Die wahre Umweltkrise ist nicht der Klimawandel

Vijay Jayaraj

Während Regierungen Milliarden für die Reduzierung von CO₂-Emissionen ausgeben, bleiben echte Umweltprobleme ungelöst. Die eigentliche Umweltkrise ist nicht der Klimawandel, sondern Müll, verschmutztes Wasser und mangelhafte Regierungsführung.

Was wäre, wenn das schlimmste Umweltproblem nicht das wäre, über das alle reden? Während westliche Eliten Fairtrade-Kaffee trinken und sich über Kohlenstoff-Fußabdrücke den Kopf zerbrechen, versinkt die Entwicklungswelt in einer selbst verursachten giftigen Suppe – einer Krise, die sich völlig von der Phantomgefahr des Klimawandels unterscheidet.

Die eigentliche Umweltkatastrophe ist nicht die moderate Erwärmung, die den Menschen geholfen hat, zu gedeihen. Es sind Bodendegradation, vergiftetes Wasser und andere Formen der Umweltverschmutzung, die den Globalen Süden lebendig begraben.

Ja, wir haben den falschen Umweltkrieg geführt.

Die wahre Umweltkrise: Müll, Umweltverschmutzung und Krankheiten

Der schäumende schwarze Schlamm in den Flüssen, die Berge von unbehandeltem Müll, die in den Straßen vor sich hin faulen, und die unsichtbaren Superbakterien, die sich in den Wasserwegen vermehren, stellen eine echte Krise dar, die sich über ganze Kontinente erstreckt.

In Ghana wird nur ein Viertel des täglichen Mülls zur Entsorgung eingesammelt. Nicht eingesammelte Abfälle ziehen Insekten an, die Malaria und Dengue-Fieber übertragen. In südafrikanischen Townships geben fast drei Viertel der Einwohner an, an Krankheiten zu leiden, die direkt auf unsachgemäße Abfallentsorgung zurückzuführen sind. Cholera steht dabei ganz oben auf der Liste.

Südostasien zählt mittlerweile zu den größten Verursachern der Plastikverschmutzung der Meere. Unsachgemäß entsorgter Müll gelangt über Flüsse in die Küstengewässer und schädigt die Fischerei und den Tourismus. Die Plastikverschmutzung ist auf Versäumnisse der Politik zurückzuführen, nicht auf atmosphärische Chemie. Die Lösungen sind banal, werden aber nicht umgesetzt: Müllwagen, technische Deponien und moderne Verbrennungsanlagen mit Abgasreinigungsfiltern.

Geldverschwendung für Net Zero, während grundlegende Umweltbedürfnisse ignoriert werden

Doch hier zeigt sich die besondere Tragik unserer Zeit: Während unsere Kinder vergiftetes Wasser trinken, haben unsere Regierungen Milliarden von Dollar auf dem Altar der Netto-Null verbrannt. Sie lenken wertvolle finanzielle Ressourcen, Energie und administrative Kapazitäten in den Kampf gegen ein Phantom. Sie jagen der Zustimmung der Vereinten Nationen und des Weltwirtschaftsforums hinterher und schwören Treue zu einem „Krieg gegen den Kohlenstoff“. Sie verkünden milliardenschwere „erneuerbare“ Ziele für Solar- und Windkraftanlagen.

In Ländern, in denen Kapital knapp und konkurrierende Prioritäten zahlreich sind, hat diese Umverteilung erhebliche Folgen. Milliarden, die für die Umstellung auf erneuerbare Energien in armen Ländern bereitgestellt werden, führen zu Verzögerungen bei Investitionen in Abwasserbehandlung, Sanitärsysteme und Abfallmanagement.

Die Umweltminister in Entwicklungsländern wurden in eine Hierarchie der Anliegen sozialisiert, die die atmosphärische Konzentration eines pflanzlichen Nährstoffs – Kohlendioxid – über nachweisbare Gesundheitskatastrophen in ihren Zuständigkeitsbereichen stellt.

CO₂ als politischer Nebenschauplatz, nicht als wissenschaftlicher Notfall

Die Rechtfertigung für diese katastrophale Haltung basiert auf der Behauptung, dass Kohlendioxid (CO₂) eine Klimakrise verursacht. Die Annahme, dass dieses Spurengas eine gefährliche globale Erwärmung verursacht, ist unwissenschaftlich. Die „gesicherte wissenschaftliche Erkenntnis” ist alles andere als das.

Forscher wie William Happer und W. A. van Wijngaarden haben gezeigt, dass der Treibhauseffekt jedes CO₂-Moleküls mit steigender Konzentration in der Atmosphäre abnimmt. Mehr CO₂ in die Atmosphäre zu bringen ist wie ein schwarzes Fenster mit einer weiteren Schicht schwarzer Farbe zu streichen; es macht kaum einen Unterschied für das durchgelassene Licht.

Darüber hinaus deuten neue Daten darauf hin, dass die globale Erwärmung zwischen 1899 und 1940 – also vor dem Anstieg der Industrieemissionen – möglicherweise höher war als die Erwärmung zwischen 1983 und 2024. Wenn menschliche Emissionen der wichtigste Einflussfaktor für das Klima sind, wie lässt sich dann die stärkere Erwärmung zu Beginn des 20. Jahrhunderts erklären? Gar nicht!

Jedes Mal, wenn eine Stadt in Indien oder Bangladesch überflutet wird, schreien die Medien „Klimawandel!“ und machen die Verbrennung fossiler Brennstoffe für den Regen verantwortlich. Das ist eine Lüge. Der Regen ist real, aber die Ursache der Katastrophe ist erfunden. Analysen der Todesfälle durch Überschwemmungen in Indien zeigen immer wieder, dass Fehler in der Stadtplanung die Ursache sind.

Klima-Alarmismus lenkt Ressourcen von echten Lösungen für die Umwelt ab

Eine aktuelle Bewertung des US-Energieministeriums kommt zu dem Schluss, dass übermäßig aggressive Maßnahmen zur Reduzierung von CO₂-Emissionen für das wirtschaftliche Wohlergehen eher schädlich als nützlich sind. Die wissenschaftlichen Argumente für die Einstufung von CO₂ als globale Bedrohung haben mit der Weiterentwicklung von Beobachtungsdaten und physikalischen Modellen an Gewicht verloren.

Warum fossile Brennstoffe für die Lösung der tatsächlichen Umweltverschmutzung unerlässlich sind

Die Ironie dabei ist, dass die fossilen Brennstoffe, deren Verzicht vorgeschlagen wird, zur Lösung der eigentlichen Probleme benötigt werden: Hochtemperatur-Verbrennungs-, Recycling- und Wasseraufbereitungsanlagen benötigen große Mengen an zuverlässiger, erschwinglicher Grundlastenergie. Solar- und Windenergie können diese nicht erbringen.

Eine robuste Überschwemmungen und Stürmen standhaltende Infrastruktur erfordert Stahl und Beton, hergestellt unter Verwendung von Kohle und Erdgas. Um die Qualität der Raumluft zu verbessern, müssen Haushalte von der Verbrennung von Dung und Holz auf sauber verbrennendes Flüssiggas umsteigen.

Umweltideologie vs. Menschenwürde

Die Klimapanik ist ein Luxusabenteuer für die Reichen. Für die meisten geht es um sauberes Wasser, atembare Luft und ein Leben in Würde, frei von Schmutz. Die abstrakten, unwissenschaftlichen und profitablen Kohlenstoff-Ziele, die auf Maß für milliardenschwere Konzerne zugeschnitten sind, werden den Globalen Süden nicht vor den verheerenden Auswirkungen der realen Umweltverschmutzung bewahren.

Je länger die Entwicklungsländer sich von klimapolitischen Tugendbekundungen blenden lassen, desto länger verschieben sie die echte Umweltsanierung, die ihre Bevölkerung verdient.

Dieser Kommentar wurde erstmals am 28. Januar bei The Center Square veröffentlicht.

Vijay Jayaraj is a Science and Research Associate at the CO₂ Coalition, Fairfax, Virginia. He holds an M.S. in environmental sciences from the University of East Anglia and a postgraduate degree in energy management from Robert Gordon University, both in the U.K., and a bachelor’s in engineering from Anna University, India. He served as a research associate with the Changing Oceans Research Unit at University of British Columbia, Canada.

Link: https://clintel.org/the-real-environmental-crisis-is-not-climate-change/

Übersetzt von Christian Freuer




Amerikas Energie-Zukunft: Ein Konflikt von Visionen

Duggan Flanakin

Als Präsident Trump im Mai letzten Jahres eine Verordnung unterzeichnete, die den Ausbau der Netto-Stromerzeugungskapazität aus Kernkraft um 300 Gigawatt (GW) bis 2050 vorsieht, muss dies für diejenigen, die noch wenige Jahre zuvor eine ganz andere Energiezukunft geplant hatten – eine Zukunft, die auf Windkraftanlagen und Solaranlagen, dem Verzicht auf Kohle und Erdgas und vielleicht einem Augenzwinkern in Richtung der als unerschwinglich geltenden Kernkraft basierte –, ein Schock gewesen sein.

Bereits 2011 stellte ein Bericht des Massachusetts Institute of Technology über die Zukunft des Stromnetzes fest: „Eine der wichtigsten neuen Herausforderungen für das Stromnetz ist die Notwendigkeit, mehr erneuerbare Energien einzuspeisen, um den politischen Initiativen auf staatlicher und bundesstaatlicher Ebene Rechnung zu tragen.“

Die Autoren äußerten ihre Skepsis gegenüber dieser Strategie und fügten hinzu: „Ein Großteil dieser Kapazität wird entweder auf Solar- oder Windenergie basieren und dementsprechend eine Leistung erzeugen, die im Laufe der Zeit variiert und nur unvollständig vorhersagbar ist, was es für die Netzbetreiber schwieriger macht, Erzeugung und Last jederzeit aufeinander abzustimmen.“

Dennoch ist die Solarenergie von 891 Gigawattstunden im Jahr 2009 auf 218.538 GWh im Jahr 2024 gestiegen, während die Windenergie von 73.890 GWh im Jahr 2009 auf 453.450 GWh im Jahr 2024 zugenommen hat. Zusammen erzeugten diese beiden Energiequellen im Jahr 2024 weniger als die 782.000 bis 816.000 GWh der 94 Kernkraftwerke des Landes, die im Gegensatz zu Wind- und Solarenergie rund um die Uhr mit konstanter Leistung arbeiten.

Der Trend zu intermittierenden Wind- und Solarenergiequellen hat sich auch im ersten Jahr der zweiten Amtszeit von Präsident Trump fortgesetzt. Die Federal Energy Regulatory Commission berichtete, dass von den mehr als 15 GW an neuen Stromerzeugungsressourcen, die in den ersten fünf Monaten des Jahres 2025 hinzukamen, 11,5 GW auf Solarenergie, 2,3 GW auf Windenergie und 1,3 GW auf Erdgas entfielen – ohne jegliche neue Kernenergie.

Dieser Trend hat sich trotz der Bemühungen der Trump-Regierung gegen Offshore-Windenergie und der anhaltenden Opposition gegen neue Wind- und Solarparks fortgesetzt. Die FERC listete bis August 2028 136 GW an „mit hoher Wahrscheinlichkeit hinzukommenden Kapazitäten” auf, wobei Solar- und Windenergie fast 84 % dieser prognostizierten neuen Kapazität ausmachen.

Während Batteriespeicher als „Lösung” für die intermittierende Natur der Wind- und Solarenergieerzeugung gepriesen werden, berichtete Francis Menton 2024, dass Batteriespeicheranlagen möglicherweise keine sichere Wahl sind – oder überhaupt nicht sicher sind. Sie sind regelmäßig großen und gefährlichen Bränden ausgesetzt.

Menton erklärte kürzlich, dass im Januar 2025 in der 300-MW-Anlage in Moss Landing südlich von San Francisco, in der etwa 100.000 Lithium-Ionen-Batterien gelagert waren, etwa 55 % dieser Batterien durch einen Brand beschädigt wurden – der dritte Brand in dieser Anlage innerhalb von vier Jahren. Er sagte auch, dass es 2023 mindestens drei größere Brände in Batteriespeicheranlagen im Bundesstaat New York gegeben habe, gefolgt von einem Großbrand in Warwick im US-Staat New York im vergangenen Dezember.

Stellen Sie sich den Schaden vor, sagte er, den ein Brand in der geplanten 315-MW-Batteriespeicheranlage in Queens verursachen würde, direkt gegenüber der Upper East Side am East River und neben dem größten öffentlichen Wohnbauprojekt des Landes.

Trotz der heutigen Beliebtheit von Wind- und Solarenergie bei Energieversorgungsunternehmen (wie ihre Bestellungen belegen) können große Datenverarbeitungszentren, Gesundheitseinrichtungen, Hightech-KI und nationale Sicherheitsoperationen nicht auf intermittierende Energieversorgung angewiesen sein. Die Trump-Regierung hat die Bedenken dieser Einrichtungen zur Kenntnis genommen und bevorzugt Investitionen in die Kernenergie.

Trumps Ziel, die Stromerzeugung in den USA zu vervierfachen, entspricht der Vision des Ökonomen Timothy Taylor, der in einem Artikel vom September 2023 erklärte, dass zur Deckung des massiven Anstiegs der geplanten Stromerzeugung „auch eine dramatische Erweiterung (vielleicht eine Verdreifachung oder Vervierfachung) der Stromleitungen erforderlich sein wird, um den Strom dorthin zu verteilen, wo er benötigt wird“.

Aber, fügte er hinzu, genau das ist das Problem.

Während die Stromkunden sich günstigere Stromrechnungen wünschen, so Taylor, „wollen die Aktionäre wahrscheinlich nicht, dass das Unternehmen das Stromnetz erheblich ausbaut.“ Viele registrierte Versorgungsunternehmen befinden sich im Besitz von Aktionären, und die Aufnahme neuer Schulden verbessert die Rendite für die Aktionäre nicht, vor allem aufgrund der staatlichen Regulierung ihrer Preis- und Investitionspläne.

Am 15. Januar gab der Electric Reliability Council of Texas [ERCOT], der das texanische Stromnetz betreibt, ein neues Verfahren zur gleichzeitigen Bewertung mehrerer Anträge auf Anschluss großer Lasten bekannt. Texas erzeugt nicht genug Strom, um alle gewünschten Projekte sofort zu versorgen. Die Warteliste des Bundesstaates, die für 40 bis 50 Projekte mit hohem Strombedarf ausgelegt ist, wird durch die 225 neuen Anträge auf Netzanschluss überlastet, die 2025 bei ERCOT eingereicht worden sind.

Aber wer macht hier wem etwas vor? Es muss eine andere Lösung für das Problem geben, dass die Nachfrage nach Strom aus dem Netz das Angebot übersteigt. Großkonzerne wie Google, Meta, CenterPoint, Amazon und OpenAI können nicht ewig warten.

Da die zunehmende Energiekrise die Pläne von Präsident Trump (und der Privatwirtschaft) für ein schnelles Wachstum der US-Wirtschaft bedroht, sind weder das texanische noch das nationale Stromnetz auf das explosive Wachstum energiehungriger künstlicher Intelligenz und anderer Großverbraucher vorbereitet. Die Lösung, so Jacob DeWitte, CEO des Nuklear-Startups OKLO, besteht darin, dass Großverbraucher durch private Investitionen zusätzliche Netzkapazitäten schaffen.

Zu diesem Zweck sind OKLO und Meta eine neue Partnerschaft eingegangen, in deren Rahmen OKLO kleine modulare Reaktoren zur Stromversorgung der Meta-Anlagen bauen und überschüssigen Strom an das Netz verkaufen wird. Energieminister Chris Wright empfiehlt eine solche Partnerschaft für die Stromversorgung, entsprechend der Erklärung von Präsident Trump vom Dezember 2025, dass jede in den USA gebaute KI-Anlage mit eigenem Strom autark sein muss.

Am 15. Januar gab Präsident Trump bekannt, dass der National Energy Dominance Council und die Gouverneure mehrerer nordöstlicher Bundesstaaten, die vom PJM Interconnection versorgt werden, sich darauf geeinigt haben, eine Notfall-Großhandelsstromauktion voranzutreiben, die Technologieunternehmen dazu zwingen wird, neue Kraftwerke effektiv zu finanzieren. Diese Maßnahme zielte darauf ab, die Strompreise für Privathaushalte zu deckeln, die aufgrund der steigenden Nachfrage von Hyperscalern und Rechenzentren stark gestiegen sind, welche das Angebot übersteigen.

Das Ziel besteht darin, PJM dazu zu bewegen, zuverlässige Grundlastkraftwerke im Wert von mehr als 15 Milliarden US-Dollar zu bauen und die Entwicklung durch eine 15-jährige Einnahmensicherheit für neue Kraftwerke zu beschleunigen. Der Plan sieht vor, dass Rechenzentren für alle in ihrem Auftrag gebauten neuen Kraftwerke aufkommen und die Stromkunden durch eine Begrenzung der Vergütung für bestehende Kraftwerke auf dem PJM-Kapazitätsmarkt geschützt werden. Außerdem eröffnet er Großverbrauchern die Möglichkeit, eigene Anlagen zu bauen.

Heute ist PJM einer von acht (von insgesamt 13) regionalen Strommärkten, die bereits unter dem kritischen Niveau der Reservekapazitäten liegen. Es wird erwartet, dass der Spitzenbedarf in seinem System bis 2030 um weitere 17 % steigen wird. Ohne aktive Intervention könnten Stromausfälle zu einem häufigen Ärgernis werden.

Seinen eigenen Aussagen zufolge hofft Trump, dass ein Großteil dieser neuen Stromerzeugungskapazitäten aus neuen Kernkraftwerken (aller Größenordnungen) stammen wird. Der OKLO-Meta-Deal ist nur einer von vielen, die sich derzeit in verschiedenen Verhandlungsphasen befinden. Und die PJM-Herausforderung dürfte sich auf das gesamte Land ausweiten.

Während die wachsende Nachfrage der Nutzer und konkurrierende potenzielle Versorgungsquellen durch Befürchtungen hinsichtlich der Fähigkeit intermittierender Stromerzeugungsquellen gedämpft werden, diese High-End-Nutzer zu versorgen, weiß Trump, dass die Kosten für Kernenergie (und damit die Kosten für den Bau neuer Kernkraftwerke) sinken müssen.

Seine Schlussfolgerung ist jedoch einfach: „Ich möchte nicht, dass die Amerikaner wegen Rechenzentren höhere Stromrechnungen bezahlen müssen.“

This article originally appeared at Real Clear Energy

Link: https://www.cfact.org/2026/01/30/americas-energy-future-a-conflict-of-visions/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Arme Nationen werden den UN und Europa nicht in den ökonomischen Selbstmord folgen…

Paul Driessen

…oder weiterhin zulassen, dass globale Eliten eine Politik betreiben, die ihre Bevölkerung verarmt und umbringt.

Präsident Trump bezeichnete sie als verschwenderisch und als Bedrohung für die Souveränität, die Freiheiten und den Wohlstand Amerikas und zog die Vereinigten Staaten aus 66 internationalen Organisationen zurück – darunter vor allem aus der UN-Klimarahmenkonvention, der Grundlage für Verträge und Maßnahmen zur „Klimakrise”.

Außerdem zog er die USA aus dem Pariser Klimaabkommen zurück, legte sein Veto gegen die Teilnahme der USA an der Klimakonferenz COP30 im Jahr 2025 ein und hob mehrere kostspielige Vorschriften auf, die auf Behauptungen zur „Klimakrise” beruhten.

Dutzende Banken haben sich aus der Net Zero Banking Alliance zurückgezogen. Auf dem diesjährigen Weltwirtschaftsforum in Davos in der Schweiz fanden Klimaschutz, erneuerbare Energien und nachhaltige Entwicklung wenig Beachtung – zumindest bei den wohlhabenden politischen, wirtschaftlichen und finanziellen Eliten, die das WEF bevölkern.

(Möglicherweise begibt sich das WEF jedoch lediglich in einen Stealth-Modus und nutzt sein Konzept der Finanzialisierung der Natur“, um „Ökosysteme als Vermögenswerte zu behandeln“, sie zu dollarisieren – und damit die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass die „internationale Gemeinschaft“ oder die UNO lokale, staatliche und nationale Entscheidungen in Entwicklungsfragen ersetzt.)

Bill Gates sagt nun, der Klimawandel sei keine Krise, und die Welt müsse sich darauf konzentrieren, das Leben, die Gesundheitsversorgung und den Lebensstandard der ärmsten Menschen der Welt zu verbessern, insbesondere indem sichergestellt werde, dass sie über reichlich vorhandene, zuverlässige und erschwingliche Energie verfügen – die nur Kohle, Öl, Erdgas und Kernkraft liefern können.

Entgegen diesen Trends begeht Westeuropa weiterhin wirtschaftlichen Selbstmord – oder genauer gesagt, seine Eliten begehen wirtschaftlichen und tatsächlichen Mord an den Armen und der Arbeiterklasse.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Inzwischen nutzen China, Indien, Indonesien und andere ehemals arme und noch in der Entwicklung befindliche Länder zunehmend fossile Brennstoffe, um Millionen, ja sogar Milliarden Menschen aus Armut, Krankheit und Verzweiflung zu befreien. Afrikanische und andere Nationen sind bestrebt, diesem Beispiel zu folgen – und weisen westliche Klimakritiker zurecht.

Der Wintersturm Fern forderte Dutzende Todesopfer in den Vereinigten Staaten. Hunderttausende waren stunden- oder tagelang ohne Strom, hauptsächlich aufgrund von Eisbrüchen an Stromleitungen während stundenlangem gefrierenden Regen.

Aber jedes Jahr haben in den immer noch armen Ländern fast 750 Millionen Menschen keinen Zugang zu Elektrizität – allein 600 Millionen davon in Subsahara-Afrika. Milliarden weitere Menschen haben nur minimalen, sporadischen Zugang. Sie leben mit permanenten oder wiederkehrenden Stromausfällen.

Nicht Dutzende, sondern Millionen von ihnen sterben jedes Jahr, hauptsächlich an den Folgen der Luftverschmutzung in Innenräumen, weil sie Holz, Holzkohle, Gras und Dung verbrennen müssen, da sie kein Erdgas, Propan oder Strom zum Kochen und Heizen haben. An den Folgen von Bakterien und Parasiten in ihrem Wasser und ihren Lebensmitteln, weil sie keinen Strom, keine Wasseraufbereitung und keine Kühlung haben. An den Folgen von Malaria und anderen Krankheiten, weil ihre minderwertigen Kliniken und Krankenhäuser keinen Strom, kein sauberes Wasser, keine ausreichenden Impfstoffe und Antibiotika und nicht einmal Fliegengitter haben.

Kurz gesagt, weil ihnen Energie, gute Regierungsführung, dynamische Volkswirtschaften und Arbeitsplätze vorenthalten werden. Und weil sich die Welt auf die „Klimakrise” und die „Befreiung der Welt von fossilen Brennstoffen” fixiert, anstatt ihre Bedürfnisse zu erfüllen.

Ebenso abscheulich ist es, dass die traditionellen Nachrichtenmedien, die Wissenschaft und die „Verfechter der Menschenrechte” diese Grundbedürfnisse weitgehend ignorieren – während sie unablässig die Vereinigten Staaten, Israel und die westliche Kultur kritisieren.

Globale Finanzinstitutionen sind nicht besser – darunter die Weltbank und verschiedene multilaterale Entwicklungsbanken, darunter die Asiatische Entwicklungsbank, die Interamerikanische Entwicklungsbank, die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung und sogar die Afrikanische Entwicklungsbank.

Sie erinnern mich an den Heiligen Augustinus: Lasst uns die Entwicklung begrüßen und fördern – aber jetzt noch nicht, nicht zu viel und nicht mit fossilen Brennstoffen. Tatsächlich weigern sich die meisten von ihnen nach wie vor, mehr als Wind-, Solar- und andere „erneuerbare Energieprojekte zu finanzieren. Sie zwingen armen Familien Kohlenstoff-Kolonialismus, Armut, Krankheit und Tod auf – mit selbstgerechter Moral und vorgetäuschter Sorge um die menschlichen Opfer.

Im Jahr 2015 startete Präsident Obama seine Initiative „Power Africa” und erklärte dem afrikanischen Publikum, dies sei ihre Chance, „die schmutzige Energie zu überspringen und sofort auf saubere Energie umzusteigen”.

Für kurze Zeit schien sich die Afrikanische Entwicklungsbank von dieser Meinung zu distanzieren und sprach sich zurückhaltend für die Stromerzeugung aus Kohle und Gas aus. „Afrika muss seinen Energiesektor mit den vorhandenen Ressourcen entwickeln“, sagte AfDB-Präsident Akinwumi Adesina 2017 – also mit erneuerbaren Energien und den riesigen Kohle-, Öl- und Gasvorkommen des Kontinents, die größtenteils ungenutzt bleiben oder exportiert werden.

Fossile Brennstoffe zu ignorieren ist untragbar, unerträglich und unmoralisch – ebenso wie die absurde Tatsache, dass der Pro-Kopf-Stromverbrauch in Afrika, mit Ausnahme von Südafrika, bei etwa 660 kWh pro Jahr liegt, verglichen mit durchschnittlich 6.000 kWh in Europa und 12.500 kWh in den USA.

Glücklicherweise befreien sich immer mehr afrikanische und andere Länder von den „progressiven“ Fesseln des Westens. Seit 2017 hat die AfDB jedoch die Finanzierung neuer Kohleprojekte eingestellt und die Öl- und Gasförderung eingeschränkt. Eine reichliche, zuverlässige und erschwingliche Grundlast-Stromversorgung für Afrika scheint erneut der Klimapolitik gewichen zu sein, obwohl die von Präsident Trump ausgelöste globale Trendwende dies möglicherweise wieder ändern könnte.

Inzwischen haben China, Indien und andere Länder jedoch erkannt, dass Kohle und Kohlenwasserstoffe eine unabdingbare Voraussetzung für Wohlstand, Beschäftigung, Gesundheit sowie politische und strategische Macht sind.

Wie der Energie- und Wissenschaftsforscher Vijay Jayarj kürzlich feststellte*, befinden sich weltweit 460 Kohlekraftwerke im Bau, weitere 500 haben bereits eine Genehmigung oder werden diese bald erhalten, und 260 weitere neue Kohlekraftwerke könnten in Kürze angekündigt werden. Auch Öl und Gas gewinnen als Brennstoffe und Rohstoffe zunehmend an Bedeutung. Wind- und Solarenergie sind Ergänzungsenergiequellen, können aber Kohle, Kohlenwasserstoffe oder Kernenergie niemals ersetzen.

*Diesen Beitrag gibt es in deutscher Übersetzung hier. A. d. Übers.

Die überwiegende Mehrheit der Kohlekraftwerke befindet sich in China und Indien, wobei Indonesien und andere Nationen ebenfalls einen rasanten Aufstieg erleben – sie bauen zuverlässige Kraftwerke für erschwinglichen Strom, sichern ihre Versorgungswege und bohren und schürfen sich aus der Abhängigkeit von ausländischen Lieferungen heraus.

Sie folgen damit dem Weg, den Europa, die Vereinigten Staaten und andere Nationen gegangen sind, um sich zu entwickeln und wohlhabend zu werden. Jede Investition in diese Art der Energieerzeugung schafft Industriezweige, Arbeitsplätze, Steuereinnahmen und mehr Geld für zukünftige Investitionen. Freie Unternehmensfinanzierung, Erfindungen, Inspiration, Schweiß und Produktion – mit notwendigen, nicht erstickenden staatlichen Vorschriften – bleiben der schnellste und sicherste Weg nach vorne.

Einfach ausgedrückt: Die Welt braucht kein „Wunder des Wohlstands”. Sie muss die Anti-Wunder-Tragödie der anhaltenden Armut beseitigen. Es gibt einfach keinen Grund, warum Armut weiterbestehen sollte – oder warum Wohlstand nicht überall zu finden sein sollte.

Bücher, Schulungen und das Internet ermöglichen es jedem Politiker und Bürger, sich darüber zu informieren, welche Technologien verfügbar sind, was sie bereits erreicht haben und wie Gesundheit und Wohlstand erreicht werden können.

Diese Ressourcen zeugen auch von den Fehlschlägen in ganz Europa und anderen Ländern, die den Lebensstandard um 50 bis 100 Jahre zurückgeworfen haben – und ihre Bürger zu Energieentzug, Arbeitslosigkeit und Tod verurteilt haben, weil sie sich keine angemessene Heizung und Klimaanlage oder sogar nahrhafte Lebensmittel mehr leisten können –, aufgrund einer fehlgeleiteten Hingabe an Klima- und Erneuerbare-Energien-Ideologien.

Wir könnten dies als umgekehrten Midas-Effekt bezeichnen: Alles, was Klimapessimisten anfassen, verwandelt sich in Blei – was zu Bleivergiftungen, Entwicklungsverzögerungen, Lern- und Verhaltensproblemen, Gedächtnisstörungen, sogar Koma und Tod führt. Bei Menschen und Nationen.

Regierungen und Institutionen müssen das grundlegende Menschenrecht auf Zugang zu reichlich vorhandener, zuverlässiger und erschwinglicher Energie unterstützen, um einen modernen Lebensstandard zu gewährleisten. Nicht kostenlos, aber Zugang zu dieser Energie. Sie müssen die Finanzierung des WEF, der UNO, der Weltbank und anderer Institutionen einstellen, die Amerika oft verachten und nur solche Nicht-Gesundheits- und Lebensstandards unterstützen, wie sie Wind- und Solarenergie nun einmal bieten.

Paul Driessen is senior policy analyst for the Committee For A Constructive Tomorrow (www.CFACT.org) and author of books and articles on energy, climate change, economic development and human rights.

Link: https://wattsupwiththat.com/2026/02/01/poor-nations-wont-follow-europe-un-in-economic-suicide/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Klimawandel-Propaganda: Eine gigantische, dauerhafte Vergewaltigung des „gesunden Menschenverstandes“

Christian Freuer

Man macht bei Diskussionen über den Klimawandel auch bei sonst ganz vernünftigen Menschinnen und Menschen immer wieder die Erfahrung, dass sämtliche Argumente entweder in Abrede gestellt und/oder geleugnet werden, wenn nicht die-/derjenige, der diese Argumente vorbringt, gleich verunglimpft wird oder ihr/ihm Schlimmeres widerfährt. (Und damit Schluss mit der [fast] genauso idiotischen Genderei!)

Mit Argumenten darf man also diesen Betonköpfen nicht kommen. Daher möchte ich einen möglichen anderen Weg aufzeigen, nämlich den direkten Appell an den „gesunden Menschenverstand“. Dazu braucht man keine Wissenschaft und auch keinen wissenschaftlichen Ausbildungs-Hintergrund.

In allen Altersgruppen, vor allem bei Kindern, ist man gut beraten, mit etwas anzufangen, das schon bekannt ist. Obwohl bei diesem Thema schon das nicht immer ankommt. Bekannt ist (wenn es nicht von Anfang an geleugnet wird, wofür es ja prominente Beispiele gibt, z. B. Michael Mann), dass es während der gesamten Erdgeschichte schon immer Klimawandel gab – Eiszeiten, Warmzeiten und alles dazwischen – im stetigen, unaufhörlichen Wechsel. Auch im vorigen Jahrhundert gab es teils drastische Wechsel: 1914: Die Arktis wird eisfrei, 1942 enorme Kälte (wie in allen Kriegswintern sowie 1947/48) und 1972 mit dem Schlager „Wann wird’s mal wieder richtig Sommer?“

Sollte dieser Tatbestand bestritten oder gleich geleugnet werden, kann man die Diskussion beenden – gegen so viel Dummheit kämpfen selbst Götter vergebens.

Aber zum Glück, in der Regel wird das akzeptiert. Dann könnte man folgendermaßen weitergehen:

Gut, von Eis- und Warmzeiten haben wir ja alle gehört. Aber da erhebt sich doch jetzt eine Frage: Wer oder was war für diese Klimawandel verantwortlich / ursächlich, BEVOR es der Mensch gewesen sein kann? Also etwa vor dem Jahr 1950?

Wohlmeinende oder aufgeschlossenen Gesprächspartner ohne Hintergrundwissen dürften hier schon mal ins Grübeln kommen. Dann ist es entscheidend, NICHT mit irgendwelchen wissenschaftlichen Begriffen um sich zu werfen (wie etwa „Nordatlantische Oszillation“ oder so), sondern wir wollen ja weiterhin nur den gesunden Menschenverstand ansprechen. Dabei könnte man jetzt Folgendes ausführen:

Ist ja auch egal, wenn es der Mensch nicht gewesen sein kann, müssen es ja irgendwelche anderen Kräfte sein – Kräfte, die seit Jahrmillionen Wetter und Klima gesteuert haben – wieso hätte es sich sonst geändert? Hast du da eine Idee?

Und jetzt weiter:

Jedenfalls macht uns die Propaganda glauben, dass alle diese Naturkräfte nach Jahrmillionen ihres ununterbrochenen Einwirkens etwa um das Jahr 1950 diese Einwirkungen ruckartig beendet haben. Und dass das winzige bisschen CO2 in der Luft seit jenem Jahr der einzige Faktor sein soll, der Wetter und Klima steuert. In der Graphik oben kann man sich vorstellen, welche Größenordnung dieser Anteil hat. Also ich kann mir das beim besten Willen nicht vorstellen.

Man kann wohl nur spekulieren, wie ein aufgeschlossener Gesprächspartner dann reagiert. Geht er einfach weg? Oder fragt er sogar nach?

Egal, wenn das einsichtig ist, kann man natürlich weiter fragen. Wenn man sich das tatsächlich nicht vorstellen kann – warum dann die mutwillige Zerschlagung von Industrienationen seitens Politik und einiger Superreicher mittels Vorschriften zur Verringerung des ohnehin schon für das Leben auf der Erde gefährlich geringen Kohlendioxid-Gehalts? Warum eine „Energiewende“ mit ihren verheerenden Auswirkungen auf Umwelt, Ökonomie und Gesellschaft?

Nun bestreitet kein ernst zu nehmender Mensch, dass es während der letzten Jahrzehnte wärmer geworden ist. (Obwohl selbst das falsch sein kann: U. A. Kowatsch & Baritz haben ja nachgewiesen, dass die Erwärmung hauptsächlich dem UHI-Effekt geschuldet ist und an ländlichen Stationen gar keine Erwärmung zu verzeichnen ist. Aber das nur am Rande). Aber warum sollte diese Erwärmung immer so weitergehen? Derzeit werden die Tage bekanntlich länger, jeden Tag ein paar Minuten. Hochgerechnet ergibt sich daraus, dass es etwa ab September überhaupt keine Nacht mehr gibt!

Fazit: Ich warte auf den Aufschrei der Klimawandel-Propagandisten! Hoffentlich kommt ein solcher, würde der doch Rückschlüsse auf den Zustand des „gesunden Menschenverstandes“ dieser Herr- und Frauschaften zulassen.




Die wahre Umweltkrise ist nicht der Klimawandel

Vijay Jayaraj

Während Regierungen Milliarden für die Reduzierung von CO₂-Emissionen ausgeben, bleiben echte Umweltprobleme ungelöst. Die eigentliche Umweltkrise ist nicht der Klimawandel, sondern Müll, verschmutztes Wasser und mangelhafte Regierungsführung.

Was wäre, wenn das schlimmste Umweltproblem nicht das wäre, über das alle reden? Während westliche Eliten Fairtrade-Kaffee trinken und sich über Kohlenstoff-Fußabdrücke den Kopf zerbrechen, versinkt die Entwicklungswelt in einer selbst verursachten giftigen Suppe – einer Krise, die sich völlig von der Phantomgefahr des Klimawandels unterscheidet.

Die eigentliche Umweltkatastrophe ist nicht die moderate Erwärmung, die den Menschen geholfen hat, zu gedeihen. Es sind Bodendegradation, vergiftetes Wasser und andere Formen der Umweltverschmutzung, die den Globalen Süden lebendig begraben.

Ja, wir haben den falschen Umweltkrieg geführt.

Die wahre Umweltkrise: Müll, Umweltverschmutzung und Krankheiten

Der schäumende schwarze Schlamm in den Flüssen, die Berge von unbehandeltem Müll, die in den Straßen vor sich hin faulen, und die unsichtbaren Superbakterien, die sich in den Wasserwegen vermehren, stellen eine echte Krise dar, die sich über ganze Kontinente erstreckt.

In Ghana wird nur ein Viertel des täglichen Mülls zur Entsorgung eingesammelt. Nicht eingesammelte Abfälle ziehen Insekten an, die Malaria und Dengue-Fieber übertragen. In südafrikanischen Townships geben fast drei Viertel der Einwohner an, an Krankheiten zu leiden, die direkt auf unsachgemäße Abfallentsorgung zurückzuführen sind. Cholera steht dabei ganz oben auf der Liste.

Südostasien zählt mittlerweile zu den größten Verursachern der Plastikverschmutzung der Meere. Unsachgemäß entsorgter Müll gelangt über Flüsse in die Küstengewässer und schädigt die Fischerei und den Tourismus. Die Plastikverschmutzung ist auf Versäumnisse der Politik zurückzuführen, nicht auf atmosphärische Chemie. Die Lösungen sind banal, werden aber nicht umgesetzt: Müllwagen, technische Deponien und moderne Verbrennungsanlagen mit Abgasreinigungsfiltern.

Geldverschwendung für Net Zero, während grundlegende Umweltbedürfnisse ignoriert werden

Doch hier zeigt sich die besondere Tragik unserer Zeit: Während unsere Kinder vergiftetes Wasser trinken, haben unsere Regierungen Milliarden von Dollar auf dem Altar der Netto-Null verbrannt. Sie lenken wertvolle finanzielle Ressourcen, Energie und administrative Kapazitäten in den Kampf gegen ein Phantom. Sie jagen der Zustimmung der Vereinten Nationen und des Weltwirtschaftsforums hinterher und schwören Treue zu einem „Krieg gegen den Kohlenstoff“. Sie verkünden milliardenschwere „erneuerbare“ Ziele für Solar- und Windkraftanlagen.

In Ländern, in denen Kapital knapp und konkurrierende Prioritäten zahlreich sind, hat diese Umverteilung erhebliche Folgen. Milliarden, die für die Umstellung auf erneuerbare Energien in armen Ländern bereitgestellt werden, führen zu Verzögerungen bei Investitionen in Abwasserbehandlung, Sanitärsysteme und Abfallmanagement.

Die Umweltminister in Entwicklungsländern wurden in eine Hierarchie der Anliegen sozialisiert, die die atmosphärische Konzentration eines pflanzlichen Nährstoffs – Kohlendioxid – über nachweisbare Gesundheitskatastrophen in ihren Zuständigkeitsbereichen stellt.

CO₂ als politischer Nebenschauplatz, nicht als wissenschaftlicher Notfall

Die Rechtfertigung für diese katastrophale Haltung basiert auf der Behauptung, dass Kohlendioxid (CO₂) eine Klimakrise verursacht. Die Annahme, dass dieses Spurengas eine gefährliche globale Erwärmung verursacht, ist unwissenschaftlich. Die „gesicherte wissenschaftliche Erkenntnis” ist alles andere als das.

Forscher wie William Happer und W. A. van Wijngaarden haben gezeigt, dass der Treibhauseffekt jedes CO₂-Moleküls mit steigender Konzentration in der Atmosphäre abnimmt. Mehr CO₂ in die Atmosphäre zu bringen ist wie ein schwarzes Fenster mit einer weiteren Schicht schwarzer Farbe zu streichen; es macht kaum einen Unterschied für das durchgelassene Licht.

Darüber hinaus deuten neue Daten darauf hin, dass die globale Erwärmung zwischen 1899 und 1940 – also vor dem Anstieg der Industrieemissionen – möglicherweise höher war als die Erwärmung zwischen 1983 und 2024. Wenn menschliche Emissionen der wichtigste Einflussfaktor für das Klima sind, wie lässt sich dann die stärkere Erwärmung zu Beginn des 20. Jahrhunderts erklären? Gar nicht!

Jedes Mal, wenn eine Stadt in Indien oder Bangladesch überflutet wird, schreien die Medien „Klimawandel!“ und machen die Verbrennung fossiler Brennstoffe für den Regen verantwortlich. Das ist eine Lüge. Der Regen ist real, aber die Ursache der Katastrophe ist erfunden. Analysen der Todesfälle durch Überschwemmungen in Indien zeigen immer wieder, dass Fehler in der Stadtplanung die Ursache sind.

Klima-Alarmismus lenkt Ressourcen von echten Lösungen für die Umwelt ab

Eine aktuelle Bewertung des US-Energieministeriums kommt zu dem Schluss, dass übermäßig aggressive Maßnahmen zur Reduzierung von CO₂-Emissionen für das wirtschaftliche Wohlergehen eher schädlich als nützlich sind. Die wissenschaftlichen Argumente für die Einstufung von CO₂ als globale Bedrohung haben mit der Weiterentwicklung von Beobachtungsdaten und physikalischen Modellen an Gewicht verloren.

Warum fossile Brennstoffe für die Lösung der tatsächlichen Umweltverschmutzung unerlässlich sind

Die Ironie dabei ist, dass die fossilen Brennstoffe, deren Verzicht vorgeschlagen wird, zur Lösung der eigentlichen Probleme benötigt werden: Hochtemperatur-Verbrennungs-, Recycling- und Wasseraufbereitungsanlagen benötigen große Mengen an zuverlässiger, erschwinglicher Grundlastenergie. Solar- und Windenergie können diese nicht erbringen.

Eine robuste Überschwemmungen und Stürmen standhaltende Infrastruktur erfordert Stahl und Beton, hergestellt unter Verwendung von Kohle und Erdgas. Um die Qualität der Raumluft zu verbessern, müssen Haushalte von der Verbrennung von Dung und Holz auf sauber verbrennendes Flüssiggas umsteigen.

Umweltideologie vs. Menschenwürde

Die Klimapanik ist ein Luxusabenteuer für die Reichen. Für die meisten geht es um sauberes Wasser, atembare Luft und ein Leben in Würde, frei von Schmutz. Die abstrakten, unwissenschaftlichen und profitablen Kohlenstoff-Ziele, die auf Maß für milliardenschwere Konzerne zugeschnitten sind, werden den Globalen Süden nicht vor den verheerenden Auswirkungen der realen Umweltverschmutzung bewahren.

Je länger die Entwicklungsländer sich von klimapolitischen Tugendbekundungen blenden lassen, desto länger verschieben sie die echte Umweltsanierung, die ihre Bevölkerung verdient.

Dieser Kommentar wurde erstmals am 28. Januar bei The Center Square veröffentlicht.

Vijay Jayaraj

Vijay Jayaraj is a Science and Research Associate at the CO₂ Coalition, Fairfax, Virginia. He holds an M.S. in environmental sciences from the University of East Anglia and a postgraduate degree in energy management from Robert Gordon University, both in the U.K., and a bachelor’s in engineering from Anna University, India. He served as a research associate with the Changing Oceans Research Unit at University of British Columbia, Canada.

Link: https://clintel.org/the-real-environmental-crisis-is-not-climate-change/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE