Die Kohlendioxid-Erwärmungstheorie ist falsch. Das zeigt uns der Deutsche Wetterdienst mit seinen Apriltemperaturen – Teil 2

Von Matthias Baritz, Josef Kowatsch

Teil 1 hier

Teil 2: Unterschiedlicher Verlauf der Tages/Nachttemperaturen

  • Die Schere zwischen Tag und Nachttemperaturen öffnet sich seit dem Klimawandel
  • Der Klimawandel fand in Mittel- und Westeuropa erst im Jahre 1987/88 statt
  • Keine Korrelation zwischen Temperaturen und CO₂-Zunahme

Anmerkung: Der DWD- erfasst bei seinen Wetterstationen die Maximum- und die Minimum-Temperaturen mit einem Digitalthermometer, also die Tagesspitzen und die nächtlichen Tiefsttemperaturen, die in aller Regel kurz nach Sonnenaufgang gemessen werden. Bei warmen Apriltagen schaukelt sich die Temperatur aufgrund der schon hochstehenden Sonne und den südlichen Wetterlagen auf, so dass eine hohe Tmax auch zugleich einen warmen Apriltag tagsüber beschreibt. Umgekehrtes gilt für die Nacht. Deshalb reden wir verkürzt von Tages/Nachttemperaturen.

In Teil 1 hatten wir festgestellt, dass der April ab 1987/88 durch einen Temperatursprung wärmer wurde und zwar bei allen deutschen Wetterstationen, auch bei den WI-armen. Nochmals die Grafik der Apriltemperaturen dazu, ohne Aufschlüsselung in Tag/Nacht:

Abb.1: 30 Tagesmessungen ergeben den Schnitt für 1 Jahr. In früheren Jahrzehnten wurde diese Tagesmessung nach einer anderen Methode und analog in der englischen Wetterhütte ermittelt, die auch noch an einem anderen Platz stand, als die heutige Ermittlung nach DWD-Norm.

Nun könnten von der Treibhauserwärmung Überzeugte unter den Lesern behaupten, dieser natürliche Temperatursprung 1988 – siehe Grafik 1- wäre ein Einfluss von Treibhausgasen. Diese eventuelle Falsch-Überzeugung lässt sich leicht widerlegen, indem man den April-Temperaturverlauf seit 1988 auftrennt in Tag/Nachttemperaturen.

Wir gehen davon aus: Würde CO₂ der Haupttreiber der Temperaturen sein wie die Definition der Treibhauskirche von Klimawandel vorgibt, dann dürfte es zwischen einzelnen Wetterstationen kaum Unterschiede in den linearen Regressionslinien geben und zwar bei allen Wetterstationen der Welt.

Hinweis zur Übersichtlichkeit der folgenden Grafiken: Der Leser möge in den nun folgenden Grafiken vor allem den Trendverlauf der blauen unteren Nachttiefsttemperaturen mit dem Trendverlauf der oberen grauen Grafik, den Tageshöchsttemperaturen vergleichen. Vielleicht sollte man noch betonen, dass die monatlichen Maxima und Minima Durchschnittswerte aller täglichen Tmax/Tmin sind.

Unterschiedliche Entwicklung der Tag/Nachtemperaturen beim April

Der DWD bietet keinen Schnitt der Tag/Nachttemperaturen, erfasst als Tmax und Tmin seiner fast 2500 Wetterstationen an. Also auch kein Diagramm. Nur Einzelstationen. Herr Baritz hat sich die zeitaufwändige unendliche Mühe gemacht und fast 540 repräsentativ herausgegriffene DWD-Stationen zu einem Deutschland-Schnitt seit 1947 zusammengefasst. Ein zeitlich weiteres Zurückgehen war leider nicht möglich, da erst nach Kriegsende genügend Wetterstationen vorliegen, die auch heute noch alle drei Parameter messen.

Abb. 2: Aufgetragen sind 2 Zeiträume, 1947 bis 1987, dann der Temperatursprung und ab 1988 bis heute. Außerdem 3 Grafikverläufe: Die obere graue Grafik fasst die Tmax Temperaturen des Monats April, die mittlere braune Grafik die Tagesschnitte (24-Stunden) und die blaue Grafik die kältesten Nachttemperaturen, gemessen in Tmin. Quelle https://www.wetterzentrale.de/de/weatherdata_de.php

Ergebnis: Vollkommen anderer Verlauf vor und nach dem Temperatursprung

Tmax: bis 1987 stark fallend, Temperatursprung, seitdem stark steigend

Schnitt: bis 1987 deutlich fallend, Temperatursprung, danach deutlich steigend.

Tmin: ab 1947, 40 Jahre leicht fallend, Temperatursprung, danach ausgeglichen

Wichtige Erkenntnis, nach dem Temperatursprung 1987/88 wurden beim Monat April nur die Tage tagsüber wärmer.

Wo ist der CO₂-Treibhauseffekt in der Grafik 2 erkennbar? Antwort: Nirgendwo

  • An dem unterschiedlichen Verlauf der Temperatur-Maxima und -Minima hat der Deutsche Wetterdienst selbst den CO₂-Treibhauseffekt als Haupttreiber der Temperaturen widerlegt.
  • Die CO₂-Konzentration ist tagsüber und nachts gleich. Die Grafik 2 zeigt, dass die Aprilerwärmung seit 1988 aber nur tagsüber stattfand. (ähnlich wie bei allen Monaten im Sommerhalbjahr)

Dabei sollte doch laut Theorie der Treibhauskirche der Treibhauseffekt nachts stärker wirken als tagsüber, hier hat der RTL Klima-„Experte“ Christian Häckl diese Theorie ausführlich und verständlich beschrieben.

Auch der deutsche Physiknobelpreisträger von 2021, Klaus Hasselmann hat behauptet: Der Treibhauseffekt soll nachts stärker wirken als tagsüber, was ihm und seinem Team angeblich durch Satellitenmessungen bestätigt wurde. So seine Behauptungen. Und damit habe er die CO₂-Fußabdrücke in der Atmosphäre gefunden und als erster bestätigt. So wird der Mann im neuen Buch von Axel Bojanowski in einem ganzen Kapitel ab Seite 142 als Entdecker des nächtlichen CO₂-Signals gelobt: „Was Sie schon immer übers Klima wissen wollten“.

Es gibt nur einen Nachteil: die Vorhersagen einer stärkeren nächtlichen Erwärmung als angeblicher Beweis einer CO₂-Treibhauswirkung sind grottenfalsch, weil die Realität der DWD-Temperaturen das Gegenteil zeigt. Es ist aber auch zu dumm, wenn der DWD zwar die Tmin/Tmax erhebt, aber selbst nirgendwo eine Grafik anbietet und überzeugte Treibhausexperten dann ohne Beweis irgendwas behaupten dürfen und dafür auch noch den Nobelpreis erhalten! Oder – so unsere Vermutung – bietet der DWD etwa nur deshalb keine eigenen Grafiken mit Nacht- und Tagestemperaturen an, um die Treibhauskirche nicht ad absurdum zu führen? Um einen deutschen Nobelpreisträger nicht bloß zu stellen für seine falsche Theorie!!!

Mit der Grafik 2 weiter oben haben wir zusammen mit dem Deutschen Wetterdienst den Beweis erbracht, dass die Temperaturen am Tage stark steigen und nachts gar nicht.

Mehrere tatsächliche Gründe dieser Erwärmung tagsüber haben wir im Teil 1 genannt und gezeigt, es waren hauptsächlich die Sonnenstunden, die mit den Apriltemperaturen stark korrelieren.

Abb. 3: Beachte, zunächst die Abnahme der Sonnenstunden bis 1987, dann die Zunahme. Die Sonnenstundenzunahme hat wesentlich zu einem Anstieg der Apriltemperaturen seit 1988 beigetragen.

Mit den Sonnenstunden hat zugleich auch die Intensität der Sonnenstrahlung zugenommen, nähere Erläuterungen hier: Martin Wild’s Übersichtsartikel „Global dimming and brightening“, A review, J. Geophys. Res., 114, D00D16, doi:10.1029/2008JD011470.1.

Es sei darauf hingewiesen, durch unsere Grafikbeweise kann eine winzige CO₂-Wirkung (erwärmend oder abkühlend) jedoch nicht ausgeschlossen werden. Doch wir können zeigen: Keinesfalls ist CO₂ der entscheidende Temperaturregelknopf wie die linksgrüne Treibhauskirche uns vorlügt. Keinesfalls ist CO₂ ein Temperaturregelknopf und schon gar kein Klimakiller.

Ein möglicher weiterer Grund für die Aprilerwärmung neben den in Teil 1 sonst noch genannten soll hier aufgrund von Hinweisen in Kommentaren mit erwähnt werden: das Geo-Engineering. Der Schweizer Dipl. Physiker Dr. rer. nat. Philipp Zeller beschäftigt sich schon über 30 Jahre mit den Methoden des Geo-Engineerings. In diesem Vortrag (45-Minuten) stellt er einige vor, die alle Anwendung finden.

Wer sich doppelt so lange damit beschäftigen möchte, derselbe Physiker, Vortrag nur wissenschaftlicher aufgebaut.

Halten wir für den weiteren Verlauf fest: Die DWD-Temperaturdatenreihen und damit der Deutsche Wetterdienst selbst widerlegen die starke Wirkung eines CO₂-Treibhauseffektes: CO₂ wirkt allerhöchstens in homöopathischen Dosen versteckt mit.

Hier noch einige DWD-Einzelstationen. Wie oben erwähnt dürfte es bei einer alleinigen CO₂-Wirkung zumindest in Mitteleuropa keine Unterschiede geben. Bitte auf die Scherenöffnung und die Differenzen von Tmax zu Tmin achten.

Zunächst drei Wetterstationen in Stadtnähe

Grafiken 4a bis 4c: Stadtnähe: Im April beobachten wir große Scherenöffnungen zwischen Tag/Nacht, nachts wurde der April bei Wetterstationen in Stadtnähe kälter, siehe Trendlinien mit negativer Steigungsformel.

Schon nach 3 DWD-Wetterstationen zeigt sich deutlich:

Ergebnis 1: Die Aprilnächte wurden kälter seit 1988, die Tage hingegen deutlich wärmer. Die mittlere braune Grafik ist eher die Resultierende aus Tag/Nachtverlauf.

Weiter geht es mit drei eher ländlichen Stationen: Grafiken 4d – 4f:

Schon jetzt sieht man, dass die Aprilnächte im ländlichen Bereich nachts deutlich kälter wurden. Ein klarer Beweis gegen die Treibhaustheorie, wonach CO₂ der Haupterwärmungstreiber wäre und nachts auch noch stärker wirken würde als tagsüber.

Ergebnis 2: Die Schere zwischen Tageshöchst- und den nächtlichen Tiefst-Temperaturen öffnet sich immer weiter. Der April wird vor allem auf dem Lande nachts eindeutig kälter seit 1988. Und das freie Land ist die Hauptfläche Deutschlands

Und hier noch ausgesprochen städtische Stationen, mitten in der Wärmeinsel München:

Auch in einer ausgesprochenen städtischen Wärmeinsel gibt es deutliche Unterschiede im Apriltemperaturverlauf zwischen Tag und Nacht. Allerdings ist die nächtliche Tmin-Trendlinie nicht fallend, sondern eher ausgeglichen bis leicht steigend. Wir erklären es damit, dass die kalten Aprilnächte einfach aus der Stadt hinaus geheizt werden.

Ähnliches gilt auch für die Wetterstationen in Berlin, hier als Beispiel Dahlem:

Bremen: hier wirkt zusätzlich die Nordseenähe mit:

 

Abb. 4g bis i: Auch in Großstädten erwärmen sich die Tage tagsüber viel stärker, die Nächte bleiben ausgeglichen bis leicht zunehmend. Die kalten Aprilnächte werden hinaus geheizt, in Bremen zusätzlich durch die Nordsee. Die Scherenöffnung zwischen Tmax/Tmin ist nicht ganz so stark.

Ergebnis 3: alle Grafiken zeigen, die Aprilerwärmung seit 1988 fand im Gebietsmittel Deutschlands nur tagsüber statt. Selbst bei städtischen Wärmeinselwetterstationen wurden die Aprilnächte durch die Wirkungen des städtischen Wärmeinseleffektes leicht wärmer. Keinesfalls wirkt ein Treibhauseffekt nachts stärker wie die Theorie nobelpreisausgezeichnet behauptet.

Der völlig unterschiedliche Verlauf der Tmax und Tmin Temperaturen sind der eindeutige Beweis, dass die CO₂-Konzentrationsänderungen überhaupt keinen oder fast keinen Einfluss auf irgendwelche Temperaturen haben.

Für Zweifler: Bei Sonnenuntergang kann eine CO₂-Erwärmungswirkung nicht aussetzen, um dann anderntags bei Sonnenaufgang tagsüber wieder zu wirken. Derartige Gaseigenschaften gibt es nicht.

Und nicht vergessen: der Treibhauseffekt soll laut Treibhaustheorie nachts stärker wirken als tagsüber.

Man muss richtigerweise folgern: Die physikalische CO₂-Erwärmungstheorie mit den behaupteten hohen Klimasensitivitätswerten zwischen 2 und 5 Grad ist eindeutig falsch. Und CO₂ ist schon gar kein Temperaturregelknopf, denn diese linksgrüne politische Meinungsmache, die vor allem in Deutschland gilt, würde bedeuten, dass ausschließlich Kohlendioxid die Temperaturen rauf und runter regelt.

Richtig ist vielmehr diese Aussage: CO₂ hat auf den Temperaturverlauf der Atmosphäre keine erkennbare Wirkung. Auch wenn CO₂ im Infrarotbereich absorbiert, und emittiert – was physikalisch richtig ist – dann sollten sich Physiker endlich überlegen, weshalb diese Tatsache in der Gesamtatmosphäre keine Rolle spielt, warum es zu keinen „Thermalisierungen“ kommt und keine CO₂-basierten Erwärmungen gemessen und bestätigt werden können.

Letztlich hat der Großversuch bei der Sprengung der Ostseepipeline gezeigt, dass selbst das 50 mal stärkere Treibhausgas Methan zu keinerlei messbaren Erwärmungen über der Ostsee geführt hat. Die behauptete Thermalisierung der Luft durch Treibhausgase findet nicht oder nur in homöopathischen, nicht messbaren Dosen statt.

Außerdem: Es gibt auch keinerlei technische Anwendung des behaupteten CO₂-Erwärmungeseffektes oder sonstiger positiver Treibhauseffekte anderer Gase, die wir Menschen uns zunutze machen könnten.

Zusammenfassung:

1a) Die DWD-Aprilmitteltemperatur 2025 aller Stationen von 10,5°C ist zu hoch im Vergleich zu früher. Die heutigen Wetterstationen stehen im Vergleich zu früher eher in Wärmeinseln. Außerdem hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten die Messerfassung geändert. Die Wetterhütte ist abgeschafft und die neuen Digital-Einheiten müssen laut neuer DWD-Norm frei in der Sonne stehen.

1b) Somit richtet sich der Trendlinienverlauf tagsüber hauptsächlich nach der Zunahme der Aprilsonnenstunden, die überall in Deutschland zunehmend sind.

2) Die Grafiken des Artikels zeigen allesamt: CO₂ hat keinen erkennbaren Einfluss auf das Temperaturverhalten.

3) Die Erwärmung seit dem Temperatursprung 1987/88 fand aber nur am Tage statt. Die Nächte wurden entgegen der Treibhaustheorie nicht wärmer. Auch dieser Umstand ist ein deutlicher Beweis, dass CO₂ nichts mit den Temperaturen der Atmosphäre zu tun hat. Es gibt allerhöchstens Zufalls-Koinzidenzen zwischendurch für kurze Zeitabschnitte.

4) Der Monat April nimmt bereits vorweg, was die Sommermonate bis in den Herbst hinein noch deutlicher zeigen werden: Die Klimaerwärmung Deutschlands fand erst ab 1988 und nur tagsüber statt.

5) Alle teuren Maßnahmen zur CO₂-Reduzierung sind ein Geschäftsmodell und ändern am Temperaturverlauf überhaupt nichts. Sie müssen sofort eingestellt werden, weil diese unser Land ruinieren.

6) Es wird Zeit, dass endlich Natur- und Umweltschutz in den Mittelpunkt einer allumfassenden Politik gestellt werden. Der Erhalt einer sauberen Luft, sauberes Wasser und intakte Naturlandschaften mit genügend Bodenfeuchte sollten das gemeinsame Ziel sein und nicht die planmäßige Angstmacherei, die Klimahysterie mit einem angeblichen und nur erfundenen Treibhausgas.

7) Das Leben auf der Erde ist auf dem Element Kohlenstoff aufgebaut. Kohlendioxid ist das Transportmittel für den Kohlenstoff. Die Erde braucht höhere CO₂-Konzentrationen in der Atmosphäre und nicht weniger. Der CO₂-Optimumsbereich für die Schöpfung Erde sollte endlich wissenschaftlich erforscht werden

8) Wer CO₂ verdammt als Klimakiller oder Klimagift, versündigt sich an der Schöpfung. Das gilt insbesondere für die beiden christlichen Kirchen.

9) Wir alle sind aufgerufen, diesem unheilvollen Geschäftsmodell Klimahysterie durch Kohlendioxid ein Ende zu bereiten. Jeder so wie er kann und wie er es für richtig hält. Eine Klimakatastrophe ist weit und breit nicht in Sicht. Die in den Medien ständig verkündeten Panikmeldungen sind entweder Übertreibungen oder Folgen einer bisher verfehlten Natur- und Umweltpolitik

Josef Kowatsch, Naturbeobachter, aktiver Natur- und Umweltschützer

Matthias Baritz, Naturwissenschaftler und Naturschützer

 




Nicht vergessen: die Eisheiligen stehen vor der Tür.

Vorschau: Wie werden die fünf Tage vom 11. bis zum 15. Mai diesmal ausfallen?

 

Von Matthias Baritz, Josef Kowatsch.

  • Seit Jahrhunderten bekannter Kaltluftvorstoß in der Mitte des Monats Mai
  • Die kirchlich festgelegten Eisheiligentage gibt’s tatsächlich
  • Entgegen des allgemeinen Temperaturverlaufs werden die Eisheiligentage sogar kälter
  • Die Eisheiligen halten sich nicht an den wärmenden CO₂-Treibhauseffekt.

Der Mai ist gekommen, die Bäume haben inzwischen alle ausgeschlagen. Ein musikalischer Hörgenuss!

Bekannt ist: Um die Monatsmitte kommt seit Jahrhunderten regelmäßig, aber nicht immer ein Kaltluftvorstoß. Ab Sonntag, zugleich Muttertag müsste es losgehen mit der Kälte, wofür der Deutsche Wetterdienst diesmal den Beginn einer wärmeren Woche vorhergesagt hat. Manchmal erscheint der Kälteeinbruch auch erst Tage später oder wie diesmal früher. Auf die letzten vier Jahrzehnte gesehen gleicht sich jedoch alles wieder aus und wir fragen uns, gibts die Eisheiligen überhaupt noch angesichts des vom DWD festgestellten allgemeinen Wärmerwerdens seit 1988? Und wo werden sich diese fünf Tage diesmal im Mai 2025 einordnen?

Dieser Artikel will die Leser einfach bewusst auf diese fünf Tage zur weiteren Naturbeobachtung hinlenken, jeder vor seiner Haustür das Wetter beobachten.

Was sagt die Wetterstation Augsburg für die Voralpenländler?

Abb. 1: Die Eisheiligen Mitte Mai wirken noch und wie!! In einer Zeit der Temperaturzunahme werden diese fünf Tage bei dieser Wetterstation im Voralpenland sogar deutlich kälter. Und zwar alle drei Temperaturkennlinien: Tagsüber (oberer Grafikverlauf) und nächtens (unten).

Und nun zum Deutschlandschnitt:

Abb. 2. In ganz Deutschland wurden die Eisheiligen kälter, allerdings nicht so extrem wie im Voralpenland.

Anmerkung: Leider bietet der DWD keinen Schnitt der 5 Tage an, nach welchen man schnell eine Grafik zeichnen könnte.

Unser Autor Matthias Baritz hat alle derzeitigen über 2000 DWD-Stationen überprüft auf Tages/Nachttemperaturen. Es gibt 540 Stationen, die bereits 1988 schon alle drei Werte bis heute mitgemessen haben. Diese 540 Stationen haben allerdings oftmals ihren Standort verändert, ihre Messeinrichtung sowieso, aber sie sind namentlich wenigstens gleichgeblieben und der DWD bietet für jede eine Tagesdatenreihe an, die man als Originaldaten dieser Stationen bezeichnen kann. Unser Verfasser hat alle 540 Stationen aufsummiert zu einem Deutschlandschnitt, und das auch noch für die Tageshöchst- und die nächtlichen Minimumtemperaturen. Vielen Dank für diese unentgeldliche Fleißarbeit. Eigentlich eine Aufgabe der bezahlten DWD-Angestellten. Ohne Grafik kann man nämlich alles behaupten.

Kurzauswertung:

Diese fünf Eisheiligentage wurden in Deutschland eindeutig kälter. Die fünf Kirchenheiligen widerlegen somit den CO₂-Treibhauserwärmungseffekt auf ihre eigene, heilige kirchlich und päpstlich abgesegnete Weise. Nach der Theorie der CO₂-Klimakirche hätte es eindeutig wärmer werden müssen seit 1988, und zudem vor allem nachts, was überhaupt nicht Fall ist.

Richtig ist: Besonders nachts wurden die fünf Eisheiligentage kälter.

Vorschlag von uns an die christliche CDU-Politik: In Deutschland sollte wenigstens für die fünf Tage, also von Sonntag bis Donnerstag (Kalte Sophie) die CO₂-Klimarettungssteuer ausgesetzt werden.

Josef Kowatsch, Naturbeobachter, aktiver Natur- und Umweltschützer

Matthias Baritz, Naturwissenschaftler und Naturschützer

 




Kurzbeiträge zu neuen Forschungs-Ergebnissen – Ausgabe 16 / 2025

Eine Meldung vom 2. Mai 2025:

Neue Studie: Keine Erwärmung in den höheren Breiten der Südhemisphäre

Eine neue Studie, in der die Temperaturen in den hohen südlichen Breiten (60°S-90°S) einschließlich der Antarktis rekonstruiert wurden, kommt zu dem Ergebnis, dass es in den letzten 12.000 Jahren keine anomale Erwärmung gegeben hat – und die letzten Jahrzehnte zeigen Anzeichen einer Abkühlung.

Mithilfe einer neuen statistischen Methode (SLICKER) analysierten die Forscher Eisbohrkerne aus der Ostantarktis und erstellten eine der bisher detailliertesten Langzeitrekonstruktionen. Ihre Ergebnisse zeigen eine natürliche, zyklische Temperaturvariabilität, die zu keinem Zeitpunkt des Holozäns einen anhaltenden Erwärmungstrend aufweist.

Es gibt zwar einen leichten Anstieg von etwa 1950 bis 1990, aber die Autoren stellen klar: Diese Veränderung fällt vollständig in den Bereich der natürlichen Variabilität, mit einer Standardabweichung über die gesamte 12.000-jährige Aufzeichnung von nur 0,2 bis 0,3 K.

[Hervorhebung im Original]

Die Erwärmung zwischen 1950 und 1990 ist statistisch unbedeutend.

Darüber hinaus ist ein klarer Abkühlungstrend seit Anfang der 1990er Jahre zu erkennen, der insbesondere im ERA-20C-Datensatz deutlich wird. Diese Abkühlung, die in der eigenen Grafik der Studie (oben) deutlich zu sehen ist, deckt sich mit den Satelliten- und Beobachtungsdaten, die regelmäßig von Electroverse gemeldet werden.

[Hervorhebung im Original]

Das moderne Narrativ vom „Klimanotstand“ findet in den tatsächlichen Temperaturaufzeichnungen keine Unterstützung.

Die Studie rekonstruierte auch drei wichtige Klimaindizes der südlichen Hemisphäre anhand der gleichen Eiskerndaten:

  • Southern Annular Mode (SAM) – ein wichtiger Faktor für das antarktische Wetter;

  • Zonale Welle 3 (ZW3) – beeinflusst Jetstream-Muster und Sturmzüge;

  • Dipol des Indischen Ozeans (DMI) – verbunden mit Dürre- und Niederschlagsmustern in Australien und Ostafrika.

Alle drei Indizes waren auch über Jahrhunderte hinweg stabil, wobei alle modernen Verschiebungen wiederum im Rahmen der natürlichen Variabilität und des Timings mit der Einführung moderner Temperaturinstrumente liegen – und den Problemen, die sie nachweislich haben.

Diese Studie untermauert, was die Rohdaten schon immer gezeigt haben: Die südliche Polarregion erfährt keine ungewöhnliche oder gefährliche Erwärmung. Wenn überhaupt, dann geht die jüngste Entwicklung in Richtung Abkühlung – eine Tatsache, die von Klimamodellierern und Aktivisten gerne ignoriert wird.

Die Studie steht hier.

Link: https://electroverse.substack.com/p/uk-weather-data-is-broken-new-study?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email
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Meldung vom 5. Mai 2025:

Weitere unzuverlässige Klimadaten aus UK

Ein weiterer der wichtigsten Beiträge von UK zur globalen Klimadatenbank kommt von der RAF Shawbury – wo Hubschrauber routinemäßig über dem Thermometer schweben.

Die RAF Shawbury, in der Piloten von Militärhubschraubern ausgebildet werden, beherbergt einen wichtigen Temperatursensor, der vom Met Office genutzt wird und auch das Global Climate Observing System (GCOS) speist. Es gibt jedoch Probleme, wie z. B. Flugzeuge, die im Tiefflug über die Wetterhütte fliegen, Rotorspülungen, welche die Lufttemperaturen verzerren, und Hitzeschleier von Motoren, die über den Messbereich abstrahlen.

Shawbury ist eine von 37 Stationen in der historischen Datenbank des britischen Met Office. Sie ist auch Teil des GCOS-Netzwerks – ein von der UNO unterstütztes System, das die Grundlage für globale Klimamodelle, IPCC-Berichte und Net-Zero-Politik bildet.

Trotz ihrer angeblichen Bedeutung wird die Station als „Klasse 4“ eingestuft, was bedeutet, dass ihre Qualität mit einer Unsicherheit bis zu 2°C als schlecht gilt. Insgesamt speisen acht britische Standorte GCOS, von denen die Hälfte der Klasse 4 angehört.

Waddington, ein weiterer RAF-Stützpunkt, meldete im Juli 2022 einen „Rekord“ von 40,3 °C – gerade als in der Nähe Kampfjets landeten. Der Rekord wurde später als „verdächtig“ eingestuft, landete aber dennoch in den offiziellen Archiven.

Stornoway ist ein weiterer Ort, hinter dem ein großes Fragezeichen steht. Die Station behauptet, über kontinuierliche Daten bis in die 1870er Jahre zu verfügen, obwohl der Flughafen erst 1937 gebaut wurde.

Viele andere Stationen befinden sich in der Nähe von Rollbahnen, Parkplätzen oder Flugverkehr – alles bekannte Quellen künstlicher Wärme.

Wie in der letzten Woche erörtert, schätzen unabhängige Analysten, dass fast 80 % der Stationen des britischen Wetteramtes in die Junk-Klasse 4 oder 5 fallen – was Fehlergrenzen bis zu 5 °C bedeutet. Diese „verdächtigen“ Messwerte werden dann verwendet, um weitreichende Klimagesetze, Kohlenstoffsteuern und Net Zero-Mandate zu rechtfertigen. Die meisten Stationen sind unzuverlässig, schlecht platziert oder schlichtweg durch Umwelteinflüsse gestört.

[Hervorhebung im Original]

Link: https://electroverse.substack.com/p/japans-summer-only-ski-resort-opens?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldung vom 6. Mai 2025:

Eine weitere Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die Antarktis an Eis zulegt

Laut einer in Kürze erscheinenden Studie von Forschern der Universität Utrecht hat die Oberflächen-Massenbilanz (SMB) des antarktischen Eisschildes in den letzten Jahren zugenommen – vor allem im Jahr 2022 – wobei ein Großteil des Zuwachses in der Ostantarktis stattfand.

Die Studie, die sich auf das aktualisierte Klimamodell RACMO2.4p1 stützt, zeigt eine wissenschaftliche Realität, die weitaus differenzierter – und weitaus weniger alarmierend – ist, als uns die endlosen Schlagzeilen über Schelfeisbrüche und den drohenden Untergang der Küsten glauben machen wollen.

Oberflächenprozesse wie Schneefall dominieren weiterhin die Massenbilanz der Antarktis, und die Akkumulation überwiegt regelmäßig den Abfluss. Ins Meer kalbende Eisberge sorgen zwar für dramatische Bilder, werden aber nicht durch die Oberflächenschmelze angetrieben, wie es oft dargestellt wird.

Noch schlimmer (für die Klima-Alarmisten) ist, dass die Modell-Aktualisierungen – die nun Schneefall, windgetriebenen Schneetransport und Strahlungseffekte besser simulieren – in vielen Schlüsselzonen höhere Niederschläge und mehr Schnee-Akkumulationen zeigen.

Aus der Studie: Die Oberflächenmassenbilanz (SMB) für den Antarktische Eisschild (AIS) ist seit den 1970er Jahren stabil, dann „hat die SMB in den letzten Jahren auf dem AIS zugenommen, insbesondere für 2022, was hauptsächlich aus dem Massenzuwachs auf dem EAIS resultiert.“

Jahrzehntelang hat der klimaindustrielle Komplex ein Bild vom Untergang der Antarktis gezeichnet – kollabierende Schelfe, steigende Meere, Klima-Kipppunkte – um weitreichende Maßnahmen und Kohlenstoffsteuern durchzusetzen. Aber immer wieder weigert sich der Kontinent mitzuspielen. Jetzt zwingen sogar verbesserte Klimamodelle die Forscher dazu, das Offensichtliche einzugestehen: Die Antarktis spielt nicht mit.

Alarmistische Modelle stützen sich seit langem auf einen Zusammenbruch des antarktischen Eises, um ihre Szenarien für einen katastrophalen Anstieg des Meeresspiegels zu untermauern. Doch diese Studie, wie schon viele andere zuvor, zerreißt dieses Narrativ. Die Antarktis, die 90 % des Süßwassers der Erde beherbergt, schmilzt nicht, sondern sie nimmt an Masse zu.

Der Atmosphärenwissenschaftler Wei Zhang schreibt: „Die Antarktis beherbergt 90 % des Eises der Welt und ist völlig stabil und sicher. Der Kontinent weist keinerlei Erwärmungstendenz auf.“

Link: https://electroverse.substack.com/p/mt-hutt-sees-record-early-may-snowfall?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Die gleiche Studie wird auch auf dem Blog von Pierre Gosselin angesprochen. Weil darin eine graphische Darstellung gezeigt wird, kommt es hier als Kurzmeldung:

Neue Studie: Die Massenbilanz des antarktischen Eisschilds ist nach dem jüngsten Massenzuwachs positiv

Kenneth Richard

Die Oberflächenmassenbilanz (SMB) des Antarktischen Eisschildes (AIS) ist seit den 1970er Jahren bemerkenswert stabil.

Allerdings, so die Autoren einer neuen Studie (die demnächst als Vorabdruck veröffentlicht wird), „ist die SMB in den letzten Jahren auf dem AIS gestiegen, insbesondere für das Jahr 2022, was größtenteils auf den Massenzuwachs auf dem EAIS zurückzuführen ist“.

Link: https://notrickszone.com/2025/05/05/new-study-antarctic-ice-sheet-surface-mass-balance-has-been-increasing-due-to-recent-mass-gain/

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Meldung vom 7. Mai 2025, die in die gleiche Richtung geht:

Eis-Erholung an beiden Polen

Eine neue Studie nach der anderen wird veröffentlicht, welche die jahrzehntelange Gewissheit über das Klima widerlegt. Im Folgenden sind zwei weitere…

Die erste von der chinesischen Tongji-Universität stellt fest, dass das antarktische Eis eine Kehrtwende vollzogen hat.

Die Studie ergab, dass der antarktische Eisschild, der in den zehn Jahren zuvor jährlich 142 Gigatonnen verloren hatte, zwischen 2021 und 2023 mit einer Rate von 108 Gigatonnen pro Jahr an Masse zunimmt. Das ist keine geringe Schwankung. Es ist ein ziemlich deutlicher Schwenk.

Der Umschwung konzentriert sich auf die Ostantarktis, insbesondere auf vier große Gletscherbecken: Totten, Moscow University, Denman und Vincennes Bay. Die Daten von den NASA-Satellitenmissionen GRACE und GRACE-FO zeigen einen klaren Wendepunkt:

Um die Dinge in die richtige Perspektive zu rücken, zeigen die meisten zuverlässigen Daten, dass die Antarktis seit Beginn der Aufzeichnungen (1970er Jahre oder früher) an Eis zugenommen hat, wobei die Verluste – wie die von den Medien hervorgehobenen zwischen 2002 und 2021 – kaum an der Oberfläche kratzen.

Man muss wissen, dass die Antarktis selbst während dieser vielgepriesenen Phase des „beschleunigten Verlusts“ ≈2.000 Gigatonnen Eis verloren hat. Das sind weniger als 0,01 % der gesamten Eismasse des Kontinents. Das ist ein Rundungsfehler in geologischen Dimensionen. Bei dieser Geschwindigkeit und selbst wenn man die jüngsten Zuwächse außer Acht lässt, würde es ≈187.000 Jahre dauern, bis der antarktische Eisschild vollständig geschmolzen ist. Das ist die Art von Kontext, den Klima-Schlagzeilen auslassen.

Eine zweite Studie, die sich derzeit noch im Peer-Review-Verfahren befindet zeigt, dass sich der Rückgang des arktischen Meereises in den letzten zwanzig Jahren stark verlangsamt hat. Die Autoren aus den USA und UK vermuten, dass diese Pause Jahrzehnte andauern könnte. Auch das ist nicht das, was man uns zu erwarten vorgibt.

„Der Verlust der arktischen Meereisbedeckung hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten über alle Monate des Jahres hinweg deutlich verlangsamt“, schreiben die Autoren aus den USA und Großbritannien in der Studie.

Die Klimageschichte wurde als eine gerade Linie verkauft: mehr CO2, mehr Erwärmung, weniger Eis, steigende Meere = Katastrophe! Aber die Realität ist chaotischer. Das Eis schmilzt nicht immer. Rückkopplungsschleifen verstärken sich nicht immer. Systeme verhalten sich nicht immer wie vorhergesagt. Mutter Natur hat eine unbequeme Vorliebe für Selbstregulierung.

Im Jahr 2009 warnte John Kerry, dass die Arktis bis 2013 eisfrei sein würde. Dieser Termin kam und ging. Ein Jahrzehnt später ist das Eis immer noch da. Die Katastrophe kam nicht pünktlich.

Diese neuen Erkenntnisse beweisen oder widerlegen an und für sich nichts, aber sie machen deutlich, was die Modelle immer wieder ignorieren: Komplexität. Das Klima bewegt sich nicht nur in eine Richtung. Es taumelt, stockt, kehrt sich um. Das ist ein Problem, wenn sich die Politik auf vereinfachte Prognosen und Worst-Case-Projektionen stützt…

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„Hungatonga-Meter“

Im Folgenden finden Sie das „Hungatongameter“ – Dr. Javier Vinós‘ augenzwinkernde Bezeichnung für die globale Anomalie der Meerestemperatur (NOAA, 60°N-60°S, Basislinie 2021):

Nach dem massiven Ausbruch des Hunga Tonga-Hunga Ha’apai Anfang 2022 begannen die Meerestemperaturen Ende 2022 merklich zu steigen und erreichten schließlich im Januar 2024 einen Höchststand von +0,5°C.

Seitdem haben sich die Ozeane jedoch stetig abgekühlt, was mit dem Abklingen der atmosphärischen Nachwirkungen des Ausbruchs zusammenfiel, wobei der letzte Messwert die niedrigste Temperatur seit Mai 2023 anzeigt.

Die von UAH gemessenen Atmosphärentemperaturen hinken mit einigen Monaten Verzögerung hinterher und folgen damit dem Muster der Ozeane.

Der Erwärmungsimpuls nach der Eruption schwächt sich ab. Der Abkühlungstrend ist eindeutig.

Link: https://electroverse.substack.com/p/snows-and-sub-zero-lows-sweep-europe?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE




Irreführung bzgl. steigender Kakao-Preise: Die Regierung und nicht das Klima ist verantwortlich

Linnea Lueken und H. Sterling Burnett, Heartland Institute

In einem kürzlich erschienenen Artikel in The Independent mit dem Titel „How the climate crisis will push up prices for your Easter chocolate“ [etwa: Wie die Klimakrise die Preise für Ihre Osterschokolade in die Höhe treibt] wird behauptet, dass die Produktion von Kakaobohnen durch den Klimawandel bedroht sei und deshalb die Preise steigen würden. Das ist falsch. Der Independent beruft sich auf eine Studie, in der ein neuartiges, kürzlich entwickeltes KI-Modell zur Vorhersage der Kakaoproduktion in verschiedenen Ländern verwendet wurde, anstatt das Gesamtbild und die realen Daten zu untersuchen einschließlich der Kakaoproduktion der Nachbarländer. Der Anstieg der Kakaopreise ist nicht auf eine durch den Klimawandel verursachte Knappheit zurückzuführen, sondern auf die Politik von Regierungen.

Der Independent behauptet, dass extreme Hitze das Risiko für die Ernten erhöht, und zwar schon seit „den letzten zwei Jahrzehnten in Elfenbeinküste, Ghana, Ecuador und Indonesien“, wie aus Modellen hervorgeht, die The Independent exklusiv von ClimateAi, einem in Kalifornien ansässigen Unternehmen für maschinelles Lernen, das Ernteergebnisse modelliert, zur Verfügung gestellt wurden. Und diese Auswirkungen werden mit dem globalen Temperaturanstieg nur noch schlimmer werden.“

Diese KI-Modellierung „gibt es erst seit ein paar Monaten und wurde speziell entwickelt, um genaue Prognosen für eher datenarme Umgebungen wie Ghana und die Elfenbeinküste zu erstellen.“ Das Unternehmen behauptet, dass es historische Wetterdaten, aktuelle Satellitendaten, Bodeninformationen und Topografie sowie „lokales landwirtschaftliches Wissen“ einbezieht.

Sie verwenden die Modellergebnisse, um zu erklären, dass die Erträge und die Produktion von Kakao aufgrund des Klimawandels zurückgehen oder zumindest „gefährdet“ sind. Es ist schade, dass die Modelle ausschließlich The Independent zur Verfügung gestellt wurden und die Arbeit des Unternehmens geschützt ist, denn so ist es unmöglich zu wissen, ob sie sich auf dieselben fehlerhaften Klimamodelle stützen, welche die landwirtschaftliche Produktion immer wieder in die Irre führen – wie Climate Realism bereits mehrfach für Nutzpflanzen auf der ganzen Welt aufgezeigt hat.

Da die Modelle neu und proprietär sind, fehlt es ihnen an Transparenz, und es gibt keinen Hinweis darauf, dass die Modelle von Fachleuten geprüft oder durch Tests von externen Forschern verifiziert worden sind. Das hinter den proprietären KI-Modellen stehende Unternehmen bittet die Welt im Grunde darum, seinen Ergebnissen zu vertrauen und ihnen blindlings zu folgen – so funktioniert Wissenschaft jedoch nicht.

Daten aus der realen Welt – im Gegensatz zu nicht verifizierten Modellergebnissen – zeigen dagegen, dass die Kakaoerträge und -produktion während der jüngsten leichten Erwärmung im Allgemeinen gestiegen sind. Interessanterweise zeigen die Daten, dass die Erträge der Kakaoplantagen in Elfenbeinküste zwar rückläufig sind, die Produktion jedoch während der jüngsten Periode der leichten Erwärmung erheblich zugenommen hat, so die Daten der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO). (Siehe folgende Graphik:)

Der Independent stellt lediglich fest, dass die Erträge rückläufig sind, verschweigt aber, dass die Gesamtproduktion des Landes im Jahr 2023 ein Allzeithoch erreicht hat. Die Produktion ist seit 1980 um 469 Prozent gestiegen.

Dies deutet darauf hin, dass die Kakaomenge der einzelnen Farmen zurückgeht, wahrscheinlich handelt es sich um ältere Farmen, aber es werden immer mehr.

Wäre der Klimawandel der Grund für die Probleme in der Republik Elfenbeinküste, müsste man davon ausgehen, dass die Produktion auf den Farmen in den Nachbarländern in ähnlicher Weise leiden würde, da das Wetter nicht an Grenzen haltmacht. Dennoch sind die Erträge in Ghana nicht so stark zurückgegangen wie in Elfenbeinküste. (Siehe folgende Graphik:)

Ein weiteres in der AI-Studie als gefährdet eingestuftes Land ist Ecuador. Die Daten der UN FAO zeigen, dass das Land beständige Produktions- und Ertragsrekorde verzeichnet; allein seit 2015 haben die Kakaoproduktion und -erträge Ecuadors sechsmal frühere Rekorde gebrochen. (Siehe folgende Graphik:)

Woran liegt es also, dass die Kakaoproduktion in Ghana und in Elfenbeinküste leidet, was zu so hohen Kakaopreisen führt? Die Antwort findet sich am Ende des Artikels von The Independent, in dem erwähnt wird, dass Ghanas Regierung die Kakaopreise im Würgegriff hat, und dass im vergangenen Jahr „das Ghana Cocoa Board (COCOBOD), das die Löhne der Kakaobauern des Landes kontrolliert, angekündigt hat, dass es den Betrag um 45 Prozent erhöhen wird, den es den Kakaobauern zahlt.“

Die Bloggerin Jo Nova hat dazu einen Bericht verfasst, der die alarmistischen Darstellungen widerlegt. Sie weist darauf hin, dass die Preisfestsetzung in Ghana, dem zweitgrößten Kakaoproduzenten der Welt, eine der Hauptursachen für die Probleme ist, die im letzten Jahr zu einem Preisanstieg führten:

Die afrikanischen Regierungen haben den Kakaopreis jahrzehntelang festgesetzt und die armen Bauern gezwungen, für einen Hungerlohn zu arbeiten, während sie die großen Gewinne für sich behalten haben. Es überrascht nicht, dass die Bauern in Ghana trotz des wilden Preisanstiegs aus der Branche aussteigen und ihre Ernten ins Ausland schmuggeln (weil sie dort einen besseren Preis erzielen). Sie haben keine neuen Bäume gepflanzt, das Geld für Dünger ist ihnen ausgegangen, und sie haben keine neuen Sorten ausprobiert. Ihre Kinder wollen keinen Kakao anbauen, und die Erträge auf alten, kränkelnden Plantagen gehen zurück.

Welche Überraschung: Die sozialistische Regierung hat die Industrie in den Ruin getrieben und versucht nun krampfhaft, die Scherben wieder zusammenzufügen. Die Lage ist so verzweifelt, dass die ghanaische Regierung im April letzten Jahres den Kakaopreis um 58% und im September letzten Jahres um weitere 45% anhob, um den Schmuggel einzudämmen. (Die Regierung verlor zu viel Geld). Zu einem bestimmten Zeitpunkt im letzten Jahr wurde geschätzt, dass ein Drittel der nationalen Ernte an Schmuggler verloren ging. Einige Monate später horteten die Bauern ihre Bohnen in der Erwartung, dass die Regierung ihnen eine weitere Preiserhöhung gewähren würde. Ein einziges Chaos für alle.

Der Independent geht auf den Schmuggel überhaupt nicht ein.

Ähnliches ist in Indonesien zu beobachten. Nachdem die indonesische Regierung verschiedene UN-Klimaziele und Ziele für nachhaltige Entwicklung übernommen hatte und die damit einhergehende internationale Hilfe in Anspruch nahm, ermutigte sie ihre Bauern, „nachhaltige“ Praktiken anzuwenden, einschließlich der Verringerung des Einsatzes von chemischen Düngemitteln und Pestiziden, und sich auf die „Qualität“ des produzierten Kakaos statt auf die Menge zu konzentrieren. Das Ergebnis: Nach einem anhaltenden Produktionswachstum von den 1980er bis zu den frühen 2000er Jahren begannen die Erträge zu sinken, und kurz darauf ging die Produktion zurück.

Nach einem anfänglichen Rückgang ist die Kakaoproduktion in Indonesien seit der Unterzeichnung des Indonesia Compact im Jahr 2013, dessen Schwerpunkt auf der Verbesserung der Kakaoqualität, der Nutzung natürlicher Ressourcen und der Senkung der Treibhausgasemissionen liegt, im Wesentlichen stagniert. Nach 2018 endete das Programm und das Geld ging aus. Der Schaden war angerichtet, die Kakaoproduktion und -erträge haben sich nie wieder auf das Niveau vor dem Pakt erholt. (Siehe folgende Graphik:)

In verschiedenen Teilen der Welt wird es immer gute und schlechte Jahre geben, vor allem dort, wo sich die Regierung einmischt, Ressourcen falsch verwaltet und Preise festlegt, die es den Bauern erschweren, in neue Kakaopflanzen zu investieren, wenn andere alt werden und die Böden und Bäume abgenutzt sind, so dass sie Schlechtwetterperioden weniger gut standhalten können. Dem Klimawandel die Schuld zu geben, um Unterstützung für eine grüne Politik zu gewinnen, ist irreführend, da andere relevante Faktoren außer Acht gelassen werden, und ist kontraproduktiv für die Verbesserung der Kakaoerträge und -produktion.

Link: https://climaterealism.com/2025/04/the-independent-misleads-about-rising-cocoa-prices-government-not-climate-is-responsible/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Anmerkung: Der Übersetzer sagt „Aha!“ Er ist begeisterter Liebhaber von Schokolade aller Art, auch wenn man es ihm nicht gleich ansieht.

 




Indien: Sommerliche Realität vs. Klima-Alarmismus

Vijay Jayaraj

Da ich in den sonnenverbrannten Ebenen Südindiens aufgewachsen bin, wo die Sommertemperaturen oft um die 40 Grad Celsius erreichen, habe ich früh gelernt, dass extreme Hitze keine Anomalie, sondern eine saisonale Realität ist, mit der man rechnen muss. Dennoch sind wir alle mit der metaphorischen Hitze der unerbittlichen Rhetorik von Klima-Alarmisten konfrontiert, die darauf bestehen, dass sich unser Planet so stark erhitzt, dass er nicht mehr zu retten ist.

In Bengaluru (früher Bangalore), der Stadt, in der ich jetzt wohne, reflektieren die Klimageschichten oft die globale Hysterie. Die Schlagzeilen schreien von „rekordverdächtiger Hitze“ und „unbewohnbaren Städten“, doch die Daten – roh, ungefiltert und auf dem Boden der Realität – erzählen eine andere Geschichte – eine, welche die Übertreibungen in Frage stellt, die regelmäßig über die Öffentlichkeit hereinbrechen.

Im Durchschnitt gibt es im März in Bengaluru 17 Tage, an denen die Temperaturen 34 Grad Celsius erreichen oder überschreiten. Dieses Jahr war es nicht anders. Wir verzeichneten im März genau 17 Tage mit Temperaturen von 34 Grad oder mehr – genau wie im 15-Jahres-Durchschnitt. Weit entfernt von den apokalyptischen Vorhersagen über endlose Hitzewellen war dieser Sommer, mit einem Wort, normal.

In den vergangenen 15 Jahren, von 2010 bis 2024, zeigen uns die Temperaturaufzeichnungen für die Monate Februar bis Mai, dass es keine Sommerkrise gibt. Im gesamten Sommer 2018 gab es zum Beispiel nur 23 Tage mit Temperaturen über 34 Grad, während es 2023 30 Tage waren. Im Jahr 2016 waren es dagegen 76 Tage. Ist das ein Hinweis auf eine existenzielle Krise? Oder bestätigt es nur, dass das Klima fluktuiert? Es ist Letzteres.

Klima-Alarmismus: Eine künstlich erzeugte Krise?

Es geht nicht nur um die Temperaturen. Die allgemeine Klimageschichte ist gespickt mit haarsträubenden Vorhersagen, die sich nicht bewahrheiten. Die Prophezeiung vom „Ende des Schnees“, das Verschwinden des arktischen Eises bis 2013 und die häufigen Behauptungen vom „heißesten Jahr aller Zeiten“ haben sich im besten Fall als irreführend, im schlimmsten Fall als betrügerisch erwiesen.

Nehmen wir die Niederschlagsmuster in Indien, die einen großen Einfluss auf den Lebensunterhalt von 1,3 Milliarden Menschen haben. Die Niederschläge schwanken von Jahr zu Jahr erheblich, was für Indien typisch ist, weil der Monsun unberechenbar ist.

Die durchschnittliche jährliche Niederschlagsmenge zwischen 2000 und 2023 zeigt uns, dass es keine Krise gibt. In den frühen 2000er Jahren gab es mehrere sehr nasse Jahre, wobei 2003 fast 1245 l/m² Niederschlag verzeichnet wurde. Von Mitte der 2000er bis Anfang der 2010er Jahre war ein deutlicher Rückgang der Niederschläge zu verzeichnen, wobei 2009 besonders trocken war. Das letzte Segment des Datensatzes, das sich von 2019 bis 2022 erstreckt, deutet auf einen Zeitraum mit konstant hohen Niederschlagsmengen hin.

Es gibt keinen erkennbaren linearen Trend zu- oder abnehmender Niederschläge während des gesamten Zeitraums. Die Daten lassen Schwankungen zwischen feuchteren und trockeneren Jahren erkennen. Diese Variabilität unterstreicht die komplizierte Natur des indischen Monsunsystems und seine Anfälligkeit für verschiedene klimatische Faktoren.

Man stelle sich nun vor, die 14 Millionen Einwohner der Stadt würden aufgefordert, ihre Ambitionen auf eine ununterbrochene Stromversorgung auf der Grundlage von Kohle als Brennstoff zugunsten unzuverlässiger „grüner“ Technologien wie Windturbinen aufzugeben, um eine erfundene Klimakrise zu bekämpfen.

Leider werden solche Forderungen von Aktivisten und Medien gestellt, die die schlimmsten Szenarien als unausweichlich hinstellen und dabei historische Wetteraufzeichnungen und ehrliche Wissenschaft ignorieren. Das Ergebnis? Eine öffentliche Psyche, die darauf getrimmt ist, jeden warmen Tag als Vorbote der Apokalypse zu betrachten.

Die Menschen werden nicht nur mit Schuldgefühlen bezüglich der angeblichen Verschlechterung des Erdklimas konfrontiert, sondern ihnen wird auch vorgegaukelt, dass unbeständiger Wind und Sonnenenergie am Tag den Grundlaststrom liefern können, den ihre Städte und Industriezentren benötigen. Die Wahrheit ist, dass die Sommer heiß sind, besonders in den zentralen Teilen meiner Stadt. Und es gibt nichts, was der industrielle Klimakomplex dagegen tun kann oder sollte.

This commentary was first published at California Globe April 21, 2025.

Link: https://cornwallalliance.org/summertime-reality-twisted-into-climate-exasperation/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE