Neue Studie: Historische Temperaturen und Kohlendioxid sind nicht korreliert

H. Sterling Burnett

Eine kürzlich in der Fachzeitschrift „Nature“ veröffentlichte Studie widerlegt eine oder beide der folgenden Thesen: dass der Klimawandel in der Vergangenheit durch erhebliche Veränderungen der Kohlendioxidemissionen verursacht worden sei, oder dass das Klima der Erde so empfindlich sei, dass wir die Kohlendioxidemissionen (CO₂) drastisch reduzieren müssten, bevor es zu einer Klimakatastrophe kommt.

Die Studie untersuchte anhand von Proxydaten aus den letzten drei Millionen Jahren den Zusammenhang zwischen den CO₂- und Methankonzentrationen in der Atmosphäre sowie den Temperaturen. Das Team internationaler Forscher stellte fest, dass die CO₂- und Methankonzentrationen über Millionen von Jahren hinweg sowohl in Zwischeneiszeiten als auch in Eiszeiten weitgehend stabil waren und sich nur in einem Umfang veränderten, der innerhalb der potenziellen Fehlermarge oder der Unfähigkeit lag, anhand von Proxydaten genaue Messungen vorzunehmen – und dies in Zeiträumen, in denen sich die Temperaturen mehrfach um 5 °C oder mehr veränderten, manchmal innerhalb kurzer Zeiträume.

Die von den Forschern in der Antarktis entnommenen Eisbohrkerne deuten darauf hin, dass Temperaturschwankungen bis 5 °C auftraten, obwohl sich die Methankonzentrationen nicht veränderten und die CO₂-Konzentration teilweise nur minimal schwankte (20 ppm). Die Temperaturänderungen korrelierten teilweise mit der möglicherweise nicht vorhandenen Schwankung von 20 ppm, teilweise jedoch auch nicht. Es ist wichtig anzumerken, dass die aus den Proxydaten abgeleiteten 20-ppm-Veränderungen sechsmal geringer sind als der Anstieg seit 1830, in dessen Verlauf die Temperaturen um 1,2 bis 1,5 °C gestiegen sind – ein Wert, der weit unter der 5-K-Veränderung liegt, die sie mit viel geringeren CO₂-Veränderungen in Verbindung bringen.

In einem Kommentar zu diesem Befund schreibt Zero Hedge:

Die Welt der Klimawissenschaft (die „etablierte“ Fraktion) steht unter Schock, nachdem in alten Eisbohrkernen festgestellt worden war, dass der Kohlendioxidgehalt stabil blieb, als die Welt vor etwa 2,7 Millionen Jahren in eine Eiszeit eintrat. …

Die jüngste in Nature veröffentlichte Studie liefert einen Einblick in das alte „blaue“ Eis der Antarktis, das im Gebiet der Allan Hills entnommen wurde. Sie blickt weiter in die Vergangenheit zurück als die üblichen 800.000 Jahre umfassenden Aufzeichnungen aus Eisbohrkernen. Die wichtigste Erkenntnis ist, dass in den letzten drei Millionen Jahren, als der Meeresspiegel sank und sich die Eiszeiten verstärkten, die Konzentration der wichtigsten „Treibhausgase“ bemerkenswert stabil blieb. Zum ersten Mal hat die Arbeit die direkten Gasmessungen bis in das späte Pliozän zurückverfolgt. In den letzten drei Millionen Jahren bis zum Beginn des Pleistozäns zeigten die globalen Temperaturen einen langfristigen Abkühlungstrend von mehreren Grad Celsius, unterbrochen von immer stärkeren interglazialen Schwankungen. Bei interglazialen Temperaturschwankungen, wie im aktuellen Holozän, steigen die Temperaturen oft um 5 °C und mehr.

Angesichts solch erheblicher Temperaturschwankungen in Zeiträumen, in denen sich die CO₂- und Methankonzentrationen kaum oder gar nicht veränderten, könnte man meinen, dass die an der Studie beteiligten Wissenschaftler die These „Treibhausgase treiben den Klimawandel voran“ in Frage stellen würden – doch dem ist nicht so.

„Wir waren definitiv etwas überrascht“, so die Schlussfolgerung der Hauptautorin der Studie, Julia Marks-Peterson vom College of Earth, Ocean, and Atmospheric Sciences an der Oregon State University in Corvallis, Oregon. „Wenn die Ergebnisse zutreffen, könnten sie darauf hindeuten, dass selbst geringe Veränderungen der Treibhausgaskonzentrationen erhebliche Klimaveränderungen auslösen könnten.“ Nein, selbst minimale Veränderungen des CO₂-Gehalts können den Klimawandel antreiben: Sie tun dies nur nicht immer und stehen nicht immer in Zusammenhang mit dem Klimawandel. Die letzten rund 170 Jahre mit nur geringfügigen Klimaveränderungen deuten darauf hin, dass selbst enorme Veränderungen des CO₂-Gehalts nur minimale oder gar keine Veränderungen der Temperatur oder des extremen Wetters mit sich bringen. Dies ist besonders aufschlussreich, da die derzeitige Erwärmung um 1,2 °C ganz oder teilweise auf eine Vielzahl von Faktoren zurückzuführen sein könnte, wie zum Beispiel den städtischen Wärmeinseleffekt, die Erholung von der Kleinen Eiszeit und den Rückgang der das Sonnenlicht blockierenden Luftverschmutzung, wobei Forscher die Veränderungen fälschlicherweise der CO₂-bedingten Erwärmung zuschreiben.

Tatsächlich könnte der jüngste Temperaturanstieg gänzlich natürlichen Ursprungs sein, wie es in dem Buch „Unstoppable Global Warming: Every 1,500 Years“ nahegelegt wird oder wie Les Hatton, emeritierter Professor für Informatik an der Kingston University, anhand von Eisbohrkernen herausgefunden hat.

„Anstiege um 1,1 °C über einen Zeitraum von 100 Jahren in der aktuellen Warmzeit, die vor 20.000 Jahren begann, traten in jedem sechsten Jahrhundert auf“, schreibt Zero Hedge unter Berufung auf Hattons Forschung. „Wenn man 150.000 Jahre zurückblickt, lag die Häufigkeit bei etwa einem von sechs bis einem von 20 Jahrhunderten.“

Quellen: Zero Hedge; Nature

Link: https://heartland.org/opinion/climate-change-weekly-579-climate-lawfare-under-counterassault-finally/, dritte Meldung

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Microsoft stellt seine Ausgaben für CO₂-Emissionsrechte ein. Die üblichen Verdächtigen toben.

Charles Rotter
Es gibt Berichte, wonach Microsoft stillschweigend künftige Käufe von CO₂-Zertifikaten ausgesetzt hat, was in einem Markt für Aufruhr gesorgt hat, den das Unternehmen praktisch dominiert. Was wie eine routinemäßige finanzielle Entscheidung erscheinen mag, hat stattdessen die Anfälligkeit einer Branche offenbart, die auf einem einzigen Käufer basiert – und eine rasche, organisierte Gegenreaktion von Klima-Advokaten ausgelöst.

Am 10. April brachte Heatmap News die Nachricht, dass Microsoft begonnen habe, Anbietern und Partnern im Bereich der CO₂-Entfernung mitzuteilen, dass das Unternehmen künftige Einkäufe aussetzen werde. Bloomberg schloss sich am nächsten Tag mit einem bestätigenden Bericht aus Unternehmenskreisen an. Die Microsoft-Mitarbeiter teilten den Entwicklern laut Bloomberg in mindestens einem Fall mit, dass die Entscheidung „aus finanziellen Erwägungen“ getroffen worden sei.

Das ist, ganz einfach gesagt, eine riesige Sache.

Microsoft war nicht nur ein Käufer auf dem Markt für CO₂-Entfernung. Nach allen verfügbaren Berechnungen war Microsoft der Markt für CO₂-Entfernung schlechthin. Laut CDR.fyi (via ESG Dive) entfielen am 13. April 78,5 % aller offengelegten langfristigen Verträge zur CO₂-Entfernung auf Microsoft, wobei über 36,4 Millionen Tonnen erworben worden waren. Die MIT Technology Review brachte es noch deutlicher auf den Punkt: „Microsoft ist der Markt für CO₂-Entfernung.“ Wenn Sie die letzten fünf Jahre damit verbracht haben, ein Start-up aufzubauen, das CO₂ aus der Atmosphäre filtert, haben Sie mit ziemlicher Sicherheit darauf gezählt, dass Microsoft Ihnen einen Scheck ausstellt.

So hat sich Microsofts „Pause“ – wie lange sie auch immer dauern mag – auf das ausgewirkt, was die New York Times selbst in einem Artikel vom Dezember 2024 als den „neuen Klima-Goldrausch bezeichnete. Climeworks und Carbon Engineering, zwei der größten Unternehmen im Bereich der direkten Luftabscheidung, verfügen jeweils über mehrjährige Verträge mit Microsoft im neunstelligen Bereich. Bloombergs Folgebericht beschreibt, dass mindestens ein Entwickler von Microsoft angewiesen worden sei, die Bedingungen eines bestehenden Vertrags zu überprüfen, für den Fall, dass das Unternehmen später versuchen sollte, diesen zu kündigen. Bloombergs Schlagwort lautete „verunsichert“.

Die offizielle Linie von Microsoft, die von der Chief Sustainability Officer Melanie Nakagawa vertreten wird lautet, dass all dies Teil eines „disziplinierten Ansatzes“ sei und keine Änderung der Ambitionen darstelle. Zu diesem disziplinierten Ansatz gehört offenbar, den Vertragspartnern mitzuteilen, dass sie sich vielleicht einen Anwalt nehmen sollten. Willkommen in der Unternehmenskommunikation zum Thema Klima im Jahr 2026.

Die Reaktion

Das ist die wirtschaftliche Seite der Geschichte. Die politische Seite ist interessanter.

Nur wenige Tage nach Bekanntwerden der Nachricht veröffentlichte eine Koalition aus über fünfzig Interessenverbänden unter der Führung der Aktivistengruppe „Stand.earth“ aus San Francisco einen offenen Brief unter der URL microsoftlies.com. Zum Zeitpunkt der Abfassung dieses Artikels erscheint der Brief auch als bezahlte Anzeige auf Reddit, wobei Reddits eigene Klick-Tracking-IDs in der URL eine aktive Kampagne mit gesponserten Beiträgen bestätigen. Der Brief wurde unter anderem vom Sierra Club, Greenpeace USA, Public Citizen, Friends of the Earth U.S., dem Hip Hop Caucus, Amazon Employees for Climate Justice, 350 Seattle sowie einer ganzen Reihe regionaler und themenbezogener Gruppen mitunterzeichnet.

In dem Brief wird Microsoft vorgeworfen, seine Verpflichtungen zum Klimaschutz aufgegeben, das Vertrauen der Gemeinschaft missbraucht und seine Vorreiterrolle im Bereich der sauberen Energie verspielt zu haben. Die Aussetzung der CO₂-Entfernung wird darin als Teil eines umfassenderen Musters betrachtet, zu dem auch der Ausbau der KI-Rechenzentren von Microsoft sowie dessen Unternehmensverträge mit Öl- und Gasunternehmen gehören. Im gut etablierten Genre der offenen Briefe von Umweltschützern handelt es sich um ein relativ typisches Dokument.

Bemerkenswert sind jedoch der Zeitpunkt und die Vorgehensweise.

Eine aktuelle Kampagne

Stand.earth verschärft seit mehr als zwei Jahren seine Angriffe auf Microsoft. Die Kampagne begann bereits lange vor der Aussetzung der CO₂-Entfernungsmaßnahmen.

Im Februar 2024 veröffentlichte Stand.earth einen Bericht mit dem Titel „Ctrl-Alt-Incomplete: The Gaps in Microsoft’s Climate Leadership“, in dem argumentiert wird, dass die Emissionen von Microsoft seit seiner Netto-Null-Verpflichtung im Jahr 2020 um 46 % gestiegen seien. Anfang 2025 richtete der Blog der Organisation sein Augenmerk auf den Ausbau der KI-Rechenzentren von Microsoft und stellte diesen als versteckte Klimakosten dar. Im Januar 2026 veröffentlichte Stand.earth eine kritische Stellungnahme zu Microsofts Plan für Rechenzentren und kritisierte das Fehlen expliziter Verpflichtungen zu erneuerbaren Energien. Im März 2026 veröffentlichte die Forschungsabteilung von Stand.earth eine Analyse, aus der hervorgeht, dass ein einziges Microsoft-Rechenzentrum in West Virginia die jährlichen Emissionen des Unternehmens um 44 % erhöhen würde. Etwa zur gleichen Zeit veröffentlichte sie eine Folgestudie mit der Behauptung, dass drei Methangasprojekte zusammen zu einem Anstieg des CO₂-Fußabdrucks der Rechenzentren um 160 % führen würden.

Als Microsoft also am 10. April seine Käufe von CO₂-Ausgleichszertifikaten aussetzte, hatte die Aktivisten-Infrastruktur bereits zwei Jahre damit verbracht, Microsoft als Klimasünder darzustellen. Der offene Brief, die Website und die bezahlte Reddit-Kampagne stellen den operativen Arm dieser Infrastruktur dar, der nun in Gang gesetzt worden ist.

So sieht eine koordinierte Druckkampagne von Nichtregierungsorganisationen tatsächlich aus: Berichte, dann Recherchen, dann Eskalation, dann Veranstaltungen, dann bezahlte digitale Medien. Sie ist professionell, gut finanziert und auf Dauer angelegt.

Wer zahlt das alles?

Hier ist die Frage, die sich Microsoft vermutlich stellt – und die sich auch Aktionäre, Journalisten und Steuerzahler mit Gewinn stellen könnten.

Die Aktivistenorganisationen, die Microsoft dafür angreifen, dass es sich aus dem Kauf von CO₂-Entfernungszertifikaten zurückzieht, sind keine unparteiischen Beobachter. Sie sind Teil eines größeren Ökosystems von Klimaschutzorganisationen, die ihrerseits von den gleichen großen Stiftungen und Unternehmensspendern finanziert werden, die das letzte Jahrzehnt damit verbracht haben, Argumente für Netto-Null-Ausgaben von Unternehmen zu entwickeln. Die CO₂-Entfernungsbranche, die den Großteil ihrer für 2026 geplanten Projekte verloren hat, wird von den gleichen qualifizierten Klimaexperten besetzt, die an anderen Tagen für die NGOs arbeiten, welche die offenen Briefe verfassen. Die Grenze zwischen „Industrie“ und „Interessenvertretung“ im Klimabereich ist seit langem praktisch verschwunden. Selbst Heatmap News, das die Geschichte publik machte, ist eine klimafreundliche Publikation. Die Berichterstattung der MIT Technology Review behandelte Microsofts Pause als Krise für „die Branche“ und nicht als eine Episode, in der ein Kunde eine finanzielle Entscheidung traf.

Wenn achtzig Prozent eines Marktes aus einem einzigen Käufer bestehen, hat man keinen Markt. Man hat ein Förderprogramm. Wenn die Förderung ausgesetzt wird, werden die Empfänger lautstark. Und Microsoft, das die Förderung ursprünglich finanziert hat, ist auch eine wichtige Geldquelle für die NGOs, welche die Kampagne für eine Wiederaufnahme der Förderung vorantreiben.

Das ist die strukturelle Realität der CO₂-Entfernungswirtschaft, die die Presse bisher nicht gerne in klaren Worten beschrieben hat. Microsofts „disziplinierter Ansatz“ rückt sie nun ins Rampenlicht.

Der unbequeme Vergleich

Da wir gerade beim Thema des ökologischen Fußabdrucks von Microsoft sind: es ist erwähnenswert, dass das Unternehmen im Oktober 2025 eine Entscheidung getroffen hat, die zwar nichts damit zu tun hat, in dem Brief der Aktivisten jedoch auffällig nicht erwähnt wird.

Am 14. Oktober 2025 stellte Microsoft den kostenlosen Sicherheits-Support für Windows 10 ein. Hunderte Millionen derzeit funktionsfähiger PCs erfüllen die Hardwareanforderungen von Windows 11 (TPM 2.0, Intel-Prozessoren der achten Generation, vergleichbare AMD-Prozessoren) nicht und werden infolgedessen entweder zu einem unsicheren Betrieb, kostenpflichtigem erweiterten Support oder zum Austausch gedrängt. Die Public Interest Research Group warnte vor Ablauf der Frist, dass diese Politik eine Flutwelle an Elektroschrott aus funktionierender Hardware auslösen könnte, die willkürlich als veraltet eingestuft wurde.

Dies ist, nach jedem vernünftigen Maßstab, ein weitaus direkterer Umweltschaden als eine vorübergehende Aussetzung der spekulativen CO₂-Entfernung aus der Atmosphäre. Er ist konkret. Er ist messbar. Er findet gerade statt. Dennoch hat offenbar keiner der über fünfzig Unterzeichner von microsoftlies.com das Bedürfnis verspürt, dies zu erwähnen.

Der Grund dafür ist vermutlich, dass damit keine Spendeneinnahmen verbunden sind. Es gibt keine Einnahmequelle von 500 Dollar pro Tonne, die davon abhängt, dass Microsoft Windows 10 repariert. Die Pause bei der Kohlenstoffentfernung hingegen hat das Ökosystem aus Klimaaktivismus und Start-ups sehr schnell sehr viel Geld gekostet. Deshalb geht es in dem offenen Brief genau darum.

Worum es hier wirklich geht

Microsoft hat seine Klimainvestitionen nicht aufgegeben. Nach Nakagawas Angaben hat das Unternehmen lediglich neue Beschaffungen ausgesetzt, während es seine Strategie überdenkt. Es wird wahrscheinlich einen Teil davon wieder aufnehmen. Die Pause entspricht dem, was ein Finanzvorstand tun würde, wenn er eine Ausgabenkategorie von 100 bis 600 Dollar pro Tonne überprüft, deren Klimavorteile – selbst bei bester Auslegung – spekulativ sind und deren primäre kurzfristige Auswirkung auf die Unternehmenszahlen darin besteht, einen Anspruch auf „Kohlenstoffnegativität“ zu finanzieren, der von der Integrität von Verträgen abhängt, die bis 2030 und darüber hinaus laufen.

Was diese Geschichte tatsächlich verdeutlicht, ist die finanzielle Anfälligkeit eines Marktes, den die Presse seit fünf Jahren als transformative Klimalösung beschreibt. Die „Pause“ eines einzigen Käufers verursachte marktweite Erschütterungen, wie Bloomberg es formulierte. Das ist kein Markt. Das ist ein Sponsoring.

Die Aktivisten, die fordern, dass Microsoft sein Sponsoring wieder aufnimmt, haben jedes Recht, ihre Argumente vorzubringen. Doch wer diese Forderungen liest, sollte sich darüber im Klaren sein, was er da liest. Es handelt sich dabei nicht in erster Linie um eine Debatte über Klimawissenschaft. Es ist eine Debatte über den Cashflow.

Microsoft scheint vorerst an seinem disziplinierten Ansatz festzuhalten.

With thanks to David Burton (sealevel.info) for surfacing the microsoftlies.com paid campaign and the Windows 10 e-waste comparison.

This article was published first on wattsupwiththat.com on 14 May 2026.

Link: https://clintel.org/microsoft-pauses-carbon-removal-spending-alarming-climate-activists/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE




Ethanol: Nicht die Energiewende, die wir uns wünschen

Ike Kiefer

Angesichts der aktuellen, die weltweiten Energiepreise in die Höhe treibenden Ereignisse wird Maisethanol erneut als heimische Energiequelle und Garant für Energiesicherheit dargestellt. In Wahrheit ist Maisethanol jedoch ein Energieschlucker, und die Herstellung von einer Gallone Maisethanol [ca. 4 l] erfordert mehr fossile Energie als die von einer Gallone Benzin. Es ist an der Zeit, sich dieser unangenehmen Wahrheit und den anderen negativen Folgen einer zwanzigjährigen fehlgeleiteten Politik zu stellen.

In den Jahren 2005 und 2007 verabschiedete der Kongress das Energiegesetz sowie das Gesetz über Energieunabhängigkeit und -sicherheit, mit denen gemeinsam das Programm „Renewable Fuel Standard“ (RFS) ins Leben gerufen worden war. Das RFS verfolgte drei erklärte Ziele: die Verbesserung der Energiesicherheit der USA, die Verringerung der Treibhausgasemissionen sowie die Förderung der ländlichen Wirtschaft und der landwirtschaftlichen Entwicklung. Stattdessen hat das RFS-Programm die Kraftstoffpreise in die Höhe getrieben, die Lebensmittelpreise erhöht, Millionen Hektar CO₂-bindender Flächen in intensive Bewirtschaftung überführt, die Treibhausgasemissionen und die Luftverschmutzung erhöht sowie den Wasserverbrauch und die Wasserverschmutzung gesteigert. Was die Energiesicherheit angeht, so werden die Gallonen US-Benzin, die durch die staatlichen Vorschriften zur Beimischung von Ethanol verdrängt wurden, nach Mexiko und in andere Länder exportiert. Der große Erfolg des RFS besteht darin, dass die Regierung Wohlstand von Autofahrern an große Agrarkonzerne umverteilt hat. Es ist höchste Zeit, dieser wirtschaftlichen und chemischen Absurdität ein Ende zu setzen, bei der Lebensmittel zwangsweise zu Kraftstoff verarbeitet werden.

Die Regierung wollte unbedingt Biokraftstoffe und hat sie auch bekommen. Unter dem Lobbydruck des „Corn Belt“ [= Mais-Gürtel] hat der Kongress zynischerweise auf die Anforderung verzichtet, dass die RFS für alle bestehenden Mais-Ethanol-Bioraffinerien sowie für alle bis Ende 2010 zu errichtenden Anlagen tatsächliche Treibhausgasreduktionen erzielen müssen. Der Großteil des in den letzten 20 Jahren und auch heute noch produzierten Mais-Ethanols stammt aus diesen Anlagen, für die eine Ausnahmegenehmigung erteilt worden ist. Die fadenscheinige Prognose der EPA aus dem Jahr 2010, wonach Maisethanol bis 2022 eine Reduzierung der Treibhausgasemissionen um 21 % erreichen würde, wurde vom National Research Council umgehend angefochten, da sie Landnutzungsänderungen nicht angemessen berücksichtigte und die Konkurrenz um Nahrungsmittel sowie den Wasserverbrauch nicht realistisch behandelte. Dieses Expertengremium der National Academy of Sciences stellte sogar die Tragfähigkeit des gesamten Konzepts der Treibhausgasreduktion durch Biokraftstoffe in Frage. Die strengste und ehrlichste Schätzung einer dritten Partei in einer Stellungnahme vor dem Kongress verwendete die eigene Methodik der EPA, um zu zeigen, dass die Beimischung von Maisethanol zu Benzin die Treibhausgasemissionen gegenüber der Basislinie für reines Benzin um 28 % erhöht hat, ohne dass eine Tendenz zu einer jemals stattfindenden Erholung erkennbar ist.

Was die Energiesicherheit angeht, war das Ziel zwar lobenswert, die Methode jedoch irrational. Maisethanol ist in jeder Phase der Produktion in entscheidendem Maße von fossilen Brennstoffen abhängig – als Kraftstoff für Traktoren und Lkw, für Düngemittel und Pestizide sowie für Energie und Chemikalien in der Bioraffinerie. Biokraftstoffe sind im Allgemeinen nur ein Mittel, um Erdöl mit einem grünen Feigenblatt zu versehen, indem man es ineffizient über landwirtschaftliche Flächen umleitet. Während die Maisethanolproduktion in den letzten 10 Jahren bei 15–16 Milliarden Gallonen stagniert hat – was nicht zufällig der Obergrenze der staatlichen Subventionen entspricht –, ist die heimische Rohölproduktion aufgrund technologischer Innovationen sprunghaft gestiegen, die riesige neue geologische Formationen für die wirtschaftliche Förderung erschlossen haben. Trotz einer Flut von Maßnahmen und Richtlinien der US-Bundesregierung, die für Erdöl ebenso nachteilig waren, wie sie für Biokraftstoffe förderlich waren, sind die USA wieder energieautark und der weltweit größte Produzent von Rohöl und Erdgas. Im Jahr 2024 exportierten die USA 100 Milliarden Gallonen raffiniertes Erdöl. Andere Länder verbrennen US-Benzin in ihren Autos und verursachen dabei die gleichen CO₂-Emissionen, als dürften die Amerikaner es selbst nutzen. Das Ziel der Energiesicherheit für die RFS ist hinfällig, und es war mit dem von fossilen Brennstoffen abhängigen Maisethanol nie erreichbar.

Eine der großen Ironien besteht darin, dass die RFS im Rahmen des Clean Air Act genehmigt worden war. Die von der EPA selbst im Jahr 2010 durchgeführte Folgenabschätzung ergab, dass sie die Luftverschmutzung netto erhöhen und jährlich bis zu 245 zusätzliche Todesfälle in den USA verursachen würde. Die EPA gewährte Maisethanol zudem eine unbefristete Ausnahmegenehmigung hinsichtlich des Dampfdrucks für Smog verursachende Emissionen, die sie Erdöl verweigert hat. Schlimmer noch: Ethanol im Benzin ermöglicht es den Kohlenwasserstoffen, sich mit Wasser zu vermischen, und erhöht dadurch die Grund- und Oberflächen-Wasserverschmutzung durch Kraftstofflecks in weitaus größerem Maße als das verteufelte MTBE, das es als Oktanverstärker ersetzt hat – dennoch ignoriert die EPA dieses Risiko weiterhin vollständig.

Ein Regierungsprogramm, das so weit von seinen Zielen abgekommen ist, sollte eingestellt werden. Der für den Umweltschutz der Nation zuständigen Bundesbehörde sollte es nicht gestattet sein, ein Programm zu verwalten, das die Luftverschmutzung erhöht und Wasser, Boden und Klima belastet. Kraftstoff sollte Kraftstoff sein und Lebensmittel sollten Lebensmittel sein. Sicherlich kann der Kongress einen besseren Weg finden, um die Energiesicherheit der USA wirklich zu fördern und die ländliche Wirtschaft anzukurbeln, ohne die höchst regressive Steuer in Form erhöhter Kraftstoffpreise zu erheben, den Luft- und Wasserressourcen der Nation solchen Schaden zuzufügen und die weltweite Ernährungsunsicherheit zu fördern.

Ike Kiefer is a Visiting Fellow at the National Center for Energy Analytics and author of the study,Ethanol as Fuel: A Bridge to Nowhere

This article was originally published by RealClearEnergy and made available via RealClearWire.

Link: https://wattsupwiththat.com/2026/05/12/ethanol-not-the-energy-transition-were-looking-for/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




ENSO überflutet die Attributions-Maschine

Cap Allon

„World Weather Attribution“ gibt bereits den Ton an. Bei einer Pressekonferenz vor kurzem erklärte die Alarmistin Friederike Otto: „Der Klimawandel wird bei den diesjährigen Wetterextremen wahrscheinlich eine größere Rolle spielen als El Niño.“

Das ist die Kernaussage für die Medien.

Das entspricht jedoch nicht den Tatsachen.

Hurrikane machen das Problem deutlich.

ENSO ist ein bedeutender natürlicher Zyklus im Pazifik, der Wetterverhältnisse weit über die Tropen hinaus beeinflusst. Im atlantischen Hurrikanbecken ist der Zusammenhang eindeutig: El Niño verstärkt tendenziell die Windscherung, was die Bildung von Stürmen behindert; La Niña verringert diese Scherung tendenziell, wodurch Stürme mehr Raum zur Entstehung und Verstärkung erhalten.

Betrachtet man die Hurrikanschäden in den USA, so zeigt sich, dass ENSO der Hauptfaktor ist.

Roger Pielke Jr.s Vergleich der normalisierten Hurrikanschäden in den USA beziffert den jährlichen ENSO-Effekt auf etwa 541 Millionen Dollar. Der prognostizierte jährliche Klimawandel-Effekt liegt bei etwa 8,7 Millionen Dollar. Das ist ein 62-facher Unterschied:

Bei den Hurrikanschäden in den USA überlagert der natürliche Klimazyklus jedes „Kohlenstoffsignal“.

Hier stößt die Politik der Ursachenzuweisung an die Realität. Der Öffentlichkeit wird gesagt, sie solle Extremwetterereignisse in erster Linie durch den Klimawandel betrachten, während einer der stärksten natürlichen Klimafaktoren des Planeten weitgehend ignoriert wird.

Deshalb gibt es die WWA: um Wetterkatastrophen in medienwirksame Geschichten über Emissionen zu verwandeln. Es kommt zu einer Überschwemmung, einem Sturm, einer Dürre oder einer Hitzewelle, und die WWA liefert den institutionellen Stempel. Der Zusammenhang mag hauchdünn, modelllastig, mit Vorbehalten behaftet und voller ignorierter natürlicher Schwankungen sein, aber die Schlagzeile bleibt bestehen: „Der Klimawandel hat es verschlimmert, sagen Wissenschaftler.“ Das ist die Funktion. Sie gibt Journalisten, Aktivisten und Politikern eine klare Kausalkette, die sie selbst niemals beweisen könnten.

Das Wetter geht hinein. Propaganda kommt heraus.

Link: https://electroverse.substack.com/p/europes-mid-may-cold-trough-digs?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Kurzmeldungen aus Klima und Energie – Ausgabe 14 /2026

Meldungen vom 11. Mai 2026:

Antarktisches Eis hält sich gut

Eine neue, den Untergang der Antarktis prophezeiende Studie ist erschienen. Die Medien haben sie genau so aufgemacht, wie es ihnen aufgetragen worden war.

Die in „Science Advances“ veröffentlichte Studie argumentiert, dass der Rückgang des antarktischen Meereises seit 2015 durch stärkere Westwinde, Tiefenwasseraufstieg und eine Rückkopplungsschleife verursacht wurde, die eine Erholung erschwert oder sogar unmöglich macht. In der Pressemitteilung zur Studie wurde dies als „dreifacher Schlag des Klimachaos’“ verkauft.

Es gibt nur ein Problem.

Das Eis hatte sich bereits erholt.

Laut Daten des NSIDC erreichte das antarktische Meereis am 26. Februar ein Sommerminimum von 2,58 Millionen Quadratkilometern für das Jahr 2026. Das war das größte Sommerminimum seit fünf Jahren, 730.000 km² über dem Rekordtief von 2023 und nur 260.000 km² unter dem Durchschnitt der Jahre 1981–2010.

So viel zum unaufhaltsamen Zusammenbruch.

Und die Lage in der Antarktis insgesamt ist noch unbequemer für Alarmisten.

Meereis ist schwimmendes Ozeaneis. Der antarktische Eisschild ist Landeis. Das ist nicht ein- und dasselbe, doch beide werden von einigen der gleichen Veränderungen in der Zirkulation beeinflusst.

Eine weitere aktuelle Studie, veröffentlicht in der Fachzeitschrift „Nature Communications Earth & Environment“ ergab, dass sich der Massenverlust des antarktischen Eisschildes nach 2016 verlangsamte und seit 2020 ein Netto-Massenzuwachs zu verzeichnen ist. Ursache dafür waren vermehrte Schneefälle, die mit stärkeren atmosphärischen Strömungen, stärkeren Westwinden und einem Rückgang des winterlichen Meereises in Verbindung stehen.

Einige der gleichen Bedingungen, die für das geringere Meereis verantwortlich gemacht werden, können auch dazu beitragen, mehr Feuchtigkeit auf den Kontinent zu transportieren, wo sie als Schnee fällt und die Masse des Eisschildes erhöht. In der Untergangs-Berichterstattung wurde dies ausgelassen.

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Baumringe widerlegen die Dürre-Panik

Zwei neue Rekonstruktionen anhand von Baumringen stellen die Behauptung in Frage, wonach derzeitige Dürren beispiellos seien.

Im subarktischen Schweden wurden die Ringe von Waldkiefern herangezogen, um die Niederschlagsmengen im Mai und Juni bis ins Jahr 1320 zurück zu rekonstruieren. Da diese Bäume auf ihre Feuchtigkeitsversorgung angewiesen sind, reflektieren trockene Frühsommer im Holz.

Die Aufzeichnungen zeigen starke natürliche Schwankungen, darunter Zyklen von etwa 34 und 64 Jahren, jedoch keinen langfristigen Trend. Während 2018 eines der trockensten Jahre in den schwedischen Aufzeichnungen war, zeigt die vollständige Rekonstruktion wiederholte Dürreperioden, feuchte Phasen, trockene Phasen und jahrzehntelange Schwankungen lange vor den heutigen Emissionen.

Die Studie zum Tibetischen Plateau liefert noch präzisere Ergebnisse.

Anhand der Jahresringe tibetischer Wacholderbäume rekonstruierten die Forscher die Niederschläge im Frühsommer von 1720 bis 2014. Auch hier war die Dürre von 2009 zwar schwerwiegend, aber keineswegs beispiellos.

Die Studie identifizierte sieben Megadürren: 1737–1753, 1761–1783, 1817–1835, 1869–1879, 1914–1929, 1939–1950 und 1979–1998, wobei die Jahre 1735 und 1914 als schlimmere Einjahresdürren als 2009 verzeichnet wurden.

Das sind schwere Dürren – Jahrhunderte vor dem Aufkommen der modernen Industrie, die heute als allgemeine Erklärung herangezogen wird.

Link: https://electroverse.substack.com/p/europes-ice-saints-may-snowstorm?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldung vom 18. Mai 2026:

Einstiger Eisverlust in der Arktis bei 230 ppm

In einer neuen Studie zum arktischen Meereis nutzten Forscher alte DNA von Polarella glacialis, einer im Meereis lebenden Dinoflagellatenart, um das einjährige Meereis auf dem Yermak-Plateau nördlich von Spitzbergen über die letzten 50.000 Jahre hinweg zu rekonstruieren. Ihre Ergebnisse passen nicht zu dem modernen „Untergangsszenario“, das der Öffentlichkeit verkauft wird.

Zur Erläuterung: „Einjähriges“ Eis bildet sich und schmilzt innerhalb einer einzigen Saison; „mehrjähriges“ Eis überdauert mindestens einen Sommer und ist älter, dicker und wird im Allgemeinen als die stabilere Eisdecke der Arktis angesehen.

Während des letzten glazialen Maximums war die Region von ausgedehntem Mehrjahres-Meereis bedeckt. Doch als die Erde aus der letzten Eiszeit heraustrat, veränderte sich das System rasch. Vor etwa 16.000 Jahren, so das Ergebnis der Studie, begann sich Einjahres-Meereis in einer noch weitgehend von Mehrjahres-Meereis geprägten Umgebung zu bilden – „eine Situation, die der heutigen nicht unähnlich ist“, wie die Autoren es formulieren. Dann kam die Bølling-Allerød-Erwärmung vor etwa 14.700 bis 12.900 Jahren. Vor rund 14.000 Jahren erlebte das Yermak-Plateau eine Phase des offenen Ozeans, mit ganzjährig eisfreien Bedingungen am Untersuchungsort. Dies geschah, als der CO₂-Gehalt in der Atmosphäre bei etwa 230 ppm lag, weit unter dem heutigen Niveau.

Alt-DNA und Meereis-Biomarker vom Jermak-Plateau zeigen, dass die Arktis in den letzten 25.000 Jahren zwischen Mehrjahres-Eis, Saisoneis, offenem Wasser und Einjahres-Eis gewechselt hat [Link zur Studie].

Die Arktis hat selbst bei historisch niedrigen CO₂-Werten zwischen mehrjährigem Eis, Einjahres-Eis, saisonalem Eis und offenen Wasserbedingungen gewechselt. Die heutigen Schwankungen des alten mehrjährigen Eises als Beweis für einen beispiellosen, rein vom Menschen verursachten Zusammenbruch der Arktis zu betrachten, wird durch diese Aufzeichnungen nicht gestützt.

Link: https://electroverse.substack.com/p/saskatoon-challenges-108-year-cold?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Eine Meldung vom 18. Mai 2026:

Die Kälte-Graphiken, die man uns vorenthält

Weite Teile der nördlichen Hemisphäre waren diesen Winter von Kälte geprägt. Aus den Schlagzeilen würde man das allerdings nicht schließen.

Die erste GFS-Karte der saisonalen 2-Meter-Temperaturabweichungen für den Zeitraum vom 1. Dezember 2025 bis zum 28. Februar 2026 zeigt weitreichende negative Abweichungen in Alaska, weiten Teilen Kanadas, Nordeurasien, Skandinavien und dem Großteil Russlands – ein ausgedehntes Kältesignal, das einen Großteil der Hemisphäre abdeckt.

Diese Realität sah so aus:

Doch das Medieninteresse richtete sich auf andere Themen.

Die zweite Karte, die den Zeitraum vom 1. März bis zum 17. Mai 2026 abdeckt, zeigt das gleiche Muster. Kanada und Alaska blieben bis weit in den Frühling hinein unter dem Einfluss einer anhaltenden Kaltluftmasse, während es in den kontinentalen Vereinigten Staaten (CONUS) warm blieb. Auch hier wurde die Wärme über den Lower 48 überbewertet, während die Kälte in Kanada und Alaska weitgehend ignoriert worden ist.

Hitze sorgt für Schlagzeilen, Grafiken, Expertenzitate und Studien zur Ursachenforschung.

Kälte wird verschwiegen (es sei denn, man kann sie als „Klimastörung“ verpacken).

Der kanadische Kältepool ging zudem mit wiederholten Störungen des Polarwirbels einher. Wenn der Polarwirbel schwächer wird, sich ausdehnt oder verschoben wird, gelangt arktische Luft leichter nach Süden in die mittleren Breiten. Das beweist zwar nicht, dass jeder Kälteeinbruch in diesem Jahr durch den Polarwirbel verursacht wurde, doch der zeitliche Zusammenhang ist aufschlussreich. Der Kältepool hielt sich während der gesamten Saison, solange der Einfluss des Polarwirbels aktiv blieb, und klingt jetzt mit dessen jahreszeitlich bedingter Auflösung ab.

Kanada und Alaska litten monatelang unter ungewöhnlicher, rekordverdächtiger Kälte und Schneefall. Große Teile Eurasiens und der Arktis lagen ebenfalls unter dem Normalwert, ebenso wie praktisch ganz Russland. Doch dieser Teil der Geschichte ging unter mit einer weiteren Runde von Hitzewellen-Berichterstattung durch die übliche Klima-Panikmacher-Crew.

Der Öffentlichkeit wird ein selektiertes Hitzereportage-Paket vorgesetzt.

Link: https://electroverse.substack.com/p/early-season-frosts-sweep-south-america?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE