Der Monat Mai in anderen Teilen der Welt: Ebenfalls keine CO₂-Erwärmungswirkung erkennbar. Teil 3

Der Monat Mai in anderen Teilen der Welt

Vorweg: Wir bestreiten nicht, dass die Erde seit 40 Jahren wärmer wurde, genauer gesagt, viele Wetterstationen messen höhere Temperaturen. Aber wir bestreiten, dass diese Erwärmung ausschließlich durch Treibhausgase und insbesondere durch Kohlendioxid erzeugt wurde. Für diese Behauptung gibt es keinerlei Beweise. Falsch ist somit diese Definition, die automatisch an jeden YouTube-Klimafilm geheftet ist: „United Nations • Der Begriff „Klimawandel“ bezeichnet langfristige Temperatur- und Wetterveränderungen, die hauptsächlich durch menschliche Aktivitäten verursacht sind, insbesondere durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe.“

Abb. 1: Die CO₂-Erwärmungslehre ist eine Irrlehre, CO₂ ist kein Temperaturregler.

Laut dem linksgrünen Geschäftsmodell CO-Treibhauserwärmung sollen ausschließlich Treibhausgase und aus dieser Gruppe hauptsächlich das „umweltschädliche“ CO für die starke Temperaturzunahme der letzten Jahrzehnte verantwortlich sein. CO sei der Haupttemperaturregler, behauptet das Geschäftsmodell der CO₂-Klimakirche.

Diese Falschbehauptung werden wir hier widerlegen!

Laut Copernicus war dieser Mai weltweit der 2.wärmste seit Messbeginn. Grafiken von Wetterstationen, wo? Könnte in einigen Länder durchaus stimmen, wir wissen es nicht. In unseren im Teil 3 gezeigten Regionen der Erde wurde der Mai seit Jahrzehnten nicht wärmer, somit kann CO₂ auch nicht der globale Temperaturregler sein.

Die südliche Halbkugel, rund um die Antarktis

Grafiken 2a/b: Temperaturen auf der südlichen Hemisphäre, keine Maierwärmung über mehrere Jahrzehnte, Dumont d’Urville ist eine französische Station mitten in der Antarktis, man beachte die seit 46 Jahren leicht fallende Trendlinie um die –16 Grad. Quelle ERA, 5 Kopernikus

Alle Behauptungen, die Polkappen der Antarktis würden schmelzen, sind frei erfunden. Außerdem, wie sollte bei Temperaturen von -16 °C das Eis der Polkappen schmelzen.

Von der Antarktis weiter nach Norden, zuerst nach Australien

Grafik 3a/b/c: Ganz Australien und auch die zwischen Argentinien und der Antarktis liegende Station Base Orcadas zeigen keine Mai Erwärmung. Hier wirkt das CO₂ scheinbar auch nicht als Haupttemperaturtreiber. Die südliche Station Punta Arenas in Chile zeigt sogar eine deutliche Maiabkühlung seit 1988. Komisch, wo ist 2026 weltweit das zweitwärmste Maijahr seit Messbeginn? Quelle: GISS, ERA 5

Laut Copernicus hatten wir weltweit doch den zweitwärmsten Mai, so hat es die Presse am 10. Juni auch berichtet, nicht nur in Deutschland wurde übertrieben , siehe hier das Luxemburger Tageblatt. In unseren Grafiken verschiedener Regionen können wir nichts davon erkennen. So auch nicht in Punta Arenas ganz im Süden von Chile:

Der Mai in den USA, nur leichte Wärmeinselerwärmung der Städte

Viele Wetterstationen der USA befinden sich in den seit Jahrzehnten wachsenden Städten. Der UHI-effekt hat die Wärme zur Wetterstation gebracht. Daneben gibt es aber auch noch typische ländliche Wetterstationen. Hier die Dale Enterprise Station in Virginia, gut 100 km von Washington aus landeinwärts bei einer singulären Farm. Im Vergleich dazu die Wetterstation in der benachbarten Hauptstadt Washington. Deren Daten dort liegen seit 1937 vor.

Grafik 4a/b: Die Überraschung, seit 90 Jahren haben wir fallende Maitemperaturen in Virginia auf dem Lande, die Station ist nahezu WI-frei. Obwohl die CO₂-Konzentrationen seitdem weltweit stark gestiegen sind, ist die Trendlinie negativ. Im Gegensatz dazu die durch den WI-effekt steigenden Temperaturen der Hauptstadt, nur 140 km östlich der Farm. In Washington D.C. ist die Durchschnittstemperatur des Monats Mai seit dem Jahr 1927 um etwa 0,3 C gestiegen.

Ohne eine Grafik zu zeigen schreibt die KI: „Offizielle Klimadaten der National Weather Service Aufzeichnungen zeigen, dass die Wetterbeobachtung in Washington 1937 noch im Stadtgebiet (City Weather Bureau Obs.) lag und 1941 an den heutigen Ronald Reagan Washington National Airport (KDCA) verlegt wurde. Bereinigte historische Monatswerte (wie sie im National Centers for Environmental Information der NOAA bereitgestellt werden) zeigen für den Mai eine stetige Erwärmung der Durchschnittstemperaturen um fast 0,8 °C.“  (Zitatende) Richtig ist und wir zeigen das in der Grafik 3 b: Das sind doch nur knapp 0,3 Grad.

Und: Nicht einmal in der rasant wachsenden Riesenstadt Washington war der Mai der zweitwärmste, er lag deutlich unter dem Schnitt der letzten 90 Jahre (58. Stelle seit 1937).

In den USA gibt es keinen Temperatursprung wie in Europa. Aus diesem Grunde wurde der Mai auch nicht plötzlich wärmer. Bei der ländlichen US-Wetterstation Dale Enterprise im Osten Virginias kühlte der Mai seit 90 Jahren gleichmäßig ab. CO₂ wirkt dort nicht erwärmend. Natürlich auch nicht in der Hauptstadt, die leichte Temperaturzunahme der Hauptstadt ist eine Folge der wachsenden Stadtwärme, sie wird uns aber als gefährliche CO₂-Klimaerwärmung und auch noch übertrieben in der Höhe angedreht.

Betrachten wir nun den Maiverlauf auf der Gesamtfläche Virginias über die letzten 130 Jahre.

Grafik 5: Gleichmäßiger Maiverlauf seit über 130 Jahren in diesem US-Bundesstaat, obwohl viele Wetterstationen sich inzwischen im Stadtumfeld befinden und das Wachstum in Form von zusätzlicher Wärmeinselwärme mitbekommen haben.

In ganz Virginia ist die Temperatur im Mai seit 130 Jahren etwa gleich geblieben. Und 2026 war überhaupt nicht der zweitwärmste.

Nun die Maitemperaturen des riesigen Landes USA, mit Tag/Nachttemperaturen. Bitte beachten, auch hier war 2006 nicht das zweitwärmste Jahr.

Grafik 6: Die Überraschung ist groß, obwohl die Einwohnerzahl der USA sich in diesen 130 Jahren verfünffacht hat, konnte auch der stark wachsende städtische Wärmeinseleffekt bei den US-Wetterstation die Maitemperaturen nicht entscheidend erhöhen. Nur die Mainächte wurden leicht wärmer, eine Folge dieses UHI-Effektes. Die kalten Nächte werden heraus geheizt. Quelle 5,6: https://www.ncei.noaa.gov/

Der Monat Mai in Grönland:

Grafik 7: Auch an der Südostküste Grönlands war der Mai keinesfalls der zweitwärmste seit den Aufzeichnungen, sondern an 48. Stelle seit Aufzeichnungsbeginn. Eine lineare Regression führt zu einer deutlich fallenden Trendlinie, daher eine polynomische Regression.

Abb. 8: An der Westküste von Grönland zeigt der Mai seit fast 90 Jahren keine Erwärmung. Quelle 7,8: GISS

Abb.9: Zentral-Grönland, seit 1940 eine minimale Steigung der Mai-Temperaturtrendgeraden. Bei Temperaturen von fast -20 ° Celsius schmilzt kein Eis. Quelle: ERA 5. Der Mai 2026 lag ziemlich in der Mitte der 87 Mai-Monate, keinesfalls an 2.ter Stelle.

Wir halten fest: Der Mai will weltweit in den von uns betrachteten vielen Regionen nicht wärmer werden.

Der Monat Mai zeigt: Kohlendioxid ist kein globaler Temperaturregler. Die CO₂-Erwärmungslehre mitsamt Klimarettung ist eine Irrlehre, ein Geschäftsmodell, das auf Klimahysterie aufbaut und nur unser Geld will.

Ihr einziger Sinn ist, unter der Bevölkerung eine Klimaangst zu erzeugen, ähnlich der Sündenangst im Mittelalter. Leider ist diese Angstmache bei Kindern und Jugendlichen schon vielfach gelungen. Die angeblichen CO₂ Klimaangst-Beweise anhand Katastrophenmeldungen wie Hochwasser, Taifune sind eine Folge diverser Ursachen, meist ein Behördenversagen, oftmals jedoch nach bekannter Medienart übertrieben. Bei der CO₂-Treibhaustheorie handelt sich um einen wissenschaftlichen Irrtum. Ein gewollter Irrtum. Die meisten angeblichen Treibhaus-Erwärmungen sind Wärmeinselerwärmungen bei den Wetterstationen.

CO₂ als globaler Temperaturregler, hier ist ein Geschäftsmodell auf falschen naturwissenschaftlichen Denk- und Rechengrundlagen der bezahlten Voodoo-Klimawissenschaft aufgebaut worden. Die daraus abgeleitete Klimapanik, siehe Terrororganisation „letzte Generation“ ist politisch gewollt und will unser Geld zur angeblichen Klimarettung. Das Geld soll unser Gewissen beruhigen. Ein Loskauf von der erfundenen CO₂-Schuld. Das CO₂-Geschäftsmodell ist dem Sündenablasshandelsmodell der Kirche im Mittelalter nachempfunden. Panische Gewissensangst erzeugen, von der man sich freikaufen kann. Die CO₂-Steuer macht uns arm, hilft jedoch überhaupt keinem Klima. Nicht das Klima ist bedroht, sondern unsere Demokratie und unsere Freiheit. Dagegen müssen wir uns wehren. Die Erde braucht mehr CO₂ in der Atmosphäre und nicht weniger. CO₂ ist das Schöpfungsgas für dieses Planeten, siehe diesen unseren Artikel.

Klima in der Zukunft. Wie der Wonnemonat Mai sich weiterentwickelt wissen wir nicht. Auch wenn der Hohenpeißenberg seit 250 Jahren keine Maierwärmung zeigt, muss das nicht immer so bleiben. Das Klima ändert sich immer. Wir hoffen, dass der Mai in Mitteleuropa und insbesondere in Deutschland sein angenehmes, seit 1988 geltendes Temperaturniveau noch lange beibehält und die Nächte bei uns nicht weiter kälter werden.

Natur- und Umweltschutz sind wichtig: Wir wissen auch nicht, ob die Landschaftszerstörung durch Bebauung und Trockenlegung und damit die Ausweitung der Wärmeregionen im selben Maße sich fortsetzen wird wie uns der Versiegelungszähler momentan anzeigt. Vor allem darf der Regenwald durch Anbau von irgendwelchen Klimaschutzpflanzen nicht weiter zerstört werden. Ein Umdenken in der Bevölkerung, vor allem bei der Trockenlegung von Naturflächen und der Zerstörung des Regenwaldes deutet sich an. Leider noch nicht bei Bürgermeistern mit mehrheitlich bebauungs- und flächenversiegelnden Gemeinderäten, in Deutschland und überall auf der Welt. Die Naturzerstörung, insbesondere die Regenwaldzerstörung muss aufhören

Matthias Baritz, Naturschützer und Naturwissenschaftler Josef Kowatsch, Naturbeobachter, aktiver Naturschützer und unabhängiger Klimaforscher, weil Rentner.

 




Warum ermutigt die Financial Times Eltern dazu, ihren Kindern Angst vor dem Klimawandel einzujagen?

Tilak Doshi

Am Montag veröffentlichte die Financial Times eine Buchrezension von Pilita Clark – der stellvertretenden Chefredakteurin der Zeitung, die über „Unternehmensleben und Klimawandel“ schreibt –, die mit folgendem Klagelied begann:

UK ist ein G7-Land mit einem renommierten öffentlichen Dienst, der seit fast 20 Jahren weltweit führende Klimaschutzmaßnahmen umsetzt. Wie kann es also sein, dass es so schlecht damit zurechtkommt, mit den Überschwemmungen, Hitzewellen und Bränden umzugehen, die seiner Bevölkerung und Wirtschaft so großen Schaden zufügen?

Lassen wir Lord Jon Moynihans vernichtende Kritik am „berühmten“ britischen öffentlichen Dienst und an der „weltweit führenden Klimapolitik“ des Landes einmal beiseite, die sich als kaum mehr als narzisstische Torheit einer wirtschaftlich ungebildeten herrschenden Klasse entpuppt. Die vier Bücher, die Frau Clark wohlwollend betrachtete, trugen Titel, die von der Angst der Millennials geprägt waren. Nach einer flüchtigen, aber wohlwollenden Durchsicht kam Clark zu dem Schluss, dass „der Zustand des Klimas für alle Eltern heute beunruhigend ist“ und dass „Erwachsene viel von Kindern lernen können, nicht zuletzt ihre moralische Klarheit in Bezug auf ein Klimaproblem, das die entscheidende Herausforderung ihres Lebens sein wird“. Die lachsrosa Zeitung hat offenbar ihren Aufgabenbereich von den Kapitalmärkten und Unternehmensgewinnen auf die moralische Belehrung britischer Eltern ausgeweitet.

Man könnte es dem Leser nachsehen, wenn er dies als Satire versteht. Das ist es jedoch nicht. Es handelt sich vielmehr um ein typisches Beispiel für das, was in der westlichen Mainstream-Presse zur vorherrschenden Form des Klima-Journalismus geworden ist: eine nahtlose Verschmelzung von Interessenvertretung, emotionaler Ansprache und selektivem Empirismus, in der keine Gegenbeweise Einzug halten dürfen und skeptische Stimmen keinen Platz finden. Ähnlich wie die BBC, die schon vor langer Zeit entschieden hatte, dass „Ausgewogenheit“ in Klimafragen eine Form der Verantwortungslosigkeit sei, geht die FT von der feststehenden Prämisse aus, dass die Wissenschaft abgeschlossen ist, die Katastrophe unmittelbar bevorsteht und die einzig ehrenhafte Reaktion Alarmismus ist. Was Pilita Clark von der FT ihren Lesern bietet, ist kein objektiver Journalismus, sondern Liturgie.

Eine Auflistung von falschen Zuordnungen

Betrachten wir kurz, was in Clarks Rezension als Beweismaterial herangezogen wird. Das erste Buch, David Shukmans „The Response: A Story of Fire and Flood in Britain’s New World of Extremes“ [etwa: die Antwort: Eine Geschichte von Feuer und Flut in Großbritanniens neuer Welt der Extreme], präsentiert einen „Katalog des Versagens“, der die Waldbrände im Juli 2022 im Osten Londons umfasst, bei denen bei Rekordhitze von 40 °C fast 20 Häuser zerstört worden waren, sowie einen IT-Ausfall in einem Londoner Krankenhaus und einen älteren Mann, der in einer überfluteten Kellerwohnung fast ertrunken wäre, nachdem die Regenwasserkanäle überlastet gewesen waren. Das zweite Buch, „The Future of the Past“ des Kunsthistorikers Thijs Weststeijn, katalogisiert Schäden am kulturellen Erbe: das überschwemmte Venedig im Jahr 2019, die austrocknenden britischen Torfmoore, die 20.000 archäologische Stätten aus der Steinzeit bis heute bedrohen, sowie die grau werdenden ägyptischen Pyramiden. Diese Ereignisse werden in ihrer Gesamtheit als Symptome eines einzigen, übergreifenden „Klimanotstands“ dargestellt.

Clive Hamiltons „Negotiating the End of the World: Kant, Schmitt, and the Global Climate Struggle“ [etwa: Verhandlungen über das Ende der Welt: Kant, Schmitt und der globale Klimakampf] ist das dritte Buch in Clarks Rezension. In diesem Buch beschreibt Hamilton die Geschichte der Klimaverhandlungen als einen Kampf zwischen den konkurrierenden Visionen des deutschen Philosophen Immanuel Kant und Carl Schmitt, einem Nazi-Anhänger, der eine Welt sah, in der sich Großmächte naturgemäß als Feinde betrachteten. In diesem typisch manichäischen von Klimaideologen bevorzugten Schema ist die von Brüsseler Bürokraten regierte, auf Tugendhaftigkeit bedachte EU das Land Kants, China ist durch und durch schmittianisch, und die USA haben sich in letzter Zeit entschieden dem Lager Schmitts zugewandt.

Ben Rawlences „Think Like a Forest: Letters to My Children from a Changing Planet“ [etwa: Denke wie ein Wald: Briefe an meine Kinder von einem sich wandelnden Planeten] vervollständigt das rezensierte Quartett. Darin fragt der Autor und Vater von zwei Töchtern, in Bezug auf das, was er als den grundlegenden Widerspruch der Elternschaft in der modernen Welt bezeichnet: „Wie gehen wir damit um, dass wir Kinder in einem System großziehen, das uns alle umbringt?“ Man braucht nicht viele weitere Details, um den Tenor dieses Buches zu erfassen.

Doch schon ein kurzer Blick in die verfügbare wissenschaftliche Literatur sollte jeden verantwortungsbewussten Journalisten stutzig machen. Nehmen wir die Behauptung, dass britische Moore aufgrund des Klimawandels „so schnell austrocknen“. Die offiziellen Gutachten des Joint Nature Conservation Committee, von Natural England und DEFRA zeichnen ein ganz anderes Bild: Zwischen 80 und 87 % der britischen Moore sind in erster Linie durch jahrhundertelange direkte Landbewirtschaftung geschädigt – Entwässerungsgräben, Umwandlung in Ackerland, Torfabbau und Überweidung. Hier bleibt wenig Raum für die Klimawandel-Erzählung.

Ebenso ist die Vergrauung der antiken Monumente Ägyptens ein dokumentiertes Phänomen, doch Feldstudien und ägyptische Denkmalschutzbehörden weisen überwiegend auf die Luftverschmutzung in Kairo, steigendes Grundwasser aufgrund der städtischen Ausdehnung und die veränderte Hydrologie unterhalb des Assuan-Staudamms sowie die Salzmigration aus dem darunterliegenden Kalkstein hin – Faktoren, die überhaupt nichts mit dem globalen Kohlendioxidgehalt in der Atmosphäre zu tun haben.

Was die Behauptung angeht, Großbritannien werde derzeit von beispiellosen Wetterextremen heimgesucht, so zeigen die langfristigen, homogenisierten Datenreihen des britischen Wetterdienstes (UK Met Office) bei den meisten Wetterextremkennzahlen keinen statistisch signifikanten Anstieg, der über die natürliche Schwankungsbreite hinausgeht. Feuchtere Winter, periodische Hitzewellen und Hochwasserereignisse finden alle ihre Vorläufer im 19. und frühen 20. Jahrhundert.

Was Clark und die von ihr gelobten Autoren betreiben, ist die rhetorische Technik der Aggregation: Sie sammeln eine Vielzahl unterschiedlicher, lokal erklärbarer Ereignisse, entziehen ihnen ihre spezifischen Ursachen und fassen sie unter dem Begriff „Klimawandel“ zusammen. Es ist eine Technik, die faul, intellektuell unehrlich und empirisch unhaltbar ist. Aber sie ist als Propaganda enorm wirksam, was vermutlich der Grund dafür ist, dass sie so unerbittlich praktiziert wird.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Die institutionelle Ökologie des Alarmismus‘

Es lohnt sich zu fragen, wie die Medien an diesen Punkt gelangt sind. Die kurze Antwort lautet: Der Klimapanikmache hat sich institutionell selbst verstärkt. Preisverleihungskomitees, redaktionelle Hierarchien, Fördergremien und Konferenzkreise bevorzugen alle die gleiche Weltanschauung. Pilita Clark wurde bei den British Press Awards 2019 zur Umweltjournalistin des Jahres gekürt – zum dritten Mal in Folge.

Ihre Kollegen bei der FT und ihre Amtskollegen bei der BBC, dem Guardian und der New York Times bewegen sich in einem beruflichen Ökosystem, in dem die Währung des Aufstiegs die fesselnde Untergangsgeschichte ist. Wie Rob Bradley von MasterResource.org kürzlich feststellte, sind es ausnahmslos die neo-malthusianischen Journalisten, welche die Preise abräumen, während diejenigen, die Klimabehauptungen einer strengen empirischen Prüfung unterziehen, weiterhin an den Rand gedrängt werden.

Die Parallele zum verstorbenen Paul Ehrlich ist aufschlussreich. Ehrlichs 1968 erschienenes Werk „The Population Bomb“ sagte innerhalb weniger Jahrzehnte Massenhungersnöte und den Zusammenbruch der Gesellschaft voraus. Er lag mit praktisch jeder empirischen Behauptung falsch. Dennoch sammelte er für den Rest seiner langen Karriere Auszeichnungen, Stipendien und Lob in den Medien. Sein intellektueller Gegenspieler, der Ökonom Julian Simon, der 1980 mit Ehrlich wettete, dass ein Warenkorb mit natürlichen Ressourcen ein Jahrzehnt später billiger sein würde (und diese Wette eindeutig gewann), starb, ohne auch nur einen Bruchteil der institutionellen Anerkennung zu erhalten, die dem Mann zuteilwurde, den er widerlegt hatte.

Das Ökosystem des Klimajournalismus‘ reflektiert diese Dynamik mit beeindruckender Genauigkeit: Die Katastrophisten werden belohnt, die Empiriker ignoriert – und dieser Kreislauf setzt sich fort.

Die Stimmen, die auf der Seite fehlen

Es ist zweifelhaft, ob sich Clark ernsthaft mit der umfangreichen Sammlung fundierter Gegenargumente zum vorherrschenden Konsens auseinandergesetzt hat. Steve Koonin, der am MIT ausgebildete theoretische Physiker und ehemalige Staatssekretär für Wissenschaft im Energieministerium der Obama-Regierung, argumentierte in seinem 2021 erschienenen Buch Unsettled“, dass das, was Medien und Politiker über die Klimawissenschaft sagen, „so weit von der tatsächlichen Wissenschaft abgeglitten ist, dass es absurd und nachweislich falsch ist“ – eine Formulierung, die nicht von einem skeptischen Blogger stammt, sondern von Holman Jenkins im Wall Street Journal. Koonins zentraler Vorwurf lautet nicht, dass es keine Erwärmung gibt, sondern dass die Kluft zwischen der zugrunde liegenden wissenschaftlichen Literatur und ihrer Darstellung in den Medien enorm ist und systematisch in eine Richtung verzerrt wird.

Koonin ist nicht der einzige seriöse Wissenschaftler, der die der Öffentlichkeit vermittelte Konsensmeinung in Frage stellt. William Happer, emeritierter Professor für Physik an der Princeton University, Richard Lindzen, pensionierter Professor für Meteorologie am MIT und einer der weltweit führenden Atmosphärenphysiker, Roger Pielke Jr., ehemaliger Direktor des Zentrums für Wissenschafts- und Technologiepolitikforschung an der University of Colorado Boulder, sowie Judith Curry, ehemalige Vorsitzende der Fakultät für Erd- und Atmosphärenwissenschaften am Georgia Institute of Technology – all dies sind renommierte Wissenschaftler, die theoretische und empirische Einwände gegen Aspekte der offiziellen Darstellung erhoben haben.

Keiner von ihnen würde von einem ernsthaften Menschen als „Klimaleugner“ bezeichnet werden. Sie alle werden praktisch aus den Seiten der FT, der BBC und dem weiteren Umfeld des institutionellen Klimajournalismus ausgeschlossen. Die Behauptung, die FT würde lediglich „der Wissenschaft folgen“, ist vor diesem Hintergrund offensichtlich falsch. Sie folgt vielmehr einer bestimmten, sorgfältig zusammengestellten Auswahl wissenschaftlicher Erkenntnisse, die durch die Brille der Interessenvertretung gefiltert wird.

Die Kinder zahlen den Preis

Das bringt uns zum beunruhigendsten Aspekt von Clarks Artikel: ihre Darstellung von Kindern und die unnötigen Ratschläge an deren Eltern. Ben Rawlences Klagen darüber, wie man die Kindererziehung „in einem System, das uns alle umbringt“ bewältigen soll, werden in einer etablierten Finanzzeitung zustimmend als ernstzunehmender Beitrag zur öffentlichen Debatte präsentiert. Tatsächlich handelt es sich dabei um eine Anleitung zur Übertragung psychischer Belastungen auf Minderjährige.

Die Folgen dieser anhaltenden, institutionell unterstützten Kampagne der Klimangst bei jungen Menschen sind mittlerweile gut dokumentiert. Anika Sweetland, die öffentlich über ihre Erfahrungen mit Klimaindoktrination während ihrer Schulzeit gesprochen hat, beschreibt eine Welt, in der „gesicherte Wissenschaft“ als eine Art moralischer Katechismus präsentiert wurde, der keiner Überprüfung, keiner Debatte und keiner Relativierung bedurfte.

Eine ganze Generation war dem ausgesetzt, was man zu Recht als „künstlich erzeugte Hilflosigkeit“ bezeichnen könnte: der Überzeugung, dass die Zukunft verbaut ist, dass die Erwachsenenwelt sie im Stich gelassen hat und dass sich ihr Leben vor dem Hintergrund eines sich ständig verschlimmernden Umweltkollaps‘ abspielen wird. Die wissenschaftliche Literatur zur Ökoangst bei Jugendlichen wächst. Das journalistische und institutionelle Ökosystem, das diese Angst hervorgebracht hat – zu dem auch Clark und die FT gehören –, trägt dafür eine gewisse Verantwortung.

Nicht der Klimawandel ist die Hauptbedrohung für die psychische Gesundheit und die geistige Entwicklung junger Menschen in Großbritannien und im Westen. Es ist das unerbittliche, einseitige und empirisch unehrliche Aufbauschen von Worst-Case-Szenarien durch Institutionen – Zeitungen, Rundfunkanstalten, Schulen, Regierungsbehörden –, die es besser wissen müssten, was einst auch der Fall war.

Für eine ehrliche Berichterstattung

Die Financial Times wurde 1888 gegründet und hat sich ihren Ruf durch strenge Finanz- und Wirtschaftsanalysen erarbeitet. Ihr derzeitiger „woke“-Status wird dieser Tradition nicht gerecht, wenn auf ihren Seiten Buchrezensionen erscheinen, die falsch zugeordnete Wetterereignisse zusammenfassen, die primäre wissenschaftliche Literatur zu Kausalzusammenhängen ignorieren, anerkannte Wissenschaftler mit abweichenden Meinungen ausschließen und Eltern dazu ermutigen, zugunsten der „moralischen Klarheit“ ihrer Kinder eine Haltung existenzieller Verzweiflung einzunehmen. Die FT sollte das tun, was sie früher getan hat: analytische Strenge walten lassen, Beweise ehrlich präsentieren und ihren Lesern zutrauen, ihre eigenen Schlussfolgerungen zu ziehen.

Das gesamte Medien-Ökosystem steht vor einer Entscheidung. Es kann weiterhin das produzieren, was Kevin Mooney in seinem kürzlich erschienenen Buch „Climate Porn“ als erfundene Schreckensszenarien bezeichnet, die in wissenschaftliche Sprache gekleidet sind. Oder es kann zu den Grundprinzipien des empirischen Journalismus zurückkehren: den Beweisen mit der gebotenen Sorgfalt folgen, wo immer sie hinführen, Unsicherheiten ehrlich darstellen, qualifizierten Gegenmeinungen Raum geben und den institutionellen Anreizen widerstehen, die Panikmache gegenüber Genauigkeit belohnen („if it bleeds, it leads“).

Die Eltern der Kinder, an die Clark und ihre bevorzugten Autoren ihre besorgten Ratschläge richten, verdienen nichts weniger als diese Ehrlichkeit. Eltern und ihre Kinder sind scharfsinnig genug, um mit der Zeit zu erkennen, wenn sie in die Irre geführt wurden. Die Institutionen, die sie in die Irre geführt haben, werden feststellen, dass einmal verlorenes Vertrauen nicht leicht wiederhergestellt werden kann.

A version of this article was first published by the Daily Sceptic https://dailysceptic.org/2026/06/12/why-is-the-financial-times-encouraging-parents-to-make-their-children-anxious-about-climate-change/

Dr Tilak K. Doshi is the Daily Sceptic‘s Energy Editor. He is an economist, a member of the CO₂ Coalition and a former (cancelled) contributor to Forbes. Follow him on Substack and X.

Link: https://wattsupwiththat.com/2026/06/13/why-is-the-financial-times-encouraging-parents-to-make-their-children-anxious-about-climate-change/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Dazu gibt es dieses Video:

Schwarzbuch ZDF: teure Desinformation auf Kosten der Bürger – TE Wecker am 14 06 2026

Tichys Einblick

 




Gletscher sind schon früher gewachsen und geschrumpft

Kelvin Kemm

Ständig hören wir Panikmache über schmelzende Gletscher, begleitet von hysterischen Stimmen, die behaupten, der Rückgang der Gletscher sei ein eindeutiges Zeichen für die vom Menschen verursachte globale Erwärmung.

Ein Großteil dieser Hysterie wird von Umweltaktivisten und Politikern angeheizt, die gerade genug wissen, um gefährlich zu sein, aber nicht genug, um vernünftig zu sein.

Wissenschaftlich gesehen kann man auf der Grundlage eines Prinzips keine Schlussfolgerung ziehen. Man muss sich die tatsächlichen wissenschaftlichen Erkenntnisse ansehen und korrekte Messungen durchführen.

Dies ist ein komplexes Thema, aber lassen Sie uns einen kurzen Blick darauf werfen. Wie sieht es mit der Erwärmung der Atmosphäre aus? Nun, zunächst einmal brauchen wir etwas Physik. Damit sich ein Gramm kaltes Gletschereis um 1 °C erwärmt, sagen wir von -4 °C auf -3 °C, sind etwa zwei Joule Wärme erforderlich. Diese Wärmemenge wird für jedes Grad Celsius benötigt, um das sich das Eis erwärmt. Im Inneren eines Gletschers kann es bis zu -50 °C kalt sein, aber betrachten wir nur den oberen Teil und nehmen wir großzügig an, es seien -10 °C. Mit anderen Worten: Um die Temperatur eines Gramms Eis von -10 °C auf 0 °C zu erhöhen, benötigen wir etwa 20 Joule. So weit, so gut. Woher käme diese Wärme also? Nun, die Befürworter der globalen Erwärmung sagen: „Aus der Atmosphäre.“ Also entnehmen wir der Atmosphäre 20 Joule. Das ist plausibel.

Aber nun noch ein bisschen mehr Physik. Wenn man Eis zu Wasser schmilzt, ist eine enorme Wärmemenge erforderlich, um die gefrorenen Moleküle voneinander zu trennen. Tatsächlich sind dafür etwas mehr als 300 Joule pro Gramm nötig. Man bedenke, dass es 20 Joule kostet, die Temperatur von einem Gramm Eis um 10 °C zu erhöhen, aber 300 Joule, um dieses eine Gramm Eis in Wasser zu verwandeln. Woher kommen also diese 300 Joule Wärme? „Nun, aus der Atmosphäre“, sagen die Klimaalarmisten. Wenn der Atmosphäre so viel Wärme entzogen wird, warum kühlt sich dann die Luft über einem Gletscher nicht ab? Schließlich sorgen sich die Klimaalarmisten schon um eine Erwärmung der Atmosphäre um nur 1 oder 2 °C.

Wenn also ein ganzer Gletscher schneller schmilzt als zuvor, woher um alles in der Welt kommt dann all diese Schmelzwärme? Denken Sie daran: Millionen von Gramm Eis benötigen jeweils 300 Joule, nur um zu schmelzen. Das ist eine gewaltige Energiemenge.

Wie wäre es mit einem alternativen Prozess? Es gibt noch eine andere Möglichkeit. Und zwar: direktes Sonnenlicht, das auf die Gletscheroberfläche fällt. Es ist bekannt, dass Sonnenlicht die obersten paar Millimeter des Eises erwärmt, die recht leicht schmelzen. Eine naheliegende Frage lautet also: Wohin fließt dieses Wasser? Die einfache Antwort lautet: Es sickert durch die Spalten im Gletscher nach unten. Das Wasser bahnt sich seinen Weg bis zum Grund, wo das Eis auf dem Felsgestein aufliegt. Dort wirkt es wie ein Schmiermittel und verringert die Reibung zwischen Eis und Gestein. So kann das Eis schneller gleiten.

Dadurch wird der gesamte Gletscher beweglicher, und am Ende des Gletschers können größere Brocken abbrechen.

Die auf die Oberfläche des Gletschers fallende Menge an Sonnenlicht hat nichts mit der Temperatur der Atmosphäre zu tun. Vielmehr hängt sie von der Bewölkung ab, die wiederum mit der Menge an kosmischer Strahlung zusammenhängt, die aus dem Weltraum eintrifft. Diese wiederum steht in Zusammenhang mit der magnetischen Aktivität der Sonne, da die Sonne die schützende Magnetbarriere um die Erde beeinflusst.

Wo diese magnetische Barriere „undicht“ ist, sieht man an den Nord- und Südpolen die spektakulären Polarlichter, die sich als Vorhänge aus wogenden Lichttüchern am Nachthimmel bilden.

Wir haben also eindeutig eine vollkommen plausible Erklärung für den Rückgang der Gletscher, der nichts mit der Erwärmung der Atmosphäre zu tun hat.

Aber es gibt noch mehr! Der Rückgang einiger Gletscher und das Abschmelzen der Eisschilde haben einen enormen archäologischen Gewinn mit sich gebracht.

Durch das schmelzende Eis sind Tausende von antiken Artefakten freigelegt worden, die für Historiker und Archäologen eine wahre Fundgrube darstellen. So wurden beispielsweise in den Rocky Mountains und im kanadischen Yukon 10.000 Jahre alte Speerwerferpfeile (Atlatl) gefunden.

In einem norwegischen Gebirgspass wurden intakte Pfeile entdeckt, die auf ein Alter von 3.000 bis 4.000 Jahren datiert werden. Sie haben Quarzit-Pfeilspitzen, die mit Tiersehnen und Birkenrindenleim befestigt sind. In Norwegen wurde zudem ein 1.700 Jahre alter Schuh im römischen Stil gefunden. Im Schnidejoch in den Schweizer Alpen wurden Lederhosen, Schuhe und Pfeile aus Birkenrinde gefunden, die auf die Zeit zwischen 3.000 und 4.000 v. Chr. zurückgehen.

Die Liste ließe sich fortsetzen, doch sie zeigt, dass es dort in der Vergangenheit – etwa vor 1.700, 3.000 und 10.000 Jahren – keine dicke Eisdecke gab. Dies deutet darauf hin, dass Eisdecken und Gletscher in der Vergangenheit regelmäßig entstanden und wieder verschwunden sind. Diese Veränderungen in der Vergangenheit hatten sicherlich nichts mit industriell erzeugtem Kohlendioxid zu tun.

Sie lassen sich jedoch mit der magnetischen Aktivität der Sonne in Verbindung bringen.

Link: https://www.cfact.org/2026/06/06/glaciers-have-advanced-and-retreated-before/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Das Argument mit dem Regen ist unhaltbar – Beispiel Deutschland

Cap Allon

Wärmere Luft kann mehr Wasser aufnehmen, daher muss der Niederschlag zunehmen. So lautet die Behauptung. Die physikalische Grundlage dafür ist die Clausius-Clapeyron-Gleichung, wonach die Wasserdampfkapazität pro Grad Erwärmung um etwa 7 % steigt. Dieser Teil ist korrekt. Der Missbrauch kommt danach.

Die Wasserdampfkapazität wird als Beweis dafür herangezogen, dass extreme Niederschlagsmengen proportional zur globalen Temperatur steigen müssen.

Deutschland ist ein nützliches Testfeld.

Der tägliche Niederschlagsdatensatz HYRAS-DE des DWD ermöglicht es, die höchsten nationalen Tagesniederschlagsmengen über den gesamten Datensatz hinweg seit 1930/31 zu verfolgen. Der jährliche Niederschlag ist leicht gestiegen, aber die extremen Tagesmengen in Deutschland zeigen keinen Aufwärtstrend. Das Jahr mit den höchsten Werten bleibt 1946. An zweiter Stelle steht 2002. Die letzten Jahrzehnte dominieren nicht.

Das Problem geht jedoch über Deutschland hinaus.

Die Daten aus den USA bringen ein weiteres Problem mit sich: eine Änderung der Messverfahren.

Anfang der 1990er Jahre modernisierte der NWS der NOAA die Beobachtungen und ersetzte viele manuelle Messverfahren durch automatisierte ASOS-Systeme und Kippwaagen. Etwa zur gleichen Zeit zeigen die Werte für extreme 1-Tages-Niederschläge in den USA einen deutlichen Sprung. Vor der Modernisierung ist der Trend im Wesentlichen flach. Nach der Modernisierung verschiebt sich die Reihe nach oben und bleibt dann unruhig.

Das ist kein „Klimawandel“. Es handelt sich um eine Veränderung der Instrumente, Methoden und Korrekturen. Und ähnliche sprunghafte Veränderungen zeigen sich in Temperatur- und Eisdaten, auch in der Arktis nach 2007.

Die These vom starken Regen weist gravierende Mängel auf. Der erste ist das Fehlen eines eindeutigen globalen Anstiegs in den Beobachtungsdaten. Eine PNAS-Studie aus dem Jahr 2024 ergab, dass der Wasserdampf in Bodennähe in vielen ariden und semiariden Regionen der Erde in den letzten vier Jahrzehnten nicht zugenommen hat und an manchen Orten sogar zurückgegangen ist. Dies steht in klarem Widerspruch zu dem von den CMIP6-Klimamodellen angenommenen Feuchtigkeitsanstieg nach dem Clausius-Clapeyron-Gesetz. Trockengebiete bedecken weite Teile der Erde. Die Atmosphäre kann keine Feuchtigkeit abgeben, die sie nicht hat.

Link: https://electroverse.substack.com/p/europes-june-cold-goes-unreported?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Kältereport Nr. 24 /2026

Vorbemerkung: Natürlich spielt die Kältewelle in Europa noch einmal eine Rolle, wobei Cap Allon betont, wie wenig davon in den MSM zu lesen war. Für die nächste Woche, genauer ab Mittwoch wird nun eine ausgeprägte Hitzewelle in ganz Europa simuliert – es dürfte interessant werden, wie die MSM damit umgehen.

Aber auch der beginnende Winter auf der Südhemisphäre wartet mit Kälte-Extremen auf, vermutlich ausgelöst durch die extreme Kälte in der Antarktis.

Meldungen vom 8. Juni 2026:

Alaska: Anhaltende extreme Kälte

Das Frühjahr 2026 verlief in ganz Alaska kälter als normal, insbesondere in den südlichen Teilen.

Daten des NWS zeigen unterdurchschnittliche Temperaturen von Anchorage bis Kodiak, Bethel, King Salmon, Cold Bay und Saint Paul.

In Anchorage lag die Durchschnittstemperatur von März bis Mai bei -0,3°C, 3,1 K unter dem Normalwert, und es war der viertkälteste Frühling seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1952. In Kodiak lag die Temperatur 2,6 K unter dem Normalwert, in Bethel waren es 3,4 K weniger. King Salmon stach mit einer Durchschnittstemperatur von -3,9°C hervor, ganze 5,6 K unter dem Normalwert.

Leider bringen es die US-Amerikaner nicht fertig, sich von ihren rückständigen Einheiten zu lösen. Die Werte der Abweichungen muss man etwa halbieren, um die Angaben in °C bzw. K zu erhalten. Falls ein Kommentator eine Möglichkeit kennt, diese Einheiten in der Graphik umzuwandeln bitte ich um Nachricht. Die Angaben im Text sind von mir bereits umgerechnet. A. d. Übers.

Auch der Mai war in der gesamten Region insgesamt kälter als normal.

In Anchorage lag die Durchschnittstemperatur im Mai bei 7,4°C und damit 1,5 K unter dem Normalwert, in Kodiak bei 6,0°C und damit 1,7 K darunter.

Anchorage verzeichnete zudem den spätesten Frost seit Beginn der Aufzeichnungen: Am 24. Mai wurden 0°C gemessen.

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China: Juni-Kälte bricht Monats-Rekorde

Die Kältewelle Anfang Juni in China hat nun zu neuen Monatsrekorden geführt.

Am 7. Juni stellten insgesamt 12 nationale Wetterstationen neue Tiefsttemperaturrekorde für den Monat Juni auf oder erreichten die bisherigen Rekordmarken.

Die Rekorde verteilten sich auf Peking, Hebei, Shandong, Ningxia und Hubei. Neun davon wurden eindeutig gebrochen, drei wurden eingestellt.

In Peking sank die Temperatur in Zhaitang auf 7,1 °C, in Xiayunling und Daxing jeweils auf 8,3 °C und in Huairou auf 9,2 °C. In Hebei erreichte Fuping 9,5 °C, Qinghe 9,8 °C und Anping 9,9 °C – allesamt neue Rekordtiefstwerte für den Monat Juni.

Baoding erreichte mit 9,7 °C seinen Juni-Rekordwert, Shenzhou mit 10,7 °C und Danjiangkou in Hubei mit 14,4 °C.

China Weather erklärte, dass ein Kaltluftwirbel und wiederholte Regenfälle Nordchina über das Wochenende hinweg ungewöhnlich kühl hielten.

Der gleiche Kaltlufteinbruch brachte auch Schnee auf die Gipfel Pekings.

Am 6. Juni fiel Schnee auf den Berg Xiaohaituo im Pekinger Yanqing-Olympiapark, wobei die Thermometer Werte unter dem Gefrierpunkt anzeigten.

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Australien: Skisaison in den australischen Alpen beginnt weiß

Australia’s ski season opened with fresh snow across the Alps.

By the June 6 opening weekend, resorts in Victoria and New South Wales were reporting as much as 44 cm (17 in) of snow.

Die Skisaison in Australien begann mit Neuschnee in den dortigen Alpen.

Am Eröffnungswochenende am 6. Juni meldeten Skigebiete in Victoria und New South Wales bis zu 44 cm Neuschnee.

An der Thredbo Top Station lagen die Temperaturen im Juni bislang die meiste Zeit des Juni unter dem Gefrierpunkt. Ähnlich war es in Falls Creek und am Mount Hotham.

Unterstützt durch diese niedrigen Temperaturen ergab sich ein solider erster Schneefall, der den bekannten Prognosen des Bureau of Meteorology widersprach, wonach es „wärmer und trockener“ werden sollte. Dessen Saisonprognose sah – wie immer – für den Großteil des Landes „überdurchschnittliche Temperaturen“ und „unterdurchschnittliche Niederschlagsmengen“ vor.

Für Australiens Skigebiete in den Alpen hat der Winter mit weißem Boden, funktionierenden Liften und reichlich frühem Schnee begonnen.

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Meldungen vom 9. Juni 2026:

China: Anhaltende Rekord-Kälte

Am 8. Juni wurden in China weitere 16 Kälterekorde für den Monat Juni verzeichnet, darunter sieben Tiefstwerte für die Tiefsttemperatur und neun für die Höchsttemperatur.

In Lingwu in Ningxia sank die Temperatur auf 4,3 °C und unterbot damit den bisherigen Juni-Tiefstwert von 4,4 °C aus dem Jahr 1955. In Sichuan fiel die Temperatur in Xuyong auf 14,5 °C, in Changning auf 14,8 °C, Jiang’an auf 14,9 °C, der Bezirk Dongxing auf 15 °C und Xuzhou auf 15,6 °C, womit alle ihre bisherigen Juni-Tiefstwerte aus dem Jahr 1955 unterboten.

Die Abweichungen bei den Tageshöchsttemperaturen waren noch deutlicher.

Neun Messstationen brachen oder egalisierten die Rekorde für die niedrigsten Höchsttemperaturen im Juni, darunter Taoyuan in Hunan, wo nur 17,2 °C gemessen wurden und damit der alte Rekord von 18,6 °C aus dem Jahr 1971 gebrochen wurde. Auch in Dazu in Chongqing blieb die Temperatur bei 17,2 °C und unterbot damit den Wert von 18,4 °C aus dem Jahr 1983.

Anhua in Hunan erreichte nur 18,2 °C, Changde 18,4 °C, Changning 18,6 °C, Jiang’an 18,6 °C und Yanjin in Yunnan 18,8 °C, womit alle die bisherigen Juni-Tiefstwerte brachen (wiederum in zuverlässigen Aufzeichnungen, die bis ins Jahr 1955 zurückreichen).

Es handelte sich nicht um eine einzelne kalte Bergstation. Es war eine sich nach Süden bewegende kontinentale Kaltfront, die stark genug war, um monatliche Tiefsttemperaturrekorde von Ningxia im Norden bis nach Yunnan, Hunan und Hubei weiter südlich zu brechen.

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Südamerika: Kälte in Brasilien und Chile

Diese Woche ist in Teilen Südamerikas ungewöhnlich kalte Luft bestimmend.

In Brasilien wurden am 7. Juni in mehreren wichtigen Regionen die bislang niedrigsten Temperaturen des Jahres 2026 gemessen. In Brasília sank die Temperatur laut INMET auf 8,8 °C. Rio de Janeiro verzeichnete den zweiten Tag in Folge den niedrigsten Wert des Jahres. In Vila Militar fiel die Temperatur auf 12,4 °C.

Die Kälte breitete sich vor allem im Südosten und im mittleren Westen aus, wobei in São Paulo, Rio de Janeiro, Minas Gerais, Goiás, Mato Grosso do Sul und im Bundesdistrikt Temperaturen unter 10 °C gemessen worden sind.

Der Süden von Minas Gerais war die kälteste Region Brasiliens. In Delfim Moreira sank die Temperatur auf -3 °C, in Maria da Fé/Sítio da Lage wurden 0,1 °C gemessen und in Monte Verde fiel die Temperatur auf 0,4 °C.

Chile folgte am 8. Juni.

Der offizielle Tagesbericht von MeteoChile verzeichnete 0,7 °C in Pudahuel, Santiago, und 2,8 °C in Quinta Normal. In El Loa, Calama, sank die Temperatur auf 2 °C, während es in El Tepual, Puerto Montt, nur 0,5 °C erreichte.

Weiter südlich wurden in Coyhaique -2,2 °C gemessen, und in Balmaceda sank die Temperatur auf -6,5 °C.

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Eine Meldung vom 10. Juni 2026:

Europa: Juni-Kälte wird weitgehend ignoriert

Großbritannien hat einen Umschwung von Rekordhitze im Mai zu Junikälte erlebt.

Ende Mai galt die Situation noch als nationaler Notfall. Nun ist die Kälte zurückgekehrt, und der Trubel ist verflogen.

Am 9. Juni verzeichnete Braemar laut den täglichen Extremwertangaben des Met Office nur noch 1,6 °C – nicht weit entfernt vom nationalen Tiefstwert für diesen Tag. In Aberdeenshire berichteten Einheimische von winterlichen Szenen in Oldmeldrum, wo es sogar zu seltenem Sommerschnee kam.

Die Kälte beschränkte sich nicht nur auf Großbritannien. Ein Großteil Europas erlebte diese Woche Kälte.

In León/Virgen del Camino im Norden Spaniens sank die Temperatur am 10. Juni auf nur 1 °C und stellte damit einen neuen Tages-Tiefstwert auf (Aufzeichnungen seit 1938).

Andere Messstationen in Spanien und Nordafrika kamen ebenfalls nahe heran.

In La Coruña sank die Temperatur auf 8 °C und lag damit knapp über dem Tagesrekord. Während Essaouira, weiter südlich in Marokko, auf 16 °C fiel – weniger als 1 °C über dem bisherigen Rekordwert –, verzeichnete Rabat-Salé 12 °C, nur 1,3 °C unter dem Referenzwert.

Dies ist der gleiche Kontinent, der zwei Wochen zuvor mit Schlagzeilen über Hitzewellen aufwartete. Die Hitze im Mai war ein „Klimakollaps“. Die Kälte im Juni wird ignoriert.

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Eine Meldung vom 11. Juni 2026:

Alaska: Anhaltende Kälte

Der kalte Frühling in Alaska hält nun schon bis in den Juni hinein an.

In dieser Woche sank die Temperatur in Kotzebue auf -2,8 °C und in McGrath auf 1,1 °C – beides Tagesrekorde in Aufzeichnungen, die bis in die frühen 1940er Jahre zurückreichen.

Der Frühling 2026 verlief in ganz Alaska kälter als normal, darunter auch in Anchorage, auf Kodiak Island, den Aleuten und den Pribiloff-Inseln. In Anchorage lag die Durchschnittstemperatur von März bis Mai bei -0,3 °C, 3,1 K unter dem Normalwert, was diesen Frühling zum viertkältesten seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1952 machte. King Salmon stach besonders hervor mit einer Durchschnittstemperatur von -3,9 °C im Frühjahr – 5,6 K unter dem Normalwert.

Der gerade zu Ende gegangene Mai war sehr kühl, wobei Anchorage am 24. Mai mit 0 °C den spätesten Frost seit Beginn der Aufzeichnungen verzeichnete.

Und auch Mitte Juni bleibt es kühl.

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Meldungen vom 12. Juni 2026:

Europa: Rückkehr des Schnees in den Alpen

Die hochalpinen Pässe sind wieder in den Winter zurückgefallen.

Am 11. Juni lag auf dem Passo Gardena in den italienischen Dolomiten in rund 2.000 m Höhe eine frische weiße Schneeschicht. Lokale Vorhersagen sagten für den Pass Temperaturen bis -2 °C voraus; auf 3.000 m Höhe lagen die Temperaturen bei etwa -4 °C.

Am Stilfser Joch wurden insgesamt 23 cm Schnee gemeldet, am Stilfser Gletscher lagen die Temperaturen bei -8 °C.

In der Schweiz zeigte sich das gleiche Bild.

Die Höchsttemperaturen im Schweizer Flachland lagen bei 16 °C, in den zentralen und östlichen Alpen fielen bis unter 2.000 m einige Zentimeter Schnee.

Auch in den österreichischen Hochalpen lagen die Temperaturen unter dem Gefrierpunkt.

Am Brunnenkogel sank die Temperatur auf -6,8 °C, am Valluga auf -4 °C und am Pitztaler Gletscher auf -2,6 °C. Die Vorhersagen deuteten zudem auf stärkere Schneefälle in den Hohen Tauern hin, mit Temperaturen um -4 °C auf 3.000 m.

Frankreich wurde ebenfalls von der Kaltluft erfasst.

Meteo-France meldete ungewöhnlich kalte Luft über weiten Teilen des Landes, wobei im 500-hPa-Niveau (rund 5.000 m) -25 °C gemessen wurden. Weiter unten wurde die Region Hauts-de-France als herbstlich beschrieben, mit Höchsttemperaturen, die sich mühsam auf 15 °C hielten.

Die Hitze wird nächste Woche zurückkehren. So funktioniert das Wetter. Aber dieses bitterkalte erste Drittel des Juni (in weiten Teilen Europas) wird nicht erwähnt.

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Nordwest-USA: Juni-Frost in Oregon

Im Landesinneren des Nordwestens der USA herrscht Sommer-Kälte.

Am 11. Juni sank die Temperatur in Baker City auf -3,9 °C und unterbot damit die bisherige Tages-Tiefsttemperatur von -0,6 °C aus den Aufzeichnungen seit 1928.

In Burns sank die Temperatur auf -2,8 °C und unterbot damit den bisherigen Rekordwert für den 11. Juni von -1,1 °C aus dem Jahr 1938.

Die Kältewelle griff auch auf Idaho über, wo in Pocatello 0 °C gemessen wurden und damit der bisherige Tiefstwert aus dem Jahr 1939 gebrochen wurde.

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Antarktis: Abkühlung unter –77°C

In Concordia wurden am 11. Juni -76,5 °C gemessen. In Wostok wurden am 12. Juni -77,3 °C gemessen.

Diese Werte sind für Mitte Juni besonders extrem.

Sowohl am Dome C als auch am Vostok-Station liegen die Durchschnittstemperaturen im Juni bei etwa -64 °C, womit die jüngsten Tiefstwerte rund 12 °C unter dem Normalwert liegen. Und diese Werte waren im Juni 2026 keine Seltenheit; sollte sich dieser Trend fortsetzen, dürfte der Monat als historisch kalt in die Geschichte eingehen.

Das antarktische Plateau befindet sich derzeit in der Polarnacht, in der klarer Himmel, ruhige Luft und starke Oberflächeninversionen die Temperaturen rapide sinken lassen können. Juni, Juli und August bilden den Kern des Winters auf dem Kontinent.

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Wird fortgesetzt mit Kältereport Nr. 25 / 2026

Redaktionsschluss für diesen Report: 12. Juni 2026

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE