Kältereport Nr. 30 /2023

Christian Freuer

Diesmal ohne große Vorbemerkung – die Meldungen sprechen für sich.

Meldungen vom 13. Oktober 2023:

Kaltlufteinbruch und Frühjahrs-Schnee in Südost-Australien

Eine kalte Luftmasse erfasst am Freitag und bis in die nächste Woche hinein den Südosten Australiens, lässt die Temperaturen weit unter den Durchschnitt sinken und beschert den Gipfeln der australischen Alpen eine späte Schneedecke.

Eine Polarfront wird ab heute über weite Teile von Tasmanien, Südaustralien, Victoria, den ACT und Queensland ziehen.

Die Kälte wird sich bis weit in die nächste Woche erstrecken und die Temperaturen um 4 bis 8 °C unter die jahreszeitliche Norm fallen lassen. In Thredbo und Mount Hotham werden in der Nacht zum Montag Tiefstwerte von -4 °C erwartet.

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Schneepflüge in Wyoming nehmen Arbeit auf

Der Schneefall vom Donnerstag in Anchorage, Alaska, ist als die ersten Flocken der Saison in die Geschichte eingegangen.

Offiziell fielen am Vorhersagebüro des Nationalen Wetterdienstes 3 cm, während anderswo in der Stadt 6 cm fielen.

Die Schneerekorde in Anchorage reichen bis ins Jahr 1952 zurück. Laut den Büchern ist das durchschnittliche Datum für den ersten Schnee in der Stadt der 16. Oktober, was bedeutet, dass die ersten Flocken in diesem Jahr 2023 vier Tage zu früh kamen. Der früheste jemals aufgezeichnete erste Schnee war am 21. September 1996 (Sonnenminimum des 22. Zyklus), der späteste am 13. November 2002.

Link: https://electroverse.info/polar-outbreak-australia-first-snow-anchorage-wyomings-plow-trucks-are-out-el-nino/

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Meldungen vom 16. Oktober 2023:

Rekord-Frost in China

Außergewöhnliche Kälte hat in letzter Zeit weite Teile Chinas heimgesucht, vor allem die Provinz Qinghai auf dem tibetischen Plateau.

Der Hala-See hat am Wochenende den Höhepunkt der Kälte erlebt. Der Brackwassersee in den Qilian-Bergen erreichte am Sonntag, dem 15. Oktober, einen rekordverdächtigen Tiefstwert von -28,4 °C (für Mitte Oktober).

Es war nicht der einzige Ort, an dem anomale Kälte gemessen wurde. Viele dieser Messwerte sind als neue Rekord-Tiefstwerte für diesen frühen Zeitpunkt in der Saison registriert worden.

Trotz der einseitigen Fokussierung der Medien auf die Sommerhitze ist es in den meisten Teilen Asiens im Jahr 2023 außergewöhnlich kalt geblieben.

Ein Kälteeinbruch Ende April ließ die Temperatur in Nordchina auf ein noch nie dagewesenes Niveau sinken, als am 22. April an 241 Stationen die niedrigsten Tageshöchstwerte verzeichnet wurden, die jemals (in der zweiten Aprilhälfte) gemessen worden waren.

Zu der Kälte gesellte sich der sehr seltene Aprilschnee, und viele chinesische Städte verzeichneten die späteste Schneehäufung seit Beginn der Aufzeichnungen. In Shanxi zum Beispiel fielen Ende April 24 cm Schnee – ein neuer Rekord sowohl für die monatliche Schneehöhe als auch für die Dauer der Schneefälle.

Die Kälte und der Schneefall „kamen plötzlich“, so die Einheimischen.

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Ausbreitung der mit Schnee bedeckten Flächen in Sibirien

Nördlich von China befindet sich ein kleines Land namens Russland, und auch hier herrschen kalte und schneereiche Bedingungen, insbesondere in Sibirien.

In der russischen Stadt Batagaj-Alyta an der Ostflanke des Werchojansk-Gebirges zum Beispiel wurde es am Wochenende -29,8 °C kalt. Damit ist Delyankir mit -21°C die niedrigste russische Temperatur der Saison.

„In den letzten drei aufeinanderfolgenden Nächten ist die Temperatur im Dorf Delyankir unter -20C gefallen“, berichtet gismeteo.ru, was für Mitte Oktober sehr ungewöhnlich ist.

Auch in Ostjakutien wurde „eine permanente Schneedecke [bis zu 26 cm]“ beobachtet. Dies ist auf der NOAA-Karte für Schnee und Eis der nördlichen Hemisphäre zu sehen, auf der 40 % Russlands unter Schnee liegen.

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Monatlicher Kälterekord in Myanmar gebrochen

Letzte Woche wurde das südostasiatische Land Myanmar (ehemals Birma) von Rekordkälte heimgesucht.

In Maungdaw im Bundesstaat Rakhine sank die Temperatur auf 17,3 °C und unterbot damit die bisher niedrigste Oktobertemperatur in der Stadt, die am 31. Oktober 1985 (Sonnenminimum des 22. Zyklus) mit 18,5 °C gemessen wurde.

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Europas Polareinbruch

Der prognostizierte Polareinbruch in Europa hat wie erwartet begonnen, und in UK wurden am Wochenende -4°C gemessen.

Das Dorf Shap in Nordengland registrierte in den frühen Morgenstunden des Sonntags -4°C – eine extrem niedrige Temperatur für diese Jahreszeit und wahrscheinlich ein Rekordtief für Mitte Oktober (obwohl ich dies noch nicht verifizieren konnte).

In allen Regionen von UK wurden am Wochenende Temperaturen unter dem Gefrierpunkt gemessen.

Sogar in London und Südostengland wurde am 15. Oktober eine sehr anomale Temperatur von -1,1 °C gemessen.

Link: https://electroverse.info/record-cold-china-snow-in-siberia-cold-myanmar-europes-polar-plunge/

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Meldungen vom 17. Oktober 2023:

Schneedecke auf der Nordhemisphäre schon jetzt ausgedehnter als im Mittel

Nach dem gestrigen Bericht über die zunehmende Schneedecke in Asien liegen nun die ersten Daten des finnischen Meteorologischen Instituts über die Gesamtschneemasse der nördlichen Hemisphäre vor, und sie liegen über dem Durchschnitt:

Abbildung: Die neueste SNOW-Graphik des FMI, jüngster Messpunkt 21. Oktober 202. Quelle

Dieses Diagramm ’schließt die Berge aus‘, was wichtig ist, wenn man die neuesten phantastischen Träumereien der Alarmisten bekämpfen will; das heißt, dass der Schnee in hohen Lagen nun zunehmen soll, wo er vorher nicht lag, und zwar unter den Szenarien der globalen Erwärmung, weil die Atmosphäre mehr Feuchtigkeit enthält und die höchsten Berggipfel noch kalt genug für Schnee sind.

Wenn man ehrlich nach der Wahrheit suchen würde, hätte man die AGW-Theorie schon vor vielen Monden verworfen oder zumindest drastisch überarbeitet.

Schaut euch die Grafik an, Alarmisten.

Schaut euch die Diagramme der letzten Jahre an.

Hier sind vier:

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St. Paul (Minnesota) veranstaltet nach dem historischen Winter 2022-23 den ersten „Schneegipfel“ überhaupt

Der Winter steht vor der Tür, und viele Nordamerikaner erholen sich noch immer von den Schneemassen des letzten Jahres. Die Straßen frei zu halten, war eines der größten Probleme, das von Küste zu Küste Kopfzerbrechen bereitete.

St. Paul, die Hauptstadt von Minnesota, hat die Dale Street Garage zum Schauplatz des allerersten „Schnee-Gipfel“ gemacht, der den Einwohnern von St. Paul die Möglichkeit geben soll, mit den Verantwortlichen der Stadt und den Straßenmeistereien darüber zu diskutieren, wie man sich in diesem Jahr besser auf Schnee vorbereiten kann.

Im vergangenen Winter brach St. Paul – wie viele andere Orte in den USA auch – seinen Rekord für Schneefall: Im Laufe der Saison fielen über 230 cm des weißen Zeugs, was fast doppelt so viel ist wie der saisonale Durchschnitt der Stadt.

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Schnee-Rekorde fallen in Nordindien

In den höheren Lagen des indischen Bundesstaates Himachal Pradesh wurde mit dem frühen Wintereinbruch eine Schneehöhe von 30 cm gemessen.

Im gesamten Bundesstaat Shimla gab es zu Beginn der Saison beeindruckende Schneemengen, die sich unter anderem in Rohtang, Madhi, Lakkar Mandi, Dalhousie und Kullu ansammelten, wobei in Jalodi Jot 12 cm zusammenkamen.

Besonders beeindruckend ist, dass in der Landeshauptstadt Narkanda und auf dem Hatu Peak der erste Oktoberschneefall in der Geschichte des Landes verzeichnet wurde. Auf dem Shikari Devi in Mandi fielen 10 cm, womit ein seit 40 Jahren bestehender Schneerekord gebrochen wurde.

Die Temperaturen in dieser Region der Welt sind in den letzten Tagen um etwa 12 Grad unter die Jahreszeitennorm gefallen, wobei „morgens und abends starke Kälte zu spüren war“, so ein lokaler Bericht von himtimes.com.

Link: https://electroverse.info/snow-mass-above-us-ski-industry-st-paul-snow-summit-record-india-snow/

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Meldungen vom 18. Oktober 2023:

Neue Frost-Rekorde in Yakutien, Russland

Sacha, offiziell die Republik Sacha (auch Jakutien genannt), ist die größte Republik Russlands und liegt im Fernen Osten des Landes am Arktischen Ozean. Und obwohl der Herbst erst vor kurzem über die Region hereingebrochen ist, haben bereits harte Fröste von -30 °C eingesetzt.

Wir haben den Temperatursturz in Sibirien in letzter Zeit verfolgt (ebenso wie den zunehmenden Schnee)…

Von den ersten -10°C in der Region, Verkhoyansk (-10,1°C) am 23. September (die frühesten -10°C in 15 Jahren), bis zu den ersten -20°C in Russland, Delyankir (-21°C/) am 9. Oktober (ebenfalls früh).

In dieser Woche ist es Oymyakon, das für Schlagzeilen sorgt. Das Dorf in Jakutien, in dem sich die Wetterstation „Kältepol“ befindet, erreichte am 17. Oktober einen Tiefstwert von -33°C: Russlands niedrigste Temperatur zu Beginn einer Saison seit 30 Jahren, berichtet die russische Wetterseite gismeteo.ru.

Sibiriens Trend zur Kälte geht einher mit beeindruckenden und großflächigen Schneefällen.

Selbst der Alarmisten-Blog wetteronline.de hat dazu am 23. Oktober eine Meldung hier.

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Und dann noch das hier:

Kalifornier erhalten verlängerte Steuerfristen aufgrund historischer Winterschneefälle

In diesen Tagen der katastrophalen Erwärmung und der Schneelosigkeit musste das Finanzamt aufgrund der rekordverdächtigen Schneestürme, die zu Beginn des Jahres über Kalifornien hinweggefegt sind, die Fristen für die Steuererklärung und -zahlung für die meisten kalifornischen Steuerzahler verlängern.

Rekordschneefälle begruben Häuser und Geschäfte unter sich. Globale Erwärmung auf kalifornisch.

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Es folgt noch ein Beitrag zu Sonnenstürmen.

Link: https://electroverse.info/rare-frosts-russia-californians-winter-snow-solar-storms-and-grand-solar-minimums/

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Meldungen vom 19. Oktober 2023:

Kanadas frühestes Erreichen der -30°C-Marke seit 2017

Nach Russland hat auch Kanada die ersten -30 °C der Saison registriert, und wie in Russland kam dies sehr früh.

Am Morgen des 18. Oktober wurde in Eureka, Nunavut, ein Tiefstwert von -30,2 °C gemessen – der früheste kanadische Wert von -30 °C seit 2017.

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Auch das hier soll dem Leser nicht vorenthalten werden – es ist wieder einmal beschämend, dass man auf auswärtige Medien zurück greifen muss, um so wesentliche Nachrichten aus unserem Land zu hören oder zu lesen! Da ist es vielleicht doch gut (?), dass die erwähnte Kältewelle bei uns nur von kurzer Dauer war.

Kälteeinbruch zwingt Deutschland zum Anfahren von Reserve-Kohlekraftwerken

Wie Bloomberg kürzlich berichtete, hat Deutschland ein Reserve-Kohlekraftwerk in Betrieb genommen, um den Energiebedarf zu decken, während der erste richtige Kälteeinbruch der Saison in der Region auftrat.

Das Kraftwerk – der LEAG-Block F in Jänschwalde mit einer Kapazität von 500 Megawatt – wurde von der deutschen Regierung gebeten, am vergangenen Sonntag mit der Stromerzeugung zu beginnen, um die deutsche Versorgung nach dem Vorstoß von Luftmassen arktischen Ursprungs in Europa zu unterstützen.

Auch dieses Kraftwerk wurde im vergangenen Winter in Betrieb genommen, bevor es im Juli eingemottet wurde. Die historische Energiekrise des letzten Jahres zwang Deutschland dazu, seine Abhängigkeit von der Kohle zu erhöhen, nachdem die Lieferungen von russischem Pipeline-Gas unterbrochen wurden, berichtet Bloomberg.

Der deutsche Wirtschaftsminister Robert Habeck sagte kürzlich in einem Interview, dass die Regierung im nächsten Winter (2024-25) keine alten Reservekraftwerke reaktivieren müsse – was optimistisch erscheint. Es ist Mitte Oktober, und schon jetzt erweist sich Deutschlands unüberlegte Umstellung auf erneuerbare Energien als unzureichend. Wie Bloomberg berichtet, belasten die geringe Sonneneinstrahlung und der Mangel an Wind das Stromnetz.

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Es folgt noch ein Beitrag zu Vorgängen der irdischen Magnetosphäre.

Link: https://electroverse.info/canadas-30c-germany-coal-rare-pure-sign-wave-magnetosphere/

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Meldungen vom 20. Oktober 2023:

Frühwinterlicher Schnee in Bhaderwah, Nordindien

In letzter Zeit wurde Nordindien von winterlichen Tiefstwerten und rekordverdächtigen Schneefällen heimgesucht.

Im Bundesstaat Shimla gab es Anfang der Woche in der Landeshauptstadt Narkanda und auf dem Hatu Peak den frühesten jemals gemessenen Schneefall. Mit 10 cm auf dem Shikari Devi wurde dort ein 40 Jahre alter Rekord gebrochen.

Den Daten zufolge kühlt sich Indien ab.

Eine aktuelle Studie des IITM hat gezeigt, dass die „Kältewellen“ in den letzten zehn Jahren zugenommen haben: „In den meisten Jahrzehnten von 1951 bis 2011 wurden in diesen Regionen im Durchschnitt 2 bis 5 Kältewellentage pro 10 Jahre verzeichnet, aber im letzten Jahrzehnt (bis 2021) stieg diese Zahl auf fast 5 bis 15 Tage.“

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Es folgt noch je ein Beitrag zum ersten bevor stehenden großen Wintersturm in den USA, zu einer neuen Aktivisten-Studie bzgl. Hurrikanen und zur derzeit geringen Sonnenaktivität.

Link: https://electroverse.info/snow-bhaderwah-polar-plunge-u-s-another-embarrassing-activist-study-low-sunspots/

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Meldungen vom 23. Oktober 2023:

–23°C in Schweden

Extreme Tiefsttemperaturen und starker Schneefall haben weite Teile Europas in letzter Zeit heimgesucht.

In ganz Skandinavien herrschte strenger Frost, insbesondere in den Gebirgen Schwedens, Norwegens und Finnlands, wo die nächtlichen Tiefstwerte auf -12 bis -19 °C fielen, wobei stellenweise sogar Temperaturen von unter -20 °C beobachtet wurden, was historisch gesehen sehr früh ist.

Quelle: Gismeteo

Im schwedischen Nattavaara wurde am Wochenende ein Tiefstwert von -23 °C gemessen – die bisher niedrigste Temperatur in Skandinavien in dieser Saison.

Mit der Kälte ging auch ein heftiger Schneesturm einher, der in den westnorwegischen Bergen mehr als 1,5 m Neuschnee brachte.

Der Sturm sorgte auch in den südlichen Städten des Landes, wie z. B. in Oslo, für erste Schneeflocken, wie dieses Twitter-Video zeigt.

Link: https://electroverse.info/ipcc-embarrassment-23c-9-4f-in-sweden-norwegian-statistics-bureau-counters-agw/

Redaktionsschluss für diesen Report: 23. Oktober 2023

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE




Drunter und drüber gleichermaßen

Willis Eschenbach

[Originaltitel: „As Above, So Below“]

Ich habe den besten Wissenschaftsjob der Welt. Ich kann forschen, was ich will, wann ich will, so lange ich will, und ich bekomme keinen Cent, egal wie hart ich arbeite. Was kann man daran nicht mögen?

Auf jeden Fall habe ich mir überlegt, wie viele Temperaturstationen wir brauchen, um eine genaue Vorstellung von der Durchschnittstemperatur der Erde zu bekommen. Da ich eher ein Datenmensch, denn ein Theoretiker bin, dachte ich mir, dass ich den CERES-Datensatz verwenden könnte, um einen ersten Versuch zu wagen, diese Frage zu beantworten.

Vorab möchte ich den Temperaturdatensatz erläutern, den ich für meine Analysen verwende. Die CERES-Strahlungsdatensätze enthalten keinen Temperaturdatensatz. Sie enthalten jedoch einen Datensatz für die aufsteigende langwellige (thermische) Strahlung an der Oberfläche. Da viele meiner Analysen den CERES-Datensatz verwenden, habe ich den CERES-Datensatz für die Oberflächenstrahlung benutzt, um einen Datensatz für die Temperatur zu erstellen. Für die Berechnung habe ich die Stefan-Boltzmann-Gleichung verwendet und den gerasterten Oberflächen-Emissionsgrad von hier genutzt.

Wie gut ist der mit CERES berechnete Temperaturdatensatz? Hier ist ein Vergleich mit den Datensätzen von Berkeley Earth, HadCRUT und der Japanischen Meteorologischen Agentur. Saisonale Schwankungen wurden aus allen Datensätzen entfernt:

Wie man sieht, stimmt die berechnete CERES-Temperatur mit den anderen drei Daten überein, und sie stimmen auch untereinander überein. Es stellt sich heraus, dass sie auch besser mit dem Berkeley Earth-Datensatz übereinstimmt als der HadCRUT- oder der JMA-Datensatz… daher verwende ich die CERES-Daten in dieser und meinen anderen Analysen. Wie aus dem obigen Diagramm hervorgeht, macht es jedoch keinen praktischen Unterschied, welcher Datensatz verwendet wird. Wenn man die folgende Analyse mit dem Berkeley-Earth-Temperaturdatensatz durchführt, erhält man im Wesentlichen die gleichen Ergebnisse wie mit dem CERES-Datensatz.

Nach diesem Prolog bestand mein Plan darin, zufällig eine Teilmenge der 64 800 Gitterzellen mit 1° Breitengrad und 1° Längengrad auszuwählen, aus denen die Erdoberfläche besteht, und zu sehen, was diese Teilmenge als Durchschnittstemperatur ergab.

Die interessantesten Ergebnisse ergaben sich, wenn ich nur ein Prozent der Gitterzellen (n = 648) verwendete. Hier ist ein Beispiel für eine zufällige Auswahl von 1 % der Gitterzellen:

Wie man sich vorstellen kann, ergaben sich bei mehrmaliger Ausführung des Zufallsbeispiels sehr unterschiedliche Durchschnittstemperaturen aus verschiedenen zufälligen Teilmengen von 1 % der Gitterzellen. Hier ist ein Histogramm der Durchschnittstemperaturen eines typischen Laufs von 100 Versuchen mit nur 1 % der Gitterzellen:

Die Durchschnittstemperaturen liegen zwischen 13,5 und 16,5 Grad, so dass es kaum Übereinstimmungen zwischen den Teilmengen gibt. Keine Überraschung, wie ich sagte.

Aber meine nächste Grafik war eine Überraschung. Ich beschloss, die monatlichen Daten für einige der einzelnen Läufe aufzuzeichnen. Hier ist ein Beispiel von zehn Läufen, einschließlich der linearen Trendlinien. Ich habe die saisonalen Schwankungen aus den einzelnen Datensätzen entfernt:

Zwei Dinge waren dabei überraschend. Zum einen waren die Trends alle ziemlich identisch. Ich hatte viel größere Unterschiede erwartet, wenn man nur 1 % der Daten verwendet.

Die andere war, dass die tatsächlichen monatlichen Ergebnisse alle so ähnlich waren, mit der gleichen Gesamtform, nur mit einer anderen Durchschnittstemperatur.

Um das weiter zu untersuchen, habe ich die Anomalien für jeden der Läufe aufgezeichnet. Ich erstellte die Anomalien, indem ich den Durchschnitt eines jeden Laufs von den Werten des jeweiligen Laufs subtrahierte. Hier sind die Ergebnisse:

Faszinierend. Obwohl wir aus 1 % der Daten nicht viel Klarheit über die absolute globale Durchschnittstemperatur gewinnen können, können wir das gleiche 1 % der Daten verwenden, um eine ziemlich gute Vorstellung vom Gesamttrend und den monatlichen Schwankungen der globalen Durchschnittsdaten zu bekommen. Keiner der einzelnen 1 %-Läufe weicht wesentlich vom globalen Durchschnitt ab, und ihre Trends liegen eng beieinander. Das hatte ich überhaupt nicht erwartet.

Als Nächstes dachte ich über die oft wiederholten Behauptungen nach, dass die Kleine Eiszeit in den Jahren 1600 bis 1700 nur ein Phänomen der nördlichen Hemisphäre war oder dass sie nur auf Aufzeichnungen vom Festland basierte, oder beides. Also warf ich einen Blick auf die Landdaten der nördlichen Hemisphäre, um zu sehen, wie zufällige Teilmengen von Landdaten der nördlichen Hemisphäre mit den globalen Daten übereinstimmen. Da die Landfläche der Nordhemisphäre viel kleiner ist als die der Erde und es sich um Land und nicht um Ozean handelt, sind die Temperaturschwankungen der durchschnittlichen Landtemperatur in der Nordhemisphäre natürlich größer als die Schwankungen des gesamten globalen Durchschnitts. Um einen Vergleich zu ermöglichen, habe ich dies in der folgenden Grafik berücksichtigt:

Auch das ist höchst interessant. Mit der Kenntnis der Temperatur in etwa hundertzwanzig zufällig ausgewählten Gitterzellen der insgesamt 64.800 Gitterzellen, wobei sich die bekannten Gitterzellen nur auf dem Land befinden und weniger als ein Viertel eines Prozents der Erdoberfläche abdecken, können wir sowohl die globale Temperaturanomalie als auch den globalen Temperaturtrend genau annähern.

Jeder einzelne Durchlauf mag eine exakte Übereinstimmung mit dem gesamten Globus sein oder auch nicht, aber keiner von ihnen unterscheidet sich wesentlich, und ihre Trends variieren nur geringfügig … was mich an dem Gedanken zweifeln lässt, dass die Kleine Eiszeit ein lokales Phänomen war.

Es scheint eine Bestätigung dessen zu sein, was ich bescheiden „Willis‘ erste Klimaregel“ nenne, die besagt:

„Im Klima hängt alles mit allem zusammen, was wiederum mit allem zusammenhängt … außer wenn das nicht der Fall ist.“

Link: https://wattsupwiththat.com/2023/10/21/as-above-so-below/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Anmerkung der Redaktion:

Bevor nun jemand in Freudentränen darüber ausbricht, wie präzise doch CERES Strahlungsdaten und Thermometwermessungen übereinstimmen, sei etwas Wasser in den Wein der Freude geschüttet.

Erstens: Willis‘ Datensatz beginnt erst im Jahr 2000. Die Hinweise bswp von Pat Fank und M. Limburg aber auch andere beziehen sich auf Daten für Temperaturen und Sensoren des 19./20. Jahrhunderts. Vor dem Satelliteneinsatz.

Zweitens: Die drei Oberflächentemperaturtrends sind keine Rohdaten. Es sind angepasste und damit manipulierte Daten. Niemand weiß, was sie tun, um ihre Rohdaten in endgültige Daten umzuwandeln. Möglicherweise gibt es sogar Anpassungen, die die Rohdaten mit den TOA-Emissionen in Einklang bringen. Wir wissen es nicht.

Außerdem handelt es sich bei CERES auch nicht um reine Daten. Auf dieser Seite, https://ceres.larc.nasa.gov/science/, heißt es zum Beispiel in der Abbildung „CERES-Messungen der planetaren Wärmeaufnahme“ darunter: „Kumulative planetarische Wärmeaufnahme von CERES. Eine einmalige Anpassung an CERES.“ Der globale mittlere Netto-TOA-Fluss für den Zeitraum 07/2005–06/2015 wurde angewendet, um die Konsistenz mit dem In-situ-EEI im gleichen Zeitraum sicherzustellen.“ Eine einmalige Anpassung, um zwei Datensätze in Übereinstimmung zu bringen! Dies bedeutet wahrscheinlich, dass ein Versatz nach oben oder unten angewendet wurde. Woher weiß man, dass sie die richtige Entscheidung getroffen haben?





Satellitenauswertung / Temperaturdaten: NOAA-Angaben durch Messtationen verfälscht. Aufklärung liefern UAH-Abgleich und CimateReanalyzer der University of Maine.

Volker Fuchs

in Ergänzung der vorangegangenen Verteilerberichte mit Schwerpunkt – Auswertung des UAH-Satelitten-Temperaturdatensatzes des UAH-Earth-System Science Center / ESSC – veröffentlicht von Dr. Roy Spencer / Auswertungsdiagramm  https://www.drroyspencer.com/latest-global-temperatures/ nun eine abermalige Auswertung – hier die NOAA-Temperaturdatensätze / Speziell „Globale Zeitreihe“

 Aktualisierte NOAA-Temperaturdaten sollen einen genaueren Überblick über Klimatrends geben

Die aktuelle Version des globalen Oberflächentemperaturdatensatzes der NOAA sollte die Abdeckung von Land und Meer und die Behandlung historischer Veränderungen in den Beobachtungspraktiken, verbessern – das wäre zumindest die Erwartung, denn den wegweisenden UAH-Temperaturdatensatz gibt es ja schon länger und dessen Richtigkeit, bezeugen mittlerweile genügend Studien.

Bildnachweis: NASA Earth Observatory

Das Bild des Nordpolgebiets zeigt riesige Mengen an gespeichertem Wasser als Eis. https://www.usgs.gov/media/images/image-n-pole-area-shows-massive-amounts-stored-water-ice

Der Aqua-Satellit der NASA hat dieses Mikrowellenbild der Erde, einschließlich der arktischen Meereiskappe, am 3. September 2010 aufgenommen.

  • Satellitenbilder wie dieses liefern eine überzeugende visuelle Aufzeichnung saisonaler und längerfristiger Veränderungen der Meereisausdehnung, die teilweise mit der globalen Oberflächentemperatur zusammenhängen und die jetzt rückgängig ist, siehe die nachfolgende Beweislage. 

  • Die aktuelle Version des globalen Oberflächentemperaturdatensatzes der NOAA, die im Juni 2019 veröffentlicht wurde, sollte die bestmögliche Darstellung historischer Klimabedingungen anhand von Daten aus einer Vielzahl von Quellen gewährleisten. 

Regierungsbehörden, Unternehmen, akademische Forscher und die Öffentlichkeit verlassen sich auf Klimainformationen, um eine fundierte Entscheidungsfindung zu unterstützen. 

  • Zu diesen Informationen gehören am Boden und auf See gewonnene Daten, Satellitendaten und Rechenmodelle, die bei der Interpretation der Daten helfen und es Klimawissenschaftlern ermöglichen sollten, Vorhersagen und Szenarien zu erstellen. 

  • Ein Schlüsselindikator für das Klimasystem der Erde, die globale Oberflächentemperatur (GST), wird häufig zur Klimaüberwachung und -bewertung verwendet.

Einer der am häufigsten verwendeten GST-Datensätze ist der Global Surface Temperature Dataset ( NOAAGlobalTemp ) der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA ). 

  • Version 5 dieses Datensatzes wurde am 18. Juni 2019 veröffentlicht.

  • Diese Version von NOAAGlobalTemp nutzt eine umfassendere Datenerfassung und eine größere räumliche Abdeckung über Land- und Meeresoberflächen, sowie eine verbesserte Behandlung historischer Veränderungen in der Beobachtungspraxis.

Anomalien und Trends erkennen und überwachen

Mithilfe dieses Datensatzes erstellte Berichte über Temperaturtrends und -anomalien liefern politischen Entscheidungsträgern, Wirtschaftsführern und der Öffentlichkeit Informationen, die für Entscheidungen im Zusammenhang mit Klimaschwankungen unerlässlich sind . Daher ist es wichtig, dass NOAAGlobalTemp auf dem neuesten Stand gehalten wird und die besten verfügbaren Beobachtungsdaten verwendet werden.

Zu den wirkungsvollen Anwendungen dieses Datensatzes gehören die jährlichen Klimaberichte der 

NOAAGlobalTemp ermöglicht Analysen von Temperaturanomalien auf verschiedene Weise. 

  • Beispielsweise beschreiben globale Anomalienkarten Regionen, in denen die Temperaturen über oder unter den Durchschnittswerten liegen und um wie viel. 

  • Globale Perzentilkarten veranschaulichen, wie die Temperaturanomalie für einen bestimmten Kartengitterpunkt (Globalsumme = 2.592 Punkte, siehe unter Pkt. 4) im Vergleich zu früheren Jahren abschneidet. 

  • Dieser Vergleich informiert Benutzer über alle Rasterpunkte, an denen hohe oder niedrige Temperaturen Rekorde erreichen oder in das obere oder untere Dezil fallen.

  • Globale Trendkarten zeigen die Geschwindigkeiten, mit denen sich die Temperaturen für jeden Gitterpunkt ändern. 

  • Globale und kontinentale Zeitreihen liefern die sich ändernden Trends und Schwankungen für Regionen wie Nordamerika, Südamerika, Europa, Afrika, Asien, Ozeanien, sowie Arktis / Antarktis (siehe NOAA-Datenmenü) 

Füllen von Lücken in Regionen mit geringer Datendichte

Lufttemperaturdaten über Landoberflächen in NOAAGlobalTemp Version 5 stammen aus dem Global Historical Climatology Network-Monthly Data SetGHCNm ), das im Oktober 2018 von Version 3.3.0 auf Version 4 aktualisiert wurde . 

  • GHCNm Version 4 besteht aus Daten von etwa 26.000 Oberflächenstationen, etwa viermal so viele wie sein Vorgänger 

  • Die Erhöhung der Anzahl der Stationen und die Verwendung von Schätzungen für fehlende Durchschnittswerte des Basiszeitraums (30 Jahre) sollen die geografische Abdeckung von Temperaturanomalien über den gesamten Aufzeichnungszeitraum erweitern, so wird es gesagt

  • und damit geht das Problem der menschengemachten Datenmanipulation mittels Wetterstationen – bekannt vom politisierten DWD – los.

  • Da fast alle Messtationen (z.B. DWD) in Wärmeinseln (besiedelte Flächen – meist Städte) verlagert wurden, incl. anderer Messtechnik, um die Klimagenda der jew. Regierung zu unterstützen,

  • unter dem Deckmantel des menschengemachtes CO₂ und Warnungen vor einem angeblichen Klimanotstand infolge Überhitzung des Planeten und

  • um den Steuerzahler abzukassieren per Besteuerung der angeblich CO₂-kontaminierten Atemluft.

Im folgenden werden die Nachweise erbracht, dass

  • der NOAA-Temperaturdatensatz -Zeitraum 1850 – 2022 / 2023, infolge der Verwendung von (menschengemachten) Messtationen für den Zeitraum 1987 – 2022

  • völlig überhöhte Messwerte, im Vergleich zum UAH-Temperaturdatensatz liefert

  • Temperaturanstieg 2,88°C zu 1,10°C – siehe unten.

Die planetaren UAH-Temperaturen wurden im übrigen, wie schon berichtet, zutreffend erfasst – mittels vergleichenden Ballonmessungen und anderen Satelitten-Vergleichstudien  https://agupubs.onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1029/2022JD037472   

Ermittlung der NOAA-Temperaturdaten für Januar-Dezember / Zeitraum 1850-2022-Beispiel Arktis

1.) Ermittlung der NOAA-Temperaturdaten für die Jahre 1850 bis 2022 – Region Arktis

  • Nach Aufruf der obigen Verlinkung erhält man diese (selbsterklärende) Eingabemaske.

  • Darunter die Temperaturzunahme mit Angabe des Trends, der in der Arktis bei 1,24°C je Jahrhundert liegt.

  • Linear umgerechnet, ergibt sich dann für Ende des Jahrhunderts eine Temperaturerhöhung von 0,95°C (ohne Berücksichtigung der  SSP245-Klimasensitivität – letzter Verteilerbericht zur Klimastudie Spencer / Christy = 0,73°C) 

Nachfolgend die Auswertungstabelle – ebenfalls selbsterklärend:

2.) Grafische Tabellenauswertung mit folgenden Anmerkungen

Grafik oben – Zeitraum 1850-2022:

  • Temperaturunterschied 1850 -2022 = 2,92°C  und der steile Temperaturanstieg von 1987-2022 beträgt 2,91°C

  • Aus dem Langzeitverlauf, lassen sich 3 prägnante Temperaturphasen erkennen:

  • a) 1850 -1920 konstant etwa -0,50°C  

  • b) Bis 1987 Pendelung um die Nullachse 

  • c) Steiler Temperaturanstieg von 1987-2022 (Einfluß Messtationen) – wohl auch Vorlage für den berühmten Hockeystick des Klimaschwindlers, des  Paläoklimatologen Michael E. Mann von der Penn State University in Pennsylvania/USA siehe auch https://www.mmnews.de/vermischtes/130183-klima-hockeyschlaeger-luegen-kurve  

Die beiden Grafiken darunter: Entzerrung der oberen Grafik in zwei Teile – 1850 bis 2037 und 2038 bis 2022 mit Temperaturangaben.

3.) Grafische Auswertung / Vergleich UAH-Angaben und Climatereanalyzer Zeitraum 1979-2022 

  • Grafik oben – Zeitraum 1979-2022: Nochmal die NOAA-Angaben nun gut lesbar, mit folgenden Auffälligkeiten: Temperaturanstieg 1987-2022 in Höhe von 2,88°C und signifikanter Temperaturrückgang 2016-2022 in Höhe von 0,61°C

  • Zweite Grafik – Zeitraum 1979-2022: Zu Vergleichszwecken die UAH-Ergebnisse, mit folgenden Auffälligkeiten: Um 62 Prozent schwächerer Temperaturanstieg 1987-2022 in Höhe von lediglich 1,10°C und signifikanter Temperaturrückgang 2016-2022 in Höhe von 0,43°C – Resultat die NOAA-Angaben sind unzutreffend, wg. nachgewiesener Richtigkeit der UAH-Temperaturangaben.

  • Dritte Grafik – Zeitraum 1979-2022: Zu Vergleichszwecken die Temperaturangaben des ClimateReanalyzer der University of Maine – Veröffentlichung der versch. weltweiten Meldeämter / Wetterstationen, mit folgenden Auffälligkeiten: Temperaturanstieg 1987-2022 in Höhe von 2,61°C und signifikanter Temperaturrückgang 2016-2022 in Höhe von 0,75°C.

  • Somit eine ähnliche Größenordnung der NOAA-Zahlen, die sich ja ebenfalls auf insges. 26.000 Wetterstationen stützen.

  • Aufruf ClimateReanalyzer https://climatereanalyzer.org/research_tools/monthly_tseries/  und  Wahl der Region – hier Arktis.

4. Zum globalen NOAA-Melde- / Zahlenumfang

1) Globale Kartierung: https://www.ncei.noaa.gov/access/monitoring/climate-at-a-glance/global/mapping

2) Globale Zeitreihen: https://www.ncei.noaa.gov/access/monitoring/climate-at-a-glance/global/time-series

3) Globale Rankings: https://www.ncei.noaa.gov/access/monitoring/climate-at-a-glance/global/rankings

4) Globale Haywoods: https://www.ncei.noaa.gov/access/monitoring/climate-at-a-glance/global/haywood/globe/land_ocean

Zur Pos.1: Zahlenumfang der Gobalen Kartierungmit Abstand der Breiten- und  Längengrade in Höhe von 5 Grad . Zahlen nur für einen Monat von 1850 bis 2023

  • 180 Breitengrade : 5 = 36 und 360 Längengrade : 5 = 72 und 36 x 72 = 2.592 Zahlen für einen Monat.

  • Der Zeitraum 1850 bis Sep 2023 hat 2.084 Monate, und

  • daraus resultieren 5.401.728 Temperaturangaben für alle Planetenregionen von 1850-Sep 2023 

 Der vorliegende Nachweis hat ergeben,

  • dass alle NOAA-Temperaturmeldungen in Zusammenhang mit Wetterstationen, anhand der vorgetragenen Beweislage (UAH-Temperaturdatensatz) für den beaufschlagten Zeitraum 1987 – 2022 nicht zutreffen.

  • Dies gilt auch für alle Nachweise / Untersuchungen, basierend auf den NOAA-Temperaturangeben jenseits 1987.

  • Vor 1987 gab es die UN-Klimaagenda noch nicht, die vom Rockefeller-Gefährten Maurice Strong mit Unterstützung des Club of Rome in die Wege geleitet wurden – siehe Anhang.

Es gibt keinen Klimanotstand und auch keine Planetenerhitzung 

  • Den Unsinnsplan von Wissenschaftsdissidenten der CCS-Abscheidung / CO₂-Verklappung zu Abermilliarden Steuerzahlerkosten, kann man sich getrost ersparen




Neue Studie eingereicht: Auswirkungen der städtischen Wärmeinsel auf die Sommertemperaturen in den USA, 1880-2015

Roy W. Spencer, Ph. D.

Vorbemerkung des Übersetzers: Dieser Beitrag unterstreicht für die USA nachhaltig das, was Leistenschneider et al. jüngst in diesem Beitrag für die Verhältnisse hierzulande beschrieben haben. – Ende Vorbemerkung

Nach jahrelanger Beschäftigung mit diesem Thema haben John Christy und ich endlich eine Studie im Journal of Applied Meteorology and Climatology mit dem Titel „Urban Heat Island Effects in U.S. Summer Surface Temperature Data, 1880-2015“ eingereicht.

Ich habe ein ziemlich gutes Gefühl bei dem, was wir mit den GHCN-Daten gemacht haben. Wir zeigen nicht nur, dass der homogenisierte („bereinigte“) Datensatz die Auswirkungen der städtischen Wärmeinsel (UHI) auf die Temperaturtrends nicht korrigiert, sondern dass die bereinigten Daten sogar noch stärkere UHI-Signaturen aufweisen als die (nicht bereinigten) Rohdaten. Dies gilt sowohl für die Trends an den Stationen (wo es in der Nähe liegende ländliche und nicht ländliche Stationen gibt… man kann nicht blindlings den Durchschnitt aller Stationen in den USA bilden) als auch für die räumlichen Unterschiede zwischen nahe beieinander liegenden Stationen in denselben Monaten und Jahren.

Unter dem Strich sind schätzungsweise 22 % des Erwärmungstrends in den USA zwischen 1895 und 2023 auf lokale UHI-Effekte zurückzuführen.

Und der Effekt ist in städtischen Gebieten viel größer. Von den 4 Kategorien der Verstädterung, die auf der Bevölkerungsdichte basieren (0,1 bis 10, 10-100, 100-1.000 und >1.000 Personen pro km²), zeigen die ersten beiden Kategorien, dass der UHI-Temperaturtrend 57 % des gemeldeten homogenisierten GHCN-Temperaturtrends ausmacht. Wie zu erwarten, ist also ein großer Teil der Erwärmung in Städten (und sogar Vorstädten) seit 1895 auf UHI-Effekte zurückzuführen. Dies wirkt sich darauf aus, wie wir die jüngsten „rekordverdächtigen“ Temperaturen in Städten diskutieren sollten. Einige von ihnen wären wahrscheinlich keine Rekorde, wenn UHI-Effekte berücksichtigt würden.

Dennoch sind dies die Temperaturen, die ein Großteil der Bevölkerung erlebt. Ich will damit sagen, dass diese zunehmende Wärme nicht ausschließlich auf den Klimawandel zurückgeführt werden kann.

Eines der Probleme, mit denen ich zu kämpfen hatte, war die Frage, wie man mit Stationen umgeht, die nur sporadische Aufzeichnungen haben. Ich habe mich immer gefragt, ob man anstelle der üblichen Berechnungen von Jahreszyklen und Anomalien auch Veränderungen von Jahr zu Jahr verwenden kann, und es hat sich herausgestellt, dass man das kann, und zwar mit extrem hoher Genauigkeit. (John Christy sagt, er habe dies vor vielen Jahren für einen spärlichen afrikanischen Temperaturdatensatz getan). Dadurch wird die Datenverarbeitung erheblich vereinfacht, und man kann alle Stationen verwenden, die über mindestens 2 Jahre an Daten verfügen.

Jetzt müssen wir abwarten, ob die Studie im Rahmen des Peer-Review-Verfahrens angenommen wird. Ich bin optimistisch.

Link: https://wattsupwiththat.com/2023/10/20/new-paper-submission-urban-heat-island-effects-in-u-s-summer-temperatures-1880-2015/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Die Verflechtung von Wahrheit und Wissenschaft: Der Rat eines Nobelpreisträgers an Studenten

Ron Barmby

Dr. John Clauser ist ein Experimentalphysiker von höchstem Rang.

Sein Nobelpreis für Physik im Jahr 2022 macht ihn zu einem der bedeutendsten Wissenschaftler unserer Zeit. Seine Arbeit bestätigte die Existenz der Quantenverschränkung – dass zwei Teilchen, die einmal verbunden sind, verbunden bleiben, egal wie weit sie auseinander gezogen werden. Eine Veränderung an einem verbundenen Teilchen wirkt sich immer noch auf das andere verbundene Teilchen aus.

Ein Kollege von Clauser sagte, dass diese Leistung „sicherlich als eine der unglaublichsten intellektuellen Leistungen in die Geschichte der Wissenschaft eingehen wird“. Wenn der Nobelpreisträger also über Physik, die Wissenschaft von Materie und Energie, spricht, sollte man zuhören.

Vor kurzem wurde er gebeten, vor einer Gruppe südkoreanischer Studenten einen inspirierenden Vortrag zu halten. Anstatt über Quantenphysik zu sprechen, erregte er die Aufmerksamkeit der Welt, indem er den Studenten riet, sie sollten die Wahrheit sagen. Wahrheit hat die Eigenschaft, mit der Realität übereinzustimmen, und gute Wissenschaft bedeutet, die Realität in der Natur zu beobachten und sie genau zu berichten, ohne an die Konsequenzen zu denken.

Dr. Clauser schilderte den Südkoreanern, dass als er seine preisgekrönten Experimente durchführte, um die Debatte zwischen Albert Einstein (der die Quantenverschränkung ablehnte) und Niels Bohr (der sie befürwortete) beizulegen, er die Antwort nicht im Voraus kannte. Er suchte und entdeckte die Wirklichkeit durch sorgfältige Beobachtung von Naturphänomenen.

Clauser warnte die Studenten davor, sich für die Herstellung einer von der Realität abweichenden Interpretation der Wahrheit benutzen zu lassen, die dann von nicht-wissenschaftlichen Führungskräften aus Wirtschaft und Politik (er nannte sie „Technokons“) opportunistisch propagiert würde. Falls es den Technokonservativen gelingt, diese Verzerrung der Realität der Öffentlichkeit als Wahrheit zu verkaufen, haben sie gewonnen, denn dann können sie Antworten oder Lösungen vorschlagen, die ihren eigenen Zielen entsprechen. Falls sie es nicht verkaufen können, wechseln sie zu einer anderen Verdrehung der Wahrheit und setzen den Verkauf fort.

Clauser hat sich sehr offen (auch gegenüber den Studenten) zu einer der schlimmsten Quellen gefährlicher wissenschaftlicher Fehlinformationen geäußert, mit denen die Öffentlichkeit von Technokonsumenten gefüttert wird: dem IPCC. Er bezeichnete die Fehlinformationen des IPCC als „gefährliche Verfälschung der Wissenschaft“ und „(eine) massive schockjournalistische Pseudowissenschaft“. Dr. Clauser versichert, der Klimawandel sei „keine Krise“.

Dr. Clauser trat als Direktor der CO₂Coalition bei, einer führenden wissenschaftlichen Gemeinschaft (zu der viele ehemalige IPCC-Mitarbeiter gehören!), die sich der Bereitstellung von Fakten, Ressourcen und Informationen über die entscheidende Rolle von Kohlendioxid in unserer Umwelt widmet. Er unterzeichnete die Weltklimaerklärung (Es gibt keinen Klimanotstand), deren 1600 Unterzeichner sowohl zahlenmäßig als auch wissenschaftlich mit dem IPCC konkurrieren.

Trotz seines Ruhmes und seiner Glaubwürdigkeit wurde Dr. Clauser dafür belohnt, dass er seine Ansichten und Warnungen vor der nächsten Generation koreanischer Physiker zum Ausdruck gebracht hat, indem der Internationale Währungsfonds (IWF) einen geplanten Vortrag von ihm abgesagt hat. Diese Reaktion scheint im Widerspruch zu den Sorgfaltspflichten einer Organisation zu stehen, deren Aufgabe es ist, weltweit für nachhaltiges Wachstum und Wohlstand zu sorgen.

In der Zwischenzeit erzählen uns die Mainstream-Nachrichten weiterhin, dass der IPCC die Wissenschaft auf den Punkt gebracht hat und dass man ihm vertrauen sollte. Wir sollen glauben, dass Kohlendioxid eine existenzielle Klimakrise verursacht hat, dass CO₂ für eine unnatürliche und anomale Erwärmung verantwortlich ist, dass alle extremen Wetterereignisse aufgrund von CO₂ zunehmen, dass CO₂ einen Anstieg des Meeresspiegels verursacht, der uns ertränken wird, und dass die Korallenriffe im Meer absterben. Außerdem sollen wir glauben, dass der Übergang zu einer kohlendioxidfreien Wirtschaft erschwinglich, machbar und schnell zu bewerkstelligen ist – selbst in verarmten Ländern. Diese Mythen werden von den nicht-wissenschaftlichen Technokons als Wahrheit dargestellt.

Falls all diese Behauptungen wahr wären, hätten die Technokonsumenten keine Angst vor Dr. Clauser, und eine sorgfältige Beobachtung der Naturphänomene würde die Richtigkeit ihrer Behauptungen beweisen. Stattdessen fahren sie fort, die vermeintliche Realität zu verändern, indem sie behaupten, die Erwärmung sei beendet und das Sieden habe begonnen. Wirtschaftliche und politische Ziele – zusammen mit den mächtigen Lobbys, die sie schaffen – können Gift für ernsthafte wissenschaftliche Untersuchungen sein. Um Churchill zu paraphrasieren: Jede neue Lüge geht um die halbe Welt, bevor die Wahrheit ihre Hosen anziehen kann.

Die Studenten in Südkorea mögen enttäuscht sein, dass sie keine Vorlesung über Quantenmechanik bekommen haben; es war ihre einzige Chance, von dem Physiker zu hören, der auf den Schultern von Albert Einstein und Neils Bohr stand und noch weiter sah als diese Giganten. Denn was könnte in der Wissenschaft wichtiger sein als weiter zu sehen?

Die besondere Botschaft von Dr. John Clauser an sie war jedoch, dass es wichtiger ist, die Wahrheit über das zu sagen, was man sieht, als einfach nur weiter zu sehen. Die Wahrheit ist entweder mit der Wissenschaft verwoben, oder sie ist überhaupt keine Wissenschaft.

Um Churchill direkt zu zitieren: „Die Wahrheit ist unumstößlich. Panik mag sie ablehnen. Unwissenheit mag sie verhöhnen. Böswilligkeit mag sie entstellen. Aber sie ist da.“

Autor: Ron Barmby, a professional engineer with a master’s degree in geosciences, had a 40-year career in the energy industry that covered 40 countries and five continents. He is the author of “Sunlight on Climate Change: A Heretic’s Guide to Global Climate Hysteria,” a proud member of the CO₂ Coalition, Arlington, Virginia, and a signatory to the World Climate Declaration.

This piece originally appeared at CO₂Coalition.org and has been republished here with permission.

Link: https://cornwallalliance.org/2023/10/the-entanglement-of-truth-and-science-a-nobel-laureates-advice-to-students/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE