Der wenig bekannte 100-jährige solare „Gleissberg-Zyklus“ erwacht

Anthony Watts via SpaceWeather.com

Graphik 1: Die schwarze Linie zeichnet den hundertjährigen Gleissberg-Zyklus nach, der den 11-jährigen Sonnenfleckenzyklus moduliert.

Sie haben schon vom 11-jährigen Sonnenfleckenzyklus gehört. Aber was ist mit dem hundertjährigen Gleissberg-Zyklus? Der Gleissberg-Zyklus ist eine langsamere 100-jährige Modulation, welche die Sonnenfleckenzahl alle 80 bis 100 Jahre unterdrückt. In den letzten ~15 Jahren befand sich die Sonne in diesem Zyklus in der Nähe eines Minimums, aber das wird sich bald ändern.

Neue, soeben in der Zeitschrift Space Weather veröffentlichte Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass der Gleissberg-Zyklus wieder erwacht, wodurch die Sonnenzyklen in den nächsten 50 Jahren immer intensiver werden könnten.

„Wir haben uns Protonen in der Südatlantischen Anomalie angesehen“, erklärt der Hauptautor der Studie, Kalvyn Adams, Astrophysikstudent an der Universität von Colorado. „Das sind Teilchen von der Sonne, die der Erde ungewöhnlich nahe kommen, weil der magnetische Schutzschild unseres Planeten über dem Südatlantik schwach ist.“

Graphik 2:  Die Südatlantische Anomalie (blau) ist eine Schwachstelle im Magnetfeld der Erde, an der Teilchen von der Sonne relativ nahe an die Erde herankommen können [mehr]

Es hat sich herausgestellt, dass Protonen in der Südatlantik-Anomalie ein Kanarienvogel in einer Kohlenmine“ für den Gleissberg-Zyklus sind. Wenn diese Protonen abnehmen, bedeutet dies, dass der Gleissberg-Zyklus kurz vor einem Anstieg steht. „Genau das haben wir festgestellt“, sagt Adams. „Die Protonen nehmen in den Messungen, die wir von den Polar Operational Environmental Satellites der NOAA erhalten haben, deutlich ab.“

Die Protonen in der Südatlantischen Anomalie sind nur der jüngste Teil einer wachsenden Zahl von Hinweisen darauf, dass das „Gleissberg-Minimum“ vorüber ist. Die Zahl der Sonnenflecken hat zugenommen, die ultraviolette Strahlung der Sonne hat zugenommen, und die Gesamtaktivität des Sonnenzyklus 25 hat die Prognosen übertroffen. All dies deutet auf einen Aufschwung im 100-jährigen Zyklus hin.

Es bedeutet auch, dass Joan Feynman Recht hatte. Bevor sie im Jahr 2020 verstarb, war die bahnbrechende Sonnenphysikerin eine führende Forscherin des Gleissberg-Zyklus‘, und sie glaubte fest daran, dass die hundertjährige Oszillation für die bemerkenswerte Schwäche des Sonnenzyklus 24 (2012-2013) verantwortlich war. In einer bahnbrechende, im Jahre 2014 veröffentlichten Studie argumentierte sie, dass das Minimum des Gleissberg-Zyklus‘ fast genau auf den Solarzyklus 24 fiel, was ihn zum schwächsten Zyklus seit 100 Jahren machte. Das Blatt sollte sich nun wenden.

Das Wiederaufleben des Gleissberg-Zyklus‘ gibt eine klare Vorhersage für die Zukunft: Die Sonnenzyklen 26 bis 28 sollten intensiver werden. Der Solarzyklus 26, der im Jahr 2036 seinen Höhepunkt erreicht, wäre stärker als der derzeitige Solarzyklus 25, und so weiter. Das prognostizierte Maximum des Gleissberg-Zyklus‘ liegt um 2055, was mehr oder weniger mit dem Sonnenzyklus 28 übereinstimmt. Dieser Zyklus könnte also recht intensiv sein.

„Da die Zahl der Satellitenstarts stark zunehmen wird, ist es wichtig, sich auf Veränderungen in der Weltraumumgebung einzustellen, die von Tausenden von Satelliten und Raumfahrzeugen von allen Seiten durchflogen wird“, sagt Adams. „Die Sonnenaktivität und die Partikelflüsse könnten sich in den kommenden Jahrzehnten stark verändern.“

Weitere Informationen finden Sie in Adams‘ ursprünglicher Forschungsarbeit hier.

Link: https://wattsupwiththat.com/2025/05/08/the-suns-little-known-100-year-gleissberg-cycle-is-waking-up/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Die Apokalypse durchkreuzen: Curry und DeAngelo entlarven den Mythos der Klimakatastrophe

Charles Rotter

Abstract

Das apokalyptische Klimagerede ist ein ernsthaft irreführendes Propagandainstrument und ein sozial destruktiver Leitfaden für die öffentliche Politik. Das Narrativ übertreibt radikal die Risiken, die der Menschheit durch die fortgesetzte globale Erwärmung drohen, die überschaubar und nicht existenziell sind. Es schreibt eine groß angelegte, kurzfristige Unterdrückung der Nutzung fossiler Brennstoffe vor und verkennt dabei die enormen Kosten, die eine solche Unterdrückung für die Menschen mit sich bringen würde, da fossile Brennstoffe derzeit unersetzliche Ressourcen für die Herstellung von Nahrungsmitteln (über ammoniakbasierte Düngemittel), Stahl, Zement und Kunststoffen sind. In dieser Studie werden die Fehler in der apokalyptischen Vision aufgezeigt und neun Grundsätze für eine vernünftige Energie- und Klimapolitik in den USA formuliert.

In einer Zeit, in der sich Ängste schneller verkaufen als Fakten, kommt ein erfrischender Hauch von Vernunft in Form einer neuen Studie von Dr. Judith Curry und dem Wirtschaftswissenschaftler Harry DeAngelo. Unter dem Titel „A Critique of the Apocalyptic Climate Narrative“ (Eine Kritik des apokalyptischen Klima-Narrativs) demontiert diese Studie Stein für Stein den weit verbreiteten Glauben, dass die Menschheit am Rande des klimabedingten Aussterbens steht und dass die Rettung in der dringenden Abkehr von fossilen Brennstoffen liegt.

Curry und DeAngelo beginnen mit einer nüchternen Mahnung: „Alarmierende Narrative, die eine Aura der Plausibilität haben, können sehr wirksame Instrumente zur Beeinflussung der öffentlichen Meinung und der öffentlichen Politik sein.“ Das ist, kurz gefasst, die Geschichte der Klimapolitik der letzten 30 Jahre. Ein Narrativ wurde gesponnen, geschliffen und als Waffe eingesetzt – nicht um die Öffentlichkeit zu informieren, sondern um sie in Richtung einer wirtschaftlich und politisch ruinösen Politik zu lenken.

Diese Studie stellt nicht nur die Dringlichkeit der Dekarbonisierung in Frage, sondern höhlt sie auch aus.

Die wahre Klimabilanz: Mehr Wohlstand, nicht Untergang

Curry und DeAngelo erteilen den Unkenrufern eine deutliche statistische Absage und betonen:

„Seit Ende des 19. Jahrhunderts ist die Durchschnittstemperatur der Erde um etwa 1,3°C gestiegen… Im gleichen Zeitraum… gab es bei den meisten Arten von extremen Wetterereignissen nur geringe oder keine nachweisbaren Veränderungen.“

In der Zwischenzeit ist die Weltbevölkerung stark gestiegen, die landwirtschaftliche Produktion hat sich vervierfacht und die Lebenserwartung hat sich mehr als verdoppelt. Die Sterblichkeitsrate bei kaltem Wetter – zehnmal tödlicher als bei Hitze – ist drastisch gesunken, während die grüne Blattfläche der Erde dank der CO₂-Düngung um 5 % zugenommen hat.

Wenn dies eine Krise ist, ist man versucht zu fragen: Können wir mehr davon haben?

Der Net-Zero-Schwindel

Dr. Currys Kritik ist besonders schwerwiegend, wenn sie sich gegen die Phantasterei des Netto-Null-Effekts richtet. Wie die Autoren anmerken:

„Heute bezieht die Welt 81 % ihrer Energie aus fossilen Brennstoffen… In absoluten Zahlen hat der weltweite Verbrauch von Öl, Erdgas und Kohle zugenommen.“

Milliarden werden in Solar- und Windenergie investiert – nicht, um fossile Brennstoffe zu ersetzen, sondern lediglich, um zusätzliche Kapazitäten zu schaffen. Die Emissionen sind nicht zurückgegangen, sie sind gestiegen. Der Grüne New Deal? Ein grüner New Damn.

Der Mythos der drohenden Katastrophe

Diese Studie befasst sich auch mit dem Lieblingsgespenst der Klimaalarmisten: Kipp-Punkte.

„Es gibt auch geringes Vertrauen in Schlussfolgerungen zu möglichen Kipppunkten, was auf die großen (Knight’schen) Unsicherheiten in unserem Verständnis des komplexen Klimasystems zurückzuführen ist.“

Im Klartext: Wir verstehen das System nicht gut genug, um mit Sicherheit katastrophale Umschwünge vorherzusagen. Doch das hat die technokratische Priesterschaft nicht davon abgehalten, Billionen an Steuergeldern zu fordern.

Rationale Energiepolitik: Am wichtigsten: keinen Schaden anrichten

Anstatt den grünen Drachen namens Netto-Null zu jagen, schlagen die Autoren gesunden Menschenverstand vor:

„Wir sollten nicht auf fossile Brennstoffe verzichten, bevor wir nicht einen technologisch machbaren und kosteneffizienten Ersatz für die kritischen Ressourcen haben, die sie für die Produktion von Lebensmitteln, Stahl, Zement, Kunststoffen und Strom liefern.“

Ihre neun Grundsätze für eine vernünftige Energiepolitik – von Investitionen in Innovationen bis hin zu einer Wiederbelebung der Kernkraft – sollten an der Bürotür jedes politischen Entscheidungsträgers ausgehängt werden, der immer noch an der Vorstellung festhält, das Klima durch Gesetze kontrollieren zu können.

Unter dem Strich

„Ist eine nicht nachweisbare Verringerung des Erwärmungstrends die enormen Einbußen an Lebensqualität wert, die durch eine sofortige Umstellung auf Netto-Null verursacht werden? … Es gibt keine glaubwürdigen Beweise für eine existenzielle Bedrohung durch die globale Erwärmung.“

Dr. Currys Arbeit liefert das dringend benötigte Gegengift zur Klimahysterie. Ihre Botschaft ist klar: Das vermeintliche Heilmittel – der sofortige Ausstieg aus fossilen Brennstoffen – ist weitaus gefährlicher als die Krankheit.

Die Studie kommt zu dem Schluss: „Versuche, die Nutzung fossiler Brennstoffe aggressiv zu unterbinden, sind sozial destruktiv und würden der Menschheit erhebliche vermeidbare Kosten aufbürden.“

In einer Welt, die von ideologischem Klimatheater überschwemmt wird, hat uns Dr. Curry einen Spielplan mit einem seltenen Gut überreicht: der Wahrheit.

Link: https://wattsupwiththat.com/2025/05/06/puncturing-the-apocalypse-curry-and-deangelo-expose-the-myth-of-climate-catastrophe/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Ist es endlich an der Zeit, die Klimamodell-Panik zu beenden?

Steve Goreham

Klimamodelle bilden seit mehr als 35 Jahren die Grundlage für die Sorge um den Klimawandel. Die US-Regierung, die Vereinten Nationen und Organisationen auf der ganzen Welt haben sich auf Modellprojektionen gestützt, um vor der globalen Erwärmung zu warnen und einen Wechsel zu erneuerbaren Energien zu fordern. Doch die Haushaltskürzungen der Trump-Regierung bei der NASA, der NOAA und anderen Bundesbehörden drohen, die Modelle und damit das Herzstück des Klimawandel-Alarmismus‘ abzuschalten.

Im Juni 1988 hielt Senator Tim Wirth, damals Vorsitzender des Ausschusses für Energie und natürliche Ressourcen, die allererste Anhörung über die Wissenschaft des Klimawandels ab. Dr. James Hansen, Leiter eines Computermodellierungsteams bei der NASA, sagte aus, dass er „… zu 99 Prozent davon überzeugt ist, dass die Welt tatsächlich wärmer wird und dass dies mit hoher Wahrscheinlichkeit auf die vom Menschen verursachten Treibhausgase zurückzuführen ist.“

Seit Dr. Syukuro Manabe vom Geophysical Fluid Dynamics Laboratory in Washington D.C. in den 1960er Jahren eines der ersten Klimamodelle entwickelt hat, warnen Modellierer davor, dass der Mensch einen gefährlichen Klimawandel verursacht. Die globalen Temperaturen sind in den letzten 140 Jahren nur um etwas mehr als ein Grad Celsius gestiegen, aber die Modelle projizieren einen schnelleren zusätzlichen Anstieg von 0,5ꟷ3,5°C bis zum Jahr 2100.

Klimamodelle werden von Wissenschaftlern, Forschern und politischen Entscheidungsträgern verwendet, um mögliche zukünftige Klimaauswirkungen abzuschätzen. Globale Organisationen wie das IPCC der Vereinten Nationen und die Weltbank nutzen Modellprojektionen, um zu Klimaschutzmaßnahmen aufzurufen. Nichtregierungsorganisationen wie Greenpeace nutzen Modellprojektionen, um Gelder zu beschaffen. Doch die Trump-Regierung scheint im Begriff zu sein, die US-Klimamodelle abzustellen.

Weltweit gibt es mehr als 40 Klimamodelle, wobei 13 der führenden Modelle in den USA angesiedelt sind. Die US-Modelle werden von der National Aeronautics and Space Administration (NASA) in New York City, der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) in Princeton, New Jersey, und dem Department of Energy (DOE) in Boulder in Colorado betrieben. Jede dieser Organisationen wurde im Rahmen der Haushaltskürzungen der Trump-Regierung angewiesen, Personal abzubauen.

Das Weiße Haus könnte die NASA bald auffordern, sich auf Weltraumprogramme zu konzentrieren und nicht auf den Klimawandel. Im Februar verweigerte die Regierung NASA-Beamten die Erlaubnis, zu einem internationalen Klimatreffen in China zu reisen. Gleichzeitig strich die NASA-Leitung die Mittel für einen Unterstützungsvertrag für den 7. IPCC-Zustandsbericht. Die NASA war einer der Hauptverfasser früherer IPCC-Bewertungsberichte. Die vorläufigen Ausgabenpläne der Regierung für das Haushaltsjahr 2026 würden das Wissenschaftsbudget der NASA um fast die Hälfte auf 3,9 Milliarden Dollar kürzen.

Die Regierung will auch die Klimawandelprogramme der NOAA beenden. Die Pläne sehen eine Kürzung des NOAA-Budgets um 27 % auf 4,5 Milliarden Dollar vor. Die endgültigen Haushaltsbeträge für die NASA und die NOAA müssen vom Kongress genehmigt werden, wobei sich die um das Klima besorgten Abgeordneten sicher wehren werden.

Klimamodelle laufen auf Supercomputern und sind teuer. Supercomputer kosten etwa 50 Millionen Dollar im Voraus und 20 Millionen Dollar pro Jahr zur Unterstützung jedes Klimamodellierungsteams. Die Modellierungsteams der NASA, der NOAA und des DOE könnten die geplanten umfangreichen Kürzungen nicht verkraften.

Neben den Klimamodellen werden auch die Budgets für andere Klimaprojekte gekürzt. Die Sea Level Research Group an der University of Colorado untersucht seit etwa zwei Jahrzehnten den Anstieg des Meeresspiegels. Diese Gruppe erhält einen Großteil ihrer Mittel von der NASA und anderen Bundesbehörden. Das Mauna Loa Laboratory auf Hawaii misst seit den 1950er Jahren den Anstieg der CO₂-Konzentration in der Atmosphäre, könnte aber aufgrund von NOAA-Finanzierungskürzungen geschlossen werden. Drei NASA-Satelliten, die für die Sammlung von Klimadaten verwendet werden, müssen ebenfalls ersetzt werden, aber es gibt keine Pläne dafür.

Die Trump-Regierung kürzt die Mittel für die Klimaforschung in allen Bundesministerien, was erhebliche Auswirkungen auf die Bemühungen der USA und der ganzen Welt hat, Maßnahmen gegen den Klimawandel zu ergreifen. Vielleicht ist es wirklich an der Zeit, dass sich die NASA auf die Erforschung des Weltraums und die NOAA auf die Wettervorhersage konzentriert und die Klimamodelle abgeschaltet werden.

This article originally appeared at Master Resource

Link: https://www.cfact.org/2025/05/02/time-to-end-climate-model-panic/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Die Falle der erneuerbaren Energien: Eine Warnung an Nationen, die blind nach Nachhaltigkeit streben

Terry L. Headley

Während sich die Welt zunehmend auf erneuerbare Energien umstellt, wächst die Gefahr, dass die Nationen in die „Erneuerbare-Energien-Falle“ tappen. Diese Falle entsteht, wenn man sich auf eine Energiewende einlässt, ohne die wirtschaftlichen, ökologischen und geopolitischen Folgen zu verstehen. Während erneuerbare Energiequellen wie Wind-, Sonnen- und Wasserkraft als die Zukunft der globalen Energieversorgung gepriesen werden, könnten Nationen, die sich ohne strategischen Plan auf diese Technologien stürzen, vor ernsten wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Herausforderungen stehen. Die Wahrheit ist, dass das blinde Festhalten an den erneuerbaren Energien, zumindest in ihrer derzeitigen Form, nicht das Allheilmittel ist, für das viele sie halten. Vielmehr könnte es sich für Industrie- und Entwicklungsländer gleichermaßen als kurzer, grüner Weg in den wirtschaftlichen Ruin erweisen.

Die falschen Verheißungen der erneuerbaren Energien: Versteckte Kosten und Risiken

Das Versprechen der erneuerbaren Energien wird oft mit einer Aura der Unfehlbarkeit verbunden – sauber, grün und grenzenlos. Dabei werden jedoch die versteckten Kosten des Übergangs zu erneuerbaren Energiesystemen übersehen, von denen viele durch irreführende Behauptungen und unvollständige Buchführung verschleiert werden. Die deutsche Energiewende beispielsweise ist ein warnendes Beispiel dafür, wie gut gemeinte Maßnahmen zu unbeabsichtigten Folgen führen können.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Deutschland, einst als Vorreiter bei der Revolution der erneuerbaren Energien gepriesen, hat über ein Jahrzehnt lang massiv in Wind- und Solarenergie investiert. Trotz der Ausgaben in Höhe von mehreren Milliarden Euro hat Deutschland seine Treibhausgas-Emissionen kaum reduziert, und die finanzielle Belastung für die Verbraucher war erheblich. Im Jahr 2020 hatte Deutschland die höchsten Strompreise in Europa, was größtenteils auf die Subventionen und die Unterstützung der Unternehmen für erneuerbare Energien zurückzuführen ist. Die Energierechnungen für die Verbraucher sind in die Höhe geschnellt, was zum Teil auf die Kosten für die Aufrechterhaltung von Reservekraftwerken für fossile Brennstoffe zurückzuführen ist, um die Netzstabilität zu gewährleisten, wenn die Wind- und Sonnenenergie nicht ausreicht.

Außerdem hat der deutsche Vorstoß für erneuerbare Energien zu einer paradoxen Abhängigkeit von der Kohle geführt. Wie schon so oft gesagt: Wenn der Wind nicht weht und die Sonne nicht scheint, ist Deutschland gezwungen, auf Kohlekraftwerke zurückzugreifen, um den Bedarf zu decken. Ironischerweise hat dies genau die Umweltziele untergraben, die das Land erreichen wollte. Trotz der hohen Investitionen in erneuerbare Energien ist der Kohleverbrauch in Deutschland gestiegen, da die erneuerbaren Energiequellen nur sporadisch zur Verfügung stehen, was eine der größten Schwächen eines von erneuerbaren Energien dominierten Netzes verdeutlicht: die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen, um die Lücken zu schließen.

Und warum?

Weil Deutschland mindestens so viel Grundlast-Kohlekraftwerke in Reserve halten muss, wie es an erneuerbaren Energiequellen hat, um sicherzustellen, dass es jederzeit Strom zur Verfügung hat. Die Realität ist, dass die Deutschen für den gleichen Strom zwei- oder dreimal zahlen.

Steigende Energiekosten und die Bedrohung durch Energiearmut

Die finanzielle Belastung durch die Politik der erneuerbaren Energien geht über Deutschland hinaus und betrifft Millionen von Haushalten auf der ganzen Welt. Eine der wichtigsten, aber oft übersehenen Folgen der Energiewende sind die steigenden Stromkosten. Die Umstellung auf erneuerbare Energien hat die Strompreise so weit in die Höhe getrieben, dass Energiearmut in vielen Ländern zu einem echten Problem wird.

Unter Energiearmut versteht man die Unfähigkeit von Haushalten, sich ausreichend Energie zum Heizen, Kühlen und Betreiben ihrer Häuser leisten zu können. Die Internationale Energieagentur (IEA) definiert Energiearmut als den fehlenden Zugang zu bezahlbarer und zuverlässiger Energie. Da die Kosten für Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien weiter steigen, laufen immer mehr Haushalte Gefahr, in Energiearmut zu geraten.

Im UK zum Beispiel hat der Vorstoß der Regierung für erneuerbare Energien zu einem erheblichen Anstieg der Strompreise geführt. Einem Bericht des britischen Netzbetreibers National Grid zufolge ist die durchschnittliche jährliche Stromrechnung für einen britischen Haushalt zwischen 2008 und 2020 um 30 % gestiegen, wobei ein erheblicher Teil des Anstiegs auf die Investitionen des Landes in erneuerbare Energien zurückzuführen ist. Die britische Regierung hat Wind- und Solarenergieprojekte stark subventioniert, aber diese Subventionen werden von den Verbrauchern durch höhere Stromrechnungen bezahlt. Dies hat dazu geführt, dass Millionen britischer Haushalte Mühe haben, mit den steigenden Energiekosten zurecht zu kommen.

Auch in Kalifornien ist die Energiearmut auf dem Vormarsch, verfolgt doch der Staat aggressiv die Ziele für erneuerbare Energien. Kalifornien hat zwar stark in die Solarenergie investiert, ist aber nicht in der Lage, die Schwankungen der erneuerbaren Energien auszugleichen. In Zeiten des Spitzenbedarfs, wenn Solar- und Windenergie nicht ausreichen, ist der Staat gezwungen, auf Erdgas und importierten Strom zurückzugreifen, was die Kosten in die Höhe treibt. Kalifornien hat mit die höchsten Strompreise in den Vereinigten Staaten, und viele einkommensschwache Familien bekommen die Auswirkungen zu spüren. Nach Angaben der California Public Utilities Commission waren im Jahr 2020 mehr als 1,3 Millionen Haushalte in diesem Bundesstaat von Energiearmut bedroht. Trotz der Bemühungen des Staates um saubere Energie können sich viele Einwohner ihre Stromrechnungen nicht leisten und müssen sich entscheiden, ob sie für Energie oder ihr Geld für andere lebenswichtige Dinge wie Lebensmittel und Medikamente ausgeben.

Südaustralien ist ein weiteres Beispiel für die Falle der erneuerbaren Energien. Dort hat man eine aggressive Politik im Bereich der erneuerbaren Energien verfolgt und ist zu einem der weltweit führenden Länder bei der Nutzung von Wind- und Sonnenenergie geworden. Diese Entwicklung hat jedoch zu erheblichen Strompreisspitzen geführt. Der Bundesstaat war mit Preisschwankungen und Stromausfällen konfrontiert, die auf die Schwankungen der erneuerbaren Energien zurückzuführen waren. Im Jahr 2017 kam es in Südaustralien zu einem großflächigen Stromausfall, nachdem ein Sturm das Übertragungsnetz beschädigt hatte, und der Bundesstaat kämpft seitdem um die Aufrechterhaltung der Netzstabilität. Die zunehmende Abhängigkeit von erneuerbaren Energien hat zu einem sprunghaften Anstieg der Strompreise geführt, so dass viele Haushalte ihren Grundbedarf an Energie nicht mehr decken können. Nach Angaben der australischen Energieregulierungsbehörde sind die Strompreise in Südaustralien in den letzten zehn Jahren um 50 % gestiegen, und viele einkommensschwache Familien sind davon betroffen.

Die geopolitische Falle: Energieabhängigkeit, Rohstoffe und nationale Sicherheit

Der Übergang zu erneuerbaren Energien wirft auch wichtige geopolitische Fragen auf, insbesondere im Bereich der Rohstoffe. Die Technologien für erneuerbare Energien sind in hohem Maße von Metallen der Seltenen Erden, Lithium, Kobalt und Nickel für die Herstellung von Batterien, Solarzellen und Windturbinen abhängig. Diese Rohstoffe stammen überwiegend aus Ländern mit einem weniger stabilen politischen Umfeld oder werden von einigen wenigen Ländern wie China monopolisiert.

Dies schafft eine neue Form der Energieabhängigkeit. So wird beispielsweise die globale Lieferkette für Lithium und Kobalt weitgehend von China kontrolliert, was Fragen zur nationalen Sicherheit und das Potenzial für Preismanipulationen oder Handelsunterbrechungen aufwirft. Länder, die sich auf erneuerbare Energien stürzen, ohne diversifizierte Versorgungsketten zu entwickeln, könnten bei kritischen Materialien von einer Handvoll ausländischer Staaten abhängig werden – ein Echo der geopolitischen Verwundbarkeit, mit der ölabhängige Länder seit Jahrzehnten zu kämpfen haben. Diese neue Energieabhängigkeit könnte das Ziel der Energieunabhängigkeit untergraben, das viele Länder anstreben.

Außerdem ist der Abbau dieser Materialien alles andere als sauber oder umweltfreundlich. In Ländern wie der Demokratischen Republik Kongo, wo ein Großteil des weltweit geförderten Kobalts herkommt, ist der Bergbau mit schweren Umweltschäden und Menschenrechtsverletzungen verbunden. Die Umweltschäden, die mit dem Abbau von Lithium, Kobalt und Seltenerdmetallen verbunden sind, werden in der „grünen“ Berichterstattung über erneuerbare Energien oft nicht erwähnt. In vielen Fällen führt die Gewinnung dieser Materialien zu erheblicher Wasserverschmutzung, Abholzung von Wäldern und schädlichen Luftemissionen.

Die versteckten Kosten: Wirtschaftliche Belastungen und soziale Ungleichheit

Ein weiteres großes Problem bei der Förderung erneuerbarer Energien ist die Art und Weise, wie die tatsächlichen Kosten vor der Öffentlichkeit verborgen werden. Die Regierungen werben oft mit den wirtschaftlichen Vorteilen der erneuerbaren Energien, ohne die finanzielle Belastung der Verbraucher zu berücksichtigen. Die Umstellung auf erneuerbare Energietechnologien erfordert oft erhebliche staatliche Subventionen, die in der Regel von den Steuerzahlern finanziert oder über höhere Stromtarife an die Verbraucher weitergegeben werden. Im Falle der Europäischen Union werden die Kosten der Subventionen für erneuerbare Energien häufig durch irreführende Buchführungspraktiken verschleiert, welche die wahren Kosten für die Aufrechterhaltung der Netzstabilität nicht erfassen.

Nehmen Sie Kalifornien, einen Bundesstaat, der aggressiv Initiativen für erneuerbare Energien verfolgt hat. Während Solar- und Windenergie an Popularität gewonnen haben, hat die Abhängigkeit Kaliforniens von intermittierenden erneuerbaren Energien zu explodierenden Energiepreisen und Stromausfällen geführt. Der Staat war gezwungen, sich auf Erdgaskraftwerke als Reservestromquellen zu verlassen, was zu einem widersprüchlichen Energiesystem führte, das immer noch von fossilen Brennstoffen abhängig ist. Darüber hinaus haben die hohen Kosten für die Implementierung der Infrastruktur für erneuerbare Energien unverhältnismäßig stark Familien mit niedrigem Einkommen getroffen, die sich die höheren Stromrechnungen nicht leisten können.

Die entscheidende Rolle der mit Kohle befeuerten Grundlast-Stromerzeugung

Während sich die Nationen darum bemühen, die ehrgeizigen Ziele für erneuerbare Energien zu erreichen, darf die Rolle der Kohleverstromung für die Grundlast-Versorgung nicht übersehen werden. Entgegen der weit verbreiteten Meinung, Kohle sei ein Relikt der Vergangenheit, ist Kohle nach wie vor die zuverlässigste, erschwinglichste und am besten skalierbare Option für die Bereitstellung stabiler Elektrizität in einer Welt mit steigendem Energiebedarf.

Grundlaststrom bezieht sich auf die Mindestnachfrage in einem Stromnetz über einen bestimmten Zeitraum hinweg. Kohlekraftwerke sind in einzigartiger Weise in der Lage, diesen Grundlaststrom zuverlässig zu liefern. Im Gegensatz zu Wind- und Solarkraftwerken, die unstetig und wetterabhängig sind, können Kohlekraftwerke rund um die Uhr Strom erzeugen, unabhängig von den äußeren Bedingungen. Dies gewährleistet eine stabile und vorhersehbare Energieversorgung, die sowohl für den industriellen Bedarf als auch für den privaten Verbrauch von entscheidender Bedeutung ist.

Kohle ist auch eine der günstigsten Stromquellen. Die Stromgestehungskosten (LCOE) – die Kosten für die Stromerzeugung pro Megawattstunde – sind bei Kohlekraftwerken niedriger als bei vielen erneuerbaren Energien, insbesondere wenn man die Kosten für die gesamte Infrastruktur und die Netzintegration von Wind- und Solarenergie mit einbezieht. In den USA beispielsweise ist Kohle nach wie vor kosteneffizienter als Erdgas und viele erneuerbare Energien, insbesondere in Regionen wie dem Mittleren Westen, wo das Energienetz stärker auf Kohlekraftwerke angewiesen ist.

Außerdem ist Kohle in vielen Ländern reichlich vorhanden und im Inland verfügbar, was die Abhängigkeit von ausländischen Energiequellen verringert. Dies erhöht die Energiesicherheit, insbesondere für Länder, die versuchen, die geopolitischen Risiken zu vermeiden, die mit Energieimporten verbunden sind, einschließlich Öl, Erdgas und Seltenerdmetallen, die für erneuerbare Technologien benötigt werden.

Schlussfolgerung: Ein ausgewogener, in der Realität verankerter Ansatz ist unerlässlich

Die erneuerbaren Energien versprechen zwar eine nachhaltige Zukunft, doch muss die Welt mit Vorsicht vorgehen. Die Staaten können es sich nicht leisten, in die Erneuerbare-Energien-Falle zu tappen, indem sie sich diese Technologien zu eigen machen, ohne das gesamte Spektrum ihrer Auswirkungen zu berücksichtigen. Die Erfahrungen Deutschlands mit der Energiewende zeigen, dass ein zu starkes Engagement für erneuerbare Energien neue Umweltprobleme, wirtschaftliche Belastungen und politische Risiken mit sich bringen kann. Eine ausgewogene Energiestrategie, die Energiesicherheit, wirtschaftliche Nachhaltigkeit und ökologische Verantwortung miteinander verbindet, ist von entscheidender Bedeutung.

Kohlebefeuerter Grundlaststrom bleibt ein wesentlicher und zuverlässiger Bestandteil eines ausgewogenen Energie-Portfolios. Sie liefert erschwinglichen, stabilen und sicheren Strom und sorgt dafür, dass die Länder beim Übergang zu umweltfreundlicheren Energiequellen keine Energiearmut oder Netzinstabilität riskieren. Die Revolution der erneuerbaren Energien muss ein Schritt nach vorn sein, kein Sprung ins Ungewisse. Wenn wir die wahren Kosten der erneuerbaren Energien und die unersetzliche Rolle der Kohle anerkennen, können wir eine zuverlässigere und nachhaltigere Energiezukunft für alle schaffen.

Terry L. Headley is President, The Headley Company. 

This article was originally published by RealClearEnergy and made available via RealClearWire.

Link: https://wattsupwiththat.com/2025/05/06/the-renewable-energy-trap-a-warning-to-nations-pursuing-blind-sustainability/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Anmerkung des Übersetzers: Ein ganz entscheidender Vorteil der Kohleverstromung ist in diesem Beitrag mit keinem Wort erwähnt, nämlich die Emission des von der Natur dringend benötigten zusätzlichen Kohlendioxids!

 




Die Kohlendioxid-Erwärmungstheorie ist falsch. Das zeigt uns der Deutsche Wetterdienst mit seinen Apriltemperaturen – Teil 2

Von Matthias Baritz, Josef Kowatsch

Teil 1 hier

Teil 2: Unterschiedlicher Verlauf der Tages/Nachttemperaturen

  • Die Schere zwischen Tag und Nachttemperaturen öffnet sich seit dem Klimawandel
  • Der Klimawandel fand in Mittel- und Westeuropa erst im Jahre 1987/88 statt
  • Keine Korrelation zwischen Temperaturen und CO₂-Zunahme

Anmerkung: Der DWD- erfasst bei seinen Wetterstationen die Maximum- und die Minimum-Temperaturen mit einem Digitalthermometer, also die Tagesspitzen und die nächtlichen Tiefsttemperaturen, die in aller Regel kurz nach Sonnenaufgang gemessen werden. Bei warmen Apriltagen schaukelt sich die Temperatur aufgrund der schon hochstehenden Sonne und den südlichen Wetterlagen auf, so dass eine hohe Tmax auch zugleich einen warmen Apriltag tagsüber beschreibt. Umgekehrtes gilt für die Nacht. Deshalb reden wir verkürzt von Tages/Nachttemperaturen.

In Teil 1 hatten wir festgestellt, dass der April ab 1987/88 durch einen Temperatursprung wärmer wurde und zwar bei allen deutschen Wetterstationen, auch bei den WI-armen. Nochmals die Grafik der Apriltemperaturen dazu, ohne Aufschlüsselung in Tag/Nacht:

Abb.1: 30 Tagesmessungen ergeben den Schnitt für 1 Jahr. In früheren Jahrzehnten wurde diese Tagesmessung nach einer anderen Methode und analog in der englischen Wetterhütte ermittelt, die auch noch an einem anderen Platz stand, als die heutige Ermittlung nach DWD-Norm.

Nun könnten von der Treibhauserwärmung Überzeugte unter den Lesern behaupten, dieser natürliche Temperatursprung 1988 – siehe Grafik 1- wäre ein Einfluss von Treibhausgasen. Diese eventuelle Falsch-Überzeugung lässt sich leicht widerlegen, indem man den April-Temperaturverlauf seit 1988 auftrennt in Tag/Nachttemperaturen.

Wir gehen davon aus: Würde CO₂ der Haupttreiber der Temperaturen sein wie die Definition der Treibhauskirche von Klimawandel vorgibt, dann dürfte es zwischen einzelnen Wetterstationen kaum Unterschiede in den linearen Regressionslinien geben und zwar bei allen Wetterstationen der Welt.

Hinweis zur Übersichtlichkeit der folgenden Grafiken: Der Leser möge in den nun folgenden Grafiken vor allem den Trendverlauf der blauen unteren Nachttiefsttemperaturen mit dem Trendverlauf der oberen grauen Grafik, den Tageshöchsttemperaturen vergleichen. Vielleicht sollte man noch betonen, dass die monatlichen Maxima und Minima Durchschnittswerte aller täglichen Tmax/Tmin sind.

Unterschiedliche Entwicklung der Tag/Nachtemperaturen beim April

Der DWD bietet keinen Schnitt der Tag/Nachttemperaturen, erfasst als Tmax und Tmin seiner fast 2500 Wetterstationen an. Also auch kein Diagramm. Nur Einzelstationen. Herr Baritz hat sich die zeitaufwändige unendliche Mühe gemacht und fast 540 repräsentativ herausgegriffene DWD-Stationen zu einem Deutschland-Schnitt seit 1947 zusammengefasst. Ein zeitlich weiteres Zurückgehen war leider nicht möglich, da erst nach Kriegsende genügend Wetterstationen vorliegen, die auch heute noch alle drei Parameter messen.

Abb. 2: Aufgetragen sind 2 Zeiträume, 1947 bis 1987, dann der Temperatursprung und ab 1988 bis heute. Außerdem 3 Grafikverläufe: Die obere graue Grafik fasst die Tmax Temperaturen des Monats April, die mittlere braune Grafik die Tagesschnitte (24-Stunden) und die blaue Grafik die kältesten Nachttemperaturen, gemessen in Tmin. Quelle https://www.wetterzentrale.de/de/weatherdata_de.php

Ergebnis: Vollkommen anderer Verlauf vor und nach dem Temperatursprung

Tmax: bis 1987 stark fallend, Temperatursprung, seitdem stark steigend

Schnitt: bis 1987 deutlich fallend, Temperatursprung, danach deutlich steigend.

Tmin: ab 1947, 40 Jahre leicht fallend, Temperatursprung, danach ausgeglichen

Wichtige Erkenntnis, nach dem Temperatursprung 1987/88 wurden beim Monat April nur die Tage tagsüber wärmer.

Wo ist der CO₂-Treibhauseffekt in der Grafik 2 erkennbar? Antwort: Nirgendwo

  • An dem unterschiedlichen Verlauf der Temperatur-Maxima und -Minima hat der Deutsche Wetterdienst selbst den CO₂-Treibhauseffekt als Haupttreiber der Temperaturen widerlegt.
  • Die CO₂-Konzentration ist tagsüber und nachts gleich. Die Grafik 2 zeigt, dass die Aprilerwärmung seit 1988 aber nur tagsüber stattfand. (ähnlich wie bei allen Monaten im Sommerhalbjahr)

Dabei sollte doch laut Theorie der Treibhauskirche der Treibhauseffekt nachts stärker wirken als tagsüber, hier hat der RTL Klima-„Experte“ Christian Häckl diese Theorie ausführlich und verständlich beschrieben.

Auch der deutsche Physiknobelpreisträger von 2021, Klaus Hasselmann hat behauptet: Der Treibhauseffekt soll nachts stärker wirken als tagsüber, was ihm und seinem Team angeblich durch Satellitenmessungen bestätigt wurde. So seine Behauptungen. Und damit habe er die CO₂-Fußabdrücke in der Atmosphäre gefunden und als erster bestätigt. So wird der Mann im neuen Buch von Axel Bojanowski in einem ganzen Kapitel ab Seite 142 als Entdecker des nächtlichen CO₂-Signals gelobt: „Was Sie schon immer übers Klima wissen wollten“.

Es gibt nur einen Nachteil: die Vorhersagen einer stärkeren nächtlichen Erwärmung als angeblicher Beweis einer CO₂-Treibhauswirkung sind grottenfalsch, weil die Realität der DWD-Temperaturen das Gegenteil zeigt. Es ist aber auch zu dumm, wenn der DWD zwar die Tmin/Tmax erhebt, aber selbst nirgendwo eine Grafik anbietet und überzeugte Treibhausexperten dann ohne Beweis irgendwas behaupten dürfen und dafür auch noch den Nobelpreis erhalten! Oder – so unsere Vermutung – bietet der DWD etwa nur deshalb keine eigenen Grafiken mit Nacht- und Tagestemperaturen an, um die Treibhauskirche nicht ad absurdum zu führen? Um einen deutschen Nobelpreisträger nicht bloß zu stellen für seine falsche Theorie!!!

Mit der Grafik 2 weiter oben haben wir zusammen mit dem Deutschen Wetterdienst den Beweis erbracht, dass die Temperaturen am Tage stark steigen und nachts gar nicht.

Mehrere tatsächliche Gründe dieser Erwärmung tagsüber haben wir im Teil 1 genannt und gezeigt, es waren hauptsächlich die Sonnenstunden, die mit den Apriltemperaturen stark korrelieren.

Abb. 3: Beachte, zunächst die Abnahme der Sonnenstunden bis 1987, dann die Zunahme. Die Sonnenstundenzunahme hat wesentlich zu einem Anstieg der Apriltemperaturen seit 1988 beigetragen.

Mit den Sonnenstunden hat zugleich auch die Intensität der Sonnenstrahlung zugenommen, nähere Erläuterungen hier: Martin Wild’s Übersichtsartikel „Global dimming and brightening“, A review, J. Geophys. Res., 114, D00D16, doi:10.1029/2008JD011470.1.

Es sei darauf hingewiesen, durch unsere Grafikbeweise kann eine winzige CO₂-Wirkung (erwärmend oder abkühlend) jedoch nicht ausgeschlossen werden. Doch wir können zeigen: Keinesfalls ist CO₂ der entscheidende Temperaturregelknopf wie die linksgrüne Treibhauskirche uns vorlügt. Keinesfalls ist CO₂ ein Temperaturregelknopf und schon gar kein Klimakiller.

Ein möglicher weiterer Grund für die Aprilerwärmung neben den in Teil 1 sonst noch genannten soll hier aufgrund von Hinweisen in Kommentaren mit erwähnt werden: das Geo-Engineering. Der Schweizer Dipl. Physiker Dr. rer. nat. Philipp Zeller beschäftigt sich schon über 30 Jahre mit den Methoden des Geo-Engineerings. In diesem Vortrag (45-Minuten) stellt er einige vor, die alle Anwendung finden.

Wer sich doppelt so lange damit beschäftigen möchte, derselbe Physiker, Vortrag nur wissenschaftlicher aufgebaut.

Halten wir für den weiteren Verlauf fest: Die DWD-Temperaturdatenreihen und damit der Deutsche Wetterdienst selbst widerlegen die starke Wirkung eines CO₂-Treibhauseffektes: CO₂ wirkt allerhöchstens in homöopathischen Dosen versteckt mit.

Hier noch einige DWD-Einzelstationen. Wie oben erwähnt dürfte es bei einer alleinigen CO₂-Wirkung zumindest in Mitteleuropa keine Unterschiede geben. Bitte auf die Scherenöffnung und die Differenzen von Tmax zu Tmin achten.

Zunächst drei Wetterstationen in Stadtnähe

Grafiken 4a bis 4c: Stadtnähe: Im April beobachten wir große Scherenöffnungen zwischen Tag/Nacht, nachts wurde der April bei Wetterstationen in Stadtnähe kälter, siehe Trendlinien mit negativer Steigungsformel.

Schon nach 3 DWD-Wetterstationen zeigt sich deutlich:

Ergebnis 1: Die Aprilnächte wurden kälter seit 1988, die Tage hingegen deutlich wärmer. Die mittlere braune Grafik ist eher die Resultierende aus Tag/Nachtverlauf.

Weiter geht es mit drei eher ländlichen Stationen: Grafiken 4d – 4f:

Schon jetzt sieht man, dass die Aprilnächte im ländlichen Bereich nachts deutlich kälter wurden. Ein klarer Beweis gegen die Treibhaustheorie, wonach CO₂ der Haupterwärmungstreiber wäre und nachts auch noch stärker wirken würde als tagsüber.

Ergebnis 2: Die Schere zwischen Tageshöchst- und den nächtlichen Tiefst-Temperaturen öffnet sich immer weiter. Der April wird vor allem auf dem Lande nachts eindeutig kälter seit 1988. Und das freie Land ist die Hauptfläche Deutschlands

Und hier noch ausgesprochen städtische Stationen, mitten in der Wärmeinsel München:

Auch in einer ausgesprochenen städtischen Wärmeinsel gibt es deutliche Unterschiede im Apriltemperaturverlauf zwischen Tag und Nacht. Allerdings ist die nächtliche Tmin-Trendlinie nicht fallend, sondern eher ausgeglichen bis leicht steigend. Wir erklären es damit, dass die kalten Aprilnächte einfach aus der Stadt hinaus geheizt werden.

Ähnliches gilt auch für die Wetterstationen in Berlin, hier als Beispiel Dahlem:

Bremen: hier wirkt zusätzlich die Nordseenähe mit:

 

Abb. 4g bis i: Auch in Großstädten erwärmen sich die Tage tagsüber viel stärker, die Nächte bleiben ausgeglichen bis leicht zunehmend. Die kalten Aprilnächte werden hinaus geheizt, in Bremen zusätzlich durch die Nordsee. Die Scherenöffnung zwischen Tmax/Tmin ist nicht ganz so stark.

Ergebnis 3: alle Grafiken zeigen, die Aprilerwärmung seit 1988 fand im Gebietsmittel Deutschlands nur tagsüber statt. Selbst bei städtischen Wärmeinselwetterstationen wurden die Aprilnächte durch die Wirkungen des städtischen Wärmeinseleffektes leicht wärmer. Keinesfalls wirkt ein Treibhauseffekt nachts stärker wie die Theorie nobelpreisausgezeichnet behauptet.

Der völlig unterschiedliche Verlauf der Tmax und Tmin Temperaturen sind der eindeutige Beweis, dass die CO₂-Konzentrationsänderungen überhaupt keinen oder fast keinen Einfluss auf irgendwelche Temperaturen haben.

Für Zweifler: Bei Sonnenuntergang kann eine CO₂-Erwärmungswirkung nicht aussetzen, um dann anderntags bei Sonnenaufgang tagsüber wieder zu wirken. Derartige Gaseigenschaften gibt es nicht.

Und nicht vergessen: der Treibhauseffekt soll laut Treibhaustheorie nachts stärker wirken als tagsüber.

Man muss richtigerweise folgern: Die physikalische CO₂-Erwärmungstheorie mit den behaupteten hohen Klimasensitivitätswerten zwischen 2 und 5 Grad ist eindeutig falsch. Und CO₂ ist schon gar kein Temperaturregelknopf, denn diese linksgrüne politische Meinungsmache, die vor allem in Deutschland gilt, würde bedeuten, dass ausschließlich Kohlendioxid die Temperaturen rauf und runter regelt.

Richtig ist vielmehr diese Aussage: CO₂ hat auf den Temperaturverlauf der Atmosphäre keine erkennbare Wirkung. Auch wenn CO₂ im Infrarotbereich absorbiert, und emittiert – was physikalisch richtig ist – dann sollten sich Physiker endlich überlegen, weshalb diese Tatsache in der Gesamtatmosphäre keine Rolle spielt, warum es zu keinen „Thermalisierungen“ kommt und keine CO₂-basierten Erwärmungen gemessen und bestätigt werden können.

Letztlich hat der Großversuch bei der Sprengung der Ostseepipeline gezeigt, dass selbst das 50 mal stärkere Treibhausgas Methan zu keinerlei messbaren Erwärmungen über der Ostsee geführt hat. Die behauptete Thermalisierung der Luft durch Treibhausgase findet nicht oder nur in homöopathischen, nicht messbaren Dosen statt.

Außerdem: Es gibt auch keinerlei technische Anwendung des behaupteten CO₂-Erwärmungeseffektes oder sonstiger positiver Treibhauseffekte anderer Gase, die wir Menschen uns zunutze machen könnten.

Zusammenfassung:

1a) Die DWD-Aprilmitteltemperatur 2025 aller Stationen von 10,5°C ist zu hoch im Vergleich zu früher. Die heutigen Wetterstationen stehen im Vergleich zu früher eher in Wärmeinseln. Außerdem hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten die Messerfassung geändert. Die Wetterhütte ist abgeschafft und die neuen Digital-Einheiten müssen laut neuer DWD-Norm frei in der Sonne stehen.

1b) Somit richtet sich der Trendlinienverlauf tagsüber hauptsächlich nach der Zunahme der Aprilsonnenstunden, die überall in Deutschland zunehmend sind.

2) Die Grafiken des Artikels zeigen allesamt: CO₂ hat keinen erkennbaren Einfluss auf das Temperaturverhalten.

3) Die Erwärmung seit dem Temperatursprung 1987/88 fand aber nur am Tage statt. Die Nächte wurden entgegen der Treibhaustheorie nicht wärmer. Auch dieser Umstand ist ein deutlicher Beweis, dass CO₂ nichts mit den Temperaturen der Atmosphäre zu tun hat. Es gibt allerhöchstens Zufalls-Koinzidenzen zwischendurch für kurze Zeitabschnitte.

4) Der Monat April nimmt bereits vorweg, was die Sommermonate bis in den Herbst hinein noch deutlicher zeigen werden: Die Klimaerwärmung Deutschlands fand erst ab 1988 und nur tagsüber statt.

5) Alle teuren Maßnahmen zur CO₂-Reduzierung sind ein Geschäftsmodell und ändern am Temperaturverlauf überhaupt nichts. Sie müssen sofort eingestellt werden, weil diese unser Land ruinieren.

6) Es wird Zeit, dass endlich Natur- und Umweltschutz in den Mittelpunkt einer allumfassenden Politik gestellt werden. Der Erhalt einer sauberen Luft, sauberes Wasser und intakte Naturlandschaften mit genügend Bodenfeuchte sollten das gemeinsame Ziel sein und nicht die planmäßige Angstmacherei, die Klimahysterie mit einem angeblichen und nur erfundenen Treibhausgas.

7) Das Leben auf der Erde ist auf dem Element Kohlenstoff aufgebaut. Kohlendioxid ist das Transportmittel für den Kohlenstoff. Die Erde braucht höhere CO₂-Konzentrationen in der Atmosphäre und nicht weniger. Der CO₂-Optimumsbereich für die Schöpfung Erde sollte endlich wissenschaftlich erforscht werden

8) Wer CO₂ verdammt als Klimakiller oder Klimagift, versündigt sich an der Schöpfung. Das gilt insbesondere für die beiden christlichen Kirchen.

9) Wir alle sind aufgerufen, diesem unheilvollen Geschäftsmodell Klimahysterie durch Kohlendioxid ein Ende zu bereiten. Jeder so wie er kann und wie er es für richtig hält. Eine Klimakatastrophe ist weit und breit nicht in Sicht. Die in den Medien ständig verkündeten Panikmeldungen sind entweder Übertreibungen oder Folgen einer bisher verfehlten Natur- und Umweltpolitik

Josef Kowatsch, Naturbeobachter, aktiver Natur- und Umweltschützer

Matthias Baritz, Naturwissenschaftler und Naturschützer