Oktobererwärmung in Deutschland, erst in den letzten 3 Jahrzehnten markant und angenehm. Teil 2

Von Josef Kowatsch, Matthias Baritz

  • Zwischen dem CO₂-Konzentrationsverlauf und dem Oktobertemperaturverlauf besteht keine Korrelation und somit auch keine Ursache–Wirkung-Kausalität.

Teil 1 steht hier.

Im Teil 1 haben wir anhand der Temperaturreihen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) gezeigt, dass die Oktobererwärmung erst 1988 begann, das war übrigens in ganz Mittel- West- und Nordeuropa so.

In diesem Teil 2 ergänzen wir den Temperaturverlauf durch die Mitbetrachtung der Tageshöchst- und der nächtlichen Tiefsttemperaturen über die letzten 80 Jahre.

Noch niemals wurden solchen Grafiken wie sie nun im Teil 2 gezeigt werden von den Anhängern der Treibhauskirche, vom Deutschen Wetterdienst, vom PIK Potsdam oder den Medien veröffentlicht. Auch die Sozialen Medien wie „Nius“ informieren sich wohl nicht bei EIKE.

Wir vermuten: Man lässt seitens der Treibhauskirche die unterschiedliche Entwicklung der Tag/Nachttemperaturen wohl bewusst weg, weil sie ganz und gar dem CO₂-Treibhaushypothese, die fast alle Erwärmung auf CO₂ zurückführt, widersprechen.

Nicht einmal die Grafik 1 aus Teil 1 unserer Arbeit wird so aufgeschlüsselt in 2 Zeitabschnitten gezeigt, weil die Erwärmung erst 1988 begann. Das widerspricht bereits dem Glauben an ausschließlich durch CO₂ verursachte Erwärmung.

Grafik 1: Der Monat Oktober wurde seit dem Jahre 1942 laut den Daten des DWD 45 Jahre lang überhaupt nicht wärmer. Erst seit 1988, eigentlich erst ab 1995 beginnt die Erwärmung. Und auf diesem Niveau hält sich der Oktober seit knapp 30 Jahren.

Interessant ist nun die Aufschlüsselung der Oktobertemperaturen in Tag- und Nachtvergleiche, die wir als Tmin und Tmax darstellen werden.

Tmin ist der Durchschnitt aller täglichen Minimumtemperaturen, meist kurz vor Sonnenaufgang, Tmax der Durchschnitt aller täglichen Maximumtemperaturen.

Leider bietet der Deutsche Wetterdienst für seine ca 2500 Wetterstationen keine Tages- und Nachttemperaturen bereits ausgerechnet im Schnitt seit 1942 an, so dass wir auf Einzelwetterstationen zurückgreifen müssen. Wir haben knapp 540 Wetterstationen aufsummiert, eine zeitraubende Arbeit. Jedoch erst seit 1947, denn nach dem Kriege hat der DWD bedingt durch die neuen Außengrenzen, neue Wetterstationen hinzugefügt und ältere entfernt. Und nach der Einheit musste wieder umsortiert werden. Und es gibt halt seit 1947 nicht mehr Stationen, die schon damals und auch noch heute alle drei Parameter messen. Aber: Nur der Name blieb erhalten, die Stationen wurden vollkommen geändert, und zwar in vielerlei Hinsicht:

Vom DWD wurde eine einheitliche Messmethodenerfassung aller Wetterstationen eingeführt, d.h. Die Daten vor 2000 sind alle analog in der früher gebräuchlichen Wetterhütte gemessen, und diese stand auch noch dort, wo der Ableser diese halt nach eigenem Gutdünken und Platz hinstellte. Meistens nicht ganztägig in der Sonne.

Die jetzigen Stationen müssen ganztägig sonnenbeschienen sein, von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang.

Deutschland, Oktoberverlauf seit 1947, gleichzeitige Mitbetrachtung der nächtlichen Tiefsttemperaturen und der Tages-Höchsttemperaturen

Grafik 2: Oben in grau die Oktober Tmax-Schnitte, 31 Schnitte aller 537 Stationen bilden dann ein Oktober-Jahr, ebenso werden die anderen beiden Trendlinien errechnet über die letzten 79 Jahre. Aus den beiden ähnlichen Gesamtsteigungen bei Grafik 1 und hier bei den Tagesschnitten schließen wir auf eine weitgehende Stimmigkeit der Tag/Nachtsteigungen.

Noch anzumerken: Diese Grafiken bietet der DWD nirgendwo an und den bezahlten Klimawandelforschern z.B. beim PIK Potsdam oder all den Wetterterlis ist die Arbeit wohl zu zeitaufwendig. Oder? Oder wollen sie das gar nicht wissen, weil die Graphen ihrem Treibhausglauben und ihrem bezahlten Auftrag bei ARD/ZDF widersprechen?

Überraschung:

  1. Die Tagestemperaturen Tmax fallen von 1947 bis 1987 ganze 40 Jahre lang, bevor sich ab 1988 die Regressionslinie umdreht und stark ansteigt.
  2. Auch die nächtlich gemessenen Tmin-Temperaturen steigen, aber viel weniger stark.
  3. Die Schere zwischen Tag/Nacht schließt sich bis 1987, ab 1988 öffnet sie sich.

Solche Fakten kann man nur mit natürlichen Ursachen eines ständigen Klimawandels erklären, jedoch keinesfalls mit CO₂. Das Klima bedarf noch etlicher Forschung. Aber sicher spielen hierbei die Häufigkeitsabnahme der trüben und/oder nebligen Tage sowie die Häufung südlicher Großwetterlagen nach 1988 mit, siehe Grafik 4.

Anmerkung. Bei allen dieser 540 Stationen hat sich seit 1947 der Standort wärmend verändert.

Man kann jedoch Einzelstationen, die fast unverändert blieben, gut betrachten und auswerten, jeweils im Vergleich zum DWD-Gesamtbild. Wir beginnen für diese Betrachtung erst ab 1988, dem eigentlichen Beginn der Klimaerwärmung in Mittel- und Westeuropa. Zudem haben sich die Standorte in diesem Zeitraum weniger wärmend verändert als bei einer Betrachtung über 80 Jahre. Lediglich die Messmethodenerfassung der 24-h-Tagestemperatur wird nun digital und rundum erfasst, auch wurde die Messung in der einstigen englischen Wetterhütte abgeschafft. Beginnen wir mit:

DWD-Station Dachwig (wärmeinselarm) – der Föhn vom Thüringer Wald regiert mit.

Die relativ wärmeinselarme Station Dachwig liegt in einer Senke des Jordan-Baches nordwestlich Erfurts nicht weit vom Thüringer Wald entfernt. Aufgrund der starken Häufigkeitszunahme der erwärmend wirkenden, zu Föhn im Lee des Thüringer Waldes neigenden Süd- und Südwestlagen war hier, anders als bei Amtsberg, wo im Herbst der „Böhmische Wind“ kühlend wirkt, eigentlich eine starke Erwärmung auch bei den Minima zu erwarten, aber die zeigt sich nur bei den Maxi- und den Mittelwerten. Die mittleren Minima erwärmten sich nur unwesentlich (im Vergleich zu 2001, 2006 und 2017, die über 8°C erreichten, wurden 2022 nur 6,2°C erreicht). Offenbar war der SW-Föhn nicht stark genug, um die Bildung einer bodennahen Kaltluftschicht durch nächtliche Ausstrahlung gänzlich zu verhindern. Andererseits war der Föhn tagsüber stark genug, um mit Warmluftadvektion und einer schwächer werdenden Oktobersonne noch einen Sommertag und neun Tage mit mindestens 20°C (Maximum-Temperaturen) zu erzeugen.

In seinen Beiträgen zum extrem sonnigen Ausnahme-März 2022 hatte KÄMPFE schon auf die enorme Bedeutung der Stationslage auf das Temperaturverhalten hingewiesen; unter anderem zeigte es sich, dass Stationen in Senken und Tallagen in letzter Zeit zu verstärkter nächtlicher Abkühlung neigen, welche aber mitunter von Föhn-Effekten verschleiert wird; Näheres zu der umfangreichen Problematik hier.

Grafik 3: In Dachwig (Thür. Becken) zeigen sich die stark steigenden gemittelten Maxima bei viel geringer steigenden Minima. In vielen anderen Monaten fallen bei Dachwig die mittleren Minima sogar, weil in ihnen S- und SW-Lagen viel seltener sind als im Oktober.

Das wird uns die nächste Grafik von Stefan Kämpfe noch besser verdeutlichen.

Grafik 4: Langfristig bewirkte die Häufigkeitszunahme der Großwetterlagen mit südlichem Strömungsanteil (rot) einen wesentlichen Teil der Oktober-Erwärmung in Deutschland; kalte Nord- und Ostlagen wurden hingegen viel seltener. Stationen an den Nordostseiten der Gebirge, wie etwa Dachwig, profitierten besonders von dieser Entwicklung (Föhn).

Erkenntnis: Dieses unterschiedliche Verhalten von Tages- und Nachttemperaturen ist mit keinerlei CO₂-Treibhauserwärmungstheorie erklärbar

Beispiel 2: Amtsberg in Sachsen, WI-arm, aber vom Böhmischen Wind beeinflusst.

Die Privat-Wetterstation Amtsberg in Sachsen am Fuße des Erzgebirges ist eine WI-arme Station, auch die Daten werden noch in der englischen Wetterhütte erhoben, erst seit 2005 kam die automatische digitale 24-Stundenerfassung dazu. Da die Wetterstation jedoch im Betrachtungszeitraum unverändert am selben Platz steht und sich auch deren weite Umgebung nicht verändert hat, sind wenigstens die Standortbedingungen seit Messbeginn fast gleich geblieben, so dass man die Daten der Station gut mich sich selbst und mit früher vergleichen kann.

Grafik 5a: Der Oktoberschnitt (rote Trendlinie) zeigt auch in Amtsberg eine Erwärmung von 1,2 Grad seit 1988. Aber wie in Dachwig verhalten sich die drei Trendlinien vollkommen unterschiedlich in ihrer Steigung. Tmax steigt viel stärker als Tmin, große Scherenöffnung.

Der Unterschied dieser WI-armen Privatstation zur Entwicklung vom Schnitt der DWD-Wetterstationen für Deutschland soll hier extra verdeutlicht werden

Grafik 5b: Man beachte die Steigungsformeln.

Tmax von Amtsberg steigt gleich stark, bzw. sogar etwas stärker als DWD-Deutschland. Die nächtlichen Tmin steigen schwächer bei Amstberg.

Beispiel 3: München/Stadt, eine ausgesprochene städtische Wärmeinselstation mitten in der Großstadt.

Grafik 6: Die Oktobererwärmung seit 1988 fand auch mitten in der Stadt München fast nur tagsüber statt. Nur bei den Tmax tagsüber steigt die Trendlinie steil. In der Nacht fast nicht. Beachte den letzten Wert für den Oktober 2025. Tagsüber viel kälter gegenüber den letzten beiden Jahren. Die Scherenöffnung zwischen Tmax/Tmin wird in den letzten Jahren kleiner (Warum?)

Insgesamt ist doch ein starker Temperaturanstieg tagsüber zu verzeichnen, der Grund sind die Sonnenstunden mitten in der großen Wärmeinsel, die im Gegensatz zum restlichen Deutschland leicht zunehmen.

Grafik 7: Im Gegensatz zu Dachwig und zum DWD-Schnitt sind in München die Oktober-Sonnenstunden seit 1988 leicht gestiegen, möglicherweise durch häufigeren Föhn. Allerdings war 2024 und 2025 auch in München wenig Sonne. Das erklärt wohl auch den eher niedrigen Wert der Tageshöchsttemperatur.

Gleichzeitig sind in der „Betonwüste“ München die Niederschläge schon seit Anfang der 90er Jahre rückläufig, die Trockenheit erzeugt zusammen mit der Zunahme der wärmenden Wohnbebauung, Flächenversiegelung und Kanalisation der Niederschläge auch weniger kühlenden Nebel in der City.

Beispiel 4: Düsseldorf, Der selbst ernannte und gut bezahlte CO₂-RTL-Experte Christian Häckl behauptet sogar, die Nächte würden sich stärker erwärmen wie die Tage, rein von seiner CO₂-Theorieüberzeugung so daher geschwätzt. Siehe RTL-Häckl im Oktober 2020.

Grafik 8: Im Gegensatz zur CO₂-Treibhaustheorie des RTL-Klimaexperten Häckl verhalten sich auch in Düsseldorf die Temperaturen genau umgekehrt. Die Tageshöchsttemperaturen steigen stärker als die nächtlichen Tiefsttemperaturen.

Ergebnisse: Die Oktober-Erwärmung seit 1988 findet hauptsächlich nur am Tage statt sogar im ländlichen Amtsberg mit fast 0,8 K/Jahrzehnt. Die Nächte blieben eher kühl und zeigten weniger Erwärmung.

Erkenntnis: Dieses unterschiedliche Verhalten von Tages- und Nachttemperaturen ist mit keinerlei CO₂-Treibhauserwärmungstheorie erklärbar. Im Gegenteil, diese Temperaturverläufe widerlegen den CO₂-Treibhauseffekt

Kohlendioxid kann doch tagsüber nicht stark erwärmend wirken und nachts nicht. Und das auch erst seit 1988. Davor war es genau umgekehrt. Solche Gaseigenschaften gibt es nicht.

Noch besser zeigt sich das unterschiedliche Verhalten der Tages- und Nachttemperaturen, wenn man die Zeitreihe bei 1943 beginnen lässt, hier Buchen im Odenwald:

Grafik 9: DWD Station Buchen: bis 1987 steigt die Tmin-Trendlinie und fällt danach, bei der Tmax-Trendlinie ist es genau umgekehrt. Immerhin, in Buchen wurden die Oktobernächte seit 1988 leicht kälter.

Grafik 10: Bei der DWD Station Augsburg ähnliche Temperatur-Trendlinien wie bei DWD-Buchen.

Aufforderung: Die bisher Treibhauserwärmungsüberzeugten sollten endlich einen Schlussstrich ziehen und ihren falschen Glauben über angeblich stark wärmende Treibhausgase verwerfen. Treibhausgase können nachts doch nicht kühlen!!!

Pech für solche Leute, wenn man dann auch noch ohne nachzuprüfen aufgrund seiner vermeintlich physikalischen Kenntnisse das Gegenteil behauptet als die Wetterstation vor der eigenen Nase zeigt, siehe CO₂-RTL-Treibhausexperte Christian Häckl.

Richtig bleiben natürlich die physikalischen Grundlagen des CO₂-Moleküls und die sollen von uns nicht bestritten werden: Die IR-Rot-Absorption einiger Gase, die in Deutschland irrtümlich Treibhausgase benannt werden, gibt es. Diese IR-Absorption ist physikalisch nachweisbar, aber die behauptete große Erwärmung der Atmosphäre durch Treibhausgase, die Thermalisierung der Luft ist nicht nachweisbar und ist nichts als ein Glaubensgebot der Treibhausglaubenskirche. Unsere Graphiken, gezeichnet nach den Original DWD-Temperaturerhebungen beweisen erneut, dass die Treibhauserwärmungskirche uns nur mit einem Geschäftsmodell Angst macht. Und genau das ist deren perfide Absicht.

Sieben weitere Gründe: Gegen diese CO₂-Erwärmungs-Hypothese mit einer behaupteten Klimasensitivität von 2 bis 5 Grad, gibt es bis jetzt

1) keine Versuchsbeweise für die Glaubenserwärmung, aber auch

2) keine natürlichen Erwärmungs-Hotspots in freier Natur, wo naturbedingt plötzlich große Mengen an Treibhausgasen freigesetzt werden wie vor einem Jahr beim ungewollten Großversuch mit dem ausströmenden Methan über der Ostsee. Und es gibt auch

3) keine technische Anwendung, die auf dem Treibhaus-Erwärmungseffekt beruht. Und

4) alle DWD Temperatur-Grafiken können nur für kurze Zeiträume Korrelationen mit dem steigenden CO₂-Gehalt in der Atmosphäre finden.

5) Insbesondere begann die Klimaerwärmung in Mitteleuropa nicht nach der Kleinen Eiszeit, sondern durch einen Temperatursprung 1987/88 und danach die steile Weitererwärmung. (Der Oktober hat keinen Temperatursprung aber seit 1988 die Erwärmung.)

6) Dabei sind vor allem im Sommer bis in die Herbst hinein nur die Tagestemperaturen seit 1988 gestiegen, die Nachttemperaturen kaum oder gar nicht.

7) Die stark gestiegenen Tagestemperaturen dieser sechs Monate sind der Hauptgrund für die allgemeine Klimaerwärmung in Mitteleuropa seit 1988.

Folge: Ein politisch gewolltes Absenken der jährlich gemessenen CO₂-ppm-Zuwachsraten wäre somit vollkommen unnütz, weil wirkungslos, zudem sehr teuer und sollte unterlassen werden.

Die letzte Generation sowie viele Bürger Deutschlands sind ein Opfer der CO₂- Klimaangstpropaganda. Wir sind weit entfernt von irgendwelchen irdischen Erwärmungs-Katastrophen aufgrund der CO₂-Zunahme.

Diese Klimapropaganda ist ein Geschäftsmodell ähnlich dem Ablasshandelsmodell der Kirche im Mittelalter. Die kirchlichen Mainstream-Wissenschaftler vor 700 Jahren haben den Begriff Erbsünde und Fegefeuer eigens erfunden, um den Leuten Angst einzujagen. Heute heißen die Begriffe Treibhausgas, Klimakipppunkte und ständige Erderhitzung.

Auch die seit 1979 mit Satelliten gemessene globale Erwärmung ist erst recht kein Grund zur Beunruhigung, wenn man die Anstiegswerte nicht in Hundertstel-Grad aufträgt, sondern sie ins Klimageschehen der Erdgeschichte einreiht. Und die Satelliten-Messungen begannen auf dem Höhepunkt einer Abkühlungsphase – dem „Seventies Cooling“.

Grafik 11: Die momentan global ermittelten Temperaturen sind weit entfernt von einem Hitzetod der Erde. Die „letzte Generation“ ist auch ein Opfer übertriebener und entstellter Grafiken. Das Geschäftsmodell Treibhaus betreibt auch „Grafikpanik“

Fazit: Die seit 1988 bei uns stattfindende Erwärmung hat andere Gründe:

  1. Die natürlichen Grüne sind der Anstieg der Sonnenstunden, auch wegen den Luftreinhaltemaßnahmen die Zunahme der Sonnenintensität, sowie die Zunahme der SW-Wetterlagen.
  2. Stetige Wärmeinselzunahme: 15% der Deutschlandfläche sind inzwischen bebaut und versiegelt, täglich kommen ca. 50 ha dazu: Siehe BodenverbrauchAktueller_Stand: 51 000 km²

Und so fressen sich die Wärmeinseln in die einst freie Landschaft hinein und erwärmen sie weiter. Das aufgefangene Wasser wird über unterirdische Kanäle und offene Gräben über Bäche ins Meer abgeleitet. Eine Grundwasserneubildung kann nicht mehr stattfinden. Deutschlands Böden trocknen aus und die einstige Verdunstungskühlung geht verloren. Eindrucksvoll bewiesen durch folgendes Landschaftsbild.

Bild: Schwäbische Zeitung. Ausbau von Stuttgart 21, wo einst Wald und Wiesen waren ist der Boden asphaltiert. Tagsüber heizen sich die Wärmeinseltrassen auf, die einstige Verdunstungskühlung existiert nicht mehr, weil der Niederschlag sofort aufgefangen und in Bäche und Flüsse abgeleitet wird.

Natürlich bestreiten wir nicht die momentane stattfindende Erwärmung, sie hat beim Oktober in Deutschland seit dem Temperatursprung 1988 natürliche Ursachen (mehr SW-Wetterlagen) und vom Menschen verursachte. CO₂ kann doch nicht erst seit 1988 wirken!!

Wir versuchen die Erwärmung mit wissenschaftlich erhobenen Fakten zu erklären und die wären bei Kohlendioxid: CO₂ wirkt allerhöchstens in homöopathischen Dosen mit.

CO₂ ist ein lebensnotwendiges Gas für die Photosynthese und das Pflanzenwachstum auf dieser Erde. Die Schöpfung der Erde ist auf Kohlenstoff und Kohlendioxid aufgebaut. Ein weiterer CO₂-Anstieg hätte positive Wirkungen für das Leben und wäre wünschenswert.

Ebenso wünschenswert wäre, wenn der Oktober weiterhin so prächtig ausfallen würde wie bis vor 3 Jahren. Der Monat mit seinen herrlichen Farben war für Naturliebhaber Balsam für die Seele. Von einer Klimakatastrophe oder gar von Klima-Kipppunkten sind wir weit entfernt.

Der fast überall auf der Welt steigende WI-Effekt der Landmassen ist der tatsächlich anthropogene Anteil an der Erwärmung und nicht der wirkungslose nicht nachweisbare CO₂-Effekt. Es handelt sich um eine CO₂-Klimalüge. Will man den vom Menschen verursachten WI-Effekt zurückfahren, dann muss die Flächen versiegelnde Naturzerstörung und die Trockenlegung der Landschaft eingestellt werden, nicht nur in Deutschland.

Anstatt sich sinnlose CO₂-Einsparungen zu überlegen, sollten die Umweltministerien der Länder sofort einen Ideenwettbewerb starten wie man den Niederschlag wieder in der freien Landschaft, in den Städten und Gemeinden halten und versickern lassen kann, damit wenigstens die Verdunstungskühlung der Landschaft erhalten wird.

Die Klimaerwärmung brachte Deutschland bisher nur Vorteile, leider seit einigen Jahren in der Jahreszeit Sommer nur noch eingeschränkt. Deshalb sind gerade die jungen Leute aufgefordert, sich am regen Ideenwettbewerb gegen die Versteppung und Austrocknung Deutschlands im Sommer zu beteiligen. Wir haben hier vorläufig 15 Vorschläge erarbeitet.

Wir brauchen mehr CO₂ in der Atmosphäre

Eine positive Eigenschaft hat die CO-Zunahme der Atmosphäre. Es ist das notwendige Wachstums- und Düngemittel aller Pflanzen, mehr CO führt zu einem beschleunigten Wachstum, steigert die Hektarerträge und bekämpft somit den Hunger in der Welt. Ohne Kohlendioxid wäre die Erde kahl wie der Mond. Das Leben auf der Erde braucht Wasser, Sauerstoff, ausreichend Kohlendioxid und eine angenehm milde Temperatur. Der optimale CO-gehalt der Atmosphäre liegt etwa bei 800 bis 1000ppm, das sind 0,1%. Nicht nur für das Pflanzenwachstum, also auch für uns eine Art Wohlfühlfaktor. Von dieser Idealkonzentration sind wir derzeit weit entfernt. Das Leben auf der Erde braucht mehr und nicht weniger CO in der Luft. Untersuchungen der NASA bestätigen dies (auch hier) Und vor allem dieser Versuchsbeweis.

Grafik 12: Noch ist die Flora und Fauna auf diesem Planeten nicht gerettet. Wir haben bisher erst die CO₂-Konzentrationsabnahme stoppen können. Ein deutlicher CO₂-Aufwärtstrend, eine Konzentrationszunahme auf den optimalen Wert für Flora und Fauna ist noch nicht erkennbar

Es wird Zeit, dass endlich Natur- und Umweltschutz in den Mittelpunkt des politischen Handelns gerückt werden und nicht das teure Geschäftsmodell Klimaschutz, das keinerlei Klima schützt, sondern über gesteuerte Panik- und Angstmache auf unser Geld zielt. Das ist eine erfundene CO₂-Klimalüge. Gegen die Terrorgruppen „letzte Generation“ und „Antifa“ muss mit allen gesetzlichen Mitteln vorgegangen werden, da die Gruppen keine Natur- und Umweltschützer sind, sondern bezahlte Chaosanstifter. Abzocke ohne Gegenleistung nennt man das Geschäftsmodell, das ähnlich wie das Sündenablassmodell der Kirche im Mittelalter funktioniert. Ausführlich hier beschrieben.

Es wird Zeit, dass wir all den erlogenen dreisten Falschbehauptungen einer gefährlichen CO₂-Klimapanik ein Ende machen. Und zwar jeder auf seinem Weg und nach seinen Fähigkeiten. Bitte sofort beginnen.

Matthias Baritz, Naturschützer und Naturwissenschaftler

Josef Kowatsch, aktiver Naturschützer und unabhängiger, weil unbezahlter Klimaforscher.

 




Die falschen Temperaturangaben, welche die alarmistische Agenda der COP30 stützen

Chris Morrison, THE DAILY SCEPTIC

In den nächsten zwei Wochen der COP30 werden drei beliebte Klimaszenarien unermüdlich verbreitet werden, um die schnell verblassende Phantasterei der radikalen Linken vom Netto-Null-Ziel zu fördern. Diese sind: das Überschreiten einer globalen „Schwelle” von 1,5 °C, was zu einem Temperaturanstieg führt, der außer Kontrolle gerät; vom Menschen verursachte Kipppunkte, die unvorstellbare Naturkatastrophen hervorrufen; und die Zuordnung einzelner Unwetterereignisse zum Einsatz natürlicher Kohlenwasserstoffe. Die Zahl 1,5 °C ist eine bedeutungslose Zahl, die von Politikern und Aktivisten erfunden wurde, um die Aufmerksamkeit auf Netto-Null zu lenken; Kipppunkte sind Unsinn aus Klimamodellen; und dasselbe gilt für die Zuordnung von Ereignissen anhand von Kristallkugeln. Keine dieser Behauptungen wird durch glaubwürdige wissenschaftliche Beweise und Beobachtungen gestützt. Das ist natürlich der Grund, warum die politische Elite den wissenschaftlichen Untersuchungsprozess verworfen, jede abweichende Diskussion verboten und abgesagt und die Angelegenheit für „settled” erklärt hat.

Der grundlegende Betrug ist die Temperatur. Es heißt, die Welt erwärme sich dramatisch, was zu Kipppunkten und einer Verschärfung extremer Wetterereignisse führe. Die Veränderungen sollen in beispiellosem Tempo voranschreiten und in erster Linie durch den Anstieg des Kohlendioxidgehalts in der Atmosphäre verursacht werden, der wiederum vom Menschen verursacht wird. Tatsächlich ist der Temperaturanstieg gering, etwa 1 °C über 200 Jahre (unter Berücksichtigung aller gefälschten Temperaturschätzungen und durch städtische Hitze verfälschten Messungen), und ähnliche Anstiege sind sowohl in historischen als auch in paläontologischen Aufzeichnungen weit verbreitet. Die jüngsten „heißesten jemals gemessenen“ Temperaturanstiege gab es auch in der Vergangenheit – plötzliche Temperaturänderungen werden durch plötzliche lokale Ereignisse wie Vulkanausbrüche verursacht. So hat der Unterwasservulkan Hunga Tonga im Jahr 2022 große Mengen Wasserdampf in die obere Atmosphäre abgegeben, ein „Treibhaus”-Erwärmungsereignis, das durch eine starke El-Niño-Oszillation in jüngster Zeit noch verstärkt worden sein dürfte. Aktuelle genaue Satellitenmessungen zeigen, dass die globale Temperatur im Jahr 2025 insgesamt wieder gesunken ist.

Glauben Sie mir nicht einfach blind, was diese natürliche Bewegung angeht. Professor Mark Maslin ist Professor für etwas, das als Erdsystemwissenschaft an der UCL bezeichnet wird, und einer der Autoren eines aktuellen Berichts über Kipppunkte, der rechtzeitig zur COP30 veröffentlicht worden ist. Diese spezielle, auf Computermodellen basierende Behauptung legt nahe, dass Warmwasserkorallen möglicherweise bereits ihre „thermischen Kipppunkte” überschritten haben, obwohl Korallen seit Hunderten von Millionen von Jahren existieren und in Gewässern mit Temperaturen zwischen 24 und 32 °C überleben. Es scheint sich um den gleichen Mark Maslin zu handeln, der 1999 als bescheidener Geografie-Dozent eine Abhandlung verfasste, in der er schrieb, dass die meisten großen Klimaveränderungen mit Schwankungen von mehreren Grad höchstens auf einer Zeitskala von einigen Jahrhunderten, manchmal Jahrzehnten „und vielleicht sogar einigen Jahren” stattfanden. Heute jammert er, dass „die Erde bereits unbewohnbar wird”, während die Klimapolitik zum Aufbau „eines neuen politischen und sozioökonomischen Systems” beiträgt. Im Jahr 2018 gehörte er zu einer Reihe von Ökoaktivisten, die einen Brief an den Guardian unterzeichneten, in dem sie erklärten, dass sie nicht länger „ihre Glaubwürdigkeit verleihen” würden, indem sie über Klimawandel-Skeptizismus debattieren.

Kein Wunder, dass Leute wie Maslin – natürlich ein regelmäßiger Gast bei der BBC, wenn es um alle gelehrten Fragen zum Klimawandel geht – sich aus der klimawissenschaftlichen Debatte zurückgezogen haben. Die Verbindung zwischen CO₂-Werten und steigenden Temperaturen, um daraus politisches Kapital für die Linke zu schlagen, stützt sich auf Beobachtungen aus nur wenigen Jahren. Erweitert man die Beobachtungen auf Hunderte und dann Hunderte von Millionen von Jahren, ergibt sich ein anderes Bild. Manchmal steigen und fallen die Temperaturen gleichzeitig mit dem CO₂-Gehalt, manchmal nicht. Manchmal steigt der CO₂-Gehalt sogar vor den Temperaturen, meistens jedoch nicht. Die einfache Erklärung, dass Treibhausgase wie CO₂ bei Überschreiten bestimmter Konzentrationen „gesättigt” sind und die Erwärmung logarithmisch abfällt, ist eine wissenschaftliche Hypothese oder Meinung, die jedoch angesichts der Beobachtungsdaten aus der Vergangenheit durchaus plausibel ist.

Betrachten wir einige dieser Beobachtungen, beginnend mit den Langzeitaufzeichnungen über 600 Millionen Jahre. Die folgende Grafik zeigt eine große Divergenz zwischen Temperatur und CO₂:

Über einen Zeitraum von 600 Millionen Jahren ist es schwierig, einen allgemeinen Zusammenhang zwischen Temperatur und Gas zu beobachten. Es ist jedoch anzumerken, dass über einen Zeitraum von 600 Millionen Jahren der CO₂-Gehalt in der Atmosphäre im Allgemeinen auf das heute fast nicht mehr vorhandene Niveau gesunken ist. Wie wir in den letzten 40 Jahren gesehen haben, führen selbst geringe Anstiege des CO₂-Gehalts zu einem signifikanten Wachstum der Biomasse auf dem gesamten Planeten. All dieses CO₂ war gut für die Dinosaurier, die bis vor 66 Millionen Jahren die Erde bevölkerten, als die Werte mehr als dreimal so hoch waren wie heute. Das kleine Plus war auch gut für den Menschen, da die Ernteerträge in letzter Zeit stark gestiegen sind und dazu beigetragen haben, die natürlich auftretende Hungersnot weltweit zu lindern.

Diese Aufzeichnungen sind natürlich sehr langfristig und werden aus Proxies zusammengestellt, deren Genauigkeit nur wenige tausend Jahre beträgt. In den unmittelbareren Aufzeichnungen finden wir zusätzliche und schlüssige Beweise dafür, dass CO₂ nicht der wichtigste Klimaregulator ist. Die Temperaturen im Mittelalter waren ähnlich wie heute, möglicherweise noch etwas höher in der Römerzeit und oft 3-4 °C höher im Holozän-Temperaturmaximum vor etwa 8.000 bis 5.000 Jahren. Während dieser Zeiträume war der CO₂-Gehalt mit etwa 260 ppm bemerkenswert stabil, ein Wert, der für die Erhaltung des Lebens auf der Erde eigentlich gefährlich niedrig ist. Der berüchtigte 1000-jährige Temperatur-„Hockeyschläger” von Michael Mann beseitigte das Verbindungsproblem, indem er die mittelalterliche Warmzeit und die darauf folgende kleine Eiszeit abschaffte, die bis etwa 1800 dauerte.

Bemerkenswerte neue wissenschaftliche Erkenntnisse deuten darauf hin, dass abrupte Temperaturanstiege bereits seit der eisfreien Jurazeit vor über 150 Millionen Jahren ein Merkmal des globalen Klimas waren. Wie der jüngere Maslin bezeugen kann, sind dramatische Temperaturänderungen in 1500-Jahre-Zyklen in Grönland und im Nordatlantik bekannt. Eine Gruppe französischer Wissenschaftler unter der Leitung von Slah Boulila von der Sorbonne hat jedoch weltweit große Temperaturanstiege festgestellt, die Millionen von Jahren zurückreichen. Die Wissenschaftler stellten innerhalb weniger Jahrzehnte eine Erwärmung bis zu 15 °C fest, was „auf abrupte und gravierende Veränderungen im Klima der Erde in der Vergangenheit hindeutet”. Die 1500-Jahre-Zyklen werden oft nach den Wissenschaftlern, die sie entdeckt haben, als Dansgaard-Oeschger-Ereignisse (DO) bezeichnet. Einige Wissenschaftler haben die ursprünglichen DO-Ergebnisse heruntergespielt und vermutet, dass die kurzfristigen Temperaturanstiege von etwa 1,5 °C durch spezifische Schwankungen der Eisschilde und der umgebenden Gewässer in der nördlichen Hemisphäre verursacht worden seien.

Die französischen Wissenschaftler merken jedoch an: „Der 1500-Jahre-Zyklus ist in beiden Hemisphären, in anderen Ozeanen und auf Kontinenten dokumentiert.“ Ihre Arbeit soll die globale Natur von DO-ähnlichen Ereignissen untermauern, insbesondere, dass ihre potenzielle Hauptursache unabhängig von der Dynamik der Eisschilde ist. Unterdessen mehren sich die wissenschaftlichen Hinweise darauf, dass die Temperaturen vor einigen tausend Jahren deutlich höher waren. Eine aktuelle Studie hat ergeben, dass die Pflanze Ceratopteris vor 8000 Jahren in 40° nördlicher Breite in Nordchina wuchs, was auf Wintertemperaturen hindeutet, die 7,7 °C höher waren als heute. Eine andere Studie fand Arten von Weichtieren, die vor 9000 Jahren in der arktischen Region Spitzbergen lebten und auf Temperaturen hindeuten, die 6 °C höher waren.

Die derzeitige Netto-Null-Fantasie basiert darauf, dass man winzige Temperaturanstiege, die offen gesagt nicht einmal richtig gemessen werden, zu einer Katastrophe hochstilisiert, CO₂-Anstiege verteufelt, die der Erde helfen, zu einer gesünderen Biosphäre und einem gesünderen atmosphärischen Gleichgewicht zurückzukehren, mit Hilfe von minderwertigen Computermodellen „Kipppunkte“ erfindet und die Intelligenz mit nicht überprüfbaren Geschichten beleidigt, in denen behauptet wird, dass die Menschen das Wetter verschlechtern.

Und sie bezeichnen uns Skeptiker als „Leugner“.

Chris Morrison is the Daily Sceptic’s Environment Editor. Follow him on X.

Link: https://wattsupwiththat.com/2025/11/07/the-false-temperature-claims-that-underpin-the-cop30-alarmist-agenda/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Die „grüne“ Besessenheit nährt Orthodoxie und hemmt Wachstum

Vijay Jayaraj

Die Klimadogmatik besteht darauf, dass die ärmsten Nationen, in denen Milliarden Menschen noch immer in Energiearmut leben, ihren Aufstieg aus der Subsistenzwirtschaft mit teurer und unzuverlässiger Solar- und Windenergie finanzieren müssen.

Ein Land, das verzweifelt versucht, Industrie, Arbeitsplätze und Infrastruktur aufzubauen, sollte jedoch am besten auf Energiequellen setzen, die zuverlässig erschwinglichen und reichlich vorhandenen Strom liefern können. Das Wachstum der Stromversorgung muss mit dem Anstieg der Nachfrage Schritt halten. Fabriken, kleine Unternehmen, digitale Infrastruktur und vieles mehr benötigen Strom, der nicht aus sogenannten grünen Quellen bereitgestellt werden kann. Die Abhängigkeit von Windkraftanlagen und Sonnenkollektoren verzögert nur die wirtschaftliche Entwicklung, die von Menschen, die ums Überleben kämpfen, so dringend benötigt wird.

Da Wind- und Solarenergie vom Wetter und der Tageszeit abhängig sind, können sie nicht nach Bedarf Strom produzieren. Sie erfordern massive Backup-Systeme – entweder Batterien oder alternative Energieerzeugung, wobei letztere in der Regel auf fossilen Brennstoffen basiert. Selbst im industriellen Maßstab können Batterien Strom nur für begrenzte Zeit speichern, sodass sie nicht ausreichen, um den Bedarf in der Nacht oder bei längeren Perioden mit wenig Wind oder bewölktem Himmel zu decken.

Das Wachstum sollte nicht durch Stromausfallmanagement oder Lastabwurf-Kalender rationiert werden. Kohle und Erdgas bleiben aufgrund ihrer reichlichen Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit die wichtigsten Energieträger der modernen Welt. Länder, die wirtschaftlichen Wohlstand erreicht haben – darunter die Vereinigten Staaten, Deutschland, China, Japan und Südkorea – haben dies auf der Grundlage einer stabilen Stromversorgung aus Kohlenwasserstoffen geschafft. Diese Formel gilt auch heute noch.

Moderne Kohlekraftwerke haben nichts mehr mit den Ruß ausstoßenden Anlagen von vor einem Jahrhundert zu tun. Ultra-superkritische Systeme, die in ganz Asien bei hohem Druck und Temperatur betrieben werden, erreichen einen thermischen Wirkungsgrad von fast 45 % und reduzieren lokale Schadstoffe durch fortschrittliche Filterung. Clean-Tech-Kohle verfügt über Partikelabscheidung, Schwefelwäsche und Abwasserbehandlung – allesamt bewährte Technologien. Gasturbinen lassen sich schnell installieren und bieten eine flexible Bereitstellung zu wettbewerbsfähigen Kosten.

Für Entwicklungsländer sichern solche Energiequellen die wirtschaftliche Dynamik und den Umweltschutz. Zuverlässige Stromversorgung unterstützt industrielle Prozesse, die mechanisierte Landwirtschaft, das Datenmanagement des Informationszeitalters sowie Kühl-, Klima- und andere Technologien, die Komfort und Gesundheit gewährleisten. Die Fixierung auf „grüne“ Energie ignoriert diese Erfordernisse der modernen Gesellschaft.

Bei der Vorbereitung auf Millionen neuer Stromverbraucher, aufstrebende Industrien und die Urbanisierung ist kein Platz für Klima-Ideologen. Realismus und Praktikabilität sind gefragt.

Selbst die Bürger einkommensstarker Nationen sind desillusioniert. In Spanien sehen sich die Verbraucher mit Stromknappheit und extrem hohen Preisen konfrontiert. Kommentatoren fragen sich nun, ob Spaniens Abhängigkeit von wetterabhängiger Stromerzeugung das Netz gefährlich angreifbar gemacht hat.

Die BBC berichtete, dass niederländische Haushalte angewiesen werden, ihren Stromverbrauch zu Spitzenzeiten zu drosseln, weil „das Netz durch den Ansturm auf Wind- und Solarenergie überlastet ist“. Obwohl die Niederlande eines der reichsten Länder Europas mit Ingenieuren von Weltklasse sind, leiden sie unter einer instabilen Stromversorgung.

Der Fall der Niederlande sollte eine Warnung für ärmere Länder sein, insbesondere für solche mit einer weitaus höheren städtischen Wachstumsrate als in Europa. Wenn ein Land mit 18 Millionen Einwohnern ein von erneuerbaren Energien dominiertes Energiesystem ohne jahrzehntelange zusätzliche Ausgaben nicht aufrechterhalten kann, wird die Herausforderung für Länder wie Nigeria, Pakistan oder Bangladesch – jedes mit über 200 Millionen Einwohnern – praktisch unüberwindbar.

Die „grüne” Agenda basiert auf der falschen Annahme, dass Treibhausgasemissionen, insbesondere CO₂ aus der Stromerzeugung, die globale Erwärmung vorantreiben und daher beseitigt werden müssen. Dies ist Pseudowissenschaft, die mit jedem Jahr mehr und mehr in Frage gestellt wird.

Die Physiker William Happer und Richard Lindzen haben kürzlich in einem Podcast von Joe Rogan, der allein auf YouTube mehr als eine Million Aufrufe verzeichnete, ihre konträren Ansichten dargelegt.

Sie bezeichnen die weit verbreitete Behauptung, dass CO₂ das Klima der Erde beeinflusst, als „veraltete Strahlungstheorien zur CO₂-Erwärmung”. Ihre Studie aus dem Jahr 2024 mit dem Titel „Net Zero Averted Temperature Increase” [etwa: Durch Netto-Null vermiedener Temperaturanstieg] kommt zu dem Schluss, dass die Abschaffung fossiler Brennstoffe die globale Temperatur um weniger als 0,2 °C verändern würde – eine Schwankungsbreite, die innerhalb der natürlichen Variabilität liegt. Eine weitere Analyse widerlegt die Kernaussage, dass industrielle CO₂-Emissionen zu einer katastrophalen Erwärmung des Planeten führen können.

Mit anderen Worten: Entwicklungsländer werden aufgefordert, ihre Wirtschaft zu ruinieren, um eine Krise abzuwenden, die nach glaubwürdigen wissenschaftlichen Erkenntnissen stark überbewertet ist. Der zusammenfassende Bericht der CO₂-Koalition mit dem Titel [übersetzt] „Auswirkungen von Netto-Null bis 2050” unterstreicht, dass solche Maßnahmen schwerwiegende Folgen für die Menschen haben – Arbeitsplatzverluste, Inflation und eine gehemmte Industrialisierung.

Laut Weltbank haben 675 Millionen Menschen immer noch keinen Zugang zu Elektrizität und weitere 450 Millionen leiden unter unzuverlässigen Stromnetzen. Ohne eine reichliche und verfügbare Stromversorgung kann keiner von ihnen aus der Armut befreit werden.

Die Entwicklungsländer in Afrika, Asien und Lateinamerika müssen aufhören, sich dem „grünen“ Wahnsinn hinzugeben. Sie müssen die Belehrungen westlicher Klimaprediger zurückweisen, die auf einer Leiter aus Kohlenwasserstoffen zu beispiellosem Reichtum aufgestiegen sind und nun versuchen, allen anderen „die Leiter wegzustoßen“.

This commentary was first published by American Greatness on November 4, 2025.

Vijay Jayaraj is a Science and Research Associate at the CO2 Coalition, Fairfax, Virginia. He holds an M.S. in environmental sciences from the University of East Anglia and a postgraduate degree in energy management from Robert Gordon University, both in the U.K., and a bachelor’s in engineering from Anna University, India.

Link: https://wattsupwiththat.com/2025/11/05/green-obsession-feeds-orthodoxy-and-starves-growth/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Kältereport Nr. 44 / 2025

Meldungen vom 3. November 2025:

Russland: Erstmals bei –40°C

Am 3. November sank die Temperatur in Konstantinovskaya, Russland, auf -40,0 °C – die ersten -40 °C der Saison in diesem Land.

Die Messung stammt aus dem äußersten Nordosten Russlands, im Osten Jakutiens, wo arktische Luft einen Großteil Sibiriens im Griff hat. In der Republik Sacha wurden weit verbreitet Tiefsttemperaturen unter -30 °C gemessen, wobei mehrere Messstationen Werte nahe der -35 °C-Marke erreichten.

Die ersten -40 °C dieses Jahres kommen laut den SYNOP-Archiven von Ogimet früher als im Durchschnitt, treten sie doch normalerweise erst Mitte November auf.

Es wird erwartet, dass die Temperaturen in den kommenden Tagen weiter sinken und sich die extreme Kälte nach Westen ausbreitet.

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Südkorea: –2,8°C in Seoul

Südkorea erlebte am frühen Montagmorgen (3. November) die erste große Kältewelle der Saison, wobei die Temperatur in Seoul auf -2,8 °C fiel – einer der niedrigsten Werte, die jemals Anfang November in der Hauptstadt gemessen worden sind.

Die koreanische Wetterbehörde (KMA) hat für Teile von Seoul und die umliegenden Provinzen Warnungen vor einer Kältewelle herausgegeben – früher als üblich und weit früher als im letzten Winter, als erst im Januar Warnungen ausgegeben worden waren.

Die frühe Kältewelle wird durch ein starkes kontinentales Hochdruckgebiet verursacht, das kalte Luft aus Sibirien nach Süden drückt.

In ganz Südkorea wurden regionale Tiefstwerte gemessen, darunter -8,7 °C in Muju Seolchunbong, -4,5 °C in Paju und -3 °C in Cheorwon. Auch in Incheon, Daejeon und Jeonju wurde Frost gemeldet – fast eine Woche früher als im letzten Jahr.

Es wird erwartet, dass die Nachtfröste in den Binnenregionen anhalten werden. Am kommenden Wochenende wird dann eine weitere Kaltfront erwartet, die möglicherweise erneut Tiefsttemperaturen unter null Grad und erhebliche Schneefälle mit sich bringen wird.

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China: Rekord-Novemberschnee

Der Berg Emei in Sichuan wurde unter der höchsten Schneedecke seit Menschengedenken begraben, als ein seltener Novembersturm den Südwesten Chinas heimsuchte.

Ausgedehnte Regen- und Schneefälle haben Sichuan, Tibet und Yunnan heimgesucht, wobei an mehreren Wetterstationen Tagesrekorde für Schneefall gebrochen wurden, darunter in Demula (Linzhi) mit über 30 cm.

Es wird erwartet, dass der starke Schneefall bis Mitte der Woche anhält, und Prognostiker warnen vor weiteren Beeinträchtigungen durch Schneeverwehungen auf dem tibetischen Plateau und im Westen Sichuans.

Link: https://electroverse.substack.com/p/russias-first-40c-seoul-to-28c-27f?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 4. November 2025:

Nordchina: Ebenfalls starke Schneefälle

Eine starke Kaltfront zieht von Zentralasien nach Xinjiang im Norden Chinas und bedroht die Region mit einem weiteren frühen Schneefall.

Das System ist langsamer und feuchter als frühere Ausbrüche, eine Kombination, die laut einem Bericht von 中国气象爱好者 [Google Translate: „Chinesische Wetterbegeisterte“] auf Weibo zu anhaltenden Schneefällen im Norden von Xinjiang, im Ili-Flusstal und im Tianshan-Gebirge führen wird.

In Teilen des Tianshan-Gebirges wird starker bis blizzardartiger Schneefall erwartet, wobei an einigen Orten mit „extrem starken“ Schneefällen zu rechnen ist. Der „Winter“ bricht praktisch aus Sibirien und der Mongolei – die bereits schneebedeckt sind – herein und signalisiert eine Verschärfung der Kältewelle in ganz China, vom Altai bis zum Himalaya, da die arktische Luft weiter nach Süden vordringt.

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Argentinien: Spätfröste bedrohen die Weizenernte

Argentiniens Rekordweizenernte wurde durch Spätfröste im südlichen Getreidegürtel beeinträchtigt.

Der Frost, der Ende letzter Woche nach einer starken Kaltfront einsetzte, verursachte laut Angaben der Getreidebörse von Buenos Aires (BAGE) weitreichende Frostschäden auf den Feldern der Provinzen Buenos Aires und La Pampa – gerade als die Pflanzen in eine empfindliche Wachstumsphase eintraten.

Das Ausmaß der Schäden ist noch unklar, aber der Frost kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Argentinien eine seiner größten Weizenernten seit Beginn der Aufzeichnungen mit 22 Millionen Tonnen erzielen wollte – nur 400.000 Tonnen weniger als der Rekord von 2021–22.

Erste Berichte aus den Anbaugebieten deuten auf Verluste in den südlichen Bezirken hin. Die Ernten im Norden, die früher eingebracht wurden, sind bislang gut ausgefallen, aber der endgültige nationale Ertrag hängt nun davon ab, wie schnell sich die Felder im Süden erholen.

Die Tiefsttemperaturen liegen weit unter den saisonalen Normwerten, da Luft antarktischen Ursprungs nach Norden strömt, was eines der spätesten bedeutenden Frostereignisse in der Geschichte Argentiniens darstellt – eine Situation, die sich über einen Großteil des Novembers hinziehen könnte, insbesondere wenn sich La Niña entwickelt.

Link: https://electroverse.substack.com/p/avalanche-in-italy-kills-five-major?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 5. November 2025:

Russland: Weitere Abkühlung bis –45°C

Russland hat gerade die bisher niedrigste Temperatur der Saison gemessen – außergewöhnliche -45 °C in Schelagontsy.

Laut Pogoda i Klimat (einem langjährigen russischen Archiv für meteorologische Daten) stellt dieser Wert einen neuen Tagesrekord für die Station dar, übertrifft alle Beobachtungen seit 1940 und zählt zu den niedrigsten jemals dort gemessenen Werten für Anfang November.

Auch benachbarte sibirische Orte schlossen sich an: In Oymyakon wurden -41 °C gemessen, in Habardino -40,2 °C, in Kerbo -40,1 °C und in Delyankir -40 °C – allesamt Anzeichen dafür, dass die Arktis nun fest in der Republik Sacha Einzug gehalten hat.

Der diesjährige Temperatursturz kommt etwa zwei Wochen früher als im Durchschnitt, da Werte von -45 °C normalerweise erst Ende November gemessen werden.

Da Modelle eine anhaltende Blockade im Norden und eine sich nach Westen ausbreitende Schneedecke zeigen sind in den kommenden Tagen weitere Werte unter -45 °C wahrscheinlich.

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China: Blizzards in Xinjiang

Die Kälte Sibiriens hat sich nach Süden bis nach Xinjiang in China ausgebreitet und in der gesamten Region für weit verbreiteten Schneefall und starken Wind gesorgt.

Am Morgen des 5. November kam es im Ili-Flusstal und in den westlichen Grenzgebieten zur ersten Schneefallwelle, als die Front nach Osten vorrückte.

Die zentrale Wetterwarte warnt davor, dass Urumqi heute Nacht mit weiteren Schneestürmen zu rechnen hat, wobei im Tianshan-Gebirge noch stärkere Schneefälle mit einer Gesamthöhe über 50 cm erwartet werden. Aufgrund der zunehmenden Kälte und der Schneeverwehungen ist mit Verkehrsbeeinträchtigungen zu rechnen.

Dies ist bereits der zweite große Schneefall in Xinjiang innerhalb weniger Tage zu Beginn der Saison.

Die gleiche kalte Luftmasse, die über Zentralasien hinwegzieht, hat sich nun nach Süden in den Himalaya ausgebreitet, wo heftige Schneefälle und Lawinen den nepalesischen Distrikt Dolakha nahe der chinesischen Grenze heimgesucht haben. Mindestens sieben Bergsteiger sind auf dem Yalung Ri ums Leben gekommen, nachdem Unwetter und tiefer Schnee einen Erdrutsch ausgelöst hatten.

Ein Tiefdruckgebiet hat letzte Woche bereits einen Großteil Nepals bedeckt, und diese jüngsten Schneefälle bestätigen, dass sich der Winter für November ungewöhnlich weit nach Süden ausdehnt.

Die Schneegrenze erstreckt sich nun auch nach Westen bis nach Sonamarg in Indien.

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Australien: Eine Rekord-Schneesaison

Die Schneesaison 2025 in Australien war die größte seit Jahren – und brach alle Rettungsrekorde.

Die NSW SES Alpine Search and Rescue Unit verzeichnete 25 Einsätze in den Snowy Mountains, gegenüber nur vier im Vorjahr, als Schneestürme und hoher Schnee den Kosciuszko-Nationalpark von Thredbo bis Charlotte Pass unter sich begruben.

„Dieser Winter war unerbittlich“, sagte Chief Inspector Malika Bailey. „Unsere Teams waren bei Minustemperaturen und Whiteout-Bedingungen unterwegs, um gestrandete Skifahrer und Wanderer zu retten.“

Der Anstieg reflektiert die außergewöhnliche Tiefe und Dauer der diesjährigen Schneedecke, die bis weit in den Frühling hinein Bestand hatte. Bei einem Einsatz im Juli in der Nähe von Dead Horse Gap mussten die Teams durch Schneesturmbedingungen navigieren, um zwei vermisste Skifahrer zu bergen – einer von vielen Einsätzen in der bisher arbeitsreichsten Alpin-Saison seit Beginn der Aufzeichnungen.

Die Freiwilligen haben hart trainiert, um mithalten zu können, aber Bailey sagt, dass mehr Einheimische benötigt werden: „Wenn Sie diese Berge kennen, könnten Ihre Fähigkeiten Leben retten.“

Link: https://electroverse.substack.com/p/russias-record-45c-blizzards-slam?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 6. November 2025:

Indien: Rekord-Schneefälle im Norden

Nordindien erlebt derzeit einen der stärksten Schneefälle seit Jahren für Anfang November, wobei einige Gebiete bereits vollständig winterlich sind.

Das gesamte Kaschmir-Hochland ist unter einer Schneedecke begraben, darunter Sonamarg, Baltal, der Zojila-Pass, Razdan Top, das Gurez-Tal, Sinthan Top und Peer Ki Gali. Die höchsten Schneemengen wurden jedoch in Gulmarg gemessen, wo es eher wie im Januar als wie im November aussieht.

Razdan Top verzeichnete zusammen mit den umliegenden Gebirgszügen Neuschnee.

Die Temperaturen sind unter den Gefrierpunkt gefallen, und für den November werden weitere Schneefälle vorhergesagt.

Der frühe Zeitpunkt und die Schneehöhe sind bemerkenswert: In Kaschmir fällt selten so früh anhaltender Schnee. Der Himalaya hat sich dem allgemeinen asiatischen Muster einer raschen, rekordverdächtigen Schneemenge im November angeschlossen.

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China: Weitere Rekord-verdächtige winterliche Kältewellen

Der Jahreszeitenwechsel ist in Südchina bereits in vollem Gange, sogar Taiwan verspürt mittlerweile Herbststimmung. Aber es ist der Norden, der Schlagzeilen macht: Xinjiang hat gerade einen der stärksten Schneefälle seit Beginn der Aufzeichnungen Anfang November registriert.

Der Norden Xinjiangs und das Ili-Flusstal fielen große Mengen Schnee.

Urumqi lag an der Spitze und erreichte in den letzten 24 Stunden offiziell die Kriterien für einen schweren Schneesturm mit einer Schneehöhe von über 22 cm, was den bisherigen Schneerekord der Stadt für den Monat November brach.

Tekes und andere nationale Wetterstationen entlang der Tianshan-Flanken meldeten ebenfalls eine rapide zunehmende Schneedecke, als der Sturm seinen Höhepunkt erreichte.

Die gleiche Kaltluftmasse treibt nun den Winter durch die Hochländer von Yunnan, Guizhou und Sichuan nach Süden.

Da es nun aufklaren wird, warnen die Behörden vor starker Vereisung und einem starken Temperaturabfall in der Nacht.

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Schneeverhältnisse auf der Nordhalbkugel

Der Winter ist in weiten Teilen der nördlichen Hemisphäre früh eingetroffen, wobei große Skigebiete mit hohem Schnee, Rekord-frühen Öffnungen und weit verbreiteter Kälte zu verzeichnen sind.

Während die USA bisher etwas zögerlich reagiert haben, sieht es in Europa ganz anders aus, wo die Alpen einen fulminanten Start hingelegt haben.

Verbier hat nach 40 cm Neuschnee einen Monat früher als geplant geöffnet und reiht sich damit in eine wachsende Liste von Gletscher-Skigebieten ein, die ihr Gelände Wochen vor dem geplanten Termin erweitern. Zermatt hat seine Basis um einen Fuß erweitert, Saas-Fee hat in zwei Wochen 50 cm zugelegt, und die österreichischen Skigebiete Sölden, Stubai und Hintertux bieten jetzt schon zu Beginn der Saison ungewöhnlich gute Skibedingungen.

Im Norden stellte Island mit 37 cm einen Schneerecord für Oktober auf, während sich Nord- und Mittel-Skandinavien auf eine weitere Kältewelle und Schneefälle in dieser Woche vorbereitet.

Auf der anderen Seite des Atlantiks hält Kanada mit dem schnellen Start Europas Schritt.

Sunshine Village verzeichnete die möglicherweise früheste Eröffnung aller Zeiten, unterstützt durch 20 cm Neuschnee innerhalb von 24 Stunden und Tiefsttemperaturen um -15 °C. Auch Lake Louise öffnete nach 29 cm Neuschnee frühzeitig. Im pazifischen Nordwesten erhielt Stevens Pass 42 cm Neuschnee, ähnliche Mengen wurden auch in Oregon gemessen.

Leichter Schneefall zu Beginn der Saison erreicht nun den Osten und Mittleren Westen, wobei von Neuengland bis Michigan bereits künstlich beschneit wird. Aber wie oben erwähnt, könnte es bald zu natürlichen Schneefällen zu Beginn der Saison kommen.

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Sommer in der Antarktis: Die lange Kältewelle mit Werten unter –20°C

Laut Stationsprotokollen stieg die Temperatur am Südpol zuletzt am 22. Januar 2022 über -20 °C und erreichte kurzzeitig -17,6 °C. Seitdem – also seit fast vier Jahren – wurde die -20 °C-Marke nicht mehr erreicht, was höchst ungewöhnlich ist.

Es würde eine seltene Warmluftzufuhr erfordern, um die Temperaturen anzuheben, und bisher gibt es keine Anzeichen dafür, dass sich eine solche Wetterlage entwickelt.

Link: https://electroverse.substack.com/p/record-snow-fornorthern-india-record?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 7. November 2025:

Australien: November-Beginn mit Rekord-Kälte

In Australien hat der November mit tiefen Temperaturen begonnen, was einen starken Kontrast zur Hitze des letzten Monats darstellt und in mehreren Bundesstaaten zu einer Reihe von Rekorden für den Saisonstart geführt hat.

Stationen, die erst vor wenigen Wochen die Höchsttemperaturrekorde für Oktober gebrochen haben, stellen nun neue Kälterekorde für November auf, was die Volatilität in den Subtropen unterstreicht.

Zu den bemerkenswerten neuen Rekordtiefstwerten für den Monat November gehören 10,6 °C in The Monument, 10,2 °C in Julia Creek, 10,1 °C am Flughafen Mount Isa, 9,4 °C in Blackall und 3,9 °C in Cleve in Südaustralien.

Auch die Tageshöchsttemperaturen brachen Rekorde, darunter 21,6 °C in Cloncurry und 21,1 °C am Flughafen Urandangi – ungewöhnlich niedrig für Anfang November im Nordwesten von Queensland.

Die Wärme dominierte die Schlagzeilen im Oktober. Jetzt, innerhalb weniger Tage, hat sich in weiten Teilen des australischen Landesinneren aufgrund verstärkter Südwinde, polarer Einflüsse und einer Abkühlung des Pazifiks das Gegenteil eingestellt – und das ganz ohne Schlagzeilen.

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Antarktis: Spät-Saisonale Kälte

Die Antarktis ist diese Woche wieder in den Winter zurückgefallen und hat Temperaturen gebracht, die für Anfang November völlig untypisch sind.

Am 6. November sank die Temperatur an der Südpolstation auf -47,1 °C – weit unter den üblichen Tiefstwerten für Anfang November, die bei etwa -30 °C liegen.

In Wostok war es sogar noch kälter: -54,8 °C, mehr als 20 °C unter den saisonalen Normwerten der Station.

Und am Dome Fuji verzeichnete das AWS -55,9 °C, was bestätigte, dass sich über dem Plateau eine kontinentweite Kältezone gebildet hatte.

Das Innere der Antarktis erwärmt sich nicht wie erwartet, zumindest noch nicht – so niedrige Werte sind für den Spätwinter typisch, nicht für eine Zeit, in der die Sonne bereits über dem Horizont steht und die ersten Sommercrews zum Pol zurückkehren.

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China: Blizzard-Kriterien an 77 Stationen

Xinjiang im Norden Chinas wurde von einem der stärksten Schneefälle seit Jahren zu Beginn der Saison heimgesucht. Zwischen Mittwoch und Donnerstag erfüllten 77 Wetterstationen in der Region die Kriterien für einen „vollen Blizzard“.

Insgesamt meldeten 538 Stationen Regen/Schnee, während an 11 Standorten, darunter Urumqi und Teile der Präfektur Ili, „schwerer Schneesturm“ herrschte. Urumqi stellte mit 22 cm einen neuen Schneerekord für November auf, während die Gemeinde Turgen in Ili fast 30 cm erreichte.

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USA: Arktischer Kälteeinbruch steht bevor

Ein starker arktischer Kälteeinbruch wird voraussichtlich von diesem Wochenende bis Anfang nächster Woche über die Vereinigten Staaten hinwegfegen und von den Dakotas bis zur Golfküste für weit verbreiteten Frost Anfang November sorgen, wobei die kalte Luft bis tief nach Florida vordringen wird.

Prognosen zeigen Temperaturen, die bis zu 10°C unter dem Normalwert liegen, im Mittleren Westen, an den Großen Seen, im Inneren des Nordostens und bis hinunter ins Tennessee-Tal, mit Temperaturen zwischen -7 und 0°C bis hinunter in den tiefen Süden.

Link: https://electroverse.substack.com/p/australia-starts-november-with-record?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

Wird fortgesetzt mit Kältereport Nr. 45 / 2025

Redaktionsschluss für diesen Report: 7. November 2025

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE




Die systemischen Verzerrungen des Endangerment Finding verschleiern – Politicos gescheiterter Angriff auf den Klimawissenschaftsbericht des DOE – Teil 2

Teil 1 steht hier (in deutscher Übersetzung hier)

Marlo Lewis, Ph.D.

Teil 2: Behauptungen und Antworten

Die Reporter von Politico behaupten, der DOE-Bericht „wähle Mainstream-Forschungsergebnisse selektiv aus und lasse den Kontext außer Acht“, „stütze sich auf veraltete Studien“, „zitiere Analysen, die nicht von Fachkollegen begutachtet wurden“ und „belebe widerlegte Argumente wieder“.

Die Reporter führen drei Beispiele für angebliche Rosinenpickerei an. Erstens behaupten die Autoren des DOE-Berichts laut den Reportern, dass in den letzten 100 Jahren „die USA in den 1930er Jahren die intensivste Hitze erlebt haben – und dass die Höchsttemperaturen seitdem nie wieder so hoch waren“. Die Reporter bestreiten nicht die Richtigkeit dieser Aussage. Sie betrachten sie jedoch als selektive Auswahl, da die Durchschnittstemperaturen in den USA und weltweit seit den 1950er Jahren „deutlich angestiegen“ sind.

Die Autoren des DOE-Berichts verheimlichen oder bestreiten diese Tatsache jedoch nicht. Tatsächlich zitieren sie genau zu diesem Punkt den Sechsten Sachstandsbericht des IPCC:

AR6: Es ist so gut wie sicher, dass seit den 1950er Jahren in den meisten Landregionen extreme Hitzeereignisse (einschließlich Hitzewellen) häufiger und intensiver geworden sind, während extreme Kälteereignisse (einschließlich Kältewellen) seltener und weniger stark geworden sind (SPM, A3.1).

Der DOE-Bericht zitiert auch eine relevante Passage aus der vierten nationalen Klimabewertung der USGCRP:

NCA4: Seit Mitte der 1960er Jahre ist nur ein sehr geringer Anstieg der höchsten Tagestemperatur des Jahres zu verzeichnen (bei großen Schwankungen zwischen den Jahren). Hitzewellen (6-Tage-Perioden mit einer Höchsttemperatur über dem 90. Perzentil für 1961–1990) nahmen bis Mitte der 1930er Jahre an Häufigkeit zu, wurden bis Mitte der 1960er Jahre deutlich seltener und nahmen danach wieder an Häufigkeit zu. Wie bei den täglichen Höchsttemperaturen erreichte auch die Intensität der Hitzewellen in den 1930er Jahren ein Maximum. (NCA4, Vol. 1, p. 191).

Die Hitzewellen und Höchsttemperaturen der letzten Jahrzehnte nehmen also zu, aber beide erreichten in den 1930er Jahren höhere Werte. Die Zusammenfassung der gesamten instrumentellen Aufzeichnungen von Hitzewellen und täglichen Höchsttemperaturen in den USA ist keine Rosinenpickerei. Es ist auch keine Rosinenpickerei, darauf hinzuweisen, in welchem Jahrzehnt die meisten US-Rekorde für extreme Hitzeereignisse aufgestellt wurden.

Die Reporter von Politico behaupten, dass die Erwärmung in den 1930er Jahren klimatologisch irrelevant sei, da „die meisten Wissenschaftler sagen, dass es sich um einen statistischen Ausreißer handelte, der die Hitzetrends für die folgenden Jahrzehnte verzerrt hat“. Die Bewertung von Klimaextremen bedeutet jedoch, Ausreißer zu betrachten. Es ist lächerlich, vergangene Episoden extremer Hitze aus den Aufzeichnungen zu streichen und dann die heutigen Hitzewellen als beispiellos darzustellen. Was auch immer die Hitzewellen der 1920er und 1930er Jahre verursacht hat, es waren offensichtlich nicht die Treibhausgase der Nachkriegszeit.

Eine weiterer angebliche Rosinenpickerei ist die Bedeutung, die der DOE-Bericht der langsamen Erwärmungsrate im US-amerikanischen Corn Belt beimisst. Die Reporter von Politico kritisieren dies, weil „außerhalb“ dieses „Wärmelochs“ das Land „zunehmende extreme Sommerhitze“ erlebt. Die Autoren des DOE-Berichts behaupten jedoch nicht, dass der Corn Belt für alle Regionen typisch ist oder zuverlässigere Temperaturdaten liefert als andere Regionen. Die Reporter von Politico behaupten, der DOE-Bericht „lässt den Kontext außer Acht”, aber genau das tun sie hier selbst. Der Kontext ist eine Diskussion darüber, wie gut Klimamodelle die Erwärmung der letzten Jahrzehnte reproduzieren.

Der DOE-Bericht zeigt, dass für eine klimatisch äußerst wichtige Region in den USA 36 in AR6 verwendete Klimamodelle eine deutlich stärkere Erwärmung prognostizieren als beobachtet wurde, wobei 30 Modelle eine zwei- bis achtmal stärkere Erwärmung prognostizieren als zwischen 1973 und 2022 tatsächlich eingetreten ist.

Der DOE-Bericht enthält weitere Beispiele für Modellversagen. Es ist nur vernünftig, die Gültigkeit von Klimamodellen anzuzweifeln, die nicht „vorhersagen“ können, was bereits geschehen ist.

Der dritte angebliche Cherry Picking-Vorwurf betrifft die Auswahl der DOE-Autoren, „welche Modellsimulationen und welche Beobachtungen sie zeigen“. Wie jedoch in Teil 1 erläutert, konzentrieren sich die DOE-Autoren auf Modellsimulationen der Temperaturen in der Troposphäre, liegen doch diese Daten außerhalb der Stichprobe und eignen sich daher für wissenschaftliche Modelltests. Die Auswahl der Simulationen und Beobachtungen durch die Autoren des DOE-Berichts ist ein solides Versuchsdesign und keine selektive Auswahl.

Was den ausgelassenen Kontext angeht, so werfen die Reporter von Politico dem DOE-Bericht vor, einen Satz aus AR6 über die Intensität von Hurrikanen zu zitieren, aber nicht den nächsten Satz. Diese Auslassung sei „eindeutig darauf ausgelegt, irrezuführen“, behaupten sie. Das ist nicht der Fall.

Hier ist der Satz aus AR6, den der DOE-Bericht zitiert:

Aufgrund von Änderungen in den Best-Track-Daten [?] ist das Vertrauen in die meisten gemeldeten langfristigen (mehrdekadischen bis hundertjährigen) Trends bei den auf der Häufigkeit oder Intensität tropischer Wirbelstürme basierenden Messgrößen gering.

Hier ist der nächste Satz aus dem AR6, den der DOE-Bericht angeblich verschweigt:

Dies sollte nicht so interpretiert werden, dass keine physikalischen (realen) Trends existieren, sondern vielmehr als Hinweis darauf, dass entweder die Qualität oder die zeitliche Länge der Daten nicht ausreicht, um robuste Aussagen zur Trenderkennung zu treffen, insbesondere angesichts der Variabilität über mehrere Jahrzehnte hinweg.

Laut den Reportern von Politico ist das Weglassen des zweiten Satzes irreführend, da er „ausdrücklich davor warnt, Annahmen zu treffen, dass kein Zusammenhang zwischen steigenden Temperaturen und stärkeren Stürmen besteht“. Dazu gibt es zwei Antworten:

Erstens impliziert der zitierte Satz nicht, dass es keinen Zusammenhang zwischen steigenden Temperaturen und stärkeren Stürmen gibt, und die in dem ausgelassenen Satz enthaltene Warnung, dass das Fehlen von Beweisen kein Beweis für das Nichtvorhandensein ist, trägt nichts zur inhaltlichen Diskussion darüber bei, warum die Erkennung von Trends nicht „robust” ist. Solche mahnenden Worte sind unnötig, außer vielleicht als politische Deckung, um die Klima-Gedankenpolizei zu besänftigen.

Zweitens zitiert der unmittelbar folgende Satz des DOE-Berichts den folgenden Satz aus AR6: „Es ist wahrscheinlich, dass der weltweite Anteil schwerer (Kategorie 3–5) tropischer Wirbelstürme in den letzten vier Jahrzehnten zugenommen hat …” Der DOE-Bericht verschweigt also nichts und führt niemanden in die Irre. Er zitiert die Schlussfolgerung von AR6, dass ein Zusammenhang zwischen Hurrikanstärke und Erwärmung „wahrscheinlich” ist. Die Reporter von Politico zitieren oder erwähnen diese Aussage nicht.

Es sind also die Reporter von Politico, die den Kontext auslassen, indem sie nur einen von zwei aufeinanderfolgenden Sätzen zitieren. Sie begehen genau den journalistischen Fehlgriff, den sie fälschlicherweise den Autoren des DOE-Berichts unterstellen.

Die Reporter von Politico bemängeln außerdem, dass der DOE-Bericht nicht auf Beweise eingeht, dass Hurrikane durch „stärkere Niederschläge“ zerstörerischer werden. Das sei ein „eindeutiger Hinweis“, erklärte ihnen der Hurrikanforscher Kerry Emanuel vom MIT. Lassen Sie mich eine weitere ebenso plausible Vermutung anstellen. Kurze Datenreihen und erhebliche natürliche Schwankungen behindern auch zwei Jahrzehnte nach Emanuels bahnbrechender Veröffentlichung zu diesem Thema weiterhin eine zuverlässige Erfassung der „zunehmenden Zerstörungskraft tropischer Wirbelstürme“. Die jüngste Betonung der Niederschläge durch langsam ziehende Hurrikane ist ein „eindeutiger Hinweis“ darauf, dass einige Wissenschaftler eine neue Begründung für ihre Klimawarnungen brauchen.

Ein Rechtsstreit wegen angeblicher Verfahrensverstöße, die nichts mit dem Inhalt des Berichts zu tun hatten, führte dazu, dass das DOE das fünfköpfige Autorenteam auflöste. Hätte man den Autoren gestattet, ihren Berichtsentwurf auf der Grundlage der zahlreichen inhaltlichen Kommentare fertigzustellen, die das DOE erhalten hatte, hätten sie sich wahrscheinlich ausführlicher mit dem Thema Hurrikan-Wasser befasst, wie es ihnen in den Kommentaren des Competitive Enterprise Institute empfohlen worden war.

Die Reporter von Politico behaupten, der DOE-Bericht „verstärkt vermeintliche Konflikte unter Klimawissenschaftlern – auch wenn es gar keine gibt“. Sie fahren fort: „Es ist beispielsweise nicht wahr, dass es innerhalb der Klimawissenschaft eine ‚substanzielle Debatte‘ darüber gibt, ob die Sonne ein Haupttreiber der globalen Erwärmung sein könnte.“

Der DOE-Bericht sagt jedoch nicht, dass die Sonne „ein Haupttreiber sein könnte“. Er stellt vielmehr zurückhaltend fest, dass „die Auswirkungen von Sonnenvariationen auf das Klima ungewiss sind und Gegenstand intensiver Debatten sind“. Dies ist eine vernünftige Schlussfolgerung aus Connolly et al. (2021), einer im DOE-Bericht zitierten Studie.

Die Reporter von Politico beschreiben die Studie als „[Willie] Soon-Studie“ und behaupten, die Autoren des DOE würden sie zitieren, „um zu suggerieren, dass es die Sonne und nicht die Verbrennung fossiler Brennstoffe ist, die zum globalen Temperaturanstieg beigetragen hat“. Das ist schlampige Berichterstattung. Der Hauptautor der Studie ist Ronan Connolly, zu dem Soon und 21 weitere Co-Autoren hinzukommen. Die Studie hat nicht zum Ziel, den Beitrag der Sonne zum „globalen Temperaturanstieg“ zu bewerten, sondern ihren Einfluss auf die „Temperaturtrends der nördlichen Hemisphäre“.

Die Studie untersucht 16 verschiedene Schätzungen in der begutachteten Literatur zu Veränderungen der gesamten Sonneneinstrahlung (TSI) seit mindestens 1850 und Rekonstruktionen der Temperaturtrends der nördlichen Hemisphäre unter Verwendung von fünf weitgehend unabhängigen Schätzmethoden. Connelly et al. kommen zu dem Schluss: „Für alle fünf Temperaturreihen der nördlichen Hemisphäre deuten unterschiedliche TSI-Schätzungen auf alles hin, von keiner Rolle der Sonne in den letzten Jahrzehnten (was bedeutet, dass die jüngste globale Erwärmung hauptsächlich vom Menschen verursacht ist) bis hin zu einer hauptsächlich durch Veränderungen der Sonnenaktivität verursachten globalen Erwärmung (das heißt, dass die jüngste globale Erwärmung hauptsächlich natürlichen Ursprungs ist).”

Ich fordere jeden fairen Menschen auf, den Artikel zu lesen und zu dem Schluss zu kommen, dass ein potenziell bedeutender Beitrag der Sonne zu den Temperaturtrends der nördlichen Hemisphäre „widerlegt” wurde oder dass es keine „substanzielle Debatte” über den Einfluss der Sonne auf diese Trends gibt.

Auf jeden Fall „legt der DOE-Bericht nicht nahe, dass es die Sonne und nicht die Verbrennung fossiler Brennstoffe ist, die zum globalen Temperaturanstieg beigetragen hat”. Darüber hinaus berichtet die sogenannte Soon-Studie zwar über Belege dafür, dass die Sonne eine große Rolle bei der globalen Erwärmung spielt, aber sie berichtet auch über Belege dafür, dass die Sonne keine Rolle spielt. Die Reporter von Politico verschweigen die Hälfte der Schlussfolgerungen der Studie. Das ist weder fair noch ausgewogen!

Was den DOE-Bericht angeht, der sich auf Analysen bezieht, die „nicht von Fachkollegen überprüft wurden“, so ist dies irreführend. Der DOE-Bericht enthält Analysen zu Temperaturen und Niederschlägen, die auf offiziellen Datensätzen der US-Regierung und von Fachkollegen überprüften Verfahren basieren. In vielen Fällen haben die Autoren die vor einigen Jahren veröffentlichten Analyseergebnisse aktualisiert, um Vorwürfe zu vermeiden, sie würden sich auf veraltete Erkenntnisse stützen. Bei der Aktualisierung früherer Analysen haben sie auch auf die zugrunde liegenden begutachteten Fachartikel verwiesen und die neuen Daten veröffentlicht. Darüber hinaus wurde der gesamte Bericht einer anonymen Begutachtung durch technische Mitarbeiter des DOE unterzogen. Die Unterstellung der Reporter von Politico, die Forschung sei unsachgemäß, ist unbegründet.

Die Reporter von Politico schüren auch die Angst vor „versteckten Verbindungen“ zwischen bestimmten Autoren des DOE und „konservativen Gruppen, die sich gegen die Bemühungen der Regierung zur Bekämpfung des Klimawandels aussprechen“, darunter auch Gruppen, die von der fossilen Brennstoffindustrie finanziert werden.

Kurzmeldung: Die Validität einer Studie hängt nicht von den „Verbindungen“ der Forscher ab. Unabhängig davon sind die Verbindungen von Ross McKitrick, Roy Spencer und Steve Koonin zu bestimmten konservativen Thinktanks nicht versteckt, sondern offen und bekannt.

Die Reporter würdigen die „akademische und staatliche Erfahrung” der Autoren, liefern jedoch kaum konkrete Details. Sie erwähnen weder Koonins Position als Unterstaatssekretär für Wissenschaft im Energieministerium der Obama-Regierung noch John Christys Arbeit als Hauptautor des 3. IPCC-Bewertungsberichts (2001), Ross McKitricks Arbeit als Fachgutachter für die letzten drei IPCC-Bewertungsberichte (Arbeitsgruppen I und II), Roy Spencers Arbeit als leitender Wissenschaftler für Klimastudien bei der NASA oder Judith Currys Tätigkeit in mehreren hochrangigen Beratungsgremien wie dem Space Studies Board und dem Climate Research Council des National Research Council. Warum werden diese „Verbindungen“ als weniger relevant angesehen als die Zugehörigkeit zu einem konservativen Think Tank?

Schließlich kommen wir zu der Behauptung der Politico-Reporter, dass der DOE-Bericht „offensichtlich politisch“ und keine echte „wissenschaftliche Untersuchung“ sei. Sie schreiben diese Ansicht dem Bundesrichter William Young aus Massachusetts zu. Der Richter verwendet diese Formulierungen jedoch nicht, und wenn sie ihn zitieren, nehmen sie seine Worte aus dem Zusammenhang.

Richter Young ist der Ansicht, dass der letzte Absatz des Berichts so „gestaltet“ ist, dass er „Ratschläge oder Empfehlungen für einen neuen Ansatz in der Klimapolitik“ enthält. Die Reporter von Politico behaupten, dies bedeute, dass der DOE-Bericht ein „politischer Plan“ sei. Der Richter befasst sich jedoch mit einer Frage des Verwaltungsrechts und nicht mit wissenschaftlicher Integrität. Sein Argument lautet lediglich, dass die „Ratschläge oder Empfehlungen“ im letzten Absatz die Autoren des DOE-Berichts zu einem „Beratungsausschuss“ machen und somit den Verfahrensvorschriften des Federal Advisory Committee Act (FACA) unterliegen.

Vor kurzem verkündete der Politico-Reporter Scott Waldman „die Enthüllung“, dass vier der Autoren des DOE-Berichts in der Vergangenheit die Gefährdungsfeststellung angefochten hätten. Das bedeute, dass der Bericht durch die „früheren Ansichten“ der Autoren „gefärbt“ sei, was seiner Meinung nach ein „weiterer Beweis“ dafür sei, dass der Bericht „kaum mehr als ein politisches Dokument“ sei.

Nein, nicht einmal annähernd. Die Gefährdungsfeststellung stützt sich ausdrücklich auf die „Mainstream“-Klimawissenschaft. Daher ist es für jeden Wissenschaftler, der schwerwiegende Mängel in dieser Wissenschaft feststellt, eine logische Notwendigkeit, auch die Gefährdungsfeststellung zu kritisieren. Nur Wissenschaftler, die umfangreiche Arbeiten vorgelegt haben, in denen sie die Mainstream-Klimawissenschaft kritisieren, konnten die breit gefächerten Literaturübersichten erstellen, die im DOE-Bericht zusammengestellt wurden. Es ist kaum eine Neuigkeit – geschweige denn eine Enthüllung –, dass vier der Autoren des DOE-Berichts bereits vor Beginn ihrer Arbeit an dem Bericht Einwände gegen die Gefährdungsfeststellung hatten.

Nach Ansicht von Waldman sind konträre Wissenschaftler, die den Mut haben, ihre Forschungsergebnisse zu veröffentlichen und sich offen zu äußern, allein aufgrund dieser Tatsache ungeeignet, auf Einladung eines Kabinettssekretärs einen klimawissenschaftlichen Bericht zu erstellen.

Dieses Argument geht nach hinten los. Alle Mainstream-Wissenschaftler, die das Politico-Team zitiert, um den DOE-Bericht zu verreißen, haben sich in Wort und Schrift für die Mainstream-Klimawissenschaft, die Gefährdungsfeststellung oder die daraus resultierenden Treibhausgasvorschriften ausgesprochen, was bedeutet, dass auch sie „von früheren Ansichten beeinflusst“ sind. Das gilt übrigens auch für Waldman selbst, der sich eine Art Karriere daraus gemacht hat, konträre Wissenschaftler zu verunglimpfen und Rückschritte in der Klimapolitik anzuprangern.

Nach seiner Logik sind alle Wissenschaftler und Journalisten, die zu der Gefährdungsfeststellung Stellung genommen haben – ob dafür oder dagegen –, politisch voreingenommen und ungeeignet, Klimawissenschaftsberichte für die US-Regierung zu verfassen oder zu begutachten.

Schlussfolgerungen

Das Politico-Team lehnt eine kritische Überprüfung der gängigen Klimawissenschaft ab, da die Behauptung, abweichende Meinungen würden unterdrückt, laut Camille Parmesan, koordinierende Autorin des IPCC, „bestenfalls absurd und arrogant und schlimmstenfalls ein bewusster Trick ist, um jahrzehntelange strenge wissenschaftliche Arbeit zu untergraben”. Sorry, aber das ist einfach lächerlich.

Die Mainstream-Klimawissenschaft ist ein milliardenschweres Unternehmen, das fast ausschließlich von der Regierung finanziert wird. Die Wahrnehmung einer „Klimakrise” ist entscheidend für die Pflege und Aufstockung der Budgets klimafokussierter Behörden, für Karrieren in klimabezogenen Behörden und für die Selbsttransformation von Umweltregulierungsbehörden zu industriepolitischen Zaren. Folglich haben Behörden ein massives organisatorisches Interesse daran, Klimaforschung zu finanzieren, welche die Krisennarrative vorantreibt.

Da die Klimaforschungsprogramme der Universitäten stark von Bundesmitteln abhängig sind, stellen die Fakultätsvorsitzenden bevorzugt Forscher ein und befördern sie, sofern sie sich an die Parteilinie halten. Die gleichen Forscher stellen den Großteil der Herausgeber und Gutachter von Fachzeitschriften, die entscheiden, welche Artikel veröffentlicht und welche abgelehnt werden. Wie der verstorbene Klimawissenschaftler Patrick Michaels feststellte, brauchen Gutachter, deren Karriere von der Großzügigkeit des Bundes abhängt, keine externe Anleitung oder Koordination hinter den Kulissen, um eine Studie abzulehnen, die suggeriert, dass „der Klimawandel etwas übertrieben ist“ oder dass „wir ohnehin nicht viel dagegen tun können“.

Und vergessen wir nicht das Offensichtliche. Der Großteil der Klimaforschung des Landes wird an renommierten Universitäten betrieben, wo politisches Gruppendenken und Intoleranz gegenüber anderen Standpunkten die Meinungs- und Gedankenfreiheit ständig gefährden.

Im Jahr 2019 veröffentlichte Nature Communications eine Studie, die das Unausgesprochene laut ausspricht. Die Studie rät Forschern mit „wissenschaftlicher Autorität“, nicht zu versuchen, Skeptiker zu widerlegen, da dies „den kontraproduktiven Eindruck hinterlassen würde, dass die gegenteiligen Argumente etwas Substanzielles enthalten, über das diskutiert werden muss“. Der Artikel enthält einen Link zu einer Liste mit 386 Gegnern, damit „professionelle Journalisten und Redakteure“ wissen, wen sie nicht interviewen oder veröffentlichen sollten.

Aber solche Überlegungen sind in gewisser Weise übertrieben. Die Reporter von Politico werden durch ihr eigenes Verhalten widerlegt. Was tun sie denn bitte anderes als die Falschmeldung zu verbreiten, dass die Autoren des DOE keine Argumente haben, die es wert wären, diskutiert zu werden? Und wie kann es kein Versuch sein, ihre Stimmen in der Öffentlichkeit zum Schweigen zu bringen, wenn man einen konträren Bericht aufgrund der „früheren Ansichten” seiner Autoren disqualifiziert?

Author: Marlo Lewis, Ph.D., Senior Fellow in Energy and Environmental Policy, Competitive Enterprise Institute

Link: https://wattsupwiththat.com/2025/10/29/hiding-the-endangerment-findings-systemic-biases-politicos-failed-attack-on-does-climate-science-report-part-2/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE