Henne und Ei: Kohlendioxid-Anstieg ist nicht Ursache der natürlichen Erwärmung

Die Profiteure der Klimapolitik und ihre Alarm-Forscher aus den steuerfinanzierten Instituten behaupten seit Jahrzehnten, die Atmosphäre des Planeten heize sich auf, weil die böse Industrie so viel Kohlendioxid in die Luft pustet. Ein aufsehenerregender Artikel von Demetris Koutsoyiannis und Kollegen aus Athen zeigt nun: Erst wird es warm, dann kommt das Kohlendioxid aus dem Meer.

Klimaforschung im Getränkemarkt

Wann sprudelt Mineralwasser mehr? Wenn es heiß ist, oder wenn es kalt ist? Mit Bier geht das Experiment auch – und im Land der Biertrinker weiß man, warmes Bier wird schnell schal, weil die Kohlensäure sich schneller verflüchtigt. Diesen einfachen Zusammenhang kannten die CO2-Forscher früher offenbar nicht, als sie die Erderwärmungstheorie erfanden. Wird die Erde durch natürliche Prozesse wie die solaren oder Milankowitsch-Zyklen etwas wärmer, gast die im Meer gelöste Kohlensäure in Massen aus.

Wer nun einwenden mag, daß das Mittelmeer im letzten Urlaub aber gar nicht gesprudelt hat, sei versichert, dass trotzdem eine Menge Sauerstoff und Kohlendioxid im Ozean gespeichert sind. Sonst könnten Algen nicht wachsen und Fische nicht atmen.

Neue Tricks

Die peinliche Missachtung des Wasser-Kohlensäure-Zusammenhanges in der Erdgeschichte führte zu dem schlagenden Argument von Klimaskeptikern, wie es denn dann ohne den Menschen in den letzten x Millionen Jahren immer wieder zu Heißzeiten gekommen sei, die sogar die Pole abschmolzen. Hatten die Saurier den Partygrill erfunden?

Sicher nicht – und so wurschtelt man sich heute argumentativ durch, indem man erklärt, die Sonne oder Milankowitsch hätten natürlicherweise ein bißchen geheizt, und das mörderische Grill-Molekül CO2 aus den Meeren hätte denn den Rest erledigt und die Erde in eine Sauna verwandelt.

Diese Verrenkung war notwendig, weil genau Analysen ergaben, dass die Wärme in der Erdgeschichte in der Regel einige hundert Jahre vor dem CO2-Anstieg kam, sofern es überhaupt einen ähnlichen Verlauf der beiden Kurven gab.

Widerspruch von der Statistik

Die griechischen Forscher um Koutsoyiannis untersuchen in ihrem Artikel eigentlich „nur“ statistisch-mathematische Zusammenhänge zur Kausalität. Auf deutsch: Es geht um das Henne-Ei-Problem, was war zuerst da? Nach einer theoretischen Einleitung im Teil eins geht es im Teil zwei und drei ums Eingemachte, also ums „Klima“:

Die Ergebnisse […] deuten eindeutig auf ein (unidirektionales) potenziell kausales System mit T als Ursache und [CO₂] als Wirkung hin. Daher kann die weit verbreitete Auffassung, daß eine Erhöhung von [CO₂] zu einem Anstieg von T führt, ausgeschlossen werden, da sie die notwendige Bedingung für diese Kausalitätsrichtung verletzt.”

Und:

Alle aus den Analysen resultierenden Beweise deuten auf einen unidirektionalen, potenziell kausalen Zusammenhang mit T [Temperatur] als Ursache und [CO₂] als Wirkung hin.”

Kurz: Die Masse des Kohlendioxids in der Luft befindet sich dort, weil die Meere nach der langen „Kleinen Eiszeit“ sich nach 1850 (zum Glück) aufheizen – der menschgemachte Anteil am Luft-CO2 ist entgegen den politischen Verlautbarungen sehr klein.

Etwas versteckt im Anhang gehen die Autoren in die vollen: Dort schreiben sie, daß durch natürliche Atmung der Lebewesen (Tiere immer, Pflanzen nachts) jährlich Kohlenstoff-Emissionen von 31,6 Gigatonnen auf der Erde entstehen. Die veranschlagte Industrie-Emission liegt mit 9,6 Gigatonnen deutlich darunter. Die komplette Reduktion auf „Netto 0“ würde daher nur wenig, oder gar nichts bringen. Die Industriestaaten wären aber ruiniert, und Wohlstandsverlust kostet Leben. Deutschland, das noch nie so viele Menschen beherbergte wie heute, und immer voller wird, könnte seine Bevölkerung nicht mehr mit Energie und Nahrung versorgen.

Alarmisten: Kohlendioxid als Heizer der Welt

Die Klimaalarmisten hingegen behaupten, daß CO2 in der Luft die Strahlung der Sonne teilweise einfange („Treibhauseffekt“) und so die Wärme-Energie auf der Erde halte. Das ist auch nicht falsch, wie man in Experimenten mit verschiedenen Gasen nachweisen kann, die drei und mehr Atome haben (Sauerstoff O2 zum Beispiel heizt nicht). Pikanterweise ist CO2 aber eines der am schwächsten wirksamen Treibhausgase, Methan oder Schwefelhexafluorid SF6 sind wesentlich stärker. Und wo kommt SF6 her? Ausgerechnet aus den Windrädern und ihren Schaltkästen, die damit elektrisch isoliert werden. Eigentlich müsste das Gas verboten werden, wenn die Politiker, Aktivisten und Klimaprofs ihre eigene Theorie ernst nehmen würden.

Sättigung verschwiegen

Was politisch abhängige Wissenschaftler und Massenmedien heutzutage gerne verschweigen, ist die berühmte andere Hälfte der Wahrheit. Das CO2 „sammelt“ nur einige Wellenlängen, die die Sonne aussendet. Da die Sonne diese Wellenlängen aber nicht unbegrenzt aussendet, sind wir jetzt schon fast an der Grenze dessen, was das CO2 überhaupt einsammeln kann. Heißt: Verdopplung des CO2 in der Atmosphäre würde kaum noch mehr Erwärmung bewirken. Eine „Klimasensitivität“ im Bereich von 420 Teilchen pro Million (ppm) kann man gar nicht mehr definieren, oder sie wäre praktisch bedeutungslos.

Denn eines darf man nicht vergessen: Treibhausgase haben auf das Wetter/Klima heuer keinen Einfluß mehr – Wolken und Sonne bestimmen, was in der Atmosphäre passiert.

Zuerst erschienen bei AUF1




Wolkenforscher prangert Klimaalarmismus seiner Potsdamer Kollegen an – Klimaschau 164

Die Klimaschau informiert über Neuigkeiten aus den Klimawissenschaften und von der Energiewende. Thema der 164. Ausgabe: Wolkenforscher kritisiert Klimaalarmismus seiner Potsdamer Kollegen. Wolken werden in den Klimasimulationen nicht wirklichkeitsgetreu dargestellt.




Bombe im Alltag: Lithium-Akkus

Lithium-Akkus sind milliardenfach verbreitet – und hochgefährlich

von AR Göhring und Michael Limburg

zuerst erschienen in der Zürcher Weltwoche

So gut wie in jedem elektronischen Mobilgerät sind heute Akkus auf Lithiumbasis verbaut. Egal, ob in Smartphones, Rasenmähern, Heckenscheren, Powerbanks, E-Bikes oder was auch immer – zu ihrem Betrieb werden praktisch immer Lithium-Ionen-Akkus verbaut. Ihre Zahl liegt weltweit bei vielen Milliarden, in der Schweiz oder Deutschland bei vielen, vielen Millionen und jährlich kommen x Millionen dazu.

Immer mehr Lithium-Akkus

Der Grund dafür liegt unter anderem in ihrer vergleichsweise hohen Energiedichte, sie liegt in etwa um den Faktor 6 über der von Blei-Akkus, sowie in ihrer Preiswürdigkeit. Mit der vom Staat gewünschten forcierten Einführung der E-Mobilität bekommt diese Verbreitung noch eine ganz neue Dimension. Für Deutschland gibt das Statistische Bundesamt per Ende 2022 rund 840 000 reine E-Autos an. Und da auch in Hybridfahrzeugen Lithium-Akkus verbaut sind, kommen noch einmal knapp 800 000 Hybridautos dazu. Tendenz weiter steigend.

Der Bestand an E-Bikes und E-Scootern wird per Ende 2022 mit zirka 9,3 Millionen angegeben. Die Elektrifizierung ist politisch gewollt und wird nach wie vor von der Automobilwirtschaft vehement umgesetzt. Und genau das könnte, nein: wird zu einem gigantischen Problem werden. Denn Lithium ist nicht nur in Wasser selbstentzündend brennbar, sondern auch in all seinen Verbindungen hochgiftig. Und nicht nur das, Lithium ist zudem wasserlöslich und damit bei unsachgemäßer Entsorgung eine Gefahr für unser Grundwasser. Doch der Reihe nach Neigung zur Selbstentzündung.

E-Autos: Selbstverbrenner?

Wir haben alle schon Beispiele gesehen oder darüber gelesen, daß E-Autos plötzlich in Flammenstanden oder E-Busse plötzlich in Brand gerieten und ihre Nachbarautos ebenfalls in Brand steckten. Der Grund liegt in der sehr hohen Energiedichte der Batteriezellen, die wegen der geringen Spannung, die sie naturgesetzlich bedingt nur haben können (beim Tesla liegt die Zellspannung der Einzelzelle bei nur 3,8 Volt), sehr große Ströme abgeben müssen, um Leistung zu erbringen. Und viel Strom bedeutet in einem elektrischen Widerstand, vereinfachend gesagt, viel Wärme – die natürlich abgeführt werden muß. Um die Ströme pro Zelle nicht ins Extreme steigern zu müssen, was für den Allerweltsgebrauch und auf Dauer völlig unbeherrschbar wäre, schaltet man daher viele dieser Batteriezellen in Reihe, um die Spannung zu erhöhen.

Hundert Batteriezellen in Reihe erzeugen also100 x 3,8 Volt = 380 Volt an Spannung. Eine Tesla-Batterie hat zum Beispiel 400 Volt. Und da Leistung das Produkt aus Spannung und Strom ist, hätte diese Säule aus hundert Zellen bei einer Entnahme von zehn Ampere bei Vollladung eine Leistung von 380 x 10 = 3800 Watt oder 3,8 Kilowatt. Das ist aber für eine Fahrzeugbatterie nicht genug, die braucht mehr, deutlich mehr. Also werden viele dieser Säulen noch parallelgeschaltet. Die von ihnen lieferbaren Ströme addieren sich dann. Also muß viel Strom bei hoher Spannung der Batterie beim Laden zugeführt und beim Betrieb wieder entnommen werden. Damit das möglich wird, muß, und dieser Ausdruck ist nicht übertrieben, in einer aktiven Batterie ein regelrechtes Höllenfeuer brennen. Genau gesagt, es brennt unter den Fahrzeuginsassen, im Fahrzeugboden. Das ist auch nicht zu ändern.

Gesundheitsgefährdende Probleme

Neben dieser physikalischen Problematik gibt es noch die umwelt- und gesundheitsgefährdende chemische Problematik. Und die ist um Größenordnungen grösser. Denn ein 600 Kilogramm schwerer Akkumulator, typisch für einen Tesla Modell S, enthält rund zehn Kilogramm Lithium, die im Falle eines Brandes zum Beispiel als Lithiumoxid (Rauch) oder Lithiumhydroxid (im Löschwasser) oder bei unsachgemäßer Entsorgung in die Umgebung und – wegen der guten Wasserlöslichkeit – ins Grundwasser geraten können.

Und Lithium könnte damit seine giftige Wirkung langsam, aber sehr wirkungsvoll entfalten. Er könnte aber auch Terroristen dazu dienen, zum Beispiel die Besucher eines Theaters oder Kinos zu vergiften. Die Giftwirkung wird unter anderem mit der These erklärt, dass das Lithium-Ion dieselbe Ladung trägt wie das im Körper omnipräsente Natrium (1+), aber von den zelleigenen Pumpen bei Bedarf nicht wieder ausgeschieden werden und sich so anreichern kann. Mit der vermuteten Folge, daß betroffene Zellen oder Zellgeflechte keinen Nervenimpuls mehr senden können, da dieser wegen der eingesperrten Ladung gewissermaßen stecken bleibt.

Aber nicht nur das Nervensystem wird negativ beeinflußt, auch die Nieren können durch zu viel Lithium geschädigt werden. Diese sind dazu da, die aufgenommene Flüssigkeit wiederauszuscheiden. Lithium verstärkt diese Fähigkeit. Weil getrunkene Flüssigkeit mitsamt ihren Ionen schnell ins Blut gelangt, nehmen die Nieren ihre Arbeit bei großer Menge in der Blutbahn auf und füllen die Harnblase mit dem überschüssigen Volumen – die Regulation erfolgt durch die vom Organ festgestellten Ionen. Und Lithium in zu großer Menge stört die Nierentätigkeit empfindlich – sie scheiden viel zu viel Flüssigkeit aus, die Patienten erleiden Symptome wie beim Verdursten (Diabetes insipidus).

Lithium gegen Manien

Besonders tückisch wirkt die Tatsache, daß das von Lithium ausgelöste Nierenversagen erst nach gut 24 Stunden auftritt, die aber dafür ausreichende Menge an Lithium schon nach wenigen Stunden ausgeschieden und im Körper nicht mehr nachweisbar ist. Therapeutisch wird Lithium beziehungsweise seine Salze als Psychopharmakum eingesetzt. Beispielsweise zur Behandlung von Manien, manisch-depressiven Zuständen und endogenen Depressionen. Ein Patient sollte nur 3,5 bis 7 Milligramm pro Liter davon im Bluthaben, ein sehr enges therapeutisches Fenster.

Als tödlich gelten die Ionen ab 28 Milligramm pro Liter Blut im Körper. Nicht rückgängig zu machende Neuroschäden treten aber schon ab zehn Milligramm pro Liter auf – Tremor, Bluthochdruck, Verwirrung, in schweren Fällen sogar Krämpfe und Koma. Lithium wirkt sedierend auf den so behandelten Patienten, aber eben nicht nur auf ihn. Ein Feuerwehrmann aus dem Tessin berichtete im Mai 2018 von einem in seinem E-Auto noch angeschnallten toten Fahrer, der keinerlei Anstalten gemacht zu haben schien, sein brennendes Fahrzeug zu verlassen. Durch das Lithium waren möglicherweise alle Reaktionen und Instinkte gelähmt. Die ursprüngliche Aussage («thermal runaway» als Ursache des Unfalls und Verlust der Kontrolle über das Fahrzeug als Folge) wurde jedoch schon Tage nach dem Unfall durch eine andere Version des Artikels ersetzt, in der kein Hinweis mehr auf die Batterie als Brandursache enthalten ist. Und nicht zuletzt wird berichtet, dass hohe Lithium-Konzentrationen das Kind im Bauch einer schwangeren Frau schädigen können.

Hier wäre vor allem die sogenannte Ebstein-Anomalie zu nennen, eine Fehlbildung des Herzes. Abbau in der Dritten Welt Lithiumquellen gibt es überall auf dem Planeten, immerhin kommt der Name des Metalls von griechisch lithos, der Stein. Entscheidend sind im Bergbau aber immer die Kosten der Förderung– und da sieht es in Europa schon wegen der höheren Lohnkosten düster aus, vom Widerstand der örtlichen Bevölkerung und der Naturschutzvereine nicht zu reden. Leicht förderbare Lithiumsalze finden sich hingegen in den Flamingo-Feuchtgebieten Argentiniens oder am trockensten Ort der Welt, in der Atacamawüste Chiles. Der Abbau mit Hilfe von hochgepumptem Grundwasser ruiniert die Subsistenzbauern der Atacama oder den Lebensraum der beliebten Schreitvögel. Dabei sind die Lithiumquellen in Südamerika noch nicht einmal die weltweit ergiebigsten – die sollen zum Beispiel in Sachsen oder Finnland liegen.

Umweltschweinerei in Entwicklungsländern

Da die teuren Elektroautos eher etwas für wohlhabende und Ökostatus-bewußte Westler, Japaner, Koreaner oder Chinesen sind, werden die Menschen in der Atacama und anderen Orten der ärmeren Länder eher wenig gesundheitliche Probleme mit dem Lithium haben, das haben stattdessen die Nutzer des Rohstoffs. Im Land des Abbaus werden nur die ungefährlichen Lithiumsande gefördert und dann in weit entfernten Industriezentren zum Beispiel elektrolysiert. Wenn der hohe industrielle Wasserverbrauch die örtlichen Grundwasserressourcen oder Seen verringert, ist die örtliche Landwirtschaft bedroht und die Menschen verlieren Arbeit und Heimat – gesund ist das noch viel weniger. Über solche Fälle liest man in deutschsprachigen Massenmedien wenig bis gar nichts; aber wenn ein einzelner Bauer aus Peru (dem Nachbarland Chiles) mit Hilfe westlicher NGOs das deutsche RWE verklagt, weil das vom RWE emittierte CO2 angeblich den über des Bauers Dorf gelegenen Gletscher zum Schmelzen bringt, ist das viele Meldungen wert.

Aktuelle Brände im Rhein-Main-Gebiet

Ende August brannte in Offenbach eine Recyclingfirma, in der sich 70 Tonnen Akkus und Batterien entzündet hatten. Eine große Rauchwolke stieg über der Stadt empor. 30 Feuerwehrleute hatten bei der Löschung, bzw. Kühlung der Akkus wegen Windrichtungswechsel giftigen Rauch eingeatmet. Schon 2019 brannte es bereits einmal in der Firma.

Im nahen Frankfurt sind im September 15 Elektro-Autos auf einem Parkplatz in Flammen aufgegangen – Schaden eine halbe Million Euro. 40 Feuerwehrleute mußten eine Stunde mit Spezial-Löschmittel gegen das Feuer kämpfen. Beide Nachrichten bekamen in der Lokalpresse nur kleine Meldungen.

Was wäre wohl die Reaktion der Medien, wenn ein Pharmakonzern das 800 000-fache der tödlichen Dosis eines verschreibungspflichtigen Medikaments in die Umwelt geblasen hätte? Die freigesetzte Dosis entspricht etwa 2,5 Millionen Pillen des Sedativums Neurolepsin

.
(15 Teslas entsprechen ca. 150 Kilogramm Lithium, das via Rauch und Löschwasser in die Umgebung gekommen ist ! )

Zusammen mit dem Brand in Offenbach sind also nun mehr als 1.150 Kilogramm Lithium in die Frankfurter Umwelt gelangt. Das reicht, um knapp sieben Millionen Menschen zu vergiften.

Nur die extreme Verdünnung verhindert sieben Millionen Tote, aber Lithium ist stabil, das heißt: Die nächste Generation erbt eine verseuchte Umwelt.
Über einen bei Fachleuten sehr umstrittenen „Klimawandel“ wird ein großes politisches Drama gemacht. Selbst wenn die Klimahysteriker recht hätten, warum treiben sie dann den Teufel mit Beelzebub aus?




Die Kernfusion hat gezündet – Klimaschau 163

Die Klimaschau informiert über Neuigkeiten aus den Klimawissenschaften und von der Energiewende. Thema der 163. Ausgabe: Die Kernfusion hat gezündet.




Woher kommt der Strom? Windstromerzeugung zappelt und flattert

36. Analysewoche 2023, von Rüdiger Stobbe

Ein Blick auf die regenerative Stromerzeugung der 36. Analysewoche verrät, dass die Windstromerzeugung an den ersten fünf Tagen zappelt und flattert. Sie PV-Stromerzeugung ist dagegen konstant sommerlich stark. Allerdings nur über Tag. Nachts ist sie nicht verfügbar. Das muss immer wieder mal betont werden, denn in den Zeiten, in denen kein Solarstrom erzeugt wird, entstehen hohe Residuallasten. Das ist der Strombedarf, der über den regenerativ erzeugten Strom hinausgeht. In der Spitze sind es am Freitag, den 8.9.2023 um 19:00 Uhr 56,6 GW, die fehlen. Das ist der Zeitpunkt, ab dem kein PV-Strom mehr erzeugt wird und kaum Windstrom zur Verfügung steht. Das treibt den Strompreis auf den Wochenhöhepunkt. Der liegt bei 230€/MWh und wird zu einem nicht unerheblichen Teil an unsere Nachbarn gezahlt, die mit Strom 10,6 GW Strom ´aushelfen`.  46 GW liefern die fossilen Stromproduzenten Deutschlands und kassieren selbstverständlich ebenfalls die 230 €/MWh, die den nachbarschaftlichen Stromlieferanten gezahlt werden muss. Macht summa summarum: Für die Nachbarn: 2.483.000 €; Die konventionellen Stromerzeuger erhalten 10.580.000 €; ´Erneuerbare` Stromproduzenten bekommen insgesamt 2.645.00 €. Für eine Stunde gelieferten Strom. An solche Werte muss man sich erst mal gewöhnen.

Aber, so das Mantra unserer Freunde der Energiewende, die ´Erneuerbaren` müssen weiter „massiv“ ausgebaut werden, dann fallen die Preise, dann wird alles gut. Nehmen wir einen Ausbaugrad von 86% – heute knapp 50% – an, dann sieht es – gleiche Wetterverhältnisse wie am 8.Septempber 2023 vorausgesetzt – so aus . Mit 49 GW wäre die Residuallast nicht wesentlich geringer als heute mit 56,6 GW. Die PV-Stromerzeugung über den Tag liegt erheblich über dem Bedarf. Das wird einen massiven Preisverfall zur Folge haben. Nicht weil der PV-Strom so billig ist, einfach nur, weil viel zu viel PV-Strom von Deutschland erzeugt wird. Dass der überschüssige Strom gespeichert wird und zum Schließen der Stromlücke nach Sonnenuntergang verwandt werden kann, ist mehr als unwahrscheinlich.

Also wird dieser Strom, so denn nicht in Deutschland komplett selbst produziert, zumindest teilweise importiert werden müssen: Zu welchem Preis kann nicht vorhergesagt werden. Nur dass er erheblich höher sein wird, als der Preis, der für den Exportstrom über Tag erzielt wurde, das ist sicher.  Was bleibt unterm Strich von dem Narrativ, massiver Ausbau der Erneuerbare verbillige den Strom? Nur der Märchenteil. Faktisch nichts. Im Gegenteil. Die Residuallasten werden in Zukunft, wie in vielen Beispielen dargestellt, sogar erheblich größer als heute. Zur Schließung dieser Strom-Versorgungslücken müssten Milliarden in Backup-Kraftwerke investiert werden. Darüber nachgedacht wurde bereits. Ansonsten geschieht hier nichts. Aber Abschalten, abgeschaltet wird. Da sind unsere Energiewendefreunde stark. Da bestärkt sich mein Verdacht, dass es weniger um Klima und Rettung der Welt geht, sondern um die Transformation Deutschlands in ein Gebilde, das sich sehr stark an überkommenen Weltverbessungsphantasien orientiert.

Klima, Umwelt und Weltenrettung sind lediglich die Vehikel, um denkschwache Menschen, vor allem auch junge Menschen, die kritisches Denken erst lernen müssen, zu indoktrinieren. Diese ideologisch-bornierte Masse, die gleichwohl nur eine kleine Minderheit ist, meint – mein Begriff – Wahrheitswissen mit Löffeln gefressen zu haben. Es ist eine leicht manövrierbare Masse, die tatsächlich glaubt, auf dem Weg des Guten zu sein. Na denn.

Wochenanalyse KW 36/2023

Montag, 4.9.2023 bis Sonntag, 10.9.2023Anteil Wind- und PV-Strom 37,2 Prozent. Anteil regenerativer Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 52,0 Prozent, davon Windstrom 11,9 Prozent, PV-Strom 25,3 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 14,8 Prozent.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Wochenvergleich zur 36. Analysewoche ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zur 35. KW 2023: Factsheet KW 35/2023 – ChartProduktionHandelswocheImport/Export/Preise, CO2Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040.

Jahresüberblick 2023 bis zum 10. September 2023

Daten, Charts, Tabellen & Prognose zum bisherigen Jahr 2023Chart 1Chart 2ProduktionStromhandelImport/Export/Preise/CO2Agora 2030Stromdateninfo Jahresvergleich ab 2016

Tagesanalysen

Was man wissen muss: Die Wind- und PV-Stromerzeugung wird in unseren Charts fast immer „oben“, oft auch über der Bedarfslinie angezeigt. Das suggeriert dem Betrachter, dass dieser Strom exportiert wird. Faktisch geht immer konventionell erzeugter Strom in den Export. Die Chartstruktur zum Beispiel mit dem bisherigen Jahresverlauf 2023 bildet den Sachverhalt korrekt ab. Die konventionelle Stromerzeugung folgt der regenerativen, sie ergänzt diese. Falls diese Ergänzung nicht ausreicht, um den Bedarf zu decken, wird der fehlende Strom, der die elektrische Energie transportiert, aus dem benachbarten Ausland importiert.

Eine große Menge Strom wird im Sommer über Tag mit PV-Anlagen erzeugt. Das führt regelmäßig zu hohen Durchschnittswerten regenerativ erzeugten Stroms. Was allerdings irreführend ist, denn der erzeugte Strom ist ungleichmäßig verteilt.

Montag, 4. September 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 37,8 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 53,4 Prozent, davon Windstrom 10,8 Prozent, PV-Strom 27,9 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 15,7 Prozent.

Der Montag leitet die36. KW mit einem feinen Spätsommertag mit sehr viel PV-Strom und wenig Windstrom ein. Viel Importstrom. Die Strompreisbildung 

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 4. September ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 4.9.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. ImportabhängigkeitenAgora-Chart 2030Agora-Chart 2040

Dienstag, 5. September 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 39,4 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 53,9 Prozent, davon Windstrom 14,9 Prozent, PV-Strom 24,5 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 14,4 Prozent.

Nachdem über Nacht der Wind etwas aufgefrischt ist, wird der Dienstag ein sonniger Tag. Wieder viel Importstrom. Die Strompreisbildung.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 5. September ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 5.9.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten, Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040

Mittwoch, 6. September 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 35,8 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 50,1 Prozent, davon Windstrom 11,4 Prozent, PV-Strom 24,5 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 14,3 Prozent.

Mittwoch: Über Tag wieder kaum Windstrom. Doch die Sonne liefert. Die Strompreisbildung

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 6. September ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 6.9.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten, Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040

Donnerstag, 7. September 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 45,4 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 58,3 Prozent, davon Windstrom 22,4 Prozent, PV-Strom 22,9 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 14,012,9 Prozent.

Donnerstag: Wieder viel PV-Strom und heute etwas mehr Windstrom. Über die Mittagsspitze wird kein Importstrom benötigt. Die Strompreisbildung.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 7. September ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 7.9.2023: ChartProduktion, HandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten, Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040

Freitag, 8. September 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 37,4 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 51,0 Prozent, davon Windstrom 13,5 Prozent, PV-Strom 23,8 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 13,7 Prozent.

Freitag: Der bereits zu Beginn besprochene Tag mit dem Stromhöchstpreis. Das Bild des Tages ähnelt den vorherigen. Die Strompreisbildung.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 8. September ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 8.9.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten, Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040

Samstag, 9. September 2023 Anteil Wind- und PV-Strom 31,7 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 47,7 Prozent, davon Windstrom 4,5 Prozent, PV-Strom 27,2 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 16,0 Prozent.

Samstag: Starke regenerative Erzeugung über Tag plus Fossilstromerzeugung zwecks Netzstabilität erzeugen Strom über Bedarf, der nur zu niedrigen Preisen abgenommen wird und zur Vorabendlücke hochpreisig zurückverkauft wird. Die Schweiz beherrscht heute das Geschäft.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 9. September ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 9.9.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten, Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040

Sonntag, 10. September 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 30,1 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 47,4 Prozent, davon Windstrom 1,9 Prozent, PV-Strom 28,2 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 16,3 Prozent.

Sonntag: Die Windstromerzeugung geht gegen Null. Nur 1,9% Anteil hat der Windstrom an der Gesamtproduktion. An Land, auf See zusammen. Dafür schein die Sonne und produziert in den PV-Analgen eine Menge Strom. So viel, dass bei dem geringen Sonntagsbedarf nur geringe Preise erzielt werden. Da freuen sich die Nachbarn. Weil sie wieder teueren Strom nach Deutschland exportieren können. Wenn die Sonne untergegangen ist. Norwegen und Dänemark sind heute in Führung.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 10. September ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 10.9.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten, Agora-Chart 2030, Agora-Chart 2040

Die bisherigen Artikel der Kolumne Woher kommt der Strom? mit jeweils einem kurzen Inhaltsstichwort finden Sie hier. Noch Fragen? Ergänzungen? Fehler entdeckt? Bitte Leserpost schreiben! Oder direkt an mich persönlich: stromwoher@mediagnose.de. Alle Berechnungen und Schätzungen durch Rüdiger Stobbe und Peter Hager nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr.

Rüdiger Stobbe betreibt den Politikblog Mediagnose.