Kaum geht es dem Hopfen gut, kommt die nächste Hiobsbotschaft

Helmut Kuntz

Der Klimawandel schlägt immer unerbittlicher zu. Kaum meint man, es könnte vielleicht doch so etwas wie eine Entwarnung geben, entdecken eifrig und unermüdlich arbeitende simulierende Forscher, wie falsch man damit liegt.
Nicht nur die Südseeinseln sind davon immer neu betroffen, auch viel Näheres, wie unser Hopfen.

Wie es dem Hopfen geht, hängt davon ab, wer es publiziert

Solche Erkenntnis ist nicht neu. Aber der „Klimawandel“ ist eine (Pseudo-)Wissenschaft, in der es extreme Auswirkungen hat. Schließlich muss der Bürger irgendwie und möglichst schnell die zu seiner Bekämpfung erforderlichen Billionen von EURos bezahlen. Entsprechend einer Devise unseres Habeck: Das Geld ist dann doch immer noch da. Es wurde nur anderen (unserem Clientel) gegeben, die damit idologisch besser umgehen können.

Und so kam, wie es kommen musste. Kaum hatte der Autor als „Jahreserkenntnis“ verkündet, dass der deutsche Hopfen auch dieses Jahr wieder keine Anstalten macht, infolge des ominösen Klimawandels zu verschwinden, wie es ein überbekannter Professor aus München einst erzählte, ja es ihm sogar immer besser geht: [3] EIKE, 03.10.2023: Hopfenernte 2023. Alternativ: Wie geht es mit dem Hopfen mitten im Klimawandel weiter?
Da kommen schon wieder schlimmste Meldungen über (praktisch) alle, sich für besonders investigativ haltenden Medien:

Bild 1 Meldungen zum Hopfen

Was ist da passiert? Nun, alle Zeitungen kopieren als „investigativen Report“ wie inzwischen üblich die gleiche Pressemitteilung zu einer Studie:
[2] Martin Mozny at al., 10. Oct. 2023: Climate-induced decline in the quality and quantity of European hops calls for immediate adaptation measures

Und darin steht (Auszüge des Summary, mit deepl übersetzt): … Die Auswirkungen des aktuellen und prognostizierten Klimawandels auf den Ertrag und das Aroma von Hopfen sind jedoch noch weitgehend unbekannt.
… Hier kombinieren wir meteorologische Messungen und Modellprojektionen, um die Klimasensitivität von Ertrag, Alphagehalt und Doldenentwicklung des europäischen Hopfens zwischen 1970 und 2050 zu bewerten, wenn die Temperatur um 1,4 °C steigt und der Niederschlag um 24 mm abnimmt.
… Für fast 90 % aller Hopfenanbaugebiete, zeigen unsere Ergebnisse aus Deutschland, der Tschechischen Republik und Slowenien, dass … die Produktion um fast 0,2 t/ha/Jahr zurückging und der Alphagehalt um um etwa 0,6 % gesunken ist, wenn man die Daten vor und nach 1994 vergleicht. Ein vorhergesagter Rückgang des Hopfenertrags und des Alphagehalts von 4-18 % bzw. 20-31 % bis 2050 erfordert sofortige Anpassungsmaßnahmen …

Wie ging und wie geht es dem Hopfen bisher

Anmerkung: In der Studie [2] werden neben dem Ertrag auch der Alphasäurengehalt und Fruchtausbildung für mehrere Länder behandelt. Hier wird wegen (dem Autor) fehlender Daten nur der Ertrag und dieser nur für Deutschland betrachtet.

Leider findet sich in der Studie keine Gesamtbild zum Ertragsverlauf Deutschland sondern Gebietsdarstellungen:

Bild 2 [2] (Teilbild) Fig. 2 | Change in the alpha content [%], date of cone development [days] and yield [t/ha] between 1970 and 2018 in Germany, Czechia and Slovenia. Average values calculated for two periods (1970-1994 and 1995-2018): yields (dashed blue and red), alpha (dashed green and brown) and cone development (dashed turquoise and purple)

Deshalb ein Vergleich der in der Studie angegebenen Ertragsverläufe für das größte Anbaugebiet Hallertau (ca. 17.000 ha) und folgend Tettnang (ca. 1.500 ha), womit ca. 98 % der in der Studie für Deutschland betrachteten Anbauflächen abgedeckt sind, mit dem Verlauf aus dem LfL-Jahresbericht 2022 der Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft [1], der vom Autor mit den Daten der diesjährigen Ernte ergänzt wurde.
Sehr auffallend ist, dass die Erträge in der Studie stark negativ von den seitens der Bayerischen Landesanstalt publizierten abweichen. Soll man nun den Angaben aus Bayern (dem Deutschen Haupt-Hopfenanabaugebiet) oder denen der Studie mehr trauen. Auf die Bewertung und die Zukunftsprojektionen hat es natürlich erheblichen Einfluss:

Bild 3 Vergleich Hopfenertrag [1] Deutschland 1955 … 2023 und [2] Hallertau 1970 … 2018. Grafiken vom Autor zusammengefügt

Bild 4 Vergleich Hopfenertrag [1] Deutschland 1955 … 2023 und [2] Tettnang 1970 … 2018. Grafiken vom Autor zusammengefügt

Um zu zeigen, was die Erwärmung bisher beim Ertrag bewirkt hat, ergänzend der grob rekonstruierte Ertragsverlauf seit dem Beginn des ominösen Klimawandels, als ein angeblich „ideales“ Wetter herrschte.

Bild 5 [3] Hopfenertrag seit 1885 bis 2023 (Grafik vom Autor)

Wie soll es dem Hopfen in Zukunft gehen

In der Studie [2] wird simuliert, ob und wie sich der Hopfenertrag in der nahen Klimazukunft ändern wird. Man wird etwas überrasch, denn die simulierte „Minderung“ der Medianwerte ist minimal und wesentlich geringer, als die typischen Jahresschwankungen. Weit weniger, als die Differenz der Basisdaten (zwischen Studie und der Bayerischen Landesanstalt):

Bild 6 [2] (Teilbild Ertrag) Fig. 3 | Values of hop yield [t/ha], alpha content [%] and alpha yield [kg/ha] estimated by the models for 1981–2018 (baseline climate) and 2021–2050 (future climate) in Germany, Czechia, and Slovenia. Median calculated for two periods (1989–2018 and 2021–2050): A yields (fill blue and orange), B alpha (fill green and yellow) and C alpha yields (fill yellow and red).

Trotzdem überrascht, wie die Studie aus einem Zeitraum, in dem die Erträge parallel zum Temperaturanstieg zunahmen [3] bei weiter steigender Temperatur eine Minderung ermittelt.

[2] … The projected decrease will be caused mainly by rising temperatures and more frequent and severe droughts.

Bild 7 [3] Korrelation Hopfenertrag mit der Sommertemperatur Deutschland

Auch wird in der Studie eine Schwankung des Niederschlags um bis zu -50 % angenommen:
[2] The average annual temperature varies between 8 and 10 °C, and the average annual precipitation fluctuates from 550 to 1050 mm.
Der Viewer beim DWD zeigt für das in der Studie verwendete Szenario RCP4.5 und das Hauptanbaugebiet Bayern, nur minimale (mittlere) Schwankungen und Schwankungsänderungen, die nach 2050 dann sogar wieder zurückgehen:

Bild 8 Niederschlag Bayern (Sommerzeitraum) mit Vorschau im Scenario rcp4.5. Quelle: DWD Viewer

Trotzdem wird nur Schlimmes berichtet:
FN, 11.10.2023: Forscher erwarten deutlich geringe und schlechtere Erträge für den Bier-Grundstoff. Denn der Klimawandel bedroht die europäischen Hopfenernten … Im Mittel (Median) der Jahre 2021 bis 2050 erwarten die Forscher in den Gebieten grob ein Drittel weniger Alphasäure pro Hektar Anbaufläche als im Zeitraum 1989 bis 2018. In der Hallertau – dem wichtigsten europäischen Anbaugebiet – seien es sogar fast 40 Prozent.

Aber auch wenn man den (leider etwas kurzen) Zusammenhang zwischen Ertrag und Alpha-Säureanteil der deutschen Haupt-Anbausorte betrachtet, lässt sich das Schlimme nicht wirklich finden, außer, dass der Alphasäuregehalt schon jährlich und zwischen den verschiedenen Hopfensorten sogar extrem schwankt:

Bild 9 Korrelation Alpha-Säurenwerte der Hopfensorte Hallertau-Herkules (ca. 50 % Anteil) mit dem Hopfenertrag Deutschland. Grafik vom Autor erstellt

Erst in einem Ergänzungsdokument zur Studie klärt sich das etwas auf. Für Deutschland sind bis 2050 nur ca. 4 % Ertragsminderung vorhergesagt. Selbst wenn es so käme, beim Hopfen mit seinen extremen Ertragsschwankungen ist das weniger als Rauschen und wird als „Vorhersage“ wohl jeden deutschen Hopfenbauer zu Freudentränen animieren:

Bild 10 [2] Supplementary Fig. 2. Estimated reduction in alpha content and yield at the country level as the % of the baseline.

Bei der Bayerischen Landesanstalt sieht man die Hopfenzukunft auch eher positiv. Denn man macht dort das, was global absolut verpönt (und inzwischen auch dank eifrigem GRÜNen Einsatz bei der EU und in Deutschland gesetzlich verhindert) ist. Anstelle mit viel viel Geld CO₂-Emission zu vermeiden und damit vielleicht einen homöopathischen Klimanutzen mit einfach nur mega-desaströßem Kosten-Nutzenverhältnis zu erzielen, wird fleissig an der Resilienz gearbeitet und mit (relativ) wenig Aufwand dabei achtbare Erfolge erzielt:

[1] Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft: … Titan ist die neue Hochalphasorte aus dem Hopfenforschungszentrum Hüll. In zahlreichen Brauversuchen wurde Titan eine hervorragende Bitterqualität, die mit der im Markt führenden Hochalphasorte Herkules vergleichbar ist, bescheinigt. Zusätzlich erfüllt sie die Ziele der Hüller Züchtungsstrategie „low Input – high Output“. Sie vereint hervorragende Brauqualität mit Klimastresstoleranz sowie optimierte Anbau- und Resistenzeigenschaften und entspricht so dem Anspruch an eine hochwertige und nachhaltige Zuchtsorte.
Klimawandel und Umweltschutz machen eine Neuausrichtung der Hopfenproduktion mit neuen modernen Sorten notwendig, um die qualitativ hochwertige Rohstoffversorgung der Brauwirtschaft auch künftig sicherstellen zu können. Mit Titan kommt eine neue Hüller Hochalphasorte in den Anbau, die die züchterisch gelungene Kombination aus hervorragender Brauqualität und Klimatoleranz sowie optimierte Anbau- und Resistenzeigenschaften in sich vereinigt.
Titan ist für Brauer und Hopfenpflanzer gleichermaßen eine zukunftssichere und nachhaltige Alternative zu Herkules.

Erfolgsgeschichte von Herkules
Die Markteinführung von Herkules im Jahr 2006 wurde zu einer beispiellosen Erfolgsgeschichte. Mit einem Ertragspotential von mehr als 50 % über der damals weltweit führenden Hochalphasorte Hallertauer Magnum erbrachte Herkules einen kaum für möglich gehaltenen Züchtungsfortschritt.
Bereits im Jahr 2014 wurde Herkules mit 3.345 ha Anbaufläche zur größten Bittersorte weltweit und wird heute bundesweit auf über 7.100 ha angebaut. In der Hallertau sind mittlerweile 39 % der Gesamthopfenfläche mit Herkules bepflanzt. Damit bildet er das Rückgrat der Grundhopfung in den meisten Brauereien weltweit. Mit dieser Dominanz einer Hochalphasorte sind mittlerweile auch einige Probleme im Anbau verbunden. Beispielsweise stellt Herkules im Anbaugebiet Elbe-Saale bis heute keinen vollwertigen Ersatz für Hallertauer Magnum dar, da die Boden- und Witterungsbedingungen in diesem Anbaugebiet Stockfäule begünstigen und einen wirtschaftlich sinnvollen Anbau von Herkules verhindern.
Zudem war Herkules bei Markteinführung mit einer Resistenz gegen echten Mehltau ausgestattet. Diese Resistenz ist mittlerweile durch die natürliche Anpassung des Pilzes gebrochen

Man wäre aber nicht in der EU und in Deutschland, wenn es gegen solche Erfolge nicht auch Verhinderungsmittel gäbe:
[1] Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft: …… die Mehltaubekämpfung stellt für die Hopfenpflanzer auch wegen der stetig geringer werdenden Verfügbarkeit (Zufügung: Wegen Verboten) von wirksamen Pflanzenschutzmitteln eine immer größere Herausforderung dar …

Fazit
Seit sich der Autor mit „Klimawissenschaft“ und deren absoluter Gläubigkeit an Klimasimulationen und Attributionsmodellen beschäftigt, gewinnt er ein immer tiefer reichendes Verständnis für das damals überaus erfolgreiche Geschäftsmodel des Orakels von Delphi und deren Dependancen. Immerhin hat dieses von ca. 800 vor Christus bis zum Jahr 391 bestanden.
Der Zeitraum wird von den christlichen Kirchen zwar längst überboten. Doch haben diese zwar auch – vor allem am Anfang – Vorhersagen getätigt, doch heutzutage fehlt deren Vertretern der Mut dazu und so übernehmen diese als Ersatz so ziemlich alles, was an woker Gesinnung im Zeitgeist zu finden ist. Die Geschichte des alleine vom Menschen gemachten und besonders schlimmen Klimawandels gehört dazu.

Dabei müsste sich gerade die Kirche daran erinnern – und verkünden -, dass die Menschen welche gezwungen waren in der nachmittelalterlichen Kaltzeit mit ihren heute nicht mehr vorstellbaren Wetterextremen und regelmäßigen Hungersnöten (über-)leben zu müssen, Fürbitten und Wallfahrten gemacht haben, damit es doch bitte etwas wärmer werden möge.
Was nun eingetroffen ist und zu einer Explosion der Ernteerträge geführt hat.

Bild 11 Schweiz, Weizenertrag von 1850 – 2000

Man muss immer wieder daran erinnern, dass der Engländer Malthus – übrigens ein Ökonom, wie auch heute viele, die sich „Klimawissenschaftler“ nennen – im Jahr 1798 bei ca. 1 Milliarde Menschen (aktuell fast 8 Milliarden) das wissenschaftlich sicher berechnete Begrenzen der Menschheit mangels Nahrung vorhergesagt hat.

Quellen

[1] Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft LfL Jahresbericht 2022 Sonderkultur Hopfen
[2] Martin Mozny at al., 10. Oct. 2023: Climate-induced decline in the quality and quantity of European hops calls for immediate adaptation measures
[3] EIKE, 03.10.2023: Hopfenernte 2023. Alternativ: Wie geht es mit dem Hopfen mitten im Klimawandel weiter?

 




Der Millionär und Gründer von just Stop Oil indoktriniert Grundschulkinder mit grüner Propaganda

CHRIS MORRISON, Daily Sceptic

Der Geldgeber von Just Stop Oil Dale Vince treibt seine Pläne voran, britische Grundschulen mit Umwelt- und Net-Zero-Propaganda zu überfluten. Kindern im Alter von 11 Jahren und jünger wird beigebracht, dass sie mit einem beispiellosen globalen Klimanotstand konfrontiert sind und der Planet möglicherweise vor einem sechsten Massenaussterben steht. Die Lösung ist natürlich „Nachhaltigkeit“ und grüne Energie, ein Thema, das dem Multimillionär Vince sehr am Herzen liegt. Sein in die Jahre gekommenes Onshore-Windpark-Unternehmen Ecotricity hat in den letzten 20 Jahren 110 Millionen Pfund an Subventionen vom Steuerzahler erhalten, während er selbst mindestens 43 Millionen Pfund an verschiedenen Unternehmenszahlungen kassiert hat.

Das Ministerium für Umweltbildung (Ministry of Eco Education MEE) wurde von Vince im Jahr 2021 mit dem erklärten Ziel gegründet, den „Lehrplan grüner zu gestalten“. Ausgehend von einer anfänglichen Basis von 15 „Pionier“-Schulen arbeitet es daran, diese Zahl auf 1000 zu erhöhen. MEE integriert seine Botschaften in alle Aspekte des Grundschulunterrichts, einschließlich Verkehr, Energie, Ernährung, Natur und Gesellschaft. Ziel ist es, „Lehrern Zeit zu sparen“, und MEE behauptet, „den nationalen Lehrplan neu geordnet“ zu haben, und zwar im Hinblick auf die großen Fragen, die er beschreibt. MEE behauptet auch, dass es mit Sekundarschulen zusammenarbeitet, um seinen Ansatz für die Primarstufe an Key Stage 3* anzupassen.

[*Key Stage 3: Mehr dazu hier bei Wikipedia]

Obwohl auf der MEE-Website nur wenige Unterrichtsbeispiele zu finden sind, ist es leicht, einige der vermittelten Ideen zusammenzufügen. In einer Lektion über Veganismus wird darauf hingewiesen, dass die industrielle Landwirtschaft negative Auswirkungen auf den Planeten hat, dass es aber offensichtlich „nicht nur um Lebensmittel geht“. Die meisten der zitierten Quellen sind kaum mehr als Werbung für den Veganismus mit einem Link zu einem Guardian-Artikel, der erklärt, warum Veganer keinen Honig essen. Es scheint keine Diskussion darüber zu geben, ob es sinnvoll ist, alle Arten von tierischem Eiweiß aus der Ernährung von Kleinkindern zu streichen, was nach Ansicht vieler Wissenschaftler nur unter strenger ernährungswissenschaftlicher Aufsicht geschehen sollte.

Der Bildungsleiter von MEE ist Paul Turner, und es gibt ein Video von ihm, wie er im Ecotricity-Zelt auf dem Womad-Festival zu einer Gruppe von Kindern spricht. Er hüpft auf einem riesigen Globus herum und erklärt, dass der richtige Kohlendioxidgehalt des Planeten die „magische“ Zahl von 360 Teilen pro Million (ppm) ist. Wie er in der Lage ist, auf eine so präzise – wenn auch magische – Zahl zu verweisen, um den Klimawandel zu stoppen, wird nicht erklärt. Es gibt viele angesehene Wissenschaftler, die meinen, dass dieser Wert für das Gedeihen von Tieren und Pflanzen etwas zu niedrig ist. Natürlich wird den Kindern nicht gesagt, dass die Dinosaurier in einer Welt des Pflanzenreichtums lebten, als die CO₂-Werte viel höher waren. Turner, der von MEE als „radikaler Geograph“ bezeichnet wird, erklärt den Kindern, dass wir das ganze Gas „aufsaugen“ müssen, und an dieser Front leistet Dale einen Beitrag.

Tatsächlich liegt der aktuelle CO₂-Gehalt bei etwa 420 ppm, und man geht davon aus, dass der jüngste Anstieg zu einer dramatischen Ergrünung des Planeten um 14 % geführt hat. Wenn man all dieses zusätzliche CO₂ aufsaugt, erscheint der Veganismus als eine „nicht nachhaltige“ Option. Wenn man den Stickstoffdünger aus der Landwirtschaft entfernt, wie es viele Öko-Extremisten fordern, sieht der daraus resultierende massive Rückgang der Ernteerträge aus wie eine große Hungersnot.

Aber es geht doch nicht nur um den Planeten, oder? In einer vom MEE veröffentlichten Studie mit dem Titel „Foundations for an Eco Curriculum“ (Grundlagen für einen Öko-Lehrplan) heißt es, dass „wir zunehmend erkennen, dass alle Bemühungen zur Bekämpfung der klimatischen und ökologischen Notlage auch auf die strukturellen Ungleichheiten in der Gesellschaft reagieren müssen“. Darüber hinaus „muss jeder Öko-Lehrplan soziale Strukturen und Prozesse ebenso erforschen wie die natürliche Umwelt und die Überschneidungen mit Themen wie Geschlecht, Rasse und Ungleichheit. Von klein auf sind sich die Kinder der Ungerechtigkeit bewusst und können Ideen von Fairness und Umwelt anwenden“.

Mit anderen Worten: Kinder können schon in jungen Jahren mit schrecklichen, größtenteils unbelegten Geschichten über den Klima- und Umweltkollaps, die sie intellektuell nicht in Frage stellen können, einer Gehirnwäsche unterzogen und in eine kollektivistische Gesellschaft geführt werden, in der die herrschenden Eliten viele persönliche Freiheiten abschaffen und Entscheidungen bzg. des Lebensstils treffen. Oh, und Energie kann durch nutzlose Windmühlen bereitgestellt werden, die enorme öffentliche Subventionen von aufgeklärten Philanthropen wie Mr. D. Vince benötigen.

Natürlich ist MEE nicht der einzige grüne Bildungspropagandist, der in Großbritannien tätig ist. Wie der Daily Sceptic Anfang des Jahres berichtete, fließen weitere Gelder der Elite in britische Schulen. Das in London ansässige Unternehmen Climate Science will kostenloses Lehrmaterial zur Verfügung stellen, mit dem Kinder ermutigt werden, unwahrscheinliche Temperaturanstiege von 11°C zu planen, zu lehren, dass alkalische Ozeane „sauer“ sind, und Briefe an politische Entscheidungsträger zu schreiben, in denen im Stil von Greta Thunberg behauptet wird, „unser Haus stehe in Flammen“. Zu den milliardenschweren Geldgebern gehören Schmidt Futures – die Familienstiftung des ehemaligen Google-Chefs Eric Schmidt – und das Grantham Institute at Imperial, das teilweise von dem grünen Milliardär und Investor Jeremy Grantham finanziert wird.

MEE ist auch an der Young Green Briton Challenge beteiligt, für die der TV-Aktivist Chris Packham als Botschafter gewonnen werden konnte. Das neue Programm funktioniert nach dem Vorbild von Dragons’s Den, bei dem 16 Schulen gegeneinander antreten, um 1000 Pfund für ein grünes Projekt zu gewinnen. Kürzlich unterstützte Packham Öko-Demonstranten, die gegen das Gesetz verstoßen, und schlug vor, dass eine „radikale Flanke2 versuchen könnte, Ölraffinerien zu sprengen. Vince seinerseits hat Hunderttausende von Pfund an Just Stop Oil gespendet, eine Gruppe, die sich für zivilen Ungehorsam und kriminelle Schäden einsetzt.

Was für ein gutes Beispiel diese Männer für die Jugend von heute abgeben.

Autor: Chris Morrison is the Daily Sceptic’s Environment Editor.

Link: https://wattsupwiththat.com/2023/10/15/primary-school-children-targeted-with-green-propaganda-by-just-stop-oil-millionaire-funder/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Kommentar des Übersetzers zu diesem Beitrag: Der letzte Satz dieses Beitrags ist eine grobe Verharmlosung. Hier wird nichts Anderes beschrieben als ein „Verbrechen gegen die Menschheit“, denn als solches ist die Indoktrination von Kindern seitens der UN gelistet. Und nicht nur einige Schwachmaten von Kommentatoren hier werden dazu sicher wieder „Hurra!“ schreien.




Der Klimawandel-Industriekomplex ist eine existenzielle Bedrohung

Chris Talgo

Am 17. Januar 1961 hielt Präsident Dwight D. Eisenhower seine Abschiedsrede, in welcher er warnte, dass sich die Vereinigten Staaten „vor der Erlangung eines ungerechtfertigten Einflusses … durch den militärisch-industriellen Komplex hüten“ müssten. Während Ike mit seiner Einschätzung der Gefahren durch den militärisch-industriellen Komplex in den ersten Jahren des Kalten Krieges richtig lag, ist in den Jahren nach dem Ende des Kalten Krieges eine neue, noch schlimmere Bedrohung für unsere Nation entstanden: der Aufstieg des klimaindustriellen Komplexes.

Der im Folgenden erläuterte industrielle Komplex des Klimawandels begann bereits vor Jahrzehnten, als Wissenschaftler vor einer „globalen Abkühlung“ und dem Beginn einer modernen Eiszeit warnten. Schließlich wurde aus der „Krise der globalen Abkühlung die „Krise der globalen Erwärmung“, die sich wiederum in das verwandelte, was wir heute als „Klimawandel“ kennen.

Natürlich weiß jeder, der in der Mittelstufe am naturwissenschaftlichen Unterricht teilgenommen hat, dass sich das Klima immer verändert hat und sich immer verändern wird. Doch mit diesem vagen Sammelbegriff haben die Hintermänner des Klimawandel-Industriekomplexes einen ziemlich genialen Köder ausgelegt. Außerdem hat die Verwendung des Begriffs „Klimawandel“ es ihnen ermöglicht, alle „extremen“ Wetterereignisse und Ursachen der sozialen [Un-]Gerechtigkeit mit dem Klimawandel in Verbindung zu bringen, auch wenn diese Verbindungen bestenfalls lose sind.

Wie der militärisch-industrielle Komplex, der sich auf die heimtückische Beziehung zwischen dem Militär, den Rüstungsunternehmen und der Regierung nebst deren Bestrebungen, die Militärausgaben ständig zu erhöhen bezog, existiert heute eine ähnliche Dynamik unter dem Klimawandel-industriellen Komplex.

Doch statt Militärs, die für mehr Ausgaben für die Landesverteidigung trommeln, damit wir nicht von den Sowjets überholt werden, haben wir jetzt eine Parade so genannter Experten, die ständig zu massiven Ausgaben und zur Beschneidung unserer grundlegenden Freiheiten aufrufen, damit wir nicht vom „Klimawandel“ überholt werden. Und anstelle der Rüstungsunternehmen, die sich auf massive Militäraufträge des Bundes freuen konnten, gibt es jetzt eine ganze Reihe von Kleinbetrieben, die vom Klimawandel-Industriekomplex profitieren. Natürlich bleibt die Rolle der Regierung die gleiche: Sie stellt Steuergelder zur Verfügung, um diese Projekte und Programme zu finanzieren, und nutzt ihre enorme Macht, um die Öffentlichkeit davon zu überzeugen, dass solche Maßnahmen notwendig sind.

Doch im Gegensatz zu dem fast schon kuriosen militärisch-industriellen Komplex von früher hat der heutige Klimawandel-industrielle Komplex weitaus größere negative Auswirkungen auf unsere Gesamtwirtschaft, unsere Lebensweise und unseren Lebensstandard, während er gleichzeitig unsere persönlichen Freiheiten bedroht, unsere Umwelt zerstört und unsere Würde untergräbt.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Im Namen des „Klimawandels“ haben unsere politischen Führer unsere grundlegenden verfassungsmäßigen Freiheiten mit Füßen getreten, indem sie uns vorschreiben, welche Produkte wir kaufen dürfen, und diejenigen zensieren, die es wagen, das Narrativ des „Klimawandels“ zu hinterfragen.

In der Zwischenzeit sind zahllose Unternehmen und „Experten“ auf den „Klimawandel“-Zug aufgesprungen, einige aus Angst vor Repressalien, wenn sie es nicht tun, während zahlreiche andere dies bereitwillig tun, weil sie in irgendeiner Form von der Aufrechterhaltung der „Klimakrise“ profitieren.

Noch schlimmer ist, dass unsere Regierung über die öffentlichen Schulen und die Lehrergewerkschaften einer ganzen Generation die „Klimawandel“-Angstmacherei eintrichtert und so eine riesige Gruppe künftiger Wähler und Führungskräfte schafft, die die Lüge, der „Klimawandel“ sei eine existenzielle Krise, mit Haut und Haaren glauben.

In Wirklichkeit ist der Klimawandel-Industriekomplex nichts weiter als ein trojanisches Pferd, ein Deckmantel, unter dem die Nutznießer ihre Vision davon umsetzen können, wie die Gesellschaft „organisiert“ werden sollte.

Dennoch wäre es nachlässig, das Ausmaß der Bedrohung herunterzuspielen, die von denjenigen ausgeht, die versuchen, die Gesellschaft auf der Grundlage einer nicht existierenden Klimakrise umzugestalten. Wenn wir etwas aus der jahrelangen Horrorshow gelernt haben, die die Reaktion unserer Regierung (und der Welt) auf COVID-19 war, dann sollten wir uns bewusst sein, dass viele im Klimawandel-industriellen Komplex die unglaubliche Überreaktion auf ein Virus, das eine Bedrohung für einen kleinen Prozentsatz der Bevölkerung darstellte, als Probelauf für das betrachteten, was mit großer Wahrscheinlichkeit kommen wird, sollten sie in Zukunft ihren Willen durchsetzen.

Klaus Schwab, Gründer und geschäftsführender Vorsitzender des Weltwirtschaftsforums erklärte, er glaube, dass „die Pandemie eine seltene, aber schmale Gelegenheit bietet, über unsere Welt nachzudenken, sie neu zu denken und neu zu gestalten“. Dazu gehöre, wie Schwab es ausdrückte, die Schaffung einer neuen Weltordnung, „die langfristig widerstandsfähiger, gerechter und nachhaltiger ist. Das bedeutet zum Beispiel den Aufbau einer ‚grünen‘ städtischen Infrastruktur und die Schaffung von Anreizen für die Industrie, ihre Erfolgsbilanz in Bezug auf Umwelt-, Sozial- und Governance-Kriterien (ESG) zu verbessern.“

In Schwabs Vision würde diese neue Weltordnung natürlich auch bedeuten, dass die Menschen „nichts besitzen“, Käfer statt Fleisch essen, in überfüllten „15-Minuten-Städten“ leben, auf Flugreisen verzichten, keine mit Benzin betriebenen Fahrzeuge mehr fahren (und natürlich auch nicht mehr besitzen) und eine ganze Reihe von unvorstellbaren Opfern bringen, alles im Namen des „Klimawandels“. Aber – und das ist ein entscheidender Punkt – Sie können Ihren letzten Dollar darauf verwetten, dass diese neue Weltordnung nicht für diejenigen in Machtpositionen gelten wird, welche die Regeln machen, aber praktischerweise die Regeln, die sie machen, nicht befolgen müssen.

Bevor es zu spät ist, müssen diejenigen von uns, die den ultimativen Preis zahlen werden – sowohl in Form eines niedrigeren Lebensstandards als auch in Form einer weniger freien und offenen Gesellschaft – gegen den Klimawandel-industriellen Komplex vorgehen. Denn wenn wir das nicht tun, könnten wir, wie Ike warnte, zulassen, dass „die öffentliche Politik … selbst zum Gefangenen einer wissenschaftlich-technologischen Elite wird“.

Chris Talgo is editorial director at The Heartland Institute.

Link:https://www.americanthinker.com/articles/2023/10/the_climate_changeindustrial_complex_is_an_existential_threat.html via Heartland Institute

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Warum Klima-Konferenzen (COPs) zahnlos bleiben sollten

Ivor Williams

Eine Definition von Wahnsinn lautet: „Dasselbe immer und immer wieder tun und ein anderes Ergebnis erwarten“. (Angeblich ein Einstein-Zitat.)

Ein gutes Beispiel ist die bevorstehende 28. Tagung (COP28) der Konferenz der Vertragsparteien des Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (UNFCCC). Sie wird vom 30. November bis 12. Dezember in den Vereinigten Arabischen Emiraten stattfinden. Die „Vertragsparteien“ sind die UN-Mitgliedstaaten und einige Beobachter. An der letzten COP27 in Sharm el Sheik in Ägypten nahmen 12 000 Delegierte aus über 200 Ländern teil.

Seitdem hat sie jedes Jahr stattgefunden, mit Ausnahme von 2020. Auf allen 27 bisherigen Konferenzen wurde vor dem zunehmend bedenklichen Zustand der Atmosphäre gewarnt und erklärt, dass etwas dagegen unternommen werden muss, bevor es zu spät ist.

Alles begann mit dem UNFCCC-Übereinkommen vom Mai 1992. Dieses umfassende Dokument sollte die Grundlage für alle nachfolgenden Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels bilden. Darin heißt es im Wesentlichen: „Menschliche Aktivitäten haben die Konzentration von Treibhausgasen in der Atmosphäre erheblich erhöht … der globale Charakter des Klimawandels erfordert die größtmögliche Zusammenarbeit aller Länder und ihre Beteiligung an einer wirksamen und angemessenen internationalen Reaktion“.

Da nicht viel passierte, planten die Vereinten Nationen eine Reihe von Konferenzen der Vertragsparteien des Übereinkommens. Auf der ersten (COP1) im Jahr 1995 wurde erklärt: „Die Vertragsparteien sollten das Klimasystem zum Nutzen der heutigen und künftigen Generationen der Menschheit schützen … die Vertragsparteien, die entwickelte Länder sind, sollten die Führung bei der Bekämpfung des Klimawandels übernehmen.“

Zehn Jahre und zehn Konferenzen später entstand auf der COP21 im Dezember 2015 das Paris-Abkommen, „ein rechtsverbindlicher internationaler Vertrag zum Klimawandel“. Die 196 teilnehmenden Parteien einigten sich darauf, „die globale Erwärmung auf 1,5 °C zu begrenzen … die Treibhausgasemissionen müssen spätestens 2025 ihren Höhepunkt erreichen und bis 2030 um 43 % sinken … das Abkommen ist ein Meilenstein im multilateralen Klimaschutzprozess, da zum ersten Mal ein verbindliches Abkommen alle Nationen zusammenbringt, um den Klimawandel zu bekämpfen und sich an seine Auswirkungen anzupassen.“

[Hervorhebung im Original]

Das Ausmaß der Untätigkeit trägt nun eindeutig Spuren des Wahnsinns. Sieben Jahre und sieben Konferenzen nach der „bahnbrechenden“ COP27 (2022) in Paris wurde verkündet: „Die Vertragsparteien haben ihre Entschlossenheit bekräftigt, den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur auf 1,5°C zu begrenzen, um die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels zu vermeiden … angesichts der sich überschlagenden Krisen, mit denen Regierungen und Bürger gleichermaßen konfrontiert sind, besteht die Gefahr, dass die globalen Bemühungen hinter dem Umfang und der Geschwindigkeit der erforderlichen Maßnahmen zurückbleiben … die Beteiligten müssen sicherstellen, dass sie ihre Versprechen einhalten.“

Der CO₂-Gehalt der Atmosphäre wird seit 1957 gemessen und ist jedes Jahr stetig gestiegen. Die siebenundzwanzig Konferenzen haben keine Auswirkungen auf die globalen Gesamtemissionen gehabt. Die Nationen haben erkannt, dass der Bedarf ihrer Bevölkerung an Elektrizität an erster Stelle stehen muss. Der billigste und schnellste Weg, diesen zu liefern, sind fossil befeuerte Kraftwerke.

Die Staats- und Regierungschefs haben sich vielleicht auch über die zunehmend manischen Rufe gewundert: „Globale Überhitzung“; „Der Juli war der wärmste in der Geschichte der menschlichen Zivilisation“; „Die Ozeane werden heißer … und lösen globale Wetterkatastrophen aus … die Hitze ist so stark, dass sie Mobiltelefone lahmlegt“; „Die Tagestemperaturen erreichen einen 100.000-Jahres-Höchststand“; „Die Daten vom September zeigen, dass die Temperatur des Planeten den wärmsten Stand in modernen Aufzeichnungen und wahrscheinlich seit Tausenden von Jahren erreicht hat.“

Berater von Staatsoberhäuptern haben vielleicht darauf hingewiesen, dass wir die täglichen Temperaturen weltweit erst seit etwa 140 Jahren messen. Die NASA stellt klar, dass es vor 1880 einfach nicht genug Daten gab, um genaue Berechnungen anzustellen. Die letzte Eiszeit endete vor etwa 10.000 Jahren; die Berater mögen darauf hingewiesen haben, dass es daher vernünftig erscheint zu erwarten, dass Rekorde gebrochen werden, weiterhin gebrochen werden und möglicherweise etwas mit der globalen Erwärmung zu tun haben oder auch nicht.

Merkwürdigerweise wurde die Bereitschaft der UNO, immer wieder Konferenzen abzuhalten, auf denen Maßnahmen gefordert werden, die nicht durchgeführt werden, kaum kommentiert. Gelegentlich sind Bemerkungen erschienen, zum Beispiel im März 2019: „Nach 25 Jahren des Scheiterns sollten wir das UNFCCC aufgeben … Die Emissionen sind auf Rekordniveau und der internationale Vertrag, der sie eindämmen soll, kann keine Maßnahmen vorantreiben, es ist an der Zeit, neue Ideen zu prüfen“.

Der damalige britische Außenminister Dominic Raab wurde im Daily Telegraph vom 24. Oktober 2020 zitiert: „Wir wollen eine reformierte UNO, eine UNO, die bereit ist, … die vor uns liegenden globalen Herausforderungen anzugehen“. Nach Abschluss der COP27-Klimakonferenz in Ägypten erklärte Simon Stiell, Leiter des UNFCCC, er beabsichtige, den COP-Prozess zu überprüfen, „um ihn so effektiv wie möglich zu gestalten.“

Papst Franziskus bringt das Problem in seinem jüngsten Schreiben Laudate Deum auf den Punkt, in dem er erklärt (Abschnitt 4.52), dass „Die Vereinbarungen [des UNFCCC] wurden schlecht umgesetzt, weil es an geeigneten Verfahren für die Überwachung, die regelmäßige Überprüfung und Sanktionen bei Nichteinhaltung mangelt … Die internationalen Verhandlungen können aufgrund der Positionen von Ländern, die ihre nationalen Interessen über das globale Gemeinwohl stellen, keine bedeutenden Fortschritte erzielen.“

Aber ist das ein Problem? Wenn die UN unbegrenzte Macht und Autorität gehabt hätte, hätte man dann den Industrieländern befohlen, ihre Kohle, ihr Öl und ihr Gas aufzugeben, einen Großteil ihrer unrechtmäßig erworbenen Schätze als Entschädigung nach Süden und Osten nach Afrika und Asien zu schicken und sie zur Strafe dafür, dass sie die Welt auf den falschen Weg gebracht haben, um ein Jahrhundert zurückzuschieben?

Vielleicht sollten wir dankbar sein, dass die UN in Sachen Klima nur reden, aber nicht handeln kann.

Link: https://wattsupwiththat.com/2023/10/12/why-cops-should-have-no-teeth/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Der Klima-Krieg ist vorbei: China hat ihn gewonnen

Duggan Flanakin

Michael Mann, der Schöpfer des entlarvten Hockeyschlägers, veröffentlichte 2021 ein Buch mit dem Titel The New Climate War: The Fight to Take Back Our Planet. Seine These lautete, dass die das Klima verändernden Unternehmen für fossile Brennstoffe, rechtsgerichtete Plutokraten und Petrostaten die Feinde der Menschheit sind und dass (durch Auslassung) die Natur keine bedeutende Rolle beim Klimawandel spielt.

Manns These scheint zu sein, dass eine Armee von die industrielle Revolution verurteilenden Aktivisten die Wünsche der chinesischen, russischen, indischen und panafrikanischen Menschen, welche die Vorteile der Nutzung fossiler Brennstoffe nutzen wollen, besiegen und eine utopische Welt schaffen kann, die ausschließlich durch erneuerbare Energien angetrieben wird.

Diese These ist nicht haltbar.

Beginnen wir jedoch mit der ersten Prämisse – dass der Wunsch von Milliarden von Menschen nach billiger Energie bis 2050 ausschließlich mit Wind, Sonne und Erdwärme (aber nicht mit Atom- oder Wasserkraft) erfüllt werden kann. Dies setzt voraus, dass alle Nationen bereit, willens und in der Lage sind, mit dem Gerangel um Macht und Einfluss aufzuhören und sich um den Maibaum zu versammeln, um Kum-Ba-Yah zu singen.

Mann will uns wohl weismachen, dass die Mehrheit der Menschen auf der Erde so besorgt um die langfristige Zukunft des Planeten ist, dass sie bereitwillig auf billige Energie, erschwinglichen Wohnraum und die Freiheit zu reisen verzichten und sogar eine – nach grünen Maßstäben – übervölkerte Welt entvölkern würden.

Jahrzehntelang haben europäische und amerikanische (und abhängige) Regierungen Lippenbekenntnisse abgegeben und sogar wirtschaftsschädigende Gesetze und Verordnungen erlassen, um die Michael Manns dieser Welt zu besänftigen. Die Reichen können es sich anscheinend immer leisten, sich in Modeerscheinungen zu ergehen oder anderen Vorschriften zu machen, die ihr Leben überhaupt nicht betreffen. Davon haben wir während der COVID-Pandemie genug gesehen.

Aber die weltweite Revolte gegen diese Torheit wird sehr wahrscheinlich nur noch größer werden, wenn die Menschen erkennen, dass echte Kriege weitergehen, mit verheerenden Folgen. Die Menschen werden vielleicht erkennen, dass nicht jeder Wirbelsturm, Regensturm oder Blitzeinschlag ihre Schuld ist. Sie werden vielleicht glauben, dass Nahrung, Kleidung und Unterkunft viel wichtiger sind, als sich den Launen von Neinsagern – und den Chinesen – zu beugen.

Die europäische Revolte könnte in Italien mit der Wahl von Giorgia Meloni zur Ministerpräsidentin begonnen haben. Ihre Partei erklärt sich immer noch bereit, „die Bedrohung durch den Klimawandel zu bekämpfen“, fügt aber die ketzerische Bemerkung hinzu: „Wir werden diese Ziele nicht erreichen, indem wir der Wirtschaft schaden oder einen ausschließlich staatlich geführten Ansatz verfolgen. Wir müssen uns das Fachwissen und die Kreativität von Unternehmen und Unternehmern zunutze machen“, also genau die Leute, denen Mann die Schuld gibt.

Zum ersten Mal in der jüngeren Vergangenheit gibt es in Deutschland, dem Vereinigten Königreich und sogar in Frankreich politische Debatten, und die Politiker drosseln ihr frenetisches Streben nach Energiearmut und politischer Bedeutungslosigkeit.

Während Bundeskanzler Olaf Scholz im Mai ankündigte, Deutschland werde 2 Milliarden Euro an Steuergeldern in den Grünen Klimafonds einzahlen, hieß es im Juli, er würde „die Umweltschützer aus seiner Regierung auspressen“.

In der Zwischenzeit hat das von Friedrich Merz geführte Bündnis aus Christlich-Sozialer Union und Christlich-Demokratischer Union den „Kampf gegen die Umweltagenda“ zu seiner obersten Priorität gemacht. Bei den jüngsten Wahlen in Hessen und Bayern haben populistische Parteien Scholz‘ Sozialdemokraten und seinen Koalitionspartnern von Grünen und Freien Demokraten Sitze weggenommen. Die einfachen Deutschen stimmen gegen den Klimakrieg.

In UK hat Premierminister Rishi Sunak gerade die Tory-Strategie zur Erreichung der von der UN und der EU vorgegebenen Klimaziele über den Haufen geworfen, indem er mehrere pro-grüne Maßnahmen zurückgenommen hat, darunter Verbote für Benzin- und Dieselfahrzeuge und neue Gasheizungen. Viele glauben, dass Rishi gegen die Labour-Partei vorgehen wollte, die sich nach wie vor dem grünen Radikalismus verschrieben hat, und Stimmen von wirtschaftsorientierten Briten gewinnen wollte.

Sunak, dessen Schritt von seinen Tory-Kollegen kritisiert wurde, sagt, sein Land stecke in der Klimafrage „zwischen zwei Extremen“ fest. „Wenn wir diesen Weg weitergehen“, sagte er, „riskieren wir, die Zustimmung der britischen Bevölkerung zu verlieren“.

Der französische Präsident Emmanuel Macron forderte Anfang des Jahres ein Moratorium für neue Umweltvorschriften und argumentierte erst letzten Monat, dass der „grüne Übergang“ sich darauf konzentrieren sollte, Anreize zu schaffen, anstatt direkte Verpflichtungen aufzuerlegen. „Wir wollen eine Ökologie, die zugänglich und fair ist, eine Ökologie, die niemanden ohne Lösung lässt“ und nicht bestraft, fügte er hinzu.

Dennoch gibt Frankreich, wie die meisten anderen europäischen Länder, Milliarden von Euro für verschiedene Klimainitiativen aus und übt weiterhin Druck auf Unternehmen und Privatpersonen aus, unerwünschte Wärmepumpen zu kaufen, um Öl- und Gasheizungen zu ersetzen.

In den USA hat Präsident Joe Biden schon früh den Klimawandel zur größten Bedrohung der Nation erklärt, und selbst nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine erklärte Biden, die globale Erwärmung sei „die größte existenzielle Bedrohung für die Menschheit, der wir je gegenüberstanden, einschließlich Atomwaffen“. Dass seine Politik immer noch diese merkwürdige Position widerspiegelt, zeigt sich daran, dass er im September die Öl- und Gaspacht in Alaska und vor der Küste abgesagt hat.

Während seine europäischen Amtskollegen vom Dogma abweichen, bleibt Biden – wie ein Moses, der von John Kerry und Al Gore auf jeder Seite hochgehalten wird – standhaft. Doch trotz der Posen sollte selbst ein geschwächter Biden wissen, dass der Klimakrieg vorbei ist.

Und China hat ihn gewonnen!

Doch Chinas massiver Sieg, der durch sein Engagement für die Kohle für die eigene Wirtschaft und die Kontrolle des Marktes für fast alle Komponenten für den Einsatz erneuerbarer Energien unterstrichen wird, könnte sich als Pyrrhussieg erweisen, da seine Wirtschaft am Rande des Zusammenbruchs steht.

The Diplomat berichtet, dass die Exporte aus China im Juli 2023 im Vergleich zum Vorjahr um beispiellose 14,5 Prozent gesunken sind, während die Importe ebenfalls um 12,4 Prozent zurückgingen – die schlechteste Leistung seit dem Ausbruch der COVID-Pandemie im Februar 2020.

Die chinesische Industrieproduktion stieg im Juli nur um 3,7 Prozent (ab Juli 2022), und das Wachstum des chinesischen Einzelhandels betrug nur 2,5 Prozent. Die Jugendarbeitslosigkeit in China wurde auf 21,3 Prozent geschätzt, und der Aktienmarktindex in Hongkong war seit Januar um 20 Prozent gefallen. Selbst der chinesische Wohnungsmarkt stagnierte.

Chinas wirtschaftliche Probleme haben jedoch die massive Aufrüstung des Militärs nicht gebremst, so dass der Verteidigungshaushalt im Jahr 2022 offiziell 230 Milliarden Dollar beträgt, inoffiziell jedoch um 60 Milliarden Dollar höher liegt. Chinas Militäretat wuchs von 2000 bis 2016 um etwa 10 Prozent pro Jahr und ist seitdem bei einem jährlichen Wachstum von etwa 7 Prozent geblieben.

Die Chinesen beanspruchen seit langem die Vorherrschaft über das gesamte Südchinesische Meer und die an das Meer angrenzenden Gebiete, eine Position, die von fast allen Nachbarn bestritten wird. Künstliche Inseln und Militäranlagen im Südchinesischen Meer bedrohen Handelsrouten, die von Taiwan, den Philippinen, Brunei, Malaysia, Vietnam, Indien und Australien genutzt werden.

Die Behandlung Chinas als Verbündeter (und Retter) im Klimakrieg hat die US-Politiker blind für jede chinesische Bedrohung gemacht, und Experten zufolge sind die USA und ihre Verbündeten zunehmend machtlos, wenn es darum geht, künftige chinesische Aggressionen in Ostasien abzuwehren und zu unterbinden.

In einem kürzlich in der Zeitschrift Foreign Policy erschienenen Artikel heißt es: „Technologiediffusion, wachsende globale Herausforderungen und ein veraltetes Streitkräftedesign haben den militärischen Vorsprung der Vereinigten Staaten gegenüber China ausgehöhlt.“ China verfügt heute über die größte Marine, Armee, Raketentruppe, zivile Flotte und industrielle Basis der Welt, die mehr als doppelt so schnell wie die USA neue Schiffe und Raketen baut.

Währenddessen stecken die USA in der Ukraine fest, und die vom Iran unterstützte Hamas hat gerade einen Krieg mit Israel begonnen. Da die USA sich auf das Klima und nicht auf die Verteidigung oder Eindämmung konzentrieren, kann China frei schalten und walten.

Nur die Törichten würden das Dringende ignorieren, um sich auf die Fata Morgana der Wichtigkeit zu konzentrieren, die jetzt darin besteht, sowohl den Westen als auch 600 Millionen Afrikaner ohne Strom zu bestrafen, indem sie nach Manns Pfeife tanzen.

A version of this article originally appeared at Town Hall

Autor: Duggan Flanakin is a Senior Policy Analyst with the Committee For A Constructive Tomorrow. A former Senior Fellow with the Texas Public Policy Foundation, Mr. Flanakin authored definitive works on the creation of the Texas Commission on Environmental Quality and on environmental education in Texas. A brief history of his multifaceted career appears in his book, „Infinite Galaxies: Poems from the Dugout.“

Link: https://www.cfact.org/2023/10/10/the-climate-war-is-over-china-won/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE