte ungeheure Verwüstungen mit sich, bei geschätzten Böen von über 250 km/h. Der Orkan vom 8. Dezember 1703 übertrifft von seiner Stärke alle bekannten Orkane des 20. Jahrhunderts. Die Stürme von 1703 forderten ca. 8.000 bis 15.000 Tote.

1788 Hagel

Von Spanien und Portugal zogen zwei riesige Gewitter-Cluster (MCS/MCC) über den Alpenraum zur Ostsee. Dabei kam es zu immensen Verwüstungen durch Riesen-Hagel, sämtliche Ernte wurde zerstört und es gab große Überschwemmungen. Das Unwetter von 1788 wird als die größte und bekannteste europäische Hagel-Katastrophe aller Zeiten angesehen.

Quellen

https://www.tagesschau.de/archiv/sendungsarchiv100~_date-20210711.html

https://www.dwd.de/DE/Home/home_node.html

https://en.wikipedia.org/wiki/European_Flood_Awareness_System#:~:text=The European Flood Awareness System (EFAS) is the,the European Response and Coordination Centre (ERCC)

https://eike-klima-energie.eu/2021/07/20/der-wirkliche-grund-fuer-die-flutkatastrophe-in-deutschland-ein-monumentales-scheitern-des-warnsystems/

https://www.politico.eu/article/germany-floods-dozens-dead-despite-early-warnings/

https://www.derstandard.de/story/2000128355898/wetterprofi-kachelmann-zur-flutkatastrophe-wenn-niemand-irgendetwas-tut-gibt-es

https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/klimaforscher-mojib-latif-ueber-die-unwetter-im-westen-deutschland-17445166.html

https://www.zdf.de/nachrichten/video/politik-lanz-neubauer-100.html

https://www.faz.net/aktuell/politik/bundestagswahl/klimaschutz-wird-wichtiger-zeigt-umfrage-nach-flut-17456877.html

https://www.dwd.de/DE/presse/pressemitteilungen/DE/2019/20190423_niederschlagsdefizite_2018_news.html

https://www.ufz.de/index.php?de=37937

https://eike-klima-energie.eu/2019/08/08/klimakrise-und-trockenheit-waldsterben-2-0/

https://www.news.de/panorama/855904609/wetter-aktuell-ende-februar-2021-anfang-maerz-fruehling-hoch-ilonka-viel-sonne-bis-zu-22-grad-saharastaub-warnung-zu-grosse-trockenheit/1/

https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/sommer-2021-duerre-trockenheit-wetter-wetterprognose-deutschland-sommerprognose.html

https://www.echo24.de/baden-wuerttemberg/wetter-deutschland-juli-2021-hitzewelle-hitze-sommer-trockenheit-meteorologen-duerre-temperaturen-90805220.html

http://wasserstand.edersee.de/jahr.aspx

https://www.bmu.de/wasserdialog/

https://www.dwd.de/DE/presse/pressemitteilungen/DE/2019/20190423_niederschlagsdefizite_2018_news.html

https://www.dw.com/de/wasserarmut-wasserknappheit-d%C3%BCrre-in-deutschland-nationaler-wasserdialog-wasserstrategie/a-56227882#:~:text=Deutschland%2C%20Januar%202021%3A%20Grauer%20Himmel%2C%20Regen%20und%20etwas,Landschaft%20bei%20Osterode%20im%20Harz%20im%20D%C3%BCrresommer%202018

https://www.borkenerzeitung.de/welt/regionales/Ruhrverband-meldet-Talsperren-Tagesrekord-fuer-einen-9-Juli-355195.html

https://www1.wdr.de/nachrichten/talsperren-hochwasser-streit-100.html

http://undine.bafg.de/rhein/extremereignisse/rhein_hw1342.html

https://www.tambora.org/

https://de.wikipedia.org/wiki/Zeitreihe_der_Niederschlagssummen_in_Deutschland_seit_1881#:~:text=Die%2020%20niederschlags%C3%A4rmsten%20Jahre%20in%20Deutschland%20seit%201881,%20%20586%2C3%20%2016%20more%20rows%20




Klimawissenschaftler Dr. Willie Soon: „Die nächsten Jahre werden kalt sein“

Cap Allon

[Alle Hervorhebungen wie im Original! A. d. Übers.]

Alex Newman vom New American interviewte Dr. Willie Soon nach seinem letzten Vortrag im Camp Constitution. Im Folgenden einige Höhepunkte dieses Interviews:

Neue Studie

Dr. Willie Soon hat eine neue Studie durchgeführt, in der er versucht, das Verhalten der Sonne in den nächsten 100 Jahren zu berechnen. Dazu hat er zunächst untersucht, wie sich die Sonne in den letzten 400 Jahren verhalten hat, und dann dieses zyklische Verhalten etwa ein Jahrhundert in die Zukunft extrapoliert.

„Wir befinden uns bereits in einem sehr schwachen Aktivitätszustand“, so Dr. Soon, „schwächer als der aktive Zustand in den 1980er/90er Jahren. Diese schwächere Phase der Aktivität begann 2008 und wird voraussichtlich bis 2050 andauern“. Die nächsten drei Jahrzehnte werden „eine sehr interessante Zeit sein, denn wir haben noch 30 Jahre lang die Möglichkeit einer Abkühlung“.

Soon hofft, dass der IPCC ehrlich ist und nicht in Versuchung gerät, seine Daten zu manipulieren – wie Soon es in der Vergangenheit persönlich erlebt und nachgewiesen hat. Die IPCC-Diagramme zeigen nur eine lineare Erwärmung, erklärt Soon, während die rohen Thermometerdaten ein klares Auf und Ab von Abkühlung und Erwärmung in einer zyklischen Weise zeigen.

„Das zeigt, dass sie die Daten manipuliert haben“, sagt Dr. Soon. „Letztendlich geht es um die Wahrheit, nicht darum, ob meine Vorhersagen eintreffen oder nicht. Wir müssen die vom IPCC verwendeten Thermometerdaten, aber auch die Daten der Sonne genau im Auge behalten“.

Prophezeiungen und IPCC-Irrtümer

„Wir prognostizieren, dass es in den nächsten 20-30 Jahren kalt sein wird“, sagt Dr. Willie Soon. „Das wird eine sehr interessante Sache für den IPCC sein, mit der er sich auseinandersetzen muss“.

Dr. Soon ist der festen Überzeugung, dass die Verteufelung von CO2 nur ein Hype ist – eine Panikmache. Seiner Meinung nach ist das Sonnenlicht der Schlüsselfaktor für das Klima der Erde, und deshalb beschäftigt er sich intensiv genau damit.

„Diese Infrarotstrahlung (CO2-Infrarot) ist eine reine Reaktion des Systems, um ein Energiegleichgewicht zu erreichen. Wenn es ein Ungleichgewicht im System gibt, versucht das System, ein Gleichgewicht zu finden. Infrarot ist nur eine Reaktion. Deshalb sagen wir, dass das gesamte Klimasystem zu mehr als 99 % von der Energie der Sonne angetrieben wird.“

Der steigende Meeresspiegel ist eine weitere Torheit.

„Wenn man es genau betrachtet, ist der Meeresspiegel in den letzten 100 Jahren um etwa 10 cm gestiegen“, sagt Soon. „Und diese Leute sagen, dass er um 7 bis 10 Meter steigen wird – das ist es, was sie prolpagieren, um den Menschen Angst zu machen“.

Dr. Soon gibt zu, dass er in dem Zweck all dieser Lügen ein großes Problem sieht. „Damit sollen Angst und Kontrolle erreicht werden, ist meine bescheidene Vermutung. Sie könnten auch ein Rädchen in der ‚Great Reset‘-Maschine sein“.

Ein sich abkühlender Planet wirft weit mehr Probleme auf als ein sich erwärmender

Dr. Willie Soon schließt das Interview mit einer entscheidenden Schlussfolgerung:

„Wir werden viel mehr Probleme haben, wenn sich der Planet abkühlt, als wenn er sich erwärm“, erklärt er. „Es ist einfacher, sich in Zeiten der Wärme abzukühlen. Bill Gates‘ atmosphärisches Kreidestaub-Experiment ist eine ziemlich gefährliche Option – aber die Energie ist einfach nicht da, um zu heizen, wenn es kalt werden sollte, zumindest nicht im globalen Maßstab.

Die Sonne ist unsere Energiequelle, und wenn dieses Energieniveau sinkt, wird es für uns Menschen nahezu unmöglich, es zu reproduzieren. Eine Eiszeit, selbst eine kleine, wie das Maunder-Minimum (1645-1715), bringt Probleme mit sich, die viel schwieriger zu lösen sind als die einer Klimaerwärmung“, erklärt Soon.

Im Laufe der ökologischen Geschichte haben sich das Leben und die biologische Vielfalt in warmen Zeiten gut entwickelt, während ihr längere Phasen der Abkühlung zu schaffen machten.

Für uns Menschen sieht Soon die einzige Lösung in der Kernenergie. „Wir sollten besser jetzt mit dem Bau von Kernkraftwerken beginnen, meint Soon, bevor die benötigten Materialien mit Eis bedeckt sind.

In diesem Sinne gibt es ein Wettrennen. Die Menschheit befindet sich immer in einer Art Wettlauf“.

Aber aus unerklärlichen Gründen ist die Kernenergie in Kreisen der Klimaalarmisten keine Option – eine unlogische Haltung, die wiederum auf eine Agenda hindeutet, die hier im Spiel ist, und nicht auf eine ehrliche Kraft, die nach einer Lösung für ein echtes Problem in der Welt sucht. Die Kernenergie hat das Potenzial, sowohl den Klimawandel zu „lösen“ als auch viele der mit einer kleinen Eiszeit verbundenen Probleme abzuwenden.

Dennoch wird sie verworfen. Der Betrug ist klarer denn je.

Und schließlich, in einer direkten Botschaft an die Propagandisten unter uns, hat Dr. Soon Folgendes zu sagen: „Wenn Sie ein ernsthaftes Problem haben wollen, dann sorgen Sie sich um eine Eiszeit, aber niemals um die globale Erwärmung.“

Link: https://electroverse.net/the-next-30-years-will-be-cold-says-climate-scientist-dr-willie-soon/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Wenn „Journalist*innen“ wissen, dass eine Wissenschaft unbezweifelbar ist, sollen sie Kritik daran nicht mehr veröffentlichen

Helmut Kuntz

Das Bundesverfassungsgericht hat mit seinem Klimaurteil abschließend angewiesen, dass eine Mainstream-Meinung, welche von einer politisierten „Wissenschaft“, zusätzlich bezeugt durch Freitagshüpfer und Comedians für „unbezweifelbar“ erklärt wurde, von den Bürgern nicht mehr diskutiert, gar angezweifelt werden darf, sondern ohne Ausnahme kritiklos umzusetzen ist.
Unsere Medien sind mit Eifer dabei, es umzusetzen. Um den Schein zu wahren, natürlich nicht, ohne ihr Vorgehen „wissenschaftlich“ zu untermauern.

Die Zukunft als Geschäftsmodell

Mit der Vorhersage und Lenkung der Zukunft lassen sich Geschäftsmodelle am sichersten begründen. Die Kirche macht es mit der Ausgestaltung des „Lebens“ nach dem Tod, welches nur sie – natürlich gegen Vergütung – im Sinne noch zu Versterbender, zeitweise auch für bereits Verstorbene, seit fast zweitausend Jahren erfolgreich lenkt.

Das ließ und lässt die Ökokirche nicht ruhen. Sie ist überzeugt, dass ihre Ausgestaltung – bedeutet Simulation – des zukünftigen Erdklimas eine genau so wichtige (und bezahlpflichtige) Zukunfts-Maßnahme ist und damit vom Staat als Geschäftsmodell vor Kritik, gar Infragestellung ebenfalls geschützt werden muss.

Kritik stört

Unseren Medien geht es zunehmend „auf den Keks“, dass an ihrer bedingungslosen Merkel-Bejubelung und Klimahysterie immer noch Kritik [4] und vor allem auch deren Publikation möglich ist. Und so suchen sie nach Möglichkeiten, solches zu unterbinden.

Versuche, durch markige Sprüche:
[5]Jeder hat das Recht auf eine eigene Meinung, aber nicht auf eigene Fakten.
greifen nicht so richtig, da wohl selbst für manchen überzeugten GRÜN-Wähler zu oft erkennbar ist, wie Subventionsabgreifer mit Klimaalarmisten [6] eine Allianz bilden,
oder die Argumentation einfach nur noch blöd wirkt(1):
[7] EIKE 8. April 2019: Klimarettung mit Professor Lesch: Alle für das Klima täglich eine Stunde stillstehen
[8] H. Lesch: Sie müssen sich nicht mal mehr warm anziehen im Winter, so warm wird’s.“

Die „false balance„-Falle

Also versucht man es inzwischen mit „Wissenschaft“, deren inzwischen auch bei uns gängiges, teils unterirdisches Niveau nicht so leicht durchschaut werden kann.
Die Redaktion der „Frankenprawda“ – offiziell auch Nordbayerische Nachrichten – brachte dazu jüngst ein Beispiel:

Ein Redakteur „begründete“, warum es falsch ist, bei Corona und Klimawandel anderen, als ausschließlich Merkels Gruselkabinett und von deren Goodwill (Forschungsmittel-Bewilligungen) abhängigen „Wissenschafts-“ „Berater*innen“ zuzuhören und diesen gar Möglichkeiten der Publizierung zu gewähren:

Redakteur [1] Nordbayern, 28.07.2021: Wie Journalisten in die „Objektivitätsfalle“ tappen
… In der Corona-Pandemie haben Journalisten dazugelernt: Oft kamen Akteure zu Wort, denen man besser kein Forum geboten hätte – aus dem Wunsch heraus, möglichst objektiv zu berichten. Doch bei Wissenschafts-Themen macht das kaum Sinn, da lauert die „false balance“-Falle … etwas freier übersetzt, „unangebrachte Ausgewogenheit“

Eine Hauptschuld haben immerhin die Medien selbst. Denn bisher (vor der Merkelzeit) war es fälschlicherweise üblich, zu versuchen objektiv zu berichten:
Redakteur [1] … Das ist dem klassischen Strickmuster inländischer Medien geschuldet. Zu ihrem Alltagsgeschäft in der Berichterstattung gehört es, stets mehrere Parteien oder Gesprächspartner zu einem Thema zu Wort kommen zu lassen, aus einem Bedürfnis der Objektivität heraus.
Solch überholte Sitten funktionieren nur (noch), wenn – wie in der Berliner Politik – zwischen allen Altparteien eine Einheitsmeinung herrscht. In der Wissenschaft, so wie sie ein haltungsgerechter Redakteur versteht, darf es das aber nicht (mehr) geben:
Redakteur [1] … Das ist unproblematisch, solange es dabei z.B. um die Vertreter verschiedener politischer Parteien geht, die ein gewisses Thema unterschiedlich angehen. Dabei geht es in der Regel um deren jeweilige Interpretation des Sachverhalts.
Auf Wissenschaftsthemen ist dieses Schema indes nicht übertragbar – und doch wird es häufig als Schablone für die Berichterstattung verwendet. Die Folge: Unbelegte Behauptungen werden bisweilen gleichberechtigt neben wissenschaftlichen Erkenntnissen abgebildet.

Der Redakteur (stellvertretend für unsere Medien) weiß: Wenn sich „ausgemachte Experten“ einig sind, ist Wissenschaft grundsätzlich „settled“, konträre Meinungen damit unnütz und deren Publikation reine Verschwendung und Schlimmeres:
Redakteur [1] … Und so sieht diese „Falle“ aus: Ein gewichtiger Faktor dabei ist der Konsens zu einem bestimmten Thema. Soll heißen: Nahezu alle, vor allem ausgemachte Experten, sind sich dazu einig, konträre Meinungen sind hingegen sehr selten oder stammen von einzelnen Protagonisten, welche noch nicht einmal zwingend Fachkenntnisse besitzen müssen.
An diesem Punkt lauert Gefahr: Im Sinne einer ausgewogenen Berichterstattung gibt es Zeitungen sowie Radio- oder Fernsehsender, die jene Verlautbarungen aus dem Ansinnen heraus aufgreifen, keine Ansichten unter den Tisch fallen lassen zu wollen. Manchmal schielen Verantwortliche auch auf Einschaltquoten oder Klickzahlen. Sobald dies passiert, wird einer Einzelmeinung mitunter überproportional viel Raum gegeben, der Leser oder Zuhörer/Zuschauer kann diese als „gleichbedeutend“ zum Konsens wahrnehmen – die „false balance“-Falle ist zugeschnappt.

Die vatikanische Glaubenskongregation (früher Inquisitionsbehörde) wird dem Redakteur vorbehaltlos zustimmen. Seit vielen Jahrhunderten vertritt sie eine solche Argumentation beim Vorgehen gegenüber Abtrünnigen zur Reinhaltung des einzig wahren Glaubens. In der DDR (und damit verbrüderten Ländern) war es ebenfalls Staatsdoktrin.
Bestätigt durch das jüngste Klimaurteil des Bundesverfassungsgerichtes waren in den Augen des Redakteurs damit sowohl die mittelalterliche, kirchliche Justiz wie auch die ehemalige DDR juristisch vorbildhaft.

Eine Studie bestätigt es

Im „Annalena-“ Politikzeitalter braucht ein „Anwärter*in“ zur Kanzlerschaft nicht einmal mehr zu dem fähig zu sein, was man von jedem „Schulabgänger*in“ erwartet: Einen Lebenslauf ordentlich schreiben zu können … Entsprechend niedrig sind auch die Anforderungen an das Niveau von Studien (sofern diese die vorgegebene Meinung bestätigen).

Von einer Studie ist der Redakteur anscheinend besonders fest überzeugt, denn er zitiert daraus zum Belegen seiner Thesen:
Redakteur [1]Verblüffende Studienergebnisse
Diesem Phänomen hat sich mit dem Blick auf Veröffentlichungen zum Klimawandel unlängst ein Forscherteam der University of California gewidmet und dafür rund 100.000 Artikel analysiert. Das Ergebnis verblüfft. 386 bekannte Klimawandelskeptiker waren demnach häufiger Autor oder wurden häufiger zitiert als 386 absolut renommierte Klimaforscher. Selbst in Qualitätsmedien wie der New York Times ließ sich das laut den kalifornischen Forschern nachweisen ….

Eine Studie, deren Daten das Gegenteil belegen

Eine Studie, welche zum Artikel passt lautet:
[9] Alexander Michael Petersen, at al., 13. August 2019: Discrepancy in scientific authority and media visibility of climate change scientists and contrarians
Die Autoren beklagen sich darin, dass in den Medien Kritiker des Klimawandels zu oft und zu umfangreich Gehör bekommen und schlagen vor, die Publikation solcher einzuschränken.

Wie gingen die Verfasser vor, um ihre These zu belegen?
Zuerst legen sie fest, dass es eine einzige, richtige Wahrheit gibt und ihnen diese bekannt isei:
Since the early 2000s there has been little disagreement among scientific experts over the fundamental evidence supporting the existence, origin, and societal significance of anthropogenic climate change …
Ganz grob übersetzt: Seit den frühen 2000er Jahren gab es unter wissenschaftlichen Experten wenig Uneinigkeit über die grundlegenden Beweise, die die Existenz, den Ursprung und die gesellschaftliche Bedeutung des anthropogenen Klimawandels (CC) unterstützen
Nun legten sie fest, dass alles, was dieser „Wahrheit“ kritisch gegenübersteht, eine falsche Meinung ist:
Yet, while an anthropogenic cause is supported by an overwhelming majority of climate change scientists (CCS)5, climate change contrarians (CCC) have successfully organized a strong voice within politics and science communication in the United States
Ganz grob übersetzt: Doch während eine anthropogene Ursache von einer überwältigenden Mehrheit der Klimawandelwissenschaftler (CCS) unterstützt wird. Haben Klimawandel-Contrarians (CCC) erfolgreich eine starke Stimme in Politik und Wissenschaftskommunikation in den Vereinigten Staaten organisiert
Als Weiteres folgt dann die Belegung:
Die medialen Reichweiten der Publikationen von 386 „unbezweifelbaren“ Klimawissenschaftlern und von 386 „hartnäckigen Kritikern“ werden anhand von 200.000 CC-Forschungsartikeln und 100.000 englischsprachigen Medienartikeln verglichen.

Nach langen Ableitungen über ihre Systematik kommt die Studie zum Ergebnis:
Die Tatsache, dass Publikatzionen oder Aussagen klimakritisch eingestellter Personen veröffentlicht werden, ist eine Bedrohung für „die Gesellschaft und den Planeten“, weil dadurch die internationalen Anstrengungen (wohl der CO2-Verhinderung) „untergraben“ werden:
[9] Discussion
CC is a wicked multidimensional problem, whereby individual dimensions—i.e., environmental, socio-economic, technological, science communication—while separately challenging, together pose the 21st century’s pre-eminent grand challenge. In this regard, a public that is unaware of the realities and risks associated with CC poses a threat to society and planet by undercutting strenuous global efforts to rapidly mitigate threats to the planet’s biosphere.

Ganz, ganz grobe maschinelle Übersetzung von google: Diskussion
CC (Anmerkung: anthropogener Klimawandel (CC)) ist ein böses multidimensionales Problem, bei dem einzelne Dimensionen – d.h. ökologische, sozioökonomische, technologische, wissenschaftliche Kommunikation – zwar separat herausfordernd sind, aber zusammen die herausragende große Herausforderung des 21. Jahrhunderts darstellen. In dieser Hinsicht stellt eine Öffentlichkeit, die sich der Realitäten und Risiken von CC nicht bewusst ist, eine Bedrohung für die Gesellschaft und den Planeten dar, indem sie die anstrengenden globalen Bemühungen zur schnellen Minderung der Bedrohungen für die Biosphäre des Planeten untergräbt.

Rezension

Nun wurde diese Studie nicht „unlängst“, sondern im Jahr 2019 veröffentlicht. Und sie wurde bereits damals rezensiert. „kaltesonne“ brachte damals eine der Rezensionen dieser Studie – und deren überraschendes Ergebnis:
„kaltesonne
20. August 2019 (Auszug): Üble Nachrede mit juristischen Folgen? Unsägliche Nature-Studie zur medialen Präsenz von Klimarealisten auf dem Prüfstand Von Uli Weber
Am 14.08.2019, 13:12 Uhr meldete t-online.de unter der Überschrift „‘Unverhältnismäßige Sichtbarkeit‘  Leugner der Klimakrise kommen öfter zu Wort als Klimaforscher“, Zitat:
„Skeptiker der Klimakrise kommen in den Medien laut einer Studie sehr viel häufiger zu Wort als renommierte Klimaforscher. Das ist das Ergebnis einer Studie, für die Wissenschaftler Zehntausende Artikel aus Zeitungen, Magazinen und dem Internet auswerteten. Demnach erhielten Leugner der globalen Erderwärmung in den vergangenen Jahren fast 50 Prozent mehr Aufmerksamkeit als Experten auf dem Gebiet. Leugner der menschengemachten Klimakrise hätten sich „zu einer lauten Stimme innerhalb von Politik und Wissenschaftskommunikation“ entwickelt, schrieben die Studienautoren im Fachmagazin „Nature Communications“.“

Schaunmeralsomalgenauhin:
Es geht hier offenbar um die dort nicht näher bezeichnete Studie “Discrepancy in scientific authority and media visibility of climate change scientists and contrarians” von Petersen,  Vincent und Westerling, die am 13. August 2019 auf Nature Communications veröffentlicht worden war.
UnddannschaunmermalinsOriginal. Zusammenfassung mit Hervorhebungen:
„Wir stellen 386 prominenten Gegnern 386 erfahrene Wissenschaftler gegenüber, indem wir ihre digitalen Spuren in 200.000 Forschungspublikationen und 100.000 englischsprachigen Digital- und Printmedienartikeln zum Klimawandel verfolgen. Die Projektion dieser Personen über denselben Hintergrund hinweg erleichtert die Quantifizierung von Unterschieden bei der Sichtbarkeit der Medien und der wissenschaftlichen Autorität sowie die Identifizierung von Organisationsmustern in ihren Verbandsnetzwerken. Hier zeigen wir im direkten Vergleich, dass Kontrarier in 49% mehr Medienartikeln als in Wissenschaftlern vorkommen. Vergleicht man jedoch die Sichtbarkeit nur in Mainstream-Medienquellen, so stellt man nur eine 1%ige Überschreitung der Sichtbarkeit fest, was objektiv die Verdrängung professioneller Mainstream-Quellen durch die Verbreitung neuer Medienquellen zeigt, von denen viele zur Erzeugung und zum Verbrauch von Desinformation über den Klimawandel beitragen auf einer Skala. Diese Ergebnisse zeigen, warum Klimawissenschaftler zunehmend ihre Autorität im wissenschaftlichen und öffentlichen Diskurs ausüben sollten und warum professionelle Journalisten und Redakteure die unverhältnismäßige Beachtung von Kontrariern anpassen sollten.

Einführung in die Begrifflichkeiten mit Hervorhebungen:
„Seit Anfang der 2000er Jahre herrscht unter Wissenschaftlern wenig Uneinigkeit über die grundlegenden Belege für die Existenz, den Ursprung und die gesellschaftliche Bedeutung des anthropogenen Klimawandels (CC). Während eine anthropogene Ursache von einer überwiegenden Mehrheit der Klimaforscher (CCS) unterstützt wird, haben Klimakontrarier (CCC) erfolgreich eine starke Stimme in der Politik- und Wissenschaftskommunikation in den Vereinigten Staaten organisiert.“

Die Auswahl: In der Studie wird die Öffentlichkeitsverbreitung von 386 prominente „Kontrariern“ (CCC) mit 386 prominenten Wissenschaftlern aus der CC-Forschung (CCS) verglichen.
WIDERSPRUCH: Es heißt dort, man habe, „200.000 CC-Forschungsartikel aus der WOS-Datenbank gesammelt, aus denen diese 386 am häufigsten zitierten Wissenschaftler (mit CCS bezeichnet) ausgewählt“ wurden. Das führt schon mal zu einem EKLATANTEN Widerspruch mit dem Abstract, wo es – mit Hervorhebungen – heißt: “We juxtapose 386 prominent contrarians with 386 expert scientists by tracking their digital footprints across 200,000 research publications and 100,000 English-language digital and print media articles on climate change.” – Denn die 200.000 Forschungsartikel dienten lediglich der Auswahl der 386 Klimawissenschaftler (CCS).

Da war’ns dann also nur noch 100.000 Publikationen…
Anschließend wurden die 100 am häufigsten zitierten Wissenschaftler (CCS) als Vergleichsgruppe ausgewählt. Auf der Gegenseite hatte man sich auf eine Auswahl konzentriert, die „öffentlich und wiederholt ihre entschlossene Gegenposition zu CC-Themen demonstriert haben – wie das DeSmog-Projekt (DeSmogblog.com) ausführlich dokumentiert Institutionen und einzelne Akteure.“ Das in Abbildung 2 a (CCC=Klimakontrarier) und c (CCS=Klimawissenschaftler) von Petersen et al. (2019) dargestellte Ergebnis für die Medienwirksamkeit ist dann sehr eigenartig (Anm.: Abbildung 2 hier nicht übernommen).

Die „Buntheit“ der Datenpunkte gibt also die Häufigkeit an, mit der die jeweiligen Artikel in den 30 bekanntesten Mainstream-Quellen erschienen sind. Zwar ist nun die ANZAHL von ARTIKELN von CCS-Klimawissenschaftlern insgesamt tatsächlich geringer, aber deren multiple VERBREITUNG in den bekanntesten Mainstream-Medien sehr viel größer als es für die häufiger erschienenen Artikel der „Klimaschutzgegner“ ermittelt worden war. Diese Diskrepanz zwischen den Abbildungen 2 a und b weist schon mal sehr stark auf einen vordergründigen Äpfel&Birnen-Vergleich hin.

Schaunmeralsomalweiter, Abbildung 4b zeigt die „Diskrepanz in der wissenschaftlichen Autorität und Mediensichtbarkeit“:

Bild 1 Abbildung 4 (Petersen et al. 2019): „Diskrepanz in der wissenschaftlichen Autorität und Mediensichtbarkeit – individuelle Ebene“

… Haben Sie jetzt die tiefere Bedeutung dieses Diagramms verstanden, nein? – Ich auch nicht.
Das ist aber auch gar nicht wichtig. Was wirklich wichtig ist, das ist die Farbskala in Abbildung 2 (Anmerkung: Bitte im Originalartikel ansehen), nämlich die Häufigkeit, mit der die betreffenden Artikel in den 30 bekanntesten Mainstream-Quellen erscheinen. Denn diese Mainstream-Medien erreichen eine breite Öffentlichkeit und bestimmen damit die Themen im öffentlichen Diskurs. Und wenn wir jetzt mal zurück zum Abstract gehen, dann hieß es dort entlarvend:
„…was objektiv die Verdrängung professioneller Mainstream-Quellen durch die Verbreitung neuer Medienquellen zeigt, …“.

Damit verkehrt sich die Aussage dieser Studie in ihr komplettes Gegenteil:
Während nämlich der etablierte Klimamainstream über seine „professionellen“ Massenmedien bequem eine breite Öffentlichkeit erreicht, maikäfern sich eine große Anzahl von Klimarealisten und klimarealistische Medien mit geringer Reichweite ab, um für ein Gegengewicht in eben dieser Öffentlichkeit zu sorgen – und daraus wird ihnen jetzt auch noch ein Strick konstruiert…
Diese Studie ist also ein ganz fieses und völlig unwissenschaftliches Konstrukt, das nur als eine direkte Aufforderung an die Mainstream-Massenmedien zu verstehen ist, Klimarealisten ganz aus der öffentlichen Debatte auszuschließen. Man könnte vielleicht sogar von einem wissenschaftlich konstruierten Scheinargument zur Durchsetzung der Klimareligion sprechen.
Eine schöne Analyse der Studie von Petersen et al. (2019) findet sich übrigens auch auf Science Files (nun Zufügung des Autors):

ScienceFiles 16. August 2019: Anthropogener Klimawandel nur mit Faschismus zu haben
… Dass die drei Eifrigen aus Kalifornien so weit von Wissenschaft entfernt sind, wie man nur sein kann, bemerkt man bereits daran, dass sie Wissenschaftler, Climate Change Scientists und Nonkonformisten, Climate Change Contrarians differenzieren. Deutlicher kann man seinen eigenen Bias nicht machen: Wer an den menschengemachten Klimawandel glaubt, der gilt den Autoren als Wissenschaftler, wer ihn mit Begründung bezweifelt, gilt ihnen als Nichtkonformist. Eigentlich sind die Wissenschaftsimitatoren an dieser Stelle schon enttarnt. Die vielen methodischen Fehler, die sie sonst noch begehen, angefangen dabei, dass beide Gruppen mit unterschiedlichen Auswahlmethoden besetzt wurden, eine Todsünde komparativen Vorgehens, aber ein beliebtes Mittel bei Ideologen bis zur Fehlklassifikation von Wissenschaftlern, seien hier nur erwähnt. Wer will, der kann eine sehr gute methodische Kritik, die nichts mehr von diesem Junk Paper übriglässt, im Blog von Judith Curry nachlesen.

„kaltesonne“ … Die Studie von Petersen et al. (2019) und ihr Medienecho werfen ein sehr bezeichnendes Licht auf die wissenschaftliche Qualität des Klimamainstreams und die journalistische Qualität der „professionellen“ Mainstream-Medien. Es geht in der Arbeit von von Petersen et al. (2019) offenbar darum, die „öffentlich-mediale Lufthoheit“ der Klimaalarmisten mit allen denkbaren unwissenschaftlichen Methoden unter dem Mäntelchen einer „hehren Wissenschaft“ zu verteidigen – und alle machen mit und reichen jeden Unsinn unhinterfragt durch. Denn insbesondere in den USA sind inzwischen eine Vielzahl von unabhängigen und katastrophenkritischen Blogs mit einer begrenzten Öffentlichkeit „ans Netz gegangen“,  wie beispielsweise allaboutenergy.netenergy-environmental-newsletter und noch viele andere….
Schlussbemerkung: Der Autor gibt seine Recherche an dieser Stelle auf, denn seine Einschätzung dieser grottenschlechten Studie ist nicht mehr zu verbessern. Es ist ihm vielmehr sehr schwer gefallen, die Verbalinjurien „Wissenschuftler“ und „Journalunken“ in dieser Betrachtung NICHT zu verwenden.

Einen haltungsgerechten Redakteur ficht solche schnöde Kritik sowieso klimakritisch eingestellter – und damit keiner Diskussion, nicht einmal einer Beachtung würdiger – selbstverständlich nicht an. In einer Zeit, in welcher Städte ihr Klimaschutzkonzept auf Klimagipfeln mit 12 … 15Jährigen diskutieren und von diesen prüfen lassen (FN vom 02.08.2021), hat Qualität seine Bedeutung vollständig verloren.

Studien, welche so schlecht durchgeführt werden, dass die Studienautoren nicht bemerken (wollen), dass ihre Daten das Gegenteil aussagen, sind beim „Klima“ nicht selten. Die „Konsensstudien zählen ebenfalls dazu:

Bild 2 Zur Konsensstudie. Auszug aus einem Foliensatz des Autors

Bild 3 Zur Konsensstudie. Auszug aus einem Foliensatz des Autors

Bild 4 Aussagen der Bundesregierung zur Konsensstudie. Auszug aus einem Foliensatz des Autors

Nachdem allerdings „die Bundesregierung“ den (an Betrug grenzenden) Aussagen solchen Studien feste glaubt, darf denen ein Haltungsjournalist nicht nachstehen.

Der Redakteur ergänzt es mit Beispielen

Den Redakteur scheint es arg zu wurmen, dass selbst im Merkelland in Talkshows (teilweise) noch Debatten stattfinden. Warum er es ausgerechnet am Klimawandel „festmacht“, erschließt sich nicht.
Aber es zeigt wenigstens die Unkenntnis – beziehungsweise nicht über „dpa“ -Kenntnis hinausreichende „Wissen“ zur Klimawandel-Debatte in Fachkreisen. Seine Bewertung zu „Corona“ und das Vorgehen unser Berliner Chaostruppe dazu wäre einen eigenen Artikel wert:
Redakteur [1] … Besonders krass und folgenschwer kann „false balance“ bei Talk-Runden im Fernsehen sein. Würden z.B. in einer Debatte über den Klimawandel die Stühle mit Vertretern des Konsens‘ („Der Klimawandel schreitet voran“) und deren Widersachern („Den Klimawandel gibt es nicht“) proportional besetzt, säßen mehrere hundert Teilnehmer auf der Konsensseite einem einzelnen Gegner gegenüber. Das findet so natürlich nicht statt, was so manche Einzelposition gigantisch aufwertet. In Sachen Corona haben das die Querdenker-Bewegung und diverse Verschwörungstheoretiker geschickt für sich ausgenutzt. Selbst wenn sie medial nicht zum Zuge kamen, konnten sie sich immer noch als „Opfer der Mainstream-Medien“ bezeichnen, die über „die wahren Hintergründe“ nichts berichten und selbsternannte Aufklärer „systematisch totschweigen“.

Dem Redakteur scheint nicht bekannt zu sein, dass zu Beginn einer dunklen Zeit der Deutschen Geschichte willfährige Personen mit ähnlichen Argumenten Einstein „widerlegten“:
1931 wurde das Buch: „100 Autoren gegen Einstein“ herausgegeben. Darin erklärten (und belegten) 100 Autoren (unbezweifelbar), dass Einsteins Relativitätstheorie falsch ist …

Geschichte bleibt ein Hamsterrad, welches sich ständig wiederholt. Zudem unterschätzt der Redakteur massiv die Anzahl an wissenschaftlichen Klimaskeptikern:

Bild 5 Klimakritische Petitionen. Auszug aus einem Foliensatz des Autors

Die Pflicht der Medien

Redakteur [1] Selbstverständlich begreifen es seriöse und professionelle Medien als ihre Pflicht, nachweislich falsche (oder gefälschte) Informationen über ein Wissenschaftsthema neben dem reinen Sachbericht in einem Kommentar oder Leitartikel anzusprechen und korrekt einzuordnen. Doch eine Garantie, dass solche Beiträge ebenso gelesen werden wie der Ursprungstext, die gibt es freilich nicht …

Der NN-Redakteur liest wohl die öfters bei der Redaktion eintrudelnden Kritiken des Autors auf deren Leitkommentare und Publizierungen nicht (nur ganz wenige davon werden als Beispiel auf EIKE publiziert):
[4] EIKE 30.07.2021: Einschläge des Klimawandels oder eher eklatantes Staats- und Behördenversagen?
[Link]
EIKE 06. März 2021: Klimapropaganda nun auch konsequent für Kinder
[Link] EIKE 11.10.2020: Traue keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht/kommentiert hast
[Link] EIKE 27.06.2020: Ein Zeitungsredakteur durch den Stadtwald ging um den Klimawandel persönlich zu sehen
[Link] EIKE 13. April 2020: Wurde schon 1912 vor dem schlimmen Klimawandel gewarnt? Ein Zeitungsartikel, doch zwei Interpretationen
Daran und darin ist erkennbar, dass zumindest der Autor solche Redaktionsbeiträge liest. Und wenn die „korrekte Einordnung“ seitens der Redaktion wieder grottenfalsch verstanden wurde, meldet er sich sogar. In den Augen einer Redaktion also ein wirklich vorbildlicher Leser ….

Wie in sozialistischen Ländern üblich: Wenn jemand die falsche Meinung äußert, üben die Verantwortlichen „Selbstkritik“ und erhöhen den Druck an ihre Untergebenen

Im Ausland scheint es noch Journalismus zu geben, der sich trotz massiver Indoktrinierung immer noch nicht vorbehaltlos an die Vorgaben der „Verantwortlichen“ hält. Der reine Gräuel für den NN-Journalisten, der sich wohl wünscht, dass solch renitente Quertreiberei in Deutschland endlich abgeschafft wird (was man für dessen Redaktion schon als weitgehend gelungen sagen darf (rein persönliche Meinung des Autors)):
Redakteur [1]Die BBC hat dazugelernt
Wie also damit umgehen? Die britische BBC hat sich diesem Problem im Jahr 2014 gestellt und ein spezielles Trainingsprogramm für Journalisten aufgelegt, die sich mit Wissenschaftsthemen befassen, damit sie nicht in die beschriebene Falle tappen. Mit mäßigem Erfolg, wie sie später einräumte.

„False balance“ wurde auch danach noch in der Berichterstattung beobachtet – besonders häufig, wenn es um den Klimawandel ging. Doch resignieren wollen die Verantwortlichen nicht. Sie üben öffentlich Selbstkritik und haben erkannt, dass weiterhin Handlungsbedarf besteht …

Schließlich wird die redaktionelle Autorität einer NN in Frage gestellt, wenn diese beispielsweise Wetterereignisse liniengetreu dem Klimawandel zuordnet [4] und gleichzeitig eine andere Zeitung diese FalschInformation untergräbt:
[2] WELT, 5.07.2021: Der unappetitliche Klima-Bluff
Ist die menschengemachte Erwärmung verantwortlich für die tödlichen Unwetter in Westdeutschland? Das Klima-Argument dient Politikern, um von der eigenen Verantwortung für eine Katastrophe abzulenken. Aufzeichnungen belegen, dass Sturzfluten trotz Klimawandels weniger gefährlich sind als früher.

Abschließend noch eine Reportage über den wohl größten Wissenschaftsbetrug der Neuzeit (rein persönliche Überzeugung des Autors nach jahrelangen Recherchen), wie sie im Jahr 2007 von RTL (noch) gesendet wurde:
RTL: “Die Theorie der menschengemachten Erderwärmung ist … ein großer Schwindel” – ScienceFiles
Hinweis: Im ScienceFiles Artikel ist der Button zum Reportagevideo.

(1)Anmerkung: Dabei handelt es sich allerdings eher um ein Wunschdenken als eine Tatsachenfeststellung des Autors. In vielen Gesprächen mit klimahysterisch überzeugten Personen ließ sich seitens des Autors bisher keine untere Grenze ausmachen, ab der eine der Hysterie zustimmende Aussage angezweifelt oder gar verworfen würde.

Quellen

[1] Nordbayern, 28.07.2021: Wie Journalisten in die „Objektivitätsfalle“ tappen
[2] WELT, 5.07.2021: Der unappetitliche Klima-Bluff
[3] WELT, 31. Juli: Landkreis Ahrweiler soll Hochwasserwarnungen missachtet haben
[4] EIKE 30.07.2021: Einschläge des Klimawandels oder eher eklatantes Staats- und Behördenversagen?
[5]
neue energie, 01.04.2021: „Wir müssen nicht das Klima retten, sondern uns.
[6] EIKE 14.07.2019: Der Mensch bekommt Fieber, bekommt es unsere Erde damit auch?
[7] EIKE 8. April 2019: Klimarettung mit Professor Lesch: Alle für das Klima täglich eine Stunde stillstehen
[8] Tichys Einblick, 13.06.2019: „SPD kopflos, CDU planlos“ Bei Illner: Parteien-Pillepalle & Wintervorhersage von Lesch
[9]
Alexander Michael Petersen, at al., 13. August 2019: Discrepancy in scientific authority and media visibility of climate change scientists and contrarians

 




Die Juli-Erwärmung der letzten 140 Jahre in Deutschland – CO2 ist nicht deren Ursache

Stefan Kämpfe, Josef Kowatsch

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit seinen etwa 1900 Wetterstationen über Deutschland verteilt, ermittelte für den Juli 2021 einen Monatsschnitt von etwa 18,3°C. Laut DWD war der Juli 2021 deutlich zu nass, genau auf dem Vergleichsschnitt und sonnenscheinarm. Im Gegensatz zum letzten Jahr ein erfreulicher Regenüberschuss, der leider wegen den großflächigen Versiegelungen Deutschlands durch Städte und Gemeinden und den ständigen Trockenlegungsmaßnahmen der Land- und Forstwirtschaft nur gering zur Auffüllung des Grundwasserspiegels beitragen konnte. Die schnellere Ableitung in die oft zu Kanälen degradierten Gewässer sorgte zu erheblichen Hochwasserschäden. Sünden, die eine tägliche anthropogene Fortsetzung finden. Nicht ein menschengemachter Klimawandel ist die Ursache für die Überschwemmungen, sondern eine menschengemachte Naturflächenzerstörung. Und wenn unsere Behörden gewissenhafter arbeiten würden, hätten viele Hochwasser-Todesopfer und Sachschäden verhindert werden können.

Grafik 1a: Der Juli ist in Deutschland in den letzten 140 Jahren wärmer geworden. Laut DWD um ein Zehntel Grad je Jahrzehnt seit 1881. Die Trendlinie vermittelt den Eindruck, als habe es eine gleichmäßige Erwärmung gegeben. Und daraus könnte man die Schlussfolgerung ziehen, die ebenso regelmäßig steigenden CO2-Konzentrationen der Atmosphäre würden dies bewirken.

Das Bild ändert sich, wenn man eine längere Temperaturreihe betrachtet: Berlin-Tempelhof, nicht wärmeinselbereinigt.

Grafik 1b: Das Startjahr des DWD liegt in einer Temperaturdepression wie die polynome Kurve zeigt. Um 1881 war der Monat in Deutschland in einem Kältetal.

Gehen wir zurück zur Grafik 1a, den Julitemperaturen in Deutschland ab 1881, natürlich nicht wärmeinselbereinigt. Schon beim ersten Blick auf die Jahrestemperaturen einzelner Jahre bzw. Jahrzehnte ist erkennbar, dass der Eindruck einer kontinuierlichen leicht steigenden Erwärmung nicht stimmen kann. Die genaue Betrachtung der Julitemperaturreihe ergibt schließlich 2 Teile:

Der lange Zeitraum bis 1981 und danach

Grafik 2: Der Juli hatte, anders als die meisten anderen Monate, bis 1981 über etwa einhundert Jahre (!) fast gar keine Erwärmung, dann schon 1982 der Klimasprung in die jetzige Zeit. Damit verhält sich der Juli anders, als die meisten übrigen Monate und die Jahreszeiten – ihm fehlt die Erwärmungsphase bis etwa 1950, und die neuzeitliche, starke Erwärmung begann verfrüht.

Allerdings könnte man aus der Grafik fälschlicherweise ableiten, dass die Erwärmungswirkung eines angeblichen Treibhausgases CO2 wenigstens seit 1982 die behauptete Wirkung zeigt. Der Konzentrationsanstieg in der Atmosphäre von damals 350 ppm auf nunmehr 420 ppm korreliert doch deutlich mit dem Temperaturanstieg.

Es handelt sich jedoch um eine Zufallskorrelation, was wir mit der Grafik 3 zeigen wollen, indem wir die letzten 40 Jahre nochmals aufsplitten.

Der Monat Juli ab dem Jahre 2005 bis 2021: Wo ist die CO2-Wirkung?

Grafik 3: Ab 2005, also die letzten 17 Jahre ist der Juli nicht mehr wärmer geworden. Der Monat hat sein Maximum mit einem Schnitt von 18,7°C seit 2005 erreicht.

Ergebnis: Der Monat Juli ist durch einen Temperatursprung im Jahre 1982 wärmer geworden. Auf diesem höheren Plateau, das bereits mit dem Rekord-Juli 2006 erreicht wurde, halten sich die Temperaturen laut DWD bis heute. Der Juli wurde vor 16 Jahren zu einem angenehmen Hochsommermonat. Wie lange wird sich der Monat wohl auf diesem Niveau halten?

Gibt uns Kohlendioxid die Antwort?

Nein, in zahlreichen Veröffentlichungen hatte KÄMPFE stets darauf hingewiesen, dass die aktuelle AMO-Warmphase, die Häufigkeitszunahme südlicher Wetterlagen und die wegen der Luftreinhaltemaßnahmen und der Landschaftsaustrocknung wachsende Besonnung die Erwärmung der letzten 40 Jahre verursachten.

Grafik 4: Die CO2 Konzentration ist seit 1958 überall auf der Welt von 315 ppm auf nunmehr fast 420 ppm angestiegen. Und man staune: Trotz Corona ist auch im Jahre 2020 und 2021 die CO2-Konzentration im gleichen Maße weiter gewachsen. Kein Stillstand. Dies zeigt, dass die wegen der Pandemie weltweit unfreiwilligen Maßnahmen einer anthropogenen CO2-Reduktion keinen Einfluss auf die Anstiegskurve hatten. Und die Zunahme korreliert auch nicht mit den DWD-Julitemperaturen.

Wir halten fest:

  1. Trotz Corona und der Wirtschaftsreduktion ist die CO2-Konzentration der Atmosphäre im gleichen Maße auch im Jahre 2020 und 2021 weiter angestiegen.
  2. Auf die Temperaturentwicklung des Monates Juli in Deutschland hat die CO2-Konzentationszunahme überhaupt keinen Einfluss. Der Temperatursprung auf ein höheres Niveau kann mittels CO2 nicht erklärt werden. Ebenso wenig der Stillstand seit 17 Jahren bei den DWD-Wetterstationen.
  3. Mehr Besonnung, die AMO-Warmphase, häufigere Süd- und Südwestlagen sowie diverse, nutzungsbedingte Erwärmungseffekte bewirkten die merkliche Juli-Erwärmung.

Der Einfluss des Wärmeinseleffektes (WI) auf die letzten Jahrzehnte

Die Wetterstationen in Deutschland sind einer ständigen Änderung durch die menschliche Bebauung und Trockenlegungsmaßnahmen unterworfen. Die 1900 Stationen des DWD dürften einen Durchschnitt mit einem mittlerem WI-Anteil repräsentieren. Deshalb soll in der folgenden Betrachtung die Frage geklärt werden wie sich die Temperaturen in ausgesprochenen Wärmeinseln im Gegensatz zu wärmeinselarmen Gegenden in den letzten Jahren entwickelt haben

Der Großraum München ist eine sich vergrößernde Wärmeinsel

In der folgenden Grafik 5 ist die Wetterstation München Stadtmitte im Vergleich zur DWD-Station Holzkirchen aufgetragen. Holzkirchen ist ein südlicher Vorort von München, im sich stets weiter entwickelnden Speckgürtel der Stadt. Auch aufgrund des Autobahnanschlusses und zweier Bundesstraßen nimmt sowohl die Einwohnerzahl als auch die Gewerbeansiedlung rapide zu.

Grafik 5: Julitemperaturentwicklung seit 2005 in München (rot) und Holzkirchen (grün). Der Monat Juli wurde im Gegensatz zu DWD-Deutschland an beiden Standorten auch nach 2005 noch wärmer. In der Großstadt München ist es etwa 2 Grad wärmer, Holzkirchen liegt höher; diese höhere Lage macht allein schon mehr als 1 Kelvin aus – blieben aber trotzdem noch stattliche etwa 0,8 K für den UHI-Effekt.

Man beachte: UHI-Effekt und WI-Effekt sind nicht dasselbe. Anhand dieser Grafik 5 lässt sich gut der Unterschied zwischen Wärmeinseleffekt und UHI-effekt (Stadt-Land unterschied) erklären.

UHI-Effekt: Der Stadt-Land Temperaturunterschied beträgt in diesem Falle etwa 0,8 Kelvin, was grob mit Untersuchungsergebnissen aus dem Großraum Wien und Berlin übereinstimmt. Also: Die Wetterstation in Holzkirchen holt auf, weil der WI-effekt der wachsenden Bebauung dort stärker wirkt.

In Berlin sah das, bezogen auf die CLINO-Periode 1981 bis 2010, so aus; tendenziell nimmt dort die Stadt-Umland-Differenz aber eher ab (stärkere Umland-Erwärmung durch Nutzungsänderungen):

Grafik 6: Im dicht bebauten, kaum begrünten Berliner Zentrum (Alexanderplatz) herrschen, bei identischer Höhenlage, im Jahresmittel etwa 1 K höhere Temperaturen, als im ländlichen Neuruppin. Es handelt sich um ein Extrembeispiel, denn der weitaus größte Teil des Berliner Stadtgebietes ist nicht so dicht bebaut und daher weniger warm. Man achte auf die besonders großen Differenzen von Mai bis August, welche sich bei derartigen Vergleichen aber nicht überall zeigen – im bewölkten, windigen Spätherbst sind die Differenzen gering. Mittlerweile wurde die DWD-Station Neuruppin leider geschlossen, so dass keine weitere Beobachtung dieses Verhaltens möglich ist.

WI-Effekt: Holzkirchen – München(Stadtmitte). Der Wärmeinseleffekt ist bei beiden Stationen zunehmend, in Holzkirchen jedoch etwas stärker, die grüne Trendlinie von Holzkirchen nähert sich der roten von München an. WI-Effekte, welche besser „nutzungsänderungsbedingte Erwärmungseffekte“ heißen müssten, können flächig auch im Umland auftreten und sind enorm vielfältig (land- und forstwirtschaftliche Meliorationen, Bodenverdichtungen, Entwässerungen, Nutzung der Wind- und Solarenergie …). Und dann „lauern“ WI-Effekte sogar da, wo man sie gar nicht vermutet – wenn Bäume und Hecken aufwachsen und den kühlenden Wind bremsen. Das musste auch der DWD leidlich erfahren – der Juli-Hitzerekord (2019, 42,6°C) von Lingen/Ems wurde mit viel Tam-Tam in den Medien verkündet, doch er entstand, weil neben der Station Hecken und Bäume aufgewachsen waren. Mittlerweile ist der „Rekord“ annulliert und die betreffende Station geschlossen; Näheres hier und zum wärmenden Einfluss der Erneuerbaren Energien hier und hier.

Beide Münchener Stationen gehören zu den DWD-Stationen mit einem hohen WI-Anteil, wobei der von Holzkirchen etwas höher ist, was zu einer scheinbaren Verkleinerung des UHI-Effektes führt.

Deutlicher wird der Unterschied zwischen UHI und WI bei einem längeren Betrachtungszeitraum: Man beachte die Steigungsformeln.

Grafik 7: An beiden benachbarten Standorten wird der Juli seit 1991 deutlich wärmer. Weil aber der WI-effekt in Holzkirchen größer ist als in München, nähern sich die Trendlinien an und der UHI-effekt wird kleiner.

Großstadt Berlin: Aber selbst innerhalb Berlins, wo die Höhenunterschiede sehr gering sind, zeigten sich nutzungsbedingte Unterschiede: Das gut durchgrünte Dahlem erwärmte sich etwas weniger, als das sonnendurchflutete Tempelhofer Feld.

Grafik 8: Etwas stärkere Juli-Erwärmung seit 1988 in Tempelhof. Beide Stationen liegen fast gleich hoch, aber Dahlem hat einen viel höheren Grünanteil. Werte für Juli 2021 noch nicht eingearbeitet.

Wetterstationen mit geringem WI-Anteil in den letzten 17 Jahren.

Die Grafik 3 der DWD-Deutschlandtemperaturen zeigt seit 2005 eine ebene Trendlinie, es handelt sich um Stationen mit einem mittlerem WI-anteil.

Als Beispiel einer WI-armen Wetterstation soll das ländliche Goldbach bei Bischofswerda, östlich von Dresden in der Oberlausitz dienen.

Grafik 9: Im ländlichen Goldbach im Südosten Deutschlands, eine WI-arme Station sind die Julitemperaturen in der Gegenwart leicht fallend.

Zum Abschluss noch ein Beispiel aus Thüringen, welches in eine etwas andere Richtung deutet – Vergrößerung des UHI-Effektes:

Grafik 10: Zunehmender UHI-Effekt? Jena-Innenstadt erwärmte sich in den letzten 30 Jahren stärker, als das ländliche Dachwig. Zwar wurde die Jenaer Station 2004 verlagert, aber nur geringfügig, und die Höhenlage und die innerstädtische Umgebung blieben gleich (Besichtigung 2016). Insgesamt dürfte das Jenaer Saaletal, schon von Natur aus eine Wärmeinsel, von der zunehmenden Besonnung und dem Wirtschaftsboom der Nachwendezeit besonders profitiert haben. Auch hier gilt aber: WI-Effekte könnten auch zur Erwärmung in Dachwig beigetragen haben; trotzdem kann es als besonders WI-arm gelten.

Zusammenfassung

Die Kohlendioxidkonzentrationen sind überall auf der Welt seit Messbeginn im Jahre 1958 gleichmäßig deutlich angestiegen und steigen weiter, wobei das Anstiegsintervall in den letzten beiden Jahrzehnten sogar leicht zunehmend ist.

Die Julitemperaturen Deutschlands sind gleichfalls gestiegen, aber nicht kontinuierlich wie die CO2-Konzentration, sondern durch einen Temperatursprung im Jahre 1982. Auf diesem höheren Temperaturplateau befinden wir uns bis heute.

Seit 2005 zeigen die DWD-Wetterstationen einen gleichmäßigen Verlauf. Das hohe angenehme Juli- und damit Sommerniveau wird gehalten. Wetterstationen mit einem hohen WI-anteil werden sogar wärmer, d.h. in deren Umgebung steigen die Julitemperaturen weiter. Bei WI-armen Stationen wird der Monat leicht kälter.

Beantwortung der Überschrift:

Zwischen dem Temperaturverlauf des Monates Juli und der weltweiten CO2-Konzentrationszunahme besteht überhaupt kein Zusammenhang. Wärmeinselarme deutsche Wetterstationen kühlen seit 17 Jahren sogar leicht ab, während die CO2-Werte weltweit zugenommen haben.

Anhand der Grafiken konnte aber erneut gezeigt werden, dass der Mensch durch die weitere Bebauung, Betonierung und Trockenlegung der einstigen freien Naturflächen die Landschaft wärmer und auch trockener macht. Damit vergrößern sich die Wärmeinseln. Die Hochwassergefahr steigt weiter.

Klimaschutz durch CO2-Einsparung ist vollkommen sinnlos, wichtig wäre ein sinnvoller Naturschutz, der die Naturlandschaften Deutschlands erhält. Vor allem sollte die weitere Landschaftstrockenlegung unterbunden werden. Das muss kein Bauverbot sein. Das Regenwasser sollte in den noch etwa 85% der deutschen Freiflächen zurückgehalten werden, damit es wieder versickern und durch Verdunsten die Landschaft im Sommer kühlen kann. Und in unseren überhitzten Städten könnten mehr Grün- und Wasserflächen für ein angenehmeres Klima sorgen.