Schicksal eines jungen Meteorologen, welcher das Narrativ vom Menschen als Ursache des Klimawandels in Frage stellt

CFACT Ed

Von CHRIS MARTZ:

Die Theorie, dass der Klimawandel die Überschwemmungen in Texas verursacht hat, ist wissenschaftlich nicht haltbar. Aber jeder Versuch, eine wissenschaftlich fundierte Diskussion über das Thema zu führen, wird unterdrückt.

Am Wochenende sagte mir Sam Zeff bei X, ein Reporter von KCUR, dem NPR-Sender von Kansas City, dass „Sie Ihr Geld für Ihren Abschluss verschwendet haben“.

Ich habe vor kurzem mein Studium der Meteorologie abgeschlossen. Zeff antwortete auf meinen Beitrag in den sozialen Medien und wies darauf hin, dass er und andere Klimaaktivisten grundlegende wissenschaftliche Fakten ignorierten, als sie den vom Menschen verursachten Klimawandel für die tragischen Überschwemmungen in Texas verantwortlich machten. Die Wahrheit ist, dass die Regenfälle und Überschwemmungen entlang des Guadalupe River nicht historisch beispiellos waren und wenig, wenn überhaupt, mit dem Klimawandel zu tun hatten. Weder schwere Regenfälle noch Hochwasser von Flüssen haben in den letzten sechs Jahrzehnten im texanischen Hill Country zugenommen.

Der verheerende Verlust von Menschenleben in Texas erinnert daran, wie wichtig Meteorologie und genaue Wissenschaft sind, wenn es darum geht, das Wetter zu verstehen. Jetzt ist nicht die Zeit für Politik oder Schuldzuweisungen, weder von links noch von rechts.

Als ausgebildeter Meteorologe mit einer Leidenschaft für die Wahrheit kann ich den Leuten auf der rechten Seite mit Bestimmtheit sagen, dass die Überschwemmungen nicht durch Cloud Seeding oder „Chemtrails“ verursacht wurden. Wenn ich jedoch versuche, Social-Media-Nutzern auf der linken Seite die Daten zu erklären und ihnen zu zeigen, dass es keine Beweise dafür gibt, dass der Klimawandel die Überschwemmungen in Texas verursacht oder verschlimmert hat, artet das Gespräch schnell in Beleidigungen oder sogar Drohungen aus.

In der Tat sind Spötteleien von Leuten wie dem NPR-Reporter, der sich über meine Bildung lustig gemacht hat, traurig geläufig geworden.

Nachdem einer meiner Beiträge auf X über den Klimawandel im letzten Jahr viral ging, wurde ich ungewollt zum Online-Influencer.

Das war nie mein Karriereplan; ich war immer der Typ, der seine Gespräche unter Freunden führte und das Rampenlicht mied. Aber als ich anfing, in den sozialen Medien über harte Wissenschaft zu posten – und darüber, was sie uns über die Theorie des Klimawandels und die Energiepolitik sagt – sah ich mich Beleidigungen, organisierten Bemühungen, mich von der Schule werfen zu lassen, und sogar gelegentlichen Morddrohungen ausgesetzt.

Ich interessierte mich schon in der High School für Meteorologie und meldete mich für ein X-Konto an, um mich mit Fachleuten auf diesem Gebiet zu vernetzen. Als ich anfing zu posten, war ich ein Anhänger der Bewegung, die glaubte, der Klimawandel sei ausschließlich vom Menschen verursacht. Doch je mehr ich recherchierte, desto differenzierter wurden meine Ansichten. Und im Laufe der Jahre, als meine X-Posts die Orthodoxie zum Klimawandel zunehmend in Frage stellten, wurden die Antworten, die ich erhielt, immer böser und die Angriffe immer persönlicher.

Während des gesamten Studiums wurden Universitätsbeamte in X-Kommentaren von (meist) anonymen Konten getaggt und unter Druck gesetzt, mich von der Schule zu verweisen. Darüber hinaus erhielten meine Professoren fast wöchentlich E-Mails von Angreifern, in denen es hieß, ich sei eine Schande für das Meteorologieprogramm und solle für die Verbreitung angeblicher „Fehlinformationen“ bestraft werden. Andere Kritiker schnappten sich persönliche Fotos von den Social-Media-Konten meiner Familie, um ihre Posts zu schmücken, in denen sie mich anprangerten.

Der virale Tweet, der mich in die Stratosphäre katapultierte, war einer, den ich im Juni letzten Jahres veröffentlichte. Er wurde mehr als 2,5 Millionen Mal aufgerufen und erhielt über 30.000 Likes. In dem Posting schilderte ich meine Erfahrungen bei der Suche nach der Wahrheit über den Klimawandel und die Tatsache, dass die freie Meinungsäußerung nachhaltig und auf hässliche Weise angegriffen werden kann, wenn sie bestimmte von der Linken hochgehaltene Anliegen in Frage stellt. Wenn es um das Klima geht, werden unpopuläre Aussagen – selbst wenn sie auf unbestrittenen wissenschaftlichen Tatsachen beruhen – von den lautesten Stimmen im Raum als „falsch“, ‚irreführend‘ oder „Fehlinformation“ abgestempelt.

Amerika hat ein ernstes Problem, wenn eine Kultur die freie Meinungsäußerung „für mich – aber nicht für dich“ feiert, wie der verstorbene Nat Hentoff es berühmt formulierte.

Wahre Befürworter der Meinungsfreiheit wie Hentoff sind heutzutage schwer zu finden. Heutzutage stoßen Freidenker, die bei bestimmten drittrangigen Themen nicht mit dem Establishment konform gehen – meistens geht es um Ethnie, Geschlecht oder Klima – auf eine erbitterte Opposition, die nicht nur versucht, ihre Stimmen zum Schweigen zu bringen, sondern sie zu vernichten. Mir ist klar geworden, dass die gegen mich gerichtete Feindseligkeit genau darauf zurückzuführen ist, dass vielleicht niemand sonst in meinem Alter und mit meiner Reichweite das Glaubenssystem zum Thema Klima aktiv mit Fakten in Frage stellt und Antworten fordert.

Mir wurde beigebracht, dass die wissenschaftliche Methode dazu dient, Hypothesen und Theorien anhand von Daten zu prüfen, um die Wahrheit herauszufinden. Aber viele Jugendliche sind von dem Glauben manipuliert worden, dass die Menschheit das Ende der Welt durch vom Menschen verursachte Kohlendioxid-Emissionen herbeiführt und dass jedes Wetterereignis die Folge davon ist, unabhängig davon, was die Daten und historischen Aufzeichnungen tatsächlich zeigen. Dieses Narrativ vom menschengemachten Klimawandel, der katastrophale Zerstörungen verursacht, wird in den Schulen als Tatsache gelehrt. Führende Nachrichtenorganisationen investieren in „Klima-Teams“, die das Nachrichtenloch mit einseitigen Berichten füllen.

Deshalb bin ich eine der bevorzugten Zielscheiben der Klima-Eiferer. Ich bin jung, ich habe eine frische, neue Stimme und ich bin, wie die New York Post mich nannte, „die Anti-Greta Thunberg“.

Es ist interessant, die Klimadebatte von dieser Warte aus zu verfolgen und daran teilzunehmen. Auf der einen Seite fühlen sich die Klimaalarmisten durch die Tatsache bedroht, dass ich früher auf ihrer Seite war, jetzt aber aufgrund von Studien und Untersuchungen ihre Position ablehne. Es gefällt ihnen nicht, dass ich gut in der Erstellung von Diagrammen und in der Datenanalyse bin und die Menschen mit Humor dazu ermutigen kann, einen anderen Blick auf die Daten und die Modelle zur Vorhersage von Katastrophen zu werfen, die, wenn sie rückwärts über die historischen Wetterdaten laufen, durchweg falsch liegen.

Auf der anderen Seite schicken mir Klimaexperten und angesehene Fachleute auf diesem Gebiet regelmäßig private Nachrichten, in denen sie mich auffordern, den guten Kampf fortzusetzen. Dazu gehören hochrangige Meteorologen mit jahrzehntelanger Erfahrung bei der National Oceanic and Atmospheric Administration und an führenden Universitäten, die mir vertraulich gestanden haben, dass sie es nicht über sich bringen können, ihre Karrieren zu gefährden, wenn sie sich äußern.

Im letzten Semester meines Studiums begann ich zu denken, dass all die Rückschläge es nicht wert waren, diesen Kampf weiterzuführen. Aber, wie mir ein erfahrener Fernsehmeteorologe sagte, jemand muss es tun. Jemand muss für das eintreten, was richtig ist – die Überzeugung, dass wir in Amerika die Möglichkeit schützen müssen, zu sagen, was wir glauben, und Theorien öffentlich zu diskutieren, oder wir werden dieses Recht verlieren.

Die Tragödie am Guadalupe River zeigt, dass Meteorologie eine ernste Angelegenheit ist. Lassen wir nicht zu, dass uns die Politik, Junk-Wissenschaft oder unangefochtene Orthodoxien in die Quere kommen.

This article originally appeared at The Washington Free Beacon

Link: https://www.cfact.org/2025/07/09/im-a-young-meteorologist-who-questioned-the-idea-of-man-made-climate-change/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Juni-Klimaerwärmung seit 1988 ja, aber nicht durch CO₂

Der hohe Wärmeinseleffekt der Wetterstation Weiden

Josef Kowatsch, Matthias Baritz

Der Juni ist der Monat, der sich seit der im Jahre 1988 beginnenden Erwärmung in Mitteleuropa am meisten erwärmt hat. Es gibt dafür natürliche Gründe, aber auch vom Menschen verursachte. Zu diesen Ursachen zählt der zunehmende Wärmeinseleffekt, der im Sommer und insbesondere beim Monat Juni besonders hoch ist.

Im Sommer und bereits ab Juni können deshalb vermeintlich ländliche Wetterstationen einen hohen zunehmenden Wärmeinseleffekt (WI) haben. Das wollen wir am Beispiel der DWD-Wetterstation Weiden/Oberpfalz zeigen. Beachte: Einen WI-Effekt haben alle Wetterstationen, unter WI-stark verstehen wir einen stark zunehmenden WI-Effekt. Siehe unser Beispiel aus dem letzten Artikel, Abb. 8. München Stadtmitte und Holzkirchen im Speckgürtel.

Wie erkennt man eine WI-starke DWD-Wetterstation?

Antwort: Eine WI-starke Station hat im Vergleich zum DWD-Schnitt seit 1988 vor allem im Sommer deutlich stärkere Temperatursteigungen, und zwar sowohl nachts, tagsüber als auch über den 24 Stundenschnitt

Wir müssen auch betonen, dass unsere Definition von WI-Effekt nicht gleichzusetzen ist mít dem reinen städtischen WI-Effekt, Abk. UHI

Die nächsten beiden Abbildungen wollen die Definition erklären.

Abb. 1a/b: Oben in grau die Höchsttemperaturen tagsüber, ganz unten in der Farbe Blau die Tmin-Temperaturen, die im Sommer meist kurz vor Sonnenaufgang auftreten.

Ergebnis: alle drei Graphen, also Tmax, Tmin und der Gesamttag, steigen bei der DWD-Wetterstation Weiden viel stärker als beim Deutschlandmittel.

Verkürzt könnte man sagen, Tag und Nacht wurden bei einer Wärmeinselstation viel wärmer als der DWD-Schnitt.

Bedingungen für eine Station mit stark steigendem Wärmeinseleffekt:

  1. Im Betrachtungszeitraum hat sich ein Ort in die einstige Grünfläche hinein ausgedehnt. Also mehr wärmespeichender Beton, sowie eine Bodenversiegelung durch mehr bebaute Fläche und Asphalt für Straßen. Dabei muss sich nicht einmal die Einwohnerzahl erhöht haben, aber die bebaute und versiegelte Fläche nahm zu.
  2. Die Trockenlegung des ganzen Landes seit Jahrzehnten, und zwar im Feld, im Wald, in den Wiesen und Fluren. Ganz Deutschland wird dadurch schleichend trockener, insgesamt stellen wir eine zunehmende Versteppung Deutschlands in den Sommermonaten fest.
  3. Vermehrter Straßenbau in freier Landschaft, die grauschwarzen Asphaltbänder wirken wie ein Wärmeband quer durch die Landschaft, Temperaturen im Sommer bis 50°C.
  4. Umstellung der Messmethoden, die Wetterstation muss jetzt ganztägig in der Sonne stehen, das war bei der Erfassung in der Wetterhütte nicht immer der Fall. Alle DWD-Stationen sind inzwischen umgestellt.
  5. eine mögliche Änderung der Homogenisierungsart, also eine stärker erwärmende Datenbearbeitung der gemessenen Werte durch den DWD.
  6. Die Sonnenstundenzunahme und die Strahlungsintensitätszunahme, ein trockener Boden erwärmt sich besonders
  7. Der Niederschlagsverlauf, weniger Niederschlag heißt auch weniger Verdunstungskälte.
  8. Standortwechsel, mit der Umstellung auf die neuen Messmethoden erfolgte nahezu bei allen DWD-Stationen ein Standortwechsel, da der alte Wetterhüttenstandort die neuen Bedingungen meist nicht erfüllen konnte.

Übertragen wir diese Punkte auf Weiden.

Punkt 1 trifft weniger zu, da die Wetterstation eh außerhalb und zwar südlich des Ortes steht. Folgende Bilder sollen dies verdeutlichen.

Abb. 2a: Die Stadt Weiden liegt nordwestlich der Wetterstation. Diese befindet sich direkt neben der Bundesstraße 22, die sich just in Stationsnähe asphalterweiternd aufspaltet.

Zwei Spuren führen aus der Stadt raus nach Süden und drei Spuren an der Wetterstation vorbei in Richtung Weiden, dazu noch unmittelbar vor dem eingezäunten Wetterstations-Gelände ein breiter asphaltierter zweispuriger Grüner Plan Weg.

Abb. 2b: Zwei Spuren Bundesstraße Richtung Norden und zusätzlich die Abbiegespur nach Weiden. Direkt vor der Station der breite grüne Planweg. Der Hang ist leicht geneigt und entwässert nach links ins Tal. Man beobachte auch das schützende Gebäude direkt bei den Wetterstations-Elementen.

Diese insgesamt 7 Straßen-Wärmebänder erwärmen sich infolge der hoch stehenden Junisonne besonders stark und die sommerliche Versteppung des Bodens beginnt unmittelbar daneben. Zudem steht das Haus im Norden der Wetterstation und staut den warmen sommerlichen Südwind auf. Umgekehrt werden sommerliche Nordwetterlagen abgeschirmt, natürlich auch durch die Häuser des Stadtteils, der danach beginnt.

Die Sonnenstundenzunahme in Deutschland und in Weiden

Abb. 3a/b: Die beiden Steigungslinien sind etwa gleich, somit hat Weiden keinen Orts-Erwärmungsvorteil durch mehr Sonne im Betrachtungszeitraum.

Der Niederschlag im Vergleich: Deutschland links

Abb.4a/b: Im Raum Weiden haben die Juniniederschläge im Vergleich zu Gesamtdeutschland deutlich nachgelassen, damit ging auch die Verdunstungskälte in den Sommermonaten stark zurück. Eine notwendige Voraussetzung für eine starke Erwärmung der Luft über dem Boden vor allem tagsüber. Das Digitalthermometer der Wetterstation reagiert prompt nach oben.

Unsere Vorhersage: Die Wetterstation Weiden auf 400 m Höhe ist geeignet für sommerliche DWD-Spitzentageswerte.

Punkt 4: Umstellung der Messmethoden.

Alle DWD-Stationen mussten auf die neuen Messmethoden umgestellt werden. Das führte wahrscheinlich insgesamt zu steigenden Temperaturen, ob dieser Punkt Weiden eine zusätzliche Erwärmung gegenüber dem Schnitt bringt, können wir nicht beurteilen.

Punkt 5: eine mögliche Änderung der Homogenisierungsart, also eine stärker erwärmende Datenbearbeitung der gemessenen Werte durch den DWD.

Ob das bei Weiden veranlasst wurde, können wir nicht beurteilen. Wir wissen aber, dass alle veröffentlichten Werte vom DWD nach einer eigenen Methode bearbeitet werden und nur diese werden veröffentlicht. Siehe die Mitteilung ganz links unten bei wetteronline.

Punkt 8: Die Station wurde im Jahre 2006 an den jetzigen Standort versetzt, um die neuen DWD-Normen zu erfüllen, insbesondere ganztägig in der Sonne.

Fazit: Alle Maßnahmen in der Summe führten seit 1988 zu einem stärker steigenden WI-Effekt des Standortes Weiden im Vergleich zum DWD-Schnitt, vor allem in den Sommermonaten. Im Winter sind die zusätzlich wärmenden Effekte viel weniger ausgeprägt, da sich die Straßenflächen weniger aufheizen und bei Temperaturen um 0°C eh kaum Wasser aus der Landschaft verdunstet und die Sonne weniger und auch weniger intensiv scheint. Insgesamt erwärmt sich der Winter in Weiden seit 1988 jedoch auch etwas stärker als der DWD-Schnitt.

Abb. 5a/b: insgesamt ähnlich, jedoch bei Weiden teilweise winters merkwürdige, nicht zu erwartende Temperaturverläufe. Hinweise auf Messunregelmäßigkeiten/Homogenisierungen?

Hinweise auf Messfragwürdigkeiten/Homogenisierungen bei Weiden? Den Eindruck kann man auch gewinnen, wenn man die Jahreszeit Frühling betrachtet

Abb. 6a/b. Frühlingsvergleich DWD-Deutschland und Weiden. Insbesondere die nächtlichen Tiefsttemperaturen sind positiv, beim DWD dagegen fallend. Der Frühling wird in Deutschland nachts kälter. In Weiden nicht. T-Min zeigt bei allen drei Grafikvergleichen eine höhere Steigung als beim DWD. Woher kommt die sich steigernde nächtliche Zusatzwärme, insbesondere auch beim Monat Juni?

Zusammenfassung:

Der neuzeitliche Klimawandel begann in Deutschland und Mitteleuropa im Jahre 1988. Je nachdem wo die DWD-Wetterstationen stehen, ergeben sich mehr oder weniger starke Temperatursteigerungen, die sich auch noch deutlich unterscheiden, wenn man die nächtlichen Tiefst- und die Tageshöchsttemperaturen mit vergleicht.

Bei allen deutschen Wetterstationen hat seit 1988 bis heute ein zunehmender Wärmeinseleffekt mitgewirkt, der die Temperaturen mit nach oben treibt. Ob eine Wetterstation einen großen zunehmenden WI-Effekt hat, zeigt sich vor allem in den Sommermonaten durch Vergleich mit dem DWD-Schnitt. Alle drei Temperaturgraphen liegen bei Weiden deutlich darüber.

Wir wollten zeigen, die im Jahre 1988 begonnene Erwärmung, die man Klimawandel nennt, hat natürliche Gründe und vom Menschen verursachte. Die Zunahme der Wärmeinseleffekte bei den Deutschen Wetterstationen ist anthropogen verursacht, aber natürliche Faktoren wie Sonne oder Niederschlag verstärken den WI-Effekt. Natürliche Ursachen der allgemeinen Erwärmung sind die Zunahme der Südwetterlagen ab dem Jahre 1988.

Was bleibt noch übrig für CO₂ als angeblicher Erwärmungstreiber seit 1988? Antwort: gar nichts, denn CO₂ kann vor 1988 nicht abkühlend wirken, und dann aufgeschreckt durch einen Zeitzünder ab 1988 (1988 = Gründung des Weltklimarates) bis heute plötzlich stark erwärmend. Und auch noch unterschiedlich stark zwischen Tag und Nacht!! Solche Gaseigenschaften gibt es nicht! Die nächste Grafik zeigt uns den plötzlichen Juni-Temperaturwechsel im Jahre 1987/88

Abb. 7: Wie überall in Mittel- West- und Nordeuropa begann der Klimawandel im Jahre 1987 auf 1988. In Weiden haben sich vor allem die Tageshöchsttemperaturen sehr stark verändert. Auch das ist ein Hinweis auf einen stark wachsenden WI-Effekt bei der Station seit 1988.

Weiden bestätigt das, was wir seit einigen Jahren betonen, und zwar, der WI-Effekt nimmt am Stadtrand meist stärker zu als in der Stadtmitte oder in der Stadt ist die Zunahme des WI-Effektes weitgehend ausgereizt.

Wenn wir von einer WI-starken Station reden, dann meinen wir eine starke Zunahme des WI-Effektes

Wir alle sind aufgerufen, jeder auf seinem Weg und nach seinem Können die derzeitige Klima-Panikmache und die politisch inszenierte Verteufelung des lebensnotwendigen Kohlendioxids zu bekämpfen. Kohlendioxid ist nicht der Temperaturregelknopf fürs Klima, sondern diese Behauptung des geldsüchtigen Klimakartells ist ein Geschäftsmodell.

Kurz: Klimawandel und Erwärmung ja, aber erst seit 1988, CO₂ hat nichts damit zu tun.

Ein Umdenken bezüglich Kohlendioxid in der Bevölkerung und bei den Kirchen ist schnellstens erforderlich, um den völlig unsinnigen CO₂-Reduzierungsmaßnahmen der weltweit verlogenen linksgrünen Klimapolitik ein Ende zu bereiten. Dieses „Grün“ hat nichts mit einer notwendigen Naturschutz- und Umweltpolitik zu tun. Die Klimapolitik will unser Land, unsere Kultur-Landschaft und unseren Wohlstand zerstören.

Sauberes Wasser, saubere Luft, eine erholsame abwechslungsreiche Landschaft mit einer intakten Fauna und Flora mit ausreichend, und zwar mit mehr Kohlendioxid in der Atmosphäre als derzeit ist gut für den Erhalt der Schöpfung. Der optimale CO₂-Konzentationsbereich für das Leben auf der Erde muss endlich wissenschaftlich erforscht werden. Er dürfte gut doppelt so hoch sein wie derzeit.

Josef Kowatsch, Naturbeobachter, Naturschützer und unabhängiger, weil unbezahlter Klimaforscher, außerdem in Rente und von keinem Arbeitgeber abhängig.

Matthias Baritz, Naturwissenschaftler und Naturschützer

 




Net Zero kommt den Steuerzahler mit 800 Milliarden Pfund zu stehen

Will Jones via THE DAILY SCEPTIC

Die Umstellung Großbritanniens auf eine Netto-Null-Wirtschaft wird den Steuerzahler in den nächsten zwei Jahrzehnten mehr als 800 Milliarden Pfund kosten, so die britische Finanzaufsichtsbehörde OBR. Aber selbst dies beruht auf unplausibel großzügigen Annahmen, sagen Kritiker. Der Telegraph schreibt:

Nach Angaben des Office for Budget Responsibility (OBR) werden die Pläne der Regierung zur Begrenzung des Klimawandels die öffentlichen Haushalte bis mindestens 2051 jährlich 30 Milliarden Pfund kosten, da die Steuereinnahmen aus dem Verkauf von Benzin und Dieselkraftstoff versiegen.

Darin enthalten sind jährliche Ausgaben in Höhe von fast 9,9 Mrd. Pfund für technische Investitionen – z. B. für die Modernisierung des Stromnetzes – sowie 20,5 Mrd. Pfund an Einnahmeverlusten, die sich aus dem Rückgang der Kraftstoffsteuer für Benzinfahrzeuge ergeben, da Elektrofahrzeuge (EV) immer häufiger eingesetzt werden.

Investitionen in umweltfreundliche Technologien werden anfangs den größten Teil der Netto-Nullkosten ausmachen, bevor die entgangenen Steuereinnahmen der größere Faktor werden, so das OBR.

„Im nächsten Jahrzehnt machen die Ausgaben den Großteil der fiskalischen Kosten aus, insbesondere die öffentlichen Investitionen in Wohngebäude, Umzüge und den Landverkehr, die ab 2036 bis 2037 zurückgehen“, so der Bericht.

Obwohl die Summen beträchtlich sind, wurden die fiskalischen Kosten von Net Zero seit der letzten Überprüfung durch das OBR im Jahr 2021 von 1,1 Billionen Pfund nach unten korrigiert. Die Aufsichtsbehörde begründete dies mit dem Einfrieren der Kraftstoffsteuer, was zu geringeren Einnahmeausfällen führte, und einer unerwartet hohen Verbreitung von Elektrofahrzeugen.

Sie geht auch davon aus, dass die Regierung weniger für den Übergang ausgeben wird, nachdem der Ausschuss für Klimawandel die Kosten für die gesamte Wirtschaft nach unten korrigiert hat.

Die vollständige Lektüre lohnt sich.

David Turver kritisiert das OBR, weil es die Zahlen des Ausschusses für Klimawandel für bare Münze nimmt, und weist darauf hin, dass der CCC zahlreiche unplausible Annahmen trifft, welche die offensichtlichen Kosten von Net Zero senken.

Aus den veröffentlichten Zahlen wissen wir, dass das CCC einige höchst unplausible Annahmen über die Abwälzung der Kosten für erneuerbare Energien auf die Gasrechnungen sowie über die Kosten und die Akzeptanz von Wärmepumpen getroffen hat. Die offensichtlichsten Fehler liegen jedoch in den fehlerhaften Schätzungen des CCC zu den Kosten der erneuerbaren Energien.

Der CCC geht davon aus, dass Offshore-Windkraft im Jahr 2030 weniger als die Hälfte des Wertes der Verträge kosten wird, die in der letztjährigen Zuteilungsrunde 6 für Offshore-Windkraftanlagen mit festem Boden vergeben wurden. Der Bedarf an schwimmenden Offshore-Windkraftanlagen, deren Kosten sechsmal höher sind als die für 2030 geschätzten Kosten, wird dabei völlig außer Acht gelassen. Die CCC-Schätzungen für die Kosten der Solarenergie für das Jahr 2030 lagen ebenfalls bei weniger als der Hälfte der in AR6 vergebenen Preise. Sie hat sich nicht einmal die Mühe gemacht, die Kosten für Onshore-Windkraft zu schätzen, obwohl die installierte Kapazität bis 2050 mehr als verdoppelt werden muss.

Auch hier lohnt es sich, das Ganze vollständig zu lesen.

Link: https://wattsupwiththat.com/2025/07/10/net-zero-to-cost-taxpayers-800-billion-warns-obr/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Keine Meereis-Daten mehr: Klimaalarmisten geraten in Panik, aber ist es wirklich eine Krise?

Anthony Watts

Seit Jahren versuche ich bei Watts Up With That die überzogenen Darstellungen der Klimawissenschaft zu entlarven, insbesondere die Besessenheit mit dem Meereis als angeblichem „Kanarienvogel in der Kohlenmine“ für die globale Erwärmung. Der jüngste Space.com-Artikel vom 10. Juli 2025 mit dem Titel [übersetzt] „US-Militär schneidet Klimawissenschaftler von wichtigen Satellitendaten zum Meereis ab“ hat vorhersehbar eine alarmistische Rhetorik über den Verlust von Daten des vom Verteidigungsministerium betriebenen Special Sensor Microwave Imager/Sounder (SSMIS) geschürt.

In dem Artikel wird behauptet, dass die Wissenschaftler dadurch einen wichtigen Klima-Indikator aus den Augen verlieren. Wir sollten jedoch einen Schritt zurücktreten und untersuchen, warum dies vielleicht nicht die Katastrophe ist, für die es gehalten wird, und warum Meereisdaten im Großen und Ganzen nicht der Klima-Proxy sind, für den sie gehalten werden. Der Artikel auf Space.com beschreibt, wie das National Snow and Ice Data Center (NSIDC) an der University of Colorado in Boulder den Zugang zu den SSMIS-Daten verlieren wird, welche die Meereisbedeckung verfolgen. Der Artikel stellt dies als verheerenden Schlag dar und bringt den Verlust des Meereises mit dem katastrophalen Abschmelzen der Gletscher und dem Anstieg des Meeresspiegels in Verbindung, weist aber auch auf kommerzielle Vorteile wie kürzere Schifffahrtsrouten hin.

Der Artikel erwähnt die Umstellung des NSIDC auf die Daten des japanischen Advanced Microwave Scanning Radiometer 2 (AMSR2), befürchtet aber eine vorübergehende Datenlücke. Der Tonfall ist vorhersehbar düster: Die Entscheidung wird als Teil eines umfassenderen Angriffs auf die Wissenschaft dargestellt, mit Verweisen auf Haushaltskürzungen, die Bedrohung von NASA-Missionen und die Schließung wissenschaftlicher Einrichtungen (wie GISS).

Nun, lassen wir die Übertreibungen beiseite.

Das Meereis ist seit langem ein Aushängeschild für den Klima-Alarmismus, aber wie bei WUWT ausgiebig diskutiert ein fehlerhafter und verrauschter Indikator für den Klimawandel. Zunächst einmal ist das arktische Meereis, obwohl es unter dem Durchschnitt von 1979-2000 liegt, nicht wie vorhergesagt verschwunden. Seit dem bemerkenswerten Tiefpunkt im Jahr 2007 hat sich die arktische Meereisausdehnung auf einem neuen, niedrigeren Plateau stabilisiert, schwankt von Jahr zu Jahr, zeigt aber keine beständige Abwärtsspirale in Richtung eines „eisfreien arktischen“ Sommers, trotz endloser modellgestützter Vorhersagen und der Geschwätzigkeit von Al Gore.

Abbildung 1: Aus Satellitendaten abgeleitete Werte der sommerlichen minimalen arktischen Meereisausdehnung von 1979 bis 2023, wobei die gestrichelte Linie den linearen Trend anzeigt. Die hinzugefügte rote Trendlinie zeigt keine Veränderung der sommerlichen Mindestausdehnung seit 2007. Bildquelle: NSIDC. Rote Trendlinie von 2007 und Trendlinienbeispiele unter dem Titel hinzugefügt von A. Watts

Wir haben zum Beispiel darüber berichtet, dass das arktische Meereis seit fast 20 Jahren stabil geblieben ist. Das antarktische Meereis hingegen erzählt eine noch unbequemere Geschichte. Im Gegensatz zu Modellen, die einen Eisverlust in einer sich erwärmenden Welt vorhersagen, hat das antarktische Meereis vor allem in den letzten Jahren zugenommen. Wir haben 2014 darüber berichtet und festgestellt, dass das antarktische Meereis eine neue Rekordausdehnung erreicht hat. Dieses Wachstum steht im direkten Widerspruch zu der Behauptung, dass ein wärmerer Planet das Meereis generell schmelzen lässt, und entlarvt die allzu einfache Verknüpfung der Eisausdehnung mit der globalen Temperatur.

Aber noch schlimmer ist, dass, wie Willis Eschenbach bereits in der Vergangenheit hervorgehoben hat, selbst die Verluste an antarktischem Eis in dem viel größeren Bild des gesamten Eises in der Antarktis unbedeutend sind.

Abbildung 2: Vergleich der Satellitendaten für den antarktischen Eismassenverlust. Der kumulative Eismassenverlust auf der linken Seite und dieselben Daten im Vergleich zur gesamten Eismasse auf der rechten Seite. Datenquelle: http://imbie.org. Die Grafiken stammen ursprünglich von Willis Eschenbach und wurden von Anthony Watts angepasst und kommentiert.

Warum ist das Meereis ein so wackeliger Klimaproxy?

Wie wir schon lange argumentiert haben, wird es von weit mehr als nur der Temperatur beeinflusst. Windmuster, Meeresströmungen und natürliche Schwankungen wie die arktische Oszillation spielen eine große Rolle. Wir haben zum Beispiel erörtert, wie sich Änderungen der Windmuster auf das antarktische Meereis auswirken. In der Antarktis sind Änderungen der atmosphärischen Zirkulation, nicht nur der Temperatur, für die Eisvariabilität verantwortlich. Hinzu kommt, dass Meereisdaten mit Messproblemen behaftet sind – Probleme bei der Sensorkalibrierung, Satellitendrift und Algorithmusänderungen können die Ergebnisse verfälschen. Die Behauptung des Space.com-Artikels, der Verlust von SSMIS-Daten mache uns blind für den Klimawandel, ignoriert diese komplexen Zusammenhänge und geht davon aus, dass Meereis ein einfaches Kriterium ist, was es nicht ist.

Darüber hinaus ist die in dem Artikel geäußerte Panik über eine vorübergehende Datenlücke übertrieben, vor allem angesichts der Tatsache, dass NSIDC in der Vergangenheit Datenprobleme heruntergespielt hat, wenn es ihnen passte. Im Jahr 2009 schrieb ich über einen erheblichen Datenverlust beim NSIDC aufgrund eines katastrophalen Sensorausfalls an dessen Satelliten, der zu fehlerhaften Daten und einer Lücke in den Aufzeichnungen führte. Walt Meier vom NSIDC tat dies in Kommentaren als „nicht wert, darüber zu bloggen“ ab. Die Einzelheiten können Sie in meinem Artikel „George Wills Kampf mit hitzköpfigen Eisalarmisten“ nachlesen, in dem ich auf diese Heuchelei hingewiesen habe. Es ist schon komisch, dass eine Datenlücke damals keine große Sache war, aber jetzt ein ähnlicher Vorgang apokalyptisch ist.

Diese selektive Empörung untergräbt die Glaubwürdigkeit des NSIDC und unterstreicht die politisierte Natur ihrer Darstellung. Um die Prämisse des Artikels weiter auszuführen: Der Verlust der SSMIS-Daten ist für die Klimawissenschaft nicht besonders schädlich, weil Meereisdaten in dem von mir beschriebenen Kontext nur von begrenztem Nutzen sind. Es handelt sich um eine verrauschte, vielschichtige Messgröße, die nicht direkt mit der globalen Erwärmung oder dem CO₂-Gehalt korreliert. Andere Datensätze – wie globale Temperaturaufzeichnungen, der Wärmeinhalt der Ozeane oder sogar alternative Satellitenquellen wie AMSR2 – liefern zuverlässigere Erkenntnisse. Die Behauptung des Artikels, das Meereis sei ein „signifikanter Gradmesser für den Klimawandel“, überschätzt seine Bedeutung und ignoriert, wie natürliche Schwankungen und nichtklimatische Faktoren das Signal trüben. Wenn überhaupt, dann könnte die Entscheidung des Verteidigungsministeriums, militärischen Bedürfnissen Vorrang vor einer alarmistischen Darstellung zu geben, die Wissenschaftler dazu zwingen, sich auf zuverlässigere Messgrößen zu konzentrieren.

Der Artikel auf Space.com geht auch an den praktischen Gegebenheiten vorbei. Das Verteidigungsministerium hat seine eigenen Prioritäten – Schiffseinsätze, nationale Sicherheit – und ist nicht verpflichtet, die Forschung des NSIDC zu subventionieren. Die Umstellung auf AMSR2 erfordert zwar eine Kalibrierung, ist aber kein unüberwindbares Hindernis; die japanischen Daten sind bereits verfügbar und vergleichbar. Die in dem Artikel geäußerte Angst vor einem „blinden Fleck“ ignoriert, dass sich die Klimawissenschaft noch nie nur auf einen Datensatz verlassen hat. Vielleicht wird also eine Pause bei den Daten zu einer Neubewertung dieser fehlerhaften Vorhersagen führen. Sehen Sie sich auch die Berichterstattung über Modelle an, die bei Vorhersagen zum Meereis versagen.

Kurz gesagt, der Space.com-Artikel ist ein weiteres Beispiel für Klimaalarmismus, der sich als Wissenschaft ausgibt. Das Meereis ist nicht das Klimaorakel, als das es dargestellt wird, und der Verlust der SSMIS-Daten ist eher eine Unannehmlichkeit als eine Katastrophe. Das Eis in der Arktis hat sich stabilisiert, das Eis in der Antarktis hat zugenommen, und die natürliche Variabilität übertrumpft vereinfachende Erwärmungserzählungen. Wie wir bei WUWT schon seit Jahren sagen, ist die Klimageschichte viel komplexer als die Schlagzeilen vermuten lassen. Die Tatsache, dass das NSIDC in der Vergangenheit Datenlücken abgetan hat, wie ich bereits 2009 festgestellt habe, unterstreicht nur die selektive Hysterie, die hier im Spiel ist. Es ist an der Zeit, zu besseren Metriken und weniger Dogma überzugehen.

Zusatz von Charles Rotter:

Sieht man von dem politischen Theater und der Medienhetze ab, ist der wissenschaftliche Wert der obsessiven Beobachtung der täglichen Meereismengen bestenfalls marginal.

Beginnen wir mit der praktischsten Frage: Was lässt sich aus den täglichen Meereismessungen tatsächlich erkennen, was nicht schon aus den längerfristigen ozeanischen und atmosphärischen Daten bekannt ist? Meereis ist im Grunde ein Symptom – ein Endprodukt, das von Wind, Meeresströmungen und kurzfristigem Wetter ebenso stark oder stärker beeinflusst wird als von globalen Temperaturtrends. Das bedeutet, dass die täglichen Veränderungen eine verworrene Mischung aus Rauschen, kurzfristiger Variabilität und lokalen Bedingungen sind. Wenn man diese Schwankungen mit hoher Frequenz verfolgt, erhält man wenig verwertbares Wissen über das Klimasystem. Wenn überhaupt, dann schafft es mehr Verwirrung als Klarheit.

Wenn jemand polare Ökosysteme oder saisonale Tierwanderungen studieren will, kann das Wissen darüber, wann und wo sich Eis bildet oder schmilzt, sicherlich eine begrenzte biologische Bedeutung haben. Aber dies sind Nischenforschungsinteressen und rechtfertigen kaum die großspurigen Behauptungen, dass die tägliche Überwachung des Meereises für das Verständnis des globalen Klimas unerlässlich ist.

Wenn es um die Schifffahrt oder das Ressourcenmanagement geht, verlassen sich Schifffahrt und Industrie auf örtlich begrenzte, hochauflösende Daten in Echtzeit, nicht auf die Zahlen zur globalen Ausdehnung, die in Pressemitteilungen veröffentlicht werden. Die aggregierten Daten darüber, „wie viel Meereis heute vorhanden ist“, sind für praktische Entscheidungen in der Schifffahrt oder bei Bohrungen weder detailliert noch zeitnah genug.

Was die langfristige Klimawissenschaft angeht, so liegt der wahre Wert – wenn überhaupt – in Aufzeichnungen über mehrere Jahrzehnte, nicht in täglichen Messwerten. Selbst hier ist die Korrelation zwischen Meereis und globaler Temperatur nur schwach. Größere Schwankungen können unabhängig von Temperaturänderungen auftreten, wie sowohl in der Arktis als auch in der Antarktis wiederholt festgestellt wurde. Darüber hinaus sind die Aufzeichnungen selbst durch Veränderungen der Messtechnik, der Algorithmen und der Satellitendrift beeinträchtigt, so dass Vergleiche über Jahrzehnte hinweg mit Unsicherheiten behaftet sind.

Die Quintessenz: Die tägliche Aufzeichnung des Meereises liefert bestenfalls einen groben Hinweis auf das Geschehen in den Polarregionen, der durch natürliche Schwankungen und technische Beschränkungen stark gefiltert wird. Für die eigentliche Klimawissenschaft ist es eine höchst indirekte, verrauschte und unzuverlässige Messgröße – eine, die uns weniger über das Klima aussagt als über die Grenzen unserer Modelle und den ständigen Drang, eine einfache Antwort auf ein komplexes System zu finden. Der wissenschaftliche Wert ist daher minimal – vor allem, wenn man ihn mit der atemlosen Bedeutung vergleicht, die ihm oft beigemessen wird.

Zusammengefasst: Meereismessungen haben einen Nischennutzen, aber sie sind kein Orakel für das Klima oder die Politik. Ihr wissenschaftlicher Wert wird, abgesehen von der spezialisierten Polarforschung, überbewertet und oft als Stellvertreter für Argumente verwendet, für die es keine besseren Beweise gibt.

Link: https://wattsupwiththat.com/2025/07/10/sea-ice-data-cut-off-climate-alarmists-panic-but-is-it-really-a-crisis/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Das Chaos der „erneuerbaren Energien“ in den USA ist in vollem Gange

David Wojick

Das große, schöne neue Steuergesetz schafft ein unschönes Schlupfloch, durch das Projekte für erneuerbare Energien im Wert von unzähligen Milliarden Dollar versuchen werden, sich durchzuzwängen. Jedes Mal, wenn man den Markt durcheinanderbringt, kommt es zu verrückten Ergebnissen, und dies ist eine gigantische Schwindelei. Es könnte ein großer Spaß sein, das zu beobachten.

Die Einzelheiten sind ganz einfach. Die massiven staatlichen Subventionen für Wind- und Solarenergie werden bald auslaufen, mit einer großen Ausnahme. Jedes Projekt, das in weniger als einem Jahr in Betrieb genommen werden kann und bis 2030 ans Netz geht, erhält weiterhin alle Vergünstigungen.

Angesichts der Tatsache, dass sich die Warteschlange der vorgeschlagenen Wind- und Solarprojekte auf über eine Billion Dollar beläuft, wird es viele Milliarden geben, die versuchen werden, die kurzfristige Baufrist einzuhalten. Dass viele von ihnen wahrscheinlich scheitern werden, macht die Sache besonders interessant. Es ist ein Rezept für finanzielles Chaos.

Natürlich stellt sich sofort die große Frage: Was braucht man, um im Bau zu sein? Die Subventionen werden in Form von Investitions- und Produktionssteuer-Gutschriften gewährt, so dass das Finanzamt die Regeln festlegt. Glücklicherweise gab es 2013 eine ähnliche, aber viel kleinere Version dieses Problems.

Das IRS hat ein kleines Regelwerk erstellt mit dem Titel „Beginning of Construction for Purposes of the Renewable Electricity Production Tax Credit and Energy Investment Tax Credit“ [etwa: Beginn des Baus für die Zwecke des Steuergutscheins für die Erzeugung von erneuerbarem Strom und des Steuergutscheins für Energieinvestitionen].

Die Regeln gelten nur für Windkraftprojekte, aber die Anwendung auf Solaranlagen scheint einfach zu sein, zumindest für große Projekte. Solarenergie auf Dächern könnte viel komplizierter sein und ist daher zu beobachten.

Die einfachste Lösung wird von der IRS als „Safe Harbor“ bezeichnet. Der Projektentwickler muss lediglich 5 % der Projektkosten im Voraus in die tatsächliche Entwicklung investieren und diesen Betrag dann im Laufe der Zeit „kontinuierlich“ erhöhen.

Die 5 % müssen nicht die Erschließung des Standorts umfassen, so dass dies auch für Projekte gilt, die noch keinen Standort haben, was bei vielen der Fall sein dürfte. Der Bauträger muss nur die verbindlichen Verträge für die Dinge finanzieren, die in die Baustelle eingebaut werden, sobald der eigentliche Bau beginnt.

Das Problem ist, dass die Produktionskapazitäten für Wind- und Solarkomponenten wahrscheinlich nicht ausreichen, um in weniger als einem Jahr die geforderten 5 % zu erreichen. Dies könnte zu einem Verkäufermarkt führen, auf dem die Preise schnell auf das steigen, was die Höchstbietenden zu zahlen bereit sind. Es könnte eine Menge Verlierer geben.

Es ist möglich, dass Schuldscheine für die Herstellung des Materials letztendlich in Ordnung sind, solange sie finanziert und verbindlich sind. Aber dann wird die zweite Anforderung der kontinuierlichen Entwicklung zu einem Problem. Entwicklung mit was?

Es scheint also ein verrücktes Gedränge zu geben, um in weniger als einem Jahr schnell viel Geld auszugeben. Ob es gelingt, bleibt abzuwarten.

Es ist auch erwähnenswert, dass die erneuerbaren Energieträger auf lange Sicht vielleicht nicht von diesem Wettlauf leben oder sterben. Die Vorstellung, dass erneuerbare Energien Subventionen benötigen, ist möglicherweise in hohem Maße falsch. Der Grund dafür ist, dass die meisten Staaten Energiewende-Vorgaben haben, die faktisch den Kauf von immer mehr Strom aus erneuerbaren Energien vorschreiben.

Zunächst einmal haben 28 Bundesstaaten „Renewable Portfolio Standards“, die ausdrücklich eine immer stärkere Nutzung erneuerbarer Energien vorschreiben. Andere, wie Virginia, haben Gesetze zur Netto-Null-Emissionsreduzierung, die in der Praxis zum gleichen Ergebnis führen.

Aber wie das ohne massive staatliche Subventionen funktionieren soll, bleibt abzuwarten. Subventionen in Form von Steuergutschriften sind unsichtbar und tauchen nie in der Rechnung auf. Ohne diese Subventionen werden die Kosten für die Auflagen die Strompreiszahler deutlich sichtbar treffen.

Steigende Stromtarife sind bereits zu einem politischen Thema geworden. Die langfristige Auswirkung der Abschaffung der Subventionen könnte durchaus die Abschaffung der Vorschriften sein, sobald ihre wahren Kosten deutlich werden.

Es sieht so aus, als ob die US-Industrie für erneuerbare Energien finanziell in Bedrängnis geraten wird. Das ist sicher für die nächsten zwölf Monate und vielleicht noch lange danach. Das verrückte Gerangel zu beobachten, könnte sowohl aufschlussreich als auch unterhaltsam sein.

Bleiben Sie an CFACT dran, wenn sich diese Show entfaltet.

Link: https://www.cfact.org/2025/07/07/u-s-renewables-mad-scramble-to-build-is-on/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE