Energieexperten warnen vor einem „katastrophalen Energienotstand“, wenn die deutschen Politiker nicht endlich aufwachen und sich der Realität stellen

Pierre Gosselin

Der Publizist Roland Tichy veranstaltete eine Diskussionsrunde mit drei Energieexperten: dem ehemaligen Hamburger Umweltsenator Prof. Fritz Vahrenholt, Albert Duin, mittelständischer Unternehmer und Mitglied des Bayerischen Landtags, und Frank Hennig, Experte für Kraftwerke und Energieumwandlung [siehe Bild oben].

Deutschland kämpft derzeit mit der Energiewende und dem Ausstieg aus Atom- und Kohlekraftwerken. Diese Umstellung droht jedoch zu großen Stromengpässen zu führen, da sich Wind und Sonne hinsichtlich der Versorgungssicherheit als unzuverlässig erwiesen haben.

Wir steuern auf einen katastrophalen Ausnahmezustand zu“, sagt Vahrenholt in der Runde, und das auch ohne Berücksichtigung des Umstiegs auf Elektromobilität. Er glaubt auch, dass sich die Deutschen auf eine Verdreifachung der Strompreise einstellen müssen, und fragt sich, ob die Befürworter der grünen Energien den Verstand verloren haben.

[Hervorhebungen vom Übersetzer]

Vahrenholt warnt davor, die Grundlast-Kapazität von Kernkraft und Kohle abzuschalten und stattdessen auf Wind und Sonne zu setzen: „Es wird zwei bis drei Jahre dauern; das werden sehr schwierige Jahre sein. Wir werden ein sehr tiefes Tal der Energieknappheit durchschreiten müssen.“

Kraftwerksexperte Frank Hennig erklärte, dass „mehr Gas zur Stromerzeugung verbrannt wird“, da Wind und Sonne die Nachfrage nicht decken können. Hennig sagt voraus, dass es aufgrund der Abschaltung der Atom- und Kohlekraftwerke zu Stromengpässen kommen wird.“ Noch mehr Probleme sieht er bei der Windenergie: „Selbst wenn es Wind gibt, können sich die Windturbinen gegenseitig beschatten.“ Er warnt, dass es unmöglich ist, den Strombedarf Deutschlands auf diese Weise zu decken.

Die Stromknappheit in Deutschland droht so akut zu werden, dass die Umstellung auf Elektromobilität nur noch ein Hirngespinst ist. „Wenn es um E-Autos geht, kann der Topmanager von VW das vergessen“, sagt Vahrenholt. „Es wird keinen Strom dafür geben. Der Strom wird nicht da sein!“

Kernkraft- und Kohleausstieg „Wahnsinn“

Albert Duin nennt den deutschen Plan „Wahnsinn“nicht die geringste Ahnung davon hätten, was Strom ist. „Wir Deutschen glauben wirklich, dass wir, wenn wir die Kernkraftwerke abschalten, sie durch eine zufällig auftretende – völlig zufällige – Sonne und Wind ersetzen können. Man muss wirklich dumm sein, um so etwas zu glauben. Das funktioniert nicht!“

Derzeit glauben alle deutschen Parteivorsitzenden, die voraussichtlich Teil der neuen, kommenden Regierungskoalition sein werden, dass Deutschland seinen Strombedarf durch die Bebauung von 2% der deutschen Landfläche mit Windparks decken kann – ein Gedanke, den die Experten in Tichys Diskussionsrunde für absurd halten. Vahrenholt nennt die ganze Idee so unsinnig wie diesen Steckbrief von Annalena Baerbock und weist darauf hin, dass die Politiker hier grob an den Zahlen herumbasteln. Realistisch gerechnet würden 50% der Fläche Deutschlands benötigt.

Alle drei Experten sind sich einig, dass die deutschen Politiker sich nicht mit der Realität auseinandersetzen und nicht die Wahrheit sagen, weil sie Angst vor dem Klima-Narrativ haben, das in Deutschland zu einer Religion geworden ist, die niemals in Frage gestellt werden darf.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Link: http://notrickszone.com/2021/10/02/energy-experts-warn-of-a-catastrophic-energy-emergency-of-german-leaders-dont-wake-up-to-reality/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Stromversorgung in UK schwer beeinträchtigt durch schwachen Wind und Verknappung von Gas

Llewellyn King bei Energy

[Und hier wieder ein Blick aus den USA auf Europa:]

Wenn Sie in diesem Winter nach Europa reisen wollen, sollten Sie Ihre lange Unterwäsche einpacken. Ein oder zwei Pullover sollten es auch sein.

Europa steht vor seiner größten Energiekrise seit Jahrzehnten. Einige Länder werden einfach kein Gas zum Heizen und zur Stromerzeugung haben. Andere werden nicht in der Lage sein, für das verfügbare Gas zu bezahlen, weil die Preise so hoch sind – fünfmal so hoch wie früher. Das liegt zum großen Teil daran, dass Russland die Gaslieferungen nach Europa stark gedrosselt hat, nachdem eine Flaute aufgetreten war.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Besonders schlimm ist die Lage in Großbritannien, das gleich dreifach von Problemen betroffen ist. Es begann mit einer gewaltigen Windflaute in der Nordsee, die normalerweise zu den windreichsten Gebieten der Erde gehört. Fast sechs Wochen lang gab es einfach nicht genug Wind, und Großbritannien investiert stark in die Windkraft. Außerdem hat das Land nie große Gasspeicher angelegt, die eine Möglichkeit sind, sich gegen Unterbrechungen abzusichern.

Großbritannien hat sich mit Leidenschaft der Dekarbonisierung verschrieben, und zwar im Vertrauen auf seine großen Windressourcen in der Nordsee, wo der Wind vom Met Office in Grad der Sturmstärke gemessen wird. Die notorisch raue See vor Schottland hat nicht ihre gewohnte Rauigkeit erreicht. Die meisten europäischen Länder sind zu 10 Prozent von der Windkraft abhängig, aber Großbritannien bezieht 20 Prozent seines Stroms aus ihr.

Das hat unter anderem dazu geführt, dass Gas- und Strompreise in astronomische Höhen geschossen sind. Von 70 britischen Stromeinzelhändlern sind 30 Pleite gegangen, und es wird erwartet, dass auch andere ihren Betrieb einstellen werden. Dabei handelt es sich nicht um Erzeuger, sondern um Käufer und Verkäufer von Strom, und zwar im Rahmen eines Systems, das von der Regierung gefördert wurde, als sie während der Thatcher-Regierung das staatliche Central Electricity Board auflöste.

Großbritannien, das 1956 in Calder Hall das erste Kernkraftwerk der Welt in Betrieb nahm, war bisher unentschlossen, was neue Kernkraftwerke angeht. Die derzeit im Bau befindlichen Anlagen werden von dem französischen Unternehmen Areva im Rahmen einer Partnerschaft mit den Chinesen gebaut. Dies hat Fragen zu den chinesischen Plänen für eine größere zukünftige Rolle in der britischen Nuklearindustrie aufgeworfen, und das zu einer Zeit, in der sich die Beziehungen zu Peking wegen Hongkong und der chinesischen Kritik an Großbritanniens Recht, Kriegsschiffe ins Südchinesische Meer zu entsenden, verschlechtert haben.

So oder so ist der Anteil der Kernenergie an der Stromerzeugung in Großbritannien von 26 Prozent in der Spitze auf heute 20 Prozent gesunken.

Den größten Anteil an den Problemen Großbritanniens und Kontinentaleuropas hat die Begrenzung der nach Europa fließenden Gasmenge durch Russland. Die Lieferungen sind in diesem Jahr um 30 Prozent zurückgegangen, und es sieht so aus, als ob Russland Europa noch weiter aushungern wird, wenn es wie vorhergesagt einen kalten Winter gibt.

Russland befindet sich in einem offenen Streit mit der Ukraine, die von dem russischen Gasriesen Gazprom abhängig ist, um Gas für das ukrainische Verteilungssystem in andere Teile Europas zu liefern. Im Mittelpunkt des russischen Gasstreits steht die Nord Stream 2-Pipeline, die bereits fertiggestellt, aber noch nicht in Betrieb ist. Sie führt das Gas auf direktem Weg – ~1200 km – durch die Ostsee nach Deutschland und verläuft parallel zu einer älteren Leitung. Sie wird dazu führen, dass die Ukraine als Verteilerland umgangen wird.

Die Vereinigten Staaten waren gegen die Pipeline, aber Präsident Joe Biden änderte dies im Mai. Die Ukraine fühlt sich verraten, und ein Großteil Europas ist beunruhigt.

In Zukunft wird Europa bei russischen Lieferungen vorsichtiger sein und weniger darauf vertrauen, dass der Wind immer wehen wird. Die russische Gasknappheit hat die internationalen Märkte für Flüssigerdgas unter Druck gesetzt, wovon auch Länder von China bis Brasilien betroffen sind.

Großbritannien hat eine eigene Krise, wenn es um Benzin geht. Es herrscht ein akuter Mangel an Tankwagenfahrern, die den reichlich vorhandenen Kraftstoff von den britischen Raffinerien zu den Zapfsäulen bringen. Die britischen Tankstellen haben keinen Treibstoff mehr oder stehen vor langen Schlangen unzufriedener Autofahrer.

Dieses Problem ist auf den Brexit zurückzuführen. Das Fahren von Tankwagen ist ein harter, schlecht bezahlter Job – wie ein Großteil des Straßengüterverkehrs – und die Briten wollten ihn nicht mehr machen. Das Durchschnittsalter der britischen Fahrer liegt bei 56 Jahren, und viele gehen in den Ruhestand.

Als Großbritannien noch Teil der Europäischen Union war, wurde die Lücke von Osteuropäern gefüllt. Aber nach dem Brexit wurden diese Fahrer nach Hause geschickt, da sie nicht mehr das Recht hatten, in Großbritannien zu arbeiten.

Zu der Strom- und Gasknappheit kommt also noch eine Benzinknappheit hinzu, die zwar ein ganz anderes Problem darstellt, aber zu Großbritanniens Sorgen beiträgt, da ein Winter der Unzufriedenheit droht.

Autor: Llewellyn King is executive producer and host of “White House Chronicle” on PBS. He wrote this for InsideSources.com.

Link: https://insidesources.com/british-electricity-hit-hard-by-wind-failure-and-gas-shortage/ via http://icecap.us/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Ein robustes Gleichgewicht

Willis Eschenbach

Die Albedo ist der Prozentsatz des einfallenden Lichts, der von einem Objekt reflektiert wird. Seit Jahren lese ich immer wieder, dass der Verlust des arktischen Meereises eine positive Rückkopplung darstellt. Das ist logisch – die Erwärmung führt zu weniger Eis, weniger Eis verringert die Oberflächen-Albedo; eine geringere Oberflächen-Albedo bedeutet, dass mehr Sonnenlicht absorbiert wird; mehr absorbiertes Sonnenlicht führt zu einer stärkeren Erwärmung. Positive Rückkopplung. Was ist daran falsch?

Das IPCC sagte beispielsweise im Jahre 2019:

Rückkopplungen durch den Verlust des sommerlichen Meereises und der Frühjahrs-Schneedecke an Land haben zu einer verstärkten Erwärmung in der Arktis beigetragen (hohes Vertrauen).

Wim Rost wies mich auf einen interessanten Artikel der NASA aus dem Jahre 2007 hin, in welchem es zu der Albedo in der Arktis heißt:

Obwohl Meereis und Schneebedeckung in der Arktis zwischen 2000 und 2004 merklich zurückgegangen waren, gab es keine erkennbare Veränderung der Albedo, die an der Obergrenze der Atmosphäre (TOA) gemessen wurde: Der Anteil des von der Arktis reflektierten Lichts hatte sich nicht verändert. Mit anderen Worten: Die Albedo-Rückkopplung des Eises, die nach den meisten Klimamodellen die globale Erwärmung letztlich verstärken wird, hatte offenbar noch nicht eingesetzt.

Kato verstand schnell, warum: Nicht nur ist der durchschnittliche Wolkenanteil der Arktis an Sommertagen groß genug – im Durchschnitt 0,8 oder 80 Prozent -, um Veränderungen des Meereises zu verbergen, sondern eine Zunahme der Bewölkung zwischen 2000 und 2004 verdeckte auch jegliche Auswirkungen, die Meereis- und Schneeverluste auf die Fähigkeit der Arktis, einfallendes Licht zu reflektieren. Den MODIS-Beobachtungen zufolge hat der Wolkenanteil zwischen 2000 und 2004 um 0,65 Prozent pro Jahr zugenommen. Wenn sich dieser Trend fortsetzt, ergibt sich eine relative Zunahme von etwa 6,5 Prozent pro Jahrzehnt. Zumindest während dieses kurzen Zeitraums, so Kato, scheint die zunehmende Bewölkung in der Arktis den erwarteten Rückgang der Albedo durch schmelzendes Meereis und Schnee ausgeglichen zu haben.

Wim schlug vor nachzuschauen, ob dieser Prozess, bei dem die Veränderungen der Wolken-Albedo den Veränderungen der Oberflächen-Albedo entgegenwirken, bis heute anhält.

Glücklicherweise ermöglichen es uns die CERES-Daten, die Trends sowohl der Oberflächenalbedo als auch der Albedo an der Oberseite der Atmosphäre (TOA) zu berechnen. Zunächst die Entwicklung der Oberflächen-Albedo in Prozent pro Jahr auf einer Basis von 1° Breitengrad und 1° Längengrad.

Abbildung 1. Atlantik- und pazifikzentrierte Ansichten des Trends der Oberflächenalbedo, in Prozent pro Jahr. Saisonale Schwankungen wurden entfernt.

Wie erwartet, hat sich die Albedo in der Arktis aufgrund des Rückgangs des arktischen Meereises in den letzten 21 Jahren tatsächlich erheblich verringert. Sie ist um 0,28 % pro Jahr gesunken, insgesamt also um fast 6 % über den Zeitraum von 21 Jahren. Beachten Sie auch, dass die Pole der einzige Teil der Oberfläche sind, der einen signifikanten Trend aufweist.

Weiter geht es mit dem Trend der Albedo an der Obergrenze der Atmosphäre (TOA):

Abbildung 2: Atlantik- und pazifikzentrierte Ansichten des Trends der TOA-Albedo, in Prozent pro Jahr. Saisonale Schwankungen wurden entfernt.

Erstaunlich. Der Anstieg der Wolkenalbedo hat den Rückgang der arktischen Oberflächenalbedo fast vollständig ausgeglichen. Die Veränderung beträgt nur sechs Hundertstel eines Prozents pro Jahr und geht im Grunde im Rauschen unter. Der Effekt der Wolken hat die Polarregionen wieder mit dem Rest des Planeten in Einklang gebracht.

Dies hat mich dazu inspiriert, die Korrelation zwischen der Oberflächenalbedo und der Wolkenalbedo über den gesamten Zeitraum zu untersuchen. Eine positive Korrelation zwischen zwei Variablen bedeutet im Allgemeinen, dass bei einem Anstieg der einen Variable auch die andere zunimmt. Negative Korrelation bedeutet, dass sie sich in entgegengesetzte Richtungen bewegen. Abbildung 3 zeigt dieses Ergebnis:

Abbildung 3: Korrelation, Oberflächenalbedo und Wolkenalbedo.

Auch dies ist höchst interessant. Sie zeigt, dass die Wolkenalbedo nicht nur den Albedoänderungen des Meereises entgegenwirkt. Sie wirkt auch den Änderungen der Oberflächenalbedo durch Schnee und Landeis entgegen. Und nicht nur das: Im Bereich des Meereises liegt die Korrelation bei etwa -1, was bedeutet, dass sich die Oberflächenalbedo und die Wolkenalbedo nahezu entgegengesetzt bewegen.

Aus Abbildung 3 ist ersichtlich, dass die Korrelation über dem Land fast überall negativ ist. Über dem Ozean jedoch ist die Korrelation eindeutig mit der Temperatur verbunden. Wie das Streudiagramm in Abbildung 4 zeigt, wirken die Wolken überall dort, wo die Temperatur des Ozeans unter etwa 22 °C liegt, jeder Änderung der Oberflächenalbedo entgegen.

Abbildung 4: Streudiagramm, das die Korrelation der Entwicklung der Wolken- und Oberflächenalbedo mit der Oberflächentemperatur zeigt. Die Daten sind die 21-Jahres-Durchschnittswerte für jede einzelne Gitterzelle. Die gelb/schwarze Linie ist eine LOWESS-Glättung der Daten.

Auch hier ist die negative Korrelation im Meereisgebiet, wo die 21-Jahres-Durchschnittstemperaturen um den Nullpunkt liegen, nahezu perfekt.

Diskussion

Mit diesen Ergebnissen im Hinterkopf möchte ich auf die IPCC-Behauptung von 2019 zurückkommen:

Rückkopplungen durch den Verlust des sommerlichen Meereises und der Frühjahrsschneedecke an Land haben zu einer verstärkten Erwärmung in der Arktis beigetragen (hohes Vertrauen).

Beachten Sie, dass trotz der IPCC-Behauptung „hohes Vertrauen“ die Ergebnisse von Kato aus dem Jahr 2007 und die oben gezeigten neueren CERES-Daten zeigen, dass Rückkopplungen durch Veränderungen des Meereises und der Schneebedeckung in keiner Weise zu einer verstärkten Erwärmung in der Arktis beigetragen haben. Wolkenveränderungen gleichen diese Meereis- und Schneeveränderungen fast vollständig aus. Kurz gesagt, die Behauptung des IPCC ist übertrieben.

Dies verdeutlicht das Problem mit der Behauptung, dass wir alle auf den „97%-Konsens“ hören sollten … er ist bedeutungslos. Wissenschaft ist der Prozess des Umstürzens eines Konsens‘.

Link: https://wattsupwiththat.com/2021/10/03/a-robust-balance/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Meldung des Tages: Rekordkalter Winter 2021 an der Deutschen Neumayer-Station (Antarktis)

Kältester Winter an der Neumayer-Station seit Aufzeichnungsbeginn im Jahre 1985, zweitkältester war 2020

Stefan Kämpfe

In unseren links-grün dominierten, öffentlich-schlechtlichen Medien wird diese bemerkenswerte Meldung leider fehlen: Der beendete Südwinter an der deutschen Antarktis-Station Neumayer war der kälteste seit Beginn der Messreihe im Jahre 1985.

Nun macht ein einzelner, kalter Winter, der auf der Südhalbkugel von Juni bis August dauert, noch keine Klimaabkühlung. Aber der Trend seit Aufzeichnungsbeginn ist dort stark negativ – es wird kälter und nicht, wie die grüne Propaganda trommelt, wärmer.

Abbildung 1: Stark fallende Wintertemperaturen an der Neumayer-Station in der Antarktis. Diese liegt etwa auf der Breite Nordnorwegens – nur eben auf der Südhalbkugel. Ähnlich kalt wie die Rekordwinter 2021 und 2020 war dort nur der Drittplatzierte von 1989 mit minus 28,3°C.

Nun könnte man ja einwenden, dass es sich bloß um eine einzelne Station handele. Aber auch das Meereis der Antarktis war in diesem Südwinter sehr ausgedehnt:

Abbildung 2: Verlauf der antarktischen Meereisbedeckung von Juli bis Anfang Oktober 2021 in Millionen Quadratkilometer. Blau 2021, dunkelgrün 2020, dunkelgrau Median 1981 bis 2010. Im Juli/August lag die Eisbedeckung stets deutlich über dem Median; was auf zu kalte Bedingungen schließen lässt. Mit Beginn des antarktischen Frühlings (Anfang September) nahm sie rasch ab; gegenwärtig liegt sie wieder unter dem Median. Quelle http://nsidc.org/arcticseaicenews/

Und auch vor unserer Haustür, in der Arktis, benahm sich das Meereis diesmal nicht so, wie uns das die links-grüne Propaganda stets eintrichtert.

Abbildung 3: Verlauf der arktischen Meereisbedeckung von Juli bis Anfang Oktober 2021 in Millionen Quadratkilometer. Blau 2021, dunkelgrün-gestrichelt 2012, dunkelgrau Median 1981 bis 2010. Die Eisbedeckung lag seit Ende Juli weit über der des Rekord-Minimums von 2012. Mit Beginn des arktischen Herbstes (Mitte September) begann sie wieder zu wachsen. Quelle http://nsidc.org/arcticseaicenews/

Das NSIDC schreibt dazu:

Arctic sea ice at highest minimum since 2014

September 22, 2021

On September 16, Arctic sea ice likely reached its annual minimum extent of 4.72 million square kilometers (1.82 million square miles). The 2021 minimum is the twelfth lowest in the nearly 43-year satellite record. The last 15 years are the lowest 15 sea ice extents in the satellite record. The amount of multi-year ice (ice that has survived at least one summer melt season), is one of the lowest levels in the ice age record, which began in 1984.

Quelle http://nsidc.org/arcticseaicenews/

Katastrophale Klimaerwärmung an den Polen – nur in unseren Medien.

 




Kältereport Nr. 27

Einführung des Übersetzers: Diese und alle weiteren Kältereports speisen sich überwiegend aus der Quelle Electroverse. Es ist jedoch natürlich nicht auszuschließen, dass man auf jenem Blog nach der anderen Seite etwas übertreibt. Dennoch: von den hier gemeldeten Kaltereignissen findet sich fast nie etwas in unseren Medien. Wenn diese Reports einseitig sind (was der Fall ist), sollte man sie mit den Hitze-Ereignissen in den Medien (ebenso einseitig) in Beziehung bringen. Was kommt dann heraus? Hinsichtlich des Vorzeichens von Extremwetter – Netto Null!

Seit dem letzten Kältereport ist etwas Zeit vergangen, was bedeutet, dass die Anzahl der Meldungen abnimmt. Man darf aber gespannt sein, wie sich das in der jetzt beginnenden Saison darstellt.

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Ungewöhnlich früher erster Schnee in Finnland

14.September: Die ersten Eiskristalle wurden am Montag (13. September) laut Meldung von yle.fi in Lappland beobachtet. In der Ortschaft Näkkälä im Nordwesten von Lappland wurden morgens 2 cm Neuschnee gemessen:

Abbildung 1: Ausschnitt von hier.

Aus der gleichen Quelle sgtammt die folgende interessante Graphik, in welcher das Datum der ersten Schneedecke pro Saison dargestellt ist (Mittel von 1981 bis 2010):

Abbildung 2

Link: https://electroverse.net/finland-sees-first-snow

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Erholung des arktischen Meereises setzt sich fort

22.September: Das arktische Meereis beendet seine Sommerschmelzsaison weit über der in den letzten Jahren gemessenen Mindestausdehnung – kühles und bewölktes Wetter hat dazu beigetragen, dass ein Großteil des Eises in diesem Jahr erhalten blieb.

Nach Angaben des National Snow and Ice Data Center (NSIDC) betrug die Meereisausdehnung am Mittwoch im gleitenden Fünftagesdurchschnitt 4,73 Millionen Quadratkilometer (1,83 Millionen Quadratmeilen) und lag damit weit über dem Tiefststand des vergangenen Jahres von 3,832 Millionen Quadratkilometern.

Der aktuelle Stand (3. Oktober) ist dieser:

Abbildung 3: Aktuelle Eisausdehnung, Quelle: Danish Meteorological Institute

Die Eisausdehnung liegt zwar immer noch am unteren Rand einer Mittelkurve, aber deutlich über der Eisausdehnung der Vorjahre. Wer hier einen „weiteren, wenn auch etwas verlangsamten Schwund“ herausliest, der leugnet einfach die Realitäten.

[Link siehe unten]

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Seltener Frühjahrs-Schnee in Tasmanien

22.September: Gegen Ende der Woche wird in Tasmanien seltener Schnee bis in tiefe Lagen erwartet.
Dem australischen Bureau of Meteorology (BOM) zufolge werden zwei intensive Kaltfronten am Donnerstagmorgen und Freitagnachmittag eisige Kjälte und Schnee bis in tiefe Lagen bringen werden – Schneegestöber bis auf Meereshöhe ist sogar bis zum Wochenende möglich. Die beste Zeit, um Schnee in Tasmanien zu sehen, ist und war immer der Juli und August.

Link: https://electroverse.net/arctic-ice-recovery-surprising-cooling-trend-in-antarctica-la-palma-update-australias-largest-quakes-rare-spring-snow-in-tasmania/

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Starke Schneefälle in den westlichen USA

23.September: Das fängt früh an in dieser Saison: Noch vor Ende des Monats wird erwartet, dass es in den höheren Lagen von Colorado, Utah, Wyoming und Idaho starke Schneefälle geben wird. Es kann sich eine Schneedecke teils über einem halben Meter bilden. Aber auch der Westen Montanas und Teile von Oregon und Washington bereiten sich auf einen frühen Wintereinbruch vor.

Seltener Frühjahrs-Schnee und winterliche Tiefsttemperaturen im subtropischen Queensland (Australien)

23.September: Der australische Bundesstaat Queensland erlebte in dieser Woche den kältesten Septembertag seit einem halben Jahrzehnt, während die Bewohner im Süden des Bundesstaates mit dem seltenen Frühlingsschneegestöber konfrontiert wurden.

Das Bureau of Meteorology (BOM) erklärte, dass eine „intensive Kaltluftmasse“ aus dem Süden für die Kälte in dieser Woche verantwortlich ist.

In Toowoomba beispielsweise sank die Temperatur auf -2°C.

Im Granite Belt von Queensland, wo die Temperatur bis auf den Gefrierpunkt sank, gab es Schneeregen und Schnee.

Link: https://electroverse.net/arctic-front-engulfs-europe-heavy-september-snow-to-blast-western-u-s-sub-tropical-queensland-suffers-rare-spring-snows-and-winter-like-lows/

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Rekord-früher erster Schneefall in Anchorage

24. September: Für die höheren Lagen Alaskas werden ab Donnerstagabend bis zu 50 cm globaler Erwrämungs-Segen vorhergesagt, während die Stadt Anchorage nach Angaben des Nationalen Wetterdienstes (NWS) einen 40 Jahre alten Rekord für den ersten Schneefall der Saison aufstellen wird.

Von 18.00 Uhr am Donnerstag bis 1.00 Uhr am Freitag prognostiziert der Wetterdienst 15 bis 30 cm Nassschnee auf den Anchorage Hillside und im South Fork-Gebiet von Eagle River.

Migranten erfrieren an der weißrussisch-polnischen Grenze, da die arktische Kälte Europa zu Beginn der Saison im Griff hat

24. September: In der Nähe der Grenze zwischen Weißrussland und Polen sind laut BBC in einem Wald gestrandete Migranten, die von den polnischen Grenztruppen abgewiesen wurden, mit einem Zustrom ungewöhnlich kalter Polarluft konfrontiert.

Die nächtlichen Temperaturen in dieser Region sind in dieser Woche weit unter den Gefrierpunkt gesunken, und tragischerweise sind mindestens vier Menschen ums Leben gekommen.

Link: https://electroverse.net/anchorage-to-tie-earliest-snowfall-on-record-migrants-freezing-to-death-as-early-season-cold-grips-europe/

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Frost und seltener September-Schnee in UK

30.September: Nach einem relativ milden Monat endet der September im Vereinigten Königreich mit eisiger Kälte und seltenem Schneefall – ein weiteres Beispiel für die „Schwankungen zwischen den Extremen“, die in Zeiten geringerer Sonneneinstrahlung zu erwarten sind.

Die Temperatur ist in dieser Woche in ganz Großbritannien weit unter den saisonalen Durchschnitt gefallen.

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Schwerer vor-saisonaler Schneesturm in Island

30. September: Vergessen wir bei all dem nicht das „Land aus Feuer und Eis“ – in Island hat es in dieser Woche wirklich erstaunliche Schneemengen gegeben.

Wie Morgunblaðið berichtet, wurden die Rettungskräfte am Dienstag mehr als 100 Mal zu Einsätzen gerufen, als ein heftiger Schneesturm den Norden und Westen der Insel mit starken Winden und Blizzard-ähnlichen Bedingungen heimsuchte.

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Ungewöhnlicher Schneefall tötet zwei Wanderer in Nordindien – 14 weitere sind gestrandet

30.September: Zwei Bergsteiger starben diese Woche auf dem Khemenger-Gletscher im indischen Spiti-Tal, nachdem unerwartet Kälte und Schnee eingesetzt hatten. Angehörige der indisch-tibetischen Grenzpolizei und der Armee wurden zur Rettung weiterer vierzehn Alpinisten entsandt, die noch eingeschlossen sind.

Link: https://electroverse.net/uk-suffers-freezing-lows-and-rare-sept-snows-severe-early-season-snowstorm-strikes-iceland-unseasonal-snow-kills-two-trekkers-in-india/

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Der bisherige tiefste jemals auf der Erde gemessene Temperaturwert für Oktober wackelt

1.Oktober: Der Planet Erde ist weit davon entfernt, sich zu erwärmen, und scheint an der Schwelle zur nächsten großen Abkühlungsepoche zu stehen, die durch eine historisch niedrige Sonnenaktivität verursacht wird.

Auf dem antarktischen Plateau wird derzeit außergewöhnliche Kälte registriert.

Am ersten Tag des Oktobers verzeichnete die russische Basis Vostok eine erstaunliche Tiefsttemperatur von -79,4°C – dieser Wert liegt nur 0,6 °C über der weltweit niedrigsten Temperatur, die jemals in einem Oktober gemessen wurde (an der ehemaligen Plateau-Station, ebenfalls in der Antarktis).

[Siehe dazu auch hier]

Daher sind die folgenden Meldungen nicht überraschend:

Extreme antarktische Kaltluftausbrüche nach Australien, Südamerika und Südafrika

1. Oktober: Ein schwacher und stark mäandrierender Jetstream treibt einen Teil der anomalen antarktischen Kälte ungewöhnlich weit nach Norden.

Auf der Südhalbkugel ist der Frühling bereits in vollem Gange, doch die drei großen Landmassen der Südhalbkugel leiden alle unter spätem Frost.

Für Australien wird eine winterliche Front vorhergesagt, die den größten Teil des Kontinents erfassen wird.

Ähnlich verhält es sich in Südamerika, wo nach einem Winter mit Dürre und historisch niedrigen Temperaturen (die weite Teile der Kaffee- und Maisernte in Brasilien und Argentinien vernichtet haben) die ungewöhnliche Kälte anhält, insbesondere in Argentinien

Und in Südafrika dürften weitere Temperatur-Kälterekorde auftreten, da sich auch hier polare Kälte aus der Antarktis ausbreiten wird.

Wie bei den brutalen Frösten im Juli wird die eisige Luft nach Norden drängen, unter anderem in die Länder Namibia und Botswana.

Rekord-Kälte in Alaska …

Klarer Himmel und eine kalte Luftmasse haben die Temperaturen am Flughafen King Salmon in Alaska auf Rekordtiefstwerte gedrückt.


Der Tiefstwert von – 10°C am Mittwochmorgen stellte den fünften Tag in Folge einen Tagesrekord auf.
Der Tiefstwert von -10,6°C am Sonntag stellte sogar einen neuen monatlichen Tiefstwert für September auf – King Salmons niedrigste Septembertemperatur in den NOAA-Aufzeichnungen, die 80 Jahre zurückreichen bis 1941.

und Russland

Die erste wirkliche Eiseskälte der Saison (unter -20°C) ist in Russland eingezogen.
Kürzlich wurde in Delyankir, Sibirien, ein Wert von –22°C gemessen – ein neuer monatlicher Tiefstwert.

Weitere Kälterekorde wurden in letzter Zeit in Ilirnej mit –17,7 °C und in Oymyakon mit –16,1 °C gemessen.

Link zu den drei vorstehenden Meldungen: https://electroverse.net/worlds-lowest-oct-temp-under-threat-polar-fronts-to-sweep-australia-s-america-s-africa-cold-records-fall-in-alaska-russia/

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Ungewöhnlich frühe Ausbildung einer Schneedecke auf der Nordhemisphäre?

Eigenrecherche von Christian Freuer

Möglicherweise setzt in diesem Herbst auf der Nordhemisphäre ungewöhnlich früh die Bildung einer Schneedecke ein. Dies geht jedenfalls aus einer Grafik des Finnish Meteorological Institute (FMI) hervor:

Abbildung 4, Quelle

Dort macht die Erfassung einer Schneedecke im Sommer Pause und setzt Anfang Oktober wieder ein. Allerdings ist der einzelne Punkt bisher die einzige Messung, der jedoch weit oberhalb der Kurve irgendeines Mittelwertes liegt. Eine vielleicht bessere Darstellung stammt vom amerikanischen Wetterdienst NOAA, der jedoch in manchen Veröffentlichungen für einen Warm-Bias bekannt ist:

Abbildung 5, Quelle

In dieser täglich aktualisierten Fassung verläuft die Ausdehnung einer Schneedecke (eingezeichnet in dick rot) inmitten der Kurvenschar der letzten Jahre. Von einer allgemein abnehmenden Tendenz, wie es die Warmisten gerne hätten, ist nichts zu erkennen. Außerdem ist die Schneedecke in diesem Herbst derzeit ausgedehnter als im vorigen Jahr, wie der Vergleich mit der dick gezeichneten grünen Linie zeigt.

Eine täglich aktualisierte räumliche Ausbreitung von Schnee und Eis auf der Nordhemisphäre gibt es bei wetterzentrale.de:

Abbildung 7: Quelle

Nach meinem Eindruck zeigen sich auf unserer Hemisphäre für Anfang Oktober schon recht viele blaue, auf eine Schneedecke hinweisende Flächen.

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wird fortgesetzt … (mit 28)

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE