Oktobererwärmung in Deutschland, aber erst seit 30 Jahren – Teil 1

Josef Kowatsch, Matthias Baritz

Abermals ging ein schöner Oktober zu Ende, für den Gärtner, die Bauern und all die Naturliebhaber, die täglich draußen sind eine gemalte Lebensfreude. Leider nicht für die politisch gesteuerten Klimapanikmacher, die uns jede Freude an der Natur verleiden wollen. Allein zu dem Zweck, uns zu drangsalieren und mit zusätzlichen CO₂-Abgaben zu besteuern

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) registriert diesen Oktober 2024 mit 11°C, rein rechnerisch um 1,6 Grad laut DWD „viel zu warm“, mit 100 Sonnenstunden wie letztes Jahr leicht uner dem Schnitt und mit 61 Liter Niederschlag fast punktgenau der Schnitt. Siehe die folgenden Grafiken

Grafik 1: Sonnenstunden und Niederschlag seit 1988. Keine Veränderungen, Verlauf normal.

Aufgrund der Luftreinhaltemaßnahmen und der allgemeinen Landschaftstrockenlegungen und Asphaltierungen sind jedoch die typischen Oktobernebel immer mehr aus der Landschaft verschwunden und damit auch die Nebelkälte. Über Nebel führt der DWD allerdings keine Statistik. Außerdem ist zu beachten: Die Sonne wirkt tagsüber eh nicht mehr so stark aufheizend wie im Sommer bei höherem Sonnenstand.

Die Temperaturgrafik des Oktobers nach den DWD-Erhebungen beginnen wir 1942, denn sie zeigt ab 1987/88 eine auffallende Veränderung.

Grafik 2: Von 1942 bis 1987, also 45 Jahre blieben die Oktobertemperaturen konstant. Erst ab 1988, eigentlich erst so richtig ab 1995 setzte eine Erwärmung ein, die bis heute anhält. Außerdem zeigt der Oktober, entsprechend zum September von 1987 auf 1988 keinen Temperatursprung, sondern nur die plötzlich beginnende steile Erwärmung. Der wärmende Klimawandel begann also erst 1988

Auffallend ist, dass Sonne und Niederschlag an der schönen Oktobererwärmung ab 1988 bis heute nicht mitverantwortlich sein können, (Vergleich mit Grafik 1), denn es gibt keine Korrelation

Ein Blick nach Westen bestätigt dieses Bild: Zentralengland, Oktobertemperaturen seit 1942:

Grafik 3: Zentralengland zeigt das gleiche Muster wie die DWD Daten: Erwärmung erst ab 1988, nicht so stark wie bei den DWD-Daten.

Sind es die Treibhausgase, insbesondere CO₂, welche die plötzliche Erwärmung ab 1988 bzw. ab 1995 bewirkt haben?

Behauptet wird vom IPCC und vom PIK Potsdam, dass allein das in der Atmosphäre zunehmende CO₂ weltweit zur Erwärmung geführt haben soll und dass der Hauptanteil davon auch noch vom Menschen verursacht wäre, siehe UN-Definition: Der Begriff Klimawandel bezeichnet langfristige Temperatur- und Wetterveränderungen, die hauptsächlich durch menschliche Aktivitäten verursacht sind, insbesondere durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe

Diese Definition wird allen youtube-Filmen über das Klima mitgegeben.

Die CO₂-Konzentration der Atmosphäre wird seit 1958 auf Hawaii am Vulkanberg Mauna Loa gemessen und gilt weltweit, weil sich Gase gleichmäßig ausbreiten: Es geht jährlich und immerzu nach oben.

Grafik 3a, Quelle: UC San Diego, Oktober 2024, kontinuierlich steigender CO₂-Anteil überall auf der Welt. Derzeit 422 ppm=0,042%.

Der Grafikvergleich mit den Oktobertemperaturen ergibt: Überhaupt keine Übereinstimmung im Verlauf. Der weltweite CO₂-Anstieg verläuft kontinuierlich ansteigend. Nicht einmal ein Stillstand war in den beiden Corona-Jahren zu sehen, als der CO₂-Ausstoß auf ein Minimum reduziert war. Damals hielten sich CO₂ Abbau durch die Natur und anthropogener Ausstoß die Waage.

Noch deutlicher zeigt sich der unterschiedlichen Verlauf von CO₂-Zunahme und der Oktober-Temperaturen, wenn wir erst ab 1995, dem eigentlichen Oktober-Erwärmungsjahr den Einschnitt machen:

Grafik 4: Eigentlich wurde der Oktober laut Originaltemperaturen des DWD bis 1994 sogar unwesentlich kälter. Die Erwärmung begann erst mit einem kleinen Temperatursprung vor 30 Jahren und hält bis heute an.

Wie man erkennt, ist der kleine Temperatursprung ab 1994 für die Erwärmungssteigung ab 1988 mitverantwortlich.

Ergebnis: In der langen Zeitreihengrafik der Oktobertemperaturen Deutschlands ist kein CO₂-Erwärmungssignal erkennbar. Kohlendioxid kann nicht 50 Jahren unwirksam sein, und dann plötzlich 1995 seine wärmenden Eigenschaften entfalten.

Solche Gaseigenschaften, die jahrzehntelang verborgen bleiben, und dann verstärkt wirken sollen, gibt es nicht in der Naturwissenschaft.

Weil die Oktobererwärmung erst vor 30 Jahren begann können dafür keine gleichmäßig zunehmenden Treibhausgase verantwortlich sein!!!!

Die wirklichen Gründe der Oktobererwärmung seit 30 Jahren: natürliche und menschengemachte, aber nicht CO₂.

  1. Die natürlichen Veränderungen der Großwetterlagen

Langfristig bewirkte die Häufigkeitszunahme der Großwetterlagen mit südlichem Strömungsanteil (rot) einen wesentlichen Teil der Oktober-Erwärmung in Deutschland; kalte Nord- und Ostlagen wurden hingegen viel seltener. Stationen an den Nordostseiten der Gebirge, wie etwa Dachwig, siehe Teil 2, profitierten besonders von dieser Entwicklung. Allgemein haben die wärmenden Föhnlagen in vielen Regionen Deutschlands zugenommen, wohl auch ein Grund für die nachlassenden Nebelbildungen über Deutschland.

Grafik 5: Die roten Linien zeigen eine allgemeine Zunahme der Südströmungen für den Monat Oktober. Insbesondere 1995 erkennt man deren Zunahme. (siehe rote Kurven). Auch 2024 herrschte die südliche Windrichtung vor, das wird ausdrücklich vom DWD auf seiner Homepage so bestätigt. Zitat: „Durch eine südliche Höhenströmung kletterten die Temperaturen allerdings bemerkenswert in die Höhe.“

Beachte: Die Sonnenstunden spielen bei der Oktobererwärmung ab 1988 eigentlich fast keine Rolle mehr, sondern die Zunahme der südlichen Strömungen. Wir hoffen, dass dieser Zustand noch lange anhalten wird. Eine Klimakatastrophe ist weit und breit nicht in Sicht und wird auch vom DWD in seinem Oktoberartikel für 2024 nirgends behauptet. Nur die politische Auslegung und all die bezahlten Claqueure behaupten das laufend in den Medien.

  1. Die anthropogenen Erwärmungen durch die Wärmeinselzunahme,

Wärmeinseln, schon längst keine Inseln mehr: 15% der Deutschlandfläche sind inzwischen bebaut und versiegelt, täglich kommen 60 ha dazu: Stand 50 852 km²

Und wie dieser Bodenverbrauchszähler anzeigt, so fressen sich die Wärmeinseln in die einst freie grüne Landschaft hinein und erwärmen sie. Das in bebauten Gebieten aufgefangene Wasser wird über unterirdische Kanäle und offene Gräben über Bäche ins Meer abgeleitet. Eine Grundwasserneubildung kann nicht mehr stattfinden. Insgesamt wurde Deutschland nach der Wende großflächig für die moderne Landwirtschaft in Feld, Wald, Wiesen und Fluren trockengelegt. Vor allem im Wald hält die Trockenlegung derzeit verstärkt an.

Diese Naturzerstörung muss aufhören. Klimaschutz und Naturschutz haben somit nichts miteinander zu tun. Die völlig unnützen Klimaschutzmaßnahmen der linksgrünen Regierung zerstören die Landschaft und die Natur.

Wir haben darüber in vielen Artikeln in den letzten Jahren berichtet und Abhilfen gegen die großräumigen Trockenlegungen Deutschlands vorgeschlagen und von der Politik als aktive Maßnahmen zum Natur- und Umweltschutz gefordert.

Merke: Klimaschutz und Naturschutz sind zwei völlig verschiedene Dinge!

Bild: Schwäbische Zeitung. Ausbau von Stuttgart 21: gezielte Asphaltierung und Trockenlegung in die einstige grüne Fläche hinein. Die Elektrifizierung und die Zunahme der E-Fahrzeuge dienen angeblich wegen der CO₂-Einsparung dem Klimaschutz, sind aber eine großflächige Naturzerstörung und führen zur Wärmeinsel-Erwärmung der Landschaft.

  1. Die vielen Standortänderungen der DWD-Wetterstationen an wärmere Plätze und die Änderungen der Messmethoden beim DWD

Auch über dieses Thema haben wir in den letzten Jahren viele Arbeiten angefertigt, es handelt sich um eine scheinbare Erwärmung, welche die DWD-Temperaturen auch der Einzelmonate zusätzlich nach oben treibt. Eine anthropogene Zusatzerwärmung bei den DWD-Wetterstationen (hier und hier und hier).

Raimund Leistenschneider hat sich aus unserer Gruppe damit ausführlich beschäftigt und einen Korrekturfaktor ermittelt, der bei 1,4 Grad liegt. Um diese 1,4 Grad müsste man diesen Oktoberschnitt von 2024, die 11°C senken, wenn man ihn mit den Oktobermonaten vor über 100 Jahren vergleichen will. Also nicht 11°C, sondern nur 9,6 Grad. Bsp: Laut DWD waren die Oktobertemperaturen von 1890 bis 1900

7,2°C, 9,9°C, 7,5°C, 9,8°C, 8,0°C, 7,1°C, 8,6°C, 7,4°C, 8,9°C, 7,8°C und 8,7°C. Der Oktober 2024 wäre mit 9,6 Grad immer noch der 3.wärmste gewesen. Nur 2 Oktobermonate waren seinerzeit wärmer. Weiter wäre zu beachten, dass wir heute in den seit damals gewachsenen Wärmeinseln wohnen, die zusätzliche WI-Wärme ist real und nicht vom DWD dazu gefälscht. Bloß ist es halt keine Treibhauserwärmung.

Nur die Messmethodenänderung oder nachträgliche Adjustierungen, Homogenisierungen bei einzelnen Wetterstationen sind am Gesamtschnitt dazu addierte, nicht reale Erwärmungen. Schwer zu sagen wie hoch diese nachjustierte Zugabe beim 11 Grad Oktoberschnitt ausmachen. Das möge jeder selbst an seinem Heizöl- oder Gasverbrauch prüfen. Der von R. Leistenschneider errechnete 1,4 Grad Korrekturfaktor beinhaltet beides.

Sechs weitere Gründe, die den Treibhauseffekt als hauptsächlichen Temperaturtreiber widerlegen: Für diese falsche CO₂-Erwärmungs-Hypothese mit einer behaupteten Klimasensitivität von 2 bis 4,5 Grad, gibt es bis heute

1) keine Versuchsbeweise bei wissenschaftlichen durchgeführten Versuchen, aber auch

2) keine natürlichen Erwärmungs-Hotspots in freier Natur, wo naturbedingt plötzlich große Mengen an Treibhausgasen freigesetzt werden wie vor 2 Jahren beim ungewollten Großversuch mit dem ausströmenden Methan über der Ostsee. Und es gibt auch

3) keine technische Erfindung, die auf dem Treibhaus-Erwärmungseffekt beruht. Und

4) alle DWD Temperatur-Grafiken können nur für kurze Zeiträume Korrelationen mit dem steigenden CO₂-Gehalt in der Atmosphäre finden.

5) Insbesondere begann die Klimaerwärmung in Mittel- und Westeuropa nicht nach der Kleinen Eiszeit, sondern durch einen Temperatursprung 1987/88 und danach erst die steile Weitererwärmung. (Der Oktober hat keinen Temperatursprung aber seit 1988, bzw. seit 1995 die deutliche Erwärmung.)

6) Dabei sind vor allem im Sommer bis in die Herbst hinein ab 1988 die Tageshöchst-temperaturen gestiegen, die Nachttemperaturen kaum oder gar nicht, bei manchen Stationen sogar leicht gesunken. (Siehe Teil 2 über die Tmax und Tmin Entwickungen.)

Fazit: Diese 6 Gründe sind der Beweis, dass der Treibhauseffekt keinerlei erkennbare wärmende Wirkung hat. Die seit 1988 stattfindende Erwärmung hat logischerweise andere Gründe.

Wir stellen fest: Ein politisch gewolltes Absenken der jährlich gemessenen CO₂-ppm-Zuwachsraten ist somit vollkommen unnütz, weil wirkungslos, zudem sehr teuer und sollte unterlassen werden.

Die letzte Generation sowie viele Bürger Deutschlands sind ein Opfer der CO₂- Klimaangstpropaganda. Wir sind weit entfernt von irgendwelchen irdischen Erwärmungs-Katastrophen aufgrund der CO₂-Zunahme.

Diese Treibhaus-Klimaerwärmungs-Propaganda ist ein Geschäftsmodell ähnlich dem Ablasshandelsmodell der Kirche im Mittelalter. Die kirchlichen Mainstream-Wissenschaftler vor 700 Jahren haben die Begriffe Erbsünde, Todsünde, Fegefeuer und Jüngstes Gericht eigens erfunden, um den Leuten Angst einzujagen. Dazu wurde der „strafende Gott“ Klimagott erschaffen, der für jedes Unwetter verantwortlich war. Dieser strafende Gott wird beim heutigen Klimaglauben durch Kohlendioxid ersetzt. Die Begriffe Treibhausgas, Klimaangst, Klimakipppunkte und ständige Erderhitzung haben die Drohung mit mittelalterlichen Sünden ersetzt. Wer dem Aberglauben folgte, konnte sich durch Geld freikaufen. Heute ist der Freikauf staatlich verordnet durch EU-Gesetze.

Wem das nicht reicht, für den gibt es freilich auch heute einen CO₂-Ablasshandelsrechner, den man bei den Kirchen einlösen kann und am Jahresende eine Freikaufurkunde erhält, die zugleich beim Finanzamt anerkannt wird. Komisch nur, die heutigen CO₂-Gläubigen und Panikverkünder, z.B. beim PIK Potsdam oder die selbst ernannten Klimaangstmacher in den Medien machen davon keinen Gebrauch, weil sie genau wissen, dass es sich um ein Geschäftsmodell handelt. Sie wollen mitverdienen. Die Kirche des Mittelalters hat sich selbst auch nicht freigekauft, sondern nur die Hände aufgehalten und die Geldtaschen und Truhen geöffnet.

Auch die seit 1979 mit Satelliten gemessene globale Erwärmung ist erst recht kein Grund zur Beunruhigung, wenn man die Anstiegswerte nicht in Hundertstel-Grad aufträgt, sondern sie ins Klimageschehen der Erdgeschichte einreiht. Und die Satelliten-Messungen begannen in einer Abkühlungsphase – dem „Seventies Cooling“.

Grafik 6: Die momentan global ermittelten Temperaturen sind weit entfernt von einem Hitzetod der Erde. Die „letzte Generation“ und viele Deutsche Gutgläubige sind auch ein Opfer übertriebener und entstellter Grafiken. Das Geschäftsmodell Treibhaus betreibt auch ausgewählte „Grafikpanik“

Zusammenfassungen:

Natürlich bestreiten wir nicht die momentan stattfindende Erwärmung, sie hat beim Oktober in Deutschland seit dem Temperatursprung 1988 natürliche Ursachen und vom Menschen verursachte.

Wir versuchen die Erwärmung mit wissenschaftlich erhobenen Fakten zu erklären und die wären bei Kohlendioxid:

CO₂ ist ein lebensnotwendiges Gas für die Photosynthese und das Pflanzenwachstum auf dieser Erde. Die Schöpfung der Erde ist auf Kohlenstoff und Kohlendioxid aufgebaut. Ein weiterer CO₂-Anstieg hätte positive Wirkungen für das Leben und wäre wünschenswert.

Ebenso wünschenswert wäre, wenn der Oktober weiterhin so prächtig ausfallen würde wie 2023. Der Monat mit seinen herrlichen Farben war für Naturliebhaber Balsam für die Seele. Von einer Klimakatastrophe oder gar von Klima-Kipppunkten sind wir weit entfernt.

Der fast überall auf der Welt steigende WI-Effekt der Landmassen ist der tatsächlich anthropogene Anteil an der Erwärmung und nicht der wirkungslose nicht nachweisbare CO₂-Effekt. Es handelt sich um eine wissenschaftliche Verwechslung. Will man den WI-Effekt zurückfahren, dann muss die Flächen versiegelnde Naturzerstörung und die Trockenlegung der Landschaft eingestellt werden, nicht nur in Deutschland

Leider nimmt die Naturzerstörung täglich weiter zu und die DWD Wetterstationen sind heute mehrheitlich dort, wo der Mensch wohnt, arbeitet und die Landschaft besonders erwärmt. (ca. 15% der Deutschlandfläche)

Anstatt sich sinnlose CO₂-Einsparungen zu überlegen, sollten die Umweltministerien der Länder sofort einen Ideenwettbewerb starten wie man den Niederschlag wieder in der freien Landschaft, in den Städten und Gemeinden halten und versickern lassen kann.

Die Klimaerwärmung brachte Deutschland bisher nur Vorteile, leider seit einigen Jahren in der Jahreszeit Sommer nur noch eingeschränkt. Deshalb sind gerade die jungen Leute aufgefordert, sich am regen Ideenwettbewerb gegen die Versteppung und Austrocknung Deutschlands im Sommer zu beteiligen. Wir haben hier vorläufig 15 Vorschläge erarbeitet.

Wir brauchen mehr CO₂ in der Atmosphäre

Eine positive Eigenschaft hat die CO-Zunahme der Atmosphäre. Es ist das notwendige Wachstums- und Düngemittel aller Pflanzen, mehr CO führt zu einem beschleunigten Wachstum, steigert die Hektarerträge und bekämpft somit den Hunger in der Welt. Ohne Kohlendioxid wäre die Erde kahl wie der Mond. Das Leben auf der Erde braucht Wasser, Sauerstoff, ausreichend Kohlendioxid und eine angenehm milde Temperatur. Der optimale CO-gehalt der Atmosphäre liegt etwa bei 800 bis 1000ppm, das sind 0,1%. Nicht nur für das Pflanzenwachstum, also auch für uns eine Art Wohlfühlfaktor. Von dieser Idealkonzentration sind wir derzeit weit entfernt. Das Leben auf der Erde braucht mehr und nicht weniger CO in der Luft. Untersuchungen der NASA bestätigen dies (auch hier)und vor allem dieser Versuchsbeweis.

Es wird Zeit, dass endlich Natur- und Umweltschutz in den Mittelpunkt des politischen Handelns gerückt werden und nicht das teure Geschäftsmodell Klimaschutz, das keinerlei Klima schützt, sondern über gesteuerte Panik- und Angstmache auf unser Geld zielt. Gegen die Terrorgruppe „letzte Generation“ muss mit allen gesetzlichen Mitteln vorgegangen werden, da die Gruppe keine Natur- und Umweltschützer sind, sondern bezahlte Chaosanstifter. Bezahlt, um das Geschäftsmodell am Laufen zu halten. Abzocke ohne Gegenleistung nennt man das Geschäftsmodell, das ähnlich wie das Sündenablassmodell der Kirche im Mittelalter funktioniert. Ausführlich hier beschrieben.

Matthias Baritz, Naturschützer und Naturwissenschaftler

Josef Kowatsch, aktiver Naturschützer und unabhängiger, weil unbezahlter Klimaforscher.

 




Energie: Der bessere Weg

David Archibald

Eines der ersten Dinge, die von der neuen Regierung zu erwarten sind, wird ein Bericht sein, in dem die globale Erwärmung als Unsinn bezeichnet wird. Das letzte Mal, als Trump Präsident war, traf er sich vor seinem Amtsantritt mit Will Happer, dem angesehenen Physikprofessor in Princeton, um den Bericht auf den Weg zu bringen. Leider hatte der Schwiegersohn des Präsidenten, Jared Kushner, ein offenes Ohr für ihn und meinte, dass republikanische Frauen es nicht gut fänden, wenn die globale Erwärmung abgeschafft würde. Also wurde kein Bericht veröffentlicht und der gute Professor Happer ging zurück nach Princeton. Die globale Erwärmung ist dank des unheilvollen Einflusses von Jared Kushner immer noch da. Acht Jahre sind verloren gegangen.

Keine Regierung der Welt hat einen Bericht herausgegeben, in dem steht, dass die globale Erwärmung eine Fiktion ist, und auch keine Universität hat das getan. Die globale Erwärmung ist die Hauptreligion der Globalisten. Sie ist ihr moralischer Deckmantel, um den Rest von uns zu töten und zu quälen. Ohne die globale Erwärmung, mit der sie ihre Vorschriften für Gasöfen, Staubsauger und Waschmaschinen rechtfertigen, wären sie nur Psychopathen.

Das war gestern. Der Bericht ist bald nach der Amtseinführung zu erwarten. Und das wiederum wird in der Energiepolitik ein Vakuum hinterlassen. Machen Sie sich keine Sorgen um das Versprechen von Präsident Trump, die Energiepreise im ersten Jahr seines Amtsantritts mindestens um die Hälfte zu senken. Die Anzahl der Bohrinseln ist bei den derzeitigen Ölpreisen im Abwärtstrend. Niemand wird schneller graben oder bohren, wenn der Ölpreis nicht steigt. Der einzige Grund, warum der Erdgaspreis derzeit niedrig ist, liegt darin, dass die dichten Ölquellen im Permian Basin in Texas und New Mexico das Verhältnis zwischen Gas- und Ölproduktion erhöhen. Das ist kein gutes, sondern ein schlechtes Zeichen, denn es bedeutet, dass der Druck in den Lagerstätten immer schneller abnimmt, was wiederum bedeutet, dass die Ölfördermenge aus jedem Bohrloch schneller sinkt.

Wie sieht es also mit der Energie aus? Zunächst einmal wissen wir, was wir nicht tun sollten, nämlich mehr Sonnenkollektoren und Windturbinen aufstellen. Unsere Enkelkinder werden diese Dinge nicht erben; ist doch ihr Schicksal die Mülldeponie. Glücklicherweise haben die großen Technologieunternehmen die Blockade bei kleinen Kernreaktoren durchbrochen, und eine Renaissance der Kernkraft ist im Gange. Theoretisch sollte sich die Bundesregierung zurückhalten und es dem Markt überlassen, die beste Kernkraft-Technologie herauszufinden.

Aber es gibt ein paar Dinge, welche die neue Trump-Regierung tun könnte, um die Dinge zu beschleunigen und das Risiko für kommerzielle Betreiber zu verringern, was letztendlich zu einer schnelleren Einführung neuer Technologien mit niedrigeren Preisen für die Verbraucher führen wird.

Erstens brauchen wir eine dritte Phase der Synfuels-Forschung in den USA. In der ersten Phase, Ende der 1940er Jahre, wurde in Pike County, Missouri, in einer Bergius-Anlage synthetisches Öl aus Kohle hergestellt. Deutsche Ingenieure halfen, sie in Betrieb zu nehmen. Die zweite Phase führte zum Bau der Great Plains Synfuels Plant in Beulah, North Dakota, im Jahr 1984. Leider ging man damals davon aus, dass in den USA eher eine Erdgas- als eine Ölknappheit herrschte, so dass die Anlage auf die Produktion von synthetischem Erdgas optimiert wurde. Dies war eine Folge des Natural Gas Act von 1938. Die Preisbeschränkungen für Erdgas wurden schließlich 1993 aufgehoben, was einen Anreiz für die Suche nach Erdgas bot, was wiederum die Preise senkte und sich auf die Rentabilität der Beulah-Anlage auswirkte. Die Anlage wurde kürzlich für die Herstellung von Stickstoffdünger optimiert.

Zum Thema Düngemittel sei angemerkt, dass das Land Sri Lanka im Jahr 2021 in einem Anfall von ökoreligiöser Ekstase ein Experiment durchführte, bei dem synthetische Düngemittel verboten wurden. Die Reisproduktion ging um 30 %, die Teeproduktion um 20 % und die Gemüseproduktion um bis zu 40 % zurück. Die Regierung wurde gestürzt und eine Hungersnot nur knapp vermieden.

Der Grund, warum wir eine dritte Phase der Synfuels-Forschung brauchen sind Anzeichen, dass die Produktion von Tight Oil kurz vor dem Umkippen in die Abnahme steht. Sobald der Ölpreis 110 Dollar pro Barrel überschreitet, dürften Anlagen rentabel werden, die Kohle in synthetische Flüssigbrennstoffe umwandeln. Es wäre jedoch besser, Wasserstoff zu verwenden, der durch Elektrolyse mit Strom aus Kernreaktoren erzeugt wird, als einen Teil des Prozessstroms durch Dampfreformierung zu erzeugen. Dadurch würden unsere Kohlereserven länger reichen. Und das hat man bisher nicht getan, weil man davon ausging, dass Kohle immer billig bleiben würde. Wenn das Schreckgespenst Kohlendioxid aus der Welt geschafft ist, wird die Umwandlung von Kohle in Diesel und Benzin das nächste große Ding sein. Jeder, der ein Kohlevorkommen besitzt, wird effektiv ein Ölvorkommen mit dem gleichen Energiegehalt besitzen, abzüglich der Kosten für die Umwandlung.

Die zweite wichtige Maßnahme, die die Trump-Regierung ergreifen könnte, ist der Bau einer oder mehrerer Demonstrationsanlagen für die Wiederaufbereitung abgebrannter Kernbrennstoffe. Derzeit produziert die Kernkraftindustrie in den USA 2000 Tonnen abgebrannte Brennelemente pro Jahr, die zu dem derzeitigen Stapel von 90.000 Tonnen hinzukommen. Die derzeit weltweit vorherrschende Nukleartechnologie sind U²³⁵ verbrennende Leichtwasserreaktoren. Diese Technologie ist äußerst verschwenderisch. Bei dieser Technologie wird das aus dem Boden geholte Uran verarbeitet, um den U²³⁵-Gehalt von 0,7 % auf 3,5 % anzureichern. Was übrig bleibt, sind 86 % des ursprünglichen Urans, das als abgereichertes Uran, jetzt 99,8 % U²³⁸, entsorgt wird. Das einzige, wofür es verwendet wird, ist abgereichertes Uran für Panzerabwehrgeschosse, auch wenn es im Verhältnis zum Gewicht die gleiche Energiemenge wie U²³⁵ liefert, wenn es zu Plutonium gezüchtet wird.

Von den 14 % des Urans, die in den Brennstäben landen, wird nur ein Dreißigstel zur Energieerzeugung verbrannt. Das bedeutet, dass von dem ursprünglich geförderten Uran nur 0,4 % zur Energieerzeugung verwendet werden. Dieser Prozess, der schon seit Jahrzehnten dauert, ist eine unglaubliche Verschwendung. Es ist so, als würde man ein Rind schlachten und nur die Zunge essen.

Man geht davon aus, dass die Wiederaufbereitung abgebrannter Brennelemente teuer ist, teurer als der Abbau von Uran bei einem Yellowcake-Preis von bis zu vielleicht 250 Dollar pro Pfund. Aber wie SpaceX gezeigt hat, können private Betreiber einige staatliche Monopole für 10 % der Betriebskosten ersetzen. Die Lösung könnte so einfach sein, wie den abgebrannten Kernbrennstoff in einen Salzschmelze-Reaktor zu geben, um Strom zu erzeugen und gleichzeitig die Aktiniden abzutrennen. Wir werden es erst wissen, wenn wir damit anfangen, und das Wichtigste ist, dass wir im Jahr 2025 damit beginnen.

David Archibald is the author of American Gripen: The Solution to the F-35 Nightmare

Link: https://wattsupwiththat.com/2024/11/01/the-better-path-in-energy/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Datenmanipulation

Cap Allon

In einer E-Mail aus dem Jahr 2009, die im Mittelpunkt des „ClimateGate“-Skandals steht, schlug der Klimawissenschaftler Tom Wigley vor, den „Erwärmungssprung“ aus den 1940er Jahren – eine Spitze in den Meerestemperaturen, die dem erwarteten Erwärmungstrend widersprach – „absichtlich“ um 0,15 °C zu reduzieren.

Wigley bemerkte, dass „es gut wäre, zumindest einen Teil des Ausschlags aus den 1940er Jahren zu entfernen“, um die Daten mehr in Einklang mit den Modellen zu bringen:

Dies offenbart eine beunruhigende Bereitschaft, Daten zu manipulieren, um sie in ein vorgegebenes Narrativ einzupassen. Aber all dies ist von Anfang an ein törichtes Spiel – der Versuch, Wärme als etwas Schlechtes darzustellen, d.h. noch mehr des Versuches, Kohlendioxid zu verteufeln.

„Es gibt drei Dinge, die man wissen muss, um zu wissen, dass [die Klimakrise] falsch ist“, sagte Greenpeace-Mitbegründer Dr. Patrick Moore kürzlich in einem Interview.

Erstens: Es ist jetzt nicht zu heiß. Viedlmehr haben wir derzeit eine der kältesten Perioden in der Geschichte der Erde. … Zweitens ist der CO₂-Gehalt in der Atmosphäre jetzt niedriger als während fast der gesamten Erdgeschichte. … Drittens muss man wissen, woher kommt all das CO₂, das wir in die Atmosphäre abgeben? Wie ist es in die fossilen Brennstoffe gelangt? Durch Pflanzen, die es aus der Atmosphäre und den Ozeanen aufnehmen. Das Plankton im Meer und die Vegetation auf dem Land wurden in Kohle, Öl und Gas umgewandelt. … Alles, was wir tun, ist Kohlendioxid zu ersetzen… Wenn es nicht genug CO₂ für die Pflanzen gäbe, würden auch wir alle sterben… Wir bringen das CO₂ auf ein viel besseres Niveau zurück, wie es früher der Fall war.“

Das ist jetzt ein etwas anderer Punkt, aber @DrDeath1776 hat eine gute Entscheidung getroffen, indem er auf X schrieb:

„Voyager 1 ist seit 47 Jahren in Betrieb und hat 15 Milliarden Meilen zurückgelegt, und das alles mit der Energie eines kompakten nuklearen Generators, eines sogenannten RTG. In der Zwischenzeit streiten wir uns immer noch über fossile Brennstoffe und Windmühlen…“

Er fährt fort: „Es ist lächerlich, dass wir diese Technologie nicht weiter erforschen, weil ein Haufen Boomer Angst vor einem Unfall hatte.“

Ich behaupte, dass es hier nicht um Lösungen geht (daher die Abneigung gegen die Kernkraft), sondern um Elend, Zerstörung und letztlich um Leibeigenschaft für alle außer den 0,01 %.

Link: https://electroverse.substack.com/p/early-winter-hits-northern-europe?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Zusammenbruch der AMOC: Hype vs. Wirklichkeit

Cap Allon

Wieder einmal wird die Idee verbreitet, dass der Einfluss der Menschheit auf die Arktis katastrophale Veränderungen in der atlantischen Umwälz-Zirkulation (AMOC) auslöst.

Eine neue Studie [frei zugänglich] behauptet, dass das schmelzende Arktis- und Grönlandeis Druck auf diese Zirkulation ausübt und sie möglicherweise zu einer gefährlichen Verlangsamung führt, die an alte, natürlich auftretende Klimaveränderungen erinnert. Die tatsächlichen Daten zu den Temperaturen und der Eisausdehnung in der Arktis deuten jedoch auf eine viel stabilere Realität hin, als die Katastrophisten uns glauben machen wollen.

Werfen wir einen Blick auf die folgenden Diagramme, welche die Temperaturanomalien in der Arktis und die Ausdehnung des Meereises aus Mainstream-Quellen wie HadCRUT4 und NSIDC aufzeigen.

Seit den frühen 2000er Jahren zeigen die Temperaturen in der Arktis relativ bescheidene Schwankungen um einen stabilen Mittelwert. Trotz natürlicher, jahreszeitlich bedingter Spitzen mit beiden Vorzeichen ist das Gesamtbild von 2000 bis zu den letzten Jahren von einer relativen Temperaturstabilität geprägt:

Auch die Ausdehnung des arktischen Meereises ist in den letzten Jahrzehnten weitgehend einem zyklischen Muster gefolgt. Es gibt zwar einen saisonalen Rhythmus – das Eis zieht sich im Sommer zurück und dehnt sich jeden Winter wieder aus – aber die langfristige Trendlinie zeigt kaum den starken, unerbittlichen Rückgang, den man aufgrund der Behauptungen über eine beispiellose Schmelze erwarten würde. Stattdessen zeigen die Daten eine beständige Oszillation:

Was das alarmistische Narrativ noch mehr in Frage stellt: Eine aktuelle, in Science Advances veröffentlichte Studie zeigt, dass die Unsicherheiten bei der Vorhersage von Kipp-Punkten des Klimas, wie z. B. bei der AMOC, den polaren Eisschilden und den tropischen Regenwäldern, weitaus größer sind als bisher angenommen.

Die Studie, durchgeführt von Klimawissenschaftlern der Technischen Universität München (TUM) und des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), weist auf erhebliche Probleme bei der genauen Vorhersage von Kipppunkten hin, die auf mehrere Faktoren zurückzuführen sind:

1. Zu stark vereinfachte mechanistische Annahmen – Viele Klimamodelle beruhen auf Annahmen über physikalische Prozesse und menschliches Handeln, um künftige Veränderungen zu prognostizieren. Diese Annahmen können zu erheblichen Fehlern führen.

2. Mangel an Langzeitdaten – Kontinuierliche, qualitativ hochwertige Beobachtungen sind selten, was es schwierig macht, das nuancierte Verhalten komplexer Systeme wie der AMOC zu erfassen.

3. Unvollständige historische Daten – Lücken in den historischen Klimaaufzeichnungen zwingen die Forscher zur Anwendung von Interpolationsverfahren, die zu Ungenauigkeiten führen können, vor allem bei Prognosen über lange Zeiträume.

Die Vorhersagen für einen möglichen „Kipppunkt“ der AMOC reichen von 2050 bis 8065 – eine Spanne von 6.000 Jahren, was die praktische Nutzlosigkeit dieser Vorhersagen für die Politik unterstreicht. Frühere Schätzungen, wie die, die einen Zusammenbruch bereits im Jahr 2025 vorhersagen, haben sich als reine Spekulationen erwiesen. Trotz der großen Aufmerksamkeit dieser Prognosen in den Medien ist die ihnen zugrunde liegende Wissenschaft mit Unsicherheiten behaftet.

Die Befürworter der AMOC-Verlangsamung berufen sich auf die „letzte Zwischeneiszeit“ als warnendes Beispiel und ignorieren dabei die grundlegenden Unterschiede zwischen vergangenen Klimaereignissen und den heutigen Bedingungen. In der letzten Zwischeneiszeit vor etwa 130.000 Jahren gab es deutlich höhere Meeresspiegel und ausgeprägte Klimamuster, die sich über Jahrtausende, nicht über Jahrzehnte, entwickelten. Die Verwendung dieser Zeit als Modell für Vorhersagen über die nahe Zukunft stellt die Komplexität der Klimadynamik und die differenzierten Kräfte falsch dar, die bei der natürlichen Klimavariabilität im Spiel sind.

Es stimmt zwar, dass langfristige Veränderungen der arktischen Bedingungen die AMOC beeinflussen könnten, aber die Daten der letzten Jahrzehnte stützen kaum die Vorstellung, dass die derzeitige Schmelze – oder das Fehlen derselben – überhaupt irgendeine Wirkung hat. Stattdessen scheint die Erzählung, die von den Medien aufgegriffen wird und auf die sich sinnsuchende Aktivisten stürzen, historische Ereignisse herauszupicken und die gegenwärtige Stabilität zu ignorieren, um ein Gefühl der Dringlichkeit zu erzeugen, das nicht durch Beweise gestützt wird.

Die AMOC-„Krise“ ist ein Paradebeispiel dafür, wie eine übertriebene Konzentration auf ein unsicheres Thema die öffentliche Wahrnehmung verzerren kann.

Link: https://electroverse.substack.com/p/skewed-tropical-cyclone-reporting?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Kältereport Nr. 42 / 2024

Christian Freuer

Vorbemerkung: Man glaubt es kaum – trotz des mittlerweile dort angebrochenen Hochsommers gibt es auch wieder Kälte-Meldungen von der Südhalbkugel – bei einem Sonnenstand wie bei uns Ende April. Nun ja. Ansonsten mehren sich Meldungen von unserer Nordhemisphäre. In den Bulletins von Cap Allon finden sich aber auch immer wieder Hintergrund-Beiträge, die separat übersetzt werden.

Meldungen vom 28. Oktober 2024:

Starke Frühjahrs-Schneefälle in Neuseeland

Für die Jahreszeit untypischer Schneefall hat auf der Südinsel Neuseelands zu weitreichenden Behinderungen geführt, von denen der State Highway 6 am stärksten betroffen war.

Nach umfangreichen Arbeiten gelang es den Bauunternehmern am Sonntagabend, einen Teil des Highway bei Murchison wieder zu öffnen, obwohl der Verkehr weiterhin nur langsam fließt. „Die Straße ist zweispurig befahrbar, allerdings mit einer vorübergehenden Geschwindigkeitsbegrenzung“, teilte die neuseeländische Verkehrsbehörde mit.

Der heftige Frühjahrsschnee hat nicht nur Straßen blockiert, sondern es sind auch zahlreiche Reisende gestrandet. Ein Bus mit 26 Passagieren an Bord rutschte am Samstag auf dem Weg nach Mt. Cook Village von einer verschneiten Straße, wobei glücklicherweise keine Verletzten zu beklagen waren.

Der Meteorologe des MetService, Lewis Ferris, erklärte, dass Schneefälle Ende Oktober zwar nicht ungewöhnlich sind, das Ausmaß des diesjährigen Ereignisses jedoch ungewöhnlich war, was er auf einen intensiven Tiefdruckwirbel zurückführt, welcher kalte Luft aus der Antarktis heranführte.

Dazu gibt es dieses Video.

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Das östliche Russland versinkt im Schnee

Wie RT kürzlich berichtete, wurde die Stadt Magadan im Osten Russlands von einem heftigen Schneesturm heimgesucht, der zu erheblichen Behinderungen führte, da Fahrzeuge, Rettungskräfte und sogar Schneepflüge zum Stillstand kamen.

Dieser Sturm zu Beginn der Saison passt zu einem aktuellen Muster, bei dem der Jetstream häufiger nach Süden abtaucht und sich arktische Luft weit nach Süden in die Landmassen der nördlichen Hemisphäre durchsetzt, in diesem Fall Russland.

Wenn der Sturm in den kommenden Tagen weiter nach Nordosten zieht, sind Kamtschatka und Tschukotka als nächstes von schwerem Winterwetter betroffen. Die örtlichen Behörden werden mobilisiert, und die Bewohner wurden angewiesen, sich auf eine möglicherweise lange und intensive Wintersaison einzustellen.

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Ukraine prognostiziert beträchtliche erste Schneefälle

Die russische Kälte dringt immer weiter nach Westen vor bis nach Osteuropa, einschließlich der Ukraine.

Das ukrainische Wetterzentrum sagt für Anfang November in weiten Teilen des Landes den ersten Nassschnee der Saison voraus, verbunden mit einem erheblichen Temperaturrückgang. Die nächtlichen Tiefstwerte werden voraussichtlich -5°C erreichen, während die Tagestemperaturen zwischen dem Gefrierpunkt und 6°C schwanken.

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Ungewöhnlich früher Schnee auf dem Mauna Kea (Hawaii)

Auf dem Mauna Kea hat es an diesem Wochenende schon früh geschneit, so dass die Big Island von Hawaii schon vor Halloween winterlich aussah – ein seltenes Phänomen.

„Der Winter ist da“, hieß es in einem Facebook-Post der Maunakea Visitor Information Station am Sonntagmorgen.

Schnee im Oktober auf dem Mauna Kea gilt als selten; Anhäufungen finden normalerweise zwischen Dezember und Februar statt. Obwohl der Berg aufgrund seiner Höhe von 4.000 Metern anfällig für Winterstürme ist, sind die Temperaturen im Oktober in der Regel nicht niedrig genug zur Bildung einer Schneedecke.

Link: https://electroverse.substack.com/p/heavy-spring-snowfall-hits-new-zealand?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 30. Oktober 2024:

Neuseeland: Mt Hutt könnte nach einem Meter Frühjahrs-Schnee wieder geöffnet werden

Ein seltener, heftiger Schneefall am Wochenende hat das neuseeländische Skigebiet Mt Hutt mit fast einem Meter Neuschnee überzogen und Diskussionen über eine mögliche Wiedereröffnung am Ende der Saison entfacht.

Der unverhoffte Sturm sorgte in weiten Teilen des Landes für heftige Unwetter, wobei die Südinsel besonders stark vom Schnee betroffen war. Auf dem Mt. Hutt gab es einen der stärksten Oktober-Schneefälle aller Zeiten, was umso beeindruckender ist, wenn man bedenkt, dass es fast November ist.

Das Skigebiet liegt in einer Höhe von 1500 bis 2000 m ü. NN. A. d. Übers.

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Frühe Schneefälle in Pakistan

Das obere Kaghan-Tal in der pakistanischen Provinz Khyber Pakhtunkhwa (KP) wurde am Dienstag von ungewöhnlich frühem Schneefall heimgesucht, der den Verkehr zwischen KP und Gilgit-Baltistan über die wichtige Straße Mansehra-Naran-Jalkhad (MNJ) zum Erliegen brachte.

Die Schneefälle, die in den frühen Morgenstunden des 29. Oktober einsetzten und den ganzen Tag über anhielten, brachten eine plötzliche Abkühlung in die Region. Zu den wichtigsten betroffenen Gebieten gehören Babusar Top, Bessel und Batakundi, wo starke Schneefälle die MNJ-Straße blockierten.

„Dieses Jahr kam der Schneefall fast drei bis vier Wochen früher als in den Vorjahren“, sagte Anwohner Babu Ashraf.

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Rekorde brechender Oktober-Schneefall in Alaska

Anchorage und die umliegenden Gebiete sind dabei, sich von einem frühen Wintersturm zu erholen, der rekordverdächtige Schneemengen brachte.

Bis Dienstagmorgen wurden in der Stadt 30 cm Schnee gemessen, was einen neuen Höchststand für den 28. Oktober und, was noch beeindruckender ist, die höchste Schneedecke im Oktober seit fast 30 Jahren darstellt.

Der Sturm begann am Montag, und in der Nacht fielen 15 cm Schnee, womit der bisherige Rekord vom 28. Oktober 1982 (12 cm) übertroffen wurde. In der Nacht fielen weitere 14 cm, so dass die Schneehöhe in Anchorage so hoch war wie seit 1995 nicht mehr im Oktober.

Link: https://electroverse.substack.com/p/mt-hutt-nz-could-reopen-after-a-meter?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 31. Oktober 2024:

Früher Wintereinbruch in Nordeuropa

Ein Tiefdruckgebiet in der Norwegischen See hat Nordeuropa frühen Schneefall beschert.
Zum Ende der Woche wird diese Kaltfront die russische Halbinsel Kola erreichen.

In der russischen Region Murmansk werden erhebliche Schneefälle vorhergesagt, und starke, böige Winde werden die Kälte noch verstärken. Die Temperaturen werden in der Nacht bis auf -3°C fallen und tagsüber kaum über den Gefrierpunkt steigen.

Mit Beginn des Novembers werden die Temperaturen auf der Halbinsel Kola noch weiter sinken. In Murmansk werden Tiefsttemperaturen von -7 °C und weiterer starker Schneefall erwartet.

In den letzten Wochen sind Teile Europas von der Herbstkälte verschont geblieben. Die neuesten GFS-Läufe deuten jedoch darauf hin, dass sich das ändern wird, insbesondere bis Mitte November, wenn eine echte arktische Luftmasse heranzuziehen droht.

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Starker Schneefall in Marokko

Früher Schneefall hat das Leben in Teilen Marokkos erneut gestört und wichtige Straßen blockiert.

Schnee im Oktober gilt in Marokko als selten. Die Daten zeigen jedoch, dass solche frühen Schneefälle in den letzten Jahren zugenommen haben, wahrscheinlich beeinflusst durch natürliche atmosphärische Zyklen wie die Nordatlantische Oszillation (NAO) und die Arktische Oszillation (AO).

In ihren negativen Phasen schwächen sowohl die NAO als auch die AO die Druckunterschiede zwischen Hoch- und Tiefdruckgebieten ab, wodurch kältere Luft weiter nach Süden, nach Südeuropa und in Teile Nordafrikas gelangen kann.

Der nationale meteorologische Dienst prognostiziert für den Rest der Woche anhaltend kalte Bedingungen und starken Schneefall, wobei sich das Winterwetter von nördlichen Regionen wie Larache, Ouezzane und Chefchaouen bis zu zentralen und westlichen Städten wie Rabat, Sidi Kacem, Kenitra, Sale und Teilen von Casablanca, Berrechid, El Jadida und Safi erstrecken wird.

Im Oktober fiel im Gebirge des Mittleren Atlas Schnee in einer Höhe unter 1500 m.

Link: https://electroverse.substack.com/p/early-winter-hits-northern-europe?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Oktoberschnee in Whitehorse, Kanada

Als Whitehorse am Mittwoch erwachte, lag eine frische Schneedecke – der zweite Schneefall innerhalb weniger Tage – und markierte einen frühen Wintereinbruch.

Jan Polivka, Betriebsleiter des Whitehorse Nordic Centre, sagte: „Ich habe noch nie so viel Schnee Ende Oktober gesehen. Wir hatten schon früher ordentlichen Schnee, aber nicht so viel“.

Obwohl Schnee im Oktober in Yukon nicht gerade selten ist, waren die jüngsten Schneefälle besonders intensiv. Der Meteorologe Ken Dosanjh von Environment Canada bestätigt dies: „Whitehorse hat 15 cm erhalten und Carmacks bis zu 20 cm. Das ist ein bemerkenswertes Ereignis, besonders vor November.“ Der Einheimische Chris Irving erinnert sich daran, wie er als Kind in knietiefem Schnee Süßes oder Saures gespielt hat: „So etwas hat es seit Jahren nicht mehr gegeben, das ist schon ziemlich krass.“

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Rekord-Halloween-Schneefall in Anchorage

Alaska hat einen schneereichen Oktober mit weiterem starken Schneefall beendet.

Anchorage erlebte soeben das schneereichste Halloween aller Zeiten, mit einer Gesamtschneehöhe von 23 cm bis Donnerstag um 22 Uhr – und es schneit immer noch.

Damit wurde der alte Rekord aus dem Jahr 1983 (15 cm) deutlich übertroffen.

Für Anchorage, Kenai und die Mat-Su-Region gelten bis Freitagmorgen weiterhin Winterwetterwarnungen, da der Schnee Süd-Zentralalaska weiterhin bedeckt. Im Landesinneren und in den Regionen nördlich von Kenai sinken die Temperaturen auf Werte zwischen -1 und -5°C.

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Abschließend zu diesem Report hier noch diese Meldung:

Einfach: Falsch

Zwischen 1905 und 1945 stiegen die Meerestemperaturen trotz niedriger, stabiler CO₂-Emissionen deutlich. Im Gegensatz dazu stiegen die CO₂-Emissionen zwischen 1945 und 2015 um fast das Fünffache, während sich der Temperaturanstieg verlangsamte.

Dies beweist, dass CO₂ nicht die Hauptursache für die globalen Temperaturen sein kann, und deutet stattdessen eindeutig darauf hin, dass die natürliche Klimavariabilität der Hauptakteur ist, wie etwa Ozeanzyklen oder Sonneneinflüsse.

Oben: SST-Anomalien. Unten: CO₂-Emissionen.

Trotz dieser unausweichlichen Schlussfolgerung bleibt der Fokus auf CO₂ unerbittlich, und das Nachplappern nimmt kein Ende.

Link: https://electroverse.substack.com/p/october-snows-blanket-whitehorse?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Wird fortgesetzt mit Kältereport Nr. 43 / 2024

Redaktionsschluss für diesen Report: 1. November 2024

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE