Wissenschaftliche Betrugs-GmbH

Cap Allon

Wissenschaftliche Veröffentlichungen sind nicht mehr nur von Voreingenommenheit geprägt – sie werden wie ein organisiertes Verbrechen betrieben.

Eine neue Studie deckt auf, wie Betrug industrialisiert wurde, indem Netzwerke aus Redakteuren, Autoren und Vermittlern zusammenarbeiten, um gefälschte Forschungsergebnisse in das System zu pumpen – eine Vorgehensweise, die mittlerweile offen als „Paper Mill“ (Papiermühle) bezeichnet wird.

Die Untersuchung, veröffentlicht in den Proceedings of the National Academy of Sciences zeigt, wie der Betrug in der Praxis funktioniert. Zeitschriften verlassen sich auf Redakteure, die entscheiden, was veröffentlicht wird. Zunehmend genehmigen diese Redakteure jedoch Artikel, die später bei genauer Prüfung zusammenbrechen und zurückgezogen werden müssen. In vielen Fällen arbeiten Gruppen von Redakteuren und Autoren effektiv zusammen – einer genehmigt den Artikel des anderen, und der Gefallen wird erwidert.

Dann gibt es noch die Vermittler: Zwischenhändler, die Stapel von minderwertigen oder gar gefälschten Studien nehmen und sie an Zeitschriften weiterleiten, die bereit sind, darüber hinwegzusehen. Bei PLOS ONE, einer angeblich seriösen „Megazeitschrift”, überwachte ein Redakteur 79 Artikel, von denen 49 schließlich zurückgezogen wurden. Hindawi, ein weiterer großer Open-Access-Verlag, war so überfüllt mit Produkten aus Papierfabriken, dass Wiley (sein Eigentümer) Hunderte von Titeln schließen musste. Und bei Frontiers haben Ermittler gerade ein Netzwerk von 35 Redakteuren und Autoren aufgedeckt, die für mehr als 4.000 zweifelhafte Artikel bei sieben verschiedenen Verlagen verantwortlich sind, von denen 122 bereits zurückgezogen worden sind.

Betrügerische Studien verdoppeln sich laut der Studie alle 18 Monate, was dem Zehnfachen der Wachstumsrate seriöser wissenschaftlicher Arbeiten entspricht. Rücknahmen können da nicht mithalten. Und das geschieht nicht im Verborgenen – Unternehmen wie ARDA in Indien verlangen offen 250 bis 500 Dollar für die Veröffentlichung von Artikeln in „hochrangigen“ Fachzeitschriften und bewerben diesen Service eher wie einen Pay-to-Play-Marktplatz als wie einen wissenschaftlichen Dienst.

Diese bezahlten Studien fließen in Rezensionen und Metaanalysen ein, werden von den Mainstream-Medien zitiert und beeinflussen letztendlich die Politik der Regierungen. In der Medizin verfälscht dies unser Verständnis von Medikamenten und Behandlungen. In der Klimawissenschaft fließt es direkt in globale Programme wie CO₂-Steuern und Netto-Null-Vorgaben ein – politische Maßnahmen, die auf falschen Daten basieren.

Wolfgang Kaltenbrunner von der Universität Leiden stellt fest: „Perverse Anreize, überhöhte Messgrößen, die Kultur des ‚publish or perish‘ [veröffentlichen oder untergehen] und die systemische Toleranz gegenüber schwacher Wissenschaft ermöglichen es den Papierfabriken zu florieren.“

Betrug wurde industrialisiert. Verlage und Geldgeber haben wenig Anreiz, ihn zu unterbinden, da die Maschinerie Schlagzeilen, Fördermittel und Kontrolle generiert. Der Begriff „Konsens“ war schon immer politisch, doch nun wird auch das akademische Gerüst zunehmend gefälscht, auf dem er ruht.

Die gesamte Studie steht hier.

Link: https://electroverse.substack.com/p/new-zealand-resort-revived-noaa-data?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Der Sommer wird in Deutschland erst seit 1988 wieder wärmer – Teil 2

Teil 2: Der Deutsche Wetterdienst zeigt: Keine Sommererwärmung durch Kohlendioxid

Von Josef Kowatsch, Matthias Baritz

  • Zunehmender Wärmeinseleffekt durch Bebauung und Flächenversieglungen, die Zunahme der Sonnenstunden, Trockenlegung der Landschaft und geänderte Großwetterlagen-Häufigkeiten bestimmen die Sommererwärmung seit 1988
  • Die Sommererwärmung seit 1988 fand hauptsächlich tagsüber statt.
  • Die Klimahysterie basierend auf CO₂ ist völlig unbegründet, ein frei erfundenes Medienereignis.

Teil 1 steht hier.

Der Klimawandel fand ab 1988, im Sommer und vor allem tagsüber statt.

Hauptgründe sind die Zunahme der Sonnenscheindauer und die Zunahme der Strahlungsintensität der Sonne. Auch die Gesetze zur Luftreinhaltung halfen mit.

Abb. 1: Die Sommererwärmung seit 1988 fand vor allem tagsüber statt.

Korrelation zwischen Sonnenstunden und Tmax (Tagestemperaturen)

Abb. 2: Korrelationskoeffizient R = 0,89 bei Tmax. Bei Tmin liegt der K.K. R nur bei 0,58. Was auch zu erwarten war, da Tmin weniger stark steigt als Tavg und Tmax

Merke 1: Da die Sonne im Sommer am stärksten wirkt, ist auch der Einfluss auf die Tagestemperaturen am höchsten, laut Treibhaustheorie müsste es umgekehrt sein

Merke 2: Die starke Zunahme der sommerlichen Temperaturen tagsüber zieht auch den Jahresschnitt der Deutschlanderwärmung seit 1988 stark nach oben.

Andere Einflüsse der Sommer-Klimaerwärmung seit 1988

Es kommt auf den Standort und vor allem auf die Veränderung derselben an.

Würde nur CO₂ die Temperaturen bestimmen wie die Treibhauskirche behauptet, dann müsste der Verlauf der Steigungslinien zumindest ab 1988 bei allen Stationen gleich sein!!

Wir bieten hier nun einen kleinen Querschnitt von 5 Wetterstationen quer Beet mit dem Verlauf der Tag/Nachtauswertungen.

Alle Stationen wurden vom DWD im Betrachtungszeitraum versetzt. Das ändert natürlich die Steigungslinien, ist für unsere Zwecke jedoch nicht relevant, da die Versetzung für die drei Temperatur-Betrachtungsparameter gleichzeitig erfolgten. Wir achten viel mehr auf die Steigungsunterschiede bei den wie eine Schere auseinandergehenden Trendlinien zwischen Tag/Nacht.

Beginnen wir mit Konstanz, ganz im Süden:

Grafik 3a: Bodenseenähe, die Zunahme der Sonnenstunden erwärmen auch den Bodensee, so dass die Nächte sich miterwärmen. Geringere Differenz zwischen Tmax/Tmin

.Der Gegensatz: Wetterstation Dachwig in Thüringen, absolut ländlich und trocken gelegte Landschaft

3b: Absolut ländlich in Thüringen, am Tage starke Erwärmung, hohe Differenz zwischen den Steigungsformeln zwischen Tag und Nacht: die Nächte wurden überhaupt nicht wärmer.

Das zeigt auch Nürnberg/Netzstall, absolut ländlich von Wiesen und Wald umgeben.

3c: Die Station wurde vor etwa 20 Jahren vom Ortsrand eines Weilers ganz zu einem Aussiedlerhof verlegt, natürlich alle drei Messparameter gleichzeitig. Die Sommernächte werden deutlich kälter, die Tage deutlich wärmer, ähnlich hohe Steigung wie Dachwig.

Düsseldorf, die Wetterstation am Flughafen:

3d: Hauptstadt von NRW, die sommerlichen Nachttemperaturen zeigen fast gar keine Erwärmung. Die Schere zwischen Tag/Nacht geht wie überall auseinander.

Einschub: Und was behauptet der gut bezahlte Treibhaus-Chefexperte (so nennt er sich selbst) namens Häckl, der bei RTL moderiert?

Nun, das hier:Die Nächte würden sich aufgrund des CO₂-Treibhauseffektes stärker erwärmen. Und das versucht Häckl anhand der CO-Rückstrahlung zu erklären. Ein klassischer Schuss in den Ofen. Herr Häckl hätte sich als RTL-Experte wenigstens unsere Sommer-Grafik von Düsseldorf anschauen können.

Was würden Häckls Behauptung bedeuten? Das würde bedeuten, dass sich die Nachttemperaturen bei zunehmender CO-Konzentration immer mehr den Tagestemperaturen annähern würden bis es (in 100 Jahren?) schließlich gar keinen Unterschied zwischen Tag/Nacht mehr geben würde!!!

Nur wenn kein CO-Erwärmungseffekt wirkt müssen Sonnenstundenzunahme und zunehmende Landschaftstrockenlegung=Versteppung zu einem Öffnen der Trendlinienschere führen. Vergleiche Wüste, höchste Tag/Nachtunterschiede

Inselwetterstation Helgoland, umgeben von der Nordsee, siehe dazu auch diesen Artikel.

Abb. 3e: Der Temperaturverlauf wird viel stärker von der Nordseetemperatur, siehe Abb. 3f, bestimmt. Das sieht man u.a. auch an den Trendgeraden, die zwischen Tmax und Tmin nur knapp 4 Grad (1988) und gut 4 Grad (2024) auseinander liegen. Die Stationen im Landesinneren, Grafik 3a – 3d, haben eine Differenz von über 10 Grad zwischen Tmin und Tmax! Die Sonnenstunden haben auf Helgoland nicht zugenommen, auch deshalb ist der Steigungsverlauf zwischen Tag/Nacht nicht besonders gravierend, aber vorhanden. Das gleiche Verhalten der Temperaturtrendgeraden zeigt sich auch auf den Nordseeinseln Norderney und List auf Sylt. Sogar Arkona auf der Ostseeinsel Rügen zeigt dieses Verhalten.

Abb. 3f: Der Sommer-Temperaturverlauf der Inselwetterstationen wird viel stärker von der Nordseetemperatur bestimmt. Beachte, auch die Nordseetemperatur stieg seit 1988 ähnlich wie bei der DWD-Wetterstation Helgoland an, siehe Korrelations-Koeffizient, R = 0,95

Ergebnisse der Tag/Nachtvergleiche

Die starke Sommererwärmung seit 1988 fand in Deutschland tagsüber statt. Das beweist den Einfluss der zunehmenden Wärmeinselwirkung, aber auch der Sonnenstunden. Andere Faktoren sind teilweise Bestandteil der Wärmeinselwirkung und bedingen sich gegenseitig wie Niederschläge, Windrichtungen, Änderung der Großwetterlagen, Luftreinhaltemaßnahmen, kosmische Strahlung, Bebauung, Trockenlegungen, örtliche Klimabesonderheiten.

Die Sommererwärmung tagsüber und der Herbstmonate sind der Hauptgrund, weshalb die DWD-Jahresschnitte wieder wärmer werden seit 1988 und nicht ein Klimakiller Kohlendioxid, denn sonst müssten die Nächte laut Häckl stärker wärmer werden.

Merke: Die Gesamtjahreserwärmung Deutschlands fand hauptsächlich tagsüber im Sommer bis in den Herbst hinein statt.

Erkenntnis zu CO₂: Freispruch

  1. Der völlig unterschiedliche Verlauf der Tag/Nachtemperaturen in Deutschland zeigt, dass CO₂ überhaupt keine oder fast keine Wirkung hat.
  2. Würde wie behauptet, Kohlendioxid der alleinige Temperaturtreiber sein, dann müssten bei allen DWD-Wetterstationen der Verlauf der Tages- und Nachttemperaturen dieselben Steigungsformeln aufweisen.
  3. Alle, das bedeutet streng genommen, dass alle hier gezeigten DWD Stationen ein- und dieselbe Steigungsformeln für Tag/Nacht und für den Schnitt (brauner Graph) haben müssten, nämlich Y= 0,0495 C/Jahr, wie in Grafik 1

Das ist überhaupt nicht der Fall. Jede DWD-Wetterstation hat je nach Standortverhältnissen und Umgebung ihren eigenen Verlauf mit einer eigenen Steigungsformel, dazu auch noch Tag/Nacht unterschiedlich. Dieser Grafikbeweis zeigt erneut, dass CO₂ allerhöchstens in homöopathischen Dosen wirken kann. Eventuell auch kühlend.

Gesamt: Das Klima wandelt sich immer, der stets verschiedene Sommer-steigungsverlauf der einzelnen DWD-Wetterstationen zeigt: CO hat daran keinen erkennbaren Anteil

Zusammenfassung:

1.) Die Sommertemperaturen variieren an allen Betrachtungsorten Deutschlands von Jahr zu Jahr. Die Gründe sind die unzähligen natürlichen und sich ständig ändernden Einflüsse auf das Wetter und das Klima.

2.) Daneben übt der Mensch einen konstanten zusätzlichen Einfluss durch die Schaffung immer neuer zusätzlicher Wärmeinseleffekte aus. Bei manchen Stationen mehr, bei anderen weniger. Deshalb auch die unterschiedlichen Formeln der Regressionslinien.

3.) Weniger Nord-, dafür mehr Süd- und Hochdruckwetterlagen tragen ganz wesentlich zum Durchschnittstemperatur eines Monates bei. Es handelt sich um natürliche Einflussfaktoren auf das Wetter und Klima. Und die haben sich 1988 geändert.

4.) Wie die Grafiken zeigen, bewirkt die jährlich weltweite CO-Zunahme entweder gar nichts oder nichts Erkennbares, denn sonst könnten die Nachttemperaturen nicht fallen. CO kann am Tage auch im Sommer nicht erwärmend und nachts abkühlend wirken.

Damit ist die Definition des IPPC von Klimawandel falsch: Die behauptet nämlich, dass die CO-Zunahme der alleinige Temperaturtreiber wäre. Noch verwerflicher ist die derzeitige Klimapolitik der Bundesregierung, die ein klimaunwirksames, aber lebensnotwendiges Gas bekämpfen will und dabei unsere Demokratie, unsere Wirtschaft und unseren Wohlstand ruiniert. Das Geschäftsmodell CO-Treibhausgas will nur unser Geld, hier näher beschrieben.

Fazit: Es wird Zeit, dass endlich Umwelt- und Naturschutz in den Mittelpunkt des politischen Handelns gerückt werden, saubere Luft, genügend Trinkwasser zu verträgliche Preisen und gesunde Nahrungsmittel sind menschliche Grundrechte. Eine CO₂-Klimaabgabe taugt zu gar nichts, auf alle Fälle nicht dem Klima. Es handelt sich um ein Geschäftsmodell, das dem Sündenablasshandelsmodell der Kirche im Mittelalter nachempfunden ist. Neben den oben beschriebenen Gründen, abgeleitet aus den Grafiken, weshalb CO nicht an der gemessenen Sommer-Erwärmung seit 1988 schuld sein kann, sollen noch fünf weitere Gründe genannt werden:

  1. Es gibt keinen Versuch, der die Klimasensitivität von CO auch nur annähernd bestimmen kann. Behauptet werden 2° bis 4,5°C Erwärmung. Jeder Versuch liefert Null oder das Ergebnis verschwindet im Rauschen der Messfehler.
  2. Es gibt auch keinerlei technisches Anwendungsbeispiel, bei welchem wir Menschen uns den behaupteten CO-Treibhauseffekt positiv zunutze machen könnten.
  3. Bei der Sprengung der Nordstream-Pipeline entwichen 300 000 Tonnen des 25x stärkeren Treibhausgases Methan. Erhöhte Konzentrationen konnten gemessen werden, die dazugehörige Treibhauserwärmung gab es nicht.
  4. Schon bei der Elite der deutschen Physiker wie Einstein, Heisenberg, Hahn, Planck spielte der CO-Treibhauseffekt keine Rolle. Er existierte für sie schlichtweg nicht, obwohl die Hypothese dazu schon Jahrzehnte zuvor entwickelte wurde.
  5. Wir sind weit entfernt von einer bevorstehenden Klimakatastrophe oder gar Klimaverbrennung der Erde. Alles Angstgeschrei vom Untergang der Erde ist frei erfunden, unglaublich, dass unsere Medien nicht nur mitmachen, sondern meist noch zusätzlich übertreiben. Folgende Grafik sollte auf alle Leser beruhigend wirken:

Abb. 4: Einordnung der gegenwärtigen Temperaturen, Vergleich mit anderen Zeitepochen. Von einer Klimakatastrophe oder Erdverbrennung sind wir weit entfernt. Das Klima ist völlig normal und nicht außer Kontrolle.

Der minimale Anstieg der globalen Temperaturen lässt sich leicht mit einer Albedoverringerung der Erdoberfläche in den letzten Jahrzehnten erklären, gemessen von Satelliten. Eben eine stete weltweite Beseitigung grüner Vegetationsflächen, eine stete Zunahme der weltweiten Flächenversiegelungen.

Fazit: Der Klimawandel begann in Deutschland 1987/88. Es wurde angenehm wärmer. Aber nicht durch Kohlendioxid.

Grundforderung von uns Natur- und Umweltschützern: Die bewusst geplante und regierungsgewollte CO-Klimaangstmacherei in Deutschland muss eingestellt werden. Man will nur unser Geld. Das Klima der Welt könnte eh nicht von Deutschland aus gerettet werden.

Was gegen heiße Sommertage hilft haben wir hier beschrieben.

Leider werden diese Vorschläge, die wirklich helfen würden nicht umgesetzt, die Regierungsresonanz auf unsere Vorschläge war Null, obwohl wir viele Politiker angeschrieben haben. Daraus kann man nur den Schluss ziehen, die Regierung mitsamt ihren bezahlten Treibhausforschern und Angstmachern wollen gar keine Eindämmung der heißen Tage, dies würde die CO₂-Steuer und all die anderen dämlichen und teuren Klimarettungsmaßnahmen gefährden.

Wir brauchen mehr CO in der Atmosphäre

Eine positive Eigenschaft hat die CO-Zunahme in der Atmosphäre. Es ist das notwendige Wachstums- und Düngemittel aller Pflanzen, mehr CO führt zu einem beschleunigten Wachstum, steigert die Hektarerträge und bekämpft somit den Hunger in der Welt. Diesen lebensnotwendigen Wachstumsstoff holen sich die Pflanzen aus der Luft. Ohne Kohlendioxid wäre die Erde kahl wie der Mond. Das Leben auf der Erde braucht Wasser, Sauerstoff, ausreichend Kohlendioxid und eine angenehm milde Temperatur. Der optimale CO-gehalt der Atmosphäre liegt bei 800 bis 1000ppm. Das Leben auf der Erde braucht mehr und nicht weniger CO in der Luft. Wer CO vermindern will, der handelt letztlich gegen die Schöpfung dieses Planeten.

Zusatz: Wer an CO₂ als anthropogenen Erwärmungstreiber glaubt, der muss auch von seiner Mitschuld an der Erwärmung seit 1988 überzeugt sein und ein schlechtes Gewissen haben. Abhilfe: solche Gläubige können sich hier ihr Gewissen durch eine monatliche Kollekte an die Kirchen beruhigen.

Josef Kowatsch, Naturschützer und unabhängiger, weil unbezahlter Klimaforscher

Matthias Baritz, Naturschützer und neutraler Naturwissenschaftler.

 




Gewächshäuser zahlen den Preis für die Dämonisierung von „Treibhausgasen“

Vijay Jayaraj

Die Zeit der hypothetischen Warnungen vor den Kosten grüner Politik ist vorbei. Wir sind nun in die brutale Phase eingetreten, in der wir mit empirischen Daten über die wirtschaftlichen Verwüstungen berichten, welche die törichte Agenda der „Dekarbonisierung“ hinterlassen hat. Das jüngste Beispiel in dieser Galerie des Untergangs ist Neuseeland, wo der sogenannte „grüne“ Wandel gerade ein Opfer gefordert hat: die Gewächshausbauern der nationalen Lebensmittelproduktion.

Gewächshäuser bestehen in der Regel aus Glas oder Kunststoff und werden für den Anbau von Pflanzen in Innenräumen genutzt. Sie ermöglichen es den Erzeugern, Parameter wie Temperatur und Luftfeuchtigkeit zu kontrollieren, so dass das ganze Jahr über Gemüse, Obst und Blumen angebaut werden können. Zu den gängigen Nutzpflanzen zählen Tomaten, Gurken und Salat. Da Kohlendioxid ein Pflanzennährstoff ist, wird seine Konzentration in Gewächshäusern manchmal erhöht, um das Wachstum zu beschleunigen.

All dies erfordert viel Energie, wodurch Gewächshäuser anfällig für Klimasteuern auf Kohlendioxidemissionen und Verbote von Kohlenwasserstoffen sind, welche die Brennstoff- und Strompreise in die Höhe treiben.

Die Politik der Regierung hat die Erdgaspreise für Simon Watson von NZ Hothouse, einen seit 25 Jahren in South Auckland tätigen Tomatenproduzenten verdreifacht, der sagt, dass die Grundlage seines Geschäfts bröckelt.

„Vor 25 Jahren war Gas reichlich vorhanden und uns wurde gesagt, dass es ewig reichen würde“, sagte Watson. „Es war eine wunderbare Sache.“

Aber die guten Zeiten sind vorbei. Die Erdgasvorräte gehen zur Neige, und steigende Kosten drohen den gesamten Betrieb zu zerstören und Hunderte von Arbeitnehmern in ihre Existenzkrise zu stürzen. Watsons zwei Anlagen machen etwa 10 % der 500 Hektar großen Gewächshausfläche Neuseelands im Norden der Nordinsel aus. Er geht davon aus, dass viele Betriebe zurückstecken oder schließen müssen, weil sie sich das Gas nicht mehr leisten können.

Erdgas wird nicht nur in Gewächshäusern verwendet. Watson weist darauf hin, dass 80 % bis 90 % der Supermarktprodukte – von Fleisch und Milchprodukten bis hin zu zuckerhaltigen Getränken und Spirituosen – gasintensive Verfahren erfordern. Der Rückgang der Erdgasreserven treibt die Preise in die Höhe. Die Regierung und die Energiebranche haben neun Monate Zeit, um eine Lösung zu finden, bevor der hohe Energiebedarf des nächsten Winters die Situation katastrophal macht.

Selbstverschuldete Energiekosten

Die Gaskrise in Neuseeland begann 2018 mit einem Verbot neuer Genehmigungen für Offshore-Explorationen in der Region Taranaki, wodurch das Wachstum der Öl- und Gasproduktion eingeschränkt wurde. Der Energiesektor, der in der Vergangenheit einen bedeutenden Beitrag zur neuseeländischen Wirtschaft geleistet hat, sah sich mit rückläufigen Investitionen und Explorationsaktivitäten konfrontiert, was die heimische Gasproduktion behinderte.

Nachdem die Regierung kürzlich ihr Verbot von Genehmigungen aufgehoben hatte, hat sie nun 200 Millionen Dollar für die Offshore-Gasförderung bereitgestellt. Ebenso hat sich Neuseeland aus einer internationalen Gruppe zurückgezogen, die sich für den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen einsetzt, was einen Rückzug aus seiner Klimapolitik signalisiert. Es wird jedoch eine Weile dauern, bis diese Veränderungen Ergebnisse zeigen, so dass die Unternehmen weiterhin in der Schwebe bleiben.

Bedrohung der globalen Landwirtschaft

Diese künstlich herbeigeführte Krise offenbart die wahren Kosten des klimapolitischen Tugendwahns – nicht nur in Neuseeland, sondern weltweit, wo ähnliche Maßnahmen dem Agrarsektor schaden.

Kanadische Gewächshausbauern müssen Kohlenstoffsteuern zahlen, die bis zu 40 % ihrer Energiekosten ausmachen. Hinzu kommen die Kohlenstoffsteuern, die Kanadier beim Kauf von Kraftstoff, Strom und Lebensmitteln entrichten müssen.

Die Landwirtschaft zählt zu den weltweit am stärksten von fossilen Brennstoffen abhängigen Branchen und ist daher besonders anfällig für die negativen Auswirkungen einer schlechten Energiepolitik. Dieselkraftstoff treibt Maschinen an, Propangas versorgt Getreidetrockner und beheizt Scheunen. Stickstoffdünger, Herbizide und Insektizide werden aus Erdgas und Ölnebenprodukten synthetisiert.

Die größte Ironie besteht darin, dass das von Klimaaktivisten verteufelte CO2 die Photosynthese fördert und die landwirtschaftliche Produktivität steigert.

Die selbstverschuldeten Schäden der „Dekarbonisierung“ sind kein Zufall, sondern beabsichtigt – ein Mittel, um eine Verringerung des Energieverbrauchs zu erzwingen und damit einer perversen, menschenfeindlichen Ideologie zu dienen, die eine apokalyptische Vision predigt, die weder wissenschaftlich noch mit gesundem Menschenverstand zu begründen ist. Die Frage ist, ob die Gesellschaften diesen Weg in die Zerstörung erkennen werden, bevor es zu spät ist, um noch umzukehren.

This commentary was first published at PJ Media September 9.

Link: https://cornwallalliance.org/greenhouses-pay-the-costs-of-demonizing-greenhouse-gas/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Inselnationen dehnen sich aus und „versinken nicht im Meer“

H. Sterling Burnett

Die Zeitung „The Independent“ veröffentlichte einen Artikel mit der Behauptung, dass mehrere kleine Inselstaaten im Meer versinken, wodurch ihre Existenz als Nationen bedroht ist und ihre Bevölkerung in der Luft hängt. Daten zeigen, dass dies schlichtweg falsch ist. Trotz eines moderaten Anstiegs des Meeresspiegels haben die Inselstaaten, von denen „The Independent“ spricht, trotz des moderaten Klimawandels an Größe, Bevölkerung und Wohlstand gewonnen. Es gibt keine realen Daten, die darauf hindeuten, dass die Ozeane diese Länder überschwemmen werden.

„Kleine Inselstaaten wie Tuvalu, Kiribati, die Malediven und die Marshallinseln sind besonders anfällig für den Klimawandel“, behauptet The Independent in seinem Artikel „Diese Länder versinken im Meer. Was passiert, wenn sie für immer verschwinden?“ „Steigende Meeresspiegel, stärkere Stürme, Süßwasserknappheit und beschädigte Infrastruktur bedrohen ihre Lebensfähigkeit.

Einige Inseln stehen sogar vor der düsteren Aussicht, aufgegeben zu werden oder im Meer zu versinken“, fährt The Independent fort. „Dies wirft eine beispiellose rechtliche Frage auf: Können diese kleinen Inselstaaten noch als Staaten betrachtet werden, wenn ihr Land verschwindet?“

Während Fragen des Völkerrechts hinsichtlich des Status von Nationen und ihren Völkern, sollte ein Land aufhören zu existieren, außerhalb des Verständnisses von Climate Realism liegen, deuten Daten darauf hin, dass die Bevölkerungen dieser Nationen keine Angst um den Fortbestand ihrer Inseln oder damit um die Auflösung ihrer Nation und nationalen Identität haben müssen.

Wiederholte Studien zeigen, dass jede der in dem Artikel erwähnten Inselstaaten tatsächlich an Größe zunimmt und nicht im Meer versinkt. Darüber hinaus deuten die Maßnahmen ihrer Regierungen und privaten Unternehmen, wie der Ausbau der Infrastruktur und die Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung, darauf hin, dass sie davon ausgehen, dass die Inseln auch bei einem moderaten Anstieg des Meeresspiegels weiter bestehen und prosperieren werden.

Climate at a Glance: Islands and Sea Level Rise zitiert mehrere von Fachkollegen begutachtete Berichte, die frühere Behauptungen widerlegen, dass Inseln wie Tuvalu, Kiribati, die Malediven und die Marshallinseln an Fläche verlieren. Tatsächlich haben sich alle diese Nationen aufgrund einer Zunahme der Höhe, einer Anlandung entlang ihrer Küsten durch Sandablagerungen oder beidem vergrößert. Eine kürzlich durchgeführte, von Fachkollegen begutachtete Studie hat beispielsweise ergeben, dass acht der neun großen Korallenatolle Tuvalus in den letzten Jahrzehnten an Größe zugenommen haben und dass auch 75 Prozent der 101 kleineren Riffinseln des Inselstaates gewachsen sind.

Was die Malediven betrifft, so behauptete die Canberra Times vor 30 Jahren, dass alle 1196 Inseln der Malediven inzwischen vollständig unter Wasser stehen könnten. Nicht nur, dass alle 1196 Inseln noch vorhanden sind, sondern die Bevölkerung der Malediven hat sich in den letzten 20 Jahren sogar verdoppelt. Die Menschen strömen auf die Malediven, statt von dort zu fliehen. Man nimmt dort auch politische Flüchtlinge auf, statt Klimaflüchtlinge hervorzubringen.

Tatsächlich haben Wissenschaftler der Universität Auckland festgestellt, dass Korallenatolle in den Pazifikstaaten Marshallinseln, Kiribati und den Malediven im Indischen Ozean ihre Landfläche in den letzten 60 Jahren um 8 bis 10 Prozent vergrößert haben.

Nature sowie GeoScience World und Phys.org veröffentlichte oder zitierte Studien erklären die Prozesse, die es so vielen Inselstaaten, die laut Klimapessimisten unter den Wellen verschwinden sollen, ermöglicht haben, nicht nur mit dem Anstieg des Meeresspiegels Schritt zu halten, sondern sogar Land zu gewinnen.

Climate Realism hat eine Reihe von Artikeln des Inhalts veröffentlicht, dass es keine durch den Klimawandel verursachte Flüchtlingswelle aus diesen Ländern gibt, da verschiedene Inselstaaten nicht tatsächlich weggespült werden, sondern vielmehr an Größe zunehmen, zum Beispiel hier sowie hier und hier.

Angesichts der wachsenden Bevölkerung und des zunehmenden Tourismus‘ haben alle Inselstaaten, die laut The Independent vom Klimawandel bedroht sind und möglicherweise verschwinden oder sich auflösen könnten, in den letzten Jahren ihre Infrastruktur ausgebaut und langfristige, groß angelegte Investitionen auf ihren Inseln getätigt. Sie verfügen über neue Hotels, Wasseraufbereitungsanlagen, Tourismuszentren sowie öffentliche Gebäude und Straßen.

Auf einer Klimakonferenz 2019 in Bonn sagte beispielsweise der Präsident von Kiribati Anote Tong „Der Klimawandel ist in der Tat ein ernstes Problem, aber wir glauben nicht, dass Kiribati wie die Titanic untergehen wird.“ Im selben Videobericht wies Tong darauf hin, dass ausländische Investoren dabei seien, „5-Sterne-Öko-Resorts zu entwickeln, die Weltklasse-Erlebnisse beim Tauchen, Angeln und Surfen bieten würden“, und zwar auf derzeit unbewohnten Inseln.

Es ist kaum zu glauben, dass Regierungen und gewinnorientierte Unternehmen langfristige Investitionen in Höhe von mehreren Milliarden Dollar tätigen sowie Gebäude und die dazugehörige Infrastruktur errichten würden, wenn sie davon ausgehen würden, dass alles weggespült wird, bevor sie ihre Kredite zurückzahlen können, geschweige denn Gewinne erzielen.

The Independent zeigte wenig journalistische Neugier oder unabhängiges Denken, als es diese falsche Geschichte über durch den Klimawandel verschwindende Inselstaaten veröffentlichte. Eine einfache Faktenprüfung durch die Redaktion der Zeitung hätte deren Veröffentlichung verhindert oder zumindest die Autoren gezwungen, sie radikal umzuschreiben und Autoren der Studien zu zitieren, die das Wachstum der Inseln belegen – aber wen interessiert schon die Wahrheit, wenn es eine gute, beängstigende Geschichte zu erzählen gibt. Offensichtlich nicht The Independent.

H. Sterling Burnett, Ph.D., is the Director of the Arthur B. Robinson Center on Climate and Environmental Policy and the managing editor of Environment & Climate News. In addition to directing The Heartland Institute’s Arthur B. Robinson Center on Climate and Environmental Policy, Burnett puts Environment & Climate News together, is the editor of Heartland’s Climate Change Weekly email, and the host of the Environment & Climate News Podcast.

Link: https://climaterealism.com/2025/09/get-the-facts-straight-the-independent-island-nations-are-growing-not-sinking-into-the-sea/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




CO₂ lässt die Erde ergrünen

CO₂Coalition

An: Bruno Telemans

Yewon Sung,

FAO Headquarters,

Viale delle Terme di Caracalla 00153 Rome, Italy

Hallo Bruno Telemans, Yewon Sung,

Vielen Dank für Ihr höfliches Ablehnungsschreiben zu unserem Antrag auf eine Nebenveranstaltung im Rahmen der FAO-Weltkonferenz zur nachhaltigen Transformation der Viehzucht. Wir hatten Ihnen einen Vorschlag für eine Parallelveranstaltung unterbreitet, in der Hoffnung, dass die neuesten wissenschaftlichen Forschungsergebnisse auf positive Resonanz stoßen würden, insbesondere angesichts der kürzlich in Nature erschienenen Veröffentlichung „The Other Climate Crisis“ (Die andere Klimakrise). Dieser Artikel identifizierte erhebliche regionale Diskrepanzen zwischen umfassenden Klimamodellvorhersagen und den Beobachtungsdaten, mit vielen Überraschungen, bei denen die Klimasignale das Gegenteil von dem waren, was erwartet wurde [1]. Dies führt zu der unvermeidlichen Schlussfolgerung, dass die heutige Klimawissenschaft noch lange nicht ausgereift ist und dass die Realität viel positiver ist als in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird.

Wir müssen Sie daran erinnern, dass die Wissenschaft nach der Wahrheit sucht und dass die Wahrheit mit wissenschaftlichen Methoden entdeckt wird und nicht durch Abstimmungen oder Konsens erzielt wird. Deshalb können wir nicht umhin, Sie daran zu erinnern, dass die Fragen des Klimawandels, der angeblich ausschließlich auf anthropogene Treibhausgasemissionen zurückzuführen ist, und des angeblichen Einflusses der Viehzucht auf dieses Phänomen wichtige wissenschaftliche Fragen sind, die es verdienen, weiterhin grundlegend und angewandt erforscht zu werden. Wir verweisen Sie auf die beigefügte aktuelle Veröffentlichung der Professoren Lindzen und Happer [2] sowie auf den Anhang zu diesem Schreiben. Die neuesten Ergebnisse der Klimaforschung können einfach nicht ignoriert werden.

Wissenschaft war zu keinem Zeitpunkt eine Frage der Mehrheitsmeinung oder gar von oben herab getroffenen Entscheidungen durch Justizbehörden. Wir sehen, dass die FAO Gefahr läuft, sich auf der falschen Seite der Geschichte wiederzufinden, wenn sie den freien wissenschaftlichen Diskurs auf unethische Weise unterdrückt.

Wir empfehlen daher nachdrücklich, dass die FAO zu ihrem ursprünglichen Auftrag zurückkehrt, Hunger, Ernährungsunsicherheit und Unterernährung zu beseitigen, Armut zu bekämpfen und den wirtschaftlichen Fortschritt für alle voranzutreiben, basierend auf den neuesten objektiven Klimaforschungsergebnissen.

Mit freundlichen Grüßen

Gregory Wrightstone, Executive Director, CO₂ Coalition, Begutachter des IPCC-AR6

Guus Berkhout, Präsident der Clintel Foundation

Albrecht Glatzle, Asociación Rural del Paraguay

2677 PROSPERITY AVENUE, SUITE 300 • FAIRFAX, VA 22031 • WWW.CO₂COALITION.ORG

James Ferguson, VMD, MS, MAR, ACT, ACVN, emeritierter Professor der

Pennsylvania University, Fakultät für Veterinärmedizin

Jim O’Brien, Vorsitzender des Irish Climate Science Forum, Fachgutachter des IPCC-AR6

Donal O’Callaghan, B.E. (Elektrotechnik), PhD

William Happer, emeritierter Professor der Fakultät für Physik der Princeton University

William van Wijngaarden, Professor für Physik, York University, Kanada

Blanca Parga Landa, Foro Iberoamericano Clima y Energía

Camino Limia, Präsident der World Association of Sustainable Livestock

Alfred Fast, Präsident der Federación de Cooperativas de Producción, Paraguay

cc. QU Dongyu, Thanawat Tiensin ,Timothy Robinson, Ermias Kebreab, Michelle Cain, Jun Murase, Ariella Glinni

Anhang: Fünf Kritikpunkte an der auf Treibhausgasen basierenden Klimadiskussion und der Vorstellung, dass Viehhaltung ein Hauptverursacher sein könnte

1) Die Klimageschichte zeigt, dass Kohlendioxid nicht der Haupttreiber des Klimawandels ist.

Die starke Korrelation zwischen Temperatur und CO₂ in den letzten Millionen Jahren (bestätigt durch Eisbohrkerne aus der Antarktis aus der späten Pleistozän-Epoche) mit ihren abwechselnden Eiszeiten und wärmeren Zwischeneiszeiten wurde zunächst von der Wissenschaft und von Al Gore in seinem Film „Eine unbequeme Wahrheit“ aus dem Jahr 2006 fälschlicherweise als Ursache-Wirkungs-Zusammenhang interpretiert. Tatsächlich ging jedoch die Temperaturänderung der Änderung der CO₂-Konzentration voraus. Daher verursachte CO₂ keine Temperaturveränderung, sondern umgekehrt: Abkühlende Ozeane lösten CO₂ aus der Atmosphäre und banden es, um es bei steigender Temperatur wieder freizusetzen.

Darüber hinaus gab es während des Holozäns (die letzten 10.000 Jahre, größtenteils vorindustriell), das durch niedrige CO₂-Werte gekennzeichnet war, Warmzeiten wie die mittelalterliche Warmzeit, in der die Wikinger in Grönland Ackerbau und Viehzucht betrieben; die römische Warmzeit, in der Hannibal mit seinen Elefanten die fast eisfreien Alpen überquerte, und das Holozän-Klimaoptimum, in dem Bäume weit über der heutigen Baumgrenze der Berge auf der ganzen Welt wuchsen.

2) Das Treibhauspotenzial von Treibhausgasen wurde allgemein überschätzt.

In den letzten zwei Jahrzehnten haben zahlreiche Grundlagenforschungen gezeigt, dass die Erwärmungseffekte von Treibhausgasen (Wasserdampf, H₂O; CO₂; Methan, CH₄; und Lachgas, N₂O) in der realen Atmosphäre geringer sind als von den IPCC-Modellen vorhergesagt [3,4,5,6]. Die IPCC-Modelle (die auch im Pariser Abkommen enthalten sind) reflektieren nicht die Realität, sondern überschätzen das Erwärmungspotenzial von Treibhausgasen. Sie berücksichtigen nicht:

(i) den logarithmischen Rückgang der Erwärmungskapazität einer bestimmten Menge an Treibhausgasen, die der realen Atmosphäre hinzugefügt werden, wenn die Treibhausgaskonzentration steigt, und

(ii) die thermostatische Rolle von Wasser in der Atmosphäre, das leicht zwischen Phasen mit völlig unterschiedlichen Strahlungseigenschaften wechselt, z. B. Wasserdampf als Treibhausgas (etwa 75-mal so reichlich vorhanden wie CO₂) einerseits und Wolken als primärer Kühlstoff durch Sonnenlichtreflexion andererseits [7]. Darüber hinaus ist zu beachten, dass alle IPCC-Modelle die gleiche konzeptionelle Entwicklung wie das Modell von Syukuro Manabe aufweisen. Eine Analyse der Fehler im Modell von Syukuro Manabe findet sich in [8].

3) Die Dynamik der Treibhausgase wird oft außer Acht gelassen.

Alle landwirtschaftlichen Treibhausgase sind Teil natürlicher Kreisläufe, und was zählt, ist nicht die emittierte Menge (wie in den nationalen Treibhausgasinventaren geschätzt und dokumentiert), sondern vielmehr die Konzentration in der Luft, die das Ergebnis eines stationären Gleichgewichts zwischen Quellen und Senken ist [5,9]. Alle Ökosysteme im Gleichgewicht, von der Wüste bis zum tropischen Regenwald, emittieren im Durchschnitt über die Jahre hinweg genauso viel CO₂, wie sie binden – der schnelle Kohlenstoffkreislauf [10]. Nur etwa die Hälfte der gesamten zusätzlichen CO₂-Emissionen der Menschheit (z. B. aus fossilen Brennstoffen, Entwaldung und Zementproduktion) ist noch in der Atmosphäre vorhanden.

Es ist eine grundlegend falsche Annahme im Pariser Abkommen, dass es einen direkten Zusammenhang zwischen CO₂-Emissionen und Temperaturanstieg gibt. Darüber hinaus gibt es keine definierte oder ideale vorindustrielle Temperatur, wie sie der IPCC suggeriert (dessen klimatologische Weltanschauung um 1750 beginnt, also mitten in der Kleinen Eiszeit).

4) Zusätzliches CO₂ hat positive Auswirkungen auf die Natur und die globale Ernährungssicherheit.

Der Anstieg der CO₂-Konzentration in der Atmosphäre von ~ 0,03 % auf ~ 0,04 % seit Beginn der Industrialisierung hat sich ausschließlich positiv auf die Natur, die Landwirtschaft und die globale Ernährungssicherheit ausgewirkt [11], wie folgende Punkte zeigen:

(i) eine erhöhte globale Bruttoprimärproduktion [12], ein höherer Blattflächenindex [13] und eine verbesserte Wassernutzungseffizienz [14], die in erster Linie auf den Anstieg des CO₂-Düngungseffekts zurückzuführen sind. Weitere Faktoren, welche die Ernteerträge in den letzten 200 Jahren beeinflusst haben, sind Pflanzenzüchtung, Pflanzenschutzmaßnahmen, vermehrter und effizienterer Einsatz von (Stickstoff-)Düngemitteln, verbesserte Anbau- und Ernteverfahren sowie längere Vegetationsperioden.

(ii) Die Vegetationsdecke auf eisfreien Landflächen hat zugenommen. Infolgedessen hat der Anteil des kahlen Bodens abgenommen [15] und die Erde ist insbesondere in trockeneren Gebieten grüner geworden [16].

Es ist erstaunlich, dass diese gute Nachricht (die für niemanden überraschend ist, der mit Liebigs Gesetz des Minimums und der Tatsache vertraut ist, dass CO₂ die einzige Kohlenstoffquelle für alles Leben durch Photosynthese und Nahrungsketten ist) allgemein ignoriert wird. Bei objektiver Betrachtung stellt ein Anstieg des CO₂-Gehalts keinerlei Bedrohung für die Ernährung der Menschheit dar!

5) Es gibt systematische Überschätzungen der vom Menschen verursachten Treibhausgasemissionen aus bewirtschafteten Agrarökosystemen und Auslassungen seitens der FAO und es IPCC von Beziehungen innerhalb des Ökosystems.

In den IPCC-Leitlinien für nationale Treibhausgasinventare [17] werden die CH₄- und N₂O-Emissionen aus unberührten Ökosystemen ausdrücklich nicht berücksichtigt, da sie natürlich nicht vom Menschen verursacht werden. Allerdings wurden alle bewirtschafteten Ökosysteme irgendwann in der Geschichte anstelle von natürlichen Ökosystemen angelegt. Daher müssen die Emissionen aus bewirtschafteten Ökosystemen um die Emissionen aus natürlichen Ökosystemen ohne menschlichen Einfluss korrigiert werden, um den anthropogenen Anteil zu ermitteln. Die IPCC-Leitlinien sehen solche Korrekturen nicht vor. Die Folge ist eine systematische Überschätzung der durch Vieh verursachten Netto-Methanemissionen aus Weideökosystemen. So wurden beispielsweise die enterischen Methanemissionen von Bisons, Elchen und Hirschen in der Zeit vor der Besiedlung auf 86 % der aktuellen Emissionen von Nutztieren in den Vereinigten Staaten geschätzt [18].

Darüber hinaus führen weitere Auslassungen von Zusammenhängen innerhalb des Ökosystems durch die FAO und den IPCC ebenfalls zu einer Überschätzung der Bedeutung anthropogener landwirtschaftlicher Treibhausgase:

(i) Methanemissionen aus der Viehzucht sind im globalen Methanhaushalt unerheblich. Aufgrund der allgegenwärtigen methanotrophen Bakterien können einige Weideökosysteme sogar eher eine Methan-Senke als eine Methanquelle darstellen. Selbst Mistflecken auf Weiden stellen nur eine kurzfristige Methanquelle dar und werden danach zu einer Methan-Senke, genau wie der Rest der Weide [19]. Die nationalen Treibhausgasinventare zeigen jedoch nur Abschätzungen der Methanemissionen mit unterschiedlicher Genauigkeit. Es überrascht nicht, dass weder die geografische Methanverteilung (gemessen und über einen bestimmten Zeitraum per Satellit gemittelt) noch die durchschnittliche historische Methanentwicklung einen erkennbaren Einfluss durch die Viehzucht aufweisen [20, 21].

(ii) Lachgas (N₂O) ist ein Spurenprodukt des Stickstoffkreislaufs (insbesondere der aeroben Nitrifikation und anaeroben Denitrifikation). Der gesamte von Nutztieren ausgeschiedene Stickstoff stammt aus aufgenommenem Gras – kein einziges Stickstoffatom wird durch Nutztiere dem Stickstoffkreislauf hinzugefügt. Auch wenn der Verzehr von Gras den Stickstoffumsatz etwas beschleunigen mag, ist es unhaltbar, dass das gesamte aus Kot und Urin freigesetzte N₂O dem Vieh zugeschrieben und somit als vom Menschen verursacht deklariert wird. Der in Gras enthaltene Stickstoff unterliegt dem Stickstoffkreislauf und setzt N₂O frei, unabhängig davon, ob er den Verdauungstrakt von Tieren durchläuft oder nicht.

Darüber hinaus ist es sehr wahrscheinlich, dass dort, wo Grasland Wälder oder Buschland ersetzt hat (z. B. in Europa und Teilen Südamerikas), die einheimische Vegetationsdecke jährlich mehr Stickstoff durch Laubfall enthält und zirkuliert (und somit mehr N₂O freisetzt) als die ungedüngte Grasweide am gleichen Standort. Leider scheinen die FAO und der IPCC (sowie alle nationalen Treibhausgasinventare) solche Details übersehen zu haben. In dem Bericht „Tackling Climate Change through Livestock” (2013) schreibt die FAO 23 % der Emissionsintensität von südamerikanischem Rindfleisch den N₂O-Emissionen aus Gülle zu, während der tatsächliche Wert sogar negativ sein könnte, wenn man die völlig natürlichen N2O-Emissionen aus unberührter Vegetation vor ihrer Umwandlung in Grasland korrigiert [21]. Das Unterlassen dieser Korrekturen ist ein weiterer Fall einer groben Überschätzung der Treibhausgasemissionen aus der Landwirtschaft oder Viehzucht!

Diese Mängel sind auch ein wesentlicher Bestandteil des berühmten FAO-Berichts „Livestock’s Long Shadow” (2006), der 18 % der vom Menschen verursachten Treibhausgasemissionen der weltweiten Viehhaltung zuschreibt [22]. Mit dieser Zuschreibung hat die FAO (deren Auftrag es ist, die weltweite Ernährungssicherheit zu fördern) dem guten Ruf der Viehhaltung den größten Schaden in der Geschichte zugefügt.

(iii) Der prognostizierte Beitrag aller Methanemissionen zur globalen Erwärmung beträgt bis 2050 nur etwa 0,025 °C und ist damit so gering, dass er irrelevant ist. Die veraltete (aus dem Jahr 2007 stammende) GWP100-Metrik, die derzeit in AR6 beibehalten wird, ist aufgrund der kurzen Lebensdauer von Methan doppelt voreingenommen [23]. Der Erwärmungseffekt von zusätzlichem Lachgas ist geringer als der von zusätzlichem Methan [24].

Wie Eisbohrkernanalysen zeigen, blieben die Konzentrationen landwirtschaftlicher Treibhausgase (CO₂, CH₄, N₂O) in der Atmosphäre während des Holozäns bis auf geringfügige Schwankungen weitgehend konstant. Quellen und Senken befanden sich daher im Gleichgewicht. Ein Anstieg trat erst mit Beginn der Industrialisierung ein. Im Falle von CO₂ und Methan folgte dieser Anstieg unmittelbar auf die Ausweitung fossiler Brennstoffe als Energiequellen, was zu massiven Emissionen dieser Spurengase führte, wobei die kurzfristigen Senkenkapazitäten überschritten wurden und sich ein Gleichgewicht auf einem höheren Konzentrationsniveau einstellte. Es gibt keinen Grund, nach anderen geringfügigen Emissionen zu suchen, z. B. im Zusammenhang mit der Tierproduktion. Und im Fall von N₂O lässt sich der Anstieg (im ppb-Bereich!!!) leicht durch die Zunahme von Stickstoffsalzen im Kreislauf, d. h. im Stickstoffzyklus, erklären. Dies geschah im 19. Jahrhundert aufgrund der massiven Gewinnung und Verwendung von chilenischem Salpeter (als Düngemittel und Rohstoff für Dynamit) und ab dem 20. Jahrhundert aufgrund der massiven Produktion und Verwendung von synthetischen Stickstoffdüngern. Die Tierproduktion für den beobachteten Anstieg der N₂O-Konzentration in der Atmosphäre verantwortlich zu machen, ist eine wissenschaftliche Absurdität, die die FAO (in Erfüllung ihres Mandats) offenlegen und nicht weiter verfolgen sollte.

Alle oben genannten Überschätzungen der Auswirkungen der Erwärmung auf die Landwirtschaft scheinen auf einer mangelnden Fähigkeit oder Bereitschaft zu beruhen, offensichtliche ökologische Zusammenhänge zu erkennen oder zu analysieren. Die Weidewirtschaft wird seit Jahrtausenden betrieben (und ist daher nachhaltig). Sicherlich hat sie zuweilen zu Umwelt- oder Bodendegradations-Problemen geführt, die jedoch über Generationen hinweg immer wieder gelöst und behoben wurden. Der Wunsch, durch eine Umstellung der Viehzucht auf eine Reduzierung der Treibhausgasemissionen „Nachhaltigkeit zu fördern”, ist jedoch ein fragwürdiges Unterfangen. Dennoch scheint dies das Thema der bevorstehenden FAO-Konferenz zur nachhaltigen Umstellung der Viehzucht zu sein. Der erste Schritt sollte eine ehrliche Kosten-Nutzen-Analyse sein, um die Auswirkungen des beobachteten Anstiegs der oben genannten Treibhausgaskonzentrationen in der Atmosphäre zu bewerten.

Unserer Meinung nach kann der derzeitige Anstieg der CO₂-Konzentration aus den oben genannten Gründen nur als vorteilhaft angesehen werden. Die vorhandenen Studien zu den sozialen Kosten von Kohlenstoff sind praktisch nutzlos, da sie CO₂ eine übertriebene Klimasensitivität zuschreiben und die unbestreitbaren positiven Eigenschaften eines leicht erhöhten CO₂-Gehalts in der Luft für die Natur, die Landwirtschaft und die globale Ernährungssicherheit kategorisch ignorieren oder zumindest herunterspielen.

Im Falle von Methan können die Emissionen aus der Biosphäre nicht sehr hoch sein, und die Persistenz von Methan in der Atmosphäre ist gering. Methan ist eine häufige Kohlenstoff- und Energiequelle für Bakterien unter aeroben Bedingungen und kann sicherlich keine gefährliche Erwärmung verursachen. Die Methankonzentrationen sind während Vulkanausbrüchen oft gestiegen und dann wieder rapide gesunken, ohne dass dies dauerhafte Folgen hatte. Wie oben erwähnt, spielt die Viehzucht nur eine untergeordnete Rolle im globalen Methanhaushalt. Der Versuch, Tiere dazu zu zwingen, weniger Methan auszuscheiden, ist irrational, hat nichts mit Nachhaltigkeit zu tun und führt bestenfalls zu einer Verteuerung tierischer Lebensmittel und möglicherweise sogar zu einer Verringerung der Fähigkeit von Wiederkäuern, Zellulose (die am häufigsten vorkommende Substanz in der Biosphäre) zu verwerten.

Schließlich würde eine Umkehrung der Ursachen für den Anstieg der N₂O-Konzentrationen in der Atmosphäre vorhersehbar zu Hungersnöten führen, da es ohne die Produktion und Verwendung von synthetischen Stickstoffdüngern unmöglich wäre, die Ernährungssicherheit der Menschheit zu gewährleisten. Selbst in dem unwahrscheinlichen Fall, dass der leichte Anstieg von N₂O in der Atmosphäre zu einer messbaren globalen Erwärmung führen würde, wäre die einzige ethisch verantwortliche Entscheidung die Verwendung von Stickstoffdüngern zu befürworten und damit einen Anstieg des Stickstoffkreislaufs in der Biosphäre und etwas höhere N₂O-Emissionen in Kauf zu nehmen!

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Autorenschaft: CO₂Coalition 2677 Prosperity Avenue, Suite 300, Fairfax, VA 22031

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE