Kurzbeiträge zu neuen Forschungsergebnissen – Ausgabe 3 / 2025

Einführung des Übersetzers: Hier folgen wieder zwei Kurzbeiträge, die für sich sprechen. Im ersten Fall geht es um Schneebedeckung, im zweiten um das Vorrücken eines Gletschers der Südhemisphäre.

10. Januar 2025:

Hier folgt ein Beispiel, wie man das gleiche messen, aber ganz unterschiedlich auswerten kann, und zwar hinsichtlich der Schneebedeckung:

Schneedecken-Beobachtung auf der Nordhemisphäre

In letzter Zeit sind Diskrepanzen bei den Schneemessungen in der nördlichen Hemisphäre aufgefallen. Verschiedene Messsysteme zeichnen ein leicht gegensätzliches Bild, aber diese Abweichungen sind wahrscheinlich auf die Art und Weise zurückzuführen, wie die Daten gemessen werden.

Das Finnische Meteorologische Institut (FMI) beispielsweise erfasst die Gesamtschneemasse – ein Maß für das Volumen und Gewicht des Schnees, ausgedrückt in Gigatonnen.

Das Diagramm zeigt, dass die Masse im Vergleich zu den letzten Jahren geringer ausfällt. Allerdings liegt der jüngste Datenpunkt wieder innerhalb von 1SD des Durchschnitts von 1982-2012:

Im Gegensatz dazu misst die NOAA/Rutgers-Graphik der Ausdehnung der Schneedecke die von Schnee bedeckte Fläche in Millionen Quadratkilometern, unabhängig von der Schneehöhe. Sie zeigt diese Ausdehnung im 58-jährigen Mittel (1967-2024):

Der Unterschied liegt darin, was diese Messgrößen messen. Die Schneemasse entspricht dem Wassergehalt des angesammelten Schnees, wobei Volumen und Dichte im Vordergrund stehen. Die Ausdehnung der Schneedecke hingegen misst einfach, wie viel Landfläche mit Schnee bedeckt ist, unabhängig von seiner Dicke oder seinem Wassergehalt.

In diesem Jahr deuten die Daten auf eine Divergenz hin: eine solide Schneedecke, aber eine leicht verringerte Schneemasse. Dies deutet wahrscheinlich auf eine dünnere oder weniger dichte Schneeansammlung hin, insbesondere in tiefer gelegenen, nicht bergigen Regionen, da die Daten des FMI die Berge nicht berücksichtigen.

[Hervorhebung im Original]

Das Snow/Ice Mapping System (unten) stimmt mit den Trends des letzten Jahres überein, wenn auch mit einem leichten Anstieg:

In der Zwischenzeit zeigen die Visualisierungen der aktuellen Schneedecke in der gesamten NH (Stand: 8. Januar) nichts Ungewöhnliches, wobei sowohl in Russland als auch in den USA eine solide Schneedecke beobachtet wurde:

Ein Blick auf die USA zeigt, dass derzeit 44,2 % des Landes mit Schnee bedeckt sind (Stand: 9. Januar, NOAA, frei zugänglich). Wenn wir die letztjährige Schneedecke zum gleichen Zeitpunkt ausschließen, die bei 46,8 % lag, müssen wir bis 2017 zurückgehen, um eine größere Schneebedeckung zu finden (59,7 %). Im Jahr 2012 lag die Schneebedeckung zu diesem Zeitpunkt bei nur 14,7 %.

Ich erwarte, dass 2025 ein weiteres solides NH-Schneejahr wird, wenn die Saison zu Ende geht, d.h. die Masse mit der Abdeckung gleichzieht. Es gibt bereits Anzeichen dafür, dass dies beginnt. Wir werden sehen, wie sich die Dinge entwickeln. Übrigens: Ich sehe keinen Grund, den Datenquellen zu misstrauen.

Link: https://electroverse.substack.com/p/irelands-extreme-cold-warnings-extended?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

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14. Januar 2025:

Vorstöße des Pio XI-Gletschers

Der Pio-XI-Gletscher, auch Brüggengletscher genannt, ist der größte Gletscher der südlichen Hemisphäre außerhalb der Antarktis und bedeckt 1260 km² des chilenischen Patagoniens. In den letzten Jahrzehnten ist er etwa 10 km vorgerückt.

Beeindruckenderweise befindet sich Pio XI jetzt in seinem neoglazialen Maximum, einem Zustand beispiellosen Wachstums seit Jahrtausenden (4000-5000 Jahre).

Ein Luftbild aus dem Jahr 1945, das durch Trimetrogon-Flüge (eine Art Vermessungstechnik aus der Luft) aufgenommen wurde, machte das Ausmaß erstmals deutlich:

Neuere Satellitenbilder, z. B. aus dem Jahr 2018, zeigen, dass der Gletscher weiter vordringt und seine Endposition von 1945 übertrifft:

Der aklimatische Vorstoß des Gletschers stellt für Glaziologen eine einzigartige Herausforderung dar. Es gibt keinen Konsens über die zugrundeliegenden Ursachen, aber Theorien deuten auf eine Kombination aus subglazialer Dynamik und tektonischer Aktivität hin. Es wird auch vermutet, dass Schwankungen in der Sedimentablagerung am Endpunkt und Veränderungen in der subglazialen Hydrologie bei diesem seltenen Phänomen eine Rolle spielen könnten.

Eines ist sicher: Dieser rekordverdächtige Gletschervorstoß wird nicht in den MSM zu hören oder zu lesen sein.

Die ganze Studie steht hier (frei zugänglich).

Link: https://electroverse.substack.com/p/wellingtons-cold-start-to-summer?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE




Stromversorgung in Illinois: Subventionen, Vorschriften, Inflation

Bill Peacock

„Falls Illinois ein erschwingliches und zuverlässiges Stromnetz will, muss die Antwort darin bestehen, Subventionen und Auflagen für alle Formen der Stromerzeugung zu beenden. Und die Abschaffung von Vorschriften, welche die erschwinglichsten und zuverlässigsten Brennstoffe aus dem Erzeugungsmix herausnehmen. Alles andere wird nicht funktionieren.“

Die Strompreise in Illinois steigen, ebenso wie die Besorgnis der Öffentlichkeit darüber.
Deshalb haben Gouverneur J. B. Pritzker und die Gouverneure von vier weiteren US-Bundesstaaten die PJM-Interconnection kürzlich aufgefordert, etwas gegen die steigenden Preise zu unternehmen.

Während die Besorgnis weit verbreitet ist, gibt es kaum einen Konsens über die Ursache der höheren Preise. Einige machen fossile Brennstoffe verantwortlich. Andere den Kapazitätsmarkt von PJM. Wieder andere machen fehlende Investitionen in Batteriespeicher verantwortlich. Die meisten sind sich jedoch einig, dass die Regierung eingreifen muss, um das Problem zu lösen.

Ein genauerer Blick zeigt jedoch, dass gerade die staatliche Eingriffe die Ursache des Problems sind.

Hintergrund

Der Brennstoff-Palette von Illinois, d. h. die Art der zur Stromerzeugung genutzten Anlagen, hat sich in den letzten zehn Jahren drastisch verändert. Im Jahr 2013 wurden 91 Prozent des in dem US-Bundesstaat verbrauchten Stroms durch Kernkraft (48 %) und Kohle (43 %) erzeugt. Der Anteil der erneuerbaren Energien aus Wind und Sonne betrug weniger als 5 Prozent, und Erdgas lieferte nur 3,4 Prozent.

Heute sieht das ganz anders aus. Die Kohleproduktion ist auf nur noch 15 Prozent gesunken und hinterlässt eine große Lücke in der Stromerzeugungskapazität von Illinois. Um diese Lücke zu schließen, hat sich die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien auf 13,3 Prozent fast verdreifacht, und Erdgas deckt nun 16 Prozent der Last.

Wie kam es dazu? Erstens hat der Kongress im Laufe des Jahrzehnts Subventionen in Höhe von mehr als 81 Milliarden Dollar an Steuergeldern bereitgestellt, um erneuerbare Energien in das nationale Netz zu dreschen. Illinois arbeitet mit dem Kongress zusammen, um seine Stromversorger zu verpflichten, bis 2030 40 Prozent und bis 2040 50 Prozent ihres Stroms aus erneuerbaren Energien zu beziehen.

Der zweite Grund ist, dass Illinois im Jahr 2021 ein Gesetz für saubere Energie [Cean Energy Law] erlassen hat, das vorschreibt, dass alle Kohlekraftwerke bis 2045 keine Emissionen mehr ausstoßen dürfen. Auch die Bundesvorschriften zielen auf ein ähnliches Ergebnis ab.

Das Ergebnis dieser wachsenden Abhängigkeit von erneuerbaren Energien ist ein teureres und weniger zuverlässiges Stromnetz. Die Befürworter von Wind- und Solarenergie tun alles, um dies zu verschleiern.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Irreführung, mehr Regierung

So hat Senator Bill Cunningham im vergangenen Frühjahr einen Gesetzentwurf eingebracht, der auf höhere Preise und Energieknappheit abzielt. Der Gesetzentwurf sieht unter anderem die Einführung eines Systems von Gutschriften für die Energiespeicherung vor. Vereinfacht ausgedrückt, schlägt Senator Cunningham staatliche Subventionen für Batterien zur Stromspeicherung vor.

Der Senator ignoriert nicht nur, wie die Verbraucher, die für die neuen Subventionen zahlen, ihre Stromkosten senken werden, sondern erklärt auch nicht, dass der Grund für die drohende Energieknappheit in Illinois darin liegt, dass intermittierende, d. h. unzuverlässige erneuerbare Energien die äußerst zuverlässige Kohleverstromung ersetzt haben, die in Illinois jahrzehntelang die Lichter hat brennen lassen.

Eine weitere Befürworterin erneuerbarer Energien, nämlich die Geschäftsführerin des Citizens Utility Board Sarah Moskowitz versucht, fossile Brennstoffe für die Probleme des Stromnetzes verantwortlich zu machen. Sie führt das Beispiel des Wintersturms Elliot an, bei dem PJM ihrer Meinung nach „die ungewöhnliche Aufforderung zum Energiesparen an die normalen Kunden richtete“. Sie behauptet, dass „die mit fossilen Brennstoffen betriebenen Stromerzeuger, die sich jahrelang als notwendig für die Zuverlässigkeit des Netzes verkauft hatten, nicht lieferten“.

Die Daten zeigen jedoch, dass es die erneuerbaren Energien waren, die völlig versagt haben.

Während des Sturms forderte PJM „die Verbraucher auf, ihren Stromverbrauch … zwischen 4 Uhr morgens am 24. Dezember 2022 und 10 Uhr morgens am 25. Dezember 2022 zu reduzieren“. Um 4 Uhr morgens, als der Aufruf zum Sparen in Kraft trat, herrschten 0 Grad Außentemperatur und die Nachfrage stieg rapide, aber die erneuerbaren Energien kamen nicht zum Zuge. Die Windkraft lieferte nur 5 Prozent des erzeugten Stroms, die Sonnenenergie 0 Prozent. Dreiundachtzig Prozent des Stroms stammten aus der Erzeugung von Erdgas, Kohle und Kernkraft. Selbst zur Mittagszeit an diesem Tag lieferte die Solarenergie nur 1 Prozent der Last, nämlich 692 Megawatt, obwohl sie eine installierte Leistung von 2096 Megawatt hat.

Schlussfolgerung

Auf erneuerbare Energien ist nach wie vor kein Verlass, während die Optionen für die Netzzuverlässigkeit immer geringer werden. Staatliche Auflagen, Subventionen und Vorschriften verhindern Investitionen in zuverlässige, abschaltbare Wärmekraftwerke aus fossilen und nuklearen Brennstoffen.

Der Kapazitätsmarkt von PJM wird das Problem nicht lösen – er wird das Netz nur teurer, aber nicht zuverlässiger machen. Mein US-Bundesstaat Texas – der landesweit führende Erzeuger von Strom aus erneuerbaren Energiequellen – hat dies bereits versucht, indem er in den letzten drei Jahren den Stromerzeugern 40 Milliarden Dollar in die Schuhe geschoben hat, in der Hoffnung, die thermische Kapazität zu erhöhen. Das hat nicht funktioniert.

Wenn Illinois ein erschwingliches und zuverlässiges Stromnetz haben will, muss die Antwort darin bestehen, Subventionen und Auflagen für alle Formen der Stromerzeugung zu beenden. Und die Abschaffung von Vorschriften, die die günstigsten und zuverlässigsten Brennstoffe aus dem Erzeugungsmix herausnehmen. Nichts anderes wird funktionieren.

This piece originally appeared at MasterResource.org and has been republished here with permission.

Link: https://cornwallalliance.org/illinois-electricity-subsidies-mandates-inflation/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Die Temperaturreihen des Deutschen Wetterdienstes beim Monat Dezember zeigen: Es gibt keinen wirksamen CO₂-Treibhauseffekt.

Von Josef Kowatsch, Matthias Baritz

  • Die Dezembererwärmung begann erst 1988
  • Der Dezember hat keinen Temperatursprung von 1987 auf 1988
  • Seit 1988 erwärmen sich die Tage und Nächte nahezu gleichmäßig.

Über den letzten Dezember 2024 berichtet der Deutsche Wetterdienst auf seiner Homepage: „Milder und trockener Dezember mit deutlichen Niederschlagsdefiziten in vielen Regionen. Der Monat brachte Deutschland einen Mix aus frühlingshaft milder Luft und frostigen Stunden. Mit 2,8°C, später auf 3,0°C nach oben korrigiert, war dieser Dezember allerdings deutlicher kühler als der Dezember 2023 mit 4,1°C. Drei Grad ist jedoch immer noch deutliche wärmer im Schnitt, als die Dezember vor 1988 waren.

Im Folgenden wollen wir diesen Temperaturschnitt einordnen in die lange DWD-Zeitreihe. Wir betrachten nun den Zeitraum ab 1897 bis heute, also 127 Jahre und unterteilen den letzten Monat des Jahres ihn in 2 Abschnitte, vor 1988 und danach. Aus zwei Gründen: Zum einen trat der selbst ernannte Weltklimarat mit seinen CO₂-Erwärmungsverheißungen zum ersten Male 1988 an die Öffentlichkeit, außerdem erfolgte in Mitteleuropa von 1987/88 ein plötzlicher Temperatursprung auf ein höheres Temperaturniveau, auf dem wir uns noch heute befinden. Ab 1988 setzte dann eine steile Weitererwärmung ein. Also, wie zeigt sich der Dezember? Beginnen wir mit dem Zeitraum ab 1988.

Abb. 1: Der Dezember wurde in Deutschland im Betrachtungszeitraum der letzten 37 Jahre immer wärmer, um fast 0,6 C/Jahrzehnt, macht 2,2 Grad seit 1988. Vor allem seit 2011 war der Monat relativ mild, winterlich nur zwischendurch.

Feststellung: Der Dezember wurde seit 1988 immer mehr zu einem verlängerten November mit ein paar kalten Wintertagen.

Die Dezembererwärmung setze ab 1988 im Jahre der Gründung des Weltklimarates bis heute ein.

Wie verhielt sich der Dezember vor 1988?

Die Kleine Eiszeit ging eigentlich erst ab 1900 zu Ende, das Startjahr des DWD, nämlich 1881 lag noch in einer Kältedelle. Deshalb beginnt die folgende Dezembergrafik Deutschlands zwar zu Zeiten des Kaiserreiches, aber erst ab 1897.

Das Auffallende in der nächsten Grafik 2: Bitte die ersten 90 Jahre (blauer Teil) beachten, und vergleichen mit dem Zeitraum ab 1988 bis heute.

Auffallend: Der Dezember hat laut DWD-Temperaturreihen keinen Temperatursprung von 1987 auf 1988. Ab 1988 beginnt eine steile Erwärmung von deutlich über 2 Grad.

Abb. 2: Gut 90 Jahre lang war der Dezember in Deutschland ausgewogen, er zeigte laut DWD-Originaldaten keinen Trend, trotz einiger wärmerer oder kälterer Jahrzehnte. Der leichte Anstieg der blauen Trendkurve ist eine Folge des ständig zunehmenden Wärmeinseleffektes der deutschen Wetterstationen. Dann keinen Temperatursprung, erst ab 1988 beginnt eine deutliche Erwärmungsphase.

Nun ist jedem Leser bekannt, dass sich Deutschland seit 1900 bis heute sehr stark verändert hat, die Wetterstationen stehen nicht mehr an den kälteren Plätzen wie früher. Zu Zeiten des Kaiserreiches war deren Standort bevorzugt bei unbeheizten Klöstern, bei großen Gutshöfen in der Natur, bei Forsthäusern am Waldrand, jedenfalls nicht dort wo die Stationen heute stehen, in Städten, am Stadtrand, in Gewerbegebieten oder an Flughäfen.

Wir erkennen:

1) Mit einer Wärmeinselbereinigung würde die (blaue) Trendlinie von 1897 bis 1987 sogar leicht fallend sein. Und die anschließende starke Erwärmung ab 1988 bis heute etwas schwächer ausfallen

2) Der Monat Dezember zeigt von 1987 auf 1988 keinen Temperatursprung, sondern nur eine plötzliche starke Erwärmung, wobei vor allem die Dezember ab 2011 sehr mild waren.

Dazu muss man wissen: Im Zeitraum der letzten 130 Jahre hat die CO₂-Konzentration laut Behauptung der bezahlten CO₂-Klimawissenschaft von einst 290 ppm auf 420 ppm, also um 130 ppm stetig zugenommen

Erkenntnis: Der plötzlich wärmere Dezember ab 1988 ist mit der Erklärung eines angeblichen CO₂-Treibhauseffektes als Haupttemperaturtreiber nicht möglich. CO₂ kann keinen Dauerschlaf halten, dann 1988 durch den Weltklimarat aufgeweckt werden, und schlagartig eine Stark-Erwärmung entfalten.

Solche variablen Gaseigenschaften angeblicher Treibhausgase gibt es nicht. Sie werden nirgendwo an Unis gelehrt oder in Physikbüchern beschrieben.

Damit sind die Behauptungen des Geschäftsmodelles Treibhauserwärmung grottenfalsch. Das zeigen wie bei allen Monaten auch diesmal die Dezemberdaten des Deutschen Wetterdienstes. Schon der Begriff Treibhauserhitzung ist eine Geschäftsmodell-Erfindung.

Es handelt sich um bewusst gewollte Panikmache, die unser Geld will.

Wir müssen deswegen nach anderen Erklärungsmustern der plötzlichen Erwärmung seit 1988 suchen.

Die richtige Erklärung: natürliche und menschengemachte Gründe

  1. Natürliche Ursachen: Rein statistisch haben die Westwetterlagen im Dezember zugenommen und die nördlichen Wetterlagen abgenommen. Diese natürliche Klimaänderung von 1987 auf 1988 beschreibt stets Stefan Kämpfe in seinen Artikeln. Zuletzt hier
  2. Der Wärmeinseleffekt: Der WI-effekt ist bei den DWD-Wetterstationen vor allem nach der Einheit stark angestiegen.
  3. Eine statistische Erwärmung. Die Erfassung in der Wetterhütte wurde abgeschafft und der Tagesdurchschnitt nach ganz anderen Methoden an ganz anderen Plätzen erfasst. Aber inzwischen bei allen Stationen einheitlich.

Zu allen drei Punkten haben wir in den letzten Jahren ausführliche Artikel verfasst.

Die Punkte 2 und 3 sind im Vergleich zu 1 jedoch im Dezember schwächer ausgeprägt, da die wenigen Sonnenstunden im Dezember wegen des niedrigen Sonnenstandes auch noch viel weniger wirksam sind.

Anmerkung zu einer angeblichen starken Wirkung des Treibhausgases CO₂: Grundsätzlich ist die physikalische Absorption und Emission von Gasen physikalische Realität und wird durch die Belege unseres Artikels nicht in Frage gestellt. Aber wie hoch ist die dadurch geglaubte Thermalisierung? Gibt es überhaupt eine? Von uns wird die beängstigende Höhe von 2 bis 5 Grad Klimasensitivität (je nach Klimamodell, hierbei handelt es sich um fiktive Modelle, Teilrechnungen und nicht um Realität) wissenschaftlich hinterfragt und anhand der Daten des Deutschen Wetterdienstes widerlegt. Insbesondere zeigt sich, dass keine Grundlage für einen sog. Klimanotstand und darauf aufbauende Verbote und Panikmache besteht.

Das zeigen auch die Sonnenstunden und Niederschläge im Dezember:

Abb. 3a/3b: Sie Sonnenstunden zeigen im Monat Dezember keine Tendenz, der Schnitt liegt bei mageren 40 Stunden. Die Niederschläge sind leicht abnehmend

Erweiterung der Temperaturgrafiken durch die Tmax und Tmin Temperaturen.

Unser Autor M. Baritz hat beim DWD insgesamt über 500 Stationen gefunden, die durchgehend seit 1947 bis heute diese Tag/Nachttemperaturen mitmessen.

Abb. 4: Oben in grauschwarz die monatlichen Höchstemperaturen, ganz unten die Tiefsttemperaturen. Ein Jahrespunkt in der Grafik ist jeweils der Durschnitt aus 31 Dezembertagen des betreffenden Jahres. Also: Der Schnitt aller Tmax war im Jahre 2015 mit 9,3°C am höchsten, der Schnitt aller Tmin war im Jahre 1952 mit –9°C am tiefsten. Der mittlere Graph in orange gibt den Gesamtschnitt an.

Was auffällt: Der Dezember verhält sich in manchem anders als die anderen Monate:

Bis 1987: Die Tmin steigen von 1947 bis 1987 stärker an als die beiden anderen Graphen. Nächtens insgesamt eine leichte Milderung bis 1987

max und Tmin öffnet sich kaum.

Erklärungsversuche: Die Nachttemperaturen sind vor allem ab 1970 gestiegen, vielleicht eine Messung des Wohlstandes, denn man begann die nächtliche Kälte einfach aus der Wohnung raus zu heizen. Im Dezember und Januar ist die Erwärmung durch die zusätzlichen Heizungen am stärksten ausgeprägt.

Artikel eingehen. Hier stellvertretend Herr Ketterer am 16.01. 16:24 Uhr: ….Nein, verwenden Sie (und Herr Baritz) meist nicht, der Link von Frau Kosch führt sie zu den Gebietsmittelwerten. Herr Baritz betont immer, dass er die einzelnen Stationsdaten auswertet.

Was ist nun richtig? Fragt Herr Ketterer

Wir zeigen in vielen Artikeln Grafiken, die über 500 Auswertungen einzelner DWD Stationen beinhalten. Das sind alles Stationen die digital die Daten liefern. M. Baritz hat bei diesen ca. 500 DWD Stationen immer den Vergleich zu den DWD Daten gemacht, die aus über 2000 Stationen gemittelt werden, z.B. hier Dezember:

Abb. 5: Vergleich meiner über 500 DWD ausgewerteten Digital-Stationen in blau und die Gebietsmittel des DWD von über 2000 Stationen. Quelle

Das habe ich für alle Monate/Jahreszeiten gemacht und die Steigungen sind nahezu identisch. Meine Temperaturdaten aus über 500 Einzelstationen sind genauso repräsentativ wie die Gebietsmittel des DWD. Wenn die Tagesmitteltemperaturen mit denen des DWD so gut übereinstimmen, dann kann man davon ausgehen, dass die Tmin und Tmax der über 500 Einzel-DWD-Stationen genauso gut sind.

Die ganzen Vermutungen einiger Kommentarschreiber aus vielen Artikeln waren also völlig unbegründet.

Merke: Auch für die Abbildungen mit drei Graphen liefert das Stationsnetz des DWD zuverlässigen Daten, aus denen man die Schlussfolgerung ziehen kann: Der Dezember wurde wärmer nach dem Kriege, aber nahezu alle Erwärmung fand erst ab 1988 statt.

Auf keinen Fall kann deswegen das „Treibhausgas CO₂ der Haupttreiber der Dezembererwärmung sein. Denn genau das beweisen die Grafiken, die wir nach den offiziellen Daten des Deutschen Wetterdienstes erstellen.

Wir fordern die Leser auf, unsere Grafiken zu verbreiten, deutlichere Beweise – als der DWD liefert – gegen den angeblichen Klimakiller CO₂ gibt es kaum

Fazit: Eine teure CO₂-Einsparung wie sie die Politik in Deutschland anstrebt, ist somit völlig wirkungslos auf das Temperaturverhalten im Dezember und den anderen Monaten. Sie schadet unserem Land und das Geschäftsmodell Klimahysterie will unser Geld. Ein Abzockemodell, das dem Klima nichts nützt und mit den angeblichen Schutzmaßnahmen Natur und Umwelt zerstört.

Wir brauchen mehr CO in der Atmosphäre

Eine positive Eigenschaft hat die CO-Zunahme der Atmosphäre. Es ist das notwendige Wachstums- und Düngemittel aller Pflanzen, mehr CO führt zu einem beschleunigten Wachstum, steigert die Hektarerträge und bekämpft somit den Hunger in der Welt. Ohne Kohlendioxid wäre die Erde kahl wie der Mond. Das Leben auf der Erde braucht Wasser, Sauerstoff, ausreichend Kohlendioxid und eine angenehm milde Temperatur. Der optimale CO-gehalt der Atmosphäre liegt etwa bei 800 bis 1000ppm, das sind 0,1%. Nicht nur für das Pflanzenwachstum, also auch für uns eine Art Wohlfühlfaktor. Von dieser Idealkonzentration sind wir derzeit weit entfernt. Das Leben auf der Erde braucht mehr und nicht weniger CO in der Luft. Untersuchungen der NASA bestätigen dies (auch hier) Und vor allem dieser Versuchsbeweis.

Das Leben auf dem Raumschiff Erde ist auf Kohlenstoff aufgebaut und CO ist das gasförmige Transportmittel, um den Wachstumsmotor Kohlenstoff zu transportieren. Wer CO vermindern will, versündigt sich gegen die Schöpfung dieses Planeten.

Es wird Zeit, dass endlich Natur- und Umweltschutz in den Mittelpunkt des politischen Handelns gerückt werden und nicht das teure Geschäftsmodell Klimaschutz, das keinerlei Klima schützt, sondern über gesteuerte Panik- und Angstmache auf unser Geld zielt. Gegen die Terrorgruppe „letzte Generation“ muss mit allen gesetzlichen Mitteln vorgegangen werden, da die Gruppe keine Natur- und Umweltschützer sind, sondern bezahlte Chaosanstifter. Abzocke ohne Gegenleistung nennt man das Geschäftsmodell, das ähnlich wie das Sündenablassmodell der Kirche im Mittelalter funktioniert – ausführlich hier beschrieben.

Es wird Zeit, dass endlich Natur- und Umweltschutz in den Mittelpunkt menschlichen Handelns gestellt werden. Die Erhaltung der natürlichen Vielfalt von Pflanzen und Tieren sollte ein vorrangiges Ziel sein und nicht diese unseriöse Panikmache von Medien im Verbund mit gut verdienenden Klima-Schwätzern wie die Professoren Quaschnig/Lesch/Rahmstorf und anderen von uns in der Politik agierenden und teuer bezahlten Märchenerzählern. Es sind linksgrüne Agitatoren, die unser Land ruinieren und ihren persönlichen Reichtum auf unsere Kosten steigern wollen.

Wir alle sind aufgerufen, jeder auf seinem Weg die derzeitige Klima-Panikmache und die Verteufelung des lebensnotwendigen Kohlendioxids zu bekämpfen. Wer diesen Weg mitgeht, der handelt verantwortungsbewusst im Sinne der Schöpfung

Josef Kowatsch, Naturbeobachter, aktiver Naturschützer, unabhängiger, weil unbezahlter Klimaforscher

Matthias Baritz, Naturwissenschaftler und Umweltschützer.

 




Das Heartland Institute verstärkt seinen globalen Einfluss durch die Gründung von „Heartland UK/Europe“.

James Taylor

Exklusive Eröffnungsveranstaltung im Zentrum Londons am 17. Dezember 2024 mit dem Parlamentsabgeordneten Nigel Farage und Lois Perry, Direktorin von Heartland UK/Europe

ARLINGTON HEIGHTS, IL – Das Heartland Institute, eine Denkfabrik der freien Marktwirtschaft, die weltweit als die prominenteste Denkfabrik bekannt ist und welche die Skepsis gegenüber dem vom Menschen verursachten Klimawandel unterstützt, hat offiziell eine Niederlassung in Übersee gegründet.

Heartland gründete diese Woche Heartland UK/Europe mit Lois Perry als Geschäftsführerin. [Unter dem Link gibt es einen kleinen einführenden Film. A. d. Übers.] Sie wird die wissenschaftlich fundierte Arbeit von Heartland, die sich gegen Klimaalarmismus und Programme wie Net Zero richtet, von London aus vorantreiben, wo sie direkt mit politischen Entscheidungsträgern in Großbritannien und auf dem Kontinent kommunizieren kann.

„Das Heartland Institute kann auf eine stolze Geschichte der Bereitstellung von Forschung und Ressourcen zurückblicken, welche die konservative und freiheitsorientierte Politikgestaltung in den Vereinigten Staaten prägen“, sagte James Taylor, Präsident des Heartland Institute. „In den letzten Jahren hat eine wachsende Zahl von politischen Entscheidungsträgern in Großbritannien und Kontinentaleuropa darum gebeten, dass Heartland ein Satellitenbüro einrichtet, um Ressourcen für konservative politische Entscheidungsträger in ganz Europa bereitzustellen. Mit unserem Start in Großbritannien und Europa wollen wir diesem Wunsch in ganz Europa nachkommen und uns für die Prinzipien der Freiheit und des wirtschaftlichen Wohlstands in einer Zeit zunehmender Regulierung und wachstumsfeindlicher Politik einsetzen.“

Das Heartland Institute hat 15 internationale Konferenzen zum Klimawandel in den USA, Europa und Australien veranstaltet. Das Nongovernmental International Panel on Climate Change (NIPCC) wurde 2008 als Gegengewicht zum politischen IPCC der Vereinten Nationen gegründet. Diese neue Erweiterung von Heartland wird dem Einfluss des Instituts auf globale Debatten, u. a. zu Klimafragen, noch mehr Resonanz verleihen und eine größere transatlantische Zusammenarbeit zur Förderung der individuellen Rechte und der wirtschaftlichen Freiheit fördern.

„Die Gründung von Heartland UK/Europe ist ein Zeichen für unser Engagement, mutige, evidenzbasierte Lösungen in den Vordergrund der politischen Diskussionen in Europa zu stellen“, sagte Lois Perry, Geschäftsführerin von Heartland UK/Europe. „Indem wir wichtige Führungspersönlichkeiten und Experten von beiden Seiten des Atlantiks zusammenbringen, fördern wir einen wichtigen Dialog, um ideologisch motivierter Überregulierung entgegenzuwirken und eine Politik voranzutreiben, die Individuen und Gemeinschaften stärkt.“

Der offizielle Start von Heartland UK/Europe fand bei einer Veranstaltung am Abend des 17. Dezember in London statt. Zu den prominenten Führern, politischen Entscheidungsträgern und Unterstützern, die bei der Veranstaltung sprechen werden, gehört als besonderer Ehrengast Nigel Farage, MP, der im September als Hauptredner beim 40th Anniversary Benefit Dinner des Heartland Institute auftrat. Farage traf sich auch mit dem Präsidenten des Heartland Institute, James Taylor, zu einem exklusiven Interview über die globale konservative Bewegung:


Dazu: Government & Politics

Das Heartland Institute hat mit Hunderten von prominenten Klimawissenschaftlern und Politikexperten aus aller Welt zusammengearbeitet, darunter Fred Singer, Richard Lindzen, Robert Carter, Tim Ball, William Gray, Christopher Essex, Christopher Monckton, Ross McKitrick, Nir Shaviv, Ian Plimer, William Kininmonth, Willie Soon, S. Stanley Young, Susan Crockford, Chris de Freitas, David Evans, Nils-Axel Mörner, Jennifer Marohasy, Patrick Michaels, Ross McKitrick, Sebastian Lüning, Sonja Boehmer-Christiansen, und viele andere.

Wenn Sie weitere Informationen zu dieser Einführung wünschen oder Interviews mit Vertretern vereinbaren möchten, antworten Sie bitte auf diese Mitteilung oder verwenden Sie die nachstehenden Kontaktangaben.

Media Inquiries:

Jim Lakely, (jlakely@heartland.org), Joseph Robertson (enquiries@touchpointstrategy.co.uk)

The Heartland Institute is a national nonprofit organization founded in 1984 and headquartered in Arlington Heights, Illinois. Its mission is to discover, develop, and promote free-market solutions to social and economic problems. For more information, visit our website or call 312/377-4000.

Link: https://heartland.org/opinion/the-heartland-institute-solidifies-its-global-impact-by-founding-heartland-uk-europe/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Massive Erholung des Meereises in der Antarktis, von der die Netto-Null-besessenen Mainstream-Medien nichts berichteten

Chris Morrison, THE DAILY SCEPTIC

Erinnern Sie sich noch an den ganzen alarmistischen Quatsch über das Meereis in der Antarktis, das vor ein paar Jahren im Winter einen Rückgang verzeichnete? Georgina Rannard von der BBC schrieb einen Artikel mit der Überschrift „Antarctic sea ice at ‚mind-blowing‘ low alarms experts“ (Antarktisches Meereis auf „erstaunlich niedrigem Niveau“ alarmiert Experten), während Clive Cookson von der Financial Times uns seine Vermutung mitteilte, dass das Gebiet „vor einer katastrophalen Kaskade von extremen Umweltereignissen steht… die das Klima auf der ganzen Welt beeinflussen werden“. Die Karawane der Panikmache ist in diesen Tagen zu neuen Ufern gezogen, was nicht zuletzt damit zusammenhängt, dass die Ausdehnung des Meereises in der Antarktis Ende 2024 ungefähr dem Durchschnitt der Jahre 1981 bis 2010 entsprach. Laut dem US-amerikanischen National Snow and Ice Data Centre (NSIDC) „ist dies ein deutliches Zeichen für die große Variabilität der Meereisausdehnung in der Antarktis“. Das ist es in der Tat, und es liefert uns auch eine klassische Fallstudie dafür, wie eine kurzfristige natürliche Schwankung, die von vielen Wissenschaftlern gut verstanden wird, von Aktivisten in Wissenschaft, Politik und Journalismus als Waffe eingesetzt wird, um eine Massen-Klimapsychose hervorzurufen mit dem Ziel, den politischen Net-Zero-Wahnsinn zu fördern.

Das weniger hysterische NSIDC scheint dasselbe NSIDC zu sein, das erst im Juli letzten Jahres einen aktualisierten Artikel mit der Frage veröffentlicht hat, ob das „antarktische Meereis eine Sollbruchstelle erreicht hat“. Wie der Daily Sceptic in der Vergangenheit berichtet hat, ist die Antarktis für die Klimaschreier eine kleine Enttäuschung, weist sie doch seit mindestens 70 Jahren kaum eine Erwärmung auf. „Jetzt wollen die Wissenschaftler wissen, ob der Klimawandel endlich das Meereis der Antarktis eingeholt hat“, heißt es in der NSIDC-Studie. Rannard von der BBC ist wie immer hilfreich, wenn es darum geht, das Klima-Armageddon zu predigen, und versorgt uns mit einem Zitat von „Experten“: „Ohne ihr Eis, das den Planeten kühlt, könnte die Antarktis vom Kühlschrank der Erde zum Heizkörper werden“.

Interessanterweise war die zweite Autorin der Rannard-Story die „Daten“-Spezialistin Becky Dale, die sich anschließend für das sechsmonatige Sabbatical des von Green Blob finanzierten Oxford Climate Journalism Network angemeldet hat. Dabei handelt es sich um einen Crashkurs in der Berichterstattung über Klimakatastrophen. Frühere Teilnehmer wurden gebeten, darüber zu schreiben, dass Früchte wie Mangos aufgrund des Klimawandels weniger schmackhaft sind als in der Vergangenheit. Kürzlich forderte ein Redner „Geld- und Gefängnisstrafen“ für diejenigen, die sich skeptisch über die „gut belegte“ Wissenschaft äußern.

Das „verblüffende“ Zitat, das weltweit Schlagzeilen machte, wird Dr. Walter Meier vom NSIDC zugeschrieben. Dr. Meier, so berichten Rannard und Dale, „ist nicht optimistisch, dass sich das Meereis in nennenswertem Umfang erholen wird“. Auf dem Höhepunkt der Befürchtungen behauptete Meier, der Wintereinbruch im Jahr 2023 liege weit über allem, was wir bisher gesehen haben. Wie wir bereits im Daily Sceptic berichtet haben, scheint Dr. Meier seine früheren Arbeiten über die offensichtliche zyklische Natur des antarktischen Meereises ein wenig zu vergessen. Zehn Jahre zuvor gehörte Meier zu einem Wissenschaftsteam, das die Geheimnisse der frühen Fotos des Nimbus-Satelliten entschlüsselt hat. Diese enthüllten erhebliche Schwankungen des antarktischen Meereises in den 1960er Jahren, darunter einen Höhepunkt im Jahr 1964, der bis 2014 nicht mehr beobachtet wurde, und ein Tiefpunkt im Jahr 1966, der dem jüngsten Einbruch ähnelte. Meier kommentierte damals, dass extreme Höchst- und Tiefstwerte der Eisausdehnung „nicht so ungewöhnlich sind“.

Im November und Dezember 2024, im mittleren bis späten Frühjahr auf der Südhalbkugel, betrug der tägliche Meereisverlust in der Antarktis 140 000 Quadratkilometer, verglichen mit 165 000 Quadratkilometern im Durchschnitt der Jahre 1981-2010. Ende Dezember lag die Meereisausdehnung in etwa auf dem Durchschnittswert der 30 Jahre bis 2010. Jetzt scheint das NSIDC wieder zu langfristigen Trends zurückzukehren und stellt fest, dass der Zeitraum 2016-2024 „zu kurz ist, um definitiv festzustellen, dass ein Regimewechsel stattgefunden hat“.

Vielleicht sollte sich das NSIDC auf die Karte des Teams des British Antarctica Survey (BAS) stützen, das noch im Mai letzten Jahres eine Pressemitteilung herausgab, in der es behauptete, dass das Minimum des Jahres 2023 ein Ereignis sei, das ohne den Klimawandel einmal in 2000 Jahren eintrete. Dieses Angst machende Geschwätz war natürlich das Ergebnis eines Computermodells. Das Modell teilte dem BAS mit, dass diese „Beweise“ die vorhandenen Beobachtungen ergänzen, „dass das niedrige Meereis der letzten Jahre ein Zeichen für einen dauerhaften Regimewechsel im Südlichen Ozean sein könnte“. Mehr BS als BAS, könnte der Unbarmherzige daraus schließen.

Es erübrigt sich zu sagen, dass die jüngste zyklische Erholung des Meereises in der Antarktis von den Mainstream-Medien ignoriert worden ist. Es war eine schlechte Zeit für Alarmisten, so kurz nachdem ein jahrelanges Rekordwachstum der Korallen am Great Barrier Reef einem weiteren profitablen Angebot an ständigen Alarmen ein Ende gesetzt hat. Zum Glück findet die BBC immer mehr obskure Wege, um die schnell verblassende Net-Zero-Fantasie am Leben zu erhalten. Vielleicht nicht ganz so schlagzeilenträchtig wie Eis und Korallen, aber es scheint, dass kürzlich in Schottland eine Hummel gesichtet wurde. Es wurde behauptet, die Tiere würden „Nester bauen“ und dies sei auf den Klimawandel zurückzuführen. Britannica findet eine solche Sichtung nicht sehr überraschend und stellt fest, dass Bienen im Winter, wenn die Außentemperaturen über 10 °C steigen, den Bienenstock kurzzeitig verlassen, um sich von Abfällen zu befreien. Möglicherweise mit einem aufmunternden Winken und einem „In drei Minuten sind wir zurück“ [im Original ein unübersetzbares Wortspiel: back in three, going for a wee].

Die ganze Verwirrung – die darauf abzielt, ständig für Net Zero zu werben – entsteht dadurch, dass die meisten Wetter- und Klimaveränderungen auf die Zugabe von Spurengasen in die Atmosphäre durch den Menschen zurückgeführt werden. Das lässt wenig Raum für die Erklärung der Rolle natürlicher Schwankungen beim Klimawandel. Die Antarktis hat sich seit mindestens 70 Jahren nicht mehr erwärmt, und in einer kürzlich erschienenen Veröffentlichung wurde festgestellt, dass die Sommertemperaturen zwischen 1977 und 1999 um 1°C gesunken sind, gefolgt von einer Pause seit der Jahrhundertwende. In einer anderen Arbeit wurde festgestellt, dass die Ausdehnung des antarktischen Meereises seit Beginn der kontinuierlichen Satellitenaufzeichnungen im Jahr 1979 langsam zugenommen hat.

Diese Fallstudie über den jüngsten übertriebenen Meereisalarm in der Antarktis zeigt, wie der wissenschaftliche Prozess zerrissen wird und lächerliche Behauptungen, die oft von Computermodellen aufgestellt werden, auf der Grundlage der fadenscheinigsten kurzfristigen Beweise und Beobachtungen aufgestellt werden. Die Belehrungen über die Nichtbeachtung kurzfristiger Schwankungen werden erst dann wieder aufgenommen, wenn normale und oft zyklische Trends wieder auftauchen und in unbequeme Richtungen gehen.

Chris Morrison is the Daily Sceptic’s Environment Editor.

Link: https://wattsupwiththat.com/2025/01/10/massive-recovery-in-antarctica-sea-ice-unreported-by-net-zero-obsessed-mainstream-media/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE