Neue Studie: Wärme rettet Leben … Kälte ist zwölfmal tödlicher als Hitze

Kenneth Richard

Weil Kälte für die menschliche Gesundheit weitaus gefährlicher ist als Wärme, könnte eine moderate Erwärmung um 0,5 °C in den USA jährlich über 10.000 Menschenleben retten.

Eine neue Studie zeigt, dass es von 2000 bis 2020 in 1.514 US-Counties (die 91 % der erwachsenen Bevölkerung der Vereinigten Staaten repräsentieren) jährlich 6.129 Todesfälle gab, die auf übermäßige Sommerhitze zurückzuführen waren.

Hitzebedingte Todesfälle erhalten den größten Teil der medialen Aufmerksamkeit, was in erster Linie auf die Annahme zurückzuführen ist, dass der Mensch die Temperatur des Ozeans und der Luft durch mehr oder weniger CO₂-Emissionen kontrollieren kann.

Das eigentliche Gesundheitsrisiko – selbst in wohlhabenden Ländern wie den USA – ist jedoch nicht die „globale Erwärmung“, sondern die Kältebelastung im Winter.

Die gleiche Studie zeigt, dass in den USA jährlich 72.361 Todesfälle auf die Kälteeinwirkung im 21. Jahrhundert zurückzuführen waren.

Mit anderen Worten: Kälte im Winter ist mit 12-mal mehr Todesfällen (40,1 Todesfälle pro 100.000 Personenjahre) verbunden als Todesfälle im Zusammenhang mit extremer Hitze (3,4 Todesfälle pro 100.000 Personenjahre).

Da es in den USA im 21. Jahrhundert weiterhin zu „extremen Winterereignissen“ und im Süden zu „ungewöhnlich extremen Wintereinbrüchen“ gekommen ist, sind die „kältebedingten Todesfälle in den USA in den letzten zwei Jahrzehnten um 9 % pro Jahr gestiegen“.

Die Zahl der Todesfälle aufgrund nicht optimaler Temperaturen hat zugenommen, wobei niedrige, nicht optimale Temperaturen weitaus tödlicher sind.

Interessanterweise ergibt eine Google-Suche unter Verwendung der Daten aus dieser Studie und unter der Annahme eines hypothetischen Anstiegs der durchschnittlichen Jahrestemperatur in den USA um 0,5 °C laut KI, dass diese moderate Erwärmung potenziell „mehrere Tausend bis über 10.000 Menschenleben“ pro Jahr retten könnte.

Link: https://notrickszone.com/2026/03/30/new-study-finds-warming-saves-lives-cold-temperatures-12-times-more-deadly-than-excess-heat/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Sicherheitsexperten sind besorgt über mögliche Schäden, die Elektroauto-Batterien anrichten können.

Ronald Stein

Mit Dr. Michael Hogan

Experten für Cybersicherheit und nationale Sicherheit haben untersucht, wie Batterien von Elektrofahrzeugen und die damit verbundene Technologie für terroristische Anschläge oder Aktionen verärgerter Mitarbeiter missbraucht werden könnten, um Störungen oder Massenopfer zu verursachen.

EV-Batterien bergen inhärente Gefahren (brennbare Elektrolyte, Explosions- und Brandgefahr bei Missbrauch), die für böswillige Handlungen ausgenutzt werden könnten. Die größte Sorge der Experten für Cybersicherheit und nationale Sicherheit gilt der Möglichkeit, dass EV-Batterien als Komponenten für einen neuartigen, groß angelegten Terroranschlag unter Verwendung bestehender Technologien eingesetzt werden könnten.

Der gewaltige Brand einer Lithium-Ionen-Batteriefabrik in Moss Landing im Januar 2025 hat die unbekannten Risiken von Explosionen in diesen Fabriken offenbart. Der Physiker und Vorstandsvorsitzende des California Arts and Sciences Institute Dr. Hogan erläuterte in seinem Interview mit Epoch Times mit dem Titel [übersetzt] „Die unbekannten Risiken von Explosionen in Batteriefabriken in Kalifornien“ die Folgen für die Menschen und die Umgebung, die noch lange nach dem Ereignis selbst spürbar sind.

Zum größten Meeresverschmutzungs-Ereignis der Weltgeschichte war es vor einigen Jahren auf den Azoren gekommen.

Sowohl Matson als auch Alaska Marine Lines haben als Reaktion auf die zunehmenden Brandrisiken im Zusammenhang mit dem Transport von Elektrofahrzeugen erhebliche Änderungen an ihren Beförderungsbedingungen vorgenommen. Sie haben entweder die Annahme neuer Buchungen ausgesetzt oder die Beförderung von Elektrofahrzeugen an Bord ihrer Schiffe gänzlich eingestellt.

Was Cybersecurity-Experten bereits wissen

Diese Sicherheitslücken sind keine theoretische Gefahr. Batteriemanagementsysteme steuern kritische Funktionen: Temperaturregelung, Laderaten, Zellausgleich und Stromverteilung. Werden diese Systeme manipuliert, kann dies zu thermischen Ausbrüchen führen, Fahrzeuge aus der Ferne außer Betrieb setzen oder durch Manipulation der Ladeverläufe lokale Stromnetze destabilisieren.

Analysten für nationale Sicherheit wissen etwas, was dem Durchschnittsverbraucher nicht bewusst ist: Die Größenordnung spielt eine entscheidende Rolle.

[Hervorhebung im Original]

Ein einzelnes betroffenes Fahrzeug ist eine Unannehmlichkeit. Zehntausend betroffene Fahrzeuge, die im Rahmen eines koordinierten Angriffs gleichzeitig aufgeladen werden, werden zu einer Bedrohung für die Netzstabilität. Wenn man Millionen von Elektrofahrzeugen in bestimmten geografischen Gebieten konzentriert – Kalifornien, große Ballungsräume, wohlhabende Küstenstädte –, schafft man konzentrierte Schwachstellen.

Die gleichen Politiker, die aggressive Vorschriften für Elektrofahrzeuge vorantreiben, sprechen diese Risiken selten öffentlich an. Sie preisen die ökologischen Vorteile an, schweigen aber über die Cybersicherheits-Infrastruktur, die zum Schutz der vernetzten Fahrzeugnetze erforderlich ist.

Das ist keine Energiekompetenz. Das ist selektive Information, die Verbraucher Risiken aussetzt, von denen sie nichts verstehen.

Das Problem in der Lieferkette, über das niemand sprechen will

Was die Sache noch schlimmer macht: Wir haben keine Kontrolle über die Lieferkette. Die Elektrofahrzeuge antreibenden Batterien sind auf Materialien und Herstellungsverfahren angewiesen, die von anderen Ländern dominiert werden. Lithium, Kobalt, Nickel und Seltenerdmetalle – der Großteil davon stammt aus Ländern, die nicht die Interessen der USA teilen.

[Hervorhebung im Original]

China kontrolliert etwa 80 % der weltweiten Produktion von Batteriezellen. Wenn die nationale Verkehrsinfrastruktur von Komponenten abhängt, die von potenziellen Gegnern hergestellt werden, entsteht eine strategische Schwachstelle, die über einfache Cybersicherheit hinausgeht.

Die Frage ist nicht, ob diese Schwachstellen existieren. Die Frage ist, ob wir die defensive Infrastruktur aufbauen, um uns davor zu schützen, bevor eine flächendeckende Einführung das Problem unlösbar macht. Derzeit tun wir das nicht.

Fragen, die Führungskräfte beantworten sollten

Bevor wir eine flächendeckende Einführung von Elektrofahrzeugen vorschreiben, müssen die politischen Entscheidungsträger grundlegende Fragen beantworten, die Cybersicherheitsexperten seit Jahren stellen:

• Wie schützt man Millionen vernetzter Fahrzeuge vor koordinierten Cyberangriffen?

• Was passiert, wenn böswillige Akteure gleichzeitig die Batteriemanagementsysteme von Tausenden von Fahrzeugen manipulieren?

• Wie sichert man ein dezentrales Energiespeichernetz, das ganze Regionen umfasst?

• Welche Sicherheitsvorkehrungen verhindern, dass im Ausland hergestellte Komponenten Hintertüren oder Schwachstellen enthalten?

• Wie reagiert man, wenn die Netzstabilität von Fahrzeugbatterien abhängt, die aus der Ferne manipuliert werden können?

• Das sind keine rhetorischen Fragen. Es gibt technische und sicherheitsrelevante Herausforderungen, die konkrete Antworten erfordern, bevor wir unsere nationale Infrastruktur auf eine Technologie setzen, die wir noch nicht vollständig gesichert haben.

• Das Schweigen der politischen Entscheidungsträger zu diesen Themen sagt alles darüber aus, welche Prioritäten sie setzen.

Energiekompetenz umfasst auch Sicherheitskompetenz

Echte Energiekompetenz bedeutet, nicht nur zu verstehen, wie Technologie funktioniert, sondern auch, welche Risiken sie mit sich bringt.

Elektrofahrzeuge stellen einen grundlegenden Wandel in der Art und Weise dar, wie wir den Verkehr antreiben. Dieser Wandel bringt sowohl Vorteile als auch Schwachstellen mit sich. Eine ehrliche Bewertung erfordert, beides anzuerkennen.

Die Experten für Cybersicherheit und nationale Sicherheit, die diese Risiken verstehen, sind keine Gegner von Elektrofahrzeugen. Sie setzen sich für Sicherheit ein. Sie fordern, dass in die defensive Infrastruktur genauso viel investiert wird wie in die Fahrzeugproduktion und die Ladenetzwerke. Das ist nicht unangemessen. Das ist grundlegende Sorgfaltspflicht.

Wir können eine Zukunft mit Elektrofahrzeugen gestalten. Aber wir müssen sie auf sicheren Fundamenten aufbauen, mit Lieferketten, die wir kontrollieren, und Sicherheitsprotokollen, die dem Ausmaß der von uns geschaffenen Schwachstellen entsprechen.

Alles andere setzt Millionen von Amerikanern Risiken aus, die sie nicht verstehen: Sie fahren Fahrzeuge, die mit Netzwerken verbunden sind, die sie nicht schützen können, und sind von einer Infrastruktur abhängig, die von böswilligen Akteuren ins Visier genommen werden kann. Das ist die Realität, die Cybersicherheitsexperten bereits kennen. Die Frage ist, ob auch der Rest von uns dies begreifen wird, bevor die Schwachstellen ausgenutzt werden.

Die technischen Herausforderungen sind lösbar. Die Schwachstellen in der Lieferkette können behoben werden. Die Cybersicherheitsprotokolle können entwickelt und umgesetzt werden. Aber nur, wenn wir die Probleme ehrlich anerkennen und in Lösungen investieren, die den Risiken angemessen sind.

Derzeit bauen wir ein Verkehrssystem auf Fundamenten, die wir nicht gesichert haben. Das ist kein Fortschritt. Das ist Fahrlässigkeit, die sich als Innovation tarnt.

This article originally appeared at America Out Loud

Link: https://www.cfact.org/2026/03/28/security-experts-concerned-by-potential-ev-battery-harm/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Anmerkung des Übersetzers: Was in dem Beitrag mit keinem Wort angesprochen wird: Natürlich kosten diese erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen Geld – und vermutlich viel Geld, zusätzlich zu der ohnehin schon mega-teuren EV-Wirtschaft.




Perspektiven zu der [natürlichen!] Hitzewelle im Südwesten der USA

Joe Bastardi

Das gewaltige Inferno im Südwesten (das möchte ich gleich vorwegnehmen, damit man mir nicht vorwerfen kann, ich würde es herunterspielen) ist real und spektakulär.

Es werden neue Rekorde für die früheste Zeit seit Beginn der Aufzeichnungen aufgestellt. Aber vergessen wir nicht, dass wir in den Vereinigten Staaten auch schon einige Rekordschwankungen von warm nach kalt erlebt haben. Ja, der März war ein turbulenter Monat. Aber der März sollte turbulent sein. Es ist die Zeit, in der der hartnäckige Winter mit aller Kraft gegen den vorrückenden Sommer kämpft. Und es ist noch nicht vorbei, denn ich erwarte im April ebenfalls turbulentes Wetter, das bis Mitte oder Ende des Monats eine völlige Umkehrung des Wetterverlaufs mit sich bringen könnte.

Im Hintergrund spielen sich viele turbulente Dinge ab, sodass man ein turbulentes Ergebnis erwarten würde.

Aber ich möchte das relativieren.

Der Monat März ist bisher weltweit der KÜHLSTE seit 2021. Er liegt zwar immer noch 0,33 °C über dem 30-Jahres-Durchschnitt, aber deutlich unter den Werten der letzten vier Jahre.

Man kann leicht erkennen, wie stark die Temperatur seit dem großen El-Niño- und Tonga-Einfluss auf die Wasserdampfmenge gesunken ist:

Schauen wir uns diese Grafik einmal an. Die dunklen Linien stammen von mir, nicht von Dr. Roy; wenn Sie also mit meiner Einschätzung nicht einverstanden sind, geben Sie nicht Dr. Roy die Schuld. (Das ist Dr. Roy Spencer, aber für mich ist er eine solche Legende, dass er einfach nur Dr. Roy ist.) Sie stellen den sprunghaften Anstieg der Temperatur dar, der das Ergebnis starker El-Niño-Ereignisse ist.

Der Super-El-Niño von 1997–98 hatte den ersten Anstieg. Er markierte auch die Veränderung im Grundzustand des ENSO, bei dem La-Niña-Reaktionen, die versuchen, der Wärme entgegenzuwirken, stärker auftraten als die El-Niños. Viele Menschen glauben, dass La Niñas ein Abkühlungsprozess sind, und das sind sie auch im Verhältnis zu der Wärme, die ihnen vorausgeht. Doch wenn es zu einer kumulativen Wärmeansammlung kommt, setzt jedes El Niño einfach mehr Wärme frei. Daher die Steigerungsfunktion und die Reaktion von La Niñas auf die El Niños.

Man sieht ganz klar, dass es derzeit mehr La Niñas als El Niños gibt. Warum erwärmt sich die Erde dann? Weil die La Niñas eine Reaktion auf die Erwärmung sind. Sie sind sozusagen Pflaster auf einer Wunde, die sich aufgrund des erhöhten geothermischen Eintrags, sonnenbedingter Faktoren und der durch die verzerrte Erwärmung bedingten Wolkenlosigkeit in den Tropen erwärmt hat.

(Im Norden stärker als in den Ozeanen rund um den Äquator, insbesondere im tropischen Pazifik – das lässt sich zeigen, wenn man betrachtet, wie viel KÜHLER es in dem Jahrzehnt vor Beginn des geothermischen Einflusses war.)

Ich muss es so machen, weil wir 30-Jahres-Mittelwerte seit 1991 verwenden. Schauen wir uns also an, wo es kühler ist als diese Mittelwerte zuvor, und wir können sehen, wo die Erwärmung am stärksten ist – im Nordpazifik, nicht im tropischen zentralen und östlichen Pazifik. Was also passiert: Dort, wo es wärmer wird, sinkt der Luftdruck auf Meereshöhe, und wenn es sich westlich und nördlich des tropischen Pazifiks erwärmt, gibt es eine Tendenz zu stärkeren Ostwinden über dem tropischen Pazifik (verstärkte Ostwinde bedeuten La Niña). Die Abkühlung an der Westküste Südamerikas ist darauf zurückzuführen, dass bei stärkeren Ostwinden im Nordwesten dort ein Auftrieb stattfinden muss. Man beachte auch den Nordatlantik. Dort zeigt sich ein verzerrtes Muster im Vergleich zu früher, so dass die Rückkopplung anders sein muss. Eine geringe Erwärmung in den Tropen bei stärkerer Erwärmung im Norden würde bedeuten, dass sich die vertikalen Geschwindigkeitsmuster in den Tropen im Verhältnis zum gesamten System abschwächen, was durch Beobachtungen einer abgeschwächten Hadley-Zelle gestützt wird. Das ergibt vollkommen Sinn, wenn man sich das Wetter ansieht. Und wenn die vertikalen Geschwindigkeiten abgeschwächt und verteilt sind, gibt es weniger Wolken in den Tropen. Das bedeutet, dass mehr Sonnenstrahlung eindringt und zur Erwärmung beiträgt.

Dabei ist der CO₂-Eintrag seit den 1950er Jahren konstant geblieben, als die Werte bereits gesättigt waren. Warum also sollte seine Wirkung jetzt die Ursache für die Erwärmung sein, wo es doch offensichtliche natürliche Einflüsse gibt, die berücksichtigt werden müssten?

Natürlich frohlocken die Befürworter des vom Menschen verursachten Klimawandels und der Erwärmung angesichts eines starken El-Niño-Ereignisses – was mich erstaunt, denn wenn sie wissen, dass es El Niño ist, der die Temperaturen in die Höhe treibt, kann es nicht ihr Gott CO₂ sein, der dafür verantwortlich ist. Zumindest ist die sogenannte globale Temperatur, die im Vergleich zu Feuchtthermometern und Wasserdampf eine miserable Messgröße ist, offensichtlich eine steigende Funktion stärkerer El-Niño-Ereignungen, und beim letzten Mal kam noch die Wasserdampfzufuhr durch den Hunga Tonga hinzu. Wenn man versteht, dass es im Ozean zu einer kumulativen Wärmeansammlung gekommen ist, was sich gut am Aspekt des geothermischen Inputs erkennen lässt, dann sind El-Niños ein Weg, diese Wärme freizusetzen.

Diese Klimahysteriker sind doch ein Haufen Heuchler. Wenn ihr wirklich den CO₂-Ausstoß durch den Menschen stoppen wollt, dann baut Kernkraftwerke. Wie könnt ihr nur Sklaven einer veralteten, radikalen Schauspielerinnen-Mentalität sein (Jane Fonda und ihr „China-Syndrom“-Unsinn)? Wenn sie wirklich die Ursache aufspüren wollten, würden sie den Wasserdampf quantifizieren – DER EINEN DIREKTEN ZUSAMMENHANG MIT DER TEMPERATUR HAT, DEN JEDER METEOROLOGE IM LAND KENNEN SOLLTE – und sofort verstehen, warum das nicht nur für die Quantifizierung der Erwärmung so wichtig ist, sondern auch für das Wo und Warum derselben.

Was passiert, wenn man in einer Sauna Wasser auf die heißen Heizstäbe gießt? Nun, man bekommt einen Hitzeschwall ins Gesicht, aber wenn die Luft austrocknet, bleibt eine höhere Temperatur zurück. Einer unserer Ringer-Trainer (wir sitzen nach dem Training in der Sauna) hat es geschafft, die Temperatur in der Sauna um 13 Grad über die Thermostateinstellung hinaus zu steigern. Als er hier anfing, haben wir gewettet, wer die Temperatur am höchsten treiben kann. Und dann, wer am längsten drin bleiben kann (nicht das Team, die NCAA-Regeln verbieten es Athleten, in der Sauna zu sitzen). Wir sind ein wettbewerbsorientierter Haufen und ein bisschen schräg, aber er hat doch nie CO₂ draufgeschüttet, oder?

Grok drückt es so aus:

Wenn man bei einer bestimmten Temperatur eine große Menge Wasserdampf (Feuchtigkeit) in die Atmosphäre einleitet, stellt sich das System tatsächlich auf ein neues Gleichgewicht ein, sobald es zu einer nennenswerten Kondensation kommt, und dieser neue Zustand ist wärmer als zuvor.

Was sie also tun ist, dem eigentlichen Problem mit Strohmann-Argumenten auszuweichen. Lasst uns den CO₂-Ausstoß stoppen. Gut, dann bauen wir Kernkraftwerke und pflanzen Bäume, und die globalen CO₂-Senken werden ein Gleichgewicht erreichen. Aber nein. Quantifizieren wir doch den Wasserdampf. Nein, nur CO₂. Wie können die Leute das nicht durchschauen? Es geht nicht um das Wetter oder das Klima; es ist eine völlig andere Quelle, die nichts mit Klima und Wetter zu tun hat, sondern ausschließlich mit all den anderen Dingen, die heute vor sich gehen.

Aber nun zum eigentlichen Problem: dem Versäumnis, das Gesamtbild zu zeigen.

Schauen wir uns Nordamerika in der vergangenen Woche an, als die Rekorde im Südwesten durch die Decke gingen:

Man muss die Höchst-, Tiefst- und Durchschnittswerte genau anschauen.

[Es werden ABWEICHUNGEN {in Grad Fahrenheit} gezeigt! 21.183 ≈ +11,8 K; -22,392 ≈ -12,2 K. In den USA sind Temperatur-Extreme in beide Richtungen viel größer als hier in Mitteleuropa, und zwar aus den hier genannten Gründen. A. d. Übers.]

Ist das nicht bemerkenswert? Der Tiefstwert wies eine größere Abweichung auf als der Höchstwert, und der Durchschnittswert lag während dieser ganzen Zeit unter dem Normalwert für Nordamerika. Sie können sicher sein: Wenn das in Alaska passieren würde, würden sie damit werben – sie lieben es, damit zu werben, wenn es in Alaska warm ist (nicht dieses Jahr; einer ihrer kältesten Winter seit 40 Jahren und dröhnendes Schweigen). Aber auch hier zeigen sie nicht das ganze Bild.

Ich aber.

Und nächste Woche sollen die Temperaturen so sein:

Winter im Nordosten, Sommer im Südwesten. Der März in seiner ganzen Pracht – abgesehen davon, dass er in beide Richtungen Grenzen austestet, die einem Winter innewohnen, von dem bereits am 29. August gesagt wurde, dass viele große Dinge auf dem Tisch lägen.

Wird das Wetter extremer? Nun, eine Sache, die das Wetter immer tun wird ist, Grenzen auszutesten. Der von mir beschriebene Sauna-Effekt ist am Werk, und mit mehr Wasserdampf ist es dem System eigen, das zu sehen, was man sieht. ABER ES GIBT EIN GEGENGEWICHT. Und Menschen, die wegen der Hitze schreien, um darauf aufmerksam zu machen, zeigen nicht das ganze Bild.

Aber man kann von jetzt an bis in alle Ewigkeit so viel CO₂ in die Luft pumpen, wie man will – es ist nicht der ausschlaggebende Faktor. Es ist ganz offensichtlich Wasserdampf. Man muss sich nur in die Sauna setzen, Wasser auf die Heizschlangen gießen und beobachten, was passiert, wenn dieser Wasserdampf seinen Lauf nimmt

Allein die Tatsache, dass sie dem kommenden El Niño so entgegenfiebern, zeigt die Heuchelei des Ganzen, denn damit geben sie zu, dass es die Natur ist, nicht der Mensch, die das Klima steuert. Würde der Durchschnittsbürger aufmerksam sein, würde er erkennen, dass sie damit ihre eigenen Argumente untergraben.

Link: https://www.cfact.org/2026/03/24/perspective-on-natural-southwest-heat/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Der Iran-Krieg offenbart, wer in einer Fantasiewelt lebt

THE MANHATTAN CONTRARIAN

Ob man es nun gutheißt oder ablehnt – der Krieg im Iran hat zweifellos dazu geführt, dass einige der lächerlichen Phantastereien dieser Welt einer ordentlichen Portion Realität ausgesetzt wurden.

Nehmen wir UK als Beispiel. Nachdem es im späten 20. Jahrhundert einen umfassenden Sozialstaat eingeführt hatte (z. B. kostenlose Gesundheitsversorgung für alle!), setzt man dort seit dem Jahr 2000 voll und ganz auf die Idee eines Energiesystems ohne fossile Brennstoffe. Der Climate Change Act von 2008 – der mit überwältigender Mehrheit verabschiedet wurde einschließlich der Unterstützung aller großen politischen Parteien, – verpflichtete UK zu einer Reduzierung der CO₂-Emissionen um 80 % bis 2050. Dieses Mandat wurde dann 2019 geändert, um das rechtsverbindliche Ziel für 2050 auf die sogenannte „Netto-Null“-CO₂-Bilanz festzulegen. Diese Änderung wurde im Parlament praktisch einstimmig verabschiedet, ohne dass es überhaupt zu einer namentlichen Abstimmung kam.

Hier im 21. Jahrhundert hat Großbritannien seine „Netto-Null“-Phantasterei mit aller Macht verfolgt. Windkraftanlagen und Solaranlagen bedecken mittlerweile die Landschaft. Viele Kraftwerke, die Kohle oder andere fossile Brennstoffe nutzen, wurden stillgelegt. Am wichtigsten ist vielleicht, dass Großbritannien praktisch jegliche Exploration und Erschließung fossiler Energieträger innerhalb seiner eigenen Grenzen verboten hat, einschließlich der Offshore-Förderung in den Hoheitsgewässern. Obwohl es unter UK große Schiefergasvorkommen gibt, unterliegt das „Fracking“ zu deren Ausbeutung seit 2019 einem Moratorium, und die derzeitige Labour-Regierung hat geschworen, dieses Moratorium dauerhaft zu machen. Die derzeitige Regierung hat zudem keine neuen Lizenzen für Öl- oder Gasbohrungen in der Nordsee erteilt und erklärt, diese Politik fortzusetzen, obwohl im Rahmen bereits bestehender Lizenzen weiterhin in geringem Umfang gebohrt wird.

Die Logik dieser Politik scheint einfach zu sein: CO₂-Emissionen schaden der Umwelt, und schließlich können wir die gesamte Energie, die wir brauchen, aus den kostenlosen und reichlich vorhandenen Ressourcen Wind und Sonne beziehen.

In diesen Mix hat sich nun der Iran-Krieg und die Sperrung der Straße von Hormus eingemischt. Vielleicht waren die Dinge doch nicht so einfach wie es schien.

In den letzten Tagen ist es in UK zu einer gravierenden Knappheit an Flugbenzin gekommen. Die Knappheit beschränkt sich nicht auf UK, ist dort aber offenbar besonders akut. Aus der heutigen Ausgabe der Daily Mail:

Der Iran-Konflikt hat weiterhin verheerende Auswirkungen auf die Luftfahrtindustrie, und Großbritannien könnte bald mit einer Knappheit an Flugbenzin konfrontiert sein. Die letzte bekannte Lieferung von Flugbenzin aus dem Nahen Osten nach Großbritannien wird voraussichtlich innerhalb von 48 Stunden eintreffen, während die Sorge vor einer Verknappung innerhalb einer Woche wächst. Die Datenanbieter Kpler und Vortexa geben an, dass die Ladung auf dem unter libyscher Flagge fahrenden Schiff „Maetiga“ voraussichtlich am Donnerstag aus Saudi-Arabien in UK eintreffen wird. Die Blockade der Straße von Hormus aufgrund des anhaltenden Konflikts bedeute, dass keine weiteren Frachtladungen aus der Region in Richtung UK auf See zu sehen seien, fügten sie hinzu.

Was, Sie meinen, Wind und Sonne reichen nicht aus, um Flugzeuge anzutreiben? Es ist fast nicht zu glauben, wie naiv und realitätsfern diese Leute sind. Wind und Sonne reichen auch nicht aus, um Industrie, Landwirtschaft oder den Landverkehr am Laufen zu halten. Und ganz abgesehen davon reichen sie nicht aus, um kontinuierlich zuverlässigen Strom zu liefern – und das ist die einzige Art von Strom, die sich lohnt. Aber die unmittelbare Krise trifft gerade die Flugkraftstoffbranche.

Präsident Trump reagierte mit einer Botschaft, die Sie vielleicht gesehen haben, in der er Großbritannien und andere europäische Länder aufforderte: „Besorgt euch euer eigenes Öl.“ [hier in deutscher Übersetzung via Google Translate]:

Sie haben in einer Fantasiewelt gelebt, in der sie sich dank des Schutzschilds der USA nie der Realität stellen mussten. Sollte sich dies als das Ereignis erweisen, das dem Netto-Null-Unsinn ein Ende bereitet, umso besser.

Link: https://wattsupwiththat.com/2026/04/02/the-iran-war-reveals-who-is-living-in-a-fantasy-world/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Kältereport Nr. 14 /2026

Meldungen vom 30. März 2026:

Europa: Der Winter kehrt zurück

In den letzten Märztagen hat der Winter in weiten Teilen Europas wieder Einzug gehalten, begleitet von Neuschnee, Minustemperaturen und einem derzeit über den Alpen tobenden heftigen Sturm.

In der Region Elbasan in Zentralalbanien sorgte starker Schneefall für eine abrupte Rückkehr des Winters in Elbasan, Librazhd, Gramsh und Prrenjas, wo sich 25 cm Schnee ansammelten; in höheren Lagen, darunter im Nationalpark Shebenik, fielen noch größere Schneemengen.

Im Süden, in Griechenland, kam es zu Schneefällen über den Bergregionen von Epirus und Westmakedonien. Im Nordwesten Griechenlands herrschen eher für den Hochwinter als für Ende März typische Bedingungen, so dass Schneeräumdienste im Einsatz sind.

Im Osten, in den Alpen, entwickelt sich ein zweistufiger Sturmzyklus.

Eine erste, eher schwache Welle brachte in der Nacht zum Samstag 15 cm Schnee in den westlichen und nördlichen Gebirgsregionen, wobei die Schneefallgrenze auf 400 m sank, und in den meisten Skigebieten gab es Schneeverwehungen.

Das Hauptereignis erstreckt sich von Montagnachmittag bis Dienstagabend, wobei die Modelle nun weitgehend übereinstimmen: Die Schneefallgrenze sinkt von anfänglich etwa 900–1.100 m unter 500 m während der höchsten Intensität, wobei in den nördlichen und westlichen Alpen flächendeckend 35–60 cm erwartet werden, lokal sogar weit mehr.

In besonders betroffenen Gebieten könnten 80 cm erreicht werden, teilweise sogar bis zu 100 cm.

Die Situation hat sich bereits als gefährlich erwiesen.

Im Zillertal, einem Alpental östlich von Innsbruck im Westen Österreichs, wurden am Wochenende zwei Freerider von einer Schneebrettlawine verschüttet. Einer konnte sich befreien; der andere wurde aus 1,6 m Tiefe geborgen, aber für tot erklärt. Die Lawinengefahr wurde aufgrund der Neuschneelast auf Stufe 4 von 5 eingestuft. Mit diesem Todesfall steigt die Gesamtzahl der Todesopfer in Österreich in dieser Saison auf 30, fast doppelt so viele wie im 10-Jahres-Durchschnitt.

————————————-

Die Kälte erstreckt sich bis nach Nordafrika

Die gleiche Kaltluftmasse, die derzeit Schnee in Europa bringt, dringt nun nach Süden in Richtung Sahara vor.

Aktuelle Vorhersagen zeigen Temperaturabweichungen von etwa 15 °C unter dem Normalwert in Teilen Nordafrikas. Anstelle der üblichen Tageshöchsttemperaturen um die 25 °C könnten einige Regionen Mühe haben, zweistellige Werte (10 °C) zu erreichen.

Graphik: 500-hPa-Strömungsfeld (dünne Linien) und Temperatur-ABWEICHUNG am Boden lt. Farbskala rechts unten.

In den höheren Schichten dürfte ein sich bildendes Tiefdruckgebiet die Instabilität verstärken, wodurch Feuchtigkeit tief in die Wüstenregionen vordringen kann. Das Ergebnis ist eine seltene Wetterlage, die in Teilen der Sahara zu Niederschlägen führt.

Kalendertechnisch ist es zwar Ende März, doch in einem breiten Streifen von Mitteleuropa bis zur Sahara verhält sich die Atmosphäre ganz anders.

————————————-

Kaschmir: Viele Lawinen

Entlang der Autobahn zwischen Srinagar und Leh im Norden Indiens sind mehrere Lawinen abgegangen; dabei kamen sieben Menschen ums Leben und fünf weitere wurden verletzt, nachdem Fahrzeuge in der Nähe des Zojila-Passes unter Schnee und Geröll begraben worden waren.

Rettungskräfte wurden sofort entsandt und bemühten sich, den Schnee zu räumen und die unter den Trümmern Verschütteten zu lokalisieren.

Mit Blick auf die Zukunft werden häufig Wettersysteme von Westen her weiterhin über Nordindien ziehen, wodurch die Temperaturen niedrig bleiben und wahrscheinlich bis mindestens zum 20. April keine Hitzewellen im April auftreten werden – was in diesem Teil der Welt oft ein Problem zu Beginn der Saison darstellt.

Auch in den Ebenen hat sich der jahreszeitliche Temperaturanstieg verzögert.

————————————-

Kanada: Spätfrost in Quebec

In Nunavik, Quebec, wurde gerade eine extreme Kältewelle verzeichnet.

Die Region verzeichnet Rekordwerte für Ende März: In Renard Mine sank die Temperatur auf -45 °C, im Pingualuit-Nationalpark auf -40,7 °C, in den Monts de Puvirnituq auf -40,5 °C, in Akulivik auf -39,8 °C und in der Raglan-Mine auf -38,7 °C.

Zum Vergleich: Der bisherige Tiefstwert für den Monat April in Quebec liegt bei -40 °C. Doch schon jetzt, nur wenige Tage vor Ende des Monats, friert die Provinz bei -45 °C.

In weiten Teilen Kanadas lagen die Temperaturen in diesem März deutlich unter dem Normalwert.

Das gilt auch für Alaska.

Fairbanks beispielsweise ist auf dem besten Weg, den kältesten März seit Beginn der Aufzeichnungen (seit 1929) zu verzeichnen:

Niedrigster Wert in diesem Jahr: -11,8°F ≈ -24,3°C! {Höchster Wert im Jahr 1961 -3,2°F ≈ -19,6°C}

Link: https://electroverse.substack.com/p/winter-returns-to-europe-cold-extends?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

————————————-

Meldungen vom 31. März 2026:

Kanada: Auch Ende März im Griff arktischer Kälte

Der Winter hat Kanada nach wie vor fest im Griff.

In Rivière aux Feuilles, Nunavik, Quebec, sank die Temperatur am 30. März auf -43,3 °C – ein extremer Wert für diese späte Jahreszeit und rund 25 °C unter dem Durchschnitt. Zwei Tage vor April liegt dieser Wert nur 3,3 °C über dem absoluten April-Rekordwert für Quebec.

Das ist kein Einzelfall. In weiten Teilen Kanadas lagen die Temperaturen bis März deutlich unter dem Normalwert.

Und diese Wetterlage hält an.

Eine anhaltende Tiefdruckrinne über Kanada hält die arktische Luft fest, während in weiten Teilen der Vereinigten Staaten ein Hochdruckgebiet vorherrscht. Eine positive Arktische Oszillation drängt die Kälte praktisch in die hohen Breitengrade – mit Kanada im Zentrum.

Die Vorhersagen deuten auf kaum Veränderungen im April hin.

Unterdurchschnittliche Temperaturen werden voraussichtlich im ganzen Land anhalten.

Der Frühling mag laut Kalender bereits begonnen haben. Doch in ganz Kanada (sowie in Alaska, weiten Teilen Grönlands und Zentralsibiriens) ist der Winter noch nicht abgezogen.

————————————-

USA: April-Schnee südlich der Grenze zu Kanada

Diese Kälte wird in den kommenden Tagen im Süden etwas nachlassen, da Sturmsysteme in die USA ziehen.

Wärmere Luft drängt vom Golf nach Norden und lässt die Temperaturen in weiten Teilen des Ostens der USA steigen. Diese Wärme trifft jedoch auf die fest sitzende Kälte im Norden und wird zu einem aktiveren Wettergeschehen führen.

Bis Anfang April reihen sich mehrere Tiefdruckgebiete über den Mittleren Westen und die Region der Großen Seen auf, wobei auf der kalten Seite wieder Schnee fällt. Die Schneemengen nehmen im nördlichen Teil des Landes daher wieder zu.

————————————-

Alpen: Weitere starke Schneefälle

Am 30. und 31. März zog ein weiteres Tiefdruckgebiet über die europäischen Alpen hinweg und brachte an den Nordhängen verbreitet Schneefall.

Die Gesamtneuschneemengen liegen in höheren Lagen im Großen und Ganzen im Bereich von 50 cm, wobei es lokal zu höheren Werten gekommen ist.

Es hat bis auf 400 m hinab geschneit – ungewöhnlich tief für Ende März –, was sich stellenweise auch auf Talebene ausgewirkt hat.

Im März gab es mehrere Neuschneefälle, wobei jedes Wettersystem die bereits gut ausgebildete Schneedecke weiter erhöht hat.

Starke Winde – bis zu 120 km/h in den Höhenlagen – begleiteten den Schneefall, bildeten instabile Schneebretter und erhöhten die Lawinengefahr in exponierten Geländen.

Link: https://electroverse.substack.com/p/late-march-arctic-cold-grips-canada?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

————————————-

Meldungen vom 1. April 2026:

Alpen: Kein Ende der starken Schneefälle

In den europäischen Alpen hat sich der Neuschnee rasch angehäuft – vielerorts werden 50 cm gemeldet, lokal sogar doppelt so viel.

In höheren Lagen in Teilen Frankreichs, der Schweiz, Österreichs und der bayerischen Alpen wurden mehr als ein Meter gemessen.

Starke Höhenwinde haben den Schnee über die üblichen Gebiete hinaus verteilt und die Schneemengen bis in Regionen wie das Tessin getrieben.

Viele Skigebiete bieten nun, kurz vor April, wieder Bedingungen wie mitten im Winter. Gletscher und höhere Lagen – Sölden, Stubai, Zermatt, Val Thorens, Tignes – sind in bester Verfassung, mit tiefem Schnee und frischem Pulverschnee. Selbst Gebiete, die in der Spätsaison traditionell eher mäßige Bedingungen bieten, sind wieder ins Spiel gekommen, wie Ischgl, St. Anton, Engelberg und Verbier.

„Die Bedingungen sind besser als Mitte Februar“, sagte ein Skifahrer.

Die Rückkehr des Winters beschränkt sich nicht nur auf die Alpen. Weiter südlich hat das sonst so milde Sardinien im Mittelmeer gerade einen starken Kälteeinbruch erlebt.

Im Gennargentu-Gebirge ist Schnee gefallen; in Su Separadorgiu wurden auf rund 1.440 m Höhe -2,1 °C gemessen, und in weiten Teilen von Nuoro und Alta Gallura wurden Minustemperaturen gemeldet.

Oberhalb von 1.000 m hat sich Schnee festgesetzt – eine Seltenheit im Frühling.

Das Wetter war unbeständig, kalt und turbulent – eine Fortsetzung der allgemeinen Wetterlage in Europa, die in den letzten Wochen wiederholt Luft arktischen Ursprungs nach Süden getrieben hat.

————————————-

Nordamerika: Polarwirbel verstärkt sich wieder

Während ein Teil der Anomalie des Polarwirbels über die Labradorsee in Richtung Grönland verdrängt wird, taucht bereits ein weiterer hinter ihm auf – diesmal mit Ursprung in Sibirien, überquert die Arktis und zielt auf die gleiche Region ab. Das System lädt sich neu auf.

Der winterliche troposphärische Polarwirbel bleibt für diese Jahreszeit ungewöhnlich intensiv. In 500 mb sinken die Temperaturen in Teilen der nördlichen Hemisphäre immer noch auf rund -53 °C – Werte, die eher für den Hochwinter als für den April typisch sind.

Diese Kälte überträgt sich direkt auf die Erdoberfläche.

Die Vorhersagen bis in die erste Aprilwoche hinein zeigen weitreichende Schneefälle in Ontario, Quebec, dem Mittleren Westen und der Region der Großen Seen. In vielen Regionen sind Gesamtmengen von 30 bis 60 cm zu erwarten.

Eine anhaltende Tiefdruckrinne über Kanada wirkt wie ein Anker und zieht arktische Luft immer wieder nach Süden. Jedes Mal, wenn sich das Muster zu verschieben beginnt, strömt eine weitere Kaltluftwelle aus dem polaren Reservoir herab – und setzt das System zurück.

Dies ist kein normaler saisonaler Verlauf. Bis Ende März sollte sich der Wirbel eigentlich abschwächen und aufbrechen.

Stattdessen scheint der Winter endlos zu dauern – besonders im Norden, wo immer wieder Rekorde gebrochen werden.

Nehmen wir zum Beispiel British Columbia.

In Tofino fielen die Temperaturen kürzlich auf -3,2 °C und brachen damit einen 121 Jahre alten Rekord aus dem Jahr 1905 (Aufzeichnungen reichen bis 1896 zurück).

In Burns Lake sank die Temperatur auf -19,5 °C, in Chetwynd auf -19,9 °C und in Campbell River auf -4,6 °C – ebenfalls allesamt neue Tagesrekorde. Port Hardy, Squamish und Sechelt verzeichneten ebenfalls neue Tiefstwerte für Ende März, während Bella Bella seinen Rekord einstellte.

Dies sind keine vereinzelten Ausreißer. Der Kalender mag zwar April anzeigen, doch große Teile Kanadas bekommen keine Verschnaufpause.

————————————-

Nordindien: Seltene April-Kälte

Ein mäandrierender Jetstream wird ab dem 3. April eine Tiefdruckrinne nach Süden in Richtung des asiatischen Subkontinents führen. Diese Wetterlage wird kältere Luft ungewöhnlich weit nach Süden treiben und eine starke westliche Störung über Indien anfachen.

In den nördlichen und westlichen Regionen ist in wichtigen landwirtschaftlichen Gebieten mit einem Einbruch winterähnlichen Wetters zu rechnen. Auch in Zentralindien und Teilen der südlichen Halbinsel werden seltene und heftige Abendgewitter erwartet – und das in einem der trockensten Monate Indiens.

Die Rabi-Ernte, die kurz bevorsteht, ist anfällig für Kälte, Hagel und untypische Niederschläge.

Es ist mit weitreichenden Ernteschäden und -ausfällen zu rechnen.

Eine gekrümmte Jetstream-Strömung stört den saisonalen Übergang und verzögert den Beginn der beständigen Hitze vor dem Monsun. Anstelle eines stetigen Übergangs in den Sommer bleiben die Bedingungen bis Anfang April unbeständig, wobei die Hitze frühestens Mitte des Monats einsetzen dürfte.

Link: https://electroverse.substack.com/p/late-march-snow-buries-the-alps-as?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

————————————-

Meldungen vom 2. April 2026:

Östliches Kanada: April beginnt mit Rekord-Kälte

In Kanada werden weiterhin Tiefsttemperaturen unter -40 °C gemessen.

Schefferville in Quebec hat mit -40,4 °C einen neuen provinzweiten Kälterekord für den Monat April aufgestellt und damit die bisherige Bestmarke von -40 °C aus dem Jahr 1994 in Bonnard gebrochen (die Aufzeichnungen in Quebec reichen bis Ende des 19. Jahrhunderts zurück).

In der Nähe stellte Rivière aux Feuilles mit -39,8 °C einen neuen April-Rekord auf.

In Kuujjuarapik sank die Temperatur auf -36,2 °C und unterbot damit das bisherige April-Tief von -33,9 °C, das 1950 und 1970 gemessen worden war.

Weiter östlich erreichte der Wabush Lake in Labrador -35,3 °C – knapp unter den monatlichen und provinziellen April-Rekorden.

Dies ist kein Einzelfall. Es folgt auf einen außergewöhnlich kalten März im gesamten Norden Kanadas.

Weite Teile der Territorien, Ontarios, Quebecs und Labradors erlebten den kältesten Monat der Saison. Messstationen wie Rankin Inlet (seit 1953), Churchill (seit 1929) und Wabush (seit 1960) verzeichneten im März durchschnittliche Rekordtiefstwerte.

Diese Wetterlage hält weiter an. Die arktische Kaltluft hat sich im Norden festgesetzt, und es gibt kaum Anzeichen für einen normalen Saisonwechsel.

Und es ist nicht nur die Kälte.

Im Westen Kanadas fällt weiterhin Schnee. Skigebiete wie Banff Sunshine, Whistler Blackcomb und Lake Louise planen nun, bis in den Mai hinein geöffnet zu bleiben. Allein Marmot Basin verzeichnete in den letzten 7 Tagen 55 cm Neuschnee.

————————————-

Sahara: Außerordentliche Kälte

Eine seltene Kältewelle hat sich bis tief in die zentrale Sahara ausgebreitet und in Ländern wie Algerien zu Rekordtiefstwerten für den Monat April geführt.

Im Assekrem-Gebirge fielen die Temperaturen auf -6 °C – ein außergewöhnlicher Rekordwert für den April.

Weiter nördlich sank die Temperatur in Tamanrasset auf 2,3 °C – ebenfalls ein neuer Tiefstwert für den Monat April (seit den 1950er Jahren).

Im gesamten westlichen Sahel liegen die Temperaturen innerhalb von 2 °C der für April üblichen Werte.

————————————-

Italien und darüber hinaus: Seltene April-Schneefälle

In Roccacaramanico in Italien schneit es weiterhin außergewöhnlich stark, wobei sich bereits mehr als ein Meter Schnee angesammelt hat.

Im Mittelpunkt des Wettergeschehens steht das Apennin-Gebirge, wo feuchtwarme Mittelmeerluft auf die von Norden einströmende Kaltluft getroffen ist.

Schnee im April ist in dieser Region zwar nicht ungewöhnlich, wohl aber dessen Intensität.

Die Schneemengen haben rasch zugenommen, die Schneefallgrenze ist gesunken und die Schneedecke breitet sich über das Hochland der Abruzzen aus.

In den höheren Lagen herrschen wieder Bedingungen wie mitten im Winter.

In den Alpen hat es bis Anfang April weiter geschneit.

In der polnischen Tatra haben sich die Bedingungen drastisch verschlechtert: Tiefschnee, Sichtweiten nahe Null und instabile Hänge haben die Behörden dazu gezwungen, das Gebiet zu sperren. Die Schneehöhe hat stellenweise 1,8 m überschritten.

Alle 275 km Wanderwege im Tatra-Nationalpark wurden aufgrund der erhöhten Lawinengefahr gesperrt. Es gilt die Warnstufe 4 – die zweithöchste – was bedeutet, dass Lawinen bereits durch geringe zusätzliche Belastungen leicht ausgelöst werden können.

Link: https://electroverse.substack.com/p/april-opens-with-record-cold-across?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

————————————-

Meldungen vom 3. April 2026:

Alaska: Kältester Winter jemals in Fairbanks

Fairbanks hat gerade den kältesten Zeitraum von Dezember bis März seit Beginn der Aufzeichnungen verzeichnet.

Die Durchschnittstemperatur in der Saison 2025/26 lag bei nur -25,3 °C – der niedrigste Wert seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1904.

Von November bis März stieg die Temperatur zu keinem Zeitpunkt über den Gefrierpunkt – das ist das erste Mal, dass dies passiert ist. Der letzte Tag mit Temperaturen über dem Gefrierpunkt war der 31. Oktober.

Die saisonalen Werte sind extrem:

• 152 Tage mit Temperaturen bei oder unter dem Gefrierpunkt

• 66 Tage mit Höchsttemperaturen bei oder unter -17,8 °C

• 72 Tage mit Temperaturen bei oder unter -28,9 °C

• 52 Tage mit Temperaturen von -34,4 °C oder darunter

• 31 Tage mit Temperaturen von -40 °C oder darunter

Temperaturspanne: –13,6°F ≈ –25,3°C; –8,8°F ≈ –22,7°C. A. d. Übers.

Diese Kälteperiode endete am Donnerstag um 17:05 Uhr, als die Temperatur +0,6 °C erreichte. Sie dauerte 152 Tage und stellte damit den Rekord für die späteste erste Temperatur über dem Gefrierpunkt in einer Saison ein.

Auch die Schneemenge war beeindruckend: 235 cm, was Platz 12 in der 122-jährigen Aufzeichnungsgeschichte bedeutet.

So sah es diesen Winter in weiten Teilen Alaskas und auch in weiten Teilen Kanadas aus…

Neben Rankin Inlet (NU), Churchill (MB) und Wabush (NL) (wie gestern erwähnt) verzeichnete auch Dawson (YK) den kältesten März seit Beginn der Aufzeichnungen (Daten seit 1901). Der Monatsdurchschnitt lag bei -23 °C, ganze 10,4 °C unter dem Durchschnitt für den Monat März und sogar etwa 2 °C kälter als ein typischer Februar.

Fairbanks und andere Stationen liegen im Zentrum Alaskas weitab von irgendwelchen Küsten. Warum Kälterekorde dort – vor allem in dieser Größenordnung – ein ganz anderes Gewicht haben als Kälterekorde irgendwo in den Mittleren Breiten wird in einem Anhang am Ende dieses Reports erläutert. A. d. Übers.

————————————-

Frankreich: April-Frost gefährdet Weinanbaugebiete

Die Weinregionen Frankreichs haben mit Frost Anfang April zu kämpfen; in Chablis im Departement Yonne sind die Temperaturen bis auf -3 °C gesunken.

Die Winzer ergreifen Notfallmaßnahmen.

Über Nacht werden in den Weinbergen Tausende von Brennern entzündet in der Hoffnung, die Temperaturen gerade so weit anzuheben, dass die frisch gebildeten Knospen geschützt werden. Ein Temperatursturz unter den Gefrierpunkt kann das frühe Wachstum zerstören und die Erträge drastisch verringern.

Chablis ist besonders gefährdet.

Als eine der nördlichsten Weinregionen Frankreichs ist sie während des Austriebs besonders anfällig.

Doch das Risiko erstreckt sich über Burgund hinaus.

Für Zentral- und Ostfrankreich, einschließlich der Champagne und Teilen des Loire-Tals, wurden Frostwarnungen ausgegeben.

Die Tiefsttemperaturen am 2. April fielen auf -6,8 °C in Mourmelon-le-Grand (Marne), -5,9 °C in Chaumont (Haute-Marne) und -3,9 °C in Troyes (Aube) – allesamt mitten in wichtigen Weinbaugebieten.

Hier ist Bagneux-la-Fosse im Departement Aube:

Auch jenseits der Grenze, in Westdeutschland und der Schweiz, entzünden die Winzer Frostfeuer.

————————————-

Alpen: Weiterer Schneezuwachs in höheren Lagen

Während die tiefer gelegenen Regionen Europas unter untypischem Frost leiden, kommt es in den Bergen zu weiteren starken Schneefällen.

In den Alpen haben die jüngsten Stürme in Frankreich, der Schweiz, Österreich und Norditalien für Neuschnee gesorgt, wobei die Schneehöhen in den höheren Lagen weiterhin die 1-Meter-Marke überschreiten.

Skigebiete, in denen normalerweise der Schnee im Frühling weicher wird, erleben stattdessen bis in den April hinein anhaltende winterliche Bedingungen.

Und das betrifft nicht nur die Alpen.

Im Osten verzeichnen die polnischen Tatra-Berge Schneehöhen über 1,8 m.

Im Westen hingegen verzeichnen auch die Pyrenäen sehr starke Schneefälle in und um Orte wie Font-Romeu.

Link: https://electroverse.substack.com/p/fairbanks-just-logged-its-coldest?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

Wird fortgesetzt mit Kältereport Nr. 15 / 2026

Redaktionsschluss für diesen Report: 3. April 2026

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Anhang: Warum die Kälte in Kanada so bedeutsam ist

In den Mittleren Breiten, also auch hierzulande, ist es entscheidend von der Wetterlage abhängig, ob Kälte- oder auch Wärmerekorde auftreten, je nachdem, wie lange die entsprechenden Luftmassen advehiert werden (Advektion = horizontaler Austausch von Luftmassen; Konvektion = vertikaler Austausch von Luftmassen). Kowatsch & Baritz haben in verschiedenen Arbeiten die Häufung von Südwestlagen in Mitteleuropa nachgewiesen, die natürlich zu milderen/wärmeren Bedingungen führen.

Im Zentrum des Kältepols über Kanada gibt es jedoch kaum oder gar keine Advektion. Milde Luftmassen vom Pazifik können die Gebiete in der geographischen Mitte von Alaska Fairbanks) nicht erreichen. Die erwähnte extreme Kälte in jenen Gebieten kann also nicht durch das Vorherrschen bestimmter Luftmassen erklärt werden, einfach weil es keinen Austausch derselben gibt. Das heißt, dass die Kälte diesmal besonders intensiv war.

Für den Kältepol über der Antarktis gilt natürlich Entsprechendes. Diese findet zwar im Gegensatz zur vorigen Ausgabe (Nr. 13 / 2026) hier keine Erwähnung, wohl aber in der vorigen Ausgabe. Offenbar ist die Abkühlung im Zentrum der Kältepole ein Vorgang an beiden Polen – was immer das auch zur Folge hat.