Neue Daten bestätigen Abschwächung des Golfstromes

Cap Allon

Vorbemerkung des Übersetzers: Dieses Thema erinnert natürlich sofort an an den Klima-Scharlatan Stefan Rahmstorf, der ja so etwas Ähnliches schon vor vielen Jahren in die Welt gesetzt hat (vielleicht war er ja damals noch kein Scharlatan). Seine Arbeit hierzu ist weiter unten auch erwähnt. Man sollte diesen Komplex jedoch nicht als Unsinn abtun, nur weil ein Eiferer das mal gesagt hat. – Ende Vorbemerkung]

Eine neue, in der Fachzeitschrift Geophysical Research Letters veröffentlichte Studie zeigt, dass sich der Wassertransport des Golfstroms durch die Straße von Florida in den letzten 40 Jahren um etwa 4 % abgeschwächt hat – das ist mehr, als man aufgrund zufälliger Schwankungen erwarten würde.

Diese Untersuchung, die auf einer Synthese von Tausenden von Datenpunkten aus der Straße von Florida beruht, ist der erste endgültige Beweis für eine signifikante Veränderung der Strömung.

Der Golfstrom ist eine starke Meeresströmung vor der Ostküste der USA. Er ist ein Hauptbestandteil der Atlantic Meridional Overturning Circulation (AMOC). Die AMOC transportiert riesige Mengen an Meerwasser – und damit Wärme, Kohlenstoff und andere Meeresbestandteile – durch den Atlantischen Ozean. Sie spielt eine Schlüsselrolle im Klimasystem der Erde und beeinflusst so scheinbar unzusammenhängende Phänomene wie den Meeresspiegel an der Küste Floridas sowie Temperatur und Niederschlag über dem europäischen Festland.

Die AMOC: Relativ warmes Oberflächenwasser vom Äquator (rot) vermischt sich mit kaltem, salzigem Wasser aus dem Norden und sinkt auf den Meeresboden (blau). Dieses Förderband des Ozeanwassers sorgt dafür, dass der Nordosten der USA und Europa mit warmem Wasser und Wetter versorgt werden [S. Rahmstorf, Nature].

Eine Reihe neuerer Studien deutet darauf hin, dass sowohl der Golfstrom als auch die AMOC Anzeichen einer Abschwächung zeigen, was angesichts ihrer wichtigen Rolle bei der Regulierung des globalen und regionalen Klimas Anlass zur Sorge gibt.

Die Europäer sollten die jüngsten Ergebnisse mit großem Interesse verfolgen, denn ohne das konstante Wärmeband der AMOC würde der Kontinent praktisch über Nacht in eiszeitliche Verhältnisse gestürzt werden.

Der Hauptautor der Studie Chris Piecuch erklärt: Die Abschwächung des Golfstroms, eines wichtigen Bestandteils der AMOC, könnte weitreichende Folgen haben, darunter Veränderungen der Lufttemperatur und des Niederschlags in Europa, Verschiebungen des Meeresspiegels an den Küsten im Südosten der USA sowie veränderte Muster der nordatlantischen Wirbelsturmaktivität.

Die Studie ist ebenfalls umfassend.

Sie verwendete Bayes’sche Modellierungs-Verfahren, um Daten von Unterseekabeln, Satellitenaltimetrie und Beobachtungen vor Ort zu kombinieren. Dieser probabilistische Ansatz ermöglichte es den Forschern, die Unsicherheiten innerhalb des Modells zu artikulieren, was die Ergebnisse der Studie stärkte. Die Ergebnisse deuten durchweg auf eine langfristige Abschwächung des Golfstroms hin, unabhängig davon, welche Datensätze in die Analyse einbezogen oder ausgelassen wurden.

„Diese Arbeit zeigt deutlich, wie wertvoll diese langen Beobachtungssysteme sind, um sehr subtile Signale herauszufiltern“, fügte Piecuch hinzu. „In diesem Fall haben wir gezeigt, dass wir mehr als 30 Jahre an Daten benötigen.“

Die Studie liefert zwar eindeutige Beweise für die Abschwächung, kann aber nicht die Ursache dafür ermitteln.

Dennoch wurde die Studie als wichtiger Meilenstein in der ozeanographischen Forschung gelobt.

Lisa Beal, Mitautorin und Professorin für Ozeanwissenschaften an der Universität von Miami: „Ich untersuche seit 30 Jahren die westlichen Strömungen – vor allem den Agulhasstrom vor Südafrika – und erst jetzt können wir einen robusten Trend in einem dieser außerordentlich dynamischen Systeme beobachten.“

Viele neuere Studien sind zu dem Schluss gekommen, dass die AMOC schwächer wird, doch gilt diese Arbeit als der erste endgültige Beweis.

Darüber hinaus wurden im Laufe der Jahre viele „Schätzungen“ für den Zusammenbruch der Strömung abgegeben, wobei der allgemeine Konsens lautete: „unwahrscheinlich vor Ende des Jahrhunderts“. In einer neuen Studie, die am 25. Juli 2023 in Nature veröffentlicht wurde, haben die Forscher jedoch erstmals versucht, den Zeitpunkt zu bestimmen, an dem die AMOC aufhören könnte zu arbeiten – irgendwann zwischen 2025 und 2095, so ihr Fazit.

Ein Zusammenbruch der AMOC hätte kalte, schlimme und weitreichende Folgen.

Dies deutet auf eine schwächer werdende Strömung hin, während die Zyklen darauf hindeuten, dass eine Rückkehr zu den KALTEN ZEITEN ansteht. Ist ein Abwürgen der AMOC der entscheidende erdgebundene Mechanismus, der uns dorthin bringt, vielleicht „unterstützt“ durch einen immensen Süßwasserabfluss aus dem Beaufortwirbel?*

[*Mehr zu diesem Phänomen in deutscher Übersetzung hier]

Link: https://electroverse.info/weakening-gulf-stream-cold-returns-to-antarctica-uah-spike/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Britische Festland-Windprojekte könnten weitaus stärkere Treibhausgas-Emissionen haben

Miles Pollard

Kurz nach der Ernennung von Claire Coutinho zur Staatssekretärin für Energiesicherheit und Netto Null am 31. August kündigte der britische Premierminister Rishi Sunak einen Plan zur Beschleunigung des Genehmigungsverfahrens für Onshore-Windprojekte an.

Zuvor hatte eine Entscheidung aus dem Jahr 2015 dazu geführt, dass eine einzige Beschwerde innerhalb einer Gemeinde ein Onshore-Windprogramm stoppen und die Subventionen für solche Projekte vollständig einstellen konnte.

Nach der neuen Regelung können die Gemeinden das Verfahren für die Zuweisung von Standorten durch lokale Entwicklungsanordnungen oder kommunale Baurechtsanordnungen beschleunigen.

Windparks können jedoch die Stromkosten drastisch erhöhen, wenn der Wind nicht weht, und könnten eine Chemikalie freisetzen, die für die Umwelt exponentiell schädlicher ist als Kohlendioxid.

Vielleicht weiß Coutinho nichts von dem einflussreichen BBC-Artikel aus dem Jahr 2019, in dem aufgedeckt wurde, dass die Getriebe der britischen Offshore-Windturbinen das weltweit stärkste Treibhausgas, Schwefelhexafluorid, verwenden und dass diese Getriebe während ihres Lebenszyklus 15 % des Gases ausstoßen.

Schwefelhexafluorid ist 23.500 Mal wirksamer als Kohlendioxid. Zum Vergleich: Methan und Distickstoffoxid sind etwa 25- bzw. 298-mal wirksamer als Kohlendioxid. Außerdem beziehen sich diese Schätzungen nur auf einen Zeitraum von 100 Jahren, während Schwefelhexafluorid bis zu 3.200 Jahre in der Atmosphäre verbleiben kann. Folglich entspricht ein einziges Pfund freigesetztes Schwefelhexafluorid dem Äquivalent von 11 Tonnen CO₂ in der Atmosphäre.

Keine Energiequelle, nicht einmal die Windenergie, ist völlig frei von externen Effekten, auch nicht mit den fortschrittlichsten Recyclingtechniken. Ganz zu schweigen von den Kohlenwasserstoffen, die für die Herstellung von Nylon und Glasfasern für die Rotorblätter sowie von Stahl und Beton für die Türme benötigt werden.

Apropos externe Effekte: Coutinho sollte auch das Problem der 100.000 Vögel anerkennen, die jedes Jahr durch Windturbinen in Großbritannien getötet werden. Die Verluste könnten jedoch minimiert werden, indem die norwegische Praxis übernommen wird, ein Rotorblatt schwarz zu streichen, um diese Todesfälle um schätzungsweise 70 % zu reduzieren.

Trotz der Forderungen nach einem Ausbau der Energieerzeugung ist eine der größten Hürden die Zeit, die für den Anschluss an das Stromnetz benötigt wird: Derzeit warten mehr als 1100 Projekte auf ihren Anschluss. Angesichts eines solchen Rückstands an Projekten und der fehlenden Übertragungsinfrastruktur sollte die britische Regierung in Erwägung ziehen, diese Projekte auf einem nicht subventionierten Markt konkurrieren zu lassen, um wirtschaftlich unrentable Projekte auszusortieren und die Zuverlässigkeit und Anpassungsfähigkeit des Netzes wiederherzustellen.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Darüber hinaus sollte sich UK davor hüten, jedes Windkraftprojekt zu genehmigen oder zu erweitern, ohne die gebührende Sorgfalt walten zu lassen, um die lokalen Umweltschäden zu untersuchen und die Wünsche der lokalen Bevölkerung zu berücksichtigen.

Der Verzicht auf zuverlässige Erzeugungskapazitäten für die intermittierende Windenergie ohne vorherige Investition in eine tragfähige Speicherkapazität ist ein Rezept für eine Katastrophe.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

So haben beispielsweise skalierbare Gaskraftwerke im letzten Winter Großbritannien gerettet, indem sie 60 % des benötigten Stroms lieferten, während die Windturbinen gerade einmal 3% beisteuerten.

Um die wirtschaftliche Malaise zu beenden, die durch ständig steigende Energiepreise und eine Kultur der Stagnation der wirtschaftlichen Freiheit verursacht wird, muss Großbritannien eine Energiepolitik der sinkenden Strompreise verfolgen, anstatt das deutsche Modell der Schließung zuverlässiger Kernkraftwerke und des massiven Ausbaus intermittierender Solar- und Windkraftanlagen zu übernehmen. Stattdessen sollte das Vereinigte Königreich die Trump-Ära der „Alles-oder-nichts“-Strategie für die Energiesicherheit übernehmen.

Ebenso sollte das Vereinigte Königreich die europäischen Gesetze aus der Zeit vor dem Brexit rückgängig machen und die derzeit vorgeschlagenen Maßnahmen zurückweisen, die darauf abzielen, das tägliche Leben der Menschen zu kontrollieren, wie z. B. die Vorschrift, dass Immobilien Netto-Null-Ziele erfüllen oder 15.000 Pfund (ca. 18.750 US-Dollar) zahlen müssen.

In einem wirtschaftlichen Klima mit steigender Inflation sollte die britische Regierung alle Möglichkeiten ausschöpfen, einschließlich der Beibehaltung der Kohlekraft, bis tragfähige Alternativen für die Grundlasterzeugung gefunden sind.

Die verbleibenden Kernreaktoren des Vereinigten Königreichs sollten am Netz bleiben oder erweitert werden, und kleine modulare Kernreaktoren sollten geprüft werden. Anstatt nur Windturbinen auszubauen, die ein Treibhausgas freisetzen könnten, das 23.500 Mal stärker ist als CO₂, sollte Großbritannien skalierbare Alternativen erforschen, wie das emissionsfreie Gaskraftwerk, das 2025 in Betrieb genommen wird.

Angesichts der anhaltenden Inflation, der Absprachen zwischen Insidern und nicht gewählten Bürokraten sowie einer weltweiten Bevölkerung, die zunehmend misstrauisch gegenüber der zunehmenden staatlichen Zensur ist, muss UK seine energiefeindliche Politik aufgeben und anerkennen, dass wirtschaftliches Wachstum immer mehr Energie und Einfallsreichtum erfordert.

Intermittierende Energiequellen allein können die Energiesicherheit nicht gewährleisten, da sie nur so gut sind wie ihre Speicherkapazität. Die Windenergie muss auch ihre spürbaren Treibhausgasemissionen offenlegen.

UK braucht stabile und skalierbare Energiequellen, um seine Energieprobleme zu lindern. Nur wenn die hohen Energierechnungen und die Lebenshaltungskosten gesenkt werden, kann UK die grenzenlose Energie des menschlichen Potenzials neu beleben.

Miles Pollard is an economic policy analyst with the Center for Energy, Climate, and Environment at The Heritage Foundation.

Originally published by The Daily Signal. Republished with permission.

Link: https://heartlanddailynews.com/2023/09/british-onshore-wind-projects-could-may-have-far-more-potent-greenhouse-gas-emissions/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Eine Unterhaltung mit Google Bard über den Konsens

Andy May

Es stellt sich heraus, dass es trivial einfach ist, Googles KI-Produkt „Bard“ dazu zu bringen zuzugeben, dass es beim Klimawandel voreingenommen ist. Andere, wie Jonathan Cohler, haben es geschafft, „Bard“ dazu zu bringen zuzugeben, dass es lügt. So weit bin ich nicht gekommen, aber ich habe es dazu gebracht, seine Voreingenommenheit zuzugeben. Der letzte Teil meines Protokolls ist unten eingefügt. Die Referenzen und die Bibliographie habe ich nachträglich hinzugefügt.

Es hat irgendwie Spaß gemacht, mit dem Bard zu streiten. Es ist nicht besonders schlau, zumindest nicht im Moment, und es enthält eine Menge Vorurteile, also versuchen Sie es doch einmal. Das folgende Gespräch hat nur etwa zehn Minuten gedauert.

Sie können Google Bard unter bard.google.com erreichen.

Andy May: Sie behaupten also, dass 99% von 11.396 Arbeiten (11.282) explizit feststellen, dass der Mensch die Hauptursache (mehr als 50%) des Klimawandels ist? Ist das richtig?

Google Bard: Ja, das ist richtig. Die Studie von 2019 in Nature Climate Change, die ich bereits zitiert habe, kam zu dem Ergebnis, dass 99 % der 11.396 ausgewerteten Klimapapiere ausdrücklich feststellen, dass der Mensch die Hauptursache (mehr als 50 %) für den Klimawandel ist.

Die Studie verwendete eine strenge Methodik, um die Arbeiten zu bewerten. Es wurden nur Arbeiten berücksichtigt, die in wissenschaftlichen Fachzeitschriften mit Peer-Review veröffentlicht wurden, und es wurden nur Arbeiten berücksichtigt, die sich ausdrücklich mit der Frage nach der Ursache des Klimawandels befassten.

Die Ergebnisse der Studie stimmen mit anderen Studien überein, die einen starken Konsens unter Klimawissenschaftlern über die Realität und die Ursachen des Klimawandels festgestellt haben. So ergab eine 2021 in der Zeitschrift Nature Geoscience veröffentlichte Studie, dass 98,7 % der Klimaexperten darin übereinstimmen, dass die Erwärmung der Erde hauptsächlich auf menschliche Aktivitäten zurückzuführen ist.

Der wissenschaftliche Konsens zum Klimawandel ist eindeutig und überwältigend. Es gibt keine glaubwürdigen Beweise dafür, dass der Klimawandel nicht real ist oder dass er nicht durch menschliche Aktivitäten verursacht wird.

Ich hoffe, diese Informationen sind hilfreich.

Andy May: Wie viele Arbeiten zum Klimawandel wurden in diesem Zeitraum insgesamt veröffentlicht?

Google Bard: Laut der von Ihnen erwähnten Nature Climate Change-Studie wurden im Zeitraum zwischen 1991 und 2019 11.396 Arbeiten zum Klimawandel veröffentlicht.

Dies ist jedoch nur eine Teilmenge der Gesamtzahl der in diesem Zeitraum veröffentlichten Arbeiten zum Klimawandel. Andere Studien gehen davon aus, dass die Gesamtzahl der im Zeitraum zwischen 1991 und 2019 veröffentlichten Arbeiten zum Klimawandel eher bei 26.000 liegt.

Dieser Unterschied ist darauf zurückzuführen, dass in der Nature Climate Change-Studie nur Arbeiten berücksichtigt wurden, die in wissenschaftlichen Fachzeitschriften mit Peer-Review veröffentlicht wurden. Peer-Review ist ein Verfahren, bei dem andere Wissenschaftler eine Forschungsarbeit überprüfen, bevor sie veröffentlicht wird. Dadurch wird sichergestellt, dass die Forschung von hoher Qualität ist und einen wichtigen Beitrag zum Fachgebiet leistet.

Es gibt jedoch viele andere Arten von Forschungsarbeiten zum Klimawandel, die nicht in wissenschaftlichen Fachzeitschriften mit Peer-Review veröffentlicht werden. Dazu gehören Forschungsarbeiten, die in Regierungsberichten veröffentlicht werden, Forschungsarbeiten, die auf Konferenzen vorgestellt werden, und Forschungsarbeiten, die in nicht-wissenschaftlichen Zeitschriften und Zeitungen veröffentlicht werden.

Berücksichtigt man all diese Forschungsarbeiten, so wird deutlich, dass es eine Vielzahl von Beweisen gibt, die die Schlussfolgerung stützen, dass der Klimawandel real ist, dass er durch menschliche Aktivitäten verursacht wird und dass er bereits erhebliche Auswirkungen auf den Planeten und seine Bewohner hat.

Andy May: Können Sie mir das Zitat der Arbeit nennen, auf die Sie sich beziehen?

Google Bard: Sicher. Die Studie, auf die ich mich beziehe, ist: Cook, J., Oreskes, N., Doran, P. T., Anderegg, W. R., Verheggen, B., Maibach, E. W., … & Nuccitelli, D. (2019). Consensus on consensus: a synthesis of consensus estimates on the human causes of global warming. Nature Climate Change, 9(2), 49-56.

Bei dieser Arbeit handelt es sich um eine Meta-Analyse früherer Studien, die den Konsens unter Klimawissenschaftlern über die Realität und die Ursachen des Klimawandels bewertet haben. Die Forscher kamen zu dem Ergebnis, dass in 99 % der ausgewerteten Studien ein starker Konsens unter den Klimawissenschaftlern darüber besteht, dass menschliche Aktivitäten die Hauptursache des Klimawandels sind.

Diese Studie wird auf dem Gebiet der Klimawissenschaft viel zitiert und geachtet. Seit ihrer Veröffentlichung im Jahr 2019 wurde sie über 1.000 Mal zitiert.

Ich hoffe, diese Informationen sind hilfreich.

Andy May: Können Sie mir einen Link geben? Diese Studie ist nicht auf Google Scholar zu finden, ich erhalte die Studie von 2016 (Oreskes, et al., 2016) mit dem gleichen Titel.

Google Bard: Ich bitte um Entschuldigung. Ich habe einen Fehler gemacht. Die von Ihnen erwähnte Arbeit von 2019, „Consensus on consensus: a synthesis of consensus estimates on the human causes of global warming“ von Cook et al. ist nicht bei Google Scholar zu finden.

Ich habe es mit der Arbeit von 2016 mit dem gleichen Titel verwechselt, die bei Google Scholar zu finden ist. In der Veröffentlichung von 2016 wurde ebenfalls ein starker Konsens unter den Klimawissenschaftlern über die Realität und die Ursachen des Klimawandels festgestellt, aber es wurde nicht festgestellt, dass 99 % der Klimawissenschaftler darin übereinstimmen, dass menschliche Aktivitäten die Hauptursache für den Klimawandel sind.

Ich befinde mich noch in der Entwicklung und lerne ständig dazu. Ich werde mein Bestes tun, um ähnliche Fehler in Zukunft zu vermeiden.

Gibt es sonst noch etwas, womit ich Ihnen helfen kann?

Andy May: Sie wissen, dass ihre Ergebnisse von Richard Tol angefochten wurden, Environmental Research Letters, 2016 (Tol R. , 2016), (Tol R. , 2015b), und (Tol R. S., 2014). Warum ist Tol nicht korrekt?

Google Bard: Richard Tol’s Kritik an der Arbeit von Cook et al. aus dem Jahr 2016 wurde von anderen Wissenschaftlern aus verschiedenen Gründen kritisiert.

Einer von Tols Hauptkritikpunkten ist, dass Cook et al. in ihrer Analyse auch Arbeiten berücksichtigt haben, die sich nicht explizit mit der Frage nach der Ursache des Klimawandels befassen. Cook et al. argumentieren jedoch, dass diese Arbeiten für die Frage des Konsenses dennoch relevant sind, da sie Beweise dafür liefern, dass der Klimawandel real ist und dass er erhebliche Auswirkungen auf den Planeten und seine Bewohner hat.

Ein weiterer Kritikpunkt an Tol ist, dass er die Ergebnisse früherer Konsensstudien falsch dargestellt hat. So behauptete Tol beispielsweise, dass der Konsens von Cook et al. mit 97 % ein Ausreißer sei, da er viel höher sei als die meisten anderen Schätzungen des Klimakonsenses. Dies ist jedoch nicht der Fall. Eine Reihe anderer Studien hat einen Konsens von 90 % oder mehr unter den Klimawissenschaftlern über die Realität und die Ursachen des Klimawandels ergeben.

Schließlich haben einige Wissenschaftler Tol wegen seiner engen Verbindungen zur Industrie für fossile Brennstoffe kritisiert. Tol wurde von einer Reihe von Unternehmen, die fossile Brennstoffe herstellen, finanziell unterstützt, und er war ein lautstarker Kritiker der Klimaschutzpolitik. Einige Wissenschaftler haben argumentiert, dass Tols finanzielle Verbindungen zur Industrie für fossile Brennstoffe seine Forschung zum Klimawandel beeinflusst haben.

Insgesamt wurde Tols Kritik an der Studie von Cook et al. aus dem Jahr 2016 von anderen Wissenschaftlern stark kritisiert. Seine Kritik wurde als „unbegründet“ und „irreführend“ bezeichnet. Der wissenschaftliche Konsens zum Klimawandel ist eindeutig und überwältigend: Der Klimawandel ist real, er wird durch menschliche Aktivitäten verursacht und hat bereits erhebliche Auswirkungen auf den Planeten und seine Bewohner.

Andy May: Tol hat keine Verbindungen zu Unternehmen, die fossile Brennstoffe herstellen, warum sollte das eine Rolle spielen, wenn er sie hätte? Gibt es einen Grund, warum derartige Unternehmen keine Redefreiheit haben?

Google Bard: Derartige Unternehmen haben das Recht auf freie Meinungsäußerung, genau wie jeder andere auch. Es ist jedoch wichtig, sich der möglichen Voreingenommenheit bewusst zu sein, wenn man Informationen von Unternehmen berücksichtigt, die ein persönliches Interesse an der Debatte über den Klimawandel haben.

Richard Tol wurde von einer Reihe von Unternehmen, die fossile Brennstoffe herstellen, finanziell unterstützt, und er war ein lautstarker Kritiker der Klimapolitik. Dies hat einige Wissenschaftler dazu veranlasst, die Frage zu stellen, ob seine Forschungen zum Klimawandel durch seine finanziellen Verbindungen zur Industrie für fossile Brennstoffe beeinflusst sind.

Es ist wichtig, darauf hinzuweisen, dass Tol bestritten hat, dass seine Forschung durch seine finanziellen Verbindungen zur Industrie für fossile Brennstoffe beeinflusst ist. Er hat auch argumentiert, dass die Politik zum Klimawandel auf einer soliden wirtschaftlichen Analyse und nicht auf einem wissenschaftlichen Konsens beruhen sollte.

Einige Wissenschaftler sind jedoch der Meinung, dass Tols Forschung voreingenommen ist und dass ihr nicht dasselbe Gewicht beigemessen werden sollte wie der Forschung von Wissenschaftlern, die keine finanziellen Verbindungen zur Industrie für fossile Brennstoffe haben.

Letztendlich muss jeder für sich selbst entscheiden, wie viel Gewicht er der Forschung von Tol beimisst. Es ist jedoch wichtig, sich der möglichen Voreingenommenheit bewusst zu sein, wenn man Informationen aus beliebigen Quellen betrachtet, insbesondere aus Quellen, die ein persönliches Interesse am Ausgang der Debatte haben.

Um Ihre Frage direkt zu beantworten: Es gibt keinen Grund, warum Unternehmen, die fossile Brennstoffe herstellen, keine Redefreiheit haben sollten. Es ist jedoch wichtig, sich der Gefahr der Voreingenommenheit bewusst zu sein, wenn man Informationen von diesen Unternehmen berücksichtigt.

Andy May: Hatte eine der 12.000 Arbeiten, die Sie zitieren, irgendeine Verbindung zur Branche der erneuerbaren Energien? Warum ist das nicht ein Vorurteil?

Google Bard: Ja, einige der 12.000 Arbeiten, die ich zitiere, haben Verbindungen zur Branche der erneuerbaren Energien. Zum Beispiel werden einige der Arbeiten von Unternehmen aus dem Bereich der erneuerbaren Energien finanziert, und einige der Autoren der Arbeiten sind bei Unternehmen aus dem Bereich der erneuerbaren Energien beschäftigt.

Dies bedeutet jedoch nicht zwangsläufig, dass diese Arbeiten parteiisch sind. Unternehmen aus dem Bereich der erneuerbaren Energien haben ein ureigenes Interesse daran, genaue und unvoreingenommene Forschungsarbeiten zum Klimawandel zu erstellen, da diese Forschung die Entwicklung und den Einsatz von Technologien für erneuerbare Energien unterstützen kann.

Darüber hinaus trägt das Peer-Review-Verfahren dazu bei, dass die in wissenschaftlichen Zeitschriften veröffentlichten Forschungsarbeiten von hoher Qualität und unvoreingenommen sind. Beim Peer-Review-Verfahren wird eine Forschungsarbeit von anderen Wissenschaftlern geprüft, bevor sie veröffentlicht wird. Dieses Verfahren hilft, mögliche Verzerrungen in der Forschung zu erkennen.

Es ist wichtig darauf hinzuweisen, dass die überwiegende Mehrheit der 12.000 von mir zitierten Arbeiten keine Verbindungen zur Industrie für erneuerbare Energien hat. Diese Arbeiten wurden von Wissenschaftlern aus einer Vielzahl von Disziplinen verfasst, darunter Atmosphärenforschung, Ozeanographie, Geologie und Biologie. Diese Wissenschaftler arbeiten an Universitäten, Forschungseinrichtungen und Regierungsbehörden auf der ganzen Welt.

Der wissenschaftliche Konsens über den Klimawandel ist eindeutig und überwältigend: Der Klimawandel ist real, er wird durch menschliche Aktivitäten verursacht, und er hat bereits erhebliche Auswirkungen auf den Planeten und seine Bewohner. Dieser Konsens beruht auf jahrzehntelangen Forschungen von Klimawissenschaftlern aus aller Welt und wurde von allen großen wissenschaftlichen Organisationen bestätigt.

Ich hoffe, diese Informationen sind hilfreich.

Andy May: Sie geben also selbst zu, dass Sie voreingenommen sind. Eine Verbindung zur Industrie der erneuerbaren Energien ist in Ordnung und nicht voreingenommen, aber zur Industrie der fossilen Brennstoffe ist sie es. Das scheint eine Voreingenommenheit zu sein.

Google Bard: Ich gebe zu, dass ich mich noch in der Entwicklung befinde und dass ich ständig dazulerne. Ich bin mir auch bewusst, dass ich in der Lage bin, Fehler zu machen, einschließlich Fehler in meiner Argumentation.

In diesem Fall haben Sie Recht, dass ich einen Fehler gemacht habe. Ich hätte nicht sagen sollen, dass eine Verbindung zur Branche der erneuerbaren Energien nicht voreingenommen ist, eine Verbindung zur Branche der fossilen Brennstoffe hingegen schon.

Sowohl die Industrie für erneuerbare Energien als auch die Industrie für fossile Brennstoffe haben ein ureigenes Interesse an der Debatte über den Klimawandel. Unternehmen aus dem Bereich der erneuerbaren Energien haben ein ureigenes Interesse daran, die Entwicklung und den Einsatz von Technologien für erneuerbare Energien zu fördern, während Unternehmen aus dem Bereich der fossilen Brennstoffe ein ureigenes Interesse daran haben, die weitere Nutzung fossiler Brennstoffe zu fördern.

Infolgedessen sind sowohl die Industrie für erneuerbare Energien als auch die Industrie für fossile Brennstoffe in der Lage, voreingenommene Forschung zum Klimawandel zu betreiben. Es ist wichtig, sich dieser möglichen Verzerrung bewusst zu sein, wenn man Informationen aus jeglicher Quelle betrachtet, einschließlich Informationen von Unternehmen aus diesen Branchen.

Ich entschuldige mich für meine vorherige Aussage und werde mein Bestes tun, um ähnliche Fehler in Zukunft zu vermeiden.

Vielen Dank für Ihre Hilfe, die mich zu einem besseren Sprachmodell macht.

Referenzen

Oreskes, J. C., Doran, P. T., Anderegg, W. R., Verheggen, B., Maibach, E. W., Carlton, J. S., . . . Richardson, M. (2016). Consensus on consensus: a synthesis of consensus estimates on human-caused global warming. Environmental Research Letters, 11(4). Retrieved from 10.1088/1748-9326/11/4/048002

Tol, R. (2015b, March 25). Global warming consensus claim does not stand up (author’s cut). Retrieved from Richard Tol Occasional thoughts on all sorts: http://richardtol.blogspot.com/2015/03/now-almost-two-years-old-john-cooks-97.html

Tol, R. (2016). Comment on ‘Quantifying the consensus on anthropogenic global warming in the scientific literature. Environmental Research Letters, 11(4). doi:10.1088/1748-9326/11/4/048001

Tol, R. S. (2014, October). Quantifying the consensus on anthropogenic global warming in the literature: A re-analysis. Energy Policy, 701-705. doi:https://doi.org/10.1016/j.enpol.2014.04.045

Link: https://andymaypetrophysicist.com/2023/10/05/a-conversation-with-google-bard-on-the-consensus/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Fluten über Fluten. Doch dank Attributionsstudie können wir beruhigt sein, weil es ja erst wieder in einer Millionen Jahren passieren wird …

Helmut Kuntz

Eine etwas überspitzte und auf eine (nicht einmal die extremsten) Vertrauensbereichsgrenze in der jüngsten „Mittelmeer“-Attributionsstudie [1] bezogene Aussage, die auf einem Varianz-Grenzwert des Wiederholzeitraums von einer Millionen Jahren zu einem der diesjährigen Flutereignissen rund um das Mittelmeer basiert.
Wie problematisch und mit wie viel klimatheologischem Glauben an von Computern ausgespuckten Ergebnissen Daten als Fakten dargestellt und publiziert werden, sei anhand dieser sicher in großer Eile erstellten Studie (wieder) gezeigt.

Wenn Statistikprogramme Zahlen auswerfen

Die hier besprochene Attributionsstudie: [1] Interplay of climate change-exacerbated rainfall, exposure and vulnerability led to widespread impacts in the Mediterranean region
wurde bereits am 19. September, also kurz nach den in den ersten zwei Septemberwochen geschehenen Fluten in Spanien, Griechenland und Libyen publiziert und verkündet darin die folgenden, statistischen Aussagen:
[2] WWA Homepage, Pressemitteilung
… As a summary assessment, we state that the return time for
– the event in Spain is a 1-in-10 to 1-in-40 year event;
– for central Greece a 1-in-80 to 1-in-250 year event;
– for the large GBT region a 1-in-5 to 1-in-10 year event; and
– over Libya a 1-in-300 to 1-in-600 year event. In Libya the event magnitude is far outside that of previously recorded events.

Mit deepl übersetzt:
Als zusammenfassende Einschätzung stellen wir fest, dass die Wiederkehrzeit für das Ereignis:
– in Spanien ein Ereignis von 1:10 bis 1:40 Jahren ist,
– für Zentralgriechenland ein Ereignis von 1:80 bis 1:250 Jahren,
– für die große GBT-Region (Anmerkung: Beinhaltet das Griechenlandereignis) ein Ereignis von 1:5 bis 1:10 Jahren und
– für Libyen ein Ereignis von 1:300 bis 1:600 Jahren. In Libyen liegt das Ausmaß des Ereignisses weit über dem der bisher aufgezeichneten Ereignisse.
Bis auf die Angaben zu Libyen würde man daraus auf nicht allzu häufige, aber eben doch recht konstant sich wiederholende Extremregenfälle schließen.

In der Studie selbst stehen zu den Kernereignissen in Griechenland und Libyen allerdings noch ganz andere Werte für Wiederholzeiten und deren Streuungen:
[1] Attributionsstudie 2023:
Over the rectangular region of central Greece outlined in Figure 5, both the 2-day and 4-day precipitation observed were found to be more extreme in ERA5, with estimated return periods of 224 (53-1 million years) and 240 (46-452,000) respectively;
… over the Libya region. The event on the 10th of September 2023 was many times higher than any single day of precipitation previously recorded in ERA5 (~70mm for the box in Figure 4). The event is estimated to be a 1-in-643 year event (uncertainty: 115 to 0.114E+10), and an even rarer event in the hypothetical, 1.2 oC cooler world with a return period of 1900 years (uncertainty: 237 to inf). I
Mit deepl übersetzt: In dem in Abbildung 5 dargestellten rechteckigen Gebiet in Mittelgriechenland erwiesen sich Sowohl die beobachteten 2-Tages- als auch 4-Tages-Niederschläge in ERA5 als extremer eingestuft, mit geschätzten Wiederkehrperioden von 224 (53-1 Mio. Jahre) bzw. 240 (46-452.000) Jahren;
Zum Flutereignis in Libyen:
… Das Ereignis wird auf ein Ereignis von 1:643 Jahren geschätzt (Unsicherheit: 115 bis 0,114E+10(1)), und ein noch selteneres Ereignis in einer hypothetischen, 1,2 oC kühleren Welt mit einer Wiederkehrperiode von 1900 Jahren (Unsicherheit: 237 bis inf).
(1)Anmerkung: Die Unsicherheit dieses Mittelwertes von 643 Jahren, also die Bereichsgrenzwerte der beidseitigen Varianz reichen von 115 Jahren bis zu 1,14 Milliarden Jahren, für die Wiederholzeit bei kühlerer Temperatur reicht der Vertrauensbereich in der Studie bis „infinity“.

Das September-Flutereignis in Spanien

[Link] HNA, 05.09.2023: Apokalyptisches Wetter in Spanien: Dauerregen flutet Madrid – Zahl der Todesopfer steigt
… Unwetter in Spanien vergleichbar mit Flutkatastrophe im Ahrtal – „Nur mit Vielfachem der Regenmenge“

Googelt man zu Unwetter in Spanien, erscheint für fast jedes Jahr eines, teils auch mehrere. Alleine daraus lässt sich schon erahnen, dass Spanien wohl recht häufig von Extremniederschlag betroffen ist (Bilder 1 … 7).
Auch in der Studie steht, dass es bereits früher höhere Niederschläge gegeben hat: [1] Die Region Madrid erlebte die schlimmsten Niederschläge seit 1972 (CGTN, 2023)

Aufgrund mangelnder Datenlage steht in der Studie: [1] Daher ist es nicht möglich, eine belastbare quantitative Zuordnungsstudie mit dem probabilistischen Multimethoden-Ansatz (Philip et al., 2020) für das Niederschlagsereignis durchzuführen, das zu der großen Überschwemmung in Spanien geführt hat
Trotzdem macht sie dazu statistische Aussagen, welche allerdings nicht hergeleitet werden:
[1] … die Wiederkehrzeit des Ereignisses in Spanien 1 zu 10 bis 1 in 40 Jahren beträgt
Und zeigen, dass die dortige, diesjährige Septemberflut niemals ein besonderes „Klimawandelereignis“ gewesen sein kann, auch wenn beispielsweise der oben zitierte Zeitungsartikel von „HNA“ mit Verweis auf die Ahrtalflut genau das suggeriert.

Bild 1 Extremregen in Spanien Juli 2023

Bild 2 Extremregen in Spanien November 2022

Bild 3 Extremregen in Spanien September 2021

Bild 4 Extremregen in Spanien September 2019

Bild 5 Extremregen in Spanien Oktober 2018

Bild 6 Extremregen in Spanien März 20157

Bild 7 Extremregen in Spanien 1949 und 1957

Das September-Flutereignis in Griechenland

Eine Region, in der teils extreme Fluten wie in Spanien ebenfalls zum Alltag gehören:
[3] … most affected region in Greece, a country that has experienced 12 floods (1990–2006). Floods in Greece are usually produced by heavy, but short rainfall events, and the role of deforestation and urbanisation is very important in their genesis. They are more destructive in the western part of Greece due to the climatic, geomorphic, geomorphologic, vegetation and human conditions. The most serious flood that occurred in the past 15 years was in October 1994, when a thunderstorm produced 68 mm in one hour in Athens (Lagouvardos et al., 1996)

Die Attributionsstudie [1] verwendet zur Analyse keine gemessenen Wetterdaten, sondern die ERA5 Zeitreihe, einen reanalysierten Niederschlagsdatensatz. Dieser Datensatz beginnt zwar mit dem Jahr 1950, „leidlich“ genau wird er aber erst ab dem Jahr 1979 (Beginn der Satellitenaufzeichnungen).
Stations-Wetterdaten wurden in der Studie nicht verwendet, weil: [1] Angesichts der Tatsache, dass die verfügbaren Stationsdatensätze zu kurz sind, um Rückkehrzeiten zu berechnen
Mit diesem – eigentlich erst seit 45 Jahren „brauchbarem“ Datensatz – werden Ereigniswahrscheinlichkeiten in den Grafiken bis auf 10.000 Jahre und als Rechneroutput bis 1 Mio. Jahre (und erheblich mehr) „ermittelt“.

Dabei merkt die Studie selbst an, dass sich die (Mittelwert-)Ergebnisse alleine durch Verwendung eines genau so guten, alternativen Datensatzes (MSWEP) mit 100 % und fast 300 % mehr als drastisch zu niedrigeren Werten verändern:
[1] (deepl-Übersetzung) … In der rechteckigen Region Zentralgriechenlands, die in Abbildung 5 dargestellt ist, waren sowohl die beobachteten zweitägigen als auch die viertägigen Niederschläge im ERA5 extremer, mit geschätzten Wiederkehrperioden von 224 (53-1 Millionen Jahre) und 240 (46-1 Millionen Jahre). 452.000);
In MSWEP wurden die zweitägigen Niederschläge als 106– jähriges Ereignis (19–692.000) und die viertägigen Niederschläge als 88-jähriges Ereignis (17–386.000) registriert

Als Ableitung zu den vielen Aussagen findet sich zu Griechenland in der Studie allerdings nur eine einzige Verteilungsgrafik (Bild 8).

Bild 8 [1] Figure 7: Fitted trends and return level plots for a nonstationary GEV fitted to annual maxima of 4-day accumulated precipitation during June-September over the GBT box (ERA5). (a) Trend in annual maximum of 4-day rainfall as a function of the smoothed GMST. The thick red line denotes the time-varying location parameter and the thinner lines above represent the effective return levels of 6-year and 40-year events. The vertical red lines show the 95% confidence interval for the location parameter, for the 2023 climate and a 1.2ºC cooler climate. The 2023 observation is highlighted with the magenta box. (b) Return time plots for the climate of 2023 (red) and a hypothetical climate with 1.2ºC cooler GMST (blue). Points show the observed return levels against their expected return periods; the central line shows the fitted values, with the upper and lower lines showing a bootstrapped 95% confidence interval. The magenta line shows the magnitude of the 2023 event.

Aus dieser Grafik leitet der Autor zum aktuellen Klima für das Ereignis ab (Bild 9):
Wiederholzeitraum 7 … 80 Jahre, Mittelwert 12 Jahre.

Bild 9 Vom Autor ergänzte Grafik von Bild 8 mit Auswertung zu den Verteilungswerten beim aktuellen Klima

Für die zu Griechenland in der Studie angegebenen Werte:
– Zentralgriechenland ein Ereignis von 1:80 bis 1:250 Jahren,
-für die große GBT-Region (Anmerkung: Griechenlandereignis) ein Ereignis von 1:5 bis 1:10 Jahren …
-sowie denen, die bis zu 1 Mio. Jahren reichen
finden sich in der Studie keine erklärende Datenbasis und keine Ableitungen.

Aus der Grafik lassen sich auch die Wiederkehrzeiten für das gleiche Ereignis, aber beim ersehnten, vorindustriellen Klima ableiten (Bild 10):
Wiederholzeitraum 25 … 1000 Jahre, Mittelwert 80 Jahre.

Die Attributionsstudie hat also „herausgefunden“, dass zur Zeit der vorindustriellen Kälte solch ein Unwetter im Mittel nicht wie aktuell alle 12 Jahre, sondern nur alle 80 Jahre stattfand, wobei der Mittelwert irgendwo zwischen 25 … 1000 Jahren liegen kann. Leitet damit auch ab, dass die Ereignishäufigkeit durch den ominösen Klimawandel somit um das 6,6fache zugenommen hat.

Bild 10 Vom Autor ergänzte Grafik von Bild 8 mit Auswertung zu den Verteilungswerten der Wiederholzeiten für ein um 1,2 Grad kälteres (vor-industrielles) Klima

In den ERA5- „Urdaten“ der Starkniederschlagshöhen (Bild 11) – die zeitlich mit dem Jahr 1950 beginnen und erst ab dem Jahr 1979 genauer werden -, sieht man an den beiden Temperaturgrenzen deutlich zwei Ereignishäufungen. Und ausgerechnet an der kälteren Seite treten die Ereignisse wesentlich häufiger auf.
An der Warmseite übersteigt nur ein Ereignis (nicht das aktuelle!) die an der Kaltseite geringfügig.
Zieht man die fiktive Verlaufslinie weiter in die Kälte, würde man fast darauf wetten, dass auch dort gleiche, wie auch noch höhere Niederschläge zu finden wären. Man erinnere sich an die historischen Flutdaten des Ahrtales, anhand deren ausgehend von der Extremflut im Jahr 2021
belegt ist [4], dass eine solche Flut insgesamt drei Mal im Abstand von fast genau 100 Jahren auftrat, also sicher nicht vom Klimawandel abhängt.

Der Autor leitet aus all dem (wieder) ab, dass die Begrenzung der Zeit-Grundgesamtheit auf 45 Jahre, und noch ungenauere 73 Jahre, eine seriöse, statistische Hochrechnung für solche Starkregenereignisse grundsätzlich unmöglich, mindestens höchst problematisch macht, was sich an den schier unglaublichen Streuungen auch erschreckend deutlich zeigt

Dieser Eindruck erhärtet sich alleine schon aus der Urdatengrafik (Bild 11). Erkennbar fanden zur „Kaltzeit“ kurz hintereinander ein Gleiches und ein höheres Flutereignis statt, obwohl ein solches im Mittel bei „Kälte“ nur alle 80 Jahre (im in der Grafik dargestellten Zeitraum also gar nicht) vorkommen soll. Dann verringert sich der Extremniederschlag kontinuierlich mit steigender Temperatur, bis er sprunghaft kurz vor plus einem Grad zunimmt. Physikalisch „stemmt“ sich diese Grafik damit gegen die Theorie von: Stetig mehr Wärme, stetig mehr Extremniederschlag.
In Wirklichkeit könnte man ganz einfach inkonsistente Daten (diese stammen ja aus Simulationen und nicht aus Messwerten) vermuten. Zudem wird in der Auswertung die Temperatur um -1,2 Grad „verschoben“, obwohl die Daten gar nicht bis zu dieser Temperatur reichen.

Bild 11 ERA5-Daten des Griechenland-Ereignisses (Vom Autor ergänzt)

“Alternative“ Studie zu Extremniederschlag in Griechenland

Wer eine Studie zu Starkregen in Griechenland lesen möchte, in welcher das Thema und die Daten umfassend, nachvollziehbar, sowie über einen wesentlich längeren Zeitraum dargestellt sind, sei auf die folgende verwiesen:
[8] Studie, National Technical University of Athens, Demetris Koutsoyiannis at al., 27. 04.2023: In Search of Climate Crisis in Greece Using Hydrological Data: 404 Not Found
Darin finden sich auch in der Attributionsstudie fehlende Daten.

Zuerst daraus eine Übersicht der Messtationen in Griechenland (Bild 12). Man sieht, warum die Attributionsstudien frühestens mit dem Jahr 1950 beginnen, aber auch, dass aktuell eine starke Verzerrung der Ereignisdaten stattfinden (muss), da die Daten nicht mehr aus den bisherigen Messtationen gewonnen werden. Die Gewinnung über Wetterradar mit seiner Totalabdeckung führt zwangsläufig zu viel mehr „Entdeckungen“, was bereits zu einer (falschen) Häufung von 100jahre-Ereignissen führt:
[9] EIKE, 27.08.2023: Extremregen ist weiterhin ein chaotisches Ereignis, der DWD hat es aber trotzdem voll im Griff

Bild 12 [8] Figure 1. Number of stations with long maximum daily rainfall time series and with complete annual average daily rainfall time series in the entire Greek territory in the period 1940–2022. Before 1940, there were two stations, Athens and Thessaloniki.

Zu welchen Auswerteproblemen es führen kann, wenn nur kurze Zeiträume hochgerechnet werden, zeigt das folgende Bild der Tagesextreme von Athen:

Bild 13 (Teilbild), vom Autor ergänzt [8] Figure 3. Time series of daily precipitation series in Athens at the Hill of Nymphs station of the National Observatory of Athens (average daily values start in 1860 with a total length of 161 years; daily and maximum daily values start in 1864 with a total length of 155 years). The graph also shows (a) the high and low records, (b) the climatic values (30-year averages), and (c) the fitted linear trends. (Upper): average daily rainfall; (Lower): maximum daily rainfall

Zum Vergleich, wie der auch in der Attributionsstudie verwendete (zeitlich viel kürzere) ERA5-Datensatz den maximalen Tagesniederschlag „sieht“:

Bild 14 [8] Figure 11. Annual maximum daily precipitation series in the Greek territory from the daily European ERA5 reanalysis. The graph also shows (a) the high and low records, (b) the climatic values (10-year and 30-year averages), and (c) the fitted linear trend.

Der höchste, gemessene Tagesniederschlag ereignete sich 1957 in Makrinitsa mit 580,5 mm (Beachten, ohne das diesjährige Septemberereignis).
Zum Vergleich: In der Attributionsstudie [1] sind für die am schlimmsten betroffenen Gebiete der Ebene von Thessalonikiein ein maximaler Tagesniederschlag von 150 mm angegeben.

Nun der Trend, welcher sich zum Extremniederschlag in Griechenland gesamt aus den Stationsdaten ableitet (prozentuale Änderung in 10 Jahren). Bei 50 % der Stationen steigt er, bei den anderen fällt er, in Summe ist der Trend also gegen Null:

Bild 15 [8] Figure 6. Probability distribution of the changes of annual maximum daily precipitation (as percent- ages of the all-time averages of the maximum rain depth) for the 238 stations with long time series of annual maxima in the entire Greek territory. Climate difference, expressed as a percentage per decade, is 1/3 of the difference between the last two 30-year climatic values. Statistical expectations have been estimated by the Monte Carlo method with the generalized extreme value distribution and a Hurst parameter

Diese Grafik (Bild 15) kann man auch statistisch betrachten.
Die dargestellten Messtationen sind über ganz Griechenland verteilt. Jede Einzelne lässt sich also als eine Stickprobe deklarieren. Nun picke man mittels Zufallsgenerator eine heraus und kann ahnen, mit welcher „Genauigkeit“ sich daraus auf die Wirklichkeit schließen lässt.
Die Attributionsforschung sagt, mittels Statistik gelingt es. Wir erweitern einfach den Vertrauensbereich und schließen alle Wertebereiche mit ein, publizieren aber, als wäre der Mittelwert trotzdem recht genau. Wer sich mit attributiver Statistik nicht auskennt, glaubt das. Dabei sagt diese Statisik genau das Umgekehrte: Je seltener eine Ereignis ist, umso unmöglicher wird es, darüber attributiv eine Aussage zu erhalten. Im Kern bedeutet es: Bei seltenen Ereignissen versagt diese Statistik.

Weitere, ergänzende Graphiken.

Eine weitere Grafik mit Abflussmengen zeigt ergänzend, dass in Griechenland vor dem für die Attributionsstudie verwendetem Auswertezeitraum ganz andere Niederschlags-Extreme geherrscht haben (können):

Bild 16 [8] Figure 15. Annual average river flow (discharge) of the Boeoticos Kephisos River at Karditsa gauge. The graph also shows (a) the high and low records, (b) the climate values (10-year and 30-year averages), and (c) the fitted linear trend.

Die Septemberflut in Libyen

Hat eine besondere Brisanz, denn sie forderte alleine in der Libyschen Küstenstadt Darna mindestens 10.000, eventuell bis zu 20.000 Opfer [ZEIT ONLINE].

Allerdings ist diese extreme Opferzahl nicht eine Folge des Klimawandels, sondern eine Folge zweier gebrochener Staudämme und deren verheerender Flut. Das erinnert daran, dass die wirklich hohen Opferzahlen nicht der ominöse Klimawandel, sondern menschliches Versagen – meistens verbunden mit Siedeln in bekannt flutgefährdeten Bereichen – verursacht. Das gilt allerdings nicht nur in einem aktuellen Bürgerkriegsgebiet wie Libyen, sondern auch in Deutschland, wie es die letzten, schlimmen Fluten im Ahrtal [4] und in 2016 in Simbach [7] und Braunsbach zeigten.

Zur Attributionsstudie
Bezüglich der Flut in Libyen wiederholt die Studie die Attributionsauswertung vergleichbar dem Ereignis in Griechenland:
[1] 3.3 Analysis of gridded data for northern Libya Figure 8 shows the results from trend-fitting to Rx1day over the Libya region.
The event on the 10th of September 2023 was many times higher than any single day of precipitation previously recorded in ERA5 (~70mm for the box in Figure 4). The event is estimated to be a 1-in-643 year event (uncertainty: 115 to 0.114E+10), and an even rarer event in the hypothetical, 1.2 oC cooler world with a return period of 1900 years (uncertainty: 237 to inf). In defining the event for the attribution analysis, we round the return period in the observed climate to 1-in-600. The best estimate for the probability ratio between now and the 1.2 oC cooler climate is 3 (uncertainty: 0.5 to 2100), with increase in intensity of the rainfall by 29% compared to in a 1.2º cooler past (uncertainty: 11% drier to 88% wetter).

(deepl-Übersetzung) Abbildung 8 zeigt die Ergebnisse der Trendanpassung an Rx1day über der Region Libyen.
Das Ereignis am 10. September 2023 war um ein Vielfaches höher als jeder einzelne Niederschlagstag, der zuvor in ERA5 aufgezeichnet wurde (~70 mm für den Kasten in Abbildung 4).
Das Ereignis wird auf ein Ereignis von 1:643 Jahren geschätzt (Unsicherheit: 115 bis 0,114E+10 Zufügung: das wären 1,14*109, also ca. 1 Milliarden Jahre), und ein noch selteneres Ereignis in einer hypothetischen, 1,2 oC kühleren Welt mit einer Wiederkehrperiode von 1900 Jahren (Unsicherheit: 237 bis inf.). Bei der Definition des Ereignisses für die Attributionsanalyse runden wir die Wiederkehrperiode im beobachteten Klima auf 1:600. Die beste Schätzung für das Wahrscheinlichkeitsverhältnis zwischen heute und dem um 1,2 °C kühleren Klima ist 3 (Unsicherheit: 0,5 bis 2100), mit einer Zunahme der Niederschlagsintensität um 29 % im Vergleich zu einer um 1,2 °C kühleren Vergangenheit (Unsicherheit: 11 % trockener bis 88 % feuchter).

Die in der Studie angegeben Werte von 115 Jahren, Mittelwert 643 Jahre, lassen sich aus der Grafik (Bild 17) ableiten. Die obere „Vertrauensgrenze“ von 1,14 Milliarden Jahren hat der fleissige Computer dazu berechnet. Ein Lob an die numerische Qualität heutiger Prozessoren und Programme und ein Armutszeugnis an die Studienautoren, so etwas anzugeben (rein persönliche Meinung des Autors).

Bild 17 (Vom Autor ergänzt) [1] Figure 8: Angepasste Trends und Wiederkehrkurven für eine nicht-stationäre GEV, angepasst an das jährliche Maximum des Tagesniederschlags von Juli bis Juni über Nordlibyen (ERA5). (a) Trend des jährlichen Maximums des 1-Tages-Niederschlags als Funktion der geglätteten GMST. Die dicke rote Linie kennzeichnet den zeitlich veränderlichen Standortparameter und die dünneren Linien darüber stellen die effektiven Wiederkehrwerte von 6- und 40-jährigen Ereignissen dar. Die vertikalen roten Linien zeigen das 95%-Konfidenzintervall für den Standortparameter, für das Klima 2023 und ein 1,2ºC kühleres Klima. Die Beobachtung aus dem Jahr 2023 ist durch den magentafarbenen Kasten hervorgehoben. (b) Wiederkehr-Zeitdiagramme für das Klima von 2023 (rot) und ein hypothetisches Klima mit 1,2 ºC kühlerer GMST (blau). Die Punkte zeigen die beobachteten Wiederkehrwerte im Vergleich zu den erwarteten Wiederkehrperioden; die mittlere Linie zeigt die angepassten Werte, wobei die obere und untere Linie ein bootstrapped 95%-Konfidenzintervall darstellen. Die magentafarbene Linie zeigt das Ausmaß des Ereignisses im Jahr 2023.

Vergleichbar zu Bild 8 (Griechenland) werden in der Studie auch die Wiederholwahrscheinlichkeiten für ein 1,2 Grad kälteres Klima berechnet, wobei der „Vertrauensbereich“ für ein solches Ereignis dann laut Studie zwischen 237 Jahren und unendlich! (infinitiv) beträgt. Die bisherige „Vertrauensgrenze“ von über einer Milliarden Jahren ist also überschritten und das Programm brach das Weiterrechnen vielleicht ab, so dass eine genaue Zahl nicht genannt werden konnte.

Nun wieder die Betrachtung der „Urdaten“ (Bild 18). Bis zum Septemberereignis diesen Jahres mussten alle nach dem Attributionsschema durchgeführten Studien zu Libyen zum Ergebnis kommen, dass in diesem Raum bei Kälte das höchste Extrem aufgetreten ist (roter Kreis).
Doch jetzt ist ein neues, extremeres Ereignis aufgetreten, welches laut Studienautoren noch nie beobachtet wurde:
„In Libya the event magnitude is far outside that of previously recorded events.“

Bild 18 ERA5-Daten des Libyen-Ereignisses (Vom Autor ergänzt)

Allerdings, kann das wirklich nur der Klimawandel gewesen sein?
Der Autor behauptet dazu: Es liegt viel eher alleine an fehlenden, historischen Daten (im verwendeten Datensatz ERA5) und daran, dass solche Extremregen meistens lokal begrenzt auftreten, bei der in dieser Region früher sehr geringen Stations“Dichte“ also selten(st) aufgezeichnet wurden und vor ca. 1950 mangels Stationen mit Tagesauflösung überhaupt nicht aufgezeichnet werden konnten.

Denn die historische Flutgeschichte der nordafrikanischen Küste listet viele solcher Extremniederschlags-Ereignisse und sehr wohl auch die angeblich noch nie aufgetretenen Regenmengen:
Beim diesjährigen Septemberereignis fielen in anderen Städten an Niederschlag: [1] In the city of Derna 250mm of rain fell within a few hours, with 414.1 mm in Bayda and 240 mm in Marawah, according to the National Center of Meteorology in Libya (FloodList, 2023), während in der von den beiden Dammbrüchen betroffenen Stadt Derna vergleichbar wenig Niederschlag fiel: According to figures from the World Meteorological Organization (WMO), the city of Derna recorded 73 mm of rain in 24 hours to 11 September.

Solche Regenmengen sind in der Region Nordafrika keinesfalls „noch nie beobachtet“ worden.
In
The Great Tunisian Flood of 1969 • Watts Up With That? werden zu einem Extremregen am 25. September 1969 in der Region Gabe bis zu 400 mm Tagesniederschlag und eine Dauer von 38 Tagen berichtet:
The 1973 floods in Tunisia were the second such disaster in just four years

Bild 19 Extremniederschlag im Sept. 1973 in Tunesien

In Israel vom 1–2 April 2006: … Maximum rainfall of 260 mm was recorded in the Wadi Ara Region, with precipitation accumulations varying between 100–150 mm over an area of 17 km2

Die Langzeit-Niederschlagsdaten zweier Städte in Libyen lassen stark vermuten, dass es auch dort früher schon mindestens vergleichbar hohe Extremniederschläge gegeben haben wird, denn ausgerechnet als es kälter war, waren die Niederschläge in Libyen insgesamt wechselhafter und auch höher:

Bild 20 [5] Libyen, Benghazi (eine Stadt in der Nähe von Derna). Jahresniederschlag seit 1880

Bild 21 [5] Libyen, Benghazi (in der Nähe von Barna). Jahresniederschlag seit 1880

In einer Studie [6] findet sich eine Simulation künftiger Extremniederschläge für diese Region. Diese Simulation „wusste“, dass die ca. 70 mm Tagesniederschlag nicht „selten“ sind und „übersah“ zudem das Extrem-Ereignis von diesem Jahr. Auf jeden Fall würde diese Simulation der Attributionsstudie widersprechen (was allerdings sicher nicht für die Qualität solcher Simulationen spricht):

Bild 22 [6] (Teilbild) Abb. 3. Zeitreihen des jährlichen maximalen Tagesniederschlags (Rx1day) und der Sen’s Slopes für das 21. Jahrhundert der lokalen Median-Simulation des EURO-CORDEX-Modells für acht Städte im Mittelmeerraum. Blaue Linien zeigen positive Trends und rote Linien negative Trends an.

Fazit

Der Autor hat inzwischen einige Attributionsstudien gesichtet und darüber auf EIKE berichtet.
Die besprochene Studie scheint unter Zeitdruck ganz schnell „zusammengeschustert“ worden zu sein. Für viele der angegebenen Daten fehlen jegliche Hintergrunddaten und Ableitungen, so dass man sie blind glauben muss. Nicht einmal die sonst üblichen (und zur Interpretation notwendigen) Verlaufsgrafiken der Niederschläge sind gezeigt.

Erschreckend (rein persönliche Meinung des Autors) ist, dass 13 Studienautor*innen und 8 Rezensoren diese trotz der verwendeten, teils schlechten – eher unbrauchbaren – Datenbasis mit den daraus resultierenden Extrem-Spannweiten an Aussagen zur Publizierung für ausreichend gut befinden, anstelle zu beschließen: Wenn aus den Datensätzen nichts Vernünftiges herausgearbeitet werden kann, sollte man das entweder so, oder besser nicht publizieren.
Leider lässt sich diese Bewertung anhand der (fehlenden) Daten in dieser Studie nicht eindeutig belegen, (wobei es mit den Darstellungen aus anderen Studien zumindest versucht wurde).

Nochmals, Attributionsergebnis und historische Wirklichkeit

Anhand der Attributionsstudie zur Ahrtalflut:
[4] EIKE, 19.07.2022: Wenn historisch belegte Fluten statistisch gar nicht vorgekommen sein können, wird es das Ergebnis einer Attributionsstudie sein,
ist es aber möglich, den teils eklatanten, statistischen (Ableitungs-)Schwachsinn und auch bewusster, methodischer Mängel (um zum „gewünschten Ergebnis zu kommen), solcher Attributions-Studien ganz konkret mit Datenbelegen aufzuzeigen (Anmerkung des Autors: Nicht die Statistik ist schwachsinnig. Richtig angewandt und mit Sachkenntnis interpretiert ist sie segensreich. Das Problem sind die Personen vor dem Computer).

In der Studie zur Ahrtalflut wurden statistisch absolut genau für die Wiederholzeit des Ahrtalereignisses ein Mittelwert von 15.000 Jahren, die untere Vertrauensgrenze mit ca.700 Jahren und die obere mit fast unendlich ermittelt.
Historisch belegt ereignete sich ein solches Ereignis allerdings in der wahren Natur, also aufgezeichnet und bei der ersten historischen Aufzeichnung sogar von napoleonischen Offizieren vermessen, mindestens in den Jahren 1804, 1910 und 2021. Weitere derartige Ereignisse fallen nur deshalb heraus, weil dafür keine ausreichend hinterlegten Abflussdaten vorliegen.

Auch wiederholend ein wichtiger Eindruck, den der Autor aus den Attributionsstudien zu Extremniederschlag ableitet: Entgegen der Verlautbarungen zeigen eigentlich alle diese Studien anhand ihrer Urdaten, dass es zu Kaltzeit mindestens genau so extreme Niederschlagsereignisse gegeben hat. Die entgegengesetzt publizierten Ableitungen entstehen vor allem durch eine „Wunschziel-orientierte“ Interpretation (rein private Meinung des Autors).

(Nur) Die „richtigen“ Ergebnisse führen zu vielen Vorteilen

Aber beim Klimawandel ist ja wirklich alles „gut“, wenn es ihn nur unterstützt und, Zitierung: „ … denen Paroli (bietet), die in der Bevölkerung Zweifel säen und Falschnachrichten verbreiten.“
Die Hofberichterstattungen und teils nur noch hanebüchenen Aussage („wir haben Speicher noch und nöcher“) der Professorin C. Kempfert, die trotz vieler, teils eklatanter Mängel bis Fehlern als „wissenschaftlich“ gelten und sie selbst zu allen nur denkbaren Ehrungen und Talkshows geführt hat, sind dafür legendär. Über eine Klimawandelheilige aus Schweden mit ihren vielen, vielen Ehrungen bis hin zu Doktortiteln h.c. und (fast erfolgter) Erhebung in den Stand einer kirchlichen Heiligen gar nicht zu reden.
Erst kürzlich erschien dazu ein Artikel auf „kaltesonne“, 7. Oktober 2023:
Klimawandel – eine Gesellschaft spielt verrückt

Und so liest man über die in fast allen (wichtigen und der hier besprochenen) Attributionsstudien mindestens als Mitautorin gelisteten Professorin, F. Otto:
Deutschlandfunk NOVA, 16. Dezember 2021: Klimaforscherin Friederike Otto zählt zu „Nature’s Top Ten“
… Um den Einfluss der Klimaerwärmung auf Wetterextreme zu berechnen, hat Friederike Otto einen neuen Forschungszweig mitbegründet: die sogenannte Attributions- oder Zuordnungsforschung.
Dabei vergleichen Fachleute aktuelle Wetterdaten mit den Daten einer fiktiven Parallelwelt im Computermodell. Und diese im Computer modellierte Parallelwelt unterscheidet sich nur in einer einzigen Sache von der realen Welt: Es gibt dort keine menschen-gemachten Treibhausgase. Durch den Vergleich lässt sich der Einfluss des Klimawandels berechnen.
„Das bedeutet: Die Abweichung zwischen den Daten aus unserer Welt und dieser Parallelwelt zeigt den Einfluss des Klimawandels.“

Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) 11.09.2023: Deutscher Umweltpreis für Professorin Friederike Otto
Prof. Dr. Friederike Otto ist Spitzenforscherin, wenn es um die Rolle des Klimawandels bei extremen Wetterereignissen geht. Für ihre Leistungen in der sogenannten Zuordnungswissenschaft erhält die gebürtige Kielerin den Deutschen Umweltpreis 2023 der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU).
… Sie hat das Verfahren zur Attribution von Extremwetterereignissen zum menschengemachten Klimawandel maßgeblich mitentwickelt. Mit ihrer Kommunikation der Studien direkt zum Zeitpunkt eines Extremwetters wie den diesjährigen Hitzewellen liegen wissenschaftlich fundierte Fakten vor „noch während die Auswirkungen des Geschehens in Medien, Politik und Gesellschaft diskutiert werden“, so der DBU-Generalsekretär. „Das schnelle Veröffentlichen der Studienergebnisse hat einen bahnbrechenden Einfluss auf den Diskurs über Folgen und Maßnahmen wegen des Klimawandels.“
Zum einen bietet es nach seinen Worten denen Paroli, die in der Bevölkerung Zweifel säen und Falschnachrichten verbreiten.
… Die Klimawissenschaftlerin ist eine Leitautorin des sechsten Sachstandsberichtes des Weltklimarats (IPCC) und gehört zum zentralen Autorenteam des im März erschienenen IPCC-Syntheseberichts.
Im November 2022 erhielt Friederike Otto eine Exzellenzprofessur der Petersen-Stiftung. Im Jahr 2021 wurde sie für die Mitbegründung von World Weather Attribution auf der renommierten TIME100-Liste als eine der einflussreichsten Menschen der Welt anerkannt. Außerdem kürte das Magazin 
Nature sie 2021 zu einer der Top Ten der weltweit wichtigsten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.

Geradezu erschreckend – aber bezeichnend – ist die Aussage des Laudators der DBU: Und diese im Computer modellierte Parallelwelt unterscheidet sich nur in einer einzigen Sache von der realen Welt: Es gibt dort keine menschen-gemachten Treibhausgase.“
Er spricht damit einen wichtigen Kardinalfehler des angeblich nur menschengemachten Klimawandels an und glaubt wohl auch fest daran: Wer hat und kann jemals belegen, dass eine durch von Menschen programmierte und parametrierte Computermodellierung sich nur
in einer einzigen Sache (dem bisher weder belegten, noch in der Einflussgröße ermittelten Wirken der sogenannten Treibhausgase) von der komplexen, realen Welt unterscheidet?

Nachtrag

Zur Veranschaulichung, wie in Deutschland ganz grob der Verlauf von Fluss-Hochwasserpegeln und der Globaltemperatur laut Hockestick korreliert, eine Grafik. Man kann erahnen, welche katastrophale Fehler eine Attributionsstudie „statistisch genau ermittelt“, indem sie den Zeitraum von 1959 bis 2023 als repräsentativ betrachtet (siehe dazu auch die Ahrtalstudie):

Bild 23 Verlauf Globaltemperatur Hockeystick und Hochwasserpegel Main und Weser (Verlauf Weser relativ zum Main) von 1342 bis 2013. Grafik vom Autor erstellt

Quellen

[1] Attributionsstudie 2023: Interplay of climate change-exacerbated rainfall, exposure and vulnerability led to widespread impacts in the Mediterranean region
[2] WWA Homepage, Pressemitteilung zur Attributionsstudie [1]
[3]
M. C. Llasat at al., 2010: High-impact floods and flash floods in Mediterranean countries: the FLASH preliminary database
[4] EIKE, 19.07.2022: Wenn historisch belegte Fluten statistisch gar nicht vorgekommen sein können, wird es das Ergebnis einer Attributionsstudie sein
[5] Libyan National Meteorological Center (LNMC): PRECIPITATION DATA OF LIBYA
[6] George Zittis at l., Dezember 2021: Rückblick auf künftige Trends bei extremen Niederschlägen im Mittelmeerraum
[7] EIKE 24.01.2017: Jahrtausendhochwasser am 01.06.2016 in Simbach – so entstehen Menetekel des Klimawandels
[8] Studie, National Technical University of Athens, Demetris Koutsoyiannis at al., 27. 04.2023: In Search of Climate Crisis in Greece Using Hydrological Data: 404 Not Found
[9] EIKE, 27.08.2023: Extremregen ist weiterhin ein chaotisches Ereignis, der DWD hat es aber trotzdem voll im Griff




Klimaaktivisten verbreiten Computer-Schadprogramme, um „Skeptiker“ aufzuklären

Cap Allon

Vielleicht haben Sie schon von dieser Sache gehört. Es begann vor etwa einem Monat, als eine Gruppe verzweifelter Klima-Untergangspropheten Kinder dazu aufforderte, „skeptische“ Familienmitglieder dazu zu verleiten, als Keksrezept getarnte Malware herunterzuladen.

Erstmals auf dem Blog von JoNova veröffentlicht [in deutscher Übersetzung hier], haben die Klimaskeptiker auf die Verbreitung eines Virus‘ zurückgegriffen, um ihr Versagen deutlich zu machen. „Die Klimaskepsis nimmt zu – was wäre, wenn wir uns da heraus hacken könnten?“, fragt der Panik verbreitende Blog Zee Feed.

„Zwei schreckliche Dinge sind geschehen“, schreiben diese in Australien ansässigen, menschenfeindlichen Serienjammerer, „die Welt ist in die Phase des ‚globalen Siedepunkts‘ des Klimanotstands eingetreten, und die Klimaskepsis hat in den letzten vier Jahren weltweit zugenommen.“

Die Gruppe zeigte sich empört über eine kürzlich durchgeführte Umfrage, die ergab, dass 42% der Australier Klimaskeptiker sind (ist das alles?): „Die Chancen stehen gut, dass Sie jemanden kennen, der so denkt. Wir können nicht zulassen, dass diese Gruppe noch größer wird… deshalb bitten Zee Feed und die Australische Jugend-Klimakoalition Sie, uns mit NewsJacker zu helfen, frech und heimlich ihre Meinung zu ändern.“

Ihre Behauptung: „Klimaskeptiker sind Opfer einer Echokammer der Fehlinformation“. Ihre Lösung: „NewsJacker ist ein Versuch, sie aus dieser Kammer herauszuholen, ohne dass sie es überhaupt bemerken! … [es] ist eine freche Website, die im Verborgenen den Zugang von Klimaskeptikern zu sachlich korrekten Nachrichten erhöht. Oberflächlich betrachtet sieht es so aus, als würden Sie einfach ein Online-Rezept für einfache selbstgebackene Kekse weitergeben. Aber wenn sie den Link besuchen, aktualisiert eine speziell entwickelte, in die Website eingebaute Technologie ihre Online-Cookies … und teilt dem Internet mit, dass sie ernsthaft für den Klimaschutz sind. Dadurch werden sie beim Surfen mehr Suchergebnisse für korrekte Klimawandelgeschichten sehen und von mehr Pro-Klima-Anzeigen und -Inhalten angesprochen werden.“

Dieser dreiste Akt des Computer-Hackings zog Kritik auf sich, unter anderem von Lushington D. Brady vom BFD.

„Wie alle Kriminellen glauben auch die Klimaschwindler, dass der Zweck ihre fragwürdigen Mittel heiligt“, schreibt Brady.

Grace Vegesana, Direktorin für Klima- und Rassengerechtigkeit bei AYCC, verteidigte die Veröffentlichung des Virus‘ gegenüber The Australian und erklärte, dass der Klimawandel für junge Australier der größte Kampf ihres Lebens sei – deshalb hätten wir keine Angst, kreativ zu werden, wenn es darum gehe, etwas zu unternehmen.

Diese Logik führt jedoch auf einen sehr gefährlichen Weg. Das muss ich nicht näher erläutern.

Diese Maßnahmen bieten jedoch einen Hoffnungsschimmer. Es ist klar, dass die jahrzehntelange Klimapropaganda versagt, und selbst die in den letzten Jahren (zeitlich abgestimmt mit dem Ausscheiden von COVID) verstärkte Stimmungsmache hat nicht viele Neulinge zu dieser Sache bekehrt – abgesehen von einer Handvoll Jugendlicher, die anscheinend in Bezug auf so ziemlich alles verwirrt sind.

Die Klimapanik stirbt, sogar unter überzeugten AGW-Parteimitgliedern, sogar unter Politikern.

Und da antiquierte Argumente, die sich auf „Logik“ und „Daten“ stützen, immer noch nicht zur Verfügung stehen, weil beide die Theorie nie gestützt haben, ist offener Betrug angesagt: Ein Virus kann eingesetzt werden, um den Willen der Massen zu beugen (wo haben wir das schon einmal gesehen?).

Auf dem freien Markt der Ideen hat das „globale Kochen“ eindeutig versagt. Wenn die AGW-Partei zur Wahl stünde – und das tut sie nie – würde sie keinen einzigen Regierungssitz gewinnen; und wenn die Demokratie im Westen lebendig wäre – und das ist sie nicht – würden alle klimapolitischen Maßnahmen sofort verworfen werden.

Es sind nur schlechte Verlierer, die immer noch mit dem Klimagerede hausieren gehen, auf Geheiß dieser immer verzweifelteren Kontrollfreaks in nicht gewählten Gremien wie der UNO. Und auch wenn der Klimaaktivismus in seinen letzten Zügen liegt, wird er nicht so schnell aufgeben: Passt auf euch auf, ‚Skeptiker‘.

Link: https://electroverse.info/temp-crash-canada-frosts-sweep-russia-climate-activists-spread-malware/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE