Ein einfacher Grund, warum „Net Zero“ unmöglich ist

David Wojick

Ich habe eine neue Studie mit dem Titel „Constraining Renewables is a National Need“ [etwa: „Die Begrenzung der erneuerbaren Energien ist eine nationale Notwendigkeit“] veröffentlicht, die einen einfachen Grund dafür liefert, warum Net Zero unmöglich ist. Es ist einfach unmöglich, genügend Energiespeicher bereitzustellen, um die erneuerbaren Energien zuverlässig zu machen.

Der überstürzte Ersatz der thermischen Stromerzeugung durch erneuerbare Energien muss daher gebremst werden. Kongress, FERC und NERC müssen handeln, um eine Katastrophe zu verhindern.

Hier ist meine Zusammenfassung:

Erneuerbare Energien können nicht durch Speicherung zuverlässig gemacht werden, daher muss ihre Verbreitung begrenzt und gesteuert werden. Die North American Reliability Corporation (NERC) muss Zuverlässigkeitsstandards entwickeln um sicherzustellen, dass das rücksichtslose Vordringen der erneuerbaren Energien nicht zu einer Destabilisierung des Netzes führt.

Eine netzweite Speicherung in der erforderlichen Größenordnung, um fossile Brennstoffe durch Wind- und Sonnenenergie zu ersetzen, ist unbezahlbar. Selbst wenn man von fantastischen Preissenkungen ausgeht zeigen Analysen, dass die Kosten für die erforderliche Batteriespeicherung immer noch fast so hoch sind wie das jährliche amerikanische BIP von 23 Billionen Dollar. Die wahrscheinlichen Kosten würden ein Vielfaches des BIP betragen. Dies ist eindeutig wirtschaftlich unmöglich. Trotz dieser Unmöglichkeit treiben die derzeitige Regierungspolitik und die Praktiken der Versorgungsunternehmen die massive Netzdurchdringung mit erneuerbaren Energien voran. Dieser rücksichtslose Vorstoß muss zum Schutz der Zuverlässigkeit gebremst und gesteuert werden. Die Zuverlässigkeit des amerikanischen Stromnetzes muss aufrechterhalten werden.

Für die Zuverlässigkeit des nationalen Stromnetzes ist das NERC unter der Leitung der Federal Energy Regulatory Commission (FERC) zuständig. NERC entwickelt und pflegt Zuverlässigkeitsstandards, die von der FERC genehmigt werden. Um das rücksichtslose Wachstum der erneuerbaren Energien einzudämmen, muss NERC nun Standards entwickeln, die deren Durchdringung des Netzes regeln.

Dank einer bahnbrechenden Studie des Ingenieurs Ken Gregory wissen wir jetzt, dass die Batteriespeicherung für das gesamte amerikanische Stromnetz unerschwinglich ist. Er untersuchte mehrere Jahre und analysierte Stunde für Stunde die mit fossilen Brennstoffen erzeugte Elektrizität. Anschließend berechnete er, was es an Speicherkapazität benötigt hätte, um die gleiche Energie mit Wind- und Sonnenenergie zu erzeugen. Dazu rechnete er die tatsächliche Wind- und Solarstromproduktion dieser Jahre hoch.

Auf der Grundlage seiner Arbeit, die sich nur auf 48 Bundesstaaten erstreckte, beläuft sich unsere Schätzung des Speicherbedarfs auf erstaunliche 250 Millionen MWh. Amerika verfügt heute über weniger als 20.000 MWh an netzgekoppelten Batteriespeichern, was so gut wie nichts ist. Netzgebundene Batterien kosten heute etwa 700.000 Dollar pro MWh. Bei 250 Millionen MWh ergeben sich astronomische Gesamtkosten von 175 Billionen Dollar, nur um den heutigen Strombedarf aus fossilen Brennstoffen durch Wind und Sonne zu ersetzen. Selbst bei den von einigen Leuten ins Spiel gebrachten phantastisch niedrigen Kostenschätzungen liegen die Kosten in der Größenordnung des gesamten BIP Amerikas. Schlimmer noch: Wenn wir die von der Biden-Regierung geforderten Elektroautos bekommen, könnten sich diese astronomischen Zahlen leicht verdoppeln.

Bei den heutigen Zuverlässigkeitsbewertungen wird nichts von dieser Unmöglichkeit berücksichtigt. Weder von den Bundesstaaten noch von den Versorgungsunternehmen, NERC oder FERC. Stattdessen werden im ganzen Land Kraftwerke mit fossilen Brennstoffen durch Wind- und Solarkraftwerke ersetzt – ohne die erforderliche Speicherung. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Die erforderliche Speicherung ist unerschwinglich.

Infolgedessen wird das amerikanische Stromnetz immer unzuverlässiger. Das Netz ist krank und wird immer kränker. Die offensichtliche Lösung besteht darin, dass die NERC Zuverlässigkeitsstandards erlässt, um das Wachstum der erneuerbaren Energien einzuschränken. Bislang hat NERC diesen fortschreitenden Verlust an Zuverlässigkeit einfach ignoriert. NERC muss umgelenkt werden, entweder durch die FERC oder den Kongress. Tatsächlich arbeitet die FERC derzeit an einer Anweisung an NERC zum Thema erneuerbare Energien und Zuverlässigkeit. Diese Anordnung geht jedoch überhaupt nicht auf die Speicherproblematik ein. Sie befasst sich nur mit Dingen wie kurzzeitigen Stromausfällen.

Der Kongress und die FERC müssen handeln, um die Zuverlässigkeit des amerikanischen Stromnetzes wiederherzustellen.

Ende der Zusammenfassung.

[Ist das alles nicht hierzulande genauso gültig? A. d. Übers.]

Angesichts dieser Unmöglichkeit stellt sich die interessante Frage, wie und wann sie sich manifestieren wird, wenn nichts getan wird, um die erneuerbaren Energien einzuschränken. Es gibt eine Reihe von unerfreulichen Möglichkeiten. Große Stromausfälle sind eine davon, aber horrende Preisspitzen sind eine andere, wie es in Europa der Fall ist. Angesichts der grundlegenden wirtschaftlichen Rolle der Energie ist sogar eine tiefe Depression möglich.

Es ist wahrscheinlich, dass die Elektrizitäts-Versorgungsunternehmen dieses Umstellungswrack bereits modellieren, aber sie verdienen momentan zu gut, um es zuzugeben. Der Kongress sollte sie dazu befragen. Siehe meine frühere Studie: „Dominion’s VCEA Compliance Plan is Disastrously Unreliable“.

Die Ingenieure der Energieversorger müssen wissen, dass eine Netto-Nullstellung einfach unmöglich ist.

Autor: David Wojick, Ph.D. is an independent analyst working at the intersection of science, technology and policy. For origins see http://www.stemed.info/engineer_tackles_confusion.html For over 100 prior articles for CFACT see http://www.cfact.org/author/david-wojick-ph-d/ Available for confidential research and consulting.

Link: https://www.cfact.org/2023/03/17/a-simple-reason-why-net-zero-is-impossible/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE




Energiepolitik in Deutschland – zwei Ansichten aus den USA

Einführung des Übersetzers: Hier folgen zwei Beiträge US-amerikanischer Analysten, die sich unabhängig voneinander eingehend mit der deutschen Energiepolitik befassen. Durch beide Beiträge zieht sich wie ein roter Faden zwischen den Worten das Unverständnis bzgl. dieser Politik.

Es ist wahrlich kein Ruhmesblatt für die deutsche Journaille, dass man auf amerikanische Quellen zurück greifen muss, um Einzelheiten und weitere Aspekte dieser Politik hierzulande in Erfahrung zu bringen. – Ende Einführung

Wacht Deutschland zu einer „vernünftigen“ Energiepolitik auf?

Duggan Flanakin

Erst letzte Woche hat der österreichische Geisteswissenschaftler Ralph Schoellhammer die deutsche Energieforschung als von einer grünen Agenda verdorben kritisiert. Schoellhammer sagte, dass der deutsche Fokus auf die Energiewende, wie auch der vieler anderer westlicher Nationen, sie blind gemacht habe für das ernsthafte Risiko einer Verknappung aufgrund der sich verschlechternden geopolitischen Umstände.

Vor einem Jahrzehnt kündigte die deutsche Regierung an, alle Kernkraftwerke bis 2022 abzuschalten. Um diese Entscheidung zu bekräftigen, behauptete der deutsche Wirtschaftsminister Robert Habeck im vergangenen Sommer empört, dass die Kernenergie nicht dazu beitragen könne, die verringerten Gaslieferungen auszugleichen.

Daraufhin beschloss Habeck, gestützt auf Behauptungen von beauftragten Denkfabriken, dass jegliche Unterbrechung der Agenda die deutsche Wirtschaft bis 2050 eine Billion Dollar kosten würde, noch stärker auf eine schnelle Energiewende zu drängen. Deutschland hatte sich bereits Dutzenden von Ländern angeschlossen, die sich verpflichtet hatten, bis 2028 aus der Kohleverbrennung auszusteigen, um das Ziel „Netto-Null“ anzustreben.

Dann schloss sich Deutschland den anderen G7-Staaten an und forderte ein Ende der Investitionen auch in Erdgas. Im November kündigte Deutschland an, sich mehreren anderen europäischen Ländern anzuschließen und aus dem Energiecharta-Vertrag von 1994 auszutreten, der die Energieversorgung sichern soll. Der Vertrag bietet auch Schutz für Unternehmen, die in die Energiewirtschaft investieren.

All dies geschah vor dem Hintergrund des russischen Angriffs auf die Ukraine, der zu einer Unterbrechung der Erdgaslieferungen an Deutschland und andere europäische Abnehmer führte. Die in Panik geratenen Deutschen, die aus freien Stücken auf ihre Kernenergie verzichten mussten, setzten wieder verstärkt auf kohle- und ölbefeuerte Kraftwerke, um das knappe und immer teurer werdende Erdgas für die Beheizung ihrer Häuser zu sparen.

Aber Reden ist billig. Und Energie ist es nicht. Jetzt nicht mehr. Schlimmer noch, Deutschland lernt wie einige andere Länder schnell, dass die virtuose Verabschiedung einer Anti-Energie-Politik negative Konsequenzen in der realen Welt hat, in der die Bürger leben. Und in Deutschland (und in ganz Europa) windet man sich.

Am 6. März berichtete McKinsey, dass Deutschlands historisch stabiler Stromversorgung bis 2030 eine Stromlücke von bis zu 30 Gigawatt droht – das entspricht der Leistung von 30 großen Wärmekraftwerken. Selbst ein massiver Ausbau der erneuerbaren Energien würde nicht ausreichen, wenn Deutschland nicht neue Gaskraftwerke baut und bestehende Kohlekraftwerke „vorübergehend“ weiter betreibt.

Drei Tage später kündigte Habeck an, dass Deutschland mit Hilfe von Auktionen den Bau neuer Gaskraftwerke „für die Zeiten, in denen Wind und Sonne nicht genug Strom liefern“, sicherstellen werde. Dennoch glaubt Habeck immer noch, dass sein Land den Übergang zu einem „klimaneutralen“ Energiesystem bis 2045 vollziehen kann. Ein Bericht der Bundesnetzagentur vom Januar hatte behauptet, dass ein Ausstieg aus der Kohle vor 2030 die Energiesicherheit des Landes nicht gefährden würde.

An einer anderen Front wachen die deutschen Automobilhersteller und -arbeiter über die Bedrohung durch den U.S. Inflation Reduction Act auf, der 369 Milliarden Dollar an Klima- und Energiesubventionen enthält – allerdings nur für in Nordamerika hergestellte Fahrzeuge. Eine aktuelle Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages ergab, dass 23 Prozent der Automobilhersteller und -zulieferer bereits eine Verlagerung ihrer Produktionsstätten in die USA oder nach Kanada erwägen.

Tesla hat seine Pläne zurückgeschraubt, Batterien in Deutschland zu produzieren, da der Bau von US-Fabriken für Elektrofahrzeuge „sehr attraktiv“ geworden ist, so eine Führungskraft der Branche. Auch Audi und Volkswagen sind begeistert von der Subvention in Höhe von 5.700 Dollar für in Nordamerika montierte Fahrzeuge. Ein weiterer Grund sind die hohen Kosten für Erdgas und Strom in Deutschland.

Trotz der Verlockungen haben Beamte der Europäischen Union vorerst ausgeschlossen, „mehr und mehr Geld“ auszugeben, um den „protektionistischen“ Biden-Plan zu bekämpfen, dessen Steuergutschriftenregelung in Europa hergestellte E-Fahrzeuge für US-Käufer weniger attraktiv macht. Der deutsche Finanzminister Christian Lindner argumentierte, dass Deutschland sich einen Wettbewerb mit den USA um höhere Subventionen nicht leisten könne und dass sein Land bereits mehr öffentliche Investitionen – 800 Millionen Euro (860 Milliarden Dollar) über das Programm Generation EU – als die US IRA biete.

Noch überraschender ist, dass der Bosch-Betriebsrat und die IG Metall, die einen massiven Abbau von Arbeitsplätzen durch die Verlagerung von Produktionsstätten ins Ausland befürchten, im Februar einen „Rot-Alarm“ ausgaben und davor warnten, dass „die Zukunft der [europäischen] Industrieproduktion in Gefahr ist“. Die grüne Politik bedroht 900.000 deutsche Arbeitnehmer, die „direkt und indirekt“ an der Produktion von Verbrennungsmotoren beteiligt sind.

Deutschland hat die Subventionen für Elektrofahrzeuge im Januar gekürzt, weil man davon ausging, dass Elektroautos für die Käufer immer attraktiver werden würden, auch wenn die Förderbeträge nur halb so hoch sind wie die Subventionen, die vor 2023 bis zu 6.000 Euro für die Käufer und 3.000 Euro für die Autohersteller betrugen. Im Dezember wurden 104.300 Fahrzeuge zugelassen, aber nur 18.100 im Januar, obwohl die deutschen Verkehrsbehörden davon ausgehen, dass der Gesamtabsatz von E-Fahrzeugen im Jahr 2023 nur um 8 Prozent sinken wird.

Und Anfang dieses Monats forderten Lindner und der deutsche Verkehrsminister Volker Wissing, Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren von dem von der Europäischen Union geplanten vollständigen Verbot von ICE-Fahrzeugen ab 2035 auszunehmen – wenn die ICE-Fahrzeuge mit synthetischen E-Kraftstoffen betrieben werden können.

Wissing drohte sogar damit, sein Veto gegen die Emissionsgesetze einzulegen, wenn die EU nicht zustimmt. Er rechnet damit, dass sein Vorschlag von Italien, Polen und osteuropäischen Ländern, die die deutsche Automobilindustrie beliefern, unterstützt wird. Seine Position wird wahrscheinlich von den Beschäftigten der Automobilindustrie und ihren Gewerkschaften unterstützt, die ansonsten mit einer strukturellen, ihre Familien bedrohenden Arbeitslosigkeit konfrontiert sind.

Die Autoindustrie beschäftigt 3,4 Millionen Menschen in den EU-Ländern – fast 12 Prozent aller Arbeitsplätze im verarbeitenden Gewerbe. Die Arbeiterklasse ist am stärksten von den steigenden Energiepreisen, dem Verlust von Arbeitsplätzen und anderen Aspekten des „grünen Übergangs“ betroffen.

In Verbindung mit der zusätzlichen Bedrohung der europäischen Autoindustrie durch die US-amerikanische IRA könnte es sein, dass eine wirkliche Debatte darüber beginnt, wie eine Energiewende ohne massive gesellschaftliche Verwerfungen erreicht werden kann. Und das in einem politischen Umfeld, in dem abweichende Meinungen zunehmend als inakzeptabel bezeichnet werden – dass die Einlassungen der „Experten“ nicht in Frage gestellt werden dürfen.

Autor: Duggan Flanakin is the Director of Policy Research at the Committee For A Constructive Tomorrow. A former Senior Fellow with the Texas Public Policy Foundation, Mr. Flanakin authored definitive works on the creation of the Texas Commission on Environmental Quality and on environmental education in Texas. A brief history of his multifaceted career appears in his book, „Infinite Galaxies: Poems from the Dugout.“

Link: https://www.cfact.org/2023/03/15/is-germany-waking-up-to-virtuous-energy-policies/

————————————–

Deutschlands kommendes „Wirtschaftswunder“ der grünen Energie

Francis Menton, MANHATTAN CONTRARIAN

Ich bin alt genug, um mich an das deutsche „Wirtschaftswunder“ nach dem Zweiten Weltkrieg zu erinnern. Nach mehr als zehn Jahren staatlicher Lenkung der Wirtschaft unter den Nazis, gefolgt von den Verwüstungen des Krieges, übernahm Deutschland nach 1945 unter Wirtschaftsminister Ludwig Erhard das Modell der niedrigen Steuern und der geringen Regulierung. Die Wirtschaft boomte jahrzehntelang.

Doch dann wandte sich Deutschland allmählich von Erhards Rezepten ab. Heute befindet sich Deutschland seit etwa zwanzig Jahren in der aggressivsten „grünen Energiewende“ aller Länder mit einer großen Volkswirtschaft, wobei die Regierung die Gewinner und Verlierer im Energiesektor fest im Griff hat. Zurzeit liegen die deutschen Strompreise für Verbraucher in der Größenordnung des Dreifachen des US-Durchschnitts. In meinem Beitrag vom 3. Januar 2023 zitierte ich einen deutschen Energiemarktguru namens Mirko Scholssarczyk, der einen weiteren starken Anstieg prognostizierte:

„40 Cent pro Kilowattstunde [werden] wahrscheinlich in den Jahren 2023 und 2024 die neue Normalität sein, und … die Preise könnten danach sogar auf 50 Cent pro Kilowattstunde steigen.“

Damit wären die Strompreise für deutsche Verbraucher etwa vier- bis fünfmal so hoch wie der US-Durchschnitt – vorausgesetzt, die USA gehen nicht den gleichen Weg und treiben die Preise so in die Höhe wie Deutschland.

Lernt da drüben in Deutschland jemand etwas? Verlassen Sie sich nicht darauf. Ein Beitrag vom 10. März auf der Website No Tricks Zone [NTZ] trägt den Titel „As German Economy Reels, Chancellor Promises Going Green Will Lead To ‚Economic Miracle‘.“ Ja, es wird ein neues „Wirtschaftswunder“ geben – aber dieses Mal nicht durch Unternehmertum auf dem freien Markt, sondern durch eine staatlich gelenkte und vom Steuerzahler subventionierte Energiewende. Zumindest behauptet der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz und glaubt es wohl wirklich. NTZ verweist auf die deutschsprachige Seite Pleiteticker.de und bietet Übersetzungen der wichtigsten Passagen:

„Bundeskanzler Olaf Scholz verspricht jetzt nämlich das neue Wirtschaftswunder durch Investitionen in Klimaschutz, ungeachtet der miserablen Wirtschaftslage in der sich die Bundesrepublik befindet. … Wegen der hohen Investitionen in den Klimaschutz wird Deutschland für einige Zeit Wachstumsraten erzielen können, wie zuletzt in den 1950er und 1960er-Jahren“, so Scholz.

[Aus dem Original! Keine Rückübersetzung]

In Scholz‘ Vision resultiert das Wirtschaftswachstum aus „Investitionen“. Wenn die Regierung also nur genügend Milliarden an erzwungenen „Investitionen“ zur Verfügung stellt, wird die Wirtschaft mit Sicherheit boomen – selbst wenn die „Investitionen“ in Dinge fließen, die in einem nicht geförderten Umfeld sofort in den Ruin getrieben würden, wie z.B. die Erzeugung von Wind- und Solarstrom oder elektrische Wärmepumpen für die Hausheizung. Im Grunde hat Scholz die gleiche wirtschaftliche Vision wie unser Präsident Biden.

Die NTZ zitiert die Reaktion von Pleiteticker:

„Die Reallöhne sind 2022 zuletzt um 3,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal gesunken. Zeitgleich stiegen die Verbraucherpreise um 8,6 Prozent, während die Preise für Lebensmittel und Energie um ungefähr 20 Prozent stiegen. Ökonomen erwarten für das erste Quartal 2023 einen Rückgang des deutschen BIP, das wäre das zweite Mal infolge – eine Rezession. Große deutsche Firmen, zuletzt BASF, verlassen das Land.“

[Aus dem Original! Keine Rückübersetzung]

Die nächste Stufe der Energiewende in Deutschland ist die vollständige Elektrifizierung der Hausheizung, die dadurch erreicht werden soll, dass jeder verpflichtet wird, Gasöfen durch elektrische Wärmepumpen zu ersetzen. Am 28. Februar berichtete NTZ, dass der deutsche Wirtschaftsminister Robert Habeck ein Gesetz eingebracht hat, das ein Verbot neuer Gasöfen ab 2024 vorsieht. Bestehende Gasöfen dürften nur noch eine Lebensdauer von 30 Jahren haben und müssten dann ersetzt werden. Am 11. März berichtete NTZ unter Berufung auf eine andere deutschsprachige Quelle namens Blackout News, dass die Regierung Geldstrafen in Höhe von 50.000 Euro gegen jeden verhängen will, der der Verpflichtung zur Umstellung auf elektrische Wärme nicht nachkommt:

„Alle Gas- und Ölheizungen müssen nach 30 Betriebsjahren ersetzt werden ohne die Möglichkeit, sie zu reparieren und in Betrieb zu halten. … „Wer der Austauschpflicht nicht nachkommt, soll ein Bußgeld von bis zu 50.000 Euro zahlen“, berichtet Blackout News hier. „Die Pläne, Gas- und Ölheizungen ab 2024 zu verbieten, haben viele Deutsche überrascht. Wenn im kommenden Jahr eine Heizungsanlage ausgetauscht werden muss – sei es wegen eines Defekts an der alten Gas- oder Ölheizung oder wegen eines Neubaus – muss eine klimafreundliche Alternative eingebaut werden. … Die Maßnahmen sollen als Abschreckung dienen und dafür sorgen, dass defekte Anlagen tatsächlich durch klimafreundlichere ersetzt werden.“

[Weil Gosselin auf seinem Blog NTZ den Blacknews-Beitrag in diese Kurzform gebracht hat, folgte hier eine Rückübersetzung]

Hat jemand in Deutschland endlich die Nase voll? Aus dem Beitrag der NTZ vom 11. März:

„Die Pläne von Habeck und der Bundesregierung stoßen jedoch seit ihrem Bekanntwerden auf heftigen Widerstand. Die Oppositionsparteien haben die Pläne scharf kritisiert, und andere innerhalb der Regierung sehen die vorgeschlagenen Maßnahmen als Problem an“.

In der britischen Daily Mail erschien am 7. März ein großer Artikel über die Erfahrungen der britischen Verbraucher mit Wärmepumpen für die Hausheizung. Die Überschrift lautet [übersetzt]: „Wärmepumpen lassen manche Häuser so kalt, dass die Leute sie ausmustern“. In dem Artikel wird darauf hingewiesen, dass es in UK ein Programm gibt, das Hausbesitzern einen Zuschuss von bis zu 6000 £ bietet, wenn sie eine Wärmepumpe installieren. Leider funktionieren die Wärmepumpen nicht sehr gut, wenn die Temperatur unter 30 Grad sinkt. Auszug aus dem Artikel der Daily Mail:

Hausbesitzer, die Häuser mit bereits installierten Wärmepumpen gekauft haben – oder Neubauten, bei denen Pumpen Teil des Pakets waren – haben uns von einer ganzen Reihe von Problemen im Zusammenhang mit dieser Technologie berichtet. … Einige waren so genervt von ihnen, dass sie sie ausbauen ließen – oder zusätzliche Heizsysteme installierten, die einspringen, wenn die Pumpen nicht genug Wärme erzeugen.

Wärmepumpen, die mit dem 5-fachen des US-Strompreises betrieben werden und dann an den kältesten Tagen des Winters nicht für Wärme sorgen. Das ist die grüne Idee eines „Wirtschaftswunders“.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Link: https://wattsupwiththat.com/2023/03/14/germanys-coming-green-energy-economic-miracle/

Beide Beiträge übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Auswirkungen der Urbanisierung auf die GHCN-Temperaturtrends, Teil III: Verwendung der Bevölkerungsdichte, 1880-2015

Roy W. Spencer, Ph. D., Global Warming Blog

Dies ist der dritte Teil meiner (nicht enden wollenden, wie es scheint) Serie über die Messung der Auswirkungen von städtischen Wärmeinseln (Urban Heat Islands, UHI) auf die Temperaturtrends an der Landoberfläche.

In Teil I [in deutscher Übersetzung hier] und Teil II [in deutscher Übersetzung hier] habe ich den Landsat-basierten „bebauten“ Strukturdatensatz als Stellvertreter für die Verstädterung hervorgehoben. Ich bin sicher, dass wir ihn im Rahmen unseres Zuschusses des Energieministeriums weiter untersuchen werden, um (hauptsächlich) satellitengestützte Methoden und Datensätze zum Testen von Klimamodellen und deren Vorhersagen der globalen Erwärmung zu untersuchen.

Ein Großteil der ursprünglichen Forschung zum UHI-Effekt (z. B. T.R. Oke, 1973 und später) bezog sich auf die Erwärmung im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung von Städten. Da die Bevölkerungsdatensätze viel weiter zurückreichen als der Satellitenzeitraum, können sie Informationen über den UHI-Effekt liefern, die bis weit vor 1900 zurückreichen. In den letzten Wochen habe ich einen Umweg über die Landsat-Diagnose menschlicher Siedlungsstrukturen als Näherungswert für die Urbanisierung und die Bevölkerungsdichte gemacht. Dabei musste ich mich mit Problemen im Zusammenhang mit niedrigen Korrelationen und der linearen Regression (insbesondere der Regressionsverdünnung) auseinandersetzen. Ich habe beschlossen, hier nicht darauf einzugehen, weil es etwas zu technisch ist.

Je tiefer ich in dieses Projekt einsteige, desto mehr lerne ich.

Urbanisierungs-Effekte von 1880 bis 2015

Ich habe viele Ergebnisse, die ich zeigen könnte, aber ich denke, ich werde nur eines davon vorstellen, welches von Interesse sein dürfte. Ich verwende Dutzende (in den ersten Jahren) bis Hunderttausende von 2-Stationen-Paaren von Temperaturdifferenzen und PD-Differenzen* und sortiere diese nach der kleinsten bis zur größten durchschnittlichen PD der 2-Stationen. Dann führe ich Regressionen in separaten PD-Intervallen (12 bis 19) durch, um die Veränderung der Temperatur mit der Bevölkerungsdichte (dT/dPD) zu ermitteln. Diese Koeffizienten sind in der Tat Tangenten an die nichtlineare Funktion, die die PD mit dem UHI-Erwärmungseffekt verbindet. Die unten gezeigten Daten stammen aus dem Monat Juni in 20-Jahres-Intervallen von 1880 bis 2015 im Breitenbereich 20N bis 80N.

[*PD = Population Density = Bevölkerungsdichte]

Durch Aufsummieren dieser Regressionskoeffizienten (Integration, in Worten der Infinitesimalrechnung) von Null PD bis zum maximalen PD-Durchschnittswert von zwei Stationen ermittle ich Kurven von PD und UHI-Effekt. Ich habe mir eine ganze Reihe veröffentlichter UHI-Papiere angesehen und kann keinen ähnlichen Ansatz für das UHI-Problem finden.

Abb. 1. UHI-Erwärmungskurven als Funktion der 10×10 km großen Bevölkerungsdichte an GHCN-Temperaturmessstationen in fünf verschiedenen 20-Jahres-Zeiträumen von 1800 bis 2015. Die Bevölkerungsdichte (PD, Personen pro km²) und die Temperaturdaten stammen alle 10 Jahre aus dem Monat Juni, und alle Stationspaare in einem Umkreis von 150 km und in einem Höhenabstand von 300 m zueinander wurden berücksichtigt. Die PD-Daten stammen aus dem HYDE 3.2-Datensatz, der auf einem ~10×10 km großen globalen Gitter basiert.

Ich muss zugeben, dass die Ergebnisse in Abb. 1 nicht das sind, was ich erwartet habe. Sie zeigen, dass der gesamte UHI-Effekt im späten 19. Jahrhundert stärker war und sich seitdem etwas abgeschwächt hat. (Zur Erinnerung: Da diese Ergebnisse auf Differenzen zwischen zwei Stationen beruhen, handelt es sich um räumliche Beziehungen, d. h. in den Jahren 1880, 1890 und 1900 ist der Temperaturunterschied zwischen ländlichen und dicht besiedelten Gebieten größer als in späteren Jahrzehnten).

Ich habe keine schlüssige Erklärung dafür, und Vorschläge sind willkommen.

Wären die Ergebnisse umgekehrt, würde ich vermuten, dass dies auf größere Fehler bei den frühen Bevölkerungsschätzungen zurückzuführen ist, da Fehler bei der unabhängigen Variable (PD) die Regressionssteigung (dT/dPD) unter die „wahre“ Beziehung senken (Regressionsverdünnung). Aber genau das Gegenteil ist der Fall. Und es kann nicht an der viel geringeren Anzahl von Stationen in den frühen Perioden liegen, denn das führt nur zu Rauschen in den Regressionskoeffizienten, nicht aber zu systematischer Verzerrung.

Einige Gedanken dazu

Nach der Lektüre der Fachliteratur halte ich dies für einen ziemlich neuen Ansatz, der ein häufiges Problem vermeidet: die übliche Einteilung der Stationen in „ländliche“ und „städtische“ Kategorien. Da die Kurven in Abb. 1 nicht linear sind, wird eine fast ländliche Station bei einem gegebenen Bevölkerungszuwachs eine viel stärkere Erwärmung erfahren als ein sehr städtischer Standort. Daher sind frühere Untersuchungen, die nur geringe Unterschiede in den Temperaturtrends zwischen städtischen und ländlichen Standorten festgestellt haben, nicht wirklich aussagekräftig. Meine Methode umgeht dieses Problem, indem ich Kurven konstruiere, die bei einer Bevölkerungsdichte von Null beginnen (wirklich ländliche Bedingungen).

[Hervorhebungen im Original]

Letztendlich wird all dies zu einer Schätzung darüber führen, wie viel der Erwärmung auf dem Land (z. B. seit 1880) auf den Wärmeinseleffekt in Städten zurückzuführen ist. Wie ich bereits erwähnt habe, glaube ich nicht, dass er groß sein wird. Aber es muss dokumentiert werden.

Link: https://wattsupwiththat.com/2023/03/18/urbanization-effects-on-ghcn-temperature-trends-part-iii-using-population-density-1880-2015/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Stadt in Illinois lehnt Solarwüste ab

Bonner Cohen, Ph. D.

In einem beeindruckenden Rückschlag für die Solarenergie hat die Stadt Pontiac, Illinois, Pläne für den Bau eines Solarenergieprojekts zunichte gemacht, das ein leeres Grundstück in der Stadt in eine strahlende Solarwüste verwandeln würde.

In einer emotionalen Anhörung am 13. Februar vor der Planungs- und Baugenehmigungsbehörde der Stadt Pontiac lehnten Beamte der Stadt den Antrag der Bundleflower Solar LLC auf Umwidmung des Grundstücks ab, damit dort bis zu 5.568 Photovoltaik-Solarzellen installiert werden können. Einige Tage später zog Bundleflower Solar seinen Antrag ganz zurück und beendete damit ein Projekt, das bei den Einwohnern der Stadt auf heftigen Widerstand gestoßen war.

Zu allem Überfluss änderte auch noch der Eigentümer des 20 Hektar großen Grundstücks, auf dem Tausende von Solarzellen installiert werden sollten, seine Meinung und sprach sich gegen das Projekt aus.

Die dramatische Kehrtwende zeigt, was passieren kann, wenn die Bürger gut darüber informiert sind, wie schädlich Solar- (und Wind-) Projekte sind, und sich dann mobilisieren, um die mit viel Geld ausgestatteten Entwickler erneuerbarer Energien davon abzuhalten, ihre Gemeinden zu ruinieren.

CFACT informiert die Bürger

CFACT war froh, in dieser David-gegen-Goliath-Konfrontation behilflich zu sein. Zwei Wochen vor der entscheidenden Anhörung veröffentlichten wir einen Artikel über das Projekt, in dem wir aufzeigten, dass die Einwohner Pontiacs in keiner Weise von dem Solarprojekt in ihrer Stadt profitieren würden. Der Artikel erschien auch in der Zeitschrift Real Clear Energy, wodurch er eine größere Verbreitung fand. Besorgte Einwohner schickten den Artikel per E-Mail an ihre Verbündeten und verteilten Ausdrucke an alle. CFACT riet den Gegnern des Projekts auch, die Anhörung zu besuchen, wo sie – gewappnet mit den in dem Artikel enthaltenen Informationen – dem Planfeststellungsausschuss überzeugende Argumente gegen das Projekt vorlegten.

Die Anhörungen des Planfeststellungsausschusses werden in der Regel von denjenigen gewonnen, die erscheinen, und die wenigen lokalen Befürworter des Solarprojekts wurden von den gut informierten Gegnern von Bundleflower Solar regelrecht überrollt.

Auf der Grundlage der von CFACT bereitgestellten Informationen wiesen die Anwohner darauf hin, dass die Solarenergie unstetig ist und nicht rund um die Uhr Strom liefern kann. Sie wussten, dass die Tausenden von Solarmodulen nachts keinen Strom produzieren würden, keinen Strom an bewölkten und regnerischen Tagen und keinen Strom, wenn sie in den langen, kalten Wintern im Norden von Illinois mit Schnee bedeckt sind. Ein Zeichen dafür, wie unseriös das Projekt war, ist die Tatsache, dass der Projektträger nicht einmal vorhatte, Pufferbatterien zu installieren, die bei Abwesenheit der Sonne Strom liefern sollten. Diese Batterien haben natürlich ihre eigenen Umweltprobleme und sind ein weiterer Grund, warum Gemeinden Solar- und Windprojekte, die sie einschließen, vermeiden sollten.

Die Einwohner von Pontiac könnten auch feststellen, dass der Projektentwickler in erster Linie daran interessiert war, großzügige Subventionen des Bundes und des Staates zu kassieren, und dass er ohne diese Subventionen der Steuerzahler niemals in Betracht gezogen hätte, das Projekt in ihrer Stadt durchzuführen.

Pontiac liefert eine Vorlage

Letztendlich ist Pontiac – eine Stadt mit 11.000 Einwohnern, etwa 60 Meilen südwestlich von Chicago gelegen – einer Katastrophe entgangen. Sie wird keinen weißen Elefanten beherbergen, dessen einziger Zweck es ist, engstirnigen Unternehmensinteressen als Teil des sich ständig ausbreitenden Klima-Industriekomplexes zu dienen.

Der Widerstand, den die Einwohner von Pontiac geleistet haben, sollte als Vorbild für andere Gemeinden im ganzen Land dienen und zeigen, wie diese verschwenderischen Projekte gestoppt werden können.

Warum kann man sich an dieser Vorlage nicht auch hierzulande ein Beispiel nehmen?

Autor: Bonner Cohen, Ph. D., is a senior policy analyst with CFACT, where he focuses on natural resources, energy, property rights, and geopolitical developments. Articles by Dr. Cohen have appeared in The Wall Street Journal, Forbes, Investor’s Busines Daily, The New York Post, The Washington Examiner, The Washington Times, The Hill, The Epoch Times, The Philadelphia Inquirer, The Atlanta Journal-Constitution, The Miami Herald, and dozens of other newspapers around the country. He has been interviewed on Fox News, Fox Business Network, CNN, NBC News, NPR, BBC, BBC Worldwide Television, N24 (German-language news network), and scores of radio stations in the U.S. and Canada. He has testified before the U.S. Senate Energy and Natural Resources Committee, the U.S. Senate Environment and Public Works Committee, the U.S. House Judiciary Committee, and the U.S. House Natural Resources Committee. Dr. Cohen has addressed conferences in the United States, United Kingdom, Germany, and Bangladesh. He has a B.A. from the University of Georgia and a Ph. D. – summa cum laude – from the University of Munich.

Link: https://www.cfact.org/2023/03/11/illinois-town-nixes-solar-desert/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Kältereport Nr. 10 /2023

Christian Freuer

Vorbemerkung: Erwartungsgemäß spielen die Vorgänge in den USA auch in diesem Report eine Rolle. Man kann schon sagen, dass es für fast die gesamten USA ein extrem strenger und schneereicher Winter war. Es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, wann es in Europa so weit ist.

————————————

Meldungen vom 10. März 2023:

Steigende Zahl von Todesopfern in San Bernardino: Menschen wurden erfroren in ihren Wohnungen gefunden

Der Strom ist ausgefallen, die Thermometer zeigen Minusgrade an, und der Schnee steht bis zu den Dachsparren – und niemanden scheint es zu kümmern.

Es folgt eine längere Beschreibung der Auswirkungen von extremer Kälte und Schnee in der San Bernardino County, Kalifornien – einschließlich mehrerer Todesopfer, die in ihren Häusern vom Schnee eingeschlossen waren. Das Gebiet ist von Natur aus Wüste. Die lokalen Medien strotzten jahrelang nur von Warm-Propaganda, und man war schlicht und ergreifend in keiner Weise vorbereitet auf Schnee und Kälte – auch die Behörden nicht.

Da es in diesen Reports aber hauptsächlich um die Wetter-Fakten geht, wird darauf nicht näher eingegangen.

————————————

Leiden in UK

Eine ähnliche Misere herrscht auch in UK.

Hier machen steigende Energiepreise, sinkender Lebensstandard und ungewöhnliche Kälte im März das Leben besonders schwer.

Auch hier eine Beschreibung der Auswirkungen. Dann aber folgt ein Twitter-Video über einen „Schnee-Tornado“ in Schottland:

https://twitter.com/i/status/1633845848605085700

Es folgt ein Kommentar einer Bewohnerin in Schottland, die sich bitter beklagt über Kälte und die ihre Not schildert. Sie erhebt schwere Anklagen gegen die Regierung Sunak. Auch dieser Brief geht an der Thematik dieser Kältereports vorbei, aber es wird dringend empfohlen, ihn uner dem u. g. Link mal zu lesen!

Link: https://electroverse.info/death-toll-rises-in-san-bernardino-people-found-frozen-in-their-homes-uk-hardships-swings/

————————————

Meldungen vom 11. März 2023:

Seltene Schnee-Walzen in Nordirland

Seltene Schneewalzen wurden auf Feldern in der nordirischen Grafschaft Down gesichtet.

Diese natürlich vorkommenden „Walzen“ bilden sich, wenn starke Winde über ein flaches, schneebedecktes Feld oder einen Berghang wehen. Nach Angaben der Royal Meteorological Society (RMETS) müssen drei Bedingungen erfüllt sein: Der Boden muss vereist oder mit einer Schneekruste bedeckt sein, der Wind muss stark und böig sein, und der Schneefall muss nass und mindestens ein paar Zentimeter tief sein.

Das folgende Foto wurde letzte Woche in Annahilt aufgenommen, nachdem es in UK heftig geschneit hatte:

Bild: Schneewalzen sehen normalerweise aus wie Heuballen, Krapfen oder eine Schweizer Rolle [Adam Mantell].

Der schwere, anomale Schnee verursachte überall in UK, sogar in den südlichen Teilen, erhebliche Störungen – viele Schulen und Unternehmen blieben geschlossen, und in Zehntausenden von Haushalten fiel der Strom aus.

————————————

Kalter Februar in fast ganz Westeuropa

Trotz der Beteuerungen des Mainstreams, dass Europa einen „katastrophal warmen Winter“ erlebt hat, sagen die Daten etwas anderes – vor allem, was West- (und auch Ost-) Europa betrifft.

Der Februar 2023 hatte in Portugal eine Durchschnittstemperatur von 9,94 °C, was 0,4 °C unter der älteren Norm von 1971 bis 2000 liegt, die dort verwendet wird. Es war auch ein extrem trockener Monat, fielen doch nur 11 % des üblichen Niederschlags.

Der Februar in Spanien war ähnlich kühl und lag mit einer Durchschnittstemperatur von 6,7°C um 0,4°C unter der Norm für den Zeitraum 1991-2020:

Bild: Kühles Spanien im Februar 2023 [AEMET].

Im östlichen Mittelmeerraum lag die Temperatur in Zypern im vergangenen Monat um -0,5 °C unter der multidekadischen Norm. Das Land stellte am 8. des Monats einen neuen Kälterekord auf, als auf dem Trodos-Gebirge -12,8°C gemessen wurden.

————————————

Kühle Karibik

In den letzten Wochen und Monaten herrschte auf den karibischen Inseln außergewöhnliche (relative) Kälte.

Zuletzt gab es am 10. März eine sehr kühle Nacht auf der Insel Martinique. Mit einem Tiefstwert von 12,2°C in La Morne Rouge wurde auf Martinique die niedrigste Märztemperatur seit Beginn der Aufzeichnungen gemessen. Es war auch die zweitniedrigste Temperatur, die jemals auf der Insel gemessen wurde, nur übertroffen (um 0,1°C) von dem Tiefstwert im Dezember 2022.

Die Daten für Februar 2023 liegen ebenfalls vor: Martinique erlebte einen überdurchschnittlich kühlen Monat.

Es folgen weitere Angaben zu Kalt-Extremwerten auf anderen Inseln der Karibik.

————————————

Kalifornien: Von extreme Dürre zu keiner Dürre mehr innerhalb von nur vier Monaten – dank historischem Schnee

Die „schlimmste Dürre seit 1.200 Jahren“ in Kalifornien ist dank historischer Schneefälle vorbei. Doch die Alarmisten beklagen jetzt die nächste „Klimakatastrophe“: Überschwemmungen.

„Einmalige Schneestürme“ ließen Dr. Tony Phillips in den Bergen der östlichen Sierra stranden. Als Inhaber der stets ausgezeichneten Website spaceweather.com hat Dr. Phillips derzeit „nur 10 Schlittenhunde und eine Satellitenschüssel, um die Website zu aktualisieren“.

!Alles ist in Ordnung“, schreibt er, und die Arbeit an der Website geht „größtenteils wie gewohnt voran, wenn auch etwas langsamer“.

Dank einer rekordverdächtigen Schneedecke hat sich die mehrjährige „Megadürre“ in Kalifornien deutlich abgeschwächt. Große Teile des Staates, vor allem die zentralen Regionen, haben sich innerhalb von nur vier Monaten von einer „extremen Dürre“ in eine „keine Dürre“ verwandelt.

Anderswo:

Auch anderswo auf der nördlichen Hemisphäre gibt es in dieser Saison enorme Schneefälle – nicht nur in Kalifornien.

Die folgende Grafik wurde von Environment Canada zur Verfügung gestellt. Sie zeigt die aktuelle Wassermenge, die in der saisonalen Schneedecke (in Kubikkilometern) in den Landgebieten der nördlichen Hemisphäre (ohne Grönland) gespeichert ist, im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 1998-2011. Die Schneehöhe aus der CMC-Analyse wird in ein Schneewasser-Äquivalent umgerechnet, wobei eine Dichteklimatologie verwendet wird, die aus Schneemessdaten gewonnen wird.

Die Grafik spricht für sich selbst:

Viele Bergbewohner sind nach wie vor im Schnee gefangen, andere können angesichts der nicht geräumten Straßen noch nicht einmal ihre Häuser erreichen:

Dieses Foto von Getty Images kann hier wg. Copyright nicht gezeigt werden. Es sieht sehr eindrucksvoll aus.

Dieser scheinbar „endlose Winter“ beschränkt sich nicht nur auf Kalifornien, die Kälte und der Schnee ziehen sich über weite Teile Nordamerikas hin. In Missoula, Montana, zum Beispiel bricht die Anzahl der aufeinanderfolgenden Tage mit einer Schneehöhe von 2 cm oder mehr auf dem Boden Rekorde.

„Wir hatten 111 Tage, an denen wir eine Schneehöhe von 2 cm oder mehr verzeichnet haben“, so Bob Nester, leitender Meteorologe beim NWS Missoula Forecast Office. „Das ist der drittlängste Zeitraum seit 1893.“

Die offizielle Messung wird vom NWS-Büro am Missoula International Airport vorgenommen, aber Nester merkte an, dass in anderen Gebieten von Missoula – zum Beispiel in den South Hills – mehr Schnee und eine andauernde Schneedecke zu verzeichnen sind.

Der Allzeitrekord für aufeinanderfolgende Tage mit 2 cm oder mehr Schnee im NWS-Büro in Missoula liegt bei 122 Tagen, aufgestellt im Winter 1996-97 (Sonnenminimum des Zyklus 22). Die zweitlängste aufgezeichnete Zeitspanne betrug 115 Tage in den Jahren 1978-79 (Sonnenminimum des Zyklus 20).

Link: https://electroverse.info/rare-snow-rollers-ni-cold-february-europe-cool-caribbean-california-historic-snow/

————————————

Meldungen vom 14. März 2023:

Es folgt zunächst eine Meldung über eine außerordentliche Sonnen-Eruption. Näheres dazu unter spaceweather.com vom 13. März 2023.

Historisch kalter Winter in Sibirien

Der Winter 2022-23 war in Mittel- und Ostrussland historisch kalt.

In Jakutien und im Fernen Osten zum Beispiel lagen die saisonalen Anomalien um 4 K unter dem Durchschnitt.

In den meisten Teilen Sibiriens herrschte seit November letzten Jahres rekordverdächtiger Frost. Und selbst ein milderer westlicher Teil des Landes (d. h. das europäische Russland) konnte nicht verhindern, dass das riesige 17,1 Mio. km² große Land eine Gesamtanomalie von -0,5 °C unter der multidekadischen Norm aufwies.

Und trotz aller alarmistischen Schlagzeilen der Medien über den milden Winter in Europa, 1) war es in Westeuropa in dieser Saison relativ kühl (ich habe es erlebt), und 2) wurden nur in Mitteleuropa und einem Teil des Ostens anomal hohe Temperaturen registriert – und das auf einer Fläche von etwas mehr als 1 Million km². Ich rechne mal nach: Russland ist 17x größer und hatte eine Winteranomalie von -0,5°C = Abkühlung.

Anderswo

Auch im Süden Russlands, in Ländern wie der Mongolei und Kasachstan, herrschte ein eisiger Winter, und auch in Westasien mussten Länder wie Iran, Irak, Afghanistan und Pakistan eine schlimme, tödliche und energieraubende Kälteperiode überstehen.

Und erst kürzlich hat die Türkei, ein Stückchen weiter westlich gelegen, einen sehr kalten Februar hinter sich. Der letzte Monat endete mit einer Durchschnittstemperatur von 3,35 °C, das sind 0,74 K unter dem Durchschnitt.

————————————

Jüngste Stürme lassen die Schneedecke in den USA auf ein Allzeithoch steigen

Die Schneedecke im Westen der USA hat dank der jüngsten Schneefälle einen historischen Stand erreicht.

Beginnend in den Bergen der Sierra Nevada übertraf die Schneehöhe diese Woche alle bisherigen Rekorde.

Nach Angaben des CDWR ist die Schneedecke in der südlichen Sierra – von den Landkreisen San Joaquin und Mono bis zum Kreis Kern – um 257 % höher als der Durchschnitt für diese Jahreszeit und um 247 % höher als der Durchschnitt für das Maximum der Schneehöhe am 1. April.

Auch in der Central Sierra und der Northern Sierra ist die Schneedecke mit 218 % bzw. 168 % des Durchschnitts enorm erhöht.

„Seit diesem Wochenende scheint die südliche Sierra die höchste Schneedecke in der aufgezeichneten Geschichte zu haben. Nicht nur für das Kalenderdatum, sondern für *jedes* Datum“, twitterte Daniel Swain, Klimawissenschaftler an der UCLA und der Nature Conservancy.

Aus den Karten des CDWR geht hervor, dass dieses Jahr die Saison 1982-1983 – den bisherigen Rekordhalter – übertroffen hat.

Bild: Wassergehalt des Schnees in Prozent vom Mittel des 1. April ind Nord-, Mittel- und Südkalifornien. Graphik aus diesem Tweet.

Noch eine Impression aus diesem Tweet:

Auch Mammoth wurde von einer scheinbar nicht enden wollenden Serie von Monsterstürmen heimgesucht.

Infolgedessen haben die saisonalen Gesamtwerte in der Main Lodge die Marke von 15 m erreicht, und weitere Niederschläge sind absehbar.

Der Allzeit-Rekord der Main Lodge liegt bei 17 m, und es ist wahrscheinlich, diesen Wert zu brechen, vielleicht sogar bis Ende März: OpenSnow meldet allein für die nächsten 10 Tage mehrere Stürme, die mehr als 120 cm bringen könnten.

Natürlich beschränken sich die beispiellosen Schneemengen dieser Saison nicht nur auf Kalifornien.

Am 13. März waren rekordverdächtige 42,4 % der Fläche der USA mit Schnee bedeckt.

Die landesweite Schneedecke in den Bergen Utahs zum Beispiel betrug am Montag 58 cm, wie aus den Daten des Federal Natural Resources Conservation Service hervorgeht. Diese Zahl liegt nur geringfügig unter dem Allzeitrekord für Mitte März, der 1997 aufgestellt wurde (Sonnenminimum oder Zyklus 22):

Grafik: Schneedecke in den Bergen am Montag Nachmittag (in schwarz) im Vergleich zu den Durchschnittswerten seit 1980. Der Stand von 58 cm liegt 0,5 cm unter dem Allzeitrekord vom 13. März 1997. (Photo: Natural Resources Conservation Service)

Link: https://electroverse.info/extremely-rare-farside-cme-historically-cold-winter-for-siberia-u-s-all-time-snow/

————————————

Vom 15. März datiert eine Meldung bei wetteronline über Hitze in Argentinien – der Vollständigkeit halber wird hier der Link genannt:

https://www.wetteronline.de/wetterticker/grosse-hitze-in-argentinien-zehntausende-menschen-von-stromausfaellen-betroffen–6509157b-f520-47d7-bbb9-b52bc3b13570

————————————

Meldungen vom 16. März 2023:

Schneestürme an beiden Küsten der USA

Mehr als eine halbe Million Amerikaner waren am Mittwoch zeitweise ohne Strom, nachdem Schneestürme an beiden Küsten den Winter 2022-23 verlängerten.

In Kalifornien wurde in 40 der 58 Landkreise des Bundesstaates der Notstand ausgerufen. An der anderen Küste fiel in Teilen von New York, New Hampshire und Massachusetts mehr als ein Meter Schnee von Mitte März.

Der Nordostwind sorgte für Schneemassen, geknickte Stromleitungen und umgestürzte Bäume. Hunderte von Schulen und Unternehmen wurden geschlossen und der Staat New York sowie mehrere Landkreise in New Jersey in den Ausnahmezustand versetzt.

Es geht noch längere Zeit so weiter, mit Meldungen aus allen Teilen der USA. Blogger Cap Allon streut dabei immer wieder ein, wie es für die MSM immer schwieriger wird, den strengen Winter in den gesamten USA der „globalen Erwärmung“ in die Schuhe zu schieben.

Aber immerhin, es gibt auch wieder zwei Meldungen auf dem Alarmisten-Blog wetteronline dazu:

https://www.wetteronline.de/wetterticker/sessellift-fast-begraben-schneerekorde-in-kalifornien–2963ce91-4227-4b25-9fe0-a2b6c6dba546 und

https://www.wetteronline.de/wetterticker/schnee-in-kalifornien-rekorde-in-den-bergen-sessellifte-fast-begraben–2963ce91-4227-4b25-9fe0-a2b6c6dba546

Weiter geht es mit Meldungen aus Europa:

Meterweise Neuschnee in den Alpen

Es schneit wieder in den Alpen. Die jüngsten Schneefälle folgen auf die gewaltigen Schneefälle in Frankreich und in den Skigebieten in Österreich, Italien und der Schweiz am vergangenen Wochenende.

Die Schneefälle dieser Woche erweisen sich als weitreichender als die vom Wochenende, berichtet inthesnow.com, mit Gebieten weiter östlich, die beträchtliche Anhäufungen sogar bis hinunter in die Täler verzeichnen.

————————————

Moskauer Schneewehen

„Je näher der Sommer kommt, desto höher werden die Schneeverwehungen“, berichtet die russische Wetter-Website hmn.ru.

Die Wärme hat es nicht eilig, sich in der Hauptstadtregion niederzulassen, so die Website weiter, während dicke Wolken weiterhin Schnee auf Moskaus Straßen bringen.

In dieser Woche ist die Schneedecke in der Stadt wieder gewachsen, so dass der Schnee jetzt höher liegt als für diese Jahreszeit üblich. Im letzten Jahr betrug die Schneehöhe am 14. März 16 cm, in diesem Jahr lag sie am 14. März bei 40 cm.

————————————

Es folgt erneut ein längerer Beitrag zu Vorgängen auf der Sonne.

Link: https://electroverse.info/bicoastal-snowstorms-pummel-u-s-snow-pounds-alps-moscow-drifts-polar-radio-blackout/

————————————

Meldungen vom 17. März 2023:

Die erste Meldung befasst sich mit Lawinenabgängen in den Alpen nach den erwähnten Schneefällen. Aber dann geht es weiter:

Kalter Februar in Dominica und auf Barbados

In der Karibik ist es schon seit Monaten ungewöhnlich kühl, und auch im Februar war es nicht anders.

Letzten Monat schloss Dominica, ein gebirgiger karibischer Inselstaat mit natürlichen heißen Quellen und tropischen Regenwäldern, mit einer Durchschnittstemperatur von 25,15°C, was 0,35 K unter der multidekadischen Norm liegt.

Auch auf Barbados lag die Durchschnittstemperatur im Februar 2023 bei 25,8 °C und damit 0,3 K unter der Norm.

————————————

Hier folgt noch ein längerer Beitrag in mehreren Abschnitten zur massiven und selbst verschuldeten Energiekrise in UK.

Link: https://electroverse.info/deadly-avalanches-in-europe-cold-febs-for-dominica-and-barbados-brits-soaring-energy-prices/

wird fortgesetzt … (mit Kältereport Nr. (11 / 2023)

Redaktionsschluss für diesen Report: 17. März 2023

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE