Die Milliardäre hinter den Gas-Verboten

Oder: Die Heuchelei der Milliardäre, die Kampagnen gegen Kohlenwasserstoffe finanzieren, darunter Verbote von Gasöfen. Bei Erdgasverboten geht es mehr um Klasse als um Klimawandel.

Robert Bryce

[Namentlich genannt werden Laurene Powell Jobs, Michael Bloomberg, John Doerr und Jeff Bezos. Das Konterfei dieser Herrschaften findet sich im Original, wird hier aber aus Copyright-Gründen nicht übernommen. A. d. Übers.]

Die Climate Imperative Foundation ist die neueste und reichste Anti-Kohlenwasserstoff- und Anti-Erdgas-Gruppe, von der Sie noch nie gehört haben.

Wie reich ist Climate Imperative? Nach dem jüngsten Bericht von Guidestar hat die Gruppe in ihrem ersten vollen Betriebsjahr 221 Millionen Dollar eingenommen. (Guidestar nennt die Einnahmen „Bruttoeinnahmen“.) Das bedeutet, dass Climate Imperative, das weniger als drei Jahre alt ist, bereits mehr Geld einnimmt als der Sierra Club, der sich selbst als die „größte und einflussreichste Basis-Umweltorganisation der Nation“ bezeichnet. Laut Guidestar nahm der Sierra Club in seinem letzten Berichtsjahr 180 Millionen Dollar ein. Climate Imperative nimmt auch mehr Geld ein als das Rocky Mountain Institute, das in seinem letzten Berichtsjahr etwa 130 Millionen Dollar einnahm. Ich ziehe diese Gruppen zum Vergleich heran, weil sie im ganzen Land Anti-Gas-Initiativen vorantreiben. Mehr über sie gleich.

Das Auftauchen von Climate Imperative – von den etablierten Medien kaum beachtet – ist aus mehreren Gründen wichtig.

Erstens zeigt es, dass das Bestreben, „alles zu elektrifizieren“ und die Verwendung von Erdgas in Haushalten und Unternehmen zu verbieten – und das schließt Gasöfen ein – Teil einer jahrelangen, üppig finanzierten Kampagne ist, die von einigen der reichsten Menschen der Welt finanziert wird.

Zweitens: Trotz zahlreicher Behauptungen darüber, wie ruchlose Akteure die vielgepriesene „Energiewende“ blockieren, liefert der Umfang des Budgets von Climate Imperative weitere Beweise dafür, dass der NGO-Unternehmens-Industrie-Klima-Komplex über weit mehr Geld verfügt als die Pro-Kohlenwasserstoff- und Pro-Kernkraft-Gruppen. In der Tat verfügen die Kohlenwasserstoff-feindlichen NGOs (von denen die meisten auch strikt gegen Kernkraft sind) über eine Menge Geld, Medienunterstützung und Dynamik. Wie aus der nachstehenden Grafik hervorgeht, sammeln die fünf größten Anti-Erdgas-NGOs derzeit etwa 1,5 Milliarden Dollar pro Jahr von ihren Spendern ein. (Alle Daten stammen von Guidestar.) Diese Summe ist etwa dreimal so hoch wie die Summe, die von den fünf größten gemeinnützigen Vereinigungen, die entweder für Kohlenwasserstoffe oder für die Kernenergie sind, gesammelt wird.

Drittens ist ein Verbot der direkten Verwendung von Erdgas in Haushalten und Unternehmen möglicherweise schlechter für das Klima. Sie haben richtig gelesen. Bei der direkten Verbrennung von Gas können die Verbraucher etwa 90 % der im Brennstoff enthaltenen Energie nutzen. Bei der indirekten Verwendung von Gas – durch Umwandlung in Elektrizität und anschließende Verwendung dieses Stromes zum Betrieb einer Wärmepumpe, eines Ofens oder eines Warmwasserbereiters – wird mehr als die Hälfte der im Brennstoff enthaltenen Energie verschwendet. Dieser Punkt wurde von Glenn Ducat in seinem ausgezeichneten neuen Buch mit dem Titel „Blue Oasis No More: Why We’re Not Going to ‚Beat‘ Global Warming and What We Need To Do About It.“ Ducat ist ein promovierter Nuklearingenieur, der am Argonne National Lab sowie bei zwei Stromversorgern gearbeitet hat. Er erklärt: „Die Verbrennung von Erdgas durch private, gewerbliche und industrielle Kunden ist mindestens doppelt so effizient und stößt nur etwa halb so viel CO₂ aus wie Prozesse, die aus fossilen Brennstoffen erzeugten Strom verwenden. Die Umstellung von Prozesswärme-Anwendungen auf Strom, bevor das Stromnetz vollständig kohlenstofffrei ist, wird die CO₂-Emissionen erhöhen.“ (Hervorhebung im Original.)

Ich begann, Climate Imperative Ende 2021 zu verfolgen, als Axios einen Artikel mit der Überschrift [übersetzt] „Veteranen der Klimabewegung gründen große neue Stiftung“ veröffentlichte. Axios berichtete, dass die neue Gruppe „ein geplantes Budget von 180 Millionen Dollar jährlich über fünf Jahre“ hat. Diese Zahl erregte meine Aufmerksamkeit. Hier war eine neue Gruppe mit einem geplanten Fünfjahresbudget von 1 Milliarde Dollar, und doch war Axios das einzige Medienorgan, das darüber berichtete.

Auf ihrer Website stellt die Gruppe klar, dass die Elektrifizierung von allem ein Hauptschwerpunkt ihrer Arbeit ist, und sagt, dass ihre „Imperative eine schnelle Skalierung von erneuerbaren Energien, eine weit verbreitete Elektrifizierung von Gebäuden und Transportmitteln, die Beendigung der Expansion der Infrastruktur für fossile Brennstoffe, die Reduzierung der Umweltverschmutzung durch große industrielle Quellen und wirtschaftsweite Wege zur Reduzierung von Emissionen aus den größten Quellen“ beinhalten. Die Website listet einige der Förderer von Climate Imperative auf, zu denen auch die Building Decarbonization Coalition und die American Lung Association gehören.

Axios schreibt weiter, dass die in San Francisco ansässige Stiftung „im Frühjahr 2020 mit der Vergabe von Zuschüssen begann“. Es wurde auch darauf hingewiesen, dass die Gruppe von zwei ehemaligen Sierra Club-Funktionären geleitet wird: Bruce Nilles und Mary Anne Hitt. Nilles leitete mehr als ein Jahrzehnt lang die Kampagne Beyond Coal der Gruppe. Zum Beirat von Climate Imperative gehören Margo Oge, eine ehemalige Spitzenbeamtin der EPA, und Bill Ritter, der ehemalige Gouverneur von Colorado.

Woher bekommt Climate Imperative sein Geld? Die Antwort findet sich wahrscheinlich im Vorstand. Die bekanntesten Namen im sechsköpfigen Vorstand sind der Risikokapitalgeber John Doerr aus dem Silicon Valley und Laurene Powell Jobs, die Witwe des verstorbenen Apple-Chefs Steve Jobs. Zu den anderen Vorstandsmitgliedern gehören Anita Bekenstein, Sanjeev Krishnan, Greg Nelson und George Pavlov. Eine Quelle, die mit der Finanzierung der Gruppe vertraut ist, sagte mir diese Woche, dass der Großteil des Geldes von Doerr und Jobs stammt. Das Magazin Forbes schätzt das Nettovermögen von Doerr auf 12,7 Milliarden Dollar. Forbes beziffert Jobs‘ Nettovermögen auf 17,7 Milliarden Dollar. Keines der anderen Vorstandsmitglieder ist in der Forbes-Liste der reichsten Menschen Amerikas aufgeführt.

Die Bemühungen, Gasöfen zu verteufeln, begannen Anfang 2020, etwa zur gleichen Zeit, als die Klimainitiative ins Leben gerufen wurde. In jenem Jahr behauptete der Sierra Club, dass Gasöfen „mit Atemwegserkrankungen in Verbindung stehen und dass Kinder, die in Häusern mit Gasöfen leben, zu 42% häufiger an Asthma erkranken“. Die Quelle für diese Behauptung war eine Studie des Rocky Mountain Institute, einer in Colorado ansässigen gemeinnützigen Organisation, die von Amory Lovins, einem Förderer erneuerbarer Energien, gegründet wurde.

Eines der ersten klassischen Medien, das einen Artikel veröffentlichte, in dem Behauptungen über die schlechte Luftqualität von Gasöfen aufgestellt wurden, war The Atlantic. Im Oktober 2020 veröffentlichte es einen Artikel mit der Überschrift „Kill Your Gas Stove“. Es mag ein Zufall sein, aber The Atlantic ist im Besitz von Laurene Powell Jobs. Interessant ist auch, dass The Atlantic im Jahr 2018 einen Artikel mit dem Titel „How the Gas Oven Changed Humans‘ Relationship With Fire“ (Wie der Gasofen die Beziehung des Menschen zum Feuer verändert hat) veröffentlichte und feststellte, dass die „Fähigkeit, Flammen nach Belieben ein- und auszuschalten, ‚einer der größten Beiträge zum menschlichen Glück in der Küche‘ ist.“

Seit 2020 hat das Rocky Mountain Institute seinen Anti-Gas-Kreuzzug fortgesetzt. Anfang dieses Monats wurde eine Reihe von Nachrichten veröffentlicht, nachdem die Gruppe eine Studie mit der Behauptung herausgegeben hatte, dass 12,7 Prozent der Asthmaerkrankungen bei Kindern auf Gasherde zurückzuführen seien. Einer der Autoren dieser Studie, Talor Gruenwald, arbeitet am RMI. Gruenwald ist auch wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Rewiring America, einer in San Francisco ansässigen Organisation, die sich selbst als „führende gemeinnützige Organisation für Elektrifizierung bezeichnet, die sich auf die Elektrifizierung unserer Häuser, Unternehmen und Gemeinden konzentriert“. (Rewiring American veröffentlicht keine Steuererklärung 990. Sie wird vom Windward Fund gesponsert, der im Jahr 2021 273 Millionen Dollar einnahm.)

Doch die Asthma-Behauptungen des RMI halten einer genaueren Prüfung nicht stand. Die vielleicht aussagekräftigste Analyse zu diesem Thema war eine 2013 im Lancet Respiratory Medicine veröffentlichte Studie, in der eine halbe Million Schulkinder in 47 Ländern über einen Zeitraum von mehreren Jahren untersucht worden waren. Sie stützte sich auf Fragebögen, die von den Müttern der Kinder ausgefüllt wurden. Was hat die Studie ergeben? „Wir konnten keinen Zusammenhang zwischen der Verwendung von Gas als Brennstoff zum Kochen und Asthmasymptomen oder der Diagnose von Asthma feststellen“.

Nur ein oder zwei Tage nach der Veröffentlichung der RMI-Studie nahm die Gruppe ihre Behauptung über Asthma zurück. Ein RMI-Beamter erklärte gegenüber dem Washington Examiner, dass die Studie „keinen kausalen Zusammenhang“ zwischen Asthma bei Kindern und Erdgasöfen vermuten oder schätzen würde.

Woher bekommt das RMI das Geld, um seine Elektrifizierungsagenda voranzutreiben? Ein Teil des Geldes kommt von Amazon-Milliardär Jeff Bezos. Im Jahr 2020 stellte der Bezos Earth Fund dem RMI 10 Millionen Dollar zur Verfügung, die nach Angaben der Gruppe für die „Reduzierung der Treibhausgasemissionen von Häusern, Gewerbebauten und anderen Gebäuden verwendet werden sollen, um das RMI in die Lage zu versetzen, seine derzeitige Arbeit mit einer Koalition von Partnern in wichtigen Bundesstaaten auszuweiten. Das Projekt wird sich darauf konzentrieren, alle US-Gebäude bis 2040 kohlenstofffrei zu machen, indem es sich für voll elektrische Neubauten einsetzt…“

Bezos ist auch ein großer Unterstützer des Natural Resources Defense Council NRCD, der Gruppe, die schamlos mit ihrer Rolle bei der vorzeitigen Schließung des Kernkraftwerks Indian Point in New York geprahlt hat. Im Jahr 2020 gab der NRDC eine Pressemitteilung heraus, in der er den Zuschuss von 100 Millionen Dollar anpries, den er vom Bezos Earth Fund erhalten hatte. Darin hieß es, dass das Geld „dem NRDC dabei helfen wird, Klimalösungen und Gesetzgebung auf staatlicher Ebene voranzutreiben, [und] die Nadel bei politischen Maßnahmen und Programmen zu bewegen, die sich auf die Reduzierung der Öl- und Gasförderung konzentrieren…“ (Hervorhebung hinzugefügt.)

Der Sierra Club ist ein Hauptnutznießer der Bloomberg Philanthropies des ehemaligen New Yorker Bürgermeisters Michael Bloomberg, die dem Projekt Beyond Carbon 500 Millionen Dollar zugesagt haben. Im Jahr 2019 galt die Zusage als die bisher größte „philanthropische Spende zur Bekämpfung des Klimawandels“. Der Sierra Club war einer der Hauptnutznießer von Bloombergs Spenden. Vor etwa zwei Jahren erzählte mir ein Mitarbeiter des Sierra Club, dass der Club jährlich etwa 30 Millionen Dollar von Bloomberg erhält. Auf ihrer Website wirbt die Gruppe für ihre Rolle in der Beyond Carbon-Initiative und nennt sie „die größte Klimakampagne in den USA, mit dem Ziel, alle heimischen Kohlekraftwerke bis 2030 zu schließen und die Verwendung von Gas als Übergangskraftstoff zu beenden.“ (Hervorhebung hinzugefügt.)

Im vergangenen August forderte der Sierra Club die Umweltschutzbehörde auf, alle Erdgasgeräte auf Bundesebene zu verbieten. In Kalifornien hat die Gruppe bereits erfolgreich Verbote durchgesetzt. Laut ihrer Website haben 69 Gemeinden in diesem Bundesstaat inzwischen „Verpflichtungen zu gasfreien Gebäuden oder Bauvorschriften zur Elektrifizierung verabschiedet“. Im September beschloss die kalifornische Luftreinhaltungskommission, den Verkauf aller erdgasbefeuerten Raumheizgeräte und Warmwasserbereiter im Bundesstaat bis 2030 zu verbieten. Darüber hinaus haben New York City und Seattle die Verwendung von Erdgas in Neubauten verboten. Massachusetts führt ebenfalls eine neue Maßnahme ein, die es bis zu 10 Gemeinden ermöglichen wird, Gas zu verbieten.

Das Geld von Bezos, Bloomberg, Doerr, Jobs und anderen reichen Spendern bedeutet, dass der NGO-Unternehmens-Industrie-Klima-Komplex die Organisationen, die sich für die Kernenergie einsetzen, leicht überflügeln kann. Das Nuclear Energy Institute zum Beispiel hatte nach den letzten Guidestar-Zahlen in seinem letzten Berichtszeitraum Bruttoeinnahmen von etwa 143 Millionen Dollar. Die wichtigsten Verbände, die Kohlenwasserstoff-Produzenten und -händler unterstützen – darunter die American Petroleum Association, die American Gas Association, die Western States Petroleum Association und die Society of Petroleum Engineers – hatten zusammen Bruttoeinnahmen von weniger als 400 Millionen Dollar.

Zwei letzte Punkte. Der erste ist die Scheinheiligkeit von Milliardären, die Bemühungen zur Verringerung des Kohlenwasserstoffverbrauchs finanzieren, während sie selbst unglaubliche Mengen an Kohlenwasserstoffen verbrauchen. Laut einem Artikel in der Vanity Fair aus dem Jahr 2020 besitzt Michael Bloomberg allein acht Häuser im Bundesstaat New York, und „er soll auch mehrere Immobilien in London, Florida, Colorado und auf den Bermudas besitzen“. Bloomberg könnte also ein Dutzend Häuser besitzen. Wie viele dieser Häuser haben Gasöfen? Ich wage eine wilde Vermutung und wette, dass es mehr als eines ist. Oh, und laut Vanity Fair war Bloomberg während seiner Zeit als Bürgermeister von New York dafür bekannt, Wochenenden in seinem Haus auf den Bermudas zu verbringen und mit Privatjets hin- und herzureisen“. Und was ist der Treibstoff für diese Privatjets? Ich stelle hier nur Vermutungen an, aber es ist wahrscheinlich kein Bio-Quinoa.

Apropos Jets: Forbes berichtete kürzlich, dass Jobs einen Gulfstream G650 (Listenpreis etwa 66 Millionen Dollar) besitzt, der etwa 500 Gallonen Kerosin pro Stunde verbraucht [über 2000 Liter!]. Wenn sie nicht gerade in ihrem Jet durch die Gegend düst, verbringt sie ihre Zeit auch auf einer 120 Millionen Dollar teuren Yacht namens Venus. Bezos besitzt Berichten zufolge zwei Gulfstream G-650ER. Nachdem Bezos zum Klimatreffen 2021 in Glasgow geflogen war, erklärte ein Vertreter des Bezos Earth Fund gegenüber Business Insider, dass alles in Ordnung sei, weil der Milliardär „nachhaltigen Flugtreibstoff verwendet und alle Kohlenstoff-Emissionen seiner Flüge kompensiert“.

Dieser Satz bringt die Heuchelei der Milliardäre, die Anti-Kohlenwasserstoff-Initiativen finanzieren, auf den Punkt: Bezos, Bloomberg, Jobs und andere superreiche, hypermobile Eliten können „Kompensationen“ für ihre Privatjets und Megayachten kaufen, aber die kleinen Leute im Viertel dürfen keinen Gasherd zum Kochen benutzen, weil, in den Worten von Talor Gruenwald vom RMI, „die Emissionen von Gasherden wesentlich zur Klimakrise beitragen.“ Wie Alex Trembath vom Breakthrough Institute kürzlich feststellte, machen Gasherde nur 0,4% des gesamten Gasverbrauchs in den USA aus.

Der letzte Punkt der Heuchelei, der hier zum Tragen kommt, ist der regressive Charakter der Gasverbote. Es ist in der Tat klar, dass das Verbot von Erdgas höhere Kosten für die Verbraucher bedeuten wird. Im vergangenen März hat das Energieministerium im Federal Register seine jährliche Schätzung der Energiekosten für Privathaushalte veröffentlicht. Darin wurde festgestellt, dass Strom pro BTU etwa 3,5 Mal teurer ist als Erdgas. Außerdem wurde festgestellt, dass Erdgas bei weitem die billigste Form der Haushaltsenergie ist und weniger als die Hälfte der Kosten von Brennstoffen wie Kerosin, Propan und Heizöl verursacht. Jennifer Hernandez, eine in Kalifornien ansässige Anwältin, die The 200 vertritt, eine Koalition von Latino-Gruppen, die den Bundesstaat wegen seiner Klimapolitik verklagt hat, sagte mir kürzlich in einem Interview: „Erdgas ist die letzte Quelle erschwinglicher Energie für den Hausgebrauch“. Im vergangenen Oktober hat das Energieministerium in seinem Winter Fuels Outlook weitere Beweise dafür vorgelegt, dass Erdgas die billigste Energieform für Hausbesitzer ist. Das DOE schätzte, dass das Heizen mit Strom in diesem Winter etwa 46 % mehr kosten wird als das Heizen mit Erdgas. Diese Zahlen zeigen, dass die forcierte Elektrifizierung höhere Energierechnungen für die Verbraucher bedeuten wird. Amerikaner mit niedrigem und mittlerem Einkommen werden die Hauptlast der forcierten Elektrifizierung tragen, da sie einen größeren Anteil ihres verfügbaren Einkommens für Energie ausgeben müssen als wohlhabende Verbraucher. Die Quintessenz liegt auf der Hand: Bei den Bestrebungen, Erdgas in Haushalten und Unternehmen zu verbieten, geht es im Grunde mehr um die Klasse als um den Klimawandel. In den vergangenen Monaten habe ich mehrere E-Mails an die Leiter von Climate Imperative, Mary Anne Hitt und Bruce Nilles, geschickt und sie nach den Geldgebern der Stiftung, ihren Zuschussempfängern, ihrer Haltung zur Kernenergie und den möglichen Kostenauswirkungen der „electrify everything“-Kampagnen auf Verbraucher mit niedrigem und mittlerem Einkommen gefragt. Ich habe diese Woche eine E-Mail an Hitt geschickt. Ich habe ähnliche Fragen an Panama Bartolomy, den Direktor der Building Decarbonization Coalition, gestellt. Seine Antwort: „Ich werde nicht auf Ihre Fragen antworten“.

Link: https://robertbryce.substack.com/p/the-billionaires-behind-the-gas-bans?r=8n6qf&utm_campaign=post&utm_medium=web

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Indiens kompromissloses Engagement für Kohle

Vijay Jayaraj

In dieser Woche musste UK in aller Eile seine Kohlekraftwerke in Betrieb nehmen, da die Windturbinen bei extrem kaltem Wetter einfroren. Das ist keine Überraschung, denn Kohle ist eine der zuverlässigsten, erschwinglichsten und reichhaltigsten Energiequellen der Welt.

Tatsächlich leistet Kohle immer noch den größten Beitrag zur weltweiten Stromerzeugung. Die Staats- und Regierungschefs der asiatischen Länder wissen das und sind nicht geneigt, ihr Ziel der wirtschaftlichen Freiheit durch ein übermäßiges Vertrauen in hochgradig unbeständige und teure „erneuerbare“ Technologien zu riskieren.

Als Land, das bald das bevölkerungsreichste der Welt sein wird, steht Indien vor einer Fülle von Herausforderungen und möchte die Probleme eines mitunter fragilen Energiesystems nicht noch verstärken. Daher sind die Strategen bestrebt, die Abhängigkeit des Landes von der Kohle zu erhöhen, obwohl weltweit gefordert wird, die Emissionen aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe zu reduzieren.

Die entscheidende Rolle der Kohle bei der Armutsbekämpfung im 20. Jahrhundert

Reichlich und wirtschaftlich verfügbare Energie ist notwendig, um Grundbedürfnisse wie Beleuchtung, Kochen und den Betrieb von Geräten zu befriedigen, die die Lebensqualität von Millionen von Armen verbessern und sogar einen frühen Tod verhindern können. Krankenhäuser, Schulen, Wasserversorgungssysteme und Industrieanlagen benötigen einen zuverlässigen Zugang zu Strom, wenn sie eine Rolle bei der Linderung von Armut und Entbehrungen spielen sollen.

Kohle als Brennstoff ist reichlich vorhanden und relativ billig. Kohlekraftwerke sind eine zuverlässige und bewährte Technologie zur Stromerzeugung. Technologien wie Wind- und Solarenergie sind von Natur aus unbeständig und relativ teuer. Sie sind auf Maschinen angewiesen, die eine vergleichsweise kurze Lebensdauer haben und ein Vielfaches an Material und Anbaufläche benötigen, um die gleiche Menge an Strom zu erzeugen. Diese so genannten grünen Technologien eignen sich bestenfalls für begrenzte Anwendungen, aber sicher nicht für die Grundlastversorgung großer Bevölkerungsgruppen.

In Asien überwiegt die Notwendigkeit eines anhaltenden Wirtschaftswachstums die phantasievollen Visionen einer „kohlenstofffreien“ Utopie, so dass die Kohle zumindest für einige Jahrzehnte die offensichtliche Wahl bleibt.

Kohle hat Indien zum Aufstieg verholfen und wird auch in Zukunft der bevorzugte Brennstoff sein

Indiens Bruttoinlandsprodukt wuchs von 390 Milliarden Dollar im Jahre 1990 auf 2,6 Billionen Dollar im Jahre 2020, was einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 6,7 Prozent entspricht. Dies war nur möglich, weil die Nutzung von Kohle für die Stromerzeugung und die Industrie rapide zunahm. Im Jahr 1971 stammten nur 50 Prozent der indischen Elektrizität aus Kohle. Bis 2015 war der Anteil auf fast 76 Prozent gestiegen.

Dies ist ein besonders steiler Anstieg, wenn man bedenkt, dass gleichzeitig der Strombedarf von nur 34,2 Milliarden Kilowattstunden (kWh) im Jahr 1970 auf gewaltige 1.236 Milliarden kWh im Jahr 2020 stieg. Der Pro-Kopf-Stromverbrauch stieg zwischen 1974 und 2020 um das Zehnfache, nämlich von 126 kWh auf 1208 kWh, wobei der größte Teil dieses Bedarfs durch Kohle gedeckt wird.

„Indiens Kohleverbrauch hat sich seit 2007 mit einer jährlichen Wachstumsrate von sechs Prozent verdoppelt – und wird der Wachstumsmotor der weltweiten Kohlenachfrage sein“, schreibt Jacob Koshy vom Nachrichtenmagazin The Hindu. Dank dieser Kohlevermehrung könnte Indien den Industriesektor mit Strom versorgen und bis 2017* die Elektrifizierung aller Städte und Dörfer erreichen. Es gibt einfach keinen guten Grund für das Land, der Kohle den Rücken zu kehren.

[*Das kann eigentlich nur ein Schreibfehler sein. Aber weil nicht zu erkennen ist, welches Jahr ggf. in Wirklichkeit gemeint ist, muss das hier so stehen bleiben. A. d. Übers.]

„China hat eine installierte Kapazität von 1.000 Gigawatt an Kohlekraftwerken. Indien hat 200 Gigawatt installierte Kohlekraftkapazität für die gleiche Anzahl an Menschen. Das Ausmaß der Expansion ist völlig unterschiedlich“, sagt Aarti Khosla von Climate Trends. Indien würde nicht aufhören, seinen Kohlekraftwerkssektor auszubauen, und das sollte es auch nicht.

Indiens aktuelle Subventionen für fossile Brennstoffe sind neunmal höher als die für so genannte saubere Energie. „Energiesicherheit hat für mich oberste Priorität… Ich werde keine Kompromisse bei der Verfügbarkeit von Energie für die Entwicklung des Landes eingehen“, sagte der indische Energieminister R.K. Singh und deutete damit eine kompromisslose Haltung zur Kohlenutzung an.

Indien geht davon aus, dass seine Kraftwerke im laufenden Finanzjahr 2023-2024 etwa acht Prozent mehr Kohle verbrennen werden, obwohl das Land sein Ziel für erneuerbare Energien für 2022 um mehr als 30 Prozent verfehlt hat. Im Januar 2023 lag die indische Kohleproduktion um 16,4 Prozent höher als im Vorjahr. Indiens Importe von Kraftwerkskohle sind 2022 um 15 Prozent gestiegen. Das indische Kohleministerium hat erklärt, dass es plant, im Jahr 2023-24 mehr als eine Milliarde Tonnen Kohle zu fördern.

Trotz alledem ist der Pro-Kopf-Stromverbrauch Indiens immer noch zehnmal niedriger als der der Menschen in Ländern wie den USA, Kanada und Südkorea. Die Inder haben das gleiche Recht wie die Menschen in den Industrieländern, so viel Energie zu verbrauchen, wie sie produzieren können, um den Wohlstand zu erreichen, den sie verdienen.

This commentary was first published at BizPacReview, January 26, 2023, and can be accessed here.

Vijay Jayaraj is a Research Associate at the CO2 Coalition, Arlington, Virginia. He holds a master’s degree in environmental sciences from the University of East Anglia, UK and resides in India.

Link: https://wattsupwiththat.com/2023/01/28/indias-uncompromising-commitment-to-coal/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Die Grünen ignorieren die tödlichen Kältewellen in Indien

Vijay Jayaraj

[Vorbemerkung des Übersetzers: In fast allen Kältereports der jüngeren Zeit war Indien zumindest einmal mit Meldungen über extreme Kälte vertreten. Hier nun dazu der Beitrag eines Inders, der bestätigt, welch großes Problem diese Kälte in Indien darstellt. – Ende Vorbemerkung]

Frostige Temperaturen im Winter sind in Europa und Nordamerika keine Seltenheit. So gefährlich die Kälte in höheren Breitengraden auch sein kann, sie ist dort noch gefährlicher, wo Menschen und Infrastruktur schlecht darauf vorbereitet sind.

Ein solcher Ort ist Indien, das für sein heißes, tropisches Wetter bekannt ist. Jedes Jahr finden sich einige Inder inmitten einer rekordverdächtigen Kälte wieder, während die Mainstream-Medien und andere zwanghaft von einer katastrophalen globalen Erwärmung sprechen. Berichten zufolge hat sich die Zahl der Tage mit Kältewellen in Indien in den letzten zehn Jahren um das 1,6-fache erhöht.

Am 6. Januar 2022 verstärkte sich die Kältewelle in Indien und drückte die Temperaturen in der Hauptstadt Delhi auf 2 Grad Celsius. Die Sichtweite sank in den frühen Morgenstunden auf nur noch 50 Meter, so dass es für die Menschen fast unmöglich war, sich auf den mit Autos, Fahrrädern und Lastwagen vollgestopften Straßen zu bewegen.

Die Kälte – selbst für eine der nördlichsten Städte des Subkontinents extrem – führte zu Verspätungen bei Zügen und Flügen und belastete das Stromnetz. Allein am 10. Januar waren 70 Flüge verspätet, und Dutzende wurden im Laufe der Woche gestrichen. Die Regierung verlängerte die Winterferien in den Schulen.

Da ich drei Jahre meines Berufslebens als Umweltberater in Delhi verbracht habe, bin ich mit den Baumaterialien und dem Design der Häuser in der Stadt vertraut. Sie sind nicht für den Schutz vor ungewöhnlicher Kälte gebaut. Während des besonders kalten Winters 2019 hatte ich das Glück, eine elektrische Heizung zu haben, die mich warm hielt.

Aber viele der 30 Millionen Menschen in der Stadt – damals wie heute – haben nichts als dicke Kleidung und Lagerfeuer, um sich gegen die klirrende Kälte zu wehren. Dazu gehören auch Tausende von obdachlosen Familien, die dem Wetter direkt ausgesetzt sind. Einige einkommensschwache Haushalte haben nur Polyethylenplatten als Dach. Drei von 10 Indern (rund 400 Millionen Menschen) sind besonders anfällig für Kältewellen.

„Dem indischen Wohnungsbericht zufolge leben mehr als 100 Millionen Menschen in Slums, d. h. in baufälligen Strukturen mit begrenzter Stromversorgung und grundlegenden Wohneinrichtungen“, berichtete die Nachrichtenagentur The Quint.

Während des jüngsten Kälteeinbruchs sanken die Temperaturen in den Nachbarstaaten Delhis unter den Gefrierpunkt, wo Eiswürfel aus den Wasserleitungen auf landwirtschaftlichen Flächen flossen. Traurigerweise starben im nördlichen Bundesstaat Uttar Pradesh 25 Menschen durch die Kältewelle.

Nach Angaben des kardiologischen Instituts in der Stadt Kanpur wurden 723 Herzpatienten notfallmäßig behandelt. „Etwa 41 Patienten wurden in kritischem Zustand eingeliefert, und etwa 15 Patienten wurden tot in die Notaufnahme gebracht“, berichtete das Institut. Gesundheitsexperten warnten, dass Herzinfarkte bei kaltem Wetter nicht nur ältere Menschen, sondern auch junge Menschen betreffen können.

Kälte, die oft mit Krankheiten einhergeht, ist ein größerer Killer als Hitze. Laut einer Studie, in der 74 Millionen Todesfälle in 13 Ländern untersucht wurden, starben zwischen 1985 und 2012 20 Mal so viele Menschen an Kälte wie an Hitze. Davon waren 5,4 Millionen Todesfälle auf Kälte zurückzuführen, während 311 000 auf Hitze zurückzuführen waren.

Der große Unterschied zwischen hitze- und kältebedingten Todesfällen ist darauf zurückzuführen, dass niedrige Temperaturen das Herz-Kreislauf- und das Atmungssystem des Körpers stärker belasten, heißt es in der Studie, die in der britischen Zeitschrift The Lancet veröffentlicht wurde.

In Indien, so die Forscher, „sterben bei extremer Kälte und mäßiger Kälte viel mehr Menschen als bei mäßiger oder extremer Hitze. Die Strategien für die öffentliche Gesundheit sollten dies berücksichtigen“. Eine Studie ergab, dass kurzfristige Temperaturexposition für 6,5 % der Gesamtmortalität verantwortlich ist, wobei 88 % davon auf kaltes Wetter und nur 12 % auf heißes Wetter zurückzuführen sind.

Wo bleibt also die Hysterie über das kalte Wetter? Warum warnen die Journalisten nicht vor einer drohenden Eiszeit? Warum fordern sie nicht eine Erhöhung der Treibhausgasemissionen, um die Atmosphäre zu erwärmen?

So lächerlich diese Fragen auch klingen mögen, sie folgen der Logik der Klimakatastrophisten der letzten zwei Jahrzehnte. Jedes Mal, wenn es eine Periode mit extrem heißem Wetters gibt, stellen sie dies als Zeichen einer gefährlichen Erwärmung der Welt dar. Doch wenn extreme Kälte auftritt, ist das nie ein Zeichen für eine Abkühlung der Welt.

Nehmen wir den Fall Delhi: Die Kältewelle wurde „auf eine große Lücke zwischen zwei westlichen Störungen zurückgeführt, die es den kühlen Nordwestwinden aus den Bergen ermöglichte, länger als gewöhnlich auf die Ebenen einzuwirken.“ Punkt. Nichts über den Klimawandel. Wenn jedoch warme Wetterereignisse im Sommer auftreten, werden sie als Folgen des vom Menschen verursachten Klimawandels gebrandmarkt, der eine „existenzielle Bedrohung“ darstellt.

Die unterschiedliche Behandlung von kaltem und warmem Wetter durch die Medien ergibt keinen Sinn, außer dass sie das falsche Narrativ der apokalyptischen globalen Erwärmung aufrechterhält.

Obwohl sie keine Möglichkeit haben, die Temperaturen weit in die Zukunft hinein genau vorherzusagen, drängen Alarmisten darauf, die Nutzung fossiler Brennstoffe einzuschränken, um die Erwärmung des Planeten zu „verlangsamen“. Doch dieselben Leute ignorieren die zunehmend kalten Winter in tropischen Ländern und die Beweise dafür, dass Wärme besser für die Menschen ist.

Wir nehmen an, dass der Tod von ein paar Dutzend Indern zu unbedeutend ist, um sie von ihrer irrationalen grünen Agenda abzulenken.

This commentary was first published at Washington Times, January 12, 2023, and can be accessed here.

Vijay Jayaraj is a Research Associate at the CO2 Coalition, Arlington, Virginia. He holds a master’s degree in environmental sciences from the University of East Anglia, UK and resides in India.

Link: https://cornwallalliance.org/2023/01/greens-ignore-indias-lethal-cold-spells/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Für Milliardäre ist Klima-Lobbyarbeit eine heiße Sache!

Barry Brill

Es gab eine Zeit, da ging es beim Klimawandel um Wissenschaft. Das ist vorbei.

Jetzt geht es um Geld und Politik. Nicht nur etwas davon – sondern alles!

Der Höhepunkt der weltweiten Geld-Politik-Kreuzung ist das jährliche Treffen des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos, Schweiz. In dieser Woche findet das Treffen „Globale Risiken“ für 2023 statt – mit dem beherrschenden Thema (wieder einmal) der Kampagne zum Ausstieg aus der Nutzung fossiler Brennstoffe.

Wie die COP-Treffen ist auch das Treffen in Davos der Inbegriff von Heuchelei.

Mehr als tausend Privatjets begleiteten das letztjährige Treffen. Greenpeace dazu: „Die Reichen und Mächtigen strömen in extrem umweltverschmutzenden, sozial ungerechten Privatjets nach Davos, um hinter verschlossenen Türen über Klima und Ungleichheit zu diskutieren“.

Privatjetflüge sind mit Abstand das Emissions-intensivste Verkehrsmittel pro Passagierkilometer, das je erfunden wurde. Jeder Davos-Flug verursachte im Durchschnitt CO₂-Emissionen, die denen von etwa 350.000 durchschnittlichen Autos in einer Woche entsprechen.

53 % dieser Privatflüge betrafen Kurzstreckenflüge von weniger als 466 Meilen, während 38 % unter 311 Meilen lagen, so der Bericht. Die französische Regierung hat kommerzielle Kurzstreckenflüge bereits verboten, wenn es „grüne Alternativen“ gibt, und Neuseeland könnte bald nachziehen.

Es wird nun eine Woche der feinen Küche geben: eingeflogenes Filet, gebratene Schnitzel, Trüffeleis, die besten Käsesorten. Trotzdem wird man in Davos weiterhin vehement für Veganismus und den Verzehr von Insektenproteinen eintreten, um „den Planeten zu retten“.

Oxfam verfolgte die Investitionen von 125 Milliardären und fand heraus, dass diese im Durchschnitt 393 Tonnen CO₂ pro Jahr ausstoßen, was der Gesamtmenge Frankreichs entspricht und dass „die jährlichen Emissionen eines durchschnittlichen Milliardärs eine Million Mal höher sind als die einer Person aus den ärmsten 90 % der Weltbevölkerung“.

Die einzige rationale Schlussfolgerung, die man aus dieser kognitiven Dissonanz ziehen kann ist, dass diese reichen Leute kein Wort von dem glauben, was sie ständig über den Klimawandel predigen.

Sie fordern Schmerz und Opferregeln „für dich, aber nicht für mich“. Sie sagen Wasser und trinken Wein. Wie das alte Klischee besagt: Ihre Taten sagen mehr als ihre Worte.

Sie müssen also ein anderes Ziel verfolgen. Aber welches?

Geld, Geld, Geld, Geld….

Am Dienstag erklärte der US-Klimabeauftragte John Kerry in Davos, dass die WEF-Klimastrategie nach dem Vorbild der weltweiten Einführung des Covid-Impfstoffs konzipiert sei und viel mehr Geld benötige:

„Wie kommen wir also dahin? Nun, die Lektion, die ich in den letzten Jahren gelernt habe, und ich habe sie als Außenminister gelernt, und ich habe sie auch danach gelernt, und zwar in Hülle und Fülle ist: Geld, Geld, Geld, Geld, Geld, Geld, Geld. Und es tut mir leid, das zu sagen.“

Kerry wirbt nicht für „grüne“ Investitionen. Er spricht mit Philanthropen über Philanthropie:

„Wir müssen es auf einer massiven Basis tun und der Schlüssel dazu ist Philanthropie…. Ich meine, ja, Technologie, ja, aufregende neue Initiativen, ja, wir müssen politisch siegreiche Rennen organisieren… aber wir müssen noch weiter gehen.“

Weiter gehen als politisch siegreiche Rennen zu organisieren? Was in aller Welt könnte das WEF im Sinn haben?

Ein Drang, ein Superheld zu sein?

In Newsweek [in deutscher Übersetzung hier] von dieser Woche behauptet ein österreichischer Wirtschaftsprofessor: „Beim Klimaaktivismus geht es nicht um den Planeten. Es geht um die Langeweile der Bourgeoisie“. Der erste Absatz lautet:

Der Untergang des Kapitalismus wird nicht durch den Aufstand einer verarmten Arbeiterklasse erfolgen, sondern durch die Sabotage einer gelangweilten Oberschicht. Diese Ansicht vertrat der österreichische Wirtschaftswissenschaftler Joseph Schumpeter im Jahr 1942. Schumpeter glaubte, dass eine gebildete Elite irgendwann nichts mehr hat, wofür sie kämpfen könnte, und stattdessen beginnt, gegen das System zu kämpfen, in dem sie selbst lebt.“

In der Stellungnahme wird argumentiert, dass die grüne Bewegung nicht die Krise des Planeten widerspiegelt, sondern vielmehr eine Sinnkrise für die Wohlhabenden ist.

Die Lieblingsfantasie der westlichen Oberschicht ist, dass das Ende der Welt unmittelbar bevorsteht und nur abgewendet werden kann, wenn wir unsere Lebensweise grundlegend ändern. Aber zu „uns“ gehören nicht die wirklich Wohlhabenden. Nein. Ihre heroische Rolle ist es, all diese Veränderungen herbeizuführen. Sie sind die Anführer. Die Geschichte wird zeigen, dass es ihr Weitblick und ihre Tatkraft waren, die die Zukunft der Menschheit gesichert haben.

Prof. Schoellhammer sagt, dass es für sie keine Rolle spielt, dass sich jede alarmistische Vorhersage als falsch erwiesen hat – weil Fakten durch „Moral“ übertrumpft werden können. Extreme Vorhersagen passen zu einer Ersatzreligion, die es den Superreichen erlaubt, gleichzeitig ihren Reichtum zu genießen und den Rest der Welt aus einer Position der moralischen Überlegenheit heraus zu belehren.

Auch die Schuldgefühle zwischen den Generationen spielen eine Rolle. Der Newsweek-Artikel enthüllt, dass die unsägliche „Just Stop Oil“-Gruppe, die Ketchup über unbezahlbare Gemälde schüttet, auf der Gehaltsliste von Aileen Getty steht, der Enkelin des legendären Öl-Tycoons Jean Paul Getty. Wer hätte das gedacht?

Die Rockefeller Foundation, die aus dem sagenumwobenen Ölreichtum [1] entstanden ist, hat sich verpflichtet, den Kampf gegen den Klimawandel in den Mittelpunkt ihrer gesamten Arbeit zu stellen, einschließlich all ihrer zahlreichen Aktivitäten und Investitionen.

Ist dieser Artikel überzeugend? Könnte es sein, dass große Teile der „Top 1 %“ wirklich so egoistisch oder schuldbewusst sind? Wollen sie Tugendhaftigkeit demonstrieren oder ihre Investitionen fördern/schützen?

Kauf von Alarm und Panik

John Kerry finanziert ganz offen die politischen Kampagnen von Kandidaten, die eine drakonische Klimapolitik unterstützen. Kein linker Kandidat irgendwo in der entwickelten Welt könnte im Jahr 2023 gewählt werden, ohne sich vorher vor dem Schrein des Klimawandel-Alarms niederzuwerfen.
Aber es reicht nicht, Politiker zu kaufen, wenn sie nicht wiedergewählt werden können.

Auch die öffentliche Meinung muss gekauft werden, und das ist ein langer, harter Weg: die Presse, die elektronischen Medien, Regierungsbeamte, Prominente, Meinungsforscher, Akademiker, Gewerkschaften, Blogger, Social Media Gatekeepers, Lehrer, Influencer, die Unterhaltungsindustrie usw. usf. – in jeder Region und jedem Bezirk der westlichen Welt. Das alles summiert sich zu viel Geld.

In den letzten fünf Jahren haben nur drei US-Milliardäre (Soros, Bloomberg, Bezos) NROs finanziert, die mindestens 30.000 Vollzeitäquivalente an Klimaaktivisten beschäftigen. Die Zahl der NRO-Mitarbeiter, die von wohlhabenden Einzelpersonen und gemeinnützigen Stiftungen weltweit finanziert werden, geht in die Millionen [2]. Die NGO @SDGaction rühmt sich, dass ihre Mitglieder allein im Jahr 2021 100 Millionen „transformative Aktionen“ und Stunts durchgeführt und damit die Welt verändert haben.

Diese Aktivisten arbeiten den ganzen Tag daran, überall Lobbyarbeit zu betreiben, um eine extremere und umfassendere Klimapolitik zu fordern. Das geplante Ergebnis ist die Beherrschung und Kontrolle der öffentlichen Debatte – oder die Sicherstellung, dass es keine öffentliche Debatte gibt – und die Verbreitung einer Kultur und Politik der chronischen Selbsttäuschung in Bezug auf alle Fragen, die mit dem Klimawandel zusammenhängen. Damit sind sie bemerkenswert erfolgreich gewesen.

Der Newsweek-Artikel enthält diese erschreckende Enthüllung:

„Auf dem ‚Climate Action Summit‘ im Jahre 2018 haben zwei Dutzend von Milliardären unterstützte Stiftungen 4 Milliarden Dollar für Lobbyarbeit zum Klimawandel zugesagt.

Einige von ihnen, wie die Hewlett Foundation, finanzieren direkt Journalisten der Associated Press für die ‚Klimaberichterstattung‘, während Stiftungen, die mit den Familien Packard und Rockefeller verbunden sind, das journalistische Projekt ‚Covering Climate Now‚ unterstützen, das ‚mit Journalisten und Redaktionen zusammenarbeitet, um informiertere und dringlichere Klimageschichten zu produzieren‘ und Hunderte von Medien finanziert.“

Zwei Jahre nach jenem Gipfel hat allein Jeff Bezos 10 Milliarden Dollar für die Finanzierung von Aktivisten, Nichtregierungsorganisationen und Wissenschaftlern bereitgestellt, weil er (fälschlicherweise) der Meinung ist, dass „sich das Klima der Erde schneller verändert, als die Wissenschaft vor fünf Jahren vorhergesagt hat“.

Stellen Sie sich nur vor, wie viel Propaganda mit diesen zehntausend Millionen Dollar gekauft wird!

Seit Jahren finanziert der Milliardär Michael Bloomberg im Stillen private Anwälte, die in den Büros der Generalstaatsanwälte demokratischer Bundesstaaten arbeiten und im Namen des Staates Klimaprozesse gegen Ölkonzerne und dergleichen führen.

Forbes berichtet, wie die Milliardäre Tom Steyer, Hank Paulson und Bloomberg erfolgreich US-Klimawissenschaftler bestochen haben, um das extremste IPCC-Szenario (RCP8.5) als „business as usual“ darzustellen.

Der Milliardär Larry Fink hat Billionen von Dollar an BlackRock-Kundengeldern von Unternehmen abgezogen, die noch nicht versprochen haben, bis 2050 Netto-Null-Emissionen zu erreichen.

Große Fragen

Während diese wenigen Beispiele ihren Weg in die Presse gefunden haben, ist der Großteil der Lobbyarbeit von Natur aus geheimnisvoll – Sonnenschein ist ein zu wirksames Desinfektionsmittel. Ich habe also keinen Zweifel daran, dass die oben genannten Beispiele nur die Spitze des Eisbergs sind. Es handelt sich dabei um die weithin bekannten Aktionen weißer amerikanischer Männer, die in aller Munde sind (Stichwort Bill Gates, Mark Benioff) und die anderen 2 667 Milliardäre (Stichwort Laureen Jobs), welche die Zeitschrift Forbes gezählt hat, nicht berücksichtigen.

Man könnte meinen, dass dieser kaum vorstellbare Katarakt an Geld in dieser geldbewussten Welt fast alles kaufen könnte. Kann man damit wissenschaftliche Forschungsstipendien kaufen? Zugang zu wissenschaftlichen Fachzeitschriften? Resolutionen auf Konferenzen von Wissenschaftlern des öffentlichen Sektors? Ein offenes Ohr bei UN-Beamten? Konsens in Davos?

Was würde passieren, wenn diese milliardenschwere Philanthropie den Politikern, Bürokraten, Umweltorganisationen, Zeitungen, Rundfunkanstalten usw. entzogen würde?

Wäre dann noch irgendetwas von der Klimakatastrophe übrig? Oder würde sie still und leise verklingen?

References:

[1] John D Rockefeller, the world’s richest man a century ago, founded Standard Oil (forerunner of both Exxon-Mobil and Caltex) and is seen as the father of the global oil industry.
[2] “Charities” is now the third biggest employment sector in the UK.

Barry Brill OBE JP LL.M(Hons) M.ComLaw is a former MP and Minister of Energy, Petrocorp director, and chair of the Gas Council, Power NZ, ESANZ, and EMCO. He is presently the Chairman of the New Zealand Climate Science Coalition.

Link: https://wattsupwiththat.com/2023/01/22/barry-brill-for-billionaires-climate-lobbying-is-hot/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Wie man Temperaturen mit früher richtig vergleicht – Was wir der politischen Führungsriege des DWD vorwerfen

Josef Kowatsch, Matthias Baritz

Die politisch eingesetzten Vorstände des Deutschen Wetterdienstes haben die Aufgabe, anhand der erhobenen DWD-Daten die unbewiesene Treibhaushypothese durchzusetzen. Es handelt sich um ein Geschäftsmodell. Der DWD muss mit den erhobenen Wetterdaten beweisen, dass eine von CO-verursachte Klimakatastrophe bevorsteht. Der DWD und seine Vorstände müssen dem Geschäftsmodell CO-Klimapanik zuarbeiten, damit die unnütze CO-Klimasteuer akzeptiert wird.

So auch im neuesten klimatologischen Rückblick. Andreas Becker, Leiter der Abteilung Klimaüberwachung im DWD: „Seit dem Jahr 1881 haben wir nun einen Anstieg der Jahresmitteltemperatur in Deutschland von 1,7 Grad. Dieser lässt sich nur durch den menschgemachten Klimawandel erklären. Seit Anfang der Siebziger Jahre hat sich dieser Erwärmungstrend deutlich beschleunigt und es gibt keinen Grund anzunehmen, dass sich dieser in den nächsten Jahren verlangsamen wird. Wir erleben inzwischen Hitzeperioden und -intensitäten, die wir aus den Klimamodellen eigentlich erst in ein paar Jahrzehnten erwartet hätten. Dies alles muss für uns eine starke Motivation sein, den Klimaschutz in Deutschland und global bedeutend stärker voranzutreiben, denn Anpassung ist viel teurer und selbst bei uns nur begrenzt möglich.“
Um die 1,7 Grad angeblich ausschließlich menschengemachter Erwärmung seit 1881 beweisen zu können, bedient sich der DWD folgender Tricks seit 1881:

Ständiger Austausch von Wetterstationen: Es handelte sich anfangs um ganz andere Wetterstationen als heute, nur etwa 25 der heute 2500 DWD-Wetterstationen sind seit Beginn dabei. Jedoch stimmt bei allen 25 lediglich der Name, die Stationen stehen jedoch an einem anderen, nämlich wärmeren Standort als 1881

Die Wetterstationen standen vor über 100 Jahren allgemein an viel kälteren Standorten wie heute: bei Forsthäusern am Waldrand, bei unbeheizten Klöstern, bei Großbauernhöfen (Gutshöfen), bei Bahnwärterhäuschen auf freier Strecke.

Zudem standen die damaligen Wetterhäuschen meist auf der sonnenabgewandten Seite der Gebäude, also an der Nordseite. Heute müssen die allerdings strahlungsabgeschirmten Einrichtungen auf einem freien Platz ganztägig in der Sonne stehen.

Der seit 1881 bis heute in den Daten verborgene wachsende großflächige Wärmeinseleffekt der gesamten Fläche Deutschlands und der wachsende UHI-effekt der Städte und Gemeinden aufgrund der Bevölkerungszunahme, Industrialisierung, der Bodenversiegelungen und des zunehmenden Wohlstandes mit Wärmefreisetzungen werden überhaupt nicht erwähnt und nirgendwo berücksichtigt. Diese Erwärmung wird einem Treibhauseffekt zugeschrieben, der nirgendwo bewiesen ist. Ebenso wird die großflächige Trockenlegung und Asphaltierung der einst freien Landschaft in den DWD-Temperaturdaten nicht berücksichtigt.

Die Meereshöhe der Wetterstationen, aus denen der Temperatur-Durchschnitt für Deutschland gebildet wird, wurde über die Jahrzehnte erniedrigt.

Insbesondere in den letzten 25 Jahren werden Wetterstationen verstärkt ausgetauscht, bzw. es kommen ständig neue mit niedriger Meereshöhe hinzu.

Die Umstellung auf die elektronische Erfassung und die Einführung der neuen Messerfassung brachte eine zusätzliche scheinbare Klimaerwärmung seit 2000.

Zudem werden die früher erhobenen Daten nun nachträglich manipuliert: Die Anfangsdaten der ersten 50 Jahre mit den damals gemessenen Temperaturen wurden in den letzten 10 Jahren nachträglich kälter gemacht. (Wir verwenden in der Grafik unten noch die alten Daten wie sie 2013 im DWD-Archiv geführt wurden)

Zudem stehen dem DWD zwei natürliche Klimaänderungen in Deutschland helfend zur Seite: 1) Der Messbeginn der DWD-Reihen 1881 liegt in einem Kälteloch, erst um 1900 war die kleine Eiszeit beendet und 2) Der natürliche Klimasprung in ganz Mitteleuropa im Jahre 1988 aufgrund der Änderung der Großwetterlagen.

Wir bestreiten nicht die angenehme Erwärmung seit 1881 und dann vor allem seit 1988, aber die Steigung der DWD-Deutschlandlinie ist zu steil. In der folgenden Grafik zeigt die grüne von allen menschenverursachten Effekten bereinigten Erwärmungskurve die tatsächliche Klima-Erwärmung von Deutschland, unter der Voraussetzung, dass Deutschland vollkommen unverändert wie 1881 geblieben wäre, mit den gleichen Wetterstationen von damals an denselben schattigeren Plätzen und mit derselben früheren Messtechnik weiter gemessen worden wäre.

Wissenschaftlich gilt: Die vor über 130 Jahren erhobenen Wetterdaten dürfen mit den heutigen nicht direkt verglichen werden. Vergleichen kann man nur, wenn man die DWD-Daten mit einem historischen Veränderungsfaktor bereinigt. Wir nennen diesen Faktor, den Wärmeinselfaktor. (WI)

Abb.1 zeigt in Rot die Temperaturentwicklung in Deutschland anhand der Daten des DWD von 1891 bis 2022. In Grün die mathematische, um die WI-Effekte und die Messeinrichtungsänderungen bereinigte Temperaturentwicklung für Deutschland nach R. Leistenschneider im gleichen Zeitraum.

Deutung der grünen Kurve:

Die grüne Kurve versucht die tatsächliche natürliche Klimaentwickung für Deutschland seit 1891, also in den letzten 130 Jahren zu beschreiben:

  1. Es wurde etwa um 1 Grad wärmer
  2. Die Erwärmung verlief nicht gleichmäßig und kann schon deshalb nicht ausschließlich CO2- verursacht sein.
  3. Die Temperaturen kommen aus einem Kälteloch um 1850, die kleine Eiszeit war in Mitteleuropa erst um 1900 beendet.
  4. Um 1920 erreichten die Temperaturen einen ersten Höhepunkt
  5. Seit 1920 fallen die Temperaturen wieder in ein Kältetal, das bis 1987 anhielt.
  6. 1988 erfolgte ein natürlicher Klimasprung aufgrund einer Änderung der Großwetterlagen
  7. Seitdem, also seit 1988 zeigt auch die grüne nur klimabedingte Temperaturkurve einen weiteren Anstieg.

Zur roten, vom DWD mit seinen heutigen Wetterstationen an den heutigen wärmeren Standorten gemessene Kurve, gilt: Wer in den Wärmeinseln wohnt, für den gilt die rote Kurve. Und diese Wärmeinseln nehmen täglich zu: siehe Versiegelungszähler Deutschland.

Kurz: Die grüne Kurve ist die natürliche Klimaerwärmung und die Differenz zwischen Grün und Rot ist die menschenverursache Zusatzerwärmung durch die vielen seit 1881 vollzogenen anthropogenen Wärmeinseleffektmaßnahmen.

Die grüne Temperaturkurve ist somit eine imaginäre Kurve, sie will angeben, wie die Temperaturen sich klimabedingt entwickelt hätten, wenn Deutschland so unverändert geblieben wäre wie es vor 1900 im Kaiserreich war und die DWD-Messstationen noch an den früheren kälteren Standorten – die es aufgrund der Bevölkerungsentwicklung und der baulichen Veränderung Deutschlands nicht mehr geben kann – geblieben wären.

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Der DWD hingegen behauptet, dass die Gesamterwärmung ausschließlich durch Treibhausgase erzeugt wäre.

Wir werfen dem DWD vor, dass er der Bevölkerung, den Politikern und den Medien nicht erklärt, dass die von ihm erhobenen Temperaturdaten wissenschaftlich gar nicht vergleichbar sind. Dazu braucht man einen Korrekturfaktor, der die historischen Veränderungen berücksichtigt. R.Leistenschneider hat diesen Korrekturfaktor annäherungsweise ermittelt.

Richtig wäre diese Aussage des DWD: Die an den heutigen Standorten mit den heutigen Messverfahren ermittelten Jahrestemperaturen sind um 1,7 Grad wärmer als die Temperaturschnitte der Messstationen vor über 130 Jahren an den damaligen Standorten.

DWD-Vorstand Becker begründet hingegen die gesamte Erwärmung ausschließlich mit der Zunahme sog. Treibhausgase (Kohlendioxid), das nach seiner falschen Behauptung wohl ausschließlich menschenverursacht wäre. Und auch für den geringen Sommerniederschlag und die Trockenheit der Landschaft soll ausschließlich das bei uns freigesetzte (deutsche) CO verantwortlich sein. Becker versteift sich sogar zur Falschbehauptung, dass der Sonnenstundenrekord im Jahre 2022 CO-bedingt wäre.

Dabei haben wir (Kämpfe/Kowatsch/Baritz/Leistenschneider) die tatsächlichen Gründe des nur tagsüber heißen Sommers in unseren Sommerartikeln ausführlich erklärt mitsamt Vorschlägen für Gegenmaßnahmen. Gegenmaßnahmen, die auch tatsächlich kühlend wirken würden und zugleich aktive Natur- und Umweltschutzmaßnahmen wären.

Zusammenfassung:

Wollen wir Menschen den anthropogenen Anteil an der Erwärmung seit 1881 zurückfahren, dann müsste die fortgesetzte Trockenlegung und Asphaltierung Deutschlands gestoppt werden. Diese Naturzerstörung erzeugt vor allem die heißen Sommer seit 1988.

Die sog. Treibhausgase erwärmen nichts oder fast nichts. Das hat der Großversuch bei der Sprengung der Nordstreampipelines gezeigt. Die erhöhten Konzentrationen konnten tagelang gemessen werden. Die vielen Radiosonden und Wetterballone haben keinerlei Wärmehotspots festgestellt – wie hier beschrieben.

Schon allein der Begriff Treibhausgas ist eine sinnreiche Worterfindung des Geschäftsmodelles CO-Ablaßsteuer mit weiteren angstmachenden Begriffen wie Klimakiller, Klimaangst und Klimapanik.

Gäbe es die Erwärmungswirkung der Treibhausgase, dann würde es auch technische sinnvolle Anwendungen geben mit welchen wir beispielsweise unsere Häuser heizen könnten. Wir alle wären froh, wenn die CO-Treibhaussschwätzer uns endlich geisteiche Anwendungen vorlegen könnten.

Richtig ist: Die Erde braucht mehr CO in der Atmosphäre und nicht weniger. Das irdische Leben wurde vom Schöpfer auf dem Element Kohlenstoff aufgebaut. CO ist das Vehikel, das die Kohlenstoffatome zur Flora und Fauna transportiert und austauscht. Wer CO bekämpft als Klimakiller, der bekämpft das vielfältige Leben auf der Erde.

Es wird Zeit, dass dem Geschäftsmodell „Erderhitzung“ durch Treibhausgase ein Ende bereitet wird.

Wir bekennen uns ausdrücklich zu Natur- und Umweltschutz. Die großflächige Landschaftszerstörung muss aufhören.

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Anmerkung: Im Gegensatz zum DWD-Vorstand werden wir für unsere Artikel von niemandem bezahlt oder unterstützt. Deswegen arbeiten wir unabhängig.

Josef Kowatsch, aktiver Naturschützer und unabhängiger Klimaforscher

Matthias Baritz, Naturwissenschaftler und Naturschützer.