Der Monat Februar in Deutschland – Teil 1: Keine CO₂-Treibhauswirkung erkennbar

Von Matthias Baritz, Josef Kowatsch

  • 107 Jahre lang Abkühlung, Temperatursprung, ab 1988 bis heute Weitererwärmung.
  • Keine Korrelation mit dem CO-Anstieg, keine Treibhauswirkung erkennbar
  • Der menschenverursachte WI-effekt hat die insgesamt leichte Erwärmung seit 1881 bewirkt.

Das Temperaturmittel lag im Februar 2025 laut DWD bei 1,4 Grad Celsius (°C), also viel kälter als letztes Jahr und nicht einmal unter den 50 heißesten/wärmsten Jahren seit 1881, obwohl die Sonnenstunden über dem Schnitt (1991 – 2000) waren. Doch vor allem die kühlen Nächte ließen den Februar in vielen Teilen Deutschlands noch winterlich erscheinen. Vor allem in Sachsen und Thüringen, wo die nächtlichen Tiefsttemperaturen bis auf – 20 Grad fallen konnten. Wir haben es jedoch alle am Gas/Ölverbrauch gemerkt, der etwa gleich war mit dem diesmal wärmeren Januar 2025 in Deutschland.

Wir fragen uns: Wo ordnet sich dieser Februar 2025 mit seinem 1,4 °C-Schnitt in die bis 1881 zurückreichende Klimareihe Deutschlands ein, und wie entwickelten sich die Februar-Temperaturen in diesem Betrachtungszeitraum bis heute?

Deutschland –Temperaturgrafik des Februars.

Quelle

Abb. 1: Die Februartemperaturen des Deutschen Wetterdienstes seit 1881 bis 2024, also 145 Jahren

Wir erkennen mindestens 3 Teilabschnitte:

  1. Leichte Abkühlung 107 Jahre lang bis 1987
  2. Temperatursprung von 1987 auf 1988 von 1,5 Grad
  3. Weitererwärmung seit 1988 bis heute laut DWD um knapp 0,3 Grad/Jahrzehnt.

Die CO₂-Konzentrationszunahme in der Atmosphäre: Starker Anstieg

Abb. 2: Steiler und stetiger CO₂-Anstieg in der Atmosphäre, vor allem seit 1965. Man vergleiche.

Wir gehen von einer CO-Konzentrationszunahme von 135 ppm seit 1881 aus, ob diese jedoch ausschließlich anthropogenen Ursprunges ist, wollen wir nicht diskutieren, sondern lediglich die vom PIK-Potsdam behauptete hohe CO-Kimasensitiviät anhand des Artikels in Frage stellen. Wir wollen vor allem die Behauptung widerlegen, dass CO der maßgebliche Temperaturschalter wäre. Umso mehr, wenn man die ersten 107 Jahre näher betrachtet.

Der Temperaturverlauf in den ersten 107 Jahren ist jedoch keinesfalls immer fallend wie die Trendlinie der Grafik 1 suggeriert. Betrachten wir nun den kürzeren Zeitraum ab 1943

Abb. 3: Die Februarabkühlung begann eigentlich erst so richtig ab 1943, und zwar sehr deutlich. Der Temperatursprung im Jahre 1987/88 bleibt.

Wissenschaftliche Erkenntnis: CO kann nicht über 100 Jahre abkühlend wirken, dann einen plötzlichen Temperatursprung verursachen und erst ab 1988 erwärmend weiter wirken. Und die deutliche Februarabkühlung begann auch erst so richtig ab 1943 bis 1987 als die CO-Zunahmekurve immer steiler wurde. Solche Gaseigenschaften gibt es nicht.

Wir stellen bisher fest:

Die COAb 1988 bis heute handelt es sich um eine Zufallskorrelation.

Auch für den Temperatursprung im Jahre 1987 auf 1988 kann CO nicht verantwortlich sein. Der Temperatursprung auf ein wärmeres Plateau hat somit ausschließlich natürliche Ursachen (Zirkulationsverhältnisse – mehr Westwetterlagen bei positiven NAO-Werten).

Aus den Grafiken muss man schließen, CO hat entweder gar keinen Einfluss auf die Temperaturen oder einen nur sehr unbedeutenden. Eine politisch gewollte und nun von den Grünen favorisierte teure CO-Reduzierung durch das Verpressen im Boden oder Versenken von Kohlendioxid im Meer ist völlig nutzlos, dazu umweltzerstörend und gefährlich für die Bodenorganismen.

Damit ist die gängige Definition von Klimawandel falsch, die ausschließlich Kohlendioxid und andere Treibhausgase für die Klimaerwärmung verantwortlich macht.

Merke: Die treibhausbasierte Klimahysterie ist eine Wissenschaft des finstersten Mittelalters. Da geht’s nur ums Geld und einen CO-Ablasshandel

Doch zurück zu den Februartemperaturreihen des Deutschen Wetterdienstes: Einzuwenden wäre, dass um 1900 ein ganz anderes Deutschland mit anderen Grenzen bestand und die Wetterstationen samt ihren ganz anderen Temperaturermittlungen in der Wetterhütte mit den heutigen wärmeren Standorten nur bedingt vergleichbar sind. Deutschland hatte damals 104 Einwohner pro Quadratkilometer; heuer sind es mit 220 gut doppelt so viele, was bedingt durch den erhöhten Wohlstand und Energieverbrauch erwärmend wirkte. Die DWD- Wetterstationen stehen heute in den von Menschen geschaffenen großflächigen Wärmeinseln, auch gab es einst typische ländliche Stationen bei Klöstern oder Forsthäusern am Waldrand oder bei freistehenden Gutshöfen von Feudalherren.

Die Realität wäre: Die fallende Trendlinie von 1881 bis 1987 wäre noch stärker fallend. Der Temperatursprung wäre gleich. Die Erwärmungssteigung der Trendlinie ab 1988 bis heute wäre nicht so stark. Zum WI-effekt und zur Größeneinschätzung siehe weiter unten.

Wenn Kohlendioxid nicht erwärmt, was dann?

Auf der Suche nach des Gründen des Februarverhaltens in Deutschland:

1) Sonne und Niederschläge

Abb. 4a/4b: Die Sonnenstunden sind seit 1988 leicht gestiegen, die Niederschläge leicht gefallen.

Die Sonne steht im Februar tief und hat noch wenig Wirkung: Trotzdem lässt sich schließen, dass die geringen Zunahme der Sonnenstunden und die Abnahme des Niederschlages leicht erwärmend wirkte seit 1988

2) Die Änderung der Großwetterlagen:

Die NAO = Nordatlantische Oszillation. Unter der NAO versteht man in der Meteorologie die Schwankung des Druckverhältnisses zwischen dem Islandtief im Norden und dem Azorenhoch im Süden

Dieses auffällige Temperaturverhalten in drei Phasen ähnelt grob dem des Januars und lässt sich sehr gut mit dem Verhalten der NAO und der an die NAO gekoppelten Häufigkeit der Großwetterlagen mit Westanteil erklären:

Abb. 5: Zentrierte, 11-jährige Gleitmittel der NAO und der Häufigkeit der im Februar meist milden Westwetterlagen. Man achte auf die relative Übereinstimmung, welche auch die in Abb.1 und 3 dargestellten Phasen erklärt. Die NAO als „Luftdruck-Schaukel“ zwischen Portugal/Azoren und Island beeinflusst die Häufigkeit und Intensität der wintermilden Westwetterlagen. Der 2024er Februar war sehr wolkenreich (milde Nächte!) und 2025 waren die Nächte oftmals klar.

In der zweiten Monatsdekade setzte der Februarwinter vor allem im Osten ein deutliches Ausrufezeichen. Während eisiger Nächte meldete Deutschneudorf-Brüderwiese im Erzgebirge am 18. mit – 19,7 °C das bundesweite Februarminimum.

3) Der Mensch wirkt mit bei der Temperaturentwicklung durch zunehmende Wärmeinseleffekte (WI).

Klima verändert sich seit 4 Milliarden Jahren ohne Zutun des Menschen, es handelt sich um natürliche Klimaänderungen. In der Neuzeit wirkt der Mensch mit durch die ständige Ausbreitung der Wärmeflächen überall auf der Welt. Von Interesse wäre der Temperaturverlauf ohne die wärmenden menschlichen Veränderungen bei den Stationen. Vor allem in den letzten vier Jahrzehnten hat sich die Bebauung in die einst freie grüne Vegetations-Fläche hinein erweitert, derzeit um 50 Hektar täglich und innerhalb der Städte und Gemeinden werden Baulücken weiter geschlossen, damit die Flächenerweiterung ins Umland – eigentlich eine Naturzerstörung – rein statistisch geringer ausfällt, was für die Politik ein Beleg für Naturschutz ist. Derzeit ist ein Siebentel der Gesamtfläche unseres Landes versiegelt. Jede Sekunde wird in der Bundesrepublik Deutschland gut 5 m2 Boden neu als Siedlungs- und Verkehrsfläche beansprucht. Das bringt die Wärme ins Umland der DWD-Wetterstationen. Siehe hier.

Im Winter wärmt zusätzlich die Abwärme der Industrie, der Haushalte und des Verkehrs die Siedlungen und deren näheres Umfeld besonders bei windstillen, kalten Hochdruckwetterlagen auf. Im Umland heizen „Biogas“-, Solar- und Windkraftanlagen ebenfalls. Insgesamt sind die WI- Effekte nach unseren bisherigen Untersuchungen im Winter aber etwas geringer als in den Frühjahrs- und vor allem den Sommermonaten. Jede Straße wirkt vor allem im Sommer wie ein heißes Wärmeband in der Landschaft. Die Freisolaranlagen werden zeitweise bis zu 70°C heiß. Bäuerliche Trockenlegung der Agrarlandschaft in den letzten 50 Jahren und neuerdings auch im Wald sorgt auch im Sommer für erhöhte Bodentemperaturen außerhalb der Versiegelungsflächen, also auch in der freien Landschaft.

Kurzum, bei den Messstationen des DWD hat der Wärmeeintrag, bedingt durch anthropogene Nutzungsänderungen stark zugenommen und die Thermometer der Stationen messen diese menschenerzeugte Zusatzwärme aus den sich ständig vergrößernden Wärmeinseln mit. Natürlich gibt es auch Stationen mit geringen wärmenden Veränderungen. Eine solche ist in Amtsberg-Dittersdorf südlich von Chemnitz, deren Temperaturverlauf im Vergleich zum DWD wir in der Grafik 6 wiedergeben.

Abbildung 6: Die WI-arme Station Amtsberg – siehe blauer Graph mit violetter Trendline – im kleinen Teilort Dittersdorf steht noch so wie 1988, der Ort hat sich kaum verändert und der Stationsleiter erfasst die Temperaturen noch im Wetterhäuschen am unveränderten Standort, allerdings inzwischen digital.

Erg: Die wärmeinselarme Wetterstation Amtsberg, im kleinen Teilort Dittersdorf zeigt keine Februarerwärmung seit 1988, allerdings ist die Wärmeinselerwärmung der DWD-Reihen eine tatsächlich anthropogen verursachte Temperaturzunahme, also keine Datenmanipulation.

Beachte: Hier wird eine Privatwetterstation an einem konstanten Ort mit dem Schnitt der über 2000 DWD-Wetterstationen seit 1988 verglichen. Wetterstationen, die auch immer wieder getauscht wurden. Der unterschiedliche Verlauf vor allem ab 2002 könnte auch teilweise mit örtlichen Klimabesonderheiten im Erzgebirge erklärt werden. So lag z.B. der Januarschnitt dieser Station 2025 höher als der DWD-Schnitt.

Weitere Februar-Besonderheiten, die dem CO-Treibhauseffekt widersprechen:

Höher gelegene Wetterstationen: Kaum Februarerwärmung seit 1988 – warum?

Auf das Phänomen der derzeitigen Höhen-Abkühlung, bedingt durch die verstärkte Advektion von Höhen-Kaltluft, hatten wir schon in unseren Januar-Beiträgen hingewiesen.

Es ist aber auch nicht unerheblich, dass die in den Wärmeinseln von Menschen erzeugte Warmluft nicht nach oben abfließen kann und wie in einer Warmluftglocke unterhalb 950 bis 1000 m Höhe eingesperrt bleibt.

Als Beispiel einer Wetterstation über 1000m NN sei der Brocken aufgeführt.

Abb.7: Die Wetterstation auf dem 1142 m hohen Brocken zeigt fast keine Februarerwärmung seit 1988. So ähnlich verhalten sich alle höheren Bergstationen. Und 2024 war mit 0,7°C nicht der wärmste Februar, sondern 2019 mit 1,1°C, siehe auch Grafik 8b.

Einordnung des Februars 2021 in einer längeren Zeitreihe, also vor 1881

Die Wetterstation auf dem Hohenpeißenberg, (HPB)

Wir erwähnten schon, dass 1881, der Beginn der DWD-Messreihen, in einer Kaltphase lag. Die Wetterstation auf dem Hohenpeißenberg geht 100 Jahre weiter zurück. Erwähnt werden muss lediglich, dass die Messstation bis 1936 an der Nordwand der unbeheizten Klosterkirche war, heute steht die Station frei im neu erbauten DWD-Zentrum. Allerdings sind die Wärmeinseleffekte im Winter recht gering, so dass die wärmende Standortverlegung weniger Einfluss auf die Temperaturerfassung hatte als etwa im Sommerhalbjahr.

Der Februar-Verlauf auf dem HPB ist erstaunlich. Kaum Erwärmung seit über 230 Jahren, trotz starker CO-Konzentrationszunahme und trotz Stationswechsels an einen wärmeren Standort. Erstaunlich auch, 2024 gab es keinen neuen Temperaturrekord, die Station liegt allerdings 977m hoch, da greift bereits die Höhenkaltluft.

Abb. 8: Die Februartemperaturen der DWD-Wetterwarte Hohepeißenberg zeigen trotz CO₂-Zunahme und trotz der Standortverlegung 1936 und trotz des Temperatursprunges 1988 nur eine minimale Erwärmung seit fast 240 Jahren.

Die langen Reihen zeigen: Kaum Erwärmung in einem langen Zeitraum trotz der gewaltigen wärmenden Landschaftsveränderungen mit den WI-Effekten

Und nach dem Temperatursprung 1988 bis heute? Geringe Erwärmung bei WI-armen und Bergwetterstationen.

Wer was anderes behauptet, der verdient in aller Regel am CO-Klimapanikmodell mit!!!

Wohin geht der zukünftige Februartrend in Deutschland?

Dazu zeichnen wir nun zusätzlich in die Deutschlandgrafik, die nächtlichen Minimum- und die tagsüber gemessenen Maximumtemperaturen in die DWD-Grafiken mit ein. Die liegen allerdings nur bei 536 DWD-Wetterstationen und auch erst ab 1943 bis heute vor.

Beachte: Die mittlere orangebraune Trendlinie ist der Tagestrend, dieselben Werte wie in den Grafiken 1 und 2 oben, allerdings nur von 536 Stationen. Trotzdem ist die Steigungslinie ab 1988 bis heute ziemlich gleich.

Abb. 9: oben in grau die tagsüber gemessenen Maximumtemperaturen, unten in blau die Minimumtemperaturen. Von 1987 auf 1988 erfolgte bei allen drei Reihen der Temperatursprung

Auswertung der Grafik:

  1. Februarabkühlung bei allen drei Temperaturreihen und auch noch etwa gleich, siehe Formeln
  2. 1987 auf 1988: Temperatursprung bei allen drei Messreihen von etwa 2 Grad.
  3. Weitererwärmung seit 1988 bis heute, die T-max erwärmen sich stärker als die nächtlichen T-min Reihe, die Schere zwischen beiden geht leicht auseinander.
  4. CO₂-Erwärmung ist nicht erkennbar, dass ab 1988 die Tagestemperaturen etwas stärker steigen als T-min führen wir auf die Zunahme der Sonnenstunden zurück und nicht auf CO.

Und zukünftig in Deutschland?

Darauf kann nun diese Grafik 9 wohl auch keine Antwort geben, wir sehen jedenfalls keine. Doch gehen wir davon aus:

Sobald sich die Großwetterlagen wieder ändern. Wann wird das sein? Das weiß niemand. Da kein CO-Erwärmungssignal in den Temperaturreihen erkennbar ist, weiß kein Mensch wie sich dieser Monat in Zukunft in Deutschland entwickeln wird.

Fazit:

Die ständige Zunahme der Wärmeinseleffekte, die Schaffung großflächiger Wärmeregionen durch Flächenversiegelungen sind der mit Abstand größte menschengemachte Temperaturtreiber. Eine Einwirkung mittels CO gibt es nicht oder die Wirkung ist so minimal, das zeigen auch alle wissenschaftlich sauber durchgeführten Versuche. Allerdings ist dieser WI-effekt im Februar geringer als im Sommer.

Will der Mensch den menschengemachten Anteil an der Erwärmung bekämpfen, dann muss man die Wetterstationen entweder wieder raus in die landwirtschaftlichen Flächen stellen oder aber in den Städten und Gemeinden die Bebauung, Versiegelung der einst freien Landschaft und die Trockenlegung der Agrar-Landschaft rückgängig machen oder zumindest einstellen. Aber weshalb sollte man die angenehme Erwärmung überhaupt rückgängig machen – falls wir es könnten? Wir sind doch froh über den Temperatursprung 1987 auf 1988.

Klimapolitik nein, aber eine Diskussion zum Erhalt der Natur und Landschaft wäre zu begrüßen.

Politisch verordnete, teure CO-Einsparungen bewirken nichts. Es handelt sich um ein Ablasshandelsmodell ähnlich dem Sünden-Ablasshandel der Kirche im Mittelalter. Der Staat will uns ausplündern und das tut er bereits kräftig über die CO₂-Steuer. Die Demokratie ist dadurch in höchster Gefahr.

CO₂ ist ein lebensnotwendiges Gas, genauso wie Sauerstoff und Wasser. Auf dem Element Kohlenstoff ist das Leben dieses Planeten aufgebaut. Ohne CO wäre die Erde kahl wie der Mond. Mehr CO in der Atmosphäre wäre wünschenswert, denn es beschleunigt die Fotosynthese und lässt die Nahrungspflanzen schneller wachsen. Wer CO₂ einsparen oder gar reduzieren will, versündigt sich an der Schöpfung!!

Wirklicher Natur- und Umweltschutz muss endlich in den Mittelpunkt des politischen Handelns gerückt werden und nicht das Geschäftsmodell Klimaschutz, das unser Land ruiniert und in das Privatleben der Bürger eingreift. Eine Gefahr für die Demokratie.

Organisationen und Parteien, die weiterhin das CO-Erhitzungsmodell mit CO als Haupttemperaturtreiber predigen, müssen an den Pranger gestellt werden!!

Die Februartemperaturreihen des Deutschen Wetterdienstes beweisen: Es gibt keinen Klimanotstand. Deshalb muss auch keiner bekämpft werden. Aufruf an die Politiker: Lasst diesen Blödsinn sein und werdet endlich wieder normal

Josef Kowatsch, Naturbeobachter und unabhängiger, weil unbezahlter Klimaforsch

Matthias Baritz, Naturwissenschaftler und Naturschützer




Die homogeniserten Temperatur-Aufzeichnungen der NOAA: statistisch ein Haus aus Spielkarten?

Charles Rotter

[Alle Hervorhebungen aus dem Original übernommen]

Jahrelang haben uns die Klimawissenschaftler versichert, dass die homogenisierten Temperaturdaten der NOAA – insbesondere das Global Historical Climatology Network (GHCN) – der Goldstandard für die Erfassung der globalen Erwärmung sind. Was aber, wenn die auf diese Daten angewandten „Korrekturen“ mehr Rauschen als Signal erzeugen? Eine kürzlich in der Fachzeitschrift Atmosphere veröffentlichte Studie hat schockierende Ungereimtheiten in den Anpassungen der NOAA aufgedeckt, die ernsthafte Bedenken hinsichtlich der Zuverlässigkeit der homogenisierten Temperaturaufzeichnungen aufkommen lassen.

Die Studie, durchgeführt von einem Team unabhängiger Klimaforscher unter der Leitung von Peter O’Neill, Ronan Connolly, Michael Connolly und Willie Soon, bietet eine akribische Untersuchung der Homogenisierungs-Verfahren der NOAA. Diese Forscher, die für ihr Fachwissen im Bereich der Klimadatenanalyse und der kritischen Bewertung der gängigen Klimamethoden bekannt sind, haben über mehr als ein Jahrzehnt ein umfangreiches Archiv des GHCN-Datensatzes der NOAA gesammelt. Ihre Forschung umfasste die Verfolgung von über 1800 täglichen Aktualisierungen, um zu analysieren, wie sich die Anpassungen der NOAA an historische Temperaturaufzeichnungen im Laufe der Zeit veränderten.

Ihre Ergebnisse zeigen ein höchst beunruhigendes Muster von Ungereimtheiten und unerklärlichen Veränderungen bei den Temperaturanpassungen, was eine erneute Überprüfung der Art und Weise erforderlich macht, wie die NOAA Klimadaten verarbeitet.

Die Studie analysierte den GHCN-Datensatz der NOAA über ein Jahrzehnt hinweg und stellte fest:

Die gleichen Temperaturaufzeichnungen wurden an verschiedenen Tagen unterschiedlich angepasst – manchmal sogar dramatisch.

64 % der von NOAAs paarweisem Homogenisierungs-Algorithmus (PHA) identifizierten Grenzwerte waren höchst inkonsistent und traten in weniger als 25 % der NOAA-Datensatzläufe auf.

Nur 16 % der Anpassungen wurden in mehr als 75 % der Fälle konsistent angewandt, was bedeutet, dass die Mehrheit der „Korrekturen“ sich unvorhersehbar verschiebt.

Weniger als 20 % der von NOAA angegebenen Grenzwerte entsprachen den tatsächlich dokumentierten Stationsänderungen, was darauf hindeutet, dass viele Anpassungen ohne entsprechende Metadaten vorgenommen wurden.

Für den Laien ausgedrückt: Die NOAA verändert wiederholt historische Temperaturaufzeichnungen in einer Weise, die inkonsistent, schlecht dokumentiert und fehleranfällig ist.

Was soll mit der Homogenisierung eigentlich erreicht werden?

Die Homogenisierung ist ein statistischer Prozess, der dazu dient, nichtklimatische Verzerrungen aus den Temperaturaufzeichnungen zu entfernen, wie z. B. Änderungen des Stationsstandorts, des Instrumententyps oder der Beobachtungszeit. Der PHA-Algorithmus der NOAA passt die Temperaturaufzeichnungen auf der Grundlage statistischer Vergleiche mit benachbarten Stationen an, ohne dass die tatsächlichen Metadaten bestätigen müssen, ob eine Anpassung überhaupt notwendig ist.

Dieses Verfahren wird von NOAA-Forschern mit der Behauptung verteidigt, dass sie Verzerrungen wirksam beseitigen. Die neue Studie deutet jedoch darauf hin, dass sie möglicherweise willkürliche und inkonsistente Änderungen vornimmt, welche die Temperaturtrends verzerren könnten.

Wenn die Anpassungen der NOAA inkonsistent sind, wie können wir dann den daraus abgeleiteten langfristigen Klimatrends vertrauen? Aus folgenden Gründen ist dies wichtig:

Garbage In, Garbage Out: Klimamodelle und politische Entscheidungen stützen sich auf angepasste Temperaturdaten. Wenn diese Anpassungen unzuverlässig sind, sind die darauf basierenden Schlussfolgerungen fragwürdig.

Künstliche Erwärmung oder Abkühlung? In der Studie wurde nicht speziell untersucht, ob diese Unstimmigkeiten die Daten in Richtung Erwärmung oder Abkühlung beeinflussen, aber frühere Untersuchungen haben gezeigt, dass Homogenisierung die Erwärmungstendenzen tendenziell verstärkt.

Siehe hierzu auch die Meldung von Cap Allon im Anschluss an diese Übersetzung. A. d. Übers.]

Mangel an Transparenz: Die täglichen Homogenisierungs- Aktualisierungen der NOAA bedeuten, dass die Vergangenheit ständig umgeschrieben wird, ohne dass es eine Rechenschaftspflicht oder eine externe Validierung gibt.

Die Autoren der Studie argumentieren, dass die Homogenisierung nicht blindlings und ohne Verwendung der tatsächlichen Metadaten der Stationen erfolgen sollte. Stattdessen sollten Anpassungen folgendermaßen vorgenommen werden:

1. Wann immer möglich mit Metadaten der Stationen untermauert – nicht nur auf der Grundlage statistischer Modelle.

2. Transparent gemacht – die Nutzer von Temperaturdaten sollten genau darüber informiert werden, wann und warum Anpassungen vorgenommen werden.

3. Neu bewertet auf Verzerrungen – verstärkt die Homogenisierung systematisch den Erwärmungstrend?

Falls die Temperaturaufzeichnungen der NOAA wirklich die besten sind, die wir haben, sollten sie robust, reproduzierbar und überprüfbar sein. Stattdessen deutet diese Studie darauf hin, dass sie ein variables Ziel sind, das je nach Tag unterschiedlich angepasst wird, und das oft ohne einen klaren Grund.

Die Frage, die wir uns stellen müssen, ist folgende: Ist die globale Temperaturaufzeichnung ein zuverlässiger Datensatz oder nur ein statistisches Kartenhaus?

Wir brauchen Transparenz, Rechenschaftspflicht und wissenschaftliche Strenge in der Klimawissenschaft. Bis dahin sollte jeder NOAA-Temperaturdatensatz mit Vorsicht heran gezogen werden.

Link: https://wattsupwiththat.com/2025/02/25/noaas-homogenized-temperature-records-a-statistical-house-of-cards/

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Auch bei Cap Allon findet sich am 27. Februar 2025 eine entsprechende Kurzmeldung:

Weitere NOAA-Manipulationen

Cap Allon

Ein weiterer Tag, ein weiterer Fall, in dem „die Wissenschaft“ die Klimageschichte der Erde bequem umschreibt.

Der Forscher Tony Heller hat gerade die neuesten NOAA-USHCN-Daten heruntergeladen, und – wieder einmal – wurde die Regierungsbehörde dabei erwischt, wie sie einen Erwärmungstrend künstlich herstellte, indem sie historische Temperaturaufzeichnungen anpasste:

Die „Chef-Klimakorrespondentin“ von ABC News Ginger Zee sagt uns, das sei alles in Ordnung, denn „so macht man Wissenschaft“.

Nein, echte Wissenschaft basiert auf überprüfbaren, reproduzierbaren Daten – und nicht auf der rückwirkenden Veränderung von Zahlen, um sie in ein Narrativ einzupassen. Das ist keine Wissenschaft, das ist staatliche Propaganda.

Wenn sie nicht ganz aufgelöst wird (und ich glaube nicht, dass das das Richtige ist), dann muss die NOAA zumindest mit einem Vorschlaghammer bearbeitet werden.

Link: https://electroverse.substack.com/p/fierce-cold-to-sweep-china-snows?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

Beides übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Wo der Wind weht…

Dr. Lars Schernikau

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[Alle Hervorhebungen aus dem Original übernommen]

Wind entsteht durch die Veränderung des Luftdrucks von Ort zu Ort als Reaktion auf die Sonneneinstrahlung.

Die Idee, Energie aus Wind zu gewinnen, ist nicht neu, denn die Windkraft wird seit Jahrtausenden genutzt, um Getreide zu mahlen, Wasser zu pumpen und Schiffe über das Wasser zu bewegen.
Die Erzeugung von Strom aus Windturbinen ist jedoch eine neuere Entwicklung. Praktische Windmühlen gibt es zwar schon seit Hunderten von Jahren, aber die thermodynamischen und betrieblichen Aspekte der modernen Windturbinen-Technologie wurden erst im letzten Jahrhundert entwickelt und sind etwas komplexer als die bloße Nutzung der kinetischen Energie des Windes und ihre Umwandlung in Elektrizität.

Wind ist eine globale Energiequelle, die auf 45 bis 100 TW geschätzt wird [1]. Dies kann mit dem durchschnittlichen Strombedarf der Menschheit von ~20 TW (~170.000 TWh/8.766h) verglichen werden.

Könnte also die geschätzte globale Windkraft im Prinzip den derzeitigen durchschnittlichen Strombedarf der Weltbevölkerung decken?

Richtig? … Nun, nein, nicht wirklich.

Was ist so attraktiv an der Windenergie?… die gleiche Energie, die das mittelalterliche Europa Jahrhunderte lang antrieb. Vielleicht, weil sie scheinbar unbegrenzt zur Verfügung steht?…oder weil sie scheinbar „kostenlos“ ist?…oder weil sie scheinbar „sauber“ ist? Was macht das Thema Windkraft so komplex und anspruchsvoll und warum gibt es Kritiker wie mich?

Werfen wir einen kurzen Blick auf die globale Windkarte in Abbildung 1 unten, dann erkennt man gleich das erste Problem… dort, wo der Großteil der Weltbevölkerung lebt, scheint Wind knapp zu sein!

Wollen Sie mehr über Wind erfahren, dann lesen Sie weiter…

Abbildung 1: Mittlere Geschwindigkeit und Verteilung der globalen Windressourcen | Quelle: NASA 2022

1. Natürliche Nutzungsgrade, Auslastung und Umwandlungs-Effizienz

Wie die Solarenergie ist auch die Windenergie eine intermittierende, von der Natur (Wind) gespeiste Energiequelle, d. h. sie ist stark wetterabhängig und kann nicht wie die mit konventioneller Kohle, Gas oder Uran gespeiste Energie gesteuert werden. Wind oder Solar benötigen immer Reserve-Energiequellen wie Batterien, Wasserstoff und traditionelle Kraftwerke.

Der Bruchteil der Zeit, in welcher der Wind mit einer brauchbaren Geschwindigkeit weht, um eine Windturbine anzutreiben, wird als natürlicher Kapazitätsfaktor bezeichnet und ergibt einen geschätzten Durchschnittswert (%) pro Jahr. Weltweit liegt dieser Prozentsatz bei etwa 21-24 % (Abbildung 2), wobei in bestimmten Gebieten der europäischen Nordsee bisweilen sogar 45 % erreicht werden. In weiten Teilen Afrikas, Südostasiens, Indiens und auch Chinas, wo Milliarden von Menschen leben und die Industrieproduktion in die Höhe schießt, erreicht der natürliche Kapazitätsfaktor für Wind oft nur einen einstelligen Wert.

  • natural capacity factor (nCF) x utilization = net load factor

[natürlicher -Nutzungsgrad (nCF) x Auslastung = Nettolastfaktor]

Wenn wir also vom natürlichen Nutzungsgrad (oder Kapazitätsfaktor) sprechen, beziehen wir uns nur auf den von der Natur abgeleiteten Nutzungsgrad, nicht auf die technologisch oder betrieblich bedingte „Auslastung“ (oft als Betriebszeit, Anlagenauslastung oder PLF bezeichnet, mehr dazu hier). Mit anderen Worten: Wenn die Technik versagt oder ein Kraftwerk absichtlich abgeschaltet wird, verringert sich zwar die Auslastung, nicht aber der natürliche Nutzungsgrad. Das Produkt dieser beiden Größen bezeichnen wir als „Nettolastfaktor“.

Keiner dieser Begriffe hat jedoch etwas mit dem Umwandlungs-Wirkungsgrad zu tun, der das Verhältnis zwischen der (nützlichen oder nicht nützlichen) Stromproduktion einer Energie-Umwandlungsmaschine (Fabrik oder Anlage) und dem Energie-Input misst.

 

Abbildung 2: Globale durchschnittliche Kapazitätsfaktoren nach Carbajales-Dale et al. 2014. Quelle: Zugriff am 11. Februar 2022: Global Wind Atlas (Einstellung Mean Power Density – für die 10% windigsten in der Auswahlregion in 100 m Höhe), www.globalwindatlas.info; Global Solar Atlas, www.globalsolaratlas.info (Einstellung Direct normal irradiance, DNI)

Abbildung 3: Europäische Gas- und Winderzeugung 2024, Oxford Energy [2]

Der Umwandlungs-Wirkungsgrad ist also der Prozentsatz des einsatzfähigen Stroms, den ein Gaskraftwerk aus dem einströmenden Gas „erzeugt“, bzw. der Prozentsatz des intermittierenden Stroms, den eine Windturbine mit Hilfe von Wind „erzeugt“. Sowohl Gas als auch Wind sind Primärenergie, und weitere Einzelheiten findet man in meinem jüngsten Blogbeitrag über Primärenergie.

Das nächste Element der Gleichung, das es zu berücksichtigen gilt, ist der Standort… und da die bestehenden Windkraftanlagen bereits größtenteils die besten Standorte weltweit belegen und die Technologie an ihre physikalischen Grenzen stößt, könnte man logischerweise erwarten, dass die durchschnittlichen „natürlichen Nutzungsgrade“ nun mit der Zeit abnehmen. Dies steht im Gegensatz zu „Net-Zero“-Plänen, die oft davon ausgehen, dass die durchschnittlichen globalen natürlichen Kapazitätsfaktoren im Laufe der Zeit steigen werden (siehe IEA, McKinsey, BCG, IRENA und viele andere).

Die Netto-Energieeffizienz (oder eROI) von Windkraft ist in der Regel höher als die von Solarenergie, was nicht nur, aber hauptsächlich auf den höheren natürlichen Nutzungsgrad von Windkraft zurückzuführen ist (siehe Abbildung 2).

Interessant, aber nicht allgemein bekannt ist die Tatsache, dass die Windressourcen über große Gebiete hinweg korrelieren, oft über den gesamten Kontinent, wie die Dunkelflauten im Winter 2024/2025 [2, Abbildung 3] und in früheren Jahren wie der europaweiten Dunkelflaute 1996/1997 zeigen.

Die Physik und damit auch die Ökonomie der Stromerzeugung mit Windkraftanlagen ist etwas komplexer, und ich denke, ich sollte im nächsten Abschnitt mehr darauf eingehen (den Sie überspringen können, wenn er zu technisch wird).

Bitte beachten Sie, dass große Teile dieses Blogs von Prof. Bill Smith und aus meiner ausführlicheres Studie über Wind stammen; Titel: „An Introduction to Wind Energy“, erhältlich bei Elsevier’s SSRN hier.

 

2. Windturbinen und ihre Funktionsweise

Praktische Windmühlen gibt es zwar schon seit Hunderten von Jahren, aber die thermodynamischen und betrieblichen Aspekte der Windturbinen-Technologie wurden erst im letzten Jahrhundert von Betz abgeleitet, der den maximalen Umwandlungswirkungsgrad einer idealen Windturbine auf 59,2 % festlegte (Betz 1926). Der Betz-Wirkungsgrad hat nichts mit dem natürlichen Nutzungsgrad zu tun, sondern optimiert die Energiegewinnung aus dem Wind, wenn der Wind tatsächlich weht. Daher zielen technische Verbesserungen darauf ab, diesem maximalen Betz-Wirkungsgrad der Windenergiegewinnung so nahe wie möglich zu kommen.

In der realen Welt arbeiten die Turbinen aufgrund verschiedener Verluste im Getriebe, im Inverter und in anderen Komponenten unterhalb dieser Grenze. Die neuesten Turbinen erreichen heute bereits einen Umwandlungswirkungsgrad von über 40 % und liegen damit nahe an den physikalischen Grenzen… Man sollte also in den nächsten Jahrzehnten keine Wunder der Windtechnologie erwarten.

Die Weibull-Windgeschwindigkeitsverteilung (Weibull 1951) ist ein berühmtes Diagramm, das die Wahrscheinlichkeit von Windgeschwindigkeit und Energiegewinnung darstellt. Man möchte seine Windturbine so viel wie möglich bei der höchsten Windgeschwindigkeit nutzen, aber die Natur setzt Grenzen. Die Weibull-Kurve ist die gestrichelte Linie in Abbildung 4 und folgt genau der typischen Verteilung der Windgeschwindigkeiten weltweit.

Die Windturbine extrahiert dann die Leistung P, die sich aus dem Volumenstrom der Luft durch die Turbine ergibt, multipliziert mit dem Betz-Wirkungsgrad Cp für die Windturbinenauslegung gemäß Gleichung 1, wobei ρ die Luftdichte, A die Rotorfläche der Turbine und V die Windgeschwindigkeit ist:

P = ½ Cp*A*ρ*V³

Die kubische Abhängigkeit der Leistungsabgabe von der Windgeschwindigkeit (Gleichung 1) führt zu einem raschen Anstieg der elektrischen Energieerzeugung bei zunehmender Windgeschwindigkeit (Abbildung 4, siehe rote Linie).

Die Leistung einer Windkraftanlage ist – durch die Rotorform – so ausgelegt, dass sie bei einer bestimmten Windgeschwindigkeit in die Sättigung geht, die zu Optimierungszwecken in der Regel bei 12 m/sec liegt. Nach Gleichung 1 sollte eine Windturbine bei einer Windgeschwindigkeit von 17 m/sec 22-mal mehr Strom erzeugen als die gleiche Windturbine bei einer Windgeschwindigkeit von 6 m/sec. Jenseits der Sättigungswindgeschwindigkeit wird die elektrische Leistung jedoch durch Anpassung der Rotorform und -ausrichtung nahezu konstant gehalten, um eine Zerstörung der Anlage zu vermeiden.

Abbildung 4: Leistungs-Geschwindigkeits-Kurve von vier bestehenden Windkraftanlagen. Quelle: Smith auf der Grundlage von Hoogwijk 2008 Hinweis: Die rote Linie, zur Verdeutlichung nach oben verschoben, zeigt die Leistungsabgabe für eine nicht ummantelte, isolierte Windenergieanlage (WEA) bei einer Weibull-Windgeschwindigkeitsverteilung

Abbildung 5: Veranschaulichung des Nachlaufeffekts und der Energierate der Wiederherstellung (ERR)

Diese notwendige technische Manipulation führt logischerweise zu einem Verlust an Effizienz. Die Rotorsteuerung ermöglicht den Betrieb der Anlage bei Windgeschwindigkeiten bis 25 m/s, ohne sie zu zerstören. Wenn die Windgeschwindigkeit über ~25 m/s ansteigt, wird die Turbine in der Regel abgeschaltet, um ihre Zerstörung zu vermeiden.

Logischerweise kann bei Windgeschwindigkeiten unter 5 m/s nur wenig Strom erzeugt werden. Eine Windturbine könnte leicht so konstruiert werden, dass sie bei einer Windgeschwindigkeit von 5 m/s mit einem höheren natürlichen Nutzungsgrad betrieben werden kann, aber der Energieertrag wäre geringer. Eine effiziente Windturbine ist der Kompromiss zwischen der Wahrscheinlichkeit der Windgeschwindigkeiten (Weibull-Windverteilung) und der Optimierung der Energieausbeute.

Nachlaufeffekt (Wake Effect): Der stromabwärts gerichtete Nachlaufeffekt von Windparks wurde bereits wissenschaftlich eingehend untersucht [3]. Ein natürlicher Verlust des Nutzungsgrades zwischen 20 und 50 % kann aufgrund von Windunterdrückung und rotorinduzierten Wirbeln nach der ersten Turbinenreihe auftreten. Um Nachlaufverluste zu minimieren, wird in Windkanalstudien ein Abstand von 15 Rotordurchmessern empfohlen [4].

Bestehende Windparks erfüllen diese Optimierungskriterien nur selten. Die Anzahl der Turbinen pro km² nimmt mit dem Durchmesser der Windturbinenrotoren ab, wenn diese größer werden. Das bedeutet, dass die entnehmbare Leistung pro km² trotz technologischer Verbesserungen annähernd konstant bleibt, da größere Windturbinen in größeren Abständen aufgestellt werden müssen. Die Zahl liegt bei 1-2 MW/km², nicht mehr. Die Technik kann dies NICHT ändern!

Beispiel: Der neue französische Offshore-Windpark Banc de Guérande mit einer installierten Leistung von 480 MW auf nur 78 km², was mehr als 6 MW/km² entspricht [5]. Laut Wikipedia erzeugte dieser Windpark im Jahr 2024 nur 1.333 GWh oder arbeitete mit einem geschätzten natürlichen Nutzungsgrad von 32 %, wobei keine Abstriche gemacht wurden. Das ist nur ein Bruchteil der 45-50%, die vor der Inbetriebnahme versprochen wurden [6].

Man bedenke, dass zu viele Windturbinen, die dicht beieinander stehen, den Wind buchstäblich zum Erliegen bringen würden. Die Energierückgewinnungsrate ERR bestimmt, wie schnell der Wind von der Natur aus der Atmosphäre wieder aufgefüllt werden kann… und das ist auf die gleichen 1-2 MW/km² begrenzt (oder 1-2 W/m², sogar die „Energiewende“-Unterstützung der deutschen AGORA bestätigt 2 MW/km²), Abbildung 5.

 

3. Die Umgebung

Abbildung 6: Auswirkungen großer Windparks auf die Erwärmung. Anmerkung: Tag- und Nacht-Dreijahresmittel der monatlichen 2-m-Lufttemperaturdifferenzen über der Windparkregion zwischen verschiedenen Turbinendichten und der Kontrollsimulation. Die vertikale Linie ist das 1,5-fache des Interquartilsbereichs, und der Kasten stellt das 25., 50. und 75. Perzentil dar. Quelle: Miller und Keith 2018, ergänzendes Material, Abbildung 7

Wir verstehen, dass alle Energiesysteme den positiven Effekt haben, der Menschheit die Energie zu liefern, die sie nicht nur zum Überleben, sondern auch zur Entwicklung benötigt. Alle Energiesysteme, einschließlich Kohle, Gas, Wasser, Kernkraft und ja, auch Wind und Sonne, haben negative Auswirkungen auf unsere Umwelt.

Die Umwelt- und Sicherheitsauswirkungen der Windenergieerzeugung werden nicht nur durch die Windturbinen selbst verursacht, sondern auch durch die Hilfssysteme, die erforderlich sind, um den von ihnen erzeugten Strom „nutzbar“ zu machen, wie im nächsten Abschnitt erläutert wird. Man muss auch die Energie und die Rohstoffe berücksichtigen, die für den Bau der Turbinen und, was noch wichtiger ist, der Hilfssysteme benötigt werden. Diese beinhalten Zement, Stahl, Glasfaser, Aluminium, Kupfer und hundert weiteren Komponenten, die zu erhalten ohne Kohle, Öl und Gas nicht möglich ist.

Darüber hinaus haben netzgekoppelte Windkraftanlagen Auswirkungen auf

– Vögel, Insekten und andere Tierarten,

– Magnetfelder und Infraschall (Beispiel Bellut-Staek 2024 [7]), und

– das Klima

Verschiedene Forscher haben Messungen und Modellierungen von Klimaeffekten in großen Windparks durchgeführt und diese in der wissenschaftlichen Literatur veröffentlicht (siehe [1], [8], [9] und Abbildungen 5 und 6). Das eindeutige Ergebnis: Groß angelegte US-Windkraftanlagen würden eine Erwärmung verursachen, deren Ausgleich etwa ein Jahrhundert dauern würde(Science Daily 2018, Abbildung 7). In großem Maßstab erwärmen große Windparks das Klima, was auch für die Solarenergie gilt.

Lu et al. 2020 [10] haben beispielsweise den globalen Temperaturanstieg und die Verschiebung der innertropischen Konvergenzzone (ITCZ) nach Norden beschrieben, die durch großflächige Solaranlagen in der Sahara verursacht werden. Devitt et al. 2020 [11] wiesen ebenfalls nach, dass Solar-PV im Netzmaßstab zu einer Erwärmung führt. Ein vollständiger Ausbau zur Deckung des Strombedarfs gemäß „Net-Zero 2050“ könnte die globale Temperatur um mehr als ein Grad Celsius erhöhen und damit den angeblichen Nutzen der Dekarbonisierung zunichte machen.

Groß angelegte Windparks haben Auswirkungen auf die Bewölkung, den Niederschlag und die Stauung von Luftmassen, was alles zu unerwünschten Klimafolgen führt.

 

Abbildung 7: „Windenergie in großem Maßstab in den USA würde eine Erwärmung verursachen, die erst in etwa einem Jahrhundert ausgeglichen wäre”, Science Daily 2018, Miller Keith [8]

4. Kosten und Wertschöpfungsketten

Von intermittierenden „erneuerbaren Energien“ wie Wind- und Solarenergie wird behauptet, sie seien kostengünstig und würden die Stromrechnung des Durchschnittsbürgers senken. Dass dies leider nicht der Fall ist und dass diese Annahme auf den unangemessenen Stromgestehungskosten (LCOE) beruht, ist inzwischen allgemein bekannt (Emblemsvag 2025, jüngste Studie, die sich auch auf einige meiner Arbeiten bezieht [12]). Ich habe wiederholt über dieses Thema geschrieben und veröffentlicht (siehe hier), und auch die akademische Presse äußert sich zunehmend zu diesem Thema.

Der Hauptgrund, warum Wind (und Sonne) im Netzmaßstab am teuersten sind und mit höheren Kapazitätsanteilen immer teurer werden, ist (a) die geringe Energiedichte, (b) die kurze Betriebsdauer [13] und (c) die Intermittenz. Um all dies zu überwinden, muss man so viel mehr bauen und berücksichtigen, von dem ein Teil regelmäßig ersetzt werden muss [14]:

1. Starke Überdimensionierung zum Ausgleich des niedrigen natürlichen Nutzungsgrads, der Energieverluste und zum Laden der Speicher

2. Kurzzeitige Energiespeicherung (Batterien?) zum Ausgleich kurzfristiger Schwankungen

3. Langfristige Energiespeicherung (Wasserstoff?) zur Überwindung tage- und wochenlanger langsamer Windgeschwindigkeiten, die sich über Kontinente hinweg erstrecken

4. Wärmekraftwerke als Reserve (in Zukunft mit Wasserstoff?)

5. Eine viel größere und komplexere Netzintegrations-Infrastruktur.

 

Abbildung 8: Stromkosten… ein umfassenderer Blick. Quelle: Orr und Roling 2024 [14]

Anmerkung: Der Lastausgleich ist der Preis für die Batteriespeicherung. Die Kosten für die Überdimensionierung und Drosselung sind so hoch, weil es billiger war, Wind- und Solarenergie zu überdimensionieren und zu drosseln, als mehr Batteriespeicher zu bauen.

Abbildung 9: Die 15 größten Hersteller von Windkraftanlagen

Eine weitere interessante Herausforderung ist die Frage der Lieferketten. China kontrolliert bereits den größten Teil der Lieferketten sowie der Herstellung von Elektrofahrzeugen und Solarzellen. An zweiter Stelle folgt die Windkraftindustrie, in der China die größten Turbinen am schnellsten und zu den niedrigsten Kosten baut. [15]. Die überwiegende Mehrheit der Hersteller von Windturbinen befindet sich heute in China (Abbildung 9) und produziert und vertreibt weltweit.

Geopolitisch gesehen ist die zunehmende Abhängigkeit der Welt von China bei den Produktionskapazitäten für Wind-, Solar- und Elektrofahrzeuge natürlich ein Problem. Ein Beispiel für Seltene Erden sind kritische Rohstoffkomponenten, die für Dauermagnete in Windturbinen verwendet werden, und die Versorgung mit diesen Magneten wird ebenfalls weitgehend von China kontrolliert.

Es könnte nützlich sein zu wissen, dass China bereits 2010 ein vorübergehendes Embargo für die Ausfuhr von Seltenerdmetallen nach Japan verhängt hatte [16] und 2024 die Ausfuhr von Gallium, Germanium, Antimon und anderen Metallen in die USA verbot, nachdem die US-Regierung versucht hatte, den Verkauf fortschrittlicher Computerchips an China zu blockieren.

5. Aktuelle Marktlage, Offshore und Onshore

Die Ablehnung großer netzgebundener Windprojekte lässt sich am besten an den Offshore-Windprojekten der letzten Monate und Jahre ablesen. Offshore-Windkraft hat höhere natürliche Nutzungsgrade als Onshore-Windkraft, die in der Regel immer noch weit überschätzt werden, wie in Abschnitt 2 zu sehen war. Offshore-Windkraftanlagen sind jedoch mit weitaus größeren Herausforderungen in Bezug auf den Bau, die Wartung, die Betriebsdauer und die Netzintegration verbunden, ganz zu schweigen von den zusätzlichen Umweltproblemen im Zusammenhang mit dem Leben im Meer (Wale und andere).

Robert Bryce berichtete, dass „Big Wind existenziell bedroht ist“, Ørsted und Shell massive Offshore-Verluste verbuchen, Enel Berufung gegen das Osage County-Urteil einlegt [17]. Es gibt schier endlose Berichte über die Probleme, mit denen Orsted, Enel, Enercon, Nordex, Vestas, BP, Shell, Siemens Gamesa, Equinor, General Electric und viele andere konfrontiert sind (einige Quellen dazu hier [18]). Die Probleme begannen wahrscheinlich schon vor 2-3 Jahren, noch vor dem politischen Wandel in den USA. Anfang 2025 stellte Trump die Unterstützung für Offshore-Windprojekte in den USA komplett ein.

 

Abbildung 9a: Reuters, 2024, [18]

Abbildung 10: Deutschlands „Dunkelflaute“ vom 11. bis 14. Dezember 2024. Deutschland war auf Importe angewiesen, da Kohle und Gas anscheinend mit maximaler Kapazität betrieben wurden, aber die Nachfrage nicht decken konnten. Quelle: Energy Charts

Das norwegische Unternehmen Equinor, ein führender Entwickler von „erneuerbaren“ Energien, hat sich kürzlich aus Offshore-Windprojekten in Vietnam, Spanien und Portugal zurückgezogen und dies mit untragbaren Kosten begründet. In ähnlicher Weise hat Shell seine Anteile an Projekten in Massachusetts, Südkorea, Irland, Frankreich … verkauft, und die Liste ist fast endlos [18].

Andererseits wird die Onshore-Windkraft nicht nur zu einem Schandfleck, sondern erzeugt auch während der berühmten „Dunkelflaute“ nicht viel Energie. Deutschland erlebte die „Dunkelflaute“ mehrmals während des letzten Winters 2024/2025, als das Land auf Stromimporte zurückgreifen musste, da Kohle und Gas anscheinend mit maximaler Kapazität liefen, aber die Nachfrage nicht decken konnten, siehe Abbildung 10.

6. Zusammenfassung

Obwohl die Windenergie nicht neu ist, wurden elektrische Windturbinen erst im letzten Jahrhundert entwickelt. Die Behauptung, dass Windenergie im Netzmaßstab kostengünstig ist, scheint ein Mythos zu sein. Die Kosten der Windenergie für ein Land (auf Systemebene) steigen tatsächlich mit einer höheren Durchdringung… und das Gleiche gilt für die Solarenergie.

Außerdem nehmen die Umweltauswirkungen von Windturbinen mit zunehmender Marktdurchdringung zu. Es liegt auf der Hand, dass es kein „Netto-Null“ gibt, da die Lebenszyklus-Emissionen der Windenergie weit von Null entfernt sind (auch wenn die Grenzemissionen nahe bei Null liegen), wenn man die erforderlichen Reservekapazitäten, Speicher, Übertragungen und Überbauungen berücksichtigt. Wir wissen, dass der Umweltschutz über Treibhausgase hinausgeht und dass Nachhaltigkeit auch wirtschaftliche Nachhaltigkeit beinhaltet.

Es ist an der Zeit, dass wir anfangen, das Gesamtbild zu betrachten und uns selbst gegenüber ehrlich zu sein… Wind- und Solarenergie sind NICHT die Lösung für unsere Energieprobleme, sie verschärfen sie.

 

Was also sollen wir jetzt tun?

Unser BuchUnbequeme Wahrheiten… über Strom und die Energie der Zukunft(hier) endet mit einer einfachen Empfehlung:

Wir fordern die Energiepolitiker auf, sich wieder auf die drei Ziele der Energiepolitik zu konzentrieren, und zwar in dieser Reihenfolge: (1) Energiesicherheit, (2) Bezahlbarkeit der Energie und (3) Umweltschutz. Daraus ergeben sich zwei Wege für die Zukunft der Energie:

(1) Investitionen in Bildung und Grundlagenforschung, um den Weg zu einer neuen Energierevolution zu ebnen, in der die Energiesysteme nachhaltig von fossilen Brennstoffen entwöhnt werden können, wobei die Energieverfügbarkeit pro Kopf steigt.

(2) Parallel dazu muss die Energiepolitik Investitionen in konventionelle Energiesysteme (Öl, Kohle, Gas, Kernkraft) unterstützen, um deren Effizienz zu verbessern und die Umweltbelastung durch die Energieerzeugung für unser Leben zu verringern, zumindest bis die Neue Energierevolution verwirklicht ist.

 

Links and Resources

[1] Adams Keith 2013: Are Global Wind Power Resource Estimates Overstated? Environmental Research Letters 8, link

[2] European Dunkelflauten 2024/2025: Swiss News, Oxford Energy

[3] Akhtar et al 2021, Wake Effect: Accelerating Deployment of Offshore Wind Energy Alter Wind Climate and Reduce Future Power Generation Potentials.” Scientific Reports 11, link

[4] Meneveau and Meyers. 2011. Better Turbine Spacing for Large Wind Farms.” ScienceDaily. February 2011, link

[5]  https://www.offshorewind.biz/2017/05/16/court-rejects-environmental-appeal-against-parc-du-banc-de-guerande-offshore-wind-farm/?utm_source=chatgpt.com

[6] If the wind farm was expected to generate 20% of Loire-Atlantique’s electricity of 12-13 TWh: Expected annual generation = 0.20 x 12.5 TWh = 2.5 TWh; which means 48% capacity factor because 480 MW x 8760 hours/year= 4.2 TWh. link

[7] Bellut-Staeck 2024: Chronic Infrasound Impact Is Suspected of Causing Irregular Information via Endothelial Mechano-Transduction and Far-Reaching Disturbance of Vascular Regulation in All Organisms.” Medical Research and Its Applications, link.

[8] Miller, L. and Keith, D. 2018, Climatic Impacts of Wind Power, Joule 2, link

[9] Fitch, Anna 2015, Climate Impacts of Large-Scale Wind Farms as Parameterized in a Global Climate Model, Journal of Climate 28, no. 15, Aug 2015, link

[10] Lu et al. 2020, Impacts of Large-Scale Sahara Solar Farms on Global Climate and Vegetation Cover, Geophysical Research Letters 48, no. 2, link

11] Devitt et al. 2020, authored by D. A. Devitt, M. H. Young, and J. P. Pierre, Assessing the Potential for Greater Solar Development in West Texas, USA, Energy Strategy Reviews 29, May 2020, link

[12] Emblemsvag 2025: Rethinking the ‘Levelized Cost of Energy, A Critical Review and Evaluation of the Concept.” Energy Research & Social Science, link

[13] IER 2024: Wind Turbines and Solar Panels Are Aging Prematurely, link

[14] Orr, Isaac, and Mitch Rolling 2024, EnergyBadBoys: Why Nuclear Is Cheaper than Wind and Solar.” Substack newsletter, link

[15] Politico 2023, Europe Lost to China on Solar — Now It’s about to Do the Same with Wind.” link; and Recharge News 2024, “China’s Mingyang Lined up by EU Developer to Supply 18MW Offshore Wind Turbine” link; and NZZ 2024, “Erst Solarzellen, jetzt Windräder? China drängt mit einer neuen Flut auf den Weltmarkt.” link

[16] Rare Earth metal geopolitical pressure from China, Amid Tension, China Blocks Vital Exports to Japan – NYT and China Banned Exports of Rare Minerals to the US

[17] Robert, Robert. 2025. “Ill Wind, US Wind Sitation.” Substack newsletter, link

[18] various sources on wind companies’ problems: EE News, Reuters on Denmark, FT on BP selling wind, NPR on Orsted, Telegraph on Shell and Siemens Gamesa, MSN on Shell, Reuters on failing wind giants, Energy News on Sweden and wind, Energate on Vestas, OsageNews on Enel, Various news on other suppliers of wind turbines to Germany inc. Enercon, Nordex, Senvion, etc here

Link: https://unpopular-truth.com/2025/02/21/where-the-wind-blows/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Kältereport Nr. 09 / 2025

Vorbemerkung: Nach wie vor ist Mitteleuropa wie eine „Insel der Seligen“ in Gestalt relativ milder Witterung. Die milde Witterung wird sich im Verlauf der kommenden Woche sogar noch erheblich verstärken. Wetter eben – nicht Klima. In vielen Teilen der Welt herrscht jedenfalls Wetter mit entgegen gesetztem Vorzeichen. Mal eine Frage: Wann in der Erdgeschichte war das eigentlich nicht so?

Hier zunächst eine Meldung über starke Schneefälle in der Türkei bei wetteronline.de. Das östliche Mittelmeer taucht auch im Folgenden immer wieder auf.

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Meldungen vom 24. Februar 2025:

Griechenland: Rekord-Schneefall

Griechenland leidet unter klirrender Kälte und rekordverdächtigen Schneefällen. In den nördlichen und bergigen Gebieten sind die Temperaturen bis -12 °C gesunken, während in weiten Teilen des Landes Temperaturen zwischen -6 °C und 8 °C herrschen (meteo.gr).

In weiten Teilen des Landes hat es geschneit, auch in den Vororten von Athen – ein ungewöhnlicher Anblick. Magnesia und Evia gehören zu den am stärksten betroffenen Gebieten, in denen die Straßenmeistereien darum kämpfen, die Straßen offen zu halten. In diesen Gegenden sind Rekorde gefallen.

Der Verkehr ist lahmgelegt, berichtet evrimagaci.org. Die Odontotos-Eisenbahn war am Wochenende gezwungen, den Verkehr auf der Strecke Diakopto-Kalavryta wegen der gefährlichen Bedingungen einzustellen. Die Straßen sind gesperrt, und zahlreiche Flüge wurden verschoben oder gestrichen.

Obwohl der Winter in Griechenland kein Fremdwort ist, erweist sich die die Intensität dieser Kältewelle als extrem. Die Behörden verzeichnen einen Ansturm auf Vorräte und einen Anstieg der Online-Tipps zum Überleben bei kaltem Wetter. Bleiben Sie im Haus, lautet die Botschaft in den am stärksten betroffenen Regionen.

Der griechische Wetterdienst (EMY) warnt davor, dass die intensive Kältewelle das Land noch mindestens bis Montag und Dienstag vorherrschen wird.

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Zypern friert

Für Zypern wurde eine orangefarbene Kältewarnung der Stufe orange ausgegeben, wobei die Temperaturen in den Bergregionen auf -11°C sinken.

Im Landesinneren werden rekordverdächtige Werte bis -1 °C gemessen, während die Temperaturen in den Küstengebieten um die 2 °C liegen.

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USA: Eine rekord-kalte Woche in vielen US-Staaten

Ein historischer Vorstoß arktischer festlandsluft aus Kanada brachte letzte Woche in weiten Teilen der Vereinigten Staaten rekordverdächtige Kälte, wobei die Temperaturen von der Nordgrenze bis zur Golfküste fielen. Mehrere Regionen meldeten die bisher niedrigsten Temperaturen der Spätsaison.

In den zentralen und nördlichen Plains und im oberen Mittleren Westen wurden Tiefstwerte von -34 °C gemessen. An einigen Orten waren die Temperaturen sogar noch extremer und erreichten in Glasgow in Montana -46 °C.

Als die arktische Luftmasse nach Süden zog, fielen eine Reihe langjähriger Temperaturrekorde:

Kansas City, Montana: Am 21. Februar wurden -19°C gemessen, womit der bisherige Rekord von -18°C aus dem Jahr 1939 gebrochen wurde.

– Wichita, Kansas: Mit einem neuen Tiefstwert von -11°C wurde der bisherige Rekord aus dem Jahr 1918 übertroffen.

– Salina, Kansas: Erreichte -11°C, während Chanute in Kansas mit -9°C neue Rekorde aufstellte.

– Dallas, Texas: Fiel auf 0°C und brach damit den Rekord von 2°C aus dem Jahr 1904.

– Tulsa, Oklahoma: Mit -17°C wurde der Rekord von 1918 mit -13°C gebrochen.

– Fort Smith, Arizona: Stürzte auf -13°C und übertraf damit den Rekord von 1921 von -6°C.

– Fayetteville, Oklahoma: erreichte -19°C und übertraf damit den bisherigen Rekord, der während des Arktisausbruchs von 2021 aufgestellt worden war.

Die Kälte war weitreichend, und die gefallenen Rekorde waren zahlreich:

Zum Glück wird es demnächst milder werden.

Dennoch wird die Wintersaison 2024-25 aufgrund eines historisch kalten Januars und eines fast ebenso kalten Februars als die kälteste seit Jahrzehnten in die Geschichte eingehen.

[Hervorhebung im Original]

Link: https://electroverse.substack.com/p/greeces-record-snowfall-cyprus-shivers?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 25. Februar 2025:

Zypern: Rekord-Nachfrage nach Strom

Die Kälte auf Zypern trieb die Stromnachfrage am Montagabend auf ein Rekordniveau. Angesichts des Temperatursturzes – siehe gestrige Meldung – gerät das Stromnetz ins Wanken, so dass die Regierung aufgefordert wird, dringend einzugreifen, um Stromausfälle zu verhindern.

Chara Kousiappa vom Netzbetreiber sagte, dass die Nachfrage am Montagabend an die Kapazitätsgrenze heranreichte und zeitweise 1108 Megawatt erreichte. Zwei Blöcke im Kraftwerk Vasiliko wurden über ihre Grenzen hinaus belastet, um den Anstieg zu bewältigen, erklärte sie.

Der Spitzenwert der vergangenen Nacht übertraf den bisherigen Winterrekord von 1066 MW aus dem Januar 2022.

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Nordhemisphäre: Schneemasse deutlich über dem Mittel

Der Trend der letzten Jahre setzt sich fort: Die Schneemassen auf der Nordhalbkugel erreichen einen Höchststand, der deutlich über dem Durchschnitt der Jahre 1982-2012 liegt.

Nach Angaben des Finnischen Meteorologischen Instituts (FMI) lag die diesjährige Schneemasse (ohne Gebirge) in den letzten Tagen bei ca. 3000 Gigatonnen. Das sind etwa 250 Gigatonnen über dem Durchschnitt, also eine volle Standardabweichung darüber:

Ganz Russland ist bedeckt, ebenso wie große Teile Kasachstans, Nordeuropas und Kanadas:

Ich warte noch auf die Aktualisierung der Ausdehnungsdaten von Rutgers, aber bei der letzten Messung (17. Februar) lag dieser Wert ebenfalls über dem Mittelwert (1967-2024):

Es zeichnet sich eine weitere schneereiche (und kalte) Wintersaison auf der Nordhalbkugel ab.

Anmerkung des Übersetzers: Möglich, dass Cap Allon hier etwas einseitig ist. Es gibt nämlich von der NOAA die folgende Graphik zur Schneedecken-Ausdehnung:

Alles Stand 25. Februar. Allerdings hat natürlich die NOAA Schwächen hinsichtlich ihrer Glaubwürdigkeit.

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Japan: Der Rekorde brechende Winter verschärft sich noch weiter

Japan ist ein weiteres Land, das im Schnee versinkt. Das Land muss sich bis Ende Februar auf eine weitere Runde starker Schneefälle einstellen.

Wochenlange unerbittliche Winterstürme haben zu gefährlichen Straßenverhältnissen, Lawinenabgängen und Todesfällen geführt. Die Japanische Meteorologische Agentur (JMA) gab am Montag neue Warnungen heraus und rief die Bevölkerung zur Wachsamkeit auf, da sich keine Anzeichen einer Abschwächung der Kälte zeigen.

Zu den am stärksten betroffenen Gebieten gehören die zentralen Präfekturen Niigata, Ishikawa und Nagano sowie westliche Regionen wie Hiroshima und Shimane. Diese an das Japanische Meer grenzenden Gebiete sind an starke Schneefälle im Winter gewöhnt, aber diese Saison bricht alle Rekorde.

Es folgen Einzelangaben zu Schneehöhen. Dafür mögen diese beiden Fotos stehen:

Es ist unglaublich, aber es werden weitere Schneefälle erwartet. Die Behörden warnen vor einer weiteren Belastung der Infrastruktur, erhöhter Lawinengefahr, unpassierbareren Straßen und der Gefahr einfrierender Wasserleitungen.

Die Kommunalverwaltungen setzen zusätzliche Schneeräumgeräte ein und raten den Bewohnern, sich mit lebenswichtigen Gütern einzudecken, um sich auf die weiteren Schneefälle vorzubereiten.

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USA: Extremer Februar

Nach dem kältesten Januar seit 1988 erleben die Amerikaner einen der kältesten und extremsten Februartage der jüngeren Geschichte. Rekord-Tiefstwerte und -Schneemengen haben die Normen gesprengt, und die bitteren arktischen Bedingungen sind tief ins Land eingedrungen.

In Coeur d’Alene in Idaho beispielsweise ist die Schneehöhe über 80 cm gestiegen – fast das Dreifache des monatlichen Durchschnitts. Der örtliche Meteorologe Randy Mann warnt, dass die Schneehöhen bis zum Ende des Winters noch bis 100 cm steigen könnten – ein noch nie dagewesenes Phänomen.

In der vergangenen Woche herrschte in den USA strenger Frost mit Temperaturen unter dem Gefrierpunkt, die sich bis nach Nordmexiko erstreckten.

In der Nähe der kanadischen Grenze sanken die Temperaturen bis -40°C). Nebraska wurde ähnlich bestraft: Die Höchstwerte stiegen nicht über Null [Fahrenheit, also = -18°C] und in Valentine wurden -36,1°C gemessen.

Link: https://electroverse.substack.com/p/cyprus-at-record-electricity-demand?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 26. Februar 2025:

Irak: Schnee in der Wüste

Der Irak und seine Nachbarländer frösteln in dieser Woche, da eine intensive Kältewelle über den Nahen Osten und Südasien hinwegfegt und seltenen Schnee und rekordverdächtige Tiefstwerte mit sich bringt.

In den nördlichen Bergen des Irak ist Schnee relativ häufig, in den westlichen und zentralen Teilen des Landes ist er jedoch ein seltener Anblick.

In dieser Woche waren die Wüstenlandschaften der zentralen Provinz Anbar weiß bedeckt, und auch im südwestlichen Kirkuk gab es heftige Schneefälle – zwei Anomalien.

Die extreme Kälte führte zu weit verbreiteten Schulschließungen in mehreren irakischen Provinzen, darunter Kirkuk, Nineveh, Salah Al-Din, Nadschaf, Dhi Qar, Diwaniyah und Muthanna sowie Erbil, Dohuk und Sulaymaniyah.

In Rabiah erreichten die Temperaturen einen seltenen Wert von -8,3°C.

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Frost in Nahost

Auch die Nachbarländer Iran, Saudi-Arabien und die Türkei spüren den Frost, ebenso wie das nahe gelegene Israel und Zypern.

Vom Iran ausgehend, erleben die Hochlagen routinemäßig kalte Winter, aber diese jüngsten Temperaturen sind außergewöhnlich.

Tiefstwerte von -24,4°C wurden in Kheyrabad, -26,9°C auf dem Berg Tochal und -25,7°C in Alvars registriert.

In höheren Lagen des Landes hat es auch geschneit.

Auch in Saudi-Arabien ist es eiskalt. In Turaif wurden -5°C registriert – außergewöhnlich kalt für Ende Februar, was diesen Tag zu einem der kältesten Februartage in der Stadt seit Aufzeichnung macht.

Auch in Israel ist es ungewöhnlich kalt: In Bar’am wurden bis zu -6,1 °C und auf dem Berg Hermon bis zu -11,2 °C gemessen.

Im Norden der Türkei, sind die Tiefstwerte sehr streng. In den frühen Morgenstunden des Mittwochs sank die Temperatur auf -31,8°C in Erzurum, -32,6°C in Horasan und -33,8°C in Göle.

In mehreren Regionen, einschließlich Istanbul, hat es in den letzten Tagen stark geschneit.

Die Mittelmeerinsel Zypern schließlich, die nach Westen blickt, leidet weiterhin unter der Kälte. In Lefkoniko wurden -6,2 °C gemessen, während auf dem Berg Olympus (nicht der in Griechenland) -12 °C gemessen wurden – die niedrigste Temperatur auf der Insel seit 1964.

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Blizzards suchen Georgien heim

Das osteuropäische Land Georgien wird von heftigen Schneefällen heimgesucht, die in Batumi mehr als 50 cm und im gebirgigen Adscharien fast einen Meter gebracht haben.

Trotz der Bemühungen, die Straßen zu räumen, werden sie durch die neuen Schneefälle sofort wieder verschüttet. Schneestürme und schlechte Sicht haben dazu geführt, dass acht Flüge auf dem internationalen Flughafen Batumi gestrichen und die Flugzeuge umgeleitet wurden. Auch die Eisenbahnen haben ihren Betrieb eingestellt.

Schulen und Kindergärten wurden in mehreren Gemeinden geschlossen, darunter Zugdidi und Poti.

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Nordindien: weiterer Schneefall

Ein kurzer Blick nach Osten zeigt, dass die Schneefälle in Nordindien weiter anhalten.

Link: https://electroverse.substack.com/p/iraqi-desert-snow-middle-east-freeze?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 27. Februar 2025:

Nordindien: anhaltender Schneefall

Nordindien wird weiterhin von starken Schneefällen heimgesucht. In den vergangenen zwei Tagen haben sich auf der Minamarag-Zojila-Achse im Bezirk Ganderbal in Jammu und Kaschmir 45 cm Neuschnee angesammelt. Die Autobahn Srinagar-Leh ist nun blockiert, was zu Behinderungen im Reiseverkehr und im Handel führt.

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China: Intensive Kältewelle steht bevor

Ein erheblicher Kaltluftvorstoß wird China erreichen und in verschiedenen Regionen einen starken Temperaturabfall von 20-30 °C bringen.

Vor allem in Zentralchina wird ein dramatischer Wechsel von milden, frühlingshaften Bedingungen zu starker Kälte und Schneestürmen erwartet.

Der eintretende Frost bedroht die Frühlingsblüte, die wahrscheinlich erhebliche Schäden davontragen wird.

Die Temperaturrekorde im März werden fallen…

Mehr dazu wie üblich, wenn es so gekommen ist.

Link: https://electroverse.substack.com/p/fierce-cold-to-sweep-china-snows?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 28. Februar 2025:

Zypern: schwere Ernte-Ausfälle

Zyperns Kartoffelbauern, die von der Rekordkälte der letzten Zeit betroffen sind, werden finanzielle Unterstützung erhalten, bestätigte Landwirtschaftsministerin Maria Panayiotou am Donnerstag.

Panayiotou sagte nach einem Besuch der betroffenen Betriebe in Famagusta und Larnaca, dass in Absprache mit den Landwirten ein vierstufiger Entschädigungsplan entwickelt worden sei. Die Treffen mit den landwirtschaftlichen Verbänden werden diese Woche fortgesetzt.
Laut Andreas Karyos vom Verband der Kartoffelerzeuger ist mit einem Anstieg der Kartoffelpreise zu rechnen.

Die Mittelmeerinsel hat in diesem Winter einen schweren Stand. Die Temperaturen fielen diese Woche bis -12 °C – die tiefste Temperatur seit 1964 – und das Stromnetz hat Mühe, die Rekordnachfrage zu bewältigen.

Weiteres kaltes Wetter steht vor der Tür.

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Kanada: der schneereiche Februar in Montreal

Ein weiterer heftiger Schneesturm kündigt sich für Quebec an, der am späten Freitag zu Reiseproblemen führen wird.

Dieser Sturm kommt zu einem bereits beeindruckenden Monat für Montreal hinzu, das den schneereichsten Februar seit 54 Jahren erlebt hat. Normalerweise liegt die durchschnittliche Schneehöhe in der Stadt bei 47 cm, doch in diesem Jahr sind es bereits 100 cm, und es bleiben noch einige schneereiche Tage.

Nach einem leichteren Schneefall am Donnerstag trifft in der Nacht zum Freitag ein stärkeres System ein. Es werden heftige Schneefälle bis 2 cm pro Stunde vorhergesagt. Windböen von 30-40 km/h und mehr werden die Sicht beeinträchtigen und gefährliche Bedingungen schaffen.

Die genauen Mengen hängen von der Zugbahn des Sturms ab, aber in Montreal könnte es bis zum Ende des Wochenendes noch einmal 30 cm Schnee geben.

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Indien: historische Schneeflocken in Ladakh

In einem als „historisch“ bezeichneten Ereignis hat jede Wetterstation in Ladakh – vom Westen bis zum Osten – Schnee registriert.

Die Region im Norden Indiens ist weiß bedeckt, mit besonders starken Ansammlungen entlang der Achse Zojila-Drass-Kargil-Zanskar.

Dieser weit verbreitete Schnee ist eine außergewöhnliche Veränderung für die hochgelegene Wüstenlandschaft Ladakhs. Selbst in Hanle, einem der trockensten Orte Indiens, hat es geschneit.

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Schneemasse der Nordhemisphäre bei 3200 Gigatonnen

Die Schneemassen für die gesamte nördliche Hemisphäre liegen jetzt deutlich über der Norm.
Die Gesamtschneemasse für die Hemisphäre (ohne Gebirge) liegt nach den neuesten Daten des Finnischen Meteorologischen Instituts (FMI) bei etwa 3.200 Gigatonnen, was etwa 500 Gigatonnen über dem Durchschnitt von 1982-2012 liegt:

Die NH-Schnee-Statistiken haben in den letzten Wochen fehlerhafte Messwerte geliefert, nicht aber das FMI. Der jüngste Messwert ist zwar anomal, scheint aber korrekt zu sein, da sich der Trend schon seit einiger Zeit abzeichnet.

Die Schneefälle scheinen zuzunehmen, die KALTEN ZEITEN kehren zurück…

Anmerkung des Übersetzers hierzu: Siehe dazu die entsprechende Meldung oben vom 25 Februar. Hier aber nochmals diese Gegenüberstellung: Obige Graphik zeigt die Schneemasse der NH. Hinsichtlich der Schneedeckenausdehnung zeigt sich jedoch ein anderes Bild:

Ausdehnung der Schneedecke auf der NH, Quelle: NOAA

Zur Interpretation: Sofern man der NOAA nach den jüngsten Temperatur-Manipulationen in diesem Falle glauben kann, zeigt sich hinsichtlich der Ausdehnung der schneebedeckten Fläche kein Extrem. Dies weist auf ungewöhnlich stationäre Strömungsmuster der Atmosphäre hin: In den ohnehin schon verschneiten Gebieten schneit es immer weiter, während die Gebiete ohne Schnee weiter leer ausgehen. An erster Stelle muss man hier wohl fast ganz Europa nennen, wenn man von Gebirgen absieht.

Link: https://electroverse.substack.com/p/bees-struggling-in-the-cold-cyprus?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Wird fortgesetzt mit Kältereport Nr. 10 / 2025

Redaktionsschluss für diesen Report: 28. Februar 2025

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE




Chinas Kohle-Züge und Krieg

Cap Allon

Das hier fand ich bei X, gepostet von @wopizza4:

„Dieser Zug fährt 10 Mal am Tag an mir vorbei. 150 Waggons voll mit Kohle, unterwegs nach China. Sie verbrennen die Kohle, um den Strom zu erzeugen, der für den Bau von Solarzellen benötigt wird, und schicken sie dann auf riesigen Ölschiffen zu uns“, fährt er fort. „Wir montieren die Paneele dann auf unsere Dächer und nennen das emissionsfrei. Grüne Energie ist ein Betrug.“

Nach Angaben von globalenergymonitor.org sind in Asien – vor allem in China und Indien – derzeit 5144 Kohlekraftwerke in Betrieb (rote Punkte), und weitere 1000 in Planung (blaue und grüne Punkte):

Im Gegensatz dazu haben die westlichen Länder die meisten ihrer Kohlekraftwerke stillgelegt.

In Europa sind nur noch 700 Anlagen in Betrieb und so gut wie keine in Planung. Die europäischen Staats- und Regierungschefs haben in ihrer unendlichen Weisheit in den letzten Jahren mehr als 1000 Kohlekraftwerke entweder stillgelegt, gestrichen, auf Eis gelegt oder eingemottet (graue Punkte):

Und in Amerika sieht es nicht anders aus, d. h. es sind nur wenige in Betrieb (im Vergleich zu China) und ein lausiges, ja nur ein einziges, ist im Bau:

China weiß, was auf uns zukommt: globale Abkühlung. Ihre Wissenschaftler warnen schon seit Jahren davor.

[Hervorhebung im Original]

Die selbstmörderische Abschottung des Westens von allen billigen und zuverlässigen Energiequellen wird diesem zum Verhängnis werden, wenn er nicht schnell zur Vernunft kommt.

Meiner Meinung nach ist das ein Krieg, auch wenn viele im Westen das noch nicht erkannt haben – eine Realität, die von den kompromittierten Regierungsparteien und ihren Schoßhündchen-Medien verschleiert wird, nämlich dass sie sich verschworen haben, die Schafe immer auf das Falsche zu lenken.

Lächerlicherweise loben westliche Medien oft Chinas grüne Bemühungen, indem sie zum Beispiel den Bau des einen oder anderen Solarparks hervorheben.

Wahrlich ein Witz:

Link: https://electroverse.substack.com/p/iraqi-desert-snow-middle-east-freeze?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE